Drittes Blatt
162. Zahrgang
f rcbetni (ägllA mit Ausnahme bei Sonntag!.
Adresse.
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torad), fand bei dem flröfitcn Teile der Abgeordneten Wider- Ter Beifall am Schlüsse seiner Ausführungen wird
ft Die Runzeln und ihre Bekämpfung. Es gibt wenige Frauen, die vor den Runzln nicht Angst und Abscheu emv- ianden: Gelten sie ihnen bod) als die unwiderrufliche Anbmdigung des Alters! Diese Einnahme trifft indes nicht ganz das Richtige,
Staatsausgaben will sie Mc gedeihliche Weiterentwicklung de. Landes fördern. Mit dem Großherzog hegt die Hammer den dringenden Wunsch, daß das Verhältnis Reich nicht $u größeren Leistungen verpflichten möge. Tie Crbnung der Fi nanzen durch allmähliche Tilgung der Staatsschuld hält die Mamma für geboten Tie Vorschläge über die Ausgestaltung des Lehrer bildungswesens und über die Pflege der scliulcntlasseiien Jugend wird die Kammer gerne in Beratung nehmen. Die Kammer bat es mit (tzenugtiumg begrüßt, daß die finanziellen BerhälNiisse es gestatten, der Erhöhung der Bezüge der Beamten ujro. näher zu treten Eine Erhöhung der Zivilliste wird ihr Ziel ebenfalls in einer Erhöhung der Bezüge der betreffeiiden Funktionäre suchen Es wird die Hoffnung audfleiprodKii, daß dadurch fcinc steuerliche Mehrbelastung eintritt. Sollte sich dies nicht erntög liehen lassen, so sollen die neuen Vorschläge ernsthaft geprüft werden Tic Ma mm er sieht mit Interesse dem Gesetzentwurf über die Ansbringung der Kosten der höheren Schulen und der Novelle zur Revision des Volkssckmlgesetzes entgegen.
Abg Ulrich ^Soz.) ist mit der Absendung der Adresse einverstanden. Er wolle aber eine Meinung darin ziun Ausdruck gebracht wissen, die Meinung mimlidj, daß es als eine höchste und ernste Ausgabe unserer Landttäiide angesehen iverden könnte, die Kautelen, ivelch- in das neue Wahlrecht gegen das allgemeine
Samstag, 24. gebruar 1912
RotanonSdmck und -erlag der Br üblichen UnwersitätS - Buch- und ©tembnidereu 9L Lange. Ließen.
Million
Redaknon. Expedition und Druckerei: Schnl- straße 7. Expedition und Verlag: H-
Stfbafnome^l 12. rel.-AdruAnzeigerwi«sei».
rede gehöre. ---...
litte bandele, könne er sich nicht einverstanden erklären, da der Zweck der geforderten Erhöhung nickt klar zum Ausdriick komme.
Tic 911'0a. Brauer Bl'd. , Molt hon (Ztr. und Bor Heimer (Ztr.) halten gleichfalls einen solchen Zusatz nicht für
und gleich^' Wahlrecht eingesetzt sind, zu beseitigen. Er beantrage deshalb, solgenden Zusatz einzuschalten: „ersuchen jedoch Ew. Kgl. Hoheit, dahin wirken zu wollen, daß alsbald die dem gleichen Wab'rechl entgeoenstehenden Mautclen !'s itigt werden".
Abg Tr. Osann inatl.) tritt diesem Anträge entgegen, da jo sonst bei iedem einzelnen Satze der Antwortadressc die verschiedenen Meinungen der Parteien zum Ausdruck kommen könnten, und das üben'rfyrcitc doch den Rahmen einer derartigen Er bittet deshalb, den Antrag des 2lbg. Ulrich ab»
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zulehnen. .
Abg Tr. Grünewald (sortschr. Bp.) iß ebenfalls der An» sickt, daß ein solcher Zusatz nicht in eine Antwort aus die Thron
Mit der Form des Satzes, der von der Zivil-
||tte Rühener KamUiendlätter" roerben dem h- Jlnjeiger' viermal wöchentlich beigelegt, ba!
,’lreiiblati für btn Kreil Eiehen" zweimal , röchentlich. Die „randwlrtfchastUchev leit» frage!" erscheinen monatlich zweimal.
■ - . l?r Ztant mit dieser Flage näher beschäftigen möge. Es
Ä 11 and) anznnehmen, daß eine derartige Vorlage die Billi
I 5Ä T] cuig der Kammer finden wird, da jich auch der Abg. Iw W II bauer als Vertreter des Bauernbundes mit dem Vor
Sitzungsbericht.
Mer Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um Vs 10 Uhr bittet, da einige der Herren Abgcordneteil ben gleichen Namen
5tm, doch stets bei Namensnennung in der Diskussion den Zu- Wobiwrles gebrauten zu wollen. .. „ ,
Ten ersten Wegenftanb der Tagesordnung bildet die Antwort is amni'r auf die Thronrede an den Großl)erzog. Aus die Bagc des Präsidenten, ob man auch diesmal dem alten Brauche n solle, eine Adresse an den Großlwrzog zu senden, antwortet Haus einstimmig mit Ja. Es wird dann in die Beratung Ab die vom Vorstande vorgescklagcne Fassung cmgetreten.
fllic Adresse hat folgenden Jnlmlt: Die Kammer dankt für «Vertrauen und erklärt sick bereit, der Wohlfahrt des gel leckten Mftk Alandes zu dienen. Es wird daim daraus hingewiesen, datz dte ■«Bm.-r bei ihre>n diesmaligen Zusammentreten auf Grund des Uri Wahlgesetzes in ihrer Mehrzahl aus unmittelbar gewählten ■Krbnctcn besteht. Sie stellt dann mit <yrcubcn die Besse- her Staatsfinanzen fest. Durch größte ^variamleii in den
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesien
zuführen sind: überdies geht die Runzelbildung größtenteils auf Sorgen, sowie aus das geistige Erleben zurück, das Lleichfalls im Gesichte seine Spuren hinterläßt. Ter beliebte Gebrauch vieler verschiedener Schönheitsmittel, insbesondere mich scharscr Seifen, womit die Gesichtshaut so oft geplagt wird, um sie, wie die Frauen hoffen, glatt und geschmeidig zu machen, — dieser Gebrauch führt gerade zur entgegengesetzten Wirkung: er greift die Laut an, die, ihres natürlichen Fettgehaltes beraubt, um so schneller einschrumpft. Eine andere Gefahr bilden die heute so beliebten Entfettungskuren. Wenn die moderne Frau Spuren von nahender Fülle an ihrem Körper wahrzunehmen glaubt, so meint sie, gleich zu radikalen Abmagerungsmitteln greifen zu müssen, um fttfanf zu bleiben. Die Wirkungen solcher Abmagerungskuren auf die Gesichtshaut sind ungünstig, indem bei schneller Abmagerung auch die Y)aut des Gesichtes einfällt und sich runzelt. Tas zuverlässigste Mittel zur Bekämpfung der Runzeln ist zugleich das einfachste: gesundes Leben und veritändige Hautpflege. Gehe nicht zu spät zu Bett, denn d-vrchwacAc Nachte führen zur Runzelbildung. Halte deinen Magen m Ordnung. Mache dir reickstiche Bewegung und sorge Tür viel rruche Lust. Bei Nebel- oder Regemvetter binde man feinen Schleier vor, im Gegenteil: feuchte Aist ist ausgezeichnet für die Haut und dicker Nebel oder feiner Regen ist geraden als em Hauptpttege- mittel zu bezeichnen. Bei Frostwetter iit es allerdings gut, bevor man ins Freie geht, die Haut leicht einzufetten, da die idiarre Lust den natürlichen Fettston der »aut emttocknet. Emp- sthlenswert sind häufige GesichtS-Tampfväder, aber ans solche Bäder muß Gesichtsmassage folgen, und dabei kommt es nicht nur darauf an, daß man, sondern auch, wie man mal fiert. Tie Grund- und Haupttegel der Gesichtsmas'age ist, da st man senkrecht zur Strichrichtung der Ruiizeln man irren tmn> „Am beiten wendet man die bekannten überall erhältlichen Mai'age- rollen an Man massiert also z.'B. die wagerechten r>1irnrunzeln von oben nach unten, von den Haarnnrrzeln zu den Augenbrauen Ebenso mainert man die Runzeln an der Naiennmrzel, wahrend die bekannten feinen Runzeln zu beiden Testen des Auges in wagerechter Richtung, also vom Ohre her zum Auge, zu behandeln fmd.
Itttoiic Tr. sOanns einverstanden crUärtc unter der Voraus« 1. p fmu], daß auch das mobile Kapital starker zur Besteue-
, . 1 f „ cxr.q berangezogeu werde. Tie Berechtigung einer solchen >lgt ebenfalls ^Q^crung wird niemand bestreiten.
Ter Sprecher des Bauernbundes sah im übrigen die j^iaazlage nickst so rosig an, da die Besserung in der Haupt- 1 1 ute auf die Einnalstnen aus den Eisenbahnen zurückzu- Wen sei, und das fei eine Frage der Konjunktur. Wenn 16 aber seit 16 Jahren fast durchschnittlich mit einem <:<!&,'nbi'ii steigenden Ergebnis zu rechnen gehabt hatte, ift ein gewisser Glaube an die weitere gedeihliche Ent- loifiung doch wohl gerechtfertigt.
Wiederum wie in der gemeinsamen Sitzung der beiden Finanz - ausfcküsse beschränke ick mich darauf hervorzuheben, daß das Ergebnis des abgelaufenen Jahres noch günstiger ist, als zur aeit der Aufstellung des Budgetentwurfs und selbst ber Erttattung des Ausschnßberichts angenommen werden hmnte. Aus den Zeitungsberichten über jene Sitzung werden Sie ersehen haben, dai. unser Ueberschußanteil für 1911, der im Voranicklag mit 14 880 OOO Bi'arf vorgesehen war, nicht mir die noch "" Verbst geschätzten 16 Millionen beträgt, sondern mindestens 1<> 700000 Mark, also über 1 800000 Mark mehr al« veranschlagt Von den IG 700000 Mark geben ab 11 109 500 Mark Pas'ivzinien, 898 700 Mark Tilgung, 406 200 Marl öffentliche 'Slbgabcn und ür weggefallene StaatSsteuem, die der lausenden Verwaltung zusließen, 162 000 Mark, zusammen 12 566 400 Mark ES verbleibt demnach eine Reineinnahme aus den Eiienbahnen tu toobe von 4 133 660 Mark Wie Ihnen bekannt, sind innere Anteile an den Eifenbahnerträgen nach gesetzlicher Vorschrift im AuSgletckS- fonds zu verrechnen. Gleicktes gilt von der Lotterierente. die ür 1911 805 810 Mark beträgt, sowie von unserer Reineinnahme aus Erbschaft«' und Sckenkungsslener mit 354 450 Mark. Insgesamt sind also für den AuSgleicksionds al« Einnahme 1 < 8t>0 ~bO Mark zu verreckmen. Als Ausgabe stehen dieser Summe gegenüber 17 136 475 Mark, nämlich die erwähnten Abgänge am Eifenbabnanteil mit 12 566 400 Mark, lern er die auf uns eist fallenden 1070 000 Mart ungedeckte Matrikulardeiträge und der Zuschuß von 3 500 000 Mark an die lautende Verwaltung. ES bleiben sonach dem Ausgleichssonbs zuzuführen 723 785 Mark. Sein Bestand Ende 1910 war 2 337 390 Mark. Er würde |,ch also schon Ende 1911 auf 3 061 175 Mark berechnen oder im Vergleich mit einem bisher angenommenen und auch im Austchuß- bericht S. 5 erwähnten Bestand von 2 215 78;) aut 845 390 .hart höher. Tabei werden sich diese Zahlen noch günstiger gelt alten, da selbst die 16 700 000 Mark, mit denen der 1911er Estenbahn- anteil nunmehr angenommen ist, bei der Schlußabrechnung — wie angedeutet — noch wird überschritten werden. Es wird ohne iinzulässigen Optimismus anerkannt werden können, dal; der günstige Stand unserer Wirtschaftslage, der sich in dielen Ergebnissen der preußisck>-hessisck>en Eisenbahngemeinickmst neben den Wirkungen des Rückgangs des Betriebskoessizienten ausdrückt, auch im übrigen für unsere Finanzen von beifernbem Einfluß sein wird. , ... . ,. _r
Tarnst scheinen allerdings innere Steuerergebnnie Nicht über- einzustimmen, wie sie sich in der Tabelle aist 20 des Aus- sckmßderichts für die Einkommensteiier im Jahre 1910 bariiellcu. Das Rechnungsergebnis stellt sich dort gegenüber dem Voramchlag um 62 000 Mark niedriger, währimd es in den voraiisgegangenen Jahren stets 2—400 000 Mark höher gewesen war. Ebenso ist bei der Vermögenssteuer das Mehr von früher 35 000 Mark bi« 70 000 Mark auf runb 11000 Mark jurüflgcgangc.i ras Jahr 1908, dessen Zahlen bei beiden Steuergattungen von besonderen Verhältnissen beherrscht waren, ist von mir ganz au lief Betracht gelassen. Ick durste nur sagen: Die Stcuerergebmhe de« Jahres 1910 „scheinen" wegen jener Rückgänge zu dem tonst günstigen Bild nicht zu passen. Tenn einmal gewinnen die Ergebnisse des Jahres 1910 sofort ein anderes Aussehen, wenn man sie nicht mit den veranschlagten Zahlen desselben Jahre« vergleicht, sondern mit den Ergebnissen des Vorjahres und zwar unter Abzug der Zuschläge, die erstmals für 1910 bewilligt worden sind Es ergibt sich dann sofort, daß auch in 1910 cm Weiter- fteigen stattgesunden hat. Außerdem kommen mit 1910 in den Einkommensberechnungen, die sich auf dreijährige Durmschuitte gründen, die Porau«gegangenen schlechten Wirtschafts,ahre zum Ausdruck Tatsäckstich sind denn auch bereit« im Jalne 1911, dessen Ergebniszahlen in jener Tabelle noch nicht enthalten sind, die Rückgänge tast verschwundei,
Ueberwiegende Gründe sprechen jebenfau« auch für eine Fortdauer der günstigen Konjunktur. Dies beweisen noch die neuesten Monatsausweise der vreußisch-hessisckten Betriebsgemeinschaft und nicht minder die letzten Ausweise über die Einnahmen des Reichs aus Zöllen, Steuern und Gebülsten für die Zeit vom 1. April bi« Ende Januar 1912. Ich betone nachdrücklich, daß ich hierbei nur von diesen Reichseinkünsten in ihrer Gesamtheit und nur zu dem Zweck rede, die augenblickliche Wirtschaftslage, gleichfalls in ihrer Gesamtheit, zu beleuchten. Für das laufende Rechnungsjahr sind die zur Reichskasse fließenden Zölle, Steuern und Gebühren auf rund 1470 Millionen veranschlagt. Auf die hinter uns liegenden zehn vollen Monate würden also runb 1225 Mill, entfallen. Eingegangen sind aber über 1375 Millionen, ober über 150 Millionen mehr. Für die ersten zehn Monate de« Vor-
■•a frort int Gebrauche der Gesichtsmu-keln findet schließlich ihren Nieder- ' schlag in Runzeln, ine aus diese schlechten Gewöhmmgen zuruck-
ü-i Finanzminister wohl gezeigt Haden, das; man ihm ti .,ßei| von der Mehrheit des Hauses nicht allzu schwer
Wt>>n will.
[Tic Rede Dr. Osanns verfehlte gleichfalls ihre Wir sag nicht. Auch er teilte den Optimismus des Finanz- t »Wiüers. Mit vollem Recht hob er hervor, daß jede * smetiflc Schwarzseherei iubezug aus unsere Finanzlage
IUferen Kredit und damit auch unsere wirtschaftliche Enl- jiSflunn stören könne und gestört habe. Auch stimmte 1t- das ^taus bei, als er schärfere Maßnahmen bei
skttte rh i n t e r z ie h u n g en forderte. Er verwies ba* ta auf das Vorgehen anderer Bundesstaaten, insbefost- *rt: auf Preußen Bedeut! man, daß Steucrhinterzieh- doch eigentlich nur bei den Begüterten und bei lwhen iritfommcn möglich find, so muß man vom Standpunkte intr wirtlichen Steuergerechtigkeit nur wünschen, daß sich
lichen Verhältnisse Ausdruck gemnden bat Tic gegebenen zahlen lassen den Finanzausschuß erklären, daß unsere Finanzen als günstig zu bezeichnen seien, wemi nickt die — auck von mir Nckon genannten — Aufgaben noch zu erfüllen seien: Beamten betolbung und Schuldentilgung. So lange aber bick bc.cn wichtigen Angelegenheiten nicht finanziell in ihren Wirkungen vor Augen lägen, dürfe ein optimistische« Urteil über nniete Finanzlage nicht gefällt werben. Ta« ist vollkommeii zutresiend.
Vie Qausfyaltsberatung im hessischen £anötaae.
bs. Darmstadt, 23. Febr.
[ Ter erste Tag der Haushaltsberatung setzte mit einem ' sHn kn Protest der Sozialdemokraten gegen die Fassung »MAdresse an den Olraßherzog ein. Sie wollten sich für den
-^ickluß aus dem Vorstände rächen An die Annahme sih» .'intrages, der den Zusatz forderte, der Großherzog ,tk dafür Sorge tragen, daß die Mautelen gegen das all» ।Keine und gleiche Wahlrecht in dem neuen Wahlgesetz fertigt werden, glaubten sie wohl selbst nickst. Ihr Vor- hatte lediglich den Zweck, dem Vorstände zu zeigen, jQ |it* gesonnnr sind, an den Vorschlägen, die von diesem 1 ,Mg,'hen, schärfste Mritik zu üben. Tas hat ja auch der IUlrick) ausdrücklich betont. Mit den anderen Parteien :it:: auch die Sozialdemokratie in titicr Antwortadresse auf Ifiit lhronrede nichts weiter sehen, als die Erfüllung einer ijerr? den Brauch geheiligten >?öflichkeitsform.
F Die Haushaltsberatung selbst verlief unter größter An- Ägabmc und Aufmerksamtcit des Hauses. Ter Finanz- „1 ist er verlas seine Erläuterungen zum Budget mit i^rgiolt und entsprechender Betonung der wichtigen Punkte.
fok'iiber« an der Stelle, wo von der R c i ch s f i n a n z - «ior m die Rede ift,‘erfolgte lebhafte Zustimmung Daß .xnicht die Wege billigte, auf denen die Rcichsfinanzreform iMaiibc kam, schien das Haus mit Genugtuung zn erfüllen.
‘Kb der Optimismus, der aus der Rede des Ministers
^rauciu^cuillcton.
Frauennachrickten. Nach der jungskn Statiittk KfÜ s gegenwärtig 15 514 647 Frauen 'N allen Lanbern dcr 1&. bic irgcndn.elckc Wahlrechte haben, Ehrend vor ^Jahren W t ickst mehr als 100 000 irgendwiC^wahlberechtigt oder wah- Ht-cren. — Die Werbereise, die t-rrau iMn eube des internationalen rauenitimmreckstsbunbes, vo
■«farjr Zeit begonnen hat, idjeint ihren ersten Erwlg m Aegypten Bi»en Tie Frauen Aegyptens wollen nck lwml'ck M nnem iirrfitÄbiinbc un'ammeiitun, der lernen eib tn Kairo Haven Von Mäiro aus hat Frau (Satt ihre Werbereist WrtgestHr 'Itnll zunächst Indien, Japan utch China außuchen, um von : t r t mi mih Dann die neue Welt aufjuiudKn. -3n ber
■ lltägten Staaten sind unter den werblichen^>tudenten g^cn fc IO junge Ehinesinnen, die sich alle aMden arstrick^nBerul ICSteilen 'ihre Zulassung verdaukeii „e der saugten oer ^ chinesiick^ Aerztin,' Frau Tr. Barner ine gegemmirtrg •1x1; ci Sei hing des Frauenkranken Hames in ^ient|in betraut MWt) feit Jahren Chinesinnen in der Krankenpflege unterrnchtet. Wn'Li Sckmlinrhältn.sseu Chinas, ^ ein- vmwanblung bas chinesische Unterrickstsmiuistermm Will,, ro« ,^e ^rau fiiTfcttlt. Sckmlen entrichten, in denen Knaben und -Radchm rmtt iobren gemeinsam unterrichtet iverden.
Hi 1 der Zutritt zu Mnabenidmlen Meng ^oten xurd) d'«Schaffung solcher gemeinsamer wll die Tu ckfuhru g dHkckulzwanges für Mädchen erleichtert rochen. — ^-te grauen '«Lxi« sind an die Regierung mit der Bitte ^rangetreten ibmm dlkrättakeit in der Landwirtschaft kicbtür 511 maÄcjLÄvJ« TÄbie Regien,ng Landstellen zur lanbnnrtidMTthcben öcar^rung männliche Fanner aus. Von acht
IM bic vier Söhne, als sie die gesetzlich rw^e,chnebene tttter. W erreicht hatten, von der Regierung
•ittni) die vier Schwestern, die an die gleiche Arbnt genro^ «e:keine Fannen erlitten fonrrten. Die wer ^xu^raa,^
Ijh eigenem Wohlstände, während i>ic Zorfjtcr in b^raiig^r . . .
Silage blieben. Ties schlagende Beiwtel, w metnc - nixrn bic Bildung der Runzeln Letzt auT eine ganze Reihe l (fczn M-anabc«, wird die Regierung von der Notwrnidigtei anderer Ursachen zurück Eine Menge von übten Angewohnheiten
11pfenrr. überzeugen, besonders da in neuerer Zett viele grauen, u.un .....- -- - • —
| DMjööchckich ans England, t ack Kanada einwandern, um v ^mUMvirrfchaft zuzuwenden.
angebracