Ausgabe 
23.5.1912 Zweites Blatt
 
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Nr. 120

fddbehu t»gNL mH Aufnahme der Eormtagg.

General-Anzeiger für Oberhesfen

Landwirt deshalb gegen das Projekt

1912.

die

des

zeichne ich

Hochachtungsvoll

£te»letzener LamillendlLtler- werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da« KrtHblatt |flr den Kreis Siehrn" zweimal wöchenilich. DieLandwirlichastliche, rett- trage»" erscheinen monatlich iroetmoL

daß ich es meine Er- zu machen,

Falle gefunden haben.

Indem ich Sie noch darauf aufmerksam mache, für meine Pflicht halte, Ihre Stellungnahme und widerung der weitgehendsten Oeffenllichkeit zugängig

H. Vep II., Hol,Keim, K Petry, Hof Albach, Julius BebrenS, Friedclhausen, Wilhelm Bückn'enschütz, Lich, G. Langsdorf III, Leihgestern, Wildelm Weil. Lang-Göns, Bürgermeister Benner. Treis a. d. L., Heinrich Gilbert II., Heuchelheim

die an alle Mitglieder der 2. Hess. Kammer verschickt wurde.

Der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Lokalvereins Gießen erhielt daraus von dem Ab-

Hochachtend Wolf, Abg.

Donnerstag, 25. Mai 1912

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität« - Buch- und E'eindruckerei.

R. Lange, Dießen.

M

rechtiglen" Wünsche erfüllt dazu her? Ich werde als stimmen.

Stadecken, den 17. Mai

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition unb Verlag: fcü^bl. Redakliome-»S112. Tel.-Adru AnzeigerGieben.

tschliei nach langem, schwerem e Muller, Schwiegermutter, öchwesler

elmine Kaufmann

e.

trauernden Hinterbllebenm^ mann, Handelsgärtner.

1912.

ig findet Freitag nachm. 3 W

j)t5 ÖM$tl. AlblltM ßinlaötmg.

er wie folgt beantwortet:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter!

Mit großem Bedauern habe ich von Ihrer Stellung in Sachen

Antrags Grünewald Kenntnis genommen. Ich bedaure tief, daß Sie als Landwirt nicht Verständnis genug für die Sache

geordneten Wolff-Stadecken, ebenfalls einem Mit­glied des Bauernbundes, folgende Zuschrift:

K. H. mit dem ergebensten Ansügen zurück, daß alles seine Grenzen haben muß. Wohin soll es führen, wenn allebe- werden sollen. Wer gibt das Geld

I. Keifer, Vorsitzender des landw. Lokalvereins Gießen. Weiterer Kommentar überflüssig.

Die hessischen BauernbünMer und die Vertretung der Landwirtschaft in der Zweiten hessischen Kammer.

Wir erhalten folgende Zuschrift:

lieber die Art und Weise, wie die hessischen Bauern- bündler die Interessen in der 2. Hessischen Kammer ver­rieten, gibt folgender, uns zur Verfügung gestellter Bries, wechsel Auskunft, zu dessen Erläuterung hier folgendes vor- mSgeschickt sei:

Durch die Tätigteit des verstorbenen Abgeordneten löhler-Langsdorf, der als echter Volkstribun keine Ge rgenheit vorbeigehen ließ, den von ihm besonders ver netenen Bauernstand zu stärken, war das mit dem 3abrc 1874 an der Universität Gießen bestehende Landwirtschaft' liche Institut so erweitert worden, daß die Grundlagen zur .luSbildung von Landwirten und Landwirtschaftslehrern gelegt waren.

