Donnerstag, 25. Januar 1912
162. Jahrgang
Zweites Blatt
r. 21
Lrlchetnl mff Ausnahme des Eomuagi.
General-Anzeiger für Sberheffen
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unö Verlag öet 'Stühl’ldjen . Buch- und ©tembrudereL Lange, ffiieBeiu
Ans Hessen.
Aus dem Finanzan-schuh.
dir» (lefthnitL Ech« ).01? vro Beniner K i£lcrn frei ins Haus «chubecker & i&tta adnneiibetfler1-
scher Interessen von Ossenbach htnbgcgcbcn worden
Von einer Seite wurde demgegenüber daraus Ifingc« wiesen, daß diese Vorkommnisse kerne Veranlassung dazu bieten könnten, die Selbstverwaltung der städtischen Pvliz i in Essenbach ausAuhcben. Diese Vorgänge seren n i d) t | o schlimm und könnten überall auch Vorkommen, wie dodi der Transportarbeiterstreik in Darmstadt mit seinen Gewalttätigkeiten ja aud) unter Aussicht der staatlichen Polizei vorgekommen sei. Detngegenübcr nnc-3 die Regierung daraus hin, das; ein solcher Auszug, wie er in Osseiibach stattgesundeu habe, in keine Parallele ;mr Ausschreitung n g den können wie das Umwerfen von Möbelwagen Tort habe cs fid) um ein planmäßiges Vorgehen einer erregten Menschenmenge gehandelt, deren Zusammenwirken inni seitens der Polizei hätte voraussehen und verhüten müssen.
Nächste Sitzung des Finanzausschusses morgen vormitiag 9 Uhr.
9iotanondDnia Unwersuäls R.
Die ^Gtetzeaer LomiliendläNer- werden dem ftln*ftqer- otermal wöchentlich betqcleqi, bad „Krfiiblati tir de» Kreis riehen" »rorimal wöchentlich. Die „raudwirischattlichen ocU» fragte*' erfchemen monaliich zweunat.
Der neue sächsische vollsschulclesehentwurs.
Dor einigen Tagen ist dem sächsischen Landtag ein ^.eaierungseutwurs über eine Neuregelung deS Volksschul- uesens zugegangen. Ta wir in Hessen vor der gleichen ?rage stehen, sind die Ausführungen von Interesse, die wie in der Korrespondenz des Deutschen Lehrervereins über d c sächsische Vorlage finden. Es heißt da:
Wer eine in jeder Beziehung den Bedürfnissen der Gegenwart, dem leiste unserer Zeit und den Forderungen ■ bar modernen Pädagogik Rechnung tragende Gestaltung >des sächsischen Volksschulrechts erwartet hatte, wird von bem Entwurf zum neuen sächsischen Schulgesetz mit einiger Itnttäufdfung Kenntnis nehmen Die Beseitigung der gerft lichen Orksschulanfficht, die Einführung der obligatorisch, n Mdd)ensortbildungsschulc, Verbesserungen auf dem Gebiete Ik» Fortbildungs« und Hilfsschulwesens, dre Uebertragung des (übrigens gleichfalls reformbedürftigen) Disziplmar- N'chts der Beamten auf den Lehrer: das ist so ziemlich (j les, was als Fortschritt im Entwurf angesprochen wer-
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Redaktion, Eroedittou und Druckerei: vcbul- ftraße 7. Exoed lion und Verlag öl. fRebaftion:e^ 112. Tel.-VldruAujeigeriAieven.
diese nicht auskommen zu können.
________ _______________ Sodann gab bezüglich der Verstaatlichung der e sein, sie soll ihren konfe sionellen Eha- Polizei in Offenbach Minister v. Homberg k eine j ■ ' -■—*-—über bic dringende Notwendigkeit
lereits in den 90er Jahren und dann
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Walltorstraese 3t-
Telephon 6J5 Dir.: KARL OH!
bs. Darmstadt, 24. Jan. An der heutigen Sitzung des Finanzausschusses nahmen wiederum Regi? rungsvcrtreter teil. Es waren anwesend: Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister Tr. Braun und Minister v Hom bergk, ferner die Geheimen Räte Best und Weber sowie Mi nisterialrat Hölzingcr. Es wurde zunächst eingehend die burd) die Reichsversid;erungsordnung veranlaßte Lrgani sation der Versicherungsämter und des O b c r Versicherungsamtes besprochen. Tie Regierung rechtfertigte den Standpunkt, daß sie nod) drei oder vier Mittelbeamte sowie eine Anzahl von weiteren Gehilfen als Minimum der Organisation, die notwendig sei, gefordert habe. Auf andere Weise lasse sid) ber burd) bic Reichsgesetz- gebung nötige Beamtenapparat nicht Herstellen. Zu Kapitel 30 (Kreisämter) wurde den Klagen aus dem ÄUs- schuß über allzu reichliche Anwendung von Wagenfahrten durch die Kreisämter seitens der Negierung durch den Hinweis auf die Herabsetzung der im letzten Jahre verbrauchten Summe um etwa 7000 Mark begegnet. Tic Regierung verlangte, nachdem sie einen Brems erlaß an bic Kreisämter hat ergehen lassen, daß diese Notainina burd; ein seine Tatsachen belegt werden sollten, sonst könnte sie in dieser Richtung Aenderungen nicht cintretcn lassen. Jedenfalls habe sie bic strikte Anweisung gegeben, daß nur in
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Ocutfcl^e Kolonien.
Staatssekretär Tr. Solf in London.
£ London, 24. Jan.
Ter deutsd;e Staatssekretär für die Kolonien Dr Solf ist vorgestern abend spät in London eingetrosscn und hat auf Befragen einen Vertreter der Presse gebeten, mit der größten Bestimmtheit zu dementieren, daß er hierzu gekommen sei, um mit der britischen Regierung den Plan einer ganz neuen deutschen Kolonialpolitik zu besprechen. Der Minister fügte hinzu, er habe in den Zeitungen allerhand Dinge über dentsche Bestrebungen und Absichten mit Bezug auf die a f r i k a n i s ch c n K o l o n i e n Portugals gelesen und über die angeblichen Hoffnungen der Alldeutschen auf diese, aber abgesehen von diesen Pre,;'- äußerungen wisse er nichts über solche Absichten. Ausreden Fall habe aber sein Besud) in London mit diesen Fra- gen nicht das Geringste zu tun. Dr. Soli sagte weiter, er müsse am Samstag zum Geburtstage des Kaisers wieder in Berlin sein und werde dvher -die britisdw Hauptstadt am Donnerstag wieder verlassen. Der Haupt" z w e ck seines Besuches sei, mit englische it K aufleuten und Geschäftsleuten Fragen zu besprechen, die mit dem Diamanten handel in D e u t i d) - S ü b io ejt • Afrika zusammenhingen, über Sd;leismethoden usw. Iw Verlauf seines Besuches hoffe er auch bic Beamten des britischen Kolonialamtes kennen zu lernen.
Gleid;zeitig veröffentlichen die englischeit Zeitungen undf eine Erklärung der portugiesischen Gesandtschaft in London, bic besagt, baß bic Behauptung, Portugal sei bereit, seine Kolonien zu verkaufen, vollständig ans Erfindung beruhe. Die Erklärung erinnert daran, daß ber portugic i)d)C Premierminister ebenso wie ber Minister des Auswärtigen in dem portugiesischen Senat am 18. Januar nod) aus drück lid) erklärten, baß bic auswärtige Politik Portugals auf der Basis der Allianz mit Großbritannien fortgeführt werden würde, und daß infolgedessen auch bic Kolonialpolitit des Landes im Einklang mit dieser Allianz bleiben müßte. Ganz im Gegenteil, so fährt die Erklärung der Gesandtschaft fort, bic portugiesische Regierung habe bic Absicht, bic portugiesischen Kolonien und zwar gerade die in Afrika so gut und so weit wie möglich zu entwickeln, zu diesem Zweck habe mau sich entschlossen, eine besondere Kolonial- bank zu schaffen, deren vornehmster Zweck es sein werde, bic Entwicklung ber Kolonien zu förbern.
