tittry
1t*-.. .n-
‘«nimmt
Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten.
30-35 L 60-:.
öS--
Zs
Setter
uli =•
S 3 0
107-11 96—i.
86-t 7H
cinöe.
Lonystratze 4). 1912;
b ’ m a t f r i & DemA^ t W fl,"ä 2ffleA
Ml
92-s.
91-i.
83-k 70-S
8O-6<
50-56
44-46
43-48
36-41'
. 41-00
E>-
. 62X45
f 60-82
62-64
i«
. 61
schäft.
:i 1912:
ft
79-
77-
18-6:
77-0)
Dr.
B.
89-1).
81-8
83-i-
66—7;
eonneni^ gonnenfc*«-
. 64-66
. 58-60 . 52-56 . 45-52
j- 12,o
Der englische RüftungLtaumel.
Der Zufall spielt manchmal wunderbar. In demselben »lugenblick, wo im englischen Unterhause Marineminister Churchill, wenn auch nicht in ganz unzweideutigen Worten, aber doch handgreiflich Deutschland als den wohlgerusteten Feind des britischen Imperiums hinstellt, da tafelt eine englische, unter dem Protektorat des Wnigs von England stehende ^esellschafi auf deutschem Boden in der Reichs- l'.auptstadt, da schickt sie sich an, im preußischen Herren- hause ihre wichtigen Beratungen zu beginnen. Tie englische Gesellschaft für öffentliche Gesundheitspflege — ihre ossilielle Bezeichnung lautet: „The Royal Institute of Pu bl'. Health, Patron His Mafesty The King" — weilt anläßlich ihrer Tagung zum ersten Male auf fremdem Boden und sie macht gar kein Hehl daraus, „diese außer- o^völmliche Gclcgnhcit für die auf ein besseres Einvcrneh- men zwischen England und Deutschland gerichteten Bcstre- bungen auszunützen". Der Vorsitzende des englischen Er- ganisationskomiteeS, Sir T. Ve.zcy Strong, betrachtete es zugleich für sich als einen Vorzug, daß er als Lord Mayor oon London in der Begründungssitzung der deutsch-britischen ^rcundschastsgesellschaft den Vorsitz führte, der Gefellfchast, hic ictzt in beiden Ländern über zahlreiche Mitglieder verfügt und die mit besonderer Herzlichkeit zur Teilnahme an dem Kongreß eingeladen sind. Als die englischen Gaste diesen Mitttvoch mit ihren deutschen Freunden tm Landc-- ausstellungspark beim geselligen Mahle saßen, da fragte, n(.% bn-j Eis in Form aufgetakelter Schiffe gebracht wurde, launig Pros. Smith, ob das schon die Antwort sein sollte, aus Ehurchills letzte Rede. .
Man Hütts in gewissem Sinne ruhig mit einem Ja ant- worieu können. Lord Ehurchills Hinweise aus Deutschlands ivachsende Flottenmacht und ihre Kriegsbereitschaft lassen rilis — kalt. Ebenso gut wie England sich gegen jebc mog» liche Kombination zu Wasser und zu Lande zu. wappnen sucht, müssen auch wir cs tun. Wenn die engllschen Minister sich ein wenig bemühen wollten, sich in die Gedan- len und die Haut des anderen zu versetzen, vielleicht wurde der moderne Friede weniger kostspielig werden. Aber vor- länfi.1 heißt es: Es wird fortgerüstet, sowohl Huben wie drüben, nicht im Hinblick auf einen Angriffskrieg (wenigstens denkt in Deutschland kein vernünftiger Mensch daran), onbmi, nm auf alle Fälle vorbereitet 5?. l^n. Der Lord der cnnlijiDcii Admiralität.erfüllt ja nur seine Pflicht, wenn er an eine weitere Vermehrung der flotte denkt. Ob es richtig, ob es gar taktisch tlug war, für die Begründung dicher Forderung auf Deutschlands Rüstungen einen ganzen Abend und nod)- einen, halben hinzuweisen, mögen die eng» Wehen Btinister selber entscheiden. In London M letzt mehr als je Deutschland als „der Feind", wenn auch Frhr. von Marschall, Deutschlands Botschafter, samt Gemahlin beim König zur.Frühstückstafel im Buckinghampalast gc-
HM en ®
Weitere Flottendebatten in England.
London, 25. Juli. (Unterhaus.) Asquith gab bei der Etatsbcratung des R e i chs vc r teid i g u n g s a u s , chu,- seS einen Ueberblid über die Tätigkeit dieses Ausschusses, der in- vier ständig tagende Unterausschüsse zerfalle. ^ver erste sei der Ausschuß für die Verteidigung der heimischen Häsen, der zweite befasse sich mit ÜberseenäM Angelegeicheiten, der dritte, dein er die größte Bedeutung zumcfsc, habe sich mit .üriegsange- legenhciten ut b.rajsen. E-. sei ber- ein Buch ausoearbeUel, das jedem Departement für den UriegSsall seine Tätigkeit und sein Bereich der Verantwortung zuweise. Der vierte Ausschun beschäftige sich mit der Militär- und Marineluftfahrt.
A s q u i t h betonte, daß der Reichsverteidigungsaussehuß nicht in die Verantwortung des Kabinetts hinsichtlich der Politik ein* greife und fuhr fort: Obwohl der Ausfchuß nicht die Politik bestimmt, wird er doch in feinen Entschließungen notwendig geleint durch die Rücksichtnahme aus unsere internationalen Beziehungen. In dieser Hinsicht vollzog sich, seitdem wir zur "Regierung gelangten, kein irgendwie geörterter Wechsel in der Politik Ich erkläre das mit größtem Nachdruck. Unsere internationalen Be- Ziehungen werden letzt ebenso wie für den größten Teil Der letzten zehn Hahre geleitet nach vollkommen abgegrenzten bestimmten Richtlinien, die während der ganzen Zeit weder. nach :echts noch nach links abgewichen sind. Welches sind diese Richtlinien . Wir p, legen mit wachsender Herzlichkeit aus beiden seilen. unsnebesonderen internationalen Freundschatten. sie haben die Phungs zeit und zwar die Prüfung bei schlcdstcm und gutem Wetter de standen. Ich stehe nicht an zu behaupten, dasz viele Fragen, wenn sie vor zehn oder fünfzehn Jal-ren aufgetaucht waren,^ic^Unachc
Preis tu, ioo tz Lebend. 6^; tf"*-
M3
damit die Ehe beider ermöglichte, schencl verlegt dm akt nach Rom und läßt an Stelle des Kapers. den Papst Jmiozens den Elften als deux et machina auftreten.
Nach den Forsclmngen von Mentz im BezirkSarchio zu Üolmat und im Statthaltereiarchiv in Innsbruck war die «Grundlage der Sage ein ganz trockener Erbsttcit und PeleidigungSprozesj, der nach seinem aktenmäßigen Inhalt sästverlich euren Dichter hätte begeistern können. Der Vater der Schwarzwaldliebe >>ung- Werners Otto Rudolf v. Schönau wurde am 1.5. Februar in Ensisheim geboren, wo fein Vater Mitglied, der Regierung war Er brachte es zum Obervogt der Herr,chatten Lamenbnrg und' Rheinfelden, „auch der königlichen Maie,tat zu -'örwamen obristen Leitenant". In erster Ehe war er mit ^nna Eliwbeth v Rosenbach verheiratet, die ihm den Sohn Franz Rudolf sä-enkte. Seine zweüe Fran war die am 29. Juli 1606 in Dörnach geborene Marie Salome Zurheim. Bon ihr dämmten u.a. Marut Ursula — Scheffels Margarethe — geboren den öl. Mat 16.^, und der Sohn Otto Heinrich. Die Ehe des asten ^F^^berrn mit Leonor Montfort du Plessys und ihre Eroberung durch das? böse Rauchen, die frübere Vereinsamung und Margarethe — mit dem Mater Hiddigcigei die einzige Erinnerung an all die Pracht — das alles sind Trete Schopnmgen schcncls. ^tto Rudolf v. Schönau starb spätestens 1642. Seme zweite Fraw überlebte ihn mindenenS um 48 Jahre, a-en S^tlhrreniitcC erbiilten erst seine Söhne, und die am Id. August 163V g.Lorenc Maria Margarethe v. Schonau hat in mit Wernco
Kirckhofer nichts zu tun. Tie Familie v. Schönau war mit der im Jahre 1657 etwa geschlossenen Ehe der Marie Ursula^ mit dem bürgerlichen Kttchhofcr sehr, wenig ^verstandm.