Entsprechend einer Anregung im Finanzausschuß der l. Kammer wurde im Frühjahr laufenben Jahres Die Frage erwogen, ob nicht ein weiterer Ausbau dieses Instituts (iroün|'cht sei. Der Finanzausschuß, in dem auch die Mit­glieder des Bauernbundes Brauer und Forstmeister 2r. Weber sitzen, kam hierbei zu dem Schluß, daß diese Ausgestaltung nicht angängig sei, das; vielmehr eine Ein­schränkung des Instituts auf die Stellung, die es vor der ^Weiterung durch die Köhlerschen Anträge gehabt herbe, opportun erscheine. Wenn es schon Wunder nahm, das; die Vertreter des Bauernbundes mit dieser Stellung des ^nanzausschusses, die mit einem Schlage das Erbe ihrer Partei, das Erbe Philipp Köhlers, vernichtete, einverstanden [Daren, so mußte ihre Stellung im weiteren Verlaus der 'Angelegenheit merkwürdiger erscheinen.

Um die Situation zu retten und das im Dienste der hessischen Landlvirtschast eminent wichtige Institut, das als Spezialinstitut der durch die Frankfurter Universität schwer gefährdeten Gießener Hochschule einen Bestand von 7080 Hörern sicherte, zu erhalten, hatte der Abgeordnete .Mizrat Grünewald einen Antrag eingebracht, der etwa den Bedürfnissen des Instituts Rechnung trug.

Dieser Antrag, der eine jährliche Mehrbelastung des hrffifdjcn Staatsbudgets von 14 000 Ml. darstellte, wurde nicht allein von den Vertretern des hessischen Bauernbundes nicht unterstützt, sondern die Abgeordneten Brauer, der außerdem noch Referent für die Universität ist, Bähr, von Helmold u. a. bekämpften diesen Antrag direkt.

Die geborenen Vertreter der hessischen Landwirtschaft, die die Hilfe des Bauernstandes fortwährend im Munde jjhren, bekämpfen also einen liberalen Antrag, der dahin ährt, eine Einrichtung zur Förderung der Landwirtschajl u erhalten und auszubauen! Es ist schwer, keine Satyre zu schreiben.

An dieser Tatsache kann es auch nichts ändern, Daß die einsichtsvolleren Elemente dieser Partei, wie Korell, Breidenbach, Fenchel, Lutz ufw. den Antrag GrünewaL) unterstützten, denn gegenüber der Mehrzahl find sie nachtlos. . ,

Die praktische Landwirtschaft in Hessen hatte nun kei- neswegs die Absicht, das oben gezeichnete Trauerspiel ge* bulbig über sich ergehen zu lassen. So nahm der Land- imrtschaftliche Lokal-Verein Gießen in einer Sitzung fol­gende Entschließung an:

Die heule am 5. Mar 1912 im Lenzschen Felsenkeller zu ließen tagende, zahlreich besuchte Versammlung hat emftimnug den Beschluß gefaßt, die Zweite I-esslschc Kammer zu ersuchen, das an der Landes-Uiiiverftiät bestehende landwirtschaftliche In- i fiitut zu erhalten und die für seinen Ausbau notigen mäßigen Nittel bereit zu stellen, da die Tätigkeit des Instituts wohl nicht rur im Interesse der Wissenschaft Wildern auch im Interene der \ traftifdicn Landwirtschaft die größte Bedeutung hat.

Die hierfür gewählte Kommisfton: 2- «ener, -'orftMmder, T Klein, Gießen, R. Esau, Großen-Bu,eck, R. Golimann, Gietzcn,

muß. Man denke hier die Perspektive für ein Kriegsschiff, das, am Ende seiner ttohlcnvorräte angelangt, mdu imstande ist, sich neu zu versehen und seine Allwnsfrcihcft etnbüßt. Wie anders kann der Führer einer Flotte disponieren, wenn er Die lähmende Belriebsmittelfrage nicht zu berücksichtigen braucht! Auch hygie­nisch genommen ist das Arbeiten im Herzraum für die beteiligten nicht mit so hohen Hitzegraden verbunden, wie bei Kohlenheizung, weil bei Umstand, daß man dem Kühler stets frisches kaltes Wasser zuführcn kann, wesentlich dazu beiträgt, die Temperatur herabzumindern. .

