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30.9.1912 Erstes Blatt
 
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r »Itbeeer Anzeige, -x cfjeint täglich, außer - Beilagen: ermnl wöchentlich »iktzeierFamllienblälter ueimal wöchenrl.X,ei«. »litlsiirdenXrei,»iehen r.enStog und Freitag): Liveimol monatl. Land- »krÜchafUfche -eitfraae« ! icnifpred) -Ulntolülic: h die Redaktion 112, erlag ii. Lrpedition 51 Idrefse Ifit Depeschen: Anzeiger «ießeu.

lieehme von Anzeigen *it die Tage4nunlmer ,-td vormittags 9 Uhr.

Erstes Blatt

162. Jahrgang

Montag, 30. September 1912

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhefjen

Rotallonr-ruck und Verlag der vrühl'schen Unio.-Vnch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Erpedition und vruckerel: Zchulstratze 7. vüdingen: $ernfprcd}er Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a.

monatlich 75 Vi^rneriel- läbrltd) DILSJO. durch .'ldhole- il Zweigstellen nwnatlich G5 t;f.; durch die Post uifriel- löbtL au»|d>L Beile ng, Lettenpreis: total 151", miitoärte 20 Pfennig. Ehefredabeur: ?l Goch. IBrtmUtvorthd) für der pc-lttilcheu teil: Auaust

ton*, .Berunschle»' und .Genckissaai": R. 9ltu- taib; für .Stadl und Ufliib': tf'.t'cu, für den Anzeigenteil. H. Berk.

Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.

Maßnahmen gegen die Zleifchteuernng.

Berlin, 2t. Sept Tic preuszische Staatsregie- igtung beschloß die Zu l a s s u n g b e r E i n s u h r s ris d) e n W^indsleisches aus dein europäischen Rußland und Wtrischen Rind- und Schweinefleisches aus teebien, Ri; mänien und Bulgarien für eine Ln- |# großer Städte, wenn das Fletsch zu möglichst niedrigen tue behördlicher Mitwirlung sestgesetzten Preisen an die -rdraucher verkauft wird, ebenso bic Einfuhr frischen Rkcoweinesleisches aus Rußland für eine Anzahl «l.cher Städte sowie die Einfuhr von Schlachtrindern ad den Niederlanden in geeigneten öffentlichen Ä chlachthöscn. Das Bcrbot der Einfuhr frischen Rinb- 1 i ches aus Belgien wird aufgehoben. Tas »kontingent taf f i f d) er Schlacht f cl) w eine für Lberfchleji.n wird W»'rubcrgel)end erhöht. Kerner werden verschiedene bedeut- iaie Larismastnahrnen geplant. Endlich soll' der Dlzudesrat durch ein Gesetz ermächtig: werden, Gemein- L |m. die Fleischverlauf eiitridjtcn, den Eingangszoll tlDeise zu erstatten «statt 35 oder 27 Mk. 18 Ms).

Also endlid)! Herr v. Bcthmami Hollweg Hill ein .Hflramm herausgegeben, das naiürlid) nicht alle wünsche »snedigt und in mancycu Einzelheiten nod) recht ängsllid; ngt, öas aber wenigstens die Einsicht ocriut, daß etwas lir Milderung der Lolksnöte geschehen mußte. Freilich, i neller wäre besser getvesen. Ein entschloficncs Handeln, M er o r die Aufregung in der Presse und in den Bersamm« binvit angewachsen luar, würde manchen Angriffen von liriljctcin die Spitze genommen haben: Ansehen und Auto- tiuil der Regierung würden gestiegen, nicht gemindert U srLen sein. Der Reichstag wird nid)t nur an den gc- kirieii »lonferenzen, sondern aud) an der jetzt gefallenen u! cheidung der Regierung Mriltl üben. '.Ulan wird eine fcujid engherzige Uinständlichkeit tadeln. Die Einfuhr von frijijcni jicifd) soll nur vorübergehend und unter M amechterhattung der bestehenden Einfnhiv.rboLc .n Form o $ Dispensen und nurfür große Städte, bic i Märkte für die Bich- und Fleischpreise ganzer Landes- t iit: maßgebend sind", gestattet werden. Die Notwendig- leit dieser Einschränkung wird von fadjtunbigcr Seite bc- Iti: «en, da aud) in mittleren Städten die gleichen tchjichtsinaßregeln durchaus zu ermögtid)en wären. Bon Lu Stadtverwaltungen luirb betont werden, dag der proui- otistche Eharalter brr R gierungSmaßnahmru ihn n n.tr. ine ibe Arbeit ermoglid)c, denn die Gemeinden werden Be­it: en tragen, große Auswenbungen für die zur Lrgani- lunfur Den Fleischeinlanf zu schaffenden Einrichtungen . nitadjc«, wenn diese doch mit dem 1. April 1914 ihr | nixe finden sollen. Eine Eiittäuschung wird es aud) er­teil, daß die Regierung eine aud) nur zeitweise Auf- u lang des § 12 des Fleischbcfchaugc,eyes, wodurch bic II ,i uhr von gefrorenen Ri über n aus überseeischen Ländern nwglicht worden wäre, abgetehnt hat. Wie hier schon |j. 3)r|ad) ausgesührt wurde, |dtD Sachverständige Der Aw \ ,^t, Dai; durch Die Entrichtungen in Argentinien jede Ge- I uji gegen Leucheneinschteppungen gegeben fei, während | .(er uuhloersahren einstweilen nur Der Einfuhr von Hain- I in aus Australien, ilicht aber ber von gefrorenen Rindern