beiden Söhne suchten ihn aus ^adutgen unb bem österrcich zu vertreiben und weigerten ,idb »enter Fr Ml tbr vater HdXö Erbe herauszugeben. Der Lbervogt U^^^enourg^ dec Oberst Grammont, verbot ihm sogar da- Betreten tron ötaM und Herrschaft Laufenburg und ließ.ihn „lrnss^ch^venolgm. Werner kirchhöfer riet den L-chutz »eines Landesherrn, des Erzherzogs Ferdinand Karl in Innsbruck, an und erret. te leden- »'al?s so viel, daß seine persönliche BelaNigtmg aufhorte und lerne Verfolger energisch zurechtgewiesen wurden.
Ue9bcr den Ausgang des ErbstreUes enthalt«! die von Mentz gefundenen Aktenstücke leider nichts, ^ranz Werner jnrchho^eL war ein angesehener Marrn »n <>ackingen und bettcidet- mchr^ Ehrenämter Zwei inner Lohne, Vans ffribk uno -JO“” ffriDlt, beugen dafür, daß Werner Den hl. ffnbolm, ben Lchutzpatton des9 Rheintals, ebenso ehrte, wie cs nach Scher»el iwa, heut,- oer Bau-Gmann nur den Bergen tut. Aus einem bet Mentz cb- (icbrutftcn Schreiben vom 14. November 1660 ersehen roa, baß er sehr wohl „Liner von der ffeber'7 war und auch vom römtmxm Reckt mehr wußte, als. eZ der „Trompeter" wahr haben will.
den Sinn dieses Gesetzes cingebrungcn. Dieser Sinn nämlich, eine geringe Materialocrmehrung bei einer großen Aeitdcrilng unb Verbesserung ber Organisation nnb einer erheblichen Erhöhung des Mannsch.iftsstandes ist in Deutschland feit Monaten nach allen Richtungen erörtert worden.
Bezeichnend ist, daß der englische Minister betonte,^ das Mittelmcer dürfe nicht in dem Maße von Streitkräften entblößt werden, wie früher geplant. Oesterreich wird hier der schwarze Mann. Es hat auf Einflüsterungen eines anderen — gemeint ist der deutsche Eaiser — sein Schlachtschiff- Programm aufgestellt. Das einzige, was Oesterreich tut, st, daß es wie alle anderen Mächte, die überhaupt ttnegs- fd;4ffc haben, von dem 15 000 To.-Schlachtschiff zum 2000» To-Schiffe übergeht, was auch Argentinien getan,tyat, dem man gewiß nicht zum Vorwurf machen wird, daß es darnach strebt, eine große Seemacht zu werden. In Wirklichkeit geht ja aber alles, was Großbritannien im Mittelmecr tut, gegen Italien. Erst unlängst wieS eine britische Zeitschrift darauf hin: „Von Malta könne England mit M'om- manboflimmc zu Italien reben." Nun sollen vier ber stärksten Linienschiffskreuzer (vom „Jnviciblc"-Typ) in Rialta ständig stationiert sein. Wie sieht es plötzlich nut dem angeblichen Miitelmecradkommcn, mit Italiens drel- bundwidrigcm Flirten aus?
Mag England noch so eifrig weiterrüsten, wozu die Kolonien, vor allem Kanada, auch den Geldbeutel weit aus tun sollen, mögen die englischen Werften das Verlangen nach beschleunigter Bauausführung trotz des Mangels an geschulten Arbeitskräften und der verschiedenen Ausstande wirttich erfüllen, mü die genügenden Mannschaften sür die Besatzung der Schisse, eventuell unter Einführung )er Dienstpflicht, finden, eines wird das stolze Albion nicht verhindern lönnen, daß auch andere Völker ihren berechtigten Teil an Secgeltung verlangen. Auch andere 'Jiationcu wünschen ihren Welthandel zu schützen, wollen ein Won in allen Weltsragen mitsprechen tonnen, wie es ihrer Macht, ihrem Ansehen, ihren Interessen entspricht.
von Rcibungcn, möglicbcrwcise von Mißnnnmungcn und noch dilimmcrcn Dingen abgegeben hätten. Aber denken cic an das, waS mitunter von denen velgessen wird, die untere auirpartiflc Palittt kritisieren Diticnigen Madüe. die nut uns in bcwnders frmnbftbafilidKn Beziehungen gestanden haben lind glucklidier- weise nod) stehen, sind die Muckte, mit denen nur in verw',cd.men Teilen der Welt ui enge und intime Berührung «Kbr.v.t: muV Znnschen uns und jenen Großniuwten, mit denen nur ständig in enge Beziehung gebrockt sind, ist die Geschick,e der letzten acht Jotzre, wie ick mit Befriedigung femtolle, eine "ü»ee .uc weckiclseittgcn Verstehens, des Freisein- von Re,bungcii unb ber wackstnden Herzlichkeit und Loyalität. Wmn ick »oge, die Mackte, die glücklicherweise mit uns in diesen intimen Beziehungen stehen, ,o erkläre ich zugleiä), w,e ich e-> schon mehr nnc einmal getan habe, daß unsere Freundsclwst mit ihnen in keiner Wnie auS- schließcndc Frenndschasten sind. ('Beifall.T Ich sage mit Ucber- Ic.junfl, baß wir keinen Anlaß haben und soviel ick weis», keine Gelegenheit für einen Zwist mit irgendeinem Lande in irgeiid- ’finem Teil ber Well. (Beifall.) Wir blicken olnie beit gering,um Argwohn und ohne Unzufriedenheit, im Gegenteil, mit Gleichimit unb mehr als Gleichmut aus solche besonderen Unterrcbungen und Meinungsaustausch wie sic z. B. inrikbcn Rügland und Tculidi- lanb slatlgcnmden haben. Unsere Beziehungen zum großen ^cut- sdxii Reich sind in diesem Augenblick, wie ,ck mich Treue sagen zu können, Beziehungen vollkommener ismint iw,,
nuncn guten Willens. Ich bin gewiß, bau eS toahridKinlui) so bkibcit wirb Üorb Öalbane innditc amang bicseü >>ahu-, in Berlin einen Bcsnd) unb trat in Unierredungen und Ü^'miuigS- n, ii seither im Genie -----
rffreinibschaft auf beiben Seiten fortgesetzt süib. v)ck »reue niick, sagen zu können, baß wir den Vorteil der Teilnahme eines ganz ausgezeichneten Diplomaten haben, den der Kai,er m bie- Inno gesandt hat. Beifall Ich sage, unsere ...
in keinem Sinne aussd)ließeiidc Freund,diasten. imb ba? aus sehr guten Grünben. Das größte Interesse Großbritanniens i, ier Friede der Welt. Wenn nnglüdlidn*rroei,"c hier unc überall die Ausgaben für die Rüstungen in beklagenswerter W«se nwchicn, so gibt es keine Macht in der Welt, die nicht ganz genau weiß, baß, soweit wir in Betracht kommen unb soweit wir gezwungen werben, an biejcn Ausgaben teilzunehmen, wir keinen aggreisiven Zweck verfolgen. (BcisallÜ Wir begehren Feinen Gebietszuwachs Wir haben weder den Wunsch, nod) fühlen uns verludst, Dav Gebiet unserer Verantwortlichkeit irgendwie zu crrocilcni.