jüx einen großen. Kreuzer neuen Typs wurden 6 Motore von ie 4000 wirklichen Pserdekrästen genügen, und zur Bedie- nung sind im ganzen etwa 12 bis 18 Maschinisten ersorderlrch. Für gewöhnlich würden nur zwei Akaschmen arbeiten; die Höchst- geschwindigleit würde bei Ingangsetzung aller Motore eine ganz außerordentliche sein. Der Hauptvorzug des Systems Ut aber ber daß es nichi mehr wre bisher eines Anheizens der ^Kefrel bedarf, so bar, erst nach mehrstündigen Vorbereitungen.Lamm auf" gemacht werden kann, sondern, es kann der unvergleichliche Vorteil des Explosionsmotors, seine itcie Betriebs bereift chaft, voll- kommen ausgenützl werden. Reift bei dem Führer des Lchiffes der Entschluß, in See zu gehen, so genügen zwei Grme, um seinen Befehl ;u erfüllen Wenige bekunden nach erhaltener Crbre örcten iich die Schiffsschrauben! Das iit der iriumpb ber Technik! Troy aller dieser immensen Vorzüge, Denen auch nicht ein einziger Nachteil gegenübersteht, und trotz des Umstande-, daß der Dieselmotor und das Rohöl längit ihre oochieebercchti- aung mit Glanz erwiesen haben, wird noch viel Zett bis zu einer endgültigen Einbürgerung vergehen. Man lätzt ,tch zu dieien Dingen ebensoviel Zeit wie zur Einführung des ventillo;en Motors, des Fernspreäwrs und anderer ungezählter -tinge, die wir heute nicht mehr missen möchten. Immerhin scheint die vandelsichift- fahrt den Wert der Neuerung erkannt zu haben: Demi die -teutiav Amerikanische Petroleumgesellschaft hat erneut ein xieiclicmn von 10 000 Tonnen und 3600 Pferdekräften bestellt, das die stattliche Länge von 165 Metern aunvciicn wird. Erbaut wird die;es

auf der 'ekmamaroerit in Kiel. Dortselbst beiinbet imi auch auf den Howaldtswerken em [leimre5 r.l'in von 1 Lannen im Bau. Reeder, die mit jedem Pfennig an Betriebskosten als aewiegte Kaufleute rechnen, kommen eben viel eher dazu, das Nütz­liche einer Neuerfiiidung sich dienstbar zu machen, als die schwer - säliige Maschine der Rcichsverwaltung, die ungern von Alther­gebrachtem abweicht. Wenn etwas für die Güte des Lyltems wricht, so sind dies die zahlreichen Aufträge des Auslandes, beionders aus Holland, das doch sicherlich als ieesachoerswndig angeiprochcn werden muß und dessen einheimische Wersten mit Aufträgen sur Tiesclmotorschiffe überlaufen sind. Leider wird uns die Kon-

ber Landwirtschaft zu besitzen scheinen, um zu ermessen, welch schweren Verlust die hessische Landwirtschaft durch das Eingehen des lanbwirtsd-aftlickftn Instituts erleidet.

Ich selber bin ein im Dienste der Landwirtschaft ergrauter Veteran, und ich kann Ihnen sagen, daß tausende und aber­tausende Landwirte draußen im Reiche die Mithilfe eines solck-cn Instituts, wie in Gießen besteht, mit Freuden begrüße, jürben. Welch großen Anteil das Institut an allen schweren Ausgaben der Landwirtschaft wie Sortenanbau, Viehhaltung und Fütterung, Düngung nsw. genommen hat, kamt die hessische Praxis viel­leicht heute besser ermessen als wie Sie, Herr Abgeordneter, und ein großer Teil Ihrer Parteiftennde.

Sollte durch die parteipolitischen Zänkereien und durch die Nachlässigkeit der Vertreter Der Landwirtschaft das Institut für die hessische Landwirt sckiaft verloren gehen, so werden die hessi­schen Landmitte nicht zögern, die Konsequenzen hieraus zu ziehen unb dort ihre Vertretung suchen, wo sie sie auch im Dorliegcnben

Die Heiligung Oes Oeutich-österreichiichen Bündnisses.

