Ausgabe 
26.2.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfafot 10 Seiten-

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Eine italienische Erklärung.

wird vom

gs noch nachmittags ntärischen (tebäube

TieSibcrte" meint, baß bas Bombardement den

regt.

neuen Phase bes italicnisch-tür.ischen

Beginn einer

Tunis, um bic Sick)erheit ber dortigen Jtcv* gewährleisten, ber Belagerungszustand

bie Stadt liener zu verhängt.

Krieges bedeute, welcher für die Interessen der Neutralen sehr nachteilig werben könne.

immer noch im Hafen schwimmen sah, brachte er es burch Feuern zum Sinken. Weber vormittags noch nachmittags würbe gegen bie 34ibt ober die mil _

ein Schuß abgegeben. Tie italienischen Schisse blieben un-

Aus Tobruk

24. Februar gemeldet: Gestern mittag unter-

mals zur Uebergabe auf. Da keine Antwort erfolgte, eröffneten wir das Feuer gegen das Kanonenboot, das leb­haft erwiderte. Um 9.20 Uhr war das Kanonenboot zum Schweigen gebracht. An Bord desselben brach Feuer aus Ich lieh unser Artilleriefeuer einstellen und pilyr mit dem Garibaldi" allein zur Hafeneinfahrt, von wo das Tor- vedoboot zerstört wurde. Tas Geschwader entfernte sich hierauf.

Bon einer Beschießung ber Stabt Beirut selbst kann bemnad) nicht bie Rebe fein.

Amtliche türkische Meldungen.

Konstantinopel, 24. Febr. Tas Ministerium es Innern veröffentlicht über bas Bombarbcment von

Ein Poste 1

Teppiche Gardine:

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Gardinen vom

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nahmen zwei feindliche Kolonnen, aus Infanterie und Kavallerie bestehend, eine Erkundigung in der Richtung aus das Südwestfort. In einer Entfernung von 900 Metern wurden sie durch Infanterie- und Ärtilleriefeuer der Ita­liener, die keine Derluste erlitten, zum Rückzug gezwungen.

Nach einem Telegramm des Kontreadmirals T i r e v e t, der bie Aktion vor Beirut leitete, würbe ber Panzer­kreuzerFerruecio" nachmittags ausgeschickt, um sich nach bem bombarbierten Torpeboboot zu erkunbigen. Ta er es

veschiehung von Beirut durch die Italiener.

Italien hat bic Welt reichet einmal für einen Tag in lufrcflung gefegt, lieber bie Gefahr, bie ber Türkei burch Angriffe der Italiener in Arabien btobte, konicke man ' wohl leichthin zur Tagesorbnung übergehen Durch bas Koinbardement ober die Besetzung einiger Küstenstädte am Sloten Meer wird fick) bie Türkei nicht zwingen lassen, bic . Annexion von Tripolis anzucrkcniicn Piel ernstere Be dkutung hat cs schon, wenn zufolge ben heutigen Radi­s' richten italienische Kriegsschiffe Beirut h iSyr i e n) bombarbierten unb sich bamit, ba cs sich um eine nicht befestigte Stabt l)anbelt, über bic Bestiin . mungen bes Völkerrechtes hinreegsetzten. Das must, ba ü dort vor allem Frankreid) interessiert ist, zu einer re i:eren I Verschärfung ber italienisch-französischen Differenzen führen und weiterhin, wenn aus oiesem Anlaß der türkische Fana- p ki:mus gegen bic Frcmbcn auflobert, zu einer Intervention der Mächte, bei ber Frankreid) vielleicht sogar Truppen au

E feiner Sübostgrenzc au )ma rochieren läßt.