Abteilung lagen die Dinge ebenso; auch in ihr konnte ber Doktorgrad nickst vergeben werden. Und nicht viel besser sah es in der gleichen Fakultät an der Universität Moskau aus, wo im Perlaus von fünfzehn Jahren von 109 Studierenden nur zehn bic Doktor- und zwölf die Magisterprüfung bestanden. Dabei läßt sich der russische »Staat bic Ausbildung junger Gelehrter recht bedeutende Mittel kosten So wurden im Zeitraum von 1886—1900 nicht weniger als 1 017 280 Rubel für 512 Stipendiaten ausyegcben, bic sich zu Professoren ausbilden söllten. Bon diesen 512 haben nur 175 den Maqistergrad erreicht, so daß der Krone jeder Magister auf 90Ö0 Rubel, also auf mehr als 18 000 Mk zu stehen kommt. In den letzten neun Jahren hat sich dies Verhältnis noch beträchtlich verschlechtert. Für 167 Stipendiaten wurden 306 000 Rubel verausgabt. Da von diesen 167 nur 27 ihre Magisterprüfung bestanden und von diesen 27 wiederum nur 7 den Doktorgrad erreichten, so hak die Krone jeden Doktor mit mehr als 40 000 Rubeln bezahlt. Diese Tatsachen sind eine grimmige Verurteilung des ganzen russischen Universitätssystems, an dem nun schon seit fünfzig Jahren vergeblich berumturiert wird. Das Ministerium ber Volksaufllärung will nun einen Versuch wieder aufuehmen, ber bereits im vorigen Jahrhuuberk zweimal gemacht worben ist: es will an ausländischen Hochschulen besondere Seminarien errichten, in denen die russischen »Stipendiaten unter der Kontrolle der örtlichen Professoren in einem zweijährigen Kursus für den Professorenberuf vorbereitet werden sollen. Die ansländischen Professoren sollen dem Ministerium für Volksaufklärung über bic Fortschritte der Stipendiaten laufend Bericht erstatten und eine ungünstige Note würde die sofortige Entfernung des Studenten aus dem Seminar zur Folge haben. Das Ministerium hat für Juristen, die sich dem Zivil- oder Kriminalrecht widmen wollen, zunächst die Eröffnung eines Seminars in B e r - [ in in Aussicht genommen. Ein gleiches wird zur Ausbildung von Physikern, Ehemikern, Geologen und Geographen in Tübingen und von Mathematikern in Paris geplant.
Soweit die Absichten des Ministeriums für Volksaufklärung in Rußland selbst durchgesickert sind, haben sie starten Liderspruch hervorgerufen. Man sieht darin eine Ban- icrotserklärung ber russischen Universitäten unb glaubt nicht an die Möglichkeit ber Durchführung. In ber Tat ist es
Der Niedergang der russischen Universitälen.
Cy. St. Petersburg, im Jan.
Schon seit Jahrzehnten hat es sich mit aller Deutlich- herausgestellt, daß es mit den russischen Universitäten cdenkUck^ bergab geht, daß Rußland nicht rn der Lag >k, das Lehrmaterial für seine Hochschulen selbst au be
I -reiten und daß diese nor einem raprbra ftejen^
f kürzest sind 1 16 Lehrstnhle an russischen Hochschulen I inbesctzt, und ber akademische Nachwuchs ist gerobt I in den letzten zehn Jahren, in denen die wissenschaftlich», libcit an den Universitäten durch die dauernbell Unruhen •mmer und immer wieder unterbrochen wurde, auße s daß bei bet Mehrzahl der Professoren, di? augenblicklich die Lehrstühle besetzt Halten, ein wissen- ck.aftlicher Tiefstand herrscht, der sie zur Ausbildung lunger belehrter völlig ungeeignet macht. Nach den Erfahrungen, )ie das Ministerium für .Voltsausklärung gefummelt hat : und öffentlich feststellt, begnügen sich diese Herren damit ; ü)ie Kurse herunkerznlesen, und haben, sich in ihrer etcl limg sicher fühlend, ihre eigentliche wissenschaftliche Aort- hilbung langst an den Nagel gehängt. Es tit unbegretflid), siaß man diesen Mißstand nicht schon längst zu beheben versucht hat. Das genannte Ministerium ist fetzt von der Dringlichkeit einer Abhilfe überzeugt und hat eine Vorlage jur den Ministerrat vollendet, laut der junge Gelehrte ;iim Zwecke ber Ausbildung ins Ausland kommandiert derben sollen. Auch nach bem bisherigen Modus wurden syon Studierenbe auf Kosten der Regierung ins Ausland ci'fanbt. Aber die Ergebnisse ivarcn höchst unerfreulicher flct; die meisten dieser sogenannten Kronstipendiateii brachte rs nicht einmat zum Magister-, geschweige denn zum Doktorgrade. .
Nach statistischen Angaben machten ui ber Zeit von 1890—1909 an der juristischen Fakultät in St. Petersburg 60 junge Leute den Versuch, bie gelehrte Laufbahn gilt dem Gebiete des Zivilrechts einzuschlagen Von diesen icchzig Aspiranten haben nur zwei bie Magisterprufung kftanben, ein um so erschreckeiideres Ergebnis^ als diese 'Jciifung keineswegs hohe Anforderungen an die Kandidaten jte'-llt unb von ihnen nicht einmal das Wissen eines prcuß.- icWn Referendars verlangt. Zu der phyfito-mathematischeu
Arbeiterbewegung.
Ter drohende allgemeine Ausstand der englischen Kohlenarbe'ter wird für die englische Grubeninbustrie ernste Folgen haben. Schon jetzt gehen, wie bekannt wird, große Aufträge für England verloren. Die französische Regierung hatte um eine Offerte für Lieferung von 30 000 Tonnen wallisischer Kohle während ber nächsten brei Mo- im höchsten Grabe unwahrscheinlich, daß die Regierung auch nur eine bessere Auswahl ber Stipendiaten trifft, bic wohl die erste Vorbedingung wäre. Bei dieser Auswahl ist bisher nicht ber wissenschaftliche, sondern ber politische Maßstab angelegt worden und außerdem hat dabei n )d) ein gefährliches Protektionssvstem mitacspielt. Nur dadurch ist es einigermaßen verständlich, daß bic Ergebn.ssc so niederschmetternd waren. Eine weitere Frage ist es> ob sich ausländische und namentüd) deutsche Hochschullehrer von Ruf werden bereit finden lassen, diese Schnellfabrikation von russischen Zukuilftsprofcssoren zu übernehmen unb dabei eine Aufsicht ansüben, wie sie unserem Begriff von akademischer Freiheit nicht entspricht.
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Mein Urgroßvater und der Alte Zrltz.