Tie Wiener Blätter melden: Der österreichische Minister des A e u ß e r n begibt sich am 23. Mai abends nach Berlin, wo er sich zwei Tage aushält. Auf ber Rückreise nimmt er in Dresden Ausentl-alt, wo er am Sonntag vom König in Audienz empfangen wird. Am Montag trifft er in Wien ein.

DieWiener Neue Freie Presse" schreibt:

In allen Unsicherheiten, unter denen heute die euro­päische Politik leidet, steift nur eines je 1t und sicher, das Verhalten zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland. Dieses Bündnis t|t die 'Kaue r, w e l che den Fried eit schützt. Es vereinigt in sich so eine starke mili­tärische, moralische und politische Macht, so eine starke Bürgschaft für die Erl>altung der Rulft, so daß es als eines der größten Sichernngsiuittel der Ar bett und des Wohlstandes in Europa geitdi^muB., 22 Bodenbach a. d. Elbe bil­

dete sich ein Komitee, um ein Denkmal zu schaffen, welches das deutfch-österreichischeBündnts ver­sinnbildlichen soll. Die Regierung erklärte, dem Plane durchaus wohlwollend und überaus sympathisch geacnübcrzustehen und versprach ihre materielle Förderung.

München, 22. Mai. Anläßlich des Kongresses öster­reichischer und deutscher Industrieller und Ge­werbetreibender fand heute abend im Hauptreftaurant der Gewerbeschau ein Festbankett statt. Anwesend ivaren u. a.: Mi­nister Freiherr v. Hertlmg, Minister v. Knilling, Freiherr von

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Die Kämpfe in Marokko.

Fez, 22. Mai. (Agencia Stcfani.) Aus Anlaß der Wiederkehr des Tages, an welchem die französischien Trup­pen im Jahre 1911 in Fez einzogen, hat der Sultan gestern in seinen Gärten ein Fest veranstaltet; un­ter den Gästen befanden sich sämtliche Franzosen, vor allem der Generalstab der Militärmission. Der Sultan sprach seine Genugtuung über die Dienste aus, die Frank­reich ihm erwiesen habe. Er war in ausgezeichneter Stim­mung. Hier herrscht die Meinung, daß, falls nicht binnen acht Tagen eine Erhebung der Stämme ausbricht, diese zur Ernte in ihre Dörfer zurückkehrcn.

Paris, 22. Mai. Die Agence Havas meldet aus Fez: Die verhältnismäßige Untätigkeit, zu welcher die Truppen in Fez bis zum Eintreffen von Verstör- tungen gezwungen find, hat eine Ausbreitung der E r r c g u n g u n t e r d e n S t ä m m e n d e S O st e n s u n d Süd ostens zur Folge. Auch in der Umgegend von Scfru wachse die Erregung. General Moinier sandte zwei Kompagnien zur Verstärkung dahin al', obwohl der Platz bereits eine Garnison von vier Kompagnien, sechs Tabors und einer Sektion Artillerie besitzt.

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3®eite$ Blatt 162. Zahrgang

Gießener Anzeiger

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Industrie und Technik.

VxplosionSmotore für Lccschiffc.

Die Sdrifiöinaenieute aller seefahrenden Nationen kämpfen [ it Zulunst Ä"' Unfe«

Seit kleinere MotorhochieeMne ÄÄA ver- X « »Ä Ä di- »u die -elandm. dal eint Sänge Don 113 Msnn. lmt «reite von 16,20 Metern und eine Tien 'X

-r beilbt eine A-iserverdrangung «n "NUIM tuw NWI BAMZMtLLÄÄ tobenden für das neue softem wrech<..t> >- ^eschwindtz- ^aftentwicllung von 2500 wirklichen Pb. ftvbtj öu jewwnoiB

I reit in nichts Himer einer t>ampibetriebenen J aidnne Jurga, e uracb aber eine große, doppelte Ersparnis er» . ... t)cun1 bie i das gesamte Heizer- und Kohlenzieherperio ,sn'and-.r un 3 imbrung des Betriebsöls erfolgt durch zw ... >1 rüden ! Ängige^Pumpen, die das Oel nach den S Ä