Areglinien zugute kommen soll.

3m übrigen kann man nur zujtimmen, wenn bic RcLic» (ing auf bic Notwcndigteil hinweist, die bauernde i^t.)Erstellung der Fleisd)verforgu«g unserer iieimijdjcn Hz licht niu den ..enatmten Mitteln zu heben. Berstärk- li juücriniUelbu.., Landcsmelioratiotlen^ die Förderung I il: inneren rwlonisation und ber Urbarmachui.g von '.Vüooi- /|rtb Ocblanbsflächen müssen mit Befriedigung begrüßt wer- !|ih. Daß an die (Srm.ii igung der Futtermittelzöltc nicht ipctyt worden ist, bleibt dagegen zu bebauern.

Zur Begründung führt bicNordb. Allgem. Ztg." Wll/nbeS aus«

Tie Tatsache, baß* Die Fleifchpreise eine beben l« |) c Höhe erreichten und ber Antrieb von Lieh am unsere |||L; ii Märkte nanicntlid) m allerletzter Zeü einen beoenilia.cn llkltfgang auimweisen hat, kann nicht bestriuen werben. Aus Der i i Lut Jivcuel baiubcr belieben

l tiit.i llrsachen dieser Erscheinung in dem Austrcten ber M an 1. n d Klauenseuche und der schlechten Futter ernte 1 kl i dien, also vorübergehender Natur und nicht geeignet fr}, den Glauben an bic Möglichkeit einer ausschließlichen L.r- 1 friuibi bes deutschen Marlies mit beutschem Fleische zu er- ItJtLern. Es mußten also Maßnahmen vermieden werden, welche i| Kfeä Ziel crniilich getahrden tonnten, das ;u crrcimen nicht L: ini Interesse unserer Lanbwiriichau. sondern auch im xm- I tfcp'fe unserer roirtidjai (lieben Mricgebcrcniebait unser unaus

».cs Streben ieni muß. Die zeitweilige Abschwächung w» I chiiuirpolizcilicher Verbote mußte daher mit Vorsicht in An- Ijrtr genommen und ba* Augenmerk darauf gerichtet werden, i l*teiljen in erster Linie nicht nur für lebendes Lieh, lonbem IM irisches Fleis di zu offnen. Hierfür sprach aud) bic er- k daß bic Erleid'ternng der Einfuhr von srildxm evlcnch I frr. Konsum ui viel stärkerem Maße zugute kommen mutz, als ».'QLeichterunq der Einfuhr von lebendem Lieh.

vinc diese Erleichterungen müßten aber in zwei Punkten eine Ku ia.ran tu ng er-ehren: Ti. Einfuhr von .n-chem erlfd" 11 nur vorübergehend und unter Aufrecht er Haltung der L ,i rnben Eiiifulirvervoie in Form von ^,t*penitn gestattet I luirb aud) nur für Groß,tabte erlaubt, die als '.'..arlte : Ifr die Bildung ber Lieh und Fleifchpreise ganzer Landesteile I «gebend und und die Gewahr btifur bieten, daß bas tVleud) äi iinncm unter behördlicher M itwir kung 'engeictzten I tij.-.d)ft niedrigen P i eise an die Verbraucher verkauft wird. L '» i,'ü zu hoffen, daß die beteiligten Städte ihre Wirkung noch

erhöben, indem iie zu gemeinsamem Bezüge sich iufammenschließeii tugewlesenen Aufgabe würde bic teilweise Erftaltung des Iolles aut friidK-3 und gefrorenes Fleisch dienen Turch bic Erslauung eines Teiles des Iolles werden bic Gemeinden aud) in Du Lage versetzt, gefrorene Hammel in großem Umfange cm zusührcn. Da deren Einfuhr unter Beachtung Der Bestimmungen des 8 12 de s Flei l'chbefch äugefetzeS tcdjniid) möglich

