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Tie „North-China Daily News" hat aus Tat schien! folgende Meldung, datiert vom 28. Sc1*1 —*L'* ~
Deutsches Ueich.
Der Kaiser in Weimar.
Der Kaiser mit Gefolge ist am gestrigen Donnerstag um 10 Uhr 30 Minuten in Weimar eingetrossen. Zum Empfang auf dem Bahnsteig hatte sich der Großherzog mit Gefolge eingefunden. Der Kaiser und der Großherzog begaben sich dann im Automobil durch die reichgeschmückte Stadt nach Ettersberg zur Fasanen- t a g d. Um 4.50 Uhr kehrte der Kaiser mit dem Großherzog, der Großherzogin und der Jagdgesellschaft nach Weimar zurück und nahm im Schloß Wohnung. Der Kaiser verlieh eine Reihe Ordensauszeichnungen. Abends fand im Hoftheater Vorstellung Hott, die durch Richard Wagners „Kaisermarsch" eingeleitct wurde. Es folgte die Reichstagsszene aus Schillers „Demetrius" und der zweite Akt aus Wagners „Tannhäuser". In der Pause hielten Karten außer Betracht bleiben.
Der Bundesrat «
Aus Stadt und Land.
Gießen, 25. Oktober 1912.
** T a g es ka l endcr für Freitag, 2ö. Oktober: Stadt t h e a t e r: „Sieben. • Anfang 8 Uhr.
= Vieseck, < wfintn Kanin iinb in vollem Gan Ktrben in den schö erb Vogeßmblvereii fttrie. gtmftet von Ziandgeldoreifen dc L- Kugel und Toitb' c ui den Ztreckn fc N^irf Frankfurt, Ko
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Ausland.
Russischer Besuch in O fen vest.
m . Das ,,Berl Tagebl." meldet aus O f c n p e st: Großfürst ->c i ko la r R l ko l a i ew i t s ch wird hier eintreffen, um dcni König den Marschallstab der russischen Armee zu überreichen.
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'■ ebenartiger Teile leidet die Tragödie empfindlich, zumal auch das, trngnd/e Hauptmotiv auälend und zögernd, ohne reine und grobe Limen durchgeführt ist. Auch die Sprache, sonst Eulen- dld teriscke Stärke und Kraft, nimmt an der Brüchigkeit von Abnck.t und Gelingen teil und schwankt zwischen blühendem ^^'bendeui,ch und trockener Realistik der Alltagssprache. Tiefem Werke^ Gestaltung zu geben, war keine (eiche Mühe, imirbe aber von ^chaulp.elern, wie Gertrud Treßnib, Theodor Becker-, Lothar Mehnert und -lldor teilweise mit gutem Gelingen bewältigt Tie Ausnahme der Uraufführung im Dresdener Schauspielhaus mar red t günstig, wenn auch nicht ganz unwidersprochen.
- ~ e deutsche Uraufführung von Tdmond w8ä ■ ken aus dem Morgenland e".
23. Oktober, wird uns gefrfnieben: Seine
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•• Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Aug. Scriba zu Stumpertenrod die evang. Pfarr- stelle zu Eichelsdorf übertragen.
** Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Kynr. Dietz in Osthofen eine LehrersteNe an der Gemeindeschule zu Heuchelheim (Kr. Gießen', dem Schul, amtsaspiranten Hugo Spengler aus Offenbach eine Lehr er stelle an der Gemeindeschule zu Walldorf. — Erledigt sind eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle zu Laubenheim. Mit ihr kann Organistendienft verbunden werden; eine mit einem fall). Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu G r o ß - U m sta d t; eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Hopfmannsfeld Mit ihr ist Organisten- und Lektordienst verbunden; die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Unter. Seibertenrod. Mit ihr ist Organisten- und Vorleser, dienst verbunden.
** Ernannt wurden die Gefangenwärter am Lan- besucht Haus Marienschloß Hch. Matthäus und Kvm. Müller zu Gefaugenaufsehern an dieser Anstalt.
” Personenzug -Fahrplan. Der Personenzug 542 verkehrt wochentags auch vom 1. November 191} bt§ 28. Februar 19 13 nach dem gegenwärtigen Fahrplan: Grün berg ab 552 morgens, Gießen an 634 vor. 'N'ttags. In der Zeit vom 1. November 1912 bis 28. Februar 1913 verkehrt derselbe Zug Montags von Mücke mit folgt: Mücke ab 5f4 vorn,., Grünberg 551—552, Gießen an 634 vorm.
