Jhrdnen erhöbt werden, das heißt um 850000 Kronen weniger, als die Vorlage der Negierung vorsah. Die Biersteuer wird derart erhöht werden, daß gegen die Vorlage ein Ausfall von 350000 Kronen entsteht und die Spiritussteuer so, daß ein solcher vor: 300 000 Kronen eintreten wird Um den Ausfall für die Herabsetzung der Steuereinnahmen teilweise auszugleichen, wird eine Erhöhung der Stempel abgaben und der Abgaben der Totalisatorumsätze oorgefcf)lagen.
Aus Athen wird gemeldet: Militär hinderte den kretischen Abgeordneten den Eintritt in die Kammer ohne Gewalt. Offiziere und Soldaten weinten bei Erfüllung ihrer Aufgabe Die Sitzung der Kammer wurde ausgesetzt. Eine Abordnung der kretischen Delegierten trat mit dem Ministerpräsidenten zu einer Besprechung zusammen.
Aus Malta wird gemeldet: Asauith, Churchill und K i t ch e n e r beendeten am Sonntag ihren Besuch Der erste Lord der Admiralität drückte in einer offiziellen Erklärung die Befriedigung über die gute Organisation der Hafen imb Dockanlagen aus und bemerkte, man habe Die Absicht, vollen Gebrauch von den Möglichkeiten, die diese bedeutende Flottenbasis biete, zu machen und sie zu jeder Zeit in solcheni Zustand zu erhalten, daß sic im Frieden wie im Kriege den Bedürfnissen der im Mittetz- meer operierenden Flotte entsprechen kann.
Aus Kuba wird gemeldet: Die Regierungstruppen haben die Aufständischen niedergeschlagen. 147 Aufständische und 18 Frauen, die sich bei ihnen befanden, sind getötet worden.________________
Cufticbinabrt.
Eine Fliegerstation in Posen.
Vosen, 1. Juni. Die Sammlung der Redaktion des „Vos. Tageblatts" und der „Ostdeutschen Warte" für eine Flieg er- 'tation in Posen erreichte die Höhe von 7 0 000 Mark.
Daß Gesetzbuch der Luft.
Der in Gens tagende internationale Kongreß für Lustrecht, zu dem Deutschland, England, Frankreich, Italien und die Schweiz ihre Delegierten entsandt haben, hat nach langer Beratung eine Anzahl von Bestiinniungen genehmigt, die eine wesentliche Ergänzung der bei dem letzten Pariser Kongreß getroffenen luftrecht- lieben Bestimmungen darstellen. In Paris waren seinerzeit bekanntlich die 17 Paragraphen angenommen morden, in denen die Nationalität der Lusifahrzeuge, die Verkehrsfreiheft, die Landnngtz- bestimmungen und in großen Umrissen auch die Schadenersatz- oerhältniffe lengelcgt worden waren.