aud) wirtschaftlich durchführbar fein würde Leiter zu gehen und l urch eint nur zcih i beschaugesctzes aud) die Einfuhr von gefrorenen Rindern aus

nber in Hälften und mit an ha t

Herzen, 'Jiicrcn und Lungen bietet die eurige Möglichkeit, eine Der heimischen Fleischbeschau annähernd gleichwertige Untersuchung durd)zuführen und bas Besiehen gewisser Krankheiten festzunclleu, Die bas Fleisch des befallenen Tieres gesunDheitsfchadlid. machen. ES würde weder mit Rücksicht auf unsere Volksgesundheit nod. mit Rücklicht auf unsere heimische Landwirtschajt zulässig sein, lichkeit md)t mit derselben Iuverlässigkeit festgestellt wird, wie bei dcm einheimischen Fleisch.

Von den weiteren Maßnahmen wird nur noch die Ermäßigung Der Eisenbahntarife für Fnttergerst« nn in einem Umfange in Aussicht genommen. Der den Bezug dieser Fult^rmuicl erleichtern, aber für die Landwirtschaft nicht nach teilig wirken kann

Zu einer wcitcrgehenbcn, auch nur vorübergehenden Erschüt teruiig unseres scuchenvolizeilichcn Schutzes oder zu einer nur vorübergebenben Dnrchlöcherungunferes Zolltarif cs, wie sie vielfach gefordert nuro, bat man sich aber mdit verstehen können, aus den bei ähnlichen Gelegenheiten oft erörterten Grün den. Es ist aber anzunehmen, daß bic in Aussicht genommenen Maßregeln in ihrer Gesamtheit Die erwünschten Wirkungen haben

Der bereitwilligen und sachverständigen Unterstützung ber lom munalcn Sclbßvenvaliung. 3ic geben fick) aber aud) ber Hoffnung hin, baß ihnen biefe nicht verjagt roeiocn wird. 3m übrigen aber ist sich Die preußische Regierung darüber klar, daß bic baucrnbi Sicherstellung unserer Fleischversorgung nur burd) die Erhaltung und Lerstarlung unserer, noch weiter^ ausbehnungsfähigen hei­mischen Viehzucht crrcidit werden kann. Tiefe mit allem N a ch druck zu fördern durch vermehrte Aufstellung von männlichen Zuchttieren, ventarktem Futiermitlelbau, Anlegung von Vieh­weiden, naimnllicb aber durch bic kraftvolle Förderung Der Landes Meliorationen, der inneren rroIonisation und Der Urbarmachung Der ausgedehnten Moor- und £cblanbilad)Cii wird die vornehm st e Ausgabe der n ä ch ft e n Zeit fein.

Badische Maßnahmen.

Tie amtliche ,,.warlsrul)er Zeitung" teilt die Maß­nahmen mit, wclch< Die preußische Regierung zur Lindc^ rung Der bcstchcnDcn Flcisditeuerung im EinverstänDnis mit der Rcidislcitung b schlossen Hot und bemerkt dazu:

Tie badische Regierung wird sicki Dem Vorgehen Preußens in allen Teilen anschließen. Sie hat beschlossen, die Einiuhr von Fleisch aus dem Auslande, soweit ein cioldK in Betracht lomnit, für Die Stabte Mannheim, Marie ruhe unb Freiburg, auf welche allein bic Voraussetzungen zu treffen, zuzulassen, dem dem Bundesrat zugehenden Entwurf eines Gesetzes über vorübergehende Zollerlefchterung bei Der Fleisch- ein ufyr zuzustimmen und Die gleichen Eisenbahntarif Maßn wie Preußen Durdizuiuhren. Außerdem werb« seitens des Finanzministerinms erm

Flcischtcucrung bic Uebergangsneuer zu ermäßigen. Allgemein sei übrigens bic Einfuhr von frischem Fleisch aus ber Schweiz zugelassen, aud) wenn eS von in ber Schweiz geschlachtetem ar gcntiniid)cn Rindvieh herrührt.

Iie fojialbemofratiidjtn Serfammluagen in Berlin.