.. ** Stadttheater. Falls die Flugvorstellung am P^'tcn Sonntag wegen ungünstiger Witterung ausfallen sollte, findet im Stadttheater Sonntag nachmittag 31 Uhr bure Aufführung des Schwankes „Mathias Gollinger" bei kleinen Preisen statt.
" Die Kolonial. Kun st-Ausstellung, deren Schluß für heute festgesetzt war, bleibt noch Samstag und Sonntag geöffnet, da noch täglich Anmeldungen xura Besuche cmlaufen. Daß das Interesse für die Ausstellung groß war, geht daraus hervor, daß der Besuch sich täglich auf einige hundert Personen belief.
•• Hessische Alkoholgegner. Man schreibt unS: Die Vorbereitungen zum 4. Hessischen Gautag des hessischer Gauverbandes gegen den AlkoholiSmus sind nun soweit ge- öiebcn, daß in großen Zügen über die geplanten Beran. Haltungen berichtet werden kann. Am Sonntag, 17. Nov., findet zunächst die Eröffnung der n it der Tagung verbundenen Ausstellung statt. Sie wird bis zum 24. November täg- id) zugänglich sein. Der Nachmittag ist der Beratung mehr interner Fragen gewidmet. Am Albend folgt dann ein Volks- unt e r h a l tun g sa b end , der neben einem Vortrag mit Lichtbildern Rezitationen und musikalische Darbietungen bringen wirb. Im Laufe der Woche sprechen mehrere namhafte Redner über verschiedene Gebiete der Alkoholfraqe, so über Alkohol und Schule, Alkohol und Studententum, Alkohol und Frauen, über die sozial-ethische Seite der Alkoholsrage u. a. Außerdem soll dem Militär und der Schuljugend Gelegen, beit gegeben werden, die Ausstellung unter sachkundig« Führung zu besichtigen.
Das Aufgebot des serbischen Landsturmes.
Die „Deutsche Tages,ztg." meldet aus Sem l in: In ^clgrab ist das letzte Aufgebot des Landsturmes, Leute zwischen 45 und 60 Iahren, aufgeboten worden, die in Zivilkleidern und nur mit Gewehren und Patronentafchen zum Kriegsschauplatz abgehen.
Bon der bulgarischen Küste.
Sofia, 24. Lkt. Gestern um 8 Uhr früh erschien ein türkischer Kreuzer vom Typ des „Hamidie" vor Barna auf hoher See, ohne jedoch irgend etivas zu unter- nehmen, und verschwand gegen Mittag. Weitere türkische Schiffe wurden nicht gesichtet.
Griechische Triumphe.
Athen, 24 Okt. Der griechische Generalissimus telegraphiert aus Khani Big la vom 23. Okt., 8.50 Uhr abeirds: Unsere Truppen verfolgten den Feind auf allen Seiten von Eambunia bis Serfidje und in die Ebene von Makmon. Die türkische Armee wurde zersprengt. Wir erbeuteten 22 Feldkanoneu mit Protzen sowie eine große Menge Munition und zahlreiche Munitionswagen.
General D a n g l i s telegraphiert vom 23. Okt. 9.30 Uhr abends: Die Türken hatten große Verluste. Wir
gediehene O r i e n t f r a g e von der österreichisch-ungarischen und der italienischen Politik in einheitlichem Sinne beurteilt wird und somit die Bewahrung des Friedens und die Aufrechterhaltung des Statusauo auf dem Balkan, sowie die Besserung des Loses aller Völkerschaften in der Türkei der über- einslimmende Wunsch der beiden verbündeten Mächte ist Die friedlichen Tendenzen, die von den Mächten der Triple-Entente unter Führung Frankreichs mit so anerkennenswertem Eifer gefördert werden, erhalten durch die Entrevue in Pisa und durch die Gewißheit, daß die Politik des.Dreibundes einheitlich nach gleichen bestimmten Zielen dirigiert wird, eine neuerliche Verstärkung. Die italienische Presse sand in diesen Tagen toarme Worte für den Dreibund. Es leite sie dabei offenbar die von uns geteilte Ueberzcugung, daß die Festigkeit des Dreibundes gerade in diesem Augenblick den Interessen nicht nur seiner Mitglieder, sondern auch ganz Europa zustatten kommt.