?:.e zweite Ersparnis besteht im "Oierial nlbt . _ Jramm

unb wirkliche Pferdekraft wird nur un unö pekuniär

DCil verbraucht, also eine Menge, dn S^Mtlicb uno^ en. mehrfach günstiger dasteht als cm entivriaxubc

Als weiterer Vortest will uns 'aftm-n, vatz^man di^« i1 talligung der &ctrieb6i.iitteluberdahme, al,.°.} bütd währetid uanls, für jede Reife nur einmal zu benngui '

Kohleiiübernahme mit ihrem Vchmutz lehr oft vor 9M

Soden, ber öiterrcidnidn* t'kianbtr v?u Veins Vt itreter bei >1?: scken Körperschaften, von Kumt unb Wissenschaft, sowie V.-rtr?tei ber hiesigen Handelskreise Der österreichisch'' besait bl Freiherr von VelteS brachte ein b« i.ntert aufgenornmei'. - Hoch auf den Kaiser unb den Prinzregemen aus. Hi tau' ii.t Staatsmini st er Freiherr von Hertltitg eine Rede, in der er u. a. sagte:

Freude werben unsere österreichischen Belieber cir.vnnu'..t haben, was an Gefühlen der Stammesverwandtschait uno Bund nistreue ihnen hier aus allen Herzen ent gegen) (Wägt unb aie besten Gewinn dieser Tagung n nbe idi es bezeichnen, wenn in unseren lieben österreichischen QMften sich die UcbttACiigung be­festigt, daß über die Schranken hinweg, b-e unser Wirtschafts­gebiet trennen, b i e Hand Deutschlands f i ch in Treue in bie Hanb der engverbündeten i en seit i gen Monarchie legt, wenn es gilt, bas hohe -ut des Fri bene mit Stärke unb Natt-oruck zu wahren. Der Herr 'M'sandtc IkiI daran erinnert, daß jüngst von berufener Stelle aus das freunb- chafiliche Verhältnis zwischen Ocsterr.-ich-Uiigarn unb dem Deal- chen Reich als der unerfd'ütterlidK Grundpfeiler einer Politik »es Friedens bezeichnet worben ist. Wo dieses einmütigen Ein- vernebrnens gedacht wird, da ent Hebt von selbst vor unseren Augen bas Bild des ritterlichen Hionardn'n Araiu Josefs 1., das Bild eines Fürsten, ber ui nimmer rastender Arbeit seinem seinem Reich die achtunggebietende Stellung im Rat der Völker gefestigt bat, die Oesterreich-Ungarn zur starken säule des Friedens macht.

Die Ausführungen des Redners sdstossen mit einem wiederum begeistert aufgenommenen Hod» ans Kaiser Franz Josef.

/ergebenft eingeladen. ageSordnung- . .nriiiten Rechnung!ür1,111

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Ans StaOt und Canö»

Gießen, 28. Mai 1912.

Zur Umgestaltung des Gemcindesteuerwefend.

Das mit dem 1. April 1913 in Kraft tretende Gemeinde- umlagengesetz vom 8. Juli 4911 schreibt in Art. 4 vor, daß bie Grundsteuer von Waldungen nach dem Wert erhoben wird, der dem 25 fad)en Betrag des Jahresreinertrags entspricht, wie er bei normaler forstmäßiger Wirtsd-aft von ihnen zu ziehen ist. Der Reinertrag ist in der Weise feftzuftellen, daß bie jährlichen Wirtschafts- und Permaltuiigskvnen von dem Roh- ertrag an Haupt- und Nebennutzungen abgezogen werden, wie er bei den gegebenen Standortsoerhältnissen unb Holzarten für die übliche Betriebsreife und Umtriebszeit unter Annahme nor­maler forftmäniger Wfttfchaft zu erzielen ist. Im übrigen sollen die näheren Vorschriften zum Vollzug des Gesees durch Ver­ordnung bestimmt werden. Dieser gesetzlichen Vorschrift kommt eine Verordnung vom 11. Mai, den gemeuibeiteuerpTlidnigen tigert ber Waldungen betreffend, nach, die letzt veröffentlidft wurde. Der Iahres-Reinerttag der zum jährlichen Betrieb eingerichteten Waldungen wird so festgestellt, daß die jal/rlichen Verwaltungs­und Wirtschastskosten von dem jährlichen Geldrohertrag an Haupt- und Nebenuutzungen abgezogen werden, wie er bei ben gegebenen kurrenz durch mißliche Zollverhattnisse so erschwert, daß man in Holland deutsck>es Eisen um 17 bis 2o ME. billiger erhalt als bei uns. Daß trotzdem unsere Industrie obenan steht, ist ein Zeichen ihrer Vorzüglichkeit. Es wäre aber zu wümchev, daß eine einsichtsvolle Regierung Erleichterungen eintreten ließe, die ben Konkurrenzkampf weniger auireibenb gestalten.