Berlin, 2U. Sept. Tie anläßlich der Teuerung heute einberufenen fünf soziatdemokraiischen Versammlungen ivaren schon vor Beginn überfüllt. Ueberall wurde Die gleiche Entfdstießung angenommen, in der protestiert wird, daß die Regierung den Reichstag nid)t einberust und keine Maßnal)men zur Linderung der Teuerung trifft, diach Be­endigung versuchte eine Anzahl der Teilnehmer nad) den Linden zu ziehen, was infolge der Äbsperrungsmaßregeln Der Polizei mißlang. Zu einem Zusammenstoß ist es nirgends gekommen.____________________

Die Gefahren auf öem Balkan.

Bemerkenswert ist, daß aud) die amtlicheNordd. Mlg. Ztg." den Ernst der Lage auf Dem Balkan feststellt

Audi wenn niemandem die Absicht einer Friedensstörung unterstellt werden soll. Darf mau nicht übersehen, bah ein SVielen mit v.cbaufcn, bic an bnvaffnctc Einmischung in Mazedonien gegenüber iit der Äuchch bvrcd-iigf, baß die Besonnenheit der Regierungen sich stärker erweisen möge als leidenschaieilche Erregungen der Völker Tic Pforte hat eine reformierende Täugkcit in ber maicbonifdxn Verwaltung zugesagt. E s er­scheint billig, ihr für die Einlösung ihrer be­stimmten Versprechungen Zeit zu lassen. Ser .ich gegen bic Gewährung einer derartigen Frnt ungcoulDig strauben wollte, konnte in den Lerbach: geraten, daß es ihm um anderes zu tun fei als um eine wirkliche Besserung der Berb^ltniise in Mazedonien. .

Wenn die österreichische Regierung im Bunde nut Der deutschen den Ballanstaaten nid)t Dämpfer aufg. setzt hätte, hätten wir peme vielleicht schon den Baltankrug. Taß die dortigen Völker int Gegensatz zu ihren Regierungen kriegslustig aufgelegt find, ist nach wie vor bedentluh. Auch die heute vorliegenden Meldungen beweisen dies:

Konstantinopel, 28. Sept. Ter g r i c di i) d) c G c- sandte unternahm deute vormittag beim Minister des Aeußern Schritte wegen der B e s ch i e s; u n g d e s g r . . w .- scheu TampsersR-o unulic" im afc do.« Vathy Er forderte Bestrafung der Schuldigen, unt schuldigung der Türkei und Schadenersatz.

Mobilifieruageii Der Türkei.

Konstantin opcl, . Sept. T.e Mobilisierung der Divisionen von Mitrowitza und U c s t u b^zu LlcLung5- zwecken ist bereits vollständig durchgefuhrt. Tte Uebung.n

der zehn Divisionen iverden fed)» B>od)en dauern.

Ter russisdic Botsdiajter und der englische u»eschästs- träger hatten geftern nadunülag mit dein Minister des Acustern eine längere Unterredung, Die viel besprochen wird. Wie es heifzt, bezog sich die Bespredniivzi aus Die Begegnung in Balmoral und auf Die Nonvcndigkeit Der in M aze- Donien geplanten Reformen.

Nad) Beridstcn, die über rtreta hier eingetroffen sind, soll es den Türken gelungen sein, GOU Mann auf Samos zu landen - weitere bOJ sollen folgen.

Ter Zwischcofall mit Serbien beigelegt.

Saloniki, 28. Sept

bot betreffend die Durchfuhr des für Serbien bestimmten französisd)en Kriegsmaterials aufgehoben

Rene türkische Angriffe in Tripolis.

Rom, 29. Sept. TieAgeuzia Stesani" meldet aus Mi st rata vom 28. Sept.« Frühmorgens unternahm der Feind einen Angriff gegen Die italienisch.-« Lcrsd>.in« zungen. Er wurde Durd) das F^uer Der Jlalicner zu ruck- geschlagen und besand sid) um 2 Uhr nachmiilags m vollem Rudzug aus GH er an. Tie Verluste sollen betrachtlid) sein. Tie Italiener hatten drei Tote und stebzehn Verwun­dete, darunter zwei Schwervernmndetc.

Tic FrieDensverhanDlungen.

TerBerliner Lolalauzeiger" iiulDet aus Paris: Der italienische Botschafter Titioui beabsichtigt, >ich nad) Lausanne zu begeben, um mit den dortigen italienisclen Lerirauensinämiern den von Rii'chid Posch.i rnllg brachten Lorsd)lag zu prüfen, der sid) auf Die k u n s t i g e L e r t r c - lung des Sultans in Libyen bezieht.

Liberty" will wissen, daß dieser Vorschlag so geschickt formuliert ist, daiß 'Ztalicn sid) damit einverstanden er* Hären könnte.

