Ausgabe 
3.8.1912 Zweites Blatt
 
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An

Mittwoch,

8

Die besten Suppen

/2 Bahn-Std.von Frankfurt fH.

drittenmal aus dem Büchermarkt eZcheinenden Taschenbuch« wirb allen denen em geroiti willkommenes Hillsmittel geboten, .bie Inter- esie für das so vielgeüaltige Lsirffchaftsleben der Gegemvart baben. ihi8 allen Gebieten der Volkswirlfchair und Siatiflif des Deutschen Reiches sowie der bedeutenderen anderer» Länder bangt das Buch die wichtigsten Taten. Es bringt aus der Fülle der amtlichen und statistischen Verossenttichimaen DentschlandS und deS ^lnSlandes du allgemein interessierenden Wahlen und bietet sie in einem handliche»»

iormate den Interessenten dar. 7\

Stadtknabenschiile;

Lese- und Spielabend, Wetz« steinslrabe 38. _

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johann es gemeind».

Pfarrer Adolph.

Wartburg.

Christlicher Verein j ii n g e v Männer.

jeden» Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Vortrag

geordneten Berndt zu verantworten. Ferner war »eine 3_jahr. Trani Katharina, geb. Karl, aus Hechtsheim, der Vergehen^ gegen die HO und 111 Aufreizung uird Widerstand gegen die ^taats- g?walt angeklagt, indem beide wiederholt, als Schutzleute in der Wirtschaft der Eheleute Heinz in der Korbgaise Feierabend boten und die Gäste zum Verlassen der Wirtschaft aun'orderten, d»e Gäste veranlagten, der Aufforderung nicht zu folgen und-wer- stand zu leinen. Auch schlossen sie ihr Lokal nicht, obwohl der 10 Uhrschluß über ihre Wirtschaft verfügt war. ^.te Lchuyleute mußten die >Mste zur Anzeige bringen und sie mit Gewalt aus der Wirtschaft bringen. Als die Beschwerde des Han; gegen die Polizeiverordnung vom Kreisamt abgewiesen worden war, richtete er mehrere (schreiben an die Bürgermeisterei und den Bet- geordneten Bernte worin er bei Nichterfüllung leine« Geium>? mit einerRadikalkuiT" drohte. In den Briefen, die von» LI= tober 1910 und März 1911 datiert find, machte sich p. auch oer Beleidigung des Beigeordneten Berndt schuldig, auch beleibtgte er den Beigeordneten bei dem früheren Polizcikommiiiaraspiranten Bruder und dem Provinzialsekretär Schütz. In den Brieten be- hauplet H., dass in anderen Wirtschaften mit weiblicher Bedienung, in denen höhere Beamten und besseres Publikum verkehre, eine Beaufsichtigung nicht stattfände, obwohl es dort nickt, einwand­frei hergeh»' Bei dem Zeugen Sckstitz beantragte Hanz die Ladung des Beigeordneten Berndt, wobei er erklärte, er wolle ihn in der Sitzung des Provinzialausschusfes ohrfeigen. In Gegenwart des Polizeikemmissaraspiranten Bruder beleidigte er den Beigeord­neten Berndt in der schwersten Weise. Als darauf gegen Heinz, der noch eine Strafe von 3 Monaten Gefängnis zu verdutzen hatte, das Strafverfahren eingeleitel wurde, ging er mit Hinterlemung vieler Schulden flüchtig. Tie Schweiz mutzte er alsbald ver­lassen, er begab sich nach Holland, er scheint aber dort nicht sein Glück gefunden z»l haben, denn er wurde anfangs dieses -öabred an der Grenze auf deutschem Boden bei einem Einbruchsdiebstahl mit mehreren anderen Burschen verhaftet. Er wurde hierher in Untersuchungshaft gebracht, seine Anträge auf Zuweisung eines Verteidigers und Untersuchung feines Geisteszustandes wurden abgelehnt. In der heutigen Verhandlung spielte er denStum­men", er fand erst feine Sprache wieder, als das Gericht fick zur Beratung zurückzog und da war es zu spät. Beigeordneter Berndt erklärte, er sei damals von Hein; so bedroht worden, das; er sich nicht mehr getraut habe, ohne scharfgeladenen Revolver auszu­gehen. Heinz habe ihm öfters aufgelauert. Heinz fei nicht anders behandelt worden, als die anderen Wirte mit Tarnen- bebtenung. Tie Wirtschaft des H. habe zu den gemeinsten Lokalen gezählt. Heiirz wurde zu 7 Monaten Gefängnis und 14 Tagen Haft, feine Frau zu 25 Mark Geldstrafe verurteilt.

vermischtes.

* Ter Sohn eines französischen Millionärs vor dem Untersuchungsrichter. Ter Sohn des ver­storbenen französischeil Multimillionärs Julius Wernher, Sir Terricf Beruhe r, wurde vom Pariser Untersuchungsrichter ver­antwortlich vernommen, weil er einen Wechsel von l,2 Million Franks, den er als Zahlung für antike Möbel, Kunstwerke und Bilder an zwei Pariser Händler gegeben batte, nicht einlöste. Er erklärte, er habe auf Vera nlasfungeineseheinaligen deutschen Offiziers namens Hugo Hans von Grundherr für eine Million Möbel und Kunstwerke in Paris gekauft, um sie durch Grundherrs Vermittlung in T ent sch­lau d mit großem Gewinn zu veräußern. Ten Kauf­preis habe er mit zwei Schecks von je 500 000 Franks beglichen. Grundherr, der früher Hauptmann in der bayerischen Armee gewesen fein soll, habe die Kunstwerke und Möbel für 30 000 Mark verschleudert und den Erlös eingesteckt und sei nach Eng­land geflüchtet, v. Grundherr ist in der Tat auf Ersuchen franzö­sischer Gerichte in England verhaftet worden und wird demnächst nach Frankreich ausgeliefert werden. Derrick Wernher wurde auf freiem Fuß belassen.

Neble Folgen eines schlechten Scherzes. Einen derben Spaß, den ev aber sehr teuer hat bezahlen müssen, hat sich in dem bei Lille gelegenen Städtchen Wattrelos ein Tischler namens Delmotte geleistet, der an eine Schneiderin ver­heiratet ist. Delmotte hatte, während feine Frau ausgegangen ivar, m der seiner Wohnung gegenüber liegenden Kneipe Foucart in luftiger Gesellschaft gut zu Mittag gegessen. Er lud nun die Wirtin ein, bei ihm eine Tasse Kaffee zu nehmen, was Frau Foucart annahm. Jedenfalls hat Delmotte ein betäubendes Mittel dem Kaffee deigemifcht, denn eine Stunde später erwachte die Wirtin aus einen» schweren Schlafe. Sie befand sich entkleidet und gefesselt im Bette des Tischlers und »uat vom Kopf dis zu den Füßen mit einer dicken Schicht glänzender Wichse bedeckt. Die Frau hatte kaum ihre Lage begriffen, als die Tür sich öffnete und ein Jndividium erschien, das ihr sagte: .Ich bin der Polizeiinspektor; auf Antrag Ihres Mannes stelle ich hiermit Ehebruch fest. Im Namen des Gesetzes folgen Sie mir" In bieiem Zustande zur Polizei! Die vor Angst zitternde Frau konnte nur ihr £)cmb auziehen und mußte so dem angeblichen Polizeimspektor auf die Straße folgen. Hier bildete sich natürlich so'ort ein Austenn und es dauerte einige Zeit, bis die entrüsteten Passanten dem Skandal ein Ende machten. Das Gerücht dieses Vorganges kam sehr bald zu Obren der Frau des Tischlers. Sie eilte nach Hause, (ab dort die Kleider ihrer Nachbarin und begriff die Untreue ihres Mannes. Ein heftiger Zank brach zwischen den Eheleuten aus. Delmotte ging dann zu Frau Foucard, die aber inzwischen zur Polizei gegangen war, um Klage einzureichen. Die Fraii des Tischlers war unterdessen nach fXoubaig gegangen, hatte dort einen Ring versetzt und einen Revolver gekauft. Als Del­motte nach Hause kam, vertrat ihm plötzlich seine Frau den Weg; ohne ein Wort zu sagen, schoß sic auf ihren Mann. Der Tischler brach lautlos zusammei,. Er bat eine Kugel in den Kopf erhalten und liegt im Sterben. Der Feldwächter von WattreloS, der her- beigeeilt war, um Delmotte zu holen, mußte nun dessen aus Eifer­sucht zur Mörderin geivorbene Frau verhaften.

Kirchliche Vereinigung zur Bekämpfung der rilkoholelendr.