Die neuen jetzt in Genf genehmialen Bestimmungen beschäftige» sich mit der gesetzliche» und gerichtlichen Zuständigkeit der Lustschiffer ivährend der Fahrt. 'Artikel 18 seht fest: »Das Luftschiff, )as sich über hohem Ticcre oder über einem Gebiete befindet, das Der Souveränität keines Staates untersteht, steht unter den Gesetzen iind unter der Gerichtsbarkeit des Landes, dessen Nationalität das Fahrzeug hat." Artikel 19 bestimmt: „Befindet sich ein Luftschiff über dem Gebiete eines fremden Staates, so unterliegen alle Taten und Vorgänge, die die Sicherheit der öffentlichen Ordnung gefährden können, der Gesetzgebung und der Gerichtsbarkeit des betreffenden Staates." Von besonderer praktischer Bedeutung ist der Artikel 20: „Der Ersatz des Schadens, der Angehörigen oder Gegenständen des unter dem Schiffe liegenden Staates zugefügt wird, richtet sich »ach beit Gesetzen des betreffenden Staates. Ter Echadensersatzanspruch kann sowohl vor den Gerichten dieses Staates geltend gemacht werden als auch vor den Gerichten jenes Staates, dem das Fahrzeug angehört.' Wen» deutsche Luflschiffer also etiva :n Frankreich Schaden verttrsachen, so entscheiden französische Ge° richte über den Schadenersatzailspruch. Interessant aber ist die Bestimmung, daß in einem solchen Falle die Klage auch bei deutschen Gerichten angestrengt werden kann. Ter Geschädigte hat also auf jeden Fall Die Wahl; er kann darüber bestimmen, ob in feinem Paterlande oder ob in dem Vaterlande des Luftschiffes der Schadenersatzanspruch anqemeldet werden soll. Bei der großen Verschiedenheit der gesetzlichen Bestimmungen über Schadenersatz in den einzelnen Nationen kann das für den Geschädigte» von großem Vorteil sein, da es ihm damit möglich gemacht ivird, feinen Anspruch in dem Lande geltend zu machen, deffeii gesetzlichen Bestimmungen über Schadenersatz ihm die günstigeren 'Aussichten bieten. Der ferner angenommene Artikel 21 beschäftigt sich mit den Vorgängen an Bord, die die Sicherheit des überflogenen Landes nicht gefährden. Tie Bestimmung lautet: „Die cingetretcncn Ereignisse und die begangenen Taten an Bord eines Luftschiffes, die die öffentliche Sicherheit des unter dem Fahrzeug liegenden Landes nicht berühren, bleiben unter den Ge- jetzen und unter der Gerichtsbarkeit des Staates, dem das Luftschiff seiner Nationalität nach angehört.' Ein weiterer Paragraph, 22, sieht die Anmeldung von Geburten oder Todesfällen ivährend Luftfahrten vor. Der Führer des FahrzeiigeS ist verpflichtet, Geburten oder Todesfälle sofort in das Bordjournal einzutragen und eine Abschrift dieser Eintragung bei der ersten Landung sofort der zuständigen Behörde zu unterbreite».
Im Auslände ist diese Abschrift dem Konsulat der Heimatnation zu übergeben; ist an dem betreffenden Orte kein Konsulat so liegt dem Lltftschiffer die Pflicht ob, die Meldung durch eingeschriebenen Brief dem nächstgelegenen Konsulat zu übermitteln.
*
Hamburg, 2. Juni. Tas Luftschiff „Z 3" ist unter Führung von Graf Zeppelin mit bem Prinzen Heinrich und Bürgermeister Burck-ard um 3.50 Uhr ausgestiegen. Nach einigen Manövcrn trat das Luftschiff die Fahrt nach Bremen an, wo es um 5.15 Uhr über der Stadt eintraf. Es ist wegen eines Un- ivcttcrs nicht gelandet, sondern trat sofort den Mukweg nach Hamburg an.
Bremen, 2. Juni. Bei der Abfahrt zum Nordwestdeutschen Rundflug stürzte der Flieger Buchstätter mit Leutnant Stille ab. Beide sind tot.
Bremen, 2. Juni. Das Parseval-Luftschiff gab die Fahrt nach Bremen wegen der ungünstigen Wetterlage auf. — Aus zuverlässiger Quelle erhalten wir die Nachricht, daß der Flieger AYicgcr auf Jeannin Apparat bei Hätte int Kreis Nienburg, kurz vor Minden, wegen starken SttirmcS und Gewitter auf einer sumrnigcn. moorigen Wiese landen mußte. Die Räder und das Fahrgestell des Apparates sanken fnietief in den Boden ein. Tas Fahrzeug stellte sich auf den Kopf, wobei das Bordergestell und )ie Propeller zertrümmert wurden Krieger sowie sein Begleiter Leutnant Steffen blieben unverletzt.
Sport.