chinesische Expedition nafch Tibet hat Befehl zum Rückmarsch erhalten. Die offizielle Erklärung dafür ist, daß der Frieden geschlossen sei Der wahrschein, liche Grund aber ist der Mangel an Mitteln und die Abnei. gung der Truppen gegen die Bezahlung mit Papiergeld Ter Gouverneur von Tatschienlo crtläri in einer Proklamation, in Ost-Tibet sei jetzt der Friede heraestellt und fordert das Militär, die Einwohner und die Priester auf an der Errichtung der neuen Provinz, die aus Ost-Tibet und dem westlichen Szetschuan gebildet werden soll, mit- zuarbeiten.
vollzog die Wahl von Mitgliedern des Reichsgesundheitsrats und ne Wahl eines Mitgliedes des Reichsbank-Kuratoriums. Ferner timmte er den Vorlagen betreffend Inkraftsetzung von Vorschriften des Versicherungsgesetzes für Angestellte, und betreffend Errichtung eines Schiedsgerichtes für die Angestelltenversicherung zu. Sodann nahm er den Antrag Preußens betreffend die Verlängerung der Geltungsdauer der nach der Bekanntmachung vom 23. Dezember 1911 erlassenen Übergangsbestimmungen zur Reichsversicherung an, ferner die Vorlage betreffend die Uebergangsbestimmungen zur Reichsversicherckngsordnung und die Vorlage betreffend das Abkommen mit Belgien über die Unfallversicherung.
Stürmische Verhandlungen in der bayerischen K a m m e r.
In der Sitzung der bayerischen Kammer kam es am gestrigen Donnerstag bei der Beratung der Anträge, betreffend die Verbesserung der Lohnverhältnisse der Staatsarbeiter zu lebhaften Debatten und gegen Schluß zu einer stürmischen Auseinandersetzung zwischen dem Präsidenten Dr. Orter er und den Rednern der Minderheitspa r t e i e n. Der sozialdemokratische Abgeordnete R o ß Haupter war mt Verlaufe der Erörterungen auf die seinerzeitige Rede des Verkehrsministers v. Seidlein gegen den süddeutschen Eisenbahner- verband und die Sozialdemokratie zurückgekommen, in der der Minister erklärt hat, daß die Regierung den Eisenbahnarbeitern ein Üoalitionsrecht im Sinne der Reichsgewerbevrdnnng und damit auch ein Streikrecht nickst zuerkennen könne. Abgeordneter Roß Häupter betonte in seinen Ausführungen nachdrücklichst, daß die Sozialdemokratie das volle Koalitionsrecht und in Verbindung damü das Streikrecht für diese Arbeiter ausdrücklich reklamiere.
Darauf nahm der B e r k e h r s m i n i st er v. Seidlein Veranlassung, nochmals entschieden den Standpunkt der bayerischen Regierung zu wiederholen. Der sozialdemokratische Abgeordnete Auer, der an der Estrade des Präsidententisches stand, rief dabei dem Minister, als dieser bemerkte, daß der süddeutsche Eisenbahner - verband mit der Sozialdemokratie zusammenarbeite, wie dies aus den Verhandlungen sich ergeben habe, zu: D a s i st u n e r h ö r t! Präsident Tr. v. Ort er er erteilte darauf dem Abgeordneten Dter einen Ordnungsruf. Es entstand nun eine heftige Geschäftsordnungsaussprache, in der der Abgeordnete entschieden «gegen die Berechtigung dieses Ordnungsrufes protestierte und dabei von Mitgliedern feiner Partei und der liberalen Partei unterstützt tvurde. Präsident Dr. v. Ortever bemerkte, er habe lid) zu dem Ordnungsruf veranlaßt gesehen, iveil der Abgeordnete Auer in provokatorisch^: Weise vorn an die Estrade sich hingestellt habe. Namens des Zentrums erfiarte der Vorsitzende der Partei, Abg. Sern u, daß seine Partei den Ordnungsruf des Präsidenten als gerechtfertigt anerkenne. Schließlich appellierte Abg. Auer au das Haus, zu entscheiden, ob der Ordnungsruf zu Recht erfolgt sei. Präsideitt Orterer erklärte, er werde sich der Entschridung des Hauses, die geschästsordnungsmäßig in der mor gigen Sitzung zu ersolgen hat, fügen.