Italien läßt allerbings berichtigen, daß die Stabt f- Beirut ii i d) t desd)ossen worben fei; nur zwei türkische II tlrtegsschisfe feien kampfunfähig gemacht worben. Aber dieses Dementi stützte fid) nur barauf, baß ber italienische g lonunanbaiit nichts weiter gemelbet habe Zahlreiche an £ bete Berichte aber lassen kaum einen Zweifel an ber Be A lchiefeung ber Stabt. Tie Türkei hat sofort ihr altes Vor g, buben, bic Italiener auszuweisen, reieber ausgenommen, Mund Frankreid) sowohl wie England haben Kriegsschiffe ent .jonbt. Indessen, die Aufregung und Verwirrung wird schwerlich länger als einige Tage anbauern. Dann wirb bisherige Gcbuldsprobe zwischen Italien unb ber Tür­kei wieher einsetzen. Für bic Aufrechterhaltung bes Frie bcitö in ben türkischen Gewässern aber bürgt zur Genüge die bevorstehenbe Mittelmecrrcise bes bcutsck)en Kaisers.

Konstantinopel, 24. Fcbr. Z w c i i t a l i e n i s d) c triegssd)ifse brachten heute vorrn/ittag vor Beirut ein türkisches Kanonenboot unb ein t ü r k i s ch e s T o r pebob o o t zum Sinken unb beschossen ben Ko nak.

Eine amtlid)e Tepes die bes Mali von Bei­rut bestätigt bie bereits gemelbete Bcsdfteßung her beiben türkischen Kriegsschiffe. Eine weitere Depesche des Mali d.richtet, baß bic Italiener, nod> währenb ber Mali sid) tm Konak befanb, bas Gebäude zu bombardieren begonnen

Rom, 24 Fcbr. Bezugnehmend auf bic Meldung berEvening News", baß italienische Kriegsschiffe Bei rut bombarbiert hätten, veröffentlicht bie Agcnzia Stcfani folgenbe Note:

Tie Italiener hatten Kenntnis, baß sich vor Beirut zwei türkische Kriegsschiffe befänben, bic Kricgskonter- banbe besörbern, sowie bie italienischen Truppen­transports d> i f f e angreifen sollten. Infolgebessen er­hielten die italienischen Kriegsschiffe Befehl, sich nach Bei­rut zu begeben, bie obenerwähnten türkischen Kriegsschiffe anzugreifen unb zu zerstören. Diese Operation, über welche bisher kein amtlicher Bericht vorliegt, ist wahrscheinlick) inzwischen ausgeführt worden. Ieboch ist es ausge­schlossen, daß bie Stabt bombarbiert wurde.

Türkische Maßregeln.

Konstantinopel, 25. Febr. Ter Miniftcrrat hat die Ausweisung der in den Wilajets Aleppo, Bei­rut unb Syrien ansässigenItaliencr,mit Aus­nahme ber Lrbensgeistlicken, beschlossen Den Ausgereie- senen wird eine Frist von 14 Tagen gewährt, innerhalb bereu sie das Land verlassen müssen. Ueber Beirut ist her Belagerungszustand verhängt worben.

Tie französische Preße

Paris, 24. Febr. Tie Nachricht von dem Bom­bardement Beiruts hat hier großes Aussehen er*

«Seilschaft, Cb'

i-FabrikMirtim

toben. Die Nachricht hat auf der Pforte große Erregung teroorgerufen.

In her Depesche bes Mali von Beirut über ben An triff,ber italienischen Kriegsschiffe ist nicht gesagt, ob auf hirtifd)cr Seite Tote zu beklagen sind Die Depesd)e spricht nur davon, daß eine Anzahl Benvunbeter in bas Lazarett 3tr Stabt gebracht worben ist.

Nach einer Reuterbepesche aus Beirut forberten heute ||if italienischen KreuzerVolturno" unbGari - ![ b i", baß ihnen bie türkischen Kanonenboote, welche im Hafen von Beirut befinben, so fortausgeliefert den. Nock) bevor her Wali in VerlMiblungeii eintreten utc, begannen bic italienischen Kriegsschiffe bas Bom- rbement unb |bohrten die türkischen Ka­rt enboote in ben Grund. Sic fügten auch ben schiebenen Baulichkeiten bes Hafens, insbesondere Zollgebäuden, Schaden zu. DieZahlberTotcn trägt etwa 60. Tie Bevölkerung, welche von einer ßen Panik ergriffen würbe, flüchtete fid) in ben Libanon. I türkischen Militärbchörben hätten wirksame Gcgenntaß- > ahmen getroffen.

Tie im Hafen vor Anker liegenben neutralen Schiffe ißten ihre Flaggen, ebenso bie Konsulate unb bie ausländi- ien Niebcrlassungen. Ferner heißt es, baß bie Bevölkerung : i(l) verhältnismäßig ruhig verhalte. Auch barüber, baß h bem Bombarbement Personen getötet worden seien, Äffen die Meldungen nichts zu berichten.

Tie Agence Havas meldet weiter aus Beirut: Zwei lvlienische Kriegsschiffe erschienen heute früh vor bem 1R9c. cn unb ließen ben Gouverneur ivissen, baß ihnen no d> bor 9 Uhr morgens ein türkisck>es Kanonenboot unb cm Kcki scher Torpebobootszerstörer, bie im Hafen ankerten, lusgeliefcrt werben sollten. Die türkischen Be- orben gaben kein e d e s r i e d i a c n b e A n t w 0 r t. xa» ins begannen bic italienischen Schi sie das Bombarbe- 1 c n t, burch loelches bas Kanonenboot zum sinken ge lackt unb der Dorpedobootszerstyrer leicht besdiadigt wurde lie italienischen Kriegsschiffe zogen sich sodann zuruck.

In ber Stadt herrscht lebhafte Bewegung Es kam Kunbgebungen gegen bie Fremden. Ein ass e tourba getötet.

Ter Beriht des italienischen Admirals

Rom,. Febr. (Agenzia Stcfani.) Von Admiral r a v c l l i, bem Kommandanten des Italiens chen Gc- Pwabcrs, bem die Kriegsschi sieGaribaldi" unb^er* tuccio" angehören, ist folgenbes Telegramm eingclausen.

Bei Tagesanbruch überraschte idi im Hafen von Beirut loS türkische KanonenbootAin Illah" unb ein türkisches Torpedoboot. Mr forderten zur Uebergabe aui und «ernährten eine Frist bis 9 Uhr. Diese Entschließung wurde tinr, Gouverneur imb den Konsularbehörden durch Ver- ßutttelung eines an - Bord gekommenen türkisckien Ltn^tery hilgeteüt. Um 9 Uhr forderten wir burd) ein -Signal aver-

Paris, 25. Febr. Das Bombardement des Hafen von Beirut ioirb von her gesamten Presse lebhaft er örtert. Mehrfad) wirb hervorgehoben, bas Vorgehen der Italiener könne auf Grund bes Wortlautes ber Haager Konvention zwar b e r c d) t i g t erfdjeinen, fei aber b e bäuerlich mit Rücksidft aus bic beträdulichen Jnleresfcn, welche fast alle Mädnc in Beirut haben unb nodi mehr wegen her ben Christen a l le r Nationen drohen- ben (Gefahren, falls ber rcligiöfe Fanatism u s her Muselmanen burd) derartige Vorlömninissc aus gestachelt mürbe. DasI 0 urnal d e S D e b a t s" schreibt, bas Vorgehen her italienisdien Flotte werde wohl jur bas übermäßig angcfad)le Nationalgefühl bes italienischen Volkes eine Bcbeutung haben, jebod) auch in her Türkei würben daburch die patriotischen Lcibcnschasteii lebhafter, unb in Europa würbe überall nur ein peinlicher Eindruck hervorgerufen werben. Italien habe babei wahrlich nichts zu gewinnen. DerSiecle" sagt, Italien hoffe offen­bar burch ein berartiges Vorgehen bie Mächte zur Ver­mittlung zu zwingen. Seine Politik bestehe darin, überall Brand zu legen, damit di>- Feuerwehrleute fdyncl n ein greifen. Es ist fraglid), ob eine solche Politik Erfolg haben werbe. Einige Blätter führen eine sehr scharfe Sprache unb meinen: Der Umstanb, baß bie Italiener für ihre neueste Aktion gerabc Beirut ausersehen haben, ivo Frankreid) seit Jahrhunderten ü b c r m i e gende Einflüsse ausübe, lasse beinahe annehmen, daß cs sich nickst nur um ein zufälliges Zusammentreffen, svn bem um einen neuen Ausbruch von Franzosenhaß hanble.