D. Frankfurter Regatta des Südd. Ruderoer- bandes. Bon den audgeidTn ebenen 13 Rennen sind 12 zustande gekommen. Tie einzelnen Meldungen verteilen sich wie folgt: 1. Junior-Einer: Frankfurter R.-So.-B. „Ami- citia", Franks. R.-Kl. „Alemannia". 2. Anfänger Vierer: R.-V. Niederrad, Offenbacher R.-Kl. „Germania", Limburger R.-Kl., 1907,^Franks. N.-V. „Undine", Mainzer R.-Kl. 1903, Franks. R.-Sp.-B. „Amicitia", Franks. R.^A. „Borussia".
3. Zweiter Senior-Vierer: R.-Kl. Sturmvogel-Halle an der Saale, Offenbacher R.-Kl. „Germania", Gießener R.-Kl. „H a s s i a". 4. Vierer ohne Steuermann: Frankfurter R.-G. „Borussia", Mainzer R.-Kl. 1903. 5. I u n i o r - V i e r e r: Kastel er R Kl. „Germania", Franks. R.-Sv.-B. „Amicitia", Franks. R.-Kl. „Alemannia", Wassersporw. Mainz. 6. Dritter Senior-Vierer: Franks. R.-Kl. „Alemannia", Limburger R.-Kl 1907. 7. Erster Senior-Vierer: Ääfteler R.-Kl. „Germania", Ottenbacher R.-Kl. „Germania", Franks. ^R.-So.-V. „Amicitia". Gießener R Kl „H a s s i a". 8. -3_u nior - A chter: Franks. R.-Sp.-V. „Amicitia" < fällt aus). 9. Senior- Einer lVerbandsmei st erschaft): Gießener R.-Kl. „Hassia". 10. Gaftvierer: R.-Kl „Sturmvogel"-Halle, Limburger R.-Kl. 1907. 11. Ermunterungsvierer: Franks R.-B. „Undine", Franks. R.-Sp.-B. „Amicitia", Wasser- svortverein Mainz. 12. Tro st vierer (Meldungen nach Schluß des Rennens 11,. 13. Großer Achter ^Verbandswan- derpreiSu Franks. R.-Sp.-V. „Amicitia", Lffeickacher R.-Kl. „Germania", Gieße ner R.-Ä. „Hassia".
Landwirtschaft.
8 Marburg, 1. Juni. TieGetreideernteimKreise Marburg 1911 bat folgende Erträgnisse gebracht: Dimer - neizen: 1733 Hektar Anbaufläche ergaben 22 797 Doppelzentner (ober 19,0 Doppelzentner pro Hektar), Sommerweizen: 24 Hcktar Anbaufläche ergaben 396 Doppelzentner 16,5), Winterroggen: 6144 Hektar Anbaufläche ergaben 113 070 Doppelzentner 18,4), Sommergerste: 876 Hektar Anbaufläche ergaben 14 366 Doppelzentner 116,4), Hafer: 6457 Hektar Anbaufläche ergaben 109 424 Doppelzentner (16,9). _______________________________
Rachweisung über den Stand der Maul- und Klauen- seuche iit Hessen vom 25. bis 31. Mai 1912.______
KreiS:
Am 25. Mai waren verseucht:
Vom 2ö. bis
31. Akai ünd neu verseucht :
Vom 2ö. bis 31. Mai ist die Seuche erloschen in:
Darmstadt .
—
Darmstadt Schlachthof
Darmstadt Schlachthof
Bens bei m .
—
—
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Dieburg . .
—
—
—
Erbach . . .
—
—
—
Är.-Eerau .
—
——
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Heppenheim
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—
—
Offenbach .
Mainflingen, Offenbach- Bürgel, Dudenhofen
—
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Gießen
Großen-Buseck
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Alsfeld . . .
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—
Büdingen. .
Büdingen, Hof Oppelshausen, Nieder-Alock- stadt
—■
Hof Oppelshausen
Friedberg .
Rodheini, Stammheim, Ockstadt, Groß-Karben, Maibach
Maibach
Lauterbach.
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Schotten. .
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'Mainz . . .