Mitgliederversammlungen am 9. und am 23. August, abenb# 874 Uhr, Wetzsleinftraße 38.

der kurzen Zeit eines Desichtigungstages nidjt genau un ein­zelnen studieren könnte. ,

Die Besichtigung erstreckte sich dann aut das an der Wtetecker Straße belegene zweite Waldbrunnen-i Versuchsfelds Hier »nter- enterte die Besucher zunächst die Sckeuer mit der re 1 chv 0r - r i cht ung, zu deren Bedienung ein zwe»pterdiger Benzinmotor bient. Auch wurden manche neue Konstruktlonen von Bodenbearbeitungsgeräten in Augenfchein genommen, die Hackmaschine von Tröster-Butzbach, die nnt Bodenmeißeln armiert werden kann, und die auf dem Versuchsfelds recht gute Dienste leistete, ferner der Feder za hnkultioator von -^toll zorgau mit automatischer Schnittwinkeleinstellung und so manche andere. Auf dem Felde erregte dann abgesehen von einem zweiten permanenten Düngungsversuch ein Versuch mit G r und ü n - gungspflanzen «mehreren Wicken- und Erbieniorten' leb­haftes Interesse, Versuche mit Wasserrüben, Kohlrüben, Mohren und Zuckerrüben, ferner der sehr umfangreiche Anbauversuch mit Sommerweizen- und mit Hafers orten, bei benen zum Teil auch schon Züchtungen eingestellt sind, die noch gar nicht in den Handel gebracht wurden, und die hier vorher noch einer Vorprüfung unterzogen werden Ein sehr umfassender Vernich mit zahlreichen Gräsern verschiedener Provenienz befindet sich insofern erst in der Vorbereitung, als er noch mit dünn gesätem Hafer als Uebersrucht bestellt ist Tie Gräsersorten werden ent nach Abemtung der Uebersrucht sichtbar sein und erst tm fol­genden Jahre 1913 zur vollen Entwickelung gelangen. Einen sehr schönen Stand zeigt die Jndnstriekartosfel auf dem Wald­brunnenfelde. Mit ihr sind die Flächen bestellt, die noch unter Verunkrautung leiden, und die aus diesem Grunde in diesem Jahre noch nicht zu exakten Versuchen verwendet werden konntew Tie 50 Morgen große Fläche des Waldbrunnenfeldes ist durch das Institut erst in diesem Jahre neu übernommen und mutz daher teilweise erst so unkrantsrei und gut dirrchgearbeitet her- gestellt werden, wie das mit dem Lahntalversuchsseide und mit dem Triebversuchsfelde bereits geschehen ist. Im nächsten Jahre kann hosi'entlich die ganze Fläche des Waldbrunnenfeldes bereits zu exakten Versuchen herangezogen werden. Es ist das wünschens­wert, weil immer neue Fragen auftauchen, deren Klarstellung durch solche Versuche erreicht werden kann.

Mit Benutzung der Elektrischen begaben sich bann die Herren nach dein L a h n t a 1 v e r f u ch s s e l d e, welches Herr Gg. Bichler in Gießen seit 1904 in entgegenkommender Weise dem Institut zur Verfügung stellte. 1910 und 1911 hat der schwere und nährstoff­reiche Boden desselben zwei starke Gaben von gebranntem .Half bekommen (je 15 Zentner auf 1'» Hektar). Er ist infolgedessen in vorzügliche physikalische Verfassung gekommen und läßt sich jetzt sehr gut bearbeiten. Hier ist ein Anbauversuch mit 2 9 Wint et* weizensorten untergebracht, der ein sehr interessantes Bild von den ganz verschiedenen Formen gibt, welche die Weizenpflanze annehmen kann. Langhalmige und furshalmige, begrannte und unbegrannte, langäljrigc und Sauare head-Weizen wechseln dort miteinander ab. Neben Phofplwrsäiire und Kali hatte das Feld pro Morgen nur Vs Zentner schwefelsaures Ammoniak erhalten. Ter auf 22 Zentimeter gedrillte Weizen hat sich brillant ent­wickelt, wurde aber kürzlich durch einen schweren, mit Regen ver­bundenen Gewittersturm teilweise zum Lagern gebracht. Jnter- esiant ist es nun, die Lagersestigkeit der verschiedenen Weizensorten in diesem Jahre hier beobachten zu können In dieser Beziehung ist der Weizenversuch in .diesem Jahre sehr lehrreich.