Diese Verantwortlichkeiten erstrecken sich über d,e ganje Zbeit.. Wenn wir gezwungen sind, die Fonds, die wir letzt auf dae Erhaltung insbesondere eines Uebergewicksts zur <see verwciwen^ anberat ergiebigen vorteilhasteren Zwecken zu entziehen, wird diese Ausgabe von uns einiad) als notwendige Versid>crung der enormen inneren unb äußeren Jntercsien angesehen, deren getreue unb wachsame Hüter bic Regierung unb baö Parlament: sinb unb sein müssen. (Beifall.) ~
Hierauf ergriff ber Führer,da: Opvosltwn Denar L-aw bas Wort: Bor zehn Jahren beherrMen wir fUtecn, ^.utc beherrfchai wir nur bic Nordsee. Ich mochte nickst behaupten,^ daß etwas diese Acndermig verhindern könnte, aber in ber kritischen Zeit taten wir alles, was wir konnten, um die . lenbcrunff zu erleichtern unb zu beschleunigen dadurch, daß wir tn den Jahren 1906, 1907 unb 1908 nickst bic genugenbe Zahl von ^chinen aus Stapel legten. Dieser Wechsel veränderte unsere ganze Stellung in der auswärtigen Politik. Air können nicht länger in der Stellung ber Isoliertheit beharren nnb m verhaltnrs- mä,ziger Gleichgültigkeit gegenüber ber GrupoieniNg der Machte. Der Schlüssel unserer auswärtigen Politik sollte emu stet-, unb beharrliche Frcunbschast mit den Mächten sein, die mit UNS in ber Triple-Entente vereint sind. Jede Mächtegruppierung bc- güiistigt den Frieden, obsckwn sie den Krieg niäst unmöglich macht Ich kann der Lehauptiing nicht zuuimmen, daß England niemals Oesterreich und Italien in Knegszelten gegenüberzuircten gezwungen wird. Sie gehören beide zum ^rnbund. Wir worM äußerst töricht, wenn wir nicht die Möglichkeit »ns Auge sasstcn, daß andere Mächte des Bundes teilnchmen konnten an Dem Kriege, bai wir möglicherweise mit einem Mitglieb des ^.reibunoes i^ihrcn.
Der Streit um den Neuhoj bei Leihgestern.
Von Fritz Sauer.
Das Augustincrchorhcrrcnstift Schüfenberg war in Lelhgcstern
»SW
hätten sie ja gewonnenes ölncl gehabt aövc eine
Ä nicht
Ni äst vorhanden. JUs Iah Tvirtirfwihnn.i bcs Landgrafen von SteinbadKt Mud)Ciiemfunite die Eittlckkibung ocs r-
Hessen zugunsten Sdstsfcnbergs Gru'w an g nz ,
LMZMMZ NZWWZMM MZMWMEZ
ffÄ.«.18«
MZWEMMW ,ViCb3cbc^llYiiadtUbk MscLng'd?r Gemeinde Leihgestern gegen-
Eines"muß aber auffallen: der Kern der englischen Neuforderung war fdjoii üt der Rede Churchills vom >18. März dieses Jahres enthalten. Da war aber noch nichts von der dcutsdfeil Flottcnvorlage bekannt. Und. dod) soll dcr englische 'Nachtragsetat die Folge des neuen deutfd)en Flottengesetzes sein. Uebrigens sind unsere Betternjenseits des Kanals, den sie samt der Nordsee am liebsten mit Panzerplatten pflastern möchten, verhältnismaßig^spat^in
Der geschichtliche Trompeter von Sädingen.
<ra;r lesen in ber „Straßburger Post": Archivbirektor Hal in einem Vortrage, ben er in öraburg t.