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Alzey....
Bingen . . .
Framersheim
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Framersheim
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Oppenheim.
Bodenheim
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Worms. . .
Herrnsheim
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—-
Dar Müllheimer Eisenbahnunglück vor Gericht.
0 Freiburg i. Br., 1. Juni.
Der Staatsanwalt Beantragte gegen Platten 2 Jahre 6 Monate Gefängnis, unter Anrechnung von 10 Monaten Untersuchungshaft und Msprechung der Fähigkeit zur weiteren Beschäftigung als Lokomotivführer, gegen den Zugführer Baehr beantragte er 6 Monate Gefängnis und gegen den Heizer Männle drei Monate Gefängnis. Die Verteidiger beantragten für die drei Angeklagten Freisprechung.
Die Urteilsverkündung wurde auf Montag nachmittag 4 Uhr festgesetzt.
vermischte-.
* Der Metzgermeister streik in Pirmasens, über den wir kürzlich berichteten, ist nun beendet. Die Metzgermeister hatten in ihren Schlachtbänken im Schlachthaus einen sogenannten Einheitspreis für Ochsen-, Rind-, Kuh- und ^Faselochsensleisch eingeführt, wogegen die Stadtverwaltung Protest erhob. Der daraus entstandene Streit endete damit, daß die Metzgermeister ihre Läden schlossen und die Stadtverwaltung sich daraufhin mit einem Großschlächter aus Mainz in Verbindung setzte, der dänisches Fleisch nach Pirmasens einführte. Der Großschlächter erhielt in der Schlachthalle einen Platz zum Verkauf seines Fleisches angewiesen Daraufhin boykottierten die Metzger das städtische Schlachthaus. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung errichteten dann noch drei auswärtige Metzger in Pirmasens Geschäfte und der sozialdemokratische Konsumverein übernahm einen Teil des Absatzes des eingeführten dänischen Fleisches. Durch diese Maßregel sahen sich die streikenden Metzgermeister in ihrer Existenz bedroht und die Innung beschloß, ihre Läden wieder zu öffnen, aber nicht im Pirmasenser Schlachthvf, sondern auswärts zu schlachten.
* Italienische Adv okatrn kniffe. Der italienische Rechtsanwalt O. Veneziani veröffentlicht einen lustigen Aufsatz über die Mittel und Wege, durch die berühmte italienische Rechtsanwälte die Geschworenen zu rühren verstanden, um für ihre Klienten einen Freispruch ober ein sehr mildes Urteil zu erwirken. Vor mehreren Jahren hatte ein Rechtsanwalt einen Raubmörder zu verteidigen. Am Tage seines Plaidoyers erschien der Anwalt kreidebleich und abgemagert an Gerichtsstelle, ein Freund mußte ihn stützen und mit ersterbender Stimme erklärte der Advokat: „Seit drei Tagen habe ich keinen Bissen genossen. Ich tooTltc erproben, zu welchen Ausschreittingen die Qual des Hungers mich treiben könnte. Ja, meine Herren Geschworenen, jetzt, unter den Qualen des Hungers vermag ich es zu verstehen, wie aus dem Raub ein Totschlag werden konnte." Und er schilderte die gräßlichen Leiden des Hungernden. Ter Angeklagte erhielt die niedrigste Strafe. Ein anderer Rechtsanwalt,'der gegenwärtig Abgeordneter ist, hatte eine Frau zu verteidigen, die ihren geistesgestörten und gewalttätigen Mann ermordet hatte. Als sein Plaidover begann, stürzte der Anwalt zu dem vergitterten Käfig, der in Italien die Anklagebank birgt, klammerte sich mit den Händen an die Eisenstäbe und schrie schluchzend: „Tritt heraus, du unglückseliges, hilfloses Opfer der menschlichen Grausamkeit. Tenn nicht du sollst hier schmachten, nein, ich!" Dann kreuzte der Anwalt die Hände, hielt sic den ffarabiirieri entgegen und rief, am ganzen Körper bebend: „Carabinieri, mich nehmt fest, fesselt diese Hände mit Euren Eisen, denn wahrlich, an Stelle dieser Frau hätte ich das gleiche Verbrechen begangen und begeben müssen." Und diese Szenen erfüllen bei den Geschworenen in Italien fast immer ihren Zweck Ter vor einiger Zeit verstorbene Anwalt Satoli brach eines Tages vor Gericht in haltloses Schluchzen aus. Nach ein paar Minuten weinten alle Ge
