Ausgabe 
25.1.1912 Zweites Blatt
 
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39-42

Vermischtes

80-82

89-42

Zusammen:

1

2(1)

eine

THT

Meteorologllche veobachtungen der Station Gießen.

^1!

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Z

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2

Nebel

, 211

Am Dienstag

itenb ist tu Berlin die telegraphische Nachricht enigettoffen, bflß tet Ballon .Otto Lilie nthal^ des Berlnter Bereuis für ^u t- ck.iffahrt am Montag in der Nähe von Kiew in Rußland ge- Inibet ist. Ter Ballon, bellen Führung Leutnant klno r z e r halte tnb in dessen Gondel sich noch zwei Herren unb cme -tarne Ql.

1.., . . . . p -. .... . vah 1*rti 1 Wt nniprprn

5ür Erwachsene

100

100

5 1

4,6

2

2

2

ES starben an:

Kindbettfieber Blutvergiftung Keuchhusten

6.8

1,6

0,1

4951

4849

49-51

47-48

9

10

10

1

3

1

1

83-89

74-78

7281

1 1 1(1)

KD 2(2) 1 1 1 1(D 1 3 1 1 2 (1)

24

24

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58-62

103108

96-101

86-90

79-83

Jan.

1912

:43,9

<43,5

41,0

6365

6263

68-65

61-62

46-50

4043

39-42

35-38

29-32

63-64

57-61 5256

4650

Mk.

5053 50-52

46-49

9092

8991

82-89

7681

7379

6670

H Ztz

Ganz zu Unrecht nimmt man vielfach an, Scotts Emulsion eigne sich nur als Stär- kungsmittcl für Kinder. Ihr Gebrauch empfiehlt sich auch für Erwachsene jedm Alters, wenn ihre darniederliegendm Kräfte einer Neubelebung und Wiederausfrischmg bedürfen.

w«.

B*»i

SSW SSW SSW

Höchste Temperatur am 28.

Niedrigste * 23.

Ntederjchlag: 0,1 in in.

Lnftschiftahrt.

1250 Kilometer im Freiballon.

vis 24. Januar + Ifi *°- , 24. , + 14*0.

Bollsteilchige, auSgew^ höchsten Schlachtw. . .

Vollsleijchige, jüngere . Zar, en. h u ij».

Bollsteiichige ausgemästete Färsen höchsten

Lchlachtwertes . . . . . . . . - -

Bollstetichtge auSgemä'tete Kuh« höchsten

Lchlachtivertes bis zn l Jahren

Wenig gut cuiiuiütite parsen . .....

'Heitere üu5geiuäftete Kühe und wenig QiU ent- nudelte jüngere Kühe . .......

Mäßig genährte Kühe und Färsen .... Si öl v ec.

Schifte Mastlälber

AUUlere 'JJlau- und beste Saugkälber . . ' . geringere tUtajl* und gute Saugkälber . . . geringere fcauglalbec........

o dj a ' e.

Weidemastschafe:

Geringere Ataiihammel unb Schafe ....

Schweins.

Bollsteischige Schweine von 80100 kg Lebend­gewicht ......... - - - -

BoUsleischige Schweine unter 80kg Lebendgewicht ^oUfleischige todjroeine von 100120 kg Lebeiid- gewicht.........

Bollftetschige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht ..............

Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

1(1) - -

2(2) - -

stcistahrer belauben, hat somit euie strecke _?on l-o0 Kilometern lurütfgelegt. In Berlin herrschte über das -Lchickial des Ballons irofee Sorge, da er bereits am Sonntag vormittag um 9 Uhr l'linuteu aufgeftiegen war uub unbedingt am 'Montag landen iiuBle. Warum das Telegramm von der Landung, das überdies n»s Warschau datiert ist, mit einer faft breiBigitunbigen o srspätuiig in Berlin eingetroffen ist, bedarf noch der -mu»

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n9 Beilegt.