Entsenduna eines franzöfisten Ikreuzerß.

Paris, 25. Febr. Der französische Kreuzer AbmiraI (S^arner", gegenwärtig in her Suba Ban erhielt Befehl, nach Beirut zu gehen

Die türkische Presse.

Konstantinopel, 25. Fcbr. Die Blätter greifen heftig Italien an wegen bes Bombardements von Beirut. DerTanin" meint, bic Beschießung Beiruts werbe den Mut ber Ottomanen nicht wankenb machen, sonbern i in Gegenteil ben Patriotismus ber ottomanischen Nation noch mehr anfeuern Es gebe nun keinen Wnmb mehr, ben in ber Türkei lebenden Italienern Gastfreund* schäft zu gewähren. Mil der Votierung des Annexions- bekrets sei sehe Möglichkeit geschreunben, Fricbcn zu schließen unb sich wieher zu versöhnen. Die Mächte würden keinen Boden mehr für eine Verständigung finden: Wir werben solange fernen Frieben schließen, bis nicht Tripolis ge­räumt ist. Die Aktion her Flotte wirb zu nichts führen. Die anberen Blätter führen bieselbe Sprache.Sa bah" veröffentlicht eine Aeußerung eines türkischen Ministers, ber meinte, bas Bombarbement von Beirut locrbe ben ottomanischen Stanbpunkt in keiner Weise änbern. Die Kriegserklärung sei ein Fehler her Italiener gewesen, bie Votierung bes Annexionsbekrets ein zweiter, bas Bombarbe ment von Beirut ein dritter Fehler. Der Krieg werde jetzt burch bas Erscheinen bes Scheichs der Scnussi in eine ruhmreichere Phase treten.

Eine Konsularbcpesche aus Beirut bestätigt, daß bis gestern abenb kein Frcmbcr getötet ober oerreunbet worben ist. Die Auslänbcr seien außer Gefahr Das Telegraphenamt von Beirut sei außerhalb her italienischen Geschütze eingerichtet.

Tie Lage in Beirat.

Beirut, 25. Febr. (Reuter.) Vormittags war bic Sage befriebigenb. Tic Bevölkerung ist ruhig. Tas Kriegs recht ist verkünbet worben.

Noch ein Zwischenfall.

Konstantinopel, 25. Febr. Halbamtlichen 9)<et- bungen zufolge ist in ber Nacht vom 23. Febr. vor bem, kleinen Hafen bei Milas an ber Küste bes Wilajets Smyrna ein italienisches Kriegsschiff erschienen. Nachbcm es auf ein Floß mehrere Kanonenschüsse? abgefeueTt hatte, dampfte es in der Richtung von| Samos ab.

Ein englischer Panzerkreuzer.

London, 25. Fcbr. Ein Telegramm aus Malta mel­det : Der PanzerkreuzerL a n e a ft e r" erhielt ben Befehl, sofort mit versiegelter Orher in See zu gehen, man glaubt nach Beirut.

Belagerangßzustand in Tunis?

Rom, 26. Febr. DemSeecolo" zufolge wurde über

ir. 48 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 2b. §ebrnar M2

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ir die Redaktion 112, polinschen Teil.luguft

gff General-Anzeiger für Sberhessen LML »t«ttensbni(f unö Verlag der vrühl'Ichen Univ.Goch. und Skinöruderti n. Lang«. Rcöaftion, «rpcöitioH und vrudrrei: Schulftratze 7. tut vormittags 9 Uhr. vüdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Auzeraenteü: H. ^cd.

beschädigt.