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R o st a n d s „P rinzessin aus Aus Stuttgart, 2?.. 2
Uraufführung in deutscher Sprache erlebte am Dienstag abend nn Großen .»aus des Stuttgarter Hoftheaters Ed wond Rostauds vieraktiges Drama „Die Prinzessin rlLäu l a " h"_x Prineesse Lomtaine" , beutfd) von tPVelu Bronikvivsti. Las -stuck ut erbeblid. alter als der „Eyranv Avitands begründet hat. Obwohl das stuck Hl ort leit Heben Jahren in deutscher Uebersetzung vor Ä' i b-eU nicht Fuß fassen körnt em.
^örnfltd): denn seine Schoichetlen sind mehr ltirischer als dramaUid er Art. Las Lrama belwndelt die and; von Uhland öinrafSLn °?an^ "Rudelio" besungene Liebesgeschichte des pro vencalt,dstn Lronbadours Iomoy de Rudel, der sich in Liebe zu der ihm nur vom Hörensagen bekannten Prinzessin Mein' !!»ds °°>> Tnpuli» und toicüid,. tothanf tor tubeyiud), tut schtn nutet, uni in den Armen der Geliebten zu 'hm.-tr-.r,^0>wnd hat IN die alte Legende ein neues Motiv hin cuigitragen, indem er den treuen Begleiter und Bewunderer Ionroys de Rudel, den Lroubadour Bertrand, der sich als Send- boke zur Prinzemn begibt um diese zu dem sterbenden Freund aus das schin zu holen, in Liebe zu der Prinzessin oitbrnnwiT 1^ -.tr Kamps zwtickien Liebe und Freundespstick t, den die beiden Landen durchzukampsen haben, bildet den eigentlichen tragischen toltam«». 3IC Kmjn«. il», Ä SÄ
Fu,t8- Prinzepin Meltisinde eilt auf das sd'.iff und verbüüt dem sterbenden sängcr die Todesstunde', um nch dann in ein «Eu, wud, m bm
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<"<■2** ort rag von Ernst Zahn. Stuttgarter Blatter berichten, daß bet Gelegenheit der Vorlesung Ernst Zahns, des bekannten Schweizer Dichters, aus seinen iigenett Dichtungen, der große Saal der Liederhalle bis auf bett letzten Platz gefüllt war und daß die Versammlung Lbspanntester Aufmerksamkeit den Darbietungen des Dichters folgte. Ganz besonders gerühmt wird die Hart Vortragswetfe Zalfns, der ohne alle Tl-eatralik die Gestalten Ienter Dichtungen in voller Plastik herauszustellen wußte utib am Schluß den reichsten Beifall erntete. Man darf wat' erroarten, daß der Dichter auch hier vor einen vollen .vmnie sprechen wird.
",.D^ Burschenschaft Frankonia begeht morgen nachnnttag 4V2 Uhr die Grundsteinlegung zu ihrem neuer urichenhaus, das in der Kaiser-Allee errichtet wird.
" - adenschl u ß am Flugtag. Es sei darauf auf* tnernam gemacht, daß die am nächsten Sonntag eingeführir Verkaufszeit in offenen Ladengeschäften (11—1 und 4—6 Uhr) für die Frifeurgeschäfte nicht gilt. Tiefe haben wie auch tonst bis 2 Uhr nachmittags offen.
r m städtische Elektrizitätswerk hat im
eökn Jahre rechnerisch nicht schlechter abgeschlossen ivie im m>rllU-n^al)rC 1910' wo außer der Verzinsung mit rund Mk. 5o000 em Ueberschuß von Mk. 146 000 erzielt wurde, Schuldentilgung Verwendung fand. Das Ergebnis 11 "l,orern befriedigend, indem durch den sehr heißen und an Regen armen Sommer 1911 durch Wasserkraft 100 000 Üw. stroin weniger erzeugt wurden. Außerdem hat daS Werk für die elektrische Anlage nach Krofdorf in seiner Betrieberechmmg mit in Ausgabe gestellt, also auch dieser Betrag ist eigentlich als verdient zu buchen.
~ rf.** d c ii dw e ch sel Das alte Gießener Gasthaus zum A« t Walltorstraße wurde für 4.S000 Mt.
ftTrn01 d'rt Rodel von Wiesbaden verkauft. — Kaufmann 4 Berdux Rachf., Bahnhofstraße, ha: angrenzend an das Besitztum des Schmieds Vogt, Wolken- gaste ctkva .-o Quadratmeter Hintergelände den Quadrat- Hmter^nd^,^^Ebert. Der hessische Staat nahm für .Hinterland am '-eltorsweg für den Quadratmeter 30 Mk.
machten zahlreiche Gefangene, darunter einen Oberstleutnant. Eine Abtciluim von zwei Bataillonen, die unter dem ttontmanbo des Pionieroberstleutnants Con- stantopulo stand, griff bei W la cho Liv a do zwei türkische Bataillone an, vernichtete sie zum Teil und zerstreute den Rest.
Athen, 24. Okt. (1.40 Uhr früh. Agenee Havas.) Tie griechischen Truppen besetzten Serfidje und die Brücke bei Alrak- m 0N und schnitten so den Türken den Rückzug ab. Diese ermordeten, bevor sie Serfidje verließen, siebzig G i e ch e n und einen Priester. Die Regierung richtete an den Generalissimus und die siegreiche Armee wegen des glorreichen Sieges ein Glückwunschtelegramm.
Athen, 24. Okt. Der König fährt heute abend mit Gefolge auf der Jacht „Amphitrite" nach B o l o und von dort mit der Bahn nach Larissa und Serfidje, wohin sich der Generalstab heute begibt.
Tiirkifche Darstellungen.
Saloniki, 24. Okt. In der Gegend von E la s s o n a sind die Griechen seit gestern am weiteren Vordringen gehindert worden. Auch die Versuche der Griechen, die türkischen Stellungen bei Metsovon zu um- aehen, wurden vereitelt. Die Griechen mußten unter er» heolichen Verlusten zurückweichen.
Bei Egri-Palanka sinden heftige Kämpfe statt, denen große Bedeutung beigemesfen wird. In der Richtung gegen Dschumaibala wird erbittert weitergekämpft. Beiderseits sind starke Streitkräfte herangezogen und in den Kamps verwickelt.
vom türkisch-montenegrinischen ttriegzschauplatz.
Podgoritza, 24. Okt. Die Montenegriner nahmen mehrere wichtige Positionen vor Tara bösch ein, darunter Vraka, Koplik und R i j o l i. Der Stamm Pestribi erklärte, er verhalte sich neutral. Die Montenegriner eroberten den Hof Kraj na, eine für den Angriff auf Tarabosch wichtige Position. Sie brachten Geschütze auf die Höhe. Seit gestern werden eifrig Munition und Lebensmittel von Podgoritza an die Front transportiert. Kanonendonner ist seit gestern nicht mehr hörbar.
Eine Anfrage im englischen Unterhause.
London, 24. Okt. Auf eine Anftage Carlyles im U n t e r h a u s e, ob die türkische Regierung der britischen Regierung Zusicherungen über die dauernde Offenhaltung der Dardanellen gab, antwortete Sir Edward Grey:
-Wir sind uns der schweren Unzuträglichkeiten bewußt, die die Schließung der Straße dem britischen Handel bereiten müsste. Wir tun genau wie bei früheren Gelegenheiten alles Mögliche, dem neutralen Handel die Durchfahrt zu sichern. Aber obe ich endgültig sagen könnte, es sei keine Gefahr vorhanden, daß die Dardanellen gesd)lossen würden, wäre das Einverständnis mit den beiden kriegführenden Parteien notwendig. Wir traten mit den beiden krie g führende n Partei c n i n V e r binbung, aber da das Haus toeiß, was sich in diesem Jahre ereignete, ist es sehr schwer, vollkommen sicher zu sein über das, was sich weiterhin zutragen wird."
Zur Reise Berchtolds.
Das Wiener „Fremdenblatt" schreibt zur italienischen Reise des Grasen B e r ch t o l d:
a?-rr°^c ^9C< bic btute gairi 5uroDa beschäftigt, bildete and) m Pisa den vauptgegenstanv des (R'dankenanStanfches. Bei diesem Anlaß mürbe ieiigviidli, daß auch die zu so großer Schärfe
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-j I luitsict'opM. i jneroirt zu V ;.u .... ^oritenfift 1 iirfe, »Kr ob cs I^S« ,mng der * ; e? mit W» - Provinz» dte 3« uF.f zu Hause g diffe Tiere zur d£brad)t Md l'e L ulcifchvns^ hw ci* r nb zwar roj- sonders aus
in toWM lenbjfrfoin W ßtbiAl* i 'ihn unb im grün Stolt b» Machw jriflj wir cS mit: , j im - Sir sehen ckffmS Leuchenzeit
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er ihr fein Herz ausschüttet, wenn Aerger, Verdruß nnd körper lick>e Leiden ihn quälen: der er seine Triumphe in so bescheidenen Worten mit teilt, diese Briefe find das schönste Denkyial sürBiüdeis groyes, edles Menschentum.
— Das neue Drama von Herbert Eulenberg, ckus Leipzig, 23. L tt., wird uns geschrieben: Gleichzeitig am r.eipz»ger Alten Stadttheater, Dresdener Hoftheater nnd Mnn dinier Hoftheater gelangte am Dienstag abend ein sünsaktiges Liebesßück von Herbert Eulen berg in Jamben, ,Be llndc" zur Uraussührnng. Der Dictzter erscheint hier W1 erften Male nicht iiielyr als der ausgesprochene Renromantiker. Die alte, oft behandelte Fabel von Eiwch Arden hat er an zwei in ihren Voraussetzungen unwahr,cknrnlich.n Personen zu einem modernen pfyck ologiftün Drama zu vertiefen gesucht. Eugen, aus zwanzigjährigen Drsrinslämpfen in weiter Welt reich Krim- kehrend, findet sein stolzes Weiv Belinde verlobt und im Begriffe den lungen Heißsporn Roger zu ehelichen. Sie stösst den treuen Gatten von sich und treibt den Liebenden zur Elle. Eugen und Roger entscheiden nach hartem Streit um Belinde in einem - amerikanischen Duell. Roger fallt Verzweifelt klammert sich Belinde an seine Leiche Run mivbt Eugen duldsam aufs neue um jein Weib: er liegt die Rächte vor ihrer Dur, gewinnt die Berarinte, Verlassene und rüstet froh das neue Fest ihrer Liebe. La gibt sie iut in hod zeitlicher Stunde ik‘n Tod, und er wird ihr folgen. Eine verästelte Psychologie malt uns dies Erleben in breiten fünf Alten, die nod. mit einer echten alten, aber ganz unnötigen Enlenbergflgur überladen sind, einem blöden, eitlen Altiüngferling. Dieser Hyazinth, ein Morphinist und Verschwen der, verschiebt beständig die Wertgrenze und Wirkung des Dramas Vollends leine Eiitlarvung, die stark nack) Kolportage schmeckt ist gänzlich überflüssig und schädlich für das Stück, das zwischen tiefen, eindrucksvollen Svenen und 'den seichtesten Episoden der Konvention l.u und herschwankt.. Dies Liebesstück zeigt Herbert Eulenberg feiner gewohnten, widerspruchsvollen Art, mensdstickst v)eid>icke und Gestalten in Zerrbildern zu sehen, bis auf den Hga smtb völlig untreu, fuhrt tbn selber damit aber noch keinen Schritt vorwärts ,n teiner dicksterischen Entwicklung: er verliert und j-rgibt stch zuviel. „Belinde" stoßt ab und zieht an. Das Er .dineu öer ^nid-anci- iveicht dem Befremden. In Leipzig Imtte e Heun rat .. laaenteig dem Werke eine feiiiaeftiuimte Inszenieruna «naAeften lassen, ^nnd. Bruno Tecarli mit Adele Dar6?' rollin ^hr 'bmnti Zchauspielhanse lieben den Haupt
ullui ibn ganai Kunst des Piuckwlogisierens. „Belinde" wurde sa?1 Jnit '^^lltem nutzeren Beifall auiaenoinnien i,
Wahlen in Norwegen.
Bei den Wahlen zum norwegischen Storthing wurden 15 Anhänger der Rechten und^der Freisinnigen, 38 Anhänger bet radikalen Linken und 8 Sozialdemokraten gewählt. Es finden 81 Stichwahlen statt. Tie radikale Linke gewann von der Rechten und der freisinnigen Partei neun zttcise.
Friede in Tibet.
L. Friedb ■ Sonntag hier a 'wovon einige 1( h. Vilbel, vnb der Gemei toüneubauä Nori ■ ibttn hat jetzt se ■HH) Mark iuri M« ,giskus ma Strafjtn eine En
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