,lt? k'n fionfut, * Als L öwiniann befliß Gesangverein ®f.

ange. iRiün,

e Tochter des SiQ0I. ?bb. Falckenbera, E- ktrdt im 23. ü(;:

6,4 87

Lungeiientzündung NhachiliS Ohrenentzündung Lungentuberkulose Herzleiden Gallensteinen Selbstmord Lebensschwäche__

Summa: 15(5) 9(3) 3(1)

Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

gewicht Mk.

»t ii 8nhWM« igerW f» dm B» lilt morben, i«il

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rvöchentl. Uedersicht der Todesfälle L d. Stadt Sietzen

3. Bloche. Bom 14. bis 20. Januar 1912.

Einwohnerzahl: angenommen z»i 31,300 (intl. 1600 Btamt Militär) Sterblichkeitsziffer: 25,1 70 nach 2lbzng von 5 Ortsiremden 16,64 u/oo.

Kinder

Nur echt wit

. bie'tr starte -

Scotts Emulsion £3=

r.6. Wiesbaden. D iehbos-Marktberi cht vom 24. Jan, Auftrieb: Rinder 70 (C äffen 16, Kühe 54, Bullen 0), Kälber 295. Schale 23, Schweine 480. .

Marktvcrlaui: Großvieh regc5 Geschalt, Schweine und Klein­vieh bei mittlerem Geschält aufcoerfauit

Tendenz: Rinder rege, Kalber, Schase und Schweine mittel.

Brei« hir 100 Pld.

Lebend- Schlacht-

der Erntefegen groß sein.

Hieine Tageschrontt.

Die Deutsche Geweihausstellung in Ber l i st ist außer­ordentlich mit vielen in Deutschland erbeuteten Trophäen u 350 Rothirschgeweihen und mit außerordentlich vielen exotischen Lücken entstand am Dienstag während der Vor­

stellungDie Bluthochzeit" im fürstlichen Theater durch emen Brand auf der Bühne mit starker Rauchentwicklung eine Panik. Doch gelang es Geheimrat Grube, das Publikum zu beruhigen.

In der vergangenen Nacht ist die Familie des Klempnn- meisters Pampfr in Lermsdorf in Schlesien durch Eui- atmen von Gas, das einer am Lame vorbeisuhrenden Leitung entströmte und durch den Keller in das Wohnhaus drang. Der» ailtet worden. Tie Ehefrau, zwei. Toch er und cm <-ohn nnbtot, der Ehemann wurde zwar noch lebend aufgefunden,

DampferTroms5" wegen einer Schadenersatzforderung von 90 000 Mark bei wincr Ankunft beschlagnahmt worden. Er, hatte bei der Fahrt durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal einen großen Leichter angerann: und zum Sinken g^raafl.

MZärtie.

Limbnrg a. d. Lahn, 21. Jan. Fruch t markt. Turch- iclmittspreis vro 5?:alter. Roter Veizen (naiiaullcher) 17,o0 1U , rceiüer stueizeu (anqeüaute Fremdsorte) 1.,00 Korn 14,10 ä., Ettite: tiUtteL-gerfie uu.OD -JJiL, «raugeritc 13,00 illt. ymer

Erbjeu Bit. 0,00, Karwffelli 7.608,. 0 Ä

Ochsen.

Vollsteischige, oukgemästete, höchsten Schlacht- wertes in, Alter von 4-7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (iingejocbt) . . Junge, steisct.ige, nicht auSgemästete unb altere auSgemäilete......

Niaßig genährte junge, gut genährte allere . .

Bullen.

* Eine heftig» Exvlosion ereignete sich gestern in einer Wäschepulverfabrik in Charlotten bürg ioö LLafche- pulver wird aus Natriumsuveroxyd hergeitellt, das (ich aus un­erklärliche Weise entzündet hatte. Xie Explosion war so stari, daß Wände eingedrückt und Oefen zertrümmert wurden Tas flüssige Metalloxyd brannte einen Fußboden nach dem unteren Stockwerk durch unb verursachte noch in einer wei teren Fabrik das Ausbrechen von Feuer. Tie H-cuerwehr hatte einen schweren Stand, da immer neue Explosionen ersolgten.