Aus Rom wird weiter gemeldet: Ter türkische Han- delsrninifter Rcschid Pascha halte nach seiner Antuust in Sucht) eine Utuerredung mit den italieiiifdjeii uuo türkt- scheu Delegierten. Seine Anlunst könnte einen cntsd)eid.n* den Einsluß auf die Lorbesprcd)ungcn haben. Wenn die neuen Vorschläge, Die et bringt, von Ztalicn als annehmbar betrachtet werden, könnte der Friede dann ui luczer Zeit gesd)lojscn werden. Solltcir aber die Vorschläge sur Ztai.en md't annehmbar sein und nur dazu dienen, die Lerhaiit^ hingen ui Die Länge zu ziehen, so ivirD Die Sssenstve gegen Die Türkei sofort mit aller straft micDer einsetzen.

Gras Limburg Stirum f.

Das frühere langjährige .'Aiiglied o. Reichstags und Abgeordnetenhauses Wirklicher Gey. Rat G ra i von L i in - burg-Stirum (stoiif) ist am Samstag auf seinem Gute Groß-Fetcrwitz g e st o r b e n.

Er war Ibou im Haag geboren als Sohn eines nicbcrldn» biid/cn üainmcrhcrrn. Naa, seinen luiiitischen StuDiai m Bus- lau unb Bonn trat er in beit Fusti-dicnft uns gleich oaraul in den biplomatischcn Dienst ein. Er war Legationsictrctäc in Wien, Dresden, Stockholm unb arbeitete vorübergehend aud) im Aus« loanigen Amte. Später wurde er aua> nach Rom und moiiiiüii# tmopii cmiaiibt, unb von 187318/5 war er Vorhand ber poluijä-eu eluuilung bes Ausnmrtigen Amtes, luoraur er Ge- lanbur in Weimar würbe Er vertrat aud) kurze Zcil ben Staatssekretär bes Äusivarugen Anv«es. 1892 nahm er ieinat Abschied Von 18931996 war cAsWuglico des Reichstages, wo er Den MoiiieivativCTi Landkreis Breslau Jieunuiru oerirnt, der feil 1906 den Graicn Earmer erkoreu Hai. Grai Lirnburg^lirum war seit 1-571 aud) Mitglied des Preußischen Abgcorbncteiihaujes und Frakiwnsvorneendet der konicroaiiocii Pauci.

Veutfchk» Ueich.

Ein freudiges Ereignis am Schweriner Dose.

Schwerin, 29. Sept. Tie Großherzogin ist heute nackt nn Schloß Ludwigslust von einem Prinzen glücklich entbunden worden.

Tie Großherzogin Alexandra, Tochter des Herzogs von Cumberland, ist am 29. September 1882 geboren und seit 1904 mit dem Großherzog Friedrich Franz IV. verheiratet.

»

Die neue Hochbrücke über den Kaiser- Wilhelrn-Kanal.

In Gegenwart der Prinzef,in Heinrich von Preußen, des Lberpräsidenten der Provinz Sd)lcswig-'?olstcin von Bülow unb der amocsenden Admirale, sowie der Spitzen der staatlichen und stadtischeti Behörden wurde am Samstag vormittag die neue Hochdrücke über den üaiser-Will)clm« Kanal bei Holtenau dem öffentlichen Verkehr übergeben.

In st öln ist dere rb and d e r d cuts ch e n Kran­ke n k a s s e n". Der auf nationaler Grundlage steht, konsti- tiÄert wordeii. An der Gründung beteiligten sich Die Dem Deutschen nationalen Ärbeiterkongrcß angchörenDcn Ar- beiterorganiiatwnm unb Die Deutsch«'« Gewerlvereine Hirsch* Tuncter.

Ausland.

Tie neueste M 111 c l m e e r p o I i 11 f.

Tie englische Regierung hat sich enna .ncn, bis ;um Fahre 1915 ihre Flouc im Minelmcer zu bclai-en und zugleich ihre bc- ircd4lid;c Verstärkung burchzmühren. Tics iviro au zweiMditix zurückgciührt. xcx erste beliebt m der Xitcg=lage, Die eine Zurück« jictung Englands aus dem ÄiUclmecr nick.: ,.da.: , .er zweite gipfelt ui Der Vermeidung eines M : 11: rabkommens, am des Frankreich drangi, wenn es feine Fwtte aus der Nord- fee cntiernt. Durch die englische SinneMnoerung wird vorausiichl- iid? auch der franzöiü'che Flottenplan für das ikutclmeer belrachUick abgeändert.

Die Konferenzen in Balmoral haben ihren Abfckluß erreichi Mimfder Saiorwro ur.o Sir Edward Grey >inö von Balnurral abgereiv SaSn-- wird bis Mitte