Trotz der großen Hitze des Besichtigungstages ließen sich noch weit über hundert Teilnehmer der Exkursion durch die.sehr schön stehenden Felder des .Herrn Bichler nach der Hardt-Terrasse führen, um hier noch den schönen Blick über das fruchtbare Lahntal hinweg nach der Stadt Gießen zu genießen und sich vor der Heim­reise für dieselbe noch leiblich zu stärken. Auch Professor Gisevius und seine Assistenten hatten sich hier noch eingefunden, um sich bann von den Exkursionsteilnehmern zu verabschieden. Nach einem herzlielfenAuf Wiedersehen" ging es dann zum Bahnhofe

Vüchertisch.

Die neueste Nr. der Leipziger Illustrierte Zeitung (Verlag von I. I. Weber, Leipzig enthält u. a einen illustrierten Aufsatz über die neue deutsche Polarexpedition einen Artikel über internationales Wechselrecht mit Abbildun­gen von den Teilnehmer»» an der Internationalen Wechsel rechts Ztonserenz im Haag, einen reichillustrierten Beitrag über den Thronwechsel in 'Japan, eine Würdigung Ferdinand Kellers an­läßlich seines 70. Geburtstages mit Wiedergabe zahlreicher Ge- mälbe von ihm. Ferner sind ni verzeichnen die illustrierten BeiträgeAus der Musikhistorischen Ausstellung der Wiener Hofbibliothek",In den Kautschuldtstrikten am oberen Amazonen- ström" undDas Staiferliche Gestüt Lipizza". Weiter kommen hinzu aktuelle Beiträge und Abbildungen sowie der belletristische Teil.

Volkswirtschaftlich-Statistisches Taschenbuch. Be- arbeitet von Dr. Hugo Bonikowsky. 3. Jahrgang. Verlag von Gebrüder Böhm in Kattowitz O.«S. Mit den» vorliegenden, atim

Donnerstag, , 8

(ßcriditsfaal.

Steuerhinterziehung durch den Gerichts­vollzieher.

rb. Darmstadt, 2. Aug Eine interessante Anklage wegen Steuerhinterziehung durch den Gerichtsvoll sicher beschäftigte am vorigen Dienstag und heute das hie­sige Schöffengericht. Der Gerichtsvollzieher Wedel hatte infolge der bekannten Steuerdefraudation des Zigarrenhändlers Jacob sohn im Auftrag einer Berliner Firma ein Zigarettenlager von etwa 300 000 Stück gepfändet, die in Kisten verpackte Ware per siegelt und einem Spediteur in Verwahrung gegeben, gleichzeitig auch der Steuerbehörde zur eventuellen weiteren Veranlassung Mitteilung davon gemacht. Der dann von dieser ergangenen Aufforderung, die Waren an den Herstellungsort zurückzuschaffen oder sie der Zollniederlage in Gewahrsam zu geben, kam der Gerichtsvollzieher nicht nach, und die Steuerbehörde erließ daher gegen ihn Strafbescheid und ordnete die Einziehung der Waren an. In der Gerichtsverhandlung machte nun der Amtsanwalt geltend, daß der Gerichtsvollzieher sich der Ordnungswidrigkeit gegen die Artikel 17 und 20 des Zigarettensteuergesetzes schuldig gemacht habe, indem er die Waren in denJnlandverkehri' brachte. Er beantragte Bestrafung des Gerichtsvollziehers und Aufrechterhaltung der Einbeziehung der Ware Der Gerichts­vollzieher sei zwar Beamter, aber er handelt nur im Auftrag eines Privatmannes, und was diesem verboten sei, könne auch seinem Vctreter, also dem Gerichtsvollzieher, nicht gestattet fein. Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Dr. Strauß, führte dagegen aus, daß der Gerichtsvollzieher an die Bestimmungen der Zivilprozeßordnung und an seine Dienstinstruktionen gebunden sei und ferner im Interesse seines Auftraggebers zu handeln habe, dem er nach S 808 der Zivilprozeßordnung verantwort­lich und haftbar sei. Wenn er die beschlagnahmte Ware nach der Zollniederlage gcichafft hätte, so würde er sich des Besitzrechtes darüber begeben haben. Ter Gerichtsvollzieher habe nicht das steuersiskasischc Interesse wahrzunchinen Er habe der Steuer­behörde vorschriftsmäßig Anzeige gemacht, und es wäre deren Sache gewesen, sich durch Anlegung eines Mitverschlnsses oder dergl. Air sichern. Der Amtsanwalt habe selber nicht den Tatbestand einer Steuerdefraudation aufrecht erhalten. Es liege aber auch keine Ordnungswidrigkeit gegen die Art 17 und 20 des Zigaretten­steuergesetzes vor, denn eine Zwangsvollstreckung sei keinIn- tandverkehr", kein Handel ober Geschäftsverkehr im Sinne dieser Bestimmungen. Das Gericht schloß sich nach eingehender Beratung beit Ausführungen des Verteidigers an und erkannte auf voll­ständige Freisprech un g, weil keine Ordnungswidrigkeit vor­liege und durch die Unterbringung in Gewahrsam des Gerichts­vollziehers die Ware nicht in den Jnlandverkehr gebracht worden fei. Auch die int Strafbescheid der Steuerbehörde ausgesprochene Einbeziehung der Ware mürbe vom Gericht aufgehoben.