* T i e B e v ö l k e r u n g von Groß-Berlin. Mch dem soeben erschienenen Doppelheft 8/9 der Statistischen '.Monats­berichteGroß-Berlin" belief.sich die Bevölkerung der an die Berichterstattung angeschlossenen 86 sämtlich im Umkreis von 15 Kilometern um das Miner Rathaus belegenen. Gemeinden und Gutsbezirke am 1. Oktober des vorigen Jahres aus 3788 403, wovon 2 066 413 auf Berlin selbst entsielen. In diesen Gemeinden wurden im September 6681 Kinder geboren, wo­von 211 Totgeborene waren. Tie aus das Jahr und xauseiid der mittleren Bevölkerung hiernach sich ergebende Zisser der Lebendgeborenen stellt sich auf 20,79, während aus Berlin selbst die Ziffer von 20,26 entfällt. Tie Zahl der Sterbefalle in den 86 Gemeinden belief sich im September ohne xotgeburten auf 4834, was einer auf das Jahr und xaufenb der Etleren Monatsbevölkerung berechneten Ziffer im Betrage von lo,o3 entspricht, während diese int Bormonat unter dem Einfluß der infolge der damals herrschenden Litze stark gesteigerten Säug­lingssterblichkeit nicht weniger als 18,38 betragen hatte, du* den Wanderungen ergab sich cm Gewinn von 19,49 ober 11,5 pro Mille bei der Berechnung auf cm volles Jahr und die mittlere Bevölkerung.

* Kann eine Künstlerin eine gute Mutt er s et n? Auf diese Frage antwortete Mr. William Rapp, der dritte Gatte der Frau Schumann- Öeink, gegen den bte Künstlerin die Ehe­scheidungsklage cingereicht hat mit einem entschtedeneii Nein. Mr Rapp wurde natürlich auch über den Grund der Uneinigkeit zwischen den beiden Ehegatten befragt und gab folgende Erklärung: , Es ist unmöglich für eine Künstlerin, eine gute Mutter zu fern, unb Frau Schumann-Heink ist der größte Fetnd ihrer..Kinder Sie erzieht sie zur Trägheit. Bon ihrem Standpunkt ist sie gewiß eine gute Mutter, aber vom Standpunkt eines amerikanischen Aiannes begeht sie schwere Fehler: beim dieser will die.Kinder dazu erziehen, daß sie sich aus sich tetbU verlassen und für sich selbst sorgen können. Ich versuchte ihr Berttanen.zn gewinnen, aber die Kinder nahmen ihr ganzes Herz und ihre Zeit m Anspruch, und ich wurde von den Kindern beleidigt. Ich war ihr Manager unb konnte ihre Ersparnisse von 120 000 auf 2 Millionen Mark erhöhen. Sie nährte unb tleibete mich unb gab mir eme Schla - fteUe Meine Frau war die Brotverdienerm und ich ihr Angestell­ter, und das warfen mir ihre Kinder bei jeder Gelegenheit vor. Ich habe es ertragen, solange es ging, aber letzt wünschen wir beide die Scheidung."