Aus dem italienischen Senat-

Rom, 24. Febr. (Senat.) Bei Beginn der Sitzung sind bie Tribünen überfüllt, lieber 150 Senatoren sind anwesenh, barunter der Herzog von Genua, bei dessen Eintritt sich bie Senatoren mit bem Rufees lebe der

Beirut solgenhe Mitteilung:

Heute frist) 7 Uhr erschienen zwei italienische Panzer vorn Tt)pVittorio Emanuels" und zwei Transportschiffe vor Beirut und verlangten bic Uebergabe des Kanonen­bootesAin Illah" unb bes TorpebobootesAngora". Tie türkischen Schiffe machten sich'unverzüglich k a m p f f e r t i g, reährcnb bie BeHorben über bic von dein .italienischen Kontrcabmiral gesanbte Note beratsckstagten. Noch bevor die von ben Italienern gesetzt.- Frist ab gclau scn war, begannen bie i talicni s ch e n Kriegsschiffe mit bem Bombardement. Tie türkischen Schiffevertcidigtcn sich tapfer. Tas Kanonenboot wurde von mehreren .Hügeln getroffen unb fing Feuer. Ein Kessel explodierte, und die Mann- chast wurde mit den Waffen so schnell wie nioglich aus geschifft Nackibern sowohl bicAin Illah" wie bieAn gora" zum Sinken gebracht worben waren, entfernten sich bic feinbüdfcn Sckstffc unb kehrten zwei Stunbc.t b ä t er wieher zurück Sic bombarbierten bic reibenben türkischen Schiffe von neuem. Ein Geschoß schlug in bas Gebäube her Banque Lttomane ein unb beschäbigte cs. 2 ob atm entfernten sich bie italienischen Schiffe. Tie Bevölkerung würbe im ersten Augenblick von großer Erregung ergriffen, hoch würbe baut schnell ge­troffener Maßnahmen bie Crbtmng wieberhergestellt. Ter Mali machte einen Runbgang burch bic Stadt und v e r - ö f f e n t (i ri) t c eine Proklamation. Es gelang ihm, auf biefe Weise bic Bevölkerung zu beruhigen.

Tie Toten und Verwundeten.

K o n st a n t i ii o p e l, 24. Febr. Tie amtliche Unter­suchung ergab, baß in Beirut fünfzehn Personen getötet unb ungefähr hunbert verwunbet wür­ben. Drei Schwabronen Kavallerie sinb von Damaskus abgesanbt worbe. Tie Pforte richtete an bic Mächte einen Protest gegen bic Beschießung Beiruts, welches kein be­festigter Platz ist. Es geht bas Gerücht, ber Ministerrat werde morgen beschließen, seine frühere Entschließung be­züglich der A u s w e i s u n g a l l e r I t a l i c n e r zur Durch­führung zu bringen.

Eine weitere Depesche besWalisvonBeirut besagt: Aus bem Hafenkai sind nur das Zollamt, bic Filialen her Banque Lttomane unb ber Bank von S a - lonik sowie zwei Privatgebäubc beschädigt worben. Die meisten Geschosse sielen außerhalb ber Stadt nieder. Als der Wali gerade auf ber Hafenpräfektur weilte, um über bie Note bes italienischen .itzontreadmirals zu be­raten, sielen bie Granaten so zahlreich nieber, daß ber Wali wie burch ein Wunbcr unversehrt blieb. Die Zahl ber Toten beträgt mehr als breifeig, ber Ber- w unbeten ungefähr 150. Es ist unbekannt, ob auch Ausländer getötet worden sind.

Nach einem ergänzenben Telegramm bes Wali sind nur Leute, bic sich am Kai befanben, unb ein Teil ber Mann­schaften bes KanonenbootesAin Illah" unb bes Torpebo­bootesAngora" bem Bombarbement zum Opfer gefallen. Tie Zahl ber Verwunbctcn wirb amtlich mit 89 angegeben. Turch'bie Beschießung mürbe bie Kaimauer beschädigt, wäh­rend im Innern der Stadt kein Schaden angeridjtet wor-