Beleidigung des Beig. Berndt.

d. Ma i n z , 2. Aug. Heute hatte fick der vorbestrafte 33jähr. frühere Wirt Hch. Hein; aus Rüdesheim, wohnhaft zuletzt hier, wegen Beleidigung und Nötigungsverfuck gegenüber dem Bet-

Gemeindehaus, Kirchftr. 9;

An jedem Dienstag, abends 8'/, llhr: Bibelftunde, Wctzsteinstr. 8s Turnstunde, Turnhalle bet

katholische Gemeinde, (bottesbtenlt.

äct mS t a g, den 3. Angnst:

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.

Sonntag, den 4. 21 »t g., 10. Sonntag nach Pfingste «:

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

, um 7 llhr: Die erste hl. Meffe.

w um 8 llhr : Austeilung der bl. Kommunion.

um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

, um 11 Uhr Heil. Meffe mit Predigt.

Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf "Andacht.

Sonntag abend um 8'/, Uhr »ft Verfainmlnng der Gemeinde mit Vortrag eines auswärtigen Redners.

Sonntag, den 11. August vormittags wird ein polnischer Priester '-Beicht hören.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

Gießen, 2. Aug.

Ein Notschrei au3 den Gärten am alten Wißmarer Weg.

Mit der Zeit der Obstreife sind nun auch wieder die Räa. bereien in unseren Garten eingekehrt und diese- Jahr noch in größerem Umfange als in den vergangenen, so daß mir Gartenbesitzer vollständig machtlos gegen diese Plage find. Nicht allein, daß das Tiebesgesindel die Ernte vernichtet, roerben auch die Garteneinfriedigungen stark befebäbigt. Ern Jammer ist es, wenn man in feinen Starten kommt und unter den Bäumen »ff alles vernichtet, welches einem Arbeit und Sckuveitz gekostet hat. Will denn die Stadtverwaltung nicht für ausreickrenven Schug unserer Gärten sorgen; könnte des Nachts nickst des öfteren eine Schutzmannpatrouille einmal die Gartenwege abftrriicn, barmt einem nicht die Ernte vollständig vernichtet wird und dem Tiebrt- gcfinbcl endlich Einhalt geboten wird. Wir sind ja ganz germ bereit, uns der Patrouille anzuschließen.

Hoffentlich tragen diese Zeilen zur baldigen Abstellung bet Tl.l'- hl

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 4. 91 u g 1» ft, 9. nach Trinit atil: Gottcsöienft.

3n öer SMMIirdfe.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrafsistent Schor le,nm er.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markus» gemeinde.

Vormittags 9^ llhr: Pfarrer D. Schloff er.

Vormittags LI Uhr: Kinderkirche für die MatthauSgemeinbe.

Pfarrer D. Schlosser. In der 3obannesfird}c.

Vormittags 8 Uhr: Piarrer Bechtolsheim er.

Zugleich Christenlehre für die Nenkonsirmierten auS der Lukas» gemeinöe.

Vormittags v'/, Uhr: Pfarrer Adolph.

Städt.Polytechn.Lehranstalt.

VT/ und Bau Jnäenieurwesen. SBa_hn;Mm. von Bad-Nauhe.mu j

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