schworenen mit, niemand wußte eigentlich, warum. Als
endlich Satoli die Sprache wiederzusinden schien, schluchzte e: noch immer fassungslos: „Ja, meine Herren, ich meine, ich wcine beim ich vermag nicht die Worte zu finden, die würdig wären die Unschuld zu verteidigen." Satoli war ein kluger Anwal: und ein guter Psychologe. Er sagte kein Dort weiter, schloß mu diesem Satze sein lapidares Plaidoyer und konnte eine halb Stunde später seinen Klienten zum Freispruch beglückwünschen
T a s u n a u f m e r k s a m e S ck a f f n e r s ö b n ck e n. Lehre; „Nenne mir ein nützliches Insekt, Karl!" —■ „Die Biene." —, Schüler: „Gut, und du, Fritzcheu?" — „Tie Notbremse."
* I n der In st ruktions stunde. In einer schlesischer Garnison ist Jnstruttion der Herbstrekruten. Es ist gesprochen worden über Unerschrockenheit und Geistesgegenwart Von dr kommt der Sergeant auf Großmäuligkeit zu sprechen und frag., lebhaft auf den Einjährigen seiner Korporalfchaft zwinkernd, seiner echtesten Oberschlesier: „Na, wer hat die größte Fresse von uns'** Tie verblüffende Antwort war: „Ter Herr Sergeant."
Sandel.
Düsseldorf, 1. Junu Hier rourb-n mehrere Versammlungen abgebalten zur Gründung eines Exportverbandez deutscher Qualitätsfabrikanten. Ten Anlaß zu dieser Gründung bildet die Erfahrung, daß Deutschland noch immer viel zu sehr als Fabrikationsland für billige und schlechte Ware angesehen wird infolge der vielen, nur auf billige Preise ohne Rücksicht am gute Qualität binzielenden deutschen Slngebate. Dem Ervortverband sind bereits zablreiche bedeutende Firmen aus allen Teilen Deutsch- lcmds beigetreten, und es sollen demnächst auch Versammlungen ir. Berlin, Dresden, Eisenach, Frankfurt a. M. und Stuttgart statt- finde». Tie vorläufige GeschäftSfübrnng befindet sich in Remscheid Vieringhausen in den Händen des Herrn David DominicuS.
8- Zweihundert JahrePrivatbank. Tas Berliner Bankhaus Gebrüder Sckickler feiert demnächst ein seltene: Jubiläum: 200 Jahre sind seit seiner Gründung, die am 16. Juli 1712 erfolgte, verflossen. Tie Bankfirma Gebrüder Schickler ift seit 1910 mit dem alten Berliner Bankhause Telbrück, Leo & Co, — jetzt Delbrück, Schickler & Co genannt — verbunden, dessen Inhaber beide Firmen leiten. Tas bevorstehende 200jährige In- b i l ä u m des Hauses Gebr. Sckickler hat nun den Anlaß gegeben, die Geschichte dieses Hauses in den 200 Jahren seit der Gründung gcllenmäßig durch die Herren Tr. Friedrich Lenz & Otto Unholtz darstellen zu lassen. Tas Werk bietet nicht nur eine ausgezeichnet durchgearbcitete Geschichte des Hauses Gebrüder Schickler, sondern zugleich einen interessanten Beitrag zur preußischen Wirtschaftsgeschichte in diesen 200 Jahren. Die Firma war durch Generationen das Bankhaus der preußischen Könige. Tie Firma, die sich namentlich unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen sehr stark industriell betätigte, betrieb schon im 18. Jahrhundert ein ausgedehntes allgemeine» Bankgeschäft und ein Warengeschäft, zu dem sich auch später noch ein Reederei. Geschäft auf mehreren eigenen Schiffen gesellten.