* Warnung vor einer Schwindelakademie. Bon P a 1 er mo aus treibt feit Jahren eine sogenannteAccabem ia Fisico-Chimiea" ihr Unwesen, deren angeblicher Zweck bie Förderung ber physikalischen Wissenschalten ist, währenb tatsächlich die Leiter unter Ausdeutung ber Eitelkeit von Gelehrten unb des Reklamebebürsnisses von Industriellen auch des Auslandes gegen tzergäbe mehr ober minder erheblicher Geldbeträge Diplome und Auszeichnungen vertreiben. Diese sind ohne.leben Wert, da dieAccademia" weder ernst zu nehmen ist, noch irgendwelches Vertrauen verdient, sei es als Bereinigung an sich, Jet es als wissenschaftliches Jnstttut. Wie die Ständige AusstellungSkom- mission für bie deutsche Industrie mitteilt, haben die Leiter vor Jahren auch versucht, eine Internationale Lygteneausstellung in Palermo zu inszenieren, die jedoch in Verfolg etnes von der bärtigen Staatsanwaltschaft eingeleiteten .Verfahrens nicht zustande kam; das Verfahren mußte gegen denPräsidenten' ber Gesellschaft, weil dieser inzwischen verstarb, eingestellt werden. Bor etwa Jahresfrist künbigten daraus die den ictzigen Voriitz derAcca­demia" führenden Personen eineDauernde Musterausstellung für das Gesutücheitsmesen" an. In den hierfür gemieteten Räumen sind die Ausstellungsgegenstände m einem bescheidenen Schrank untergebracht, worin etwa 60 Fläschchen und Buchsen obne jede Ordnung durcheütander liegen. Nach erner Aeußerung des Präfekten von Palermo erscheint es als sicher, daß es bte Absicht der Ausstellungsveranstalter ist, sich aus ben Ausstellungs­gegenständen unrechtmäßigen Vorteil zu verschaffen und sich die von den Ausstellern gejorderten Betrage für Unkosten und Ver­leihung und Diplomen Und Auszeichnungen anzueigneii.

*Der Januar in Rußland. Die zweite Hälfte des Januar ist für den russischen Bauer voll wundersamer Tage. Der 16 Januar entsckfeidct nach einem besonders im Gouvernement Kostroma herrschenden Aberglauben über das SSmterfutter. xer 19 der Tag des heiligen ?Nacarius, beftrnimt das künftige & etter Ist er klar und sonnig, so gibt es einen zelligen Frühling. Auch der 20. Januar muß das Wetter verkünden, verrscht an ihm von früh bis spät Schneegestöber., dann wird bie Butterwoche verfebneit; ist jedoch nur eine Hälfte des -Lage» von Schnee­treiben erfüllt, bie andere aber klar, so kommt der Leni sellig. Am 24 Januar prüft ber Landmann die Spitzen des Getreides. Streben sie gerade aufwärts, so fällt die Ernte schlecht aus und es wird teuere Zeiten geben. Neigen sie sich aber, so wird

ZU

ner.

- 23. Januar 1912, r".

on Mittel Ist angeta MM zu haben. «

MineralivassngesM-

Übeln Mmeralwaiic Mlage eine Tauscha Bezeichnung das nait len. Nach eingehend be allgemein inttttiii». kohlensaure ist edae meilten Mineralivai< onseroierung, um nc r groben Zusatzes r Natron, Kochsalz ck > Wasser dürste nur i en. Wesentlich für ta urlichtt Gehalt an S n enthält auch Mima h sein Wasser nicht c unterscheidet. Zed: indestmak an Minn: , um nach der jfi -Nauheim stastgehckr Masset bezeichnet w. ißt mehr alsÄ- Angeklagten schützt M- denn auf Grund ,igt halten, sein Lm aufen. Dies hört al

cusuiis.

om Schöfiengertcht nw- ngnis verurteilt toorie er versucht, nachts.ine ner eines TienilmMv chen flüchtete aber in»

Strafantrag, rer ii schwächen, daß er and aber feinen Gl-ck chen. Tas verurteüS

Opprabation befanm gibt. Auf 'Grund der Auslegung, die das italienifckc Ministerium dem neuen Sanllätsgcsetz gegeben hat, haben bann auch eine ganze Reihe deutscher Aerzte, bte ftm in italienischen Kurorten niedergelassen haben, ihre Praxis aufge- geben um nicht ben Strafbestimmungen des italienischen ^amtab? gesetzes zu verfallen. Nunmehr hat aber der Besitzer eines ber größten tzotels in Pegli, an dem feit Ihren deutsche Aerzte bie kurärztliche Praxis ausuben, eine Entscheidung bei dem Gericht in Gericht in Genua herbeigeführt, bie sich in direkrem Gcgenfatz zu ber amtlichen Auslegung des Sanitatsgesetzcs stelli Es wurde in ber Verhandlung klargestellt, daß jeber llalieniickx: Arzt m Deutschland ungehindert seine Praxis ausüben könne, lotern er sich als in Italien approbiert bezeichnet. Llus drei em Grunde müßten au dxDie deutschen Aerzte das unbeidirannc Recht haben, in Italien zu praktizieren. 'Irr Gerichtshof hll biefcn Stand- Vunlt als berechtigt anerkannt unb imol geben en bte von italie­nischen Aerzten eingeleitete Klage abgetviesen. Rach diefer Ent­scheidung kann man annehmen, daß die Aerzte, die unter Geltung ocs neuen Sanllätsgesetzes ihre Praxis in Italien aufgegeben haben, diese nimm ehr ni.d^er imbebelli rt uberuel.mcu tomicii.

ftrnlmoa 3üX&el7 unb toauUDerlaöl je - X»Pttn.________________

Siche- schmerzlos wirkt das echte Radlaner'kche Hübner sicneruii.» ... ccfat aus der Kronen vlvothere-

«crün ^ .S. ^evot in Sn meisten Avotheken und Drogerien, lei'*'

Airchliche Nachrichten.

Evangelifche Gemeinde.

Donnerstag, den 25. Januar, abends 8 Uhr, im Matthäus- aale: Btb°lstun->-. (Bilde- aus d« A--st^e,ch.ch.e.>^

Israetttifchr Religionsgememde. (Bottcstknft in der Synagoge (Süd-Anlage).

' Samstag, den 27. Januar 1912:

Vorabend: 5.00 Uyr.

Moraens: 8.45 Uhr.

Äeter des Geburtstages Sr. Majestät des Deutschen Aaiser».

Nachmittags: 3.30 Uhr.

Sabbatausgang: 6.00 Uyr.

Irraelilifche Nellgionrgesellschast.

Gottesdienst.

©abbnt'ei er am 27. Januar 1913:

Freitag abend 4.45 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Feier des Geburtstages Sr. Maiestat des Deutschen Kaisers.

Samstag nachmittag 3.30 Uhr.

Sabbat-AuSgang 6.00 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Uhr, abends 7.00 Uhr.

Die feindlichen Brüder und ihr Freund.

(m 9 Juli v. I. hielt bet Kricgervercm zu Reuters e>n Prers- i Jt, rtfr 'lur Tvcicr des Tages verhieben ich drei Bruder un?r tortigm Schaft um würben deshalb vom Schöffen-

. At in Lauterbach mit bm Geldstrafen belegt. Ein »rrcunb her Taalöbner S>. K II. von Wallenrod erhielt eme ic%aft weil er 'ich in den Streit eingemischt und mit einem i kle geschlagen habe K. legte Berufung ein und wies nach, _t nur einen Stuhl gefaßt gehabt ha^,ang^ich um ibn bei rte zu schieden und den ötretf zu fchlichten. Er iintrbe Tret- orochen. ,. , - .

Verbrechen wider die Sittlichkeit.

Ter Schulverwalter L. T. von Ilbeshausen hat sich an einem |t ulknaben unsittlich vergangen. Er wird Archen als tuch- fc"j bie aber immerhin s-chs M ° n° te G e, ° ng n I» betragt.

Unter Ausschluß der O-Uentlrchk-tt

,.-de hieraus gegen die träfe« Snbabeiin.

f - Dilberg" in Bad-Nauheim, bie 36 ^5obre alte ajtitn >r-. f vit in Frankfurt a. M. wohnhaft, verhandele Sie wird be- V ibigt, ihr Lokal mr Animierkneipe ausgeblldet unb iin oH iaen Treiben von Kellnerinnen wifsentlich um ihres Vorteils -ist'-n Vorschub geleistet m haben. Nach Wiederherstellung der [. s'-mlichkcii wurde das Urteil dahin kündet, sm» einschkumger tic<i4 für die Schuld der Angeklagten nicht geführt in. Es er tklgte Freu predjung.

GerichtssaaU

* Offenbach, 23. Januar. Ter aus Frankiurt stammende vandler lethjii öoöer hatte auf dem hiefigen Wochemnarkt RindSwurstchen tauft, die mit ihrem besonders straffen Aussehen die Uufmerk-

Winkelt des tauienbeii Publikums erregten. iWet bctb Mi eien bie .fchöneill NindSiviirstchen, die nach drm ^igebnis dn Un:ttiud)iing einen starken Prozeiilsaß Wasser enthielten. -Ua rend vn Hochsfall em Wasserzufatz von 5u-60 Prozent ruläfsig »st, wiesrn f f *lüritcben über 71 Prozeill Wasfer auf. Hader muß ferne Wasfer bwuten, bie >h»> =om Cflenbad)« 6c)5flengedd)t wegen versuchter NahrungimittelMchung out«.

Tc6' Wiesbaden, 28. Jan Da« Lhri st g -1« - n Di« Pschorr-Brauerei in München, bie seit Herbu y. -3s. ben hie II n? r städtischen Ratskeller gepachtet hat, beschädigte seit Eroffiiung

3 Reuanrants u. a. bie drei Küchenmabchen Antome Jung, 'u L und Antoine Seiler. Tie Alädchen halten von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts schwere Arbeit zn verrichten. Zu Weihnachten b 'mn jede der brei einEhrinkiiibchen- von je 5 Mk. Ader als ^äochen kurz nach dem Fest ben Tienfl quittierten, erhielt jtöe || Qi, jünf Alark Weihnachtsgeschenk an dem zu zahlenoen restlichen

" hi roieber abge6ogeiL LaS Gewerbegericht beschasttgte sich heute 'TiA ver Sache. Es verurteilte die Pschorr-Brauerei jur ^erauagabe

H m Geschenks, da der Abzug gegen bie guten Sitten ^rslcme.

üeiojig, 23. Jan. Tas Reichsgericht verwarf die Ralston . ^LoÄvernii'eteriiiBoigt, bie am 16. Oktober 19 1 vom schwur- acrllll Eheinniß wegen Giftmordes an ihrer Tochter und

L-um r°d°. °u ,w°i Jahren fünf Monaten Zochthan« und ; SuO Mark Geld st rase verurteilt worden war. In der Revisions Ifajtift waren nicht weniger als 36 Rügen vorgebracht, bie aber janiilid) als belanglos erachtet würben.

_ Eine aufregende Szene im Gerichtsfaal er- d,niete sich am Dienstag vor einer Abteilung bed SchöNCligerichts 'Berlin- Mitte. Auf die Anklage des Diebstahls ^hatte sich eine Frvu M. zu verantworten. Sic^lcugnete entschieden, diei iu sein, wurde aber von einem Stubenmädchen auf das bestimm iem als Täterin bezeichnet. Der Gerichtshof kam zur U(cherzeu- mmg von der Schuld der Angeklagten, ^n demselben *iugeiu Uid als der Vorsitzende, Amisgerichtsral von uvr-esckvw, das auf 2 ytonale lautende Urteil ^verkündete, erwnte^^von der An­il. icbank her ein furchtbarer ^er: dte Angeklagte nefver- :niiielt aus:Ich bin Unschuldtfl, fo wahr ich bte es 'ilt hier trinke!", setzte ein Fläschchen an den .Aund urt traut cs leer. Natürlich entstand im Saale ein ^^etnciner s;rnuQrr Nach der ersten Hilfe brachte man die Lebensmüde ,i nt Krankenhaufc Nloabit, wo ihr ber Atagen ausgepumpt murtK. liischeineill) wird sie keine bösen Folgen erleiden.

Schadenersatz wc gen Aufhedung b obung Auf Grund eines Eheversprechens hatte eine Kon- wriftin chren früheren Verlobten, der dw Verlobung aufgehoben !svtte, auf Schadenersatz verklagt, den ne damit ^gründete, tmß [ sie veranlaßt habe, ihre Stellung aufzugeben, und^ sie mwlge Xsicn ctimt ein Jahr ohne Stellung gewesen jeu. er BeNagte Jtiitt eine Verlobung, denn es ^en loLder Ringe gewechselt, Lüi Anllindigungen derselben veronenllicht. Er habe das -der hltnis deshalb abgebrochen, weil seine Eltern demselbenernst- 'ihen Widerstand entgegengesetzt und sich dauernd von ihm los- rsagt haben würden. Uebrigens könne die Klägerin in keinem

lalle ben Gehaltsausfall des ganzen ^^s, m dem sie stellenlos var verlangen, denn es hatte ihr frcigestandr.n, in ihre alte Stellung zurückzukehren; hätte sie dies getan, so ^areffie nur Ciua ein Vierteljahr stellenlos gerne,em gencht Os

mbrüd verurteilte den Beklagten fedoch zur Zahltmg der ganzen - forderten Lumme. Ringwechsel und Verlobungsanzeigenjeien sicht erforderlich, um eine Verlobung rechtsverbindlich zu machern 'er Bcllaate habe die Klägerin einem Kollegen al» seine Braut doraestellt?cr habe sie geduzt und ihr Verhältnis und Benehmen hide aus Ünparteiische den Eindruck gemadjt, daß sie verlobt seien. Li aenüqe zur Annahme einer Verlobung. Einen Grund zum !stIträt h°b° si- Ln nickst gegeben; -nch kunnie -fe mcht »n- nuutet werden, in ihre frühere Stellung ^"ekintretern Vom brrlandesgericht Gelle wurde diesen Aussübrungen beigetreten, I bcmertte3 noch folgendes: Auch der ernslliche Widerstand der Litern und die Gefahr eines dauernden -äerwurMisses mll ihnen Iinne an sich als wichtiger Rücttrlltsgrund nicht sofern ächt diesem Widerstand erhebliche Tcllsachen zur Selle standen, iclche nad) der in den Gesellschaftskreisen der Verlobten hernschen m Auffafiung bet sachlicher Würdigung, eine Losung des Vn obnisses als berechtigt erscheinen lassen wurden. Solche Tatsachen titn hier aber nicht geltend gemacht.

lärung._____________________________

Universitäts-Nachrichten.

Deutsche Aerzte inItallen. Eine für d e u t s ch c n Italien pro! tizierende Aerzte, wichtige Entscheidung ., wie wir derKlin.-therapeut. Wochenschr." ein nehmen, vor ierzem der Gerichtshof 'in Genua gefällt. Im vorigen Eahre uzurbe in Italien ein neues Sanllätsgesetz erlassen, nach dem ;x Italien nur solche ausländische Aerzte praliizieren imrkn, He entweder sich der dortigen Staatsprüfung unterzogen bauen,

.ber bereit loeiinatftaat au choen italienischen Aerzten ohne llb-

' .{.ging eines besonderen Examens die Ausübung des ärztlichen

; .j truf» gestattet. Wunderbarer Weise Hal nun die italienische , .Legierung Tcutsa)land nicht unter die Staaten gerechnet^ denen ,8 bLe Vergünstigung der Reziprozität zuteil wird, obwohl ist a.cutsch- ij Imd jeder ausländische Arzt zur Ausübung einer Praxis berech- j ti«gt ist, sofern er nur auf feinem Schild das Ursprungsland Kiner