Schaum als Feuerlöschmittel. Schaum eine große Masse Heiner steifer Blasen ist, wie man erst kürzlich herausfanb, ein ausgezeichnetes Mittel zur Löschung großer vor allem brennender Flüssigkeiten, wie Petroleum oder Alkohol, denen man gewöhnlich machtlos gegenüberstand, xei Sojaum, dessen Blasen mit kohlensaurem Gas gefüllt >tnd, wird bei Bedarf schnell durch die Mischung zweier Flüssigkeiten hergestellt, bie bis nun Gebrauch getrennt bewahrt werden müssen. Tie eine ist Sobalauge, die ichaumbildende Bestandteile enthält; die andere ist eine Alaunlösung. Beide Flüssigkeiten können der Luft aus- gesetzt werden, es ut nur erforderlich, das Was,er, das ,o durch Verdampfung verloren geht, wieder nachzurüllen. Engi­

neering" London- berichtet über einen Fall, da Lj Tonnen un­gereinigtes Benzin m einem Keller in Brand gerieten und enorme Rauchwolken verursachten. Nachdem das Feuer fun, Minuten gewütet batte, wurde der Schaum unter zweiatmoivharifthem Luft­druck zugelassen. Ter starke Wind ließ bie heftige Bewegung ber brennenden Flüssigkeit auf oer einen Seite oes KZlers deut­lich erkennen. Tie ausgefprengte iLchaumschicht löschte bas yreucr in 6 Minuten. 10 Minuten spater hätte bie Flufngkeit sich lojort wieder entzündet, wenn der Schaum entfernt worden wäre. Xie Lchichr hatte 5 Minuten nach der Löschung besteuere, das un­gefähr eine Tonne Benzin verz.hrt hatte, eine xide von 2 Zoll. Etwa 1800 Liter Flüssigkeit 475 Galonen- wurden zur Verstellung des Schaumes gebraucht. Einige 4000 Liter -chaum etwa 1000 Galonen sind sofort nach dem Ausbruch des Feuers durch einen schlauch m das Benzin geleitet worden. Wichtig ist bei bieiem Verfahren, daß bie idiaumige Flüf'igkeit nur unter gelindem Truck angewandt wird, io daß sie iich ruhig ausbreiten kann, ohne einen Wirbel zu oerurfac en, o.r die erstickten Flammen aufs neue entzünden würbe. Tie Anzahl unb Ausdehnung der Röhren uno Sckläuche, die den Schaum zu Im.n uabem muß oeraii fein, bap, em gleichmäßig ruhiges Ausflüßen des Schaumes geliefert ilt. Gs ist allo hier ein ebenso einfaches und billiges wie^winsami-s Mittel gegen große Sei- und Spirintsbrändc gegeben. Xie Anlage ron Installationen, bie für Petroleum-Tanks, Lei- und süintii:- lager, Werften usw. keine unverhälmismäßige Belaitung bauten en mürben, ist natürlich nötig, um die Möglichkeit zu haben, das Löschmittel nötigenfalls sofort anwenden zu können.

und tihkurort bleasaare Bider. Bedeut. BtllerfcJr .uttweae. Frauenleiden. Stoftwedm.- it« Unterkunft m mlsiigtu Preist, nit Zimmer v. Mk. 6.- an. » » > > 5.50 >

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