Spidplan der vereinigten frankfurter Stadttheater.
Gpernhaur.
Dienstag, den 4. Juni'): .Figaros Hochzeit/ Mittwoch, den 5. Juni: „Der Rosenkaoalier.' Donnerstag» den 6. Juni : .Fidelio.' Freitag, den 7. Juni, geschloffen. Samstag, den 8. Juni: .Dunja.' * Hierauf: „Flotte Bursche.' Sonntag, den 9. Ium: .Rlgoletto.' ] Montag, den 10. Juni, abends 1% Uhr: Zum ersten Male: ,Eva.' 1 Dienstag, den 11. Juni: „Rigoletto.' Mittwoch, den 12. Ium W abends 7^ Uhr: .Ter Freischütz.' Donnerstag, den 13. Juni ir (letzte Vorstellung vor den Ferien): .Eva'
Zchauspielhaur.
Dienstag, den 4. Juni*): Trittes und letztes Gastspiel roe Ernst v. Possart: .Nathan der Weise.' Mittwoch, den 5. Ium: .Ter Herr Hofrat." Donnerstag, den 6. Juili, abends 71/, Uhr: „Madame Sans Gene.' Freitag, den 7. Juni: .Alt-Heidelberü' Samstag, den 8. Juni: .Alt-Frankfurt.' Sonntag, den 9. Ium: .Alt-Frankfurt." Montag, den 10. Juni: .Götz von Berlichiinien Dienstag, den 11. Juni: .Alt-Frankfurt." Mittwoch, den 12. Ium: ^Alt-Frankfurt."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.
Juni
1912
94 SSE
2.
85
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H
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3. 7«!| 39 1 11,9
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Wetter
Siegen Bed. Himmel Bem. Himmel
Höchste Temperatur am 1. bis 2. Juni — ■+ 18,0' C.
Niedrigste , , L , 2. „ ™ +12,06 C.
Niederschlag: 8,3 mm.
A mtlicher Teil.
Bekanntmachung.
B e t r.: Die Abhaltung eines Schweinemarktes in Lang- Göns.
Die Abhaltung eines Schweinemarktes in Lang-Göns ot 4. Juni l. Js. wird unter der Voraussetzung, daß kein Fall t"? Maul- und Klauenseuche in einer Entfernung von 15 Milometert von Lang-Göns auf tritt und unter folgenden Bedingungen gestatte :
1. Händlerschweine sind nicht zugelassen, sondern nur Schwei rr aus unverseuchten oberhessischen Zuchten.
2. Die Zufuhr von Schweinen aus Orten eines Sperr- ob'- Beobacktungsgebietes ist verboten.
3. Der Auftrieb der Schweine darf nur in Wagen erfolge:, dieselben müssen so eingerichtet sein, daß eine Besichtigung burl den überwachenden Tierarzt leicht ausgeführt werden kann.
4. Durch ein ortspolizeilickn's, dem beamteten Tierarzt uorti* log ndes Zeugiiis ist nackzuw.'ifen, daß b e au z>:treibenden Schw tr? unmittelbar aus der Zucht des Besitzers stammen und daß dck Herkunftsort unvcrseucht ist und nicht zu einem Sperr- und B»' obachtungsgebiet gehört. Alter und Zahl der Schweine ntu< auf dem Zeugnis vermerkt fein.
5. Die Anordnungen des beamteten Tierarztes müssen Punk« lich befolgt werden.
Jede Zuwiderhandlung wird inrnachsichttick zur Anzeige gt< brockt werden.
Die Ortspolizeibehörden haben Vorstehendes ortsüblich belang zu machen. >
Gießen, den 31. Mai 1912.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
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