Herr Dr. W. Bruchmüller in Leidig schreibt der „Köln. ZlqAllgemein bekannt ist wohl bic Geschichte: „Der Alte ,^ritz und der Müller von Sanssouci". Aber nock) ganz unüe^ lannt ist, glaube ich, bic Geschichte, die meinem Ururgroßvat-?r/ dem Oderbruchmüllcr, mit dem Alten Fritz passiert ist. Und doch ist es eine wahre Begebenheit, deren Hergang sich münd!ich in unserer Familie fortgeerbt hat und die hicr erzählt^sci. Unter den vielen Motoniften, die aus dem aunervreutzischen Teutschland dein Ruse des Großen Friedrichs in das von ihm urbar gemachte Sderbruch folgten, befand sich aud) mein Ururgroßvater. Er muß ein lebhafter, energischtn und unternehmender Mann gewesen fein, den eine gewisse unruhige Tatenlust zu immer neuen Unternehmungen anreizte. Zunädfst ließ er sich im Oberoderbrud; im Dorfe Manschnow bei Frankfurt an der Oder nieder, wo er mit einem Sandberge die ersten drei Windimihlen, die das Lder- truck) sah, erbaute. Von diesen Windmühlen erhielt er den Namen Bruchmütler, so daß sein alter Name über diesen neuen vollkominen in Vergessenheit geraten ist. Nur einige Jahre jedoch hielt es mein Vorjahr in Manschnow aus. Als auch das Mittetodcrbruch durch Tämme trocken gelegt worden war, ging er nach seiner alten Heimat, ins Anhallische zurück, führte oon dort eine Schar >t Konnten ins Mittetodcrbruch und begründete dort mit ihnen in der Nähe von Wrietzen das lori urüdnitz, w»für it da ,r c Leh .schulzeiiamt daselbst er: i lt Kaum,daß biet'. I nisten angem -g n batten, in der neuen Heimat etwas warm zu werden, da erschienen russische Agenten im Oderbruch, um im geheimen lni- tragc ihrer Kaiserin, die bekanntlich eine anhaltische Prinze, in mar, deutsche Auswanderer nach Rußland in ; ic Wolganiederungen z u locken. Auch der Lchnichulz von Neuäidnitz ließ sich gewinnen. Er soll, so erzähll man sich bei
oon den städtischen Beamten unb ber Stadtvcrorbnctcnver- fammlung gewährleistet werbe. Die Einrichtungen ber bärtigen Polizei feien seit 1903 sehr mangelhaft gewesen, unb nur besonders energischer Truck hätte cs ermöglicht, daß (ist bei seiner Stellung zur Konfessionsschule selbstverständ- neue Schutzmannsstcllen geschaffen unb auch die inneren litt Der Geistliche bleibt als solcher Mitglied im örtlichen Einrichtungen, wie Einteilung der Ltadt in Reviere, 'Eiii- rchuloorstand und übt, da der staatliche Bczirksschulinspektor führung von Personalbogen vorgenommen werden tonnten, der Kirche anscheinend nicht genügt, auch weiterhin bic Aud) heute sei aber bie ganze Schutzmannschaft von der -ufsickft über den Religionsunterricht aus. Kirche unb Bürgermeisterei unb bamit von der ^>tadlverordnctenvcr- Lchnlc bleiben dem Kultusministerium unterstellt; bie alte sammlung so abhängig, daß von dort eui Oinsiutz aus-
slorbcrung ber Schulmänner nach einem besonderen Unterq geübt werbe, weldfcr ^icht dazu biene, den
Mill* Q richt-Ministerium bleibt unerfüllt. Tas bered)- Dienst in einer freien zu besorgen.