gehalten, und in einem jüngst in ber Alemannia enrfnenaien AuT- über Werner Kirchhofa: und cke ocrreii von Lchocnau bas Fundament bloßgelegt, au» dem die Sage unh damll auch <-c^nel- 5ang vom Trompeicr von Sa dingen beruhen. Nack) der ^gc, bic Scheffel in Sädingen von einem Burger Broglie criuhr, war Fran; Werner Kirchhofer ein Bürgers,ohn und. Mitglieb der Haus^pcllc bcs Frhrn. v. Schönau. Zwuchen ihm und» Mar^e Ursula, der Tochter des Frccherrn, «ittpann ,ich ein Liebesverhältnis. Der Vater suchte dem ein Ende zu madjen^tnbem er die Xodncr an Den Kaiserbof nach Dien »andte. Jung ferner zog m her Welt umher und nach Roin. ,chl,eßlich auch nach Wien. Vor dem Stephansdom begegnete ihm bie Geliebte, bie ba W™1 Anblid in Ohnmacht siel, -ber Kai,er wurde durch biae treue £iebe so gerührt, daß er Werner in den Adelsstand» verletzte und
. 52-66
• 53-65 :e
. 46-60
. 42-45
• 48—52
über zunächst ihren Zweck ersüllt, da bic Nachsolgcr der Augustinn- d.orherren aus Schifsenberg, bie Ritter bes dcutichai Lrbens, zunächst im Besitz aller Freiheiten auf ihrai^Gütern zu Leihgestern !nb auf bem Neuhof Laren. Aber brr Streit lebte wiebcr au, bie Gemeinde Leihgestern bestritt bm Orbcnsherrn ihre Vorrechte, unb bie Sadjc kam vor ben Grafen Johann von ^aiiQU,ben Erbe bc-5 Merenberger Anteils an ber Gleiberg er Erb,chatt Nun
zeigte cs sich, baß bie Lrbcnsrittcr ihrcn Vorgcmgern, ben Augustt- ncrn, bankbar sein mußten für bie Hille, bie s,e ihnai m ben Fälschungen an bie Hand gegeben hatten. Gras Johann von Nassau beauftragte feinen Amttnann zu Gleiberg, ^iu»ch von Micvclbad» mit ber Schlichtung bes Streites, ber in ber Urfunbt.
sehr laLL bezeiLnet wirb. Gr nmrbe 18o6 iugun,ten der Daltsäwrdensrittcr entschieden, nachdem die von den Rtttern vorgclegtcn alten Briefe unb prwi egta „ufw deme dage oistilliche wol besehen und gelesen.wurden . -ticie alten Brne,c warm die schon erwähnten Fälschungen yiit den Jahren 11^. (lLlc mcittia) und 1235 (Entscheid Gras Wilhelms^ von ^ubingenX Die Urkunde über die endliche Beilegung des -ttates, der uba: 100 Jahre gedauert hatte, spricht den LrbcnSinttern aus Schissen- berg das Recht zu, einen Tag vor der Gemcuide zu ^ntai und^ wenn es nötig sei unb ihnen bequcmlich bunte, ihre Fewer burd) einen besonderen Schützen bewachen zu la,sm. Außerdem legt diese Urkunde ber Gemeinde Leihgestern bie Pflicht aus, zu allen ihren Gefchäftm ohne segliche Widerrede cinm Probst oder sonst den Obersten ber Kommende Lchmcnberg zuzuzlehar. ^umtt Ivar ber Streit aus der Welt geschafft und bie schißenberger genofien fürber unangefochten ihre Vorrechte.
^stieinals auSprob'^"'^ ni F sie tW*
Ä onbe«"
t t»l q r f f c i
?lcht vom 24.
Uh« 63), Kalbes I
^abends 7.30 .
rirMangt
”3-1
Sreitag, 26. Zull 19(2
162. Jahrgang
Erstes Blatt
M. 174
Oe in n<t>ret s
8 GlehenerAnzeiger
^ernsprech - Anschlnffe:
R§W General-Anzeiger für Oberhefjen »nnahme von Anzeigen Rofationsdrud und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch. und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und vruckerel: Zchulfttahe 7. L vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnyofftrahe 16a.______________________________
monalUck viertel
iährlid) 'Bit ?.2
.'Ibholc* u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch die Post Mt2.— niertd- lährl. auttckl. Ttestella, Zeilenprecs: lokal IbPf, auSivän» 20 Mennig.
6 befrtbafteur: 21 Goeg. BerantivoNlich für ben politischen Teil: Angnst ZAociz; für .ffeuille- lone,,93erim|d)ic-3* uni> .Gcridusfaal-: LL Reu- raib; für »Stadl und Land": E.Hcg'. für den Anzeigenteil: P. Beck.