Nlll / I fl tiatc, durchau im Interesse bes inneren Schulbetriebes Es sei vorgekommen, baß bic Schutzleute von ber ^>tabt,
llUi fa I V» liegende Verlangen nach größerer beruflid>er Selbständig den Beamten und ber tab10erorbnctenücrfantmtung_nidit
fiil des Lehrers wird nicht berücksichtigt; burd) die Einfüh- in Schutz genommen worden seien, andererseits, daß ^tabt» tuna bes >wuptlehrers wird die bisherige Selbständigkeit verordnete unter Ausnutzung die,er Eigenschaft in die Auto- enier aroßen Anzahl von Lehrern kleiner Schu- rität ber Schutzlciitc eingegriffen hatten, jedenfalls hatten ten eher noch beschränkt Tic Vorschläge für die Schutzleute oft einen Halt bet ihrerworgesetzten Behörde das Lchrerkonfcrenzrecht widerspredfen den nicht gefunden. In dem Fall des Aufzuges, welcher am Forderungen einer wirklichen Selbstverwaltung durch- 18. November 1910 unter Führung des fozialdeniocrattschen ai« Was ber Entwurf an Bestiiirmungen über die Schü- Redakteurs Kaul stakigefunden habe, habe stch kern Schützin r» a v l einer 'Haffe (50 als Höchstzahl) unb über mann blickest lassen, obgleich e n solcher Aufz- g latte voraus- bte Pslichtstiindcnzahl bes Lehrers (32 wie bisher) gibt, gesehen werden können, unb obgleich er inber banzen ^tabt steht mit den Ansprüchen einer zcitgemäßeii Schulhygiene durch den ruheftörenden Lärm und bic Beschimpfung unb n dit im Einklang unb wird cs zu einer durchgreifenden Bedrohung die höchste Aufregung hervoigerufen habe Nur Hebung der sächsischen Volksschule kaum kommen lassen, durch eme Trennung von lokalen Emflu sen und durch ^tel- A^lcs in allem: eine großzügige, auf modernen Grund lung der Polizei „unter das Kreisamt sei vollftandige Un- satzen aufgebautc Regelung des Volksschulwescns bringt ber abhängigkeit gewahr leistet, und dieses verlangen sei auch kntwurf nicht -__in einer Versammlung des Vereins zur Wahrung stadti^
bei kann.
Gegenüber den großen Forderungen einer freieren fjeltanfdjauung versagt ber Entwurf. Sachsen soll auch weiterhin seine S t a n b e s s ch u l e, bic Dreiteilung ber Schule nach bem Stande ber Eltern in cmfache, Imittlere unb höhere Volksschulen, behalten. Der Entwurf überläßt es den Gemeinden, ob sic bic boch vor allem im ,..... ---.- .r
Ltuatsintcressc gebotene Vereinheitlichung ihrer Schulen Ausnahmefallen, die bejoiidcrs zu rechtfer.igen seiei., ^agen- iuc allgemeinen Volksschule durchführen wollen Selbst sahrten vorgenommen werden dürfen, wenn Gelegenheit zur Beseitigung des Schulgeldes, dieser sozial rückständigsten zu Eisenbahnfahrteii vorhanden sei. We^er erlauterte bie oller Kopfsteuern, kommt es nicht; auch hier zieht sich der Regierung ihren ^taiibpunkt der^^Notwendigkeit der: drei ( tittourf hinter das Recht der Gemeinden auf Selbstverwal- Kreisamtmanner, bie seitens der Kammer im letzten Jahre Ä Ung zurück und schiebt den Gemeinden die Entscheidung auf den Inhaber gesetzt worden waren und erklärte, ohne | tat Über zu, ob sie Sck>ulgelb erbeben wollen ober nicht. n’,3F“ IU Tnmip11
V Ai sächsische Volksschule soll auch in Zukunft eine Kon -
I!oÄer baniad)1 strebt die politische und'kirchliche Ortho- eingehende Aufklärung loric — nicht bloß im Religionsunterricht, sondern auch der Verstaatlichung. . ..
» im gesamten übrigen Unterricht zum Ausdruck gelangen später ,ei tbcm Jahre 1903 hakte das Kre^amt Mit aller I lassen. Die Schüler werden, wo es halbwegs geht, nach Energie darauf gedrängt, das; die Offenbacher Polizei au^ ! ter Konfession getrennt in besonderen Schulen unterrichtet, den Händen der etabt in bic des S:.aates ub6ehe, weil oauz gleich, ob dabei der Unterricht der Minderheit ober nur dadurch bie vollständige Unabhängigkeit der Polizei auch beider Konfessionen an Wert verliert. Daß der Enk- ™ uno her Stadtverordnetenver-
irurf trotz der Beseitigung der schlechthin unhaltbaren geist- lidicn Ortsschulanfsicht die vermeintlichen Rechte der Ä i r d) c auf die Schule mit größter Vorsicht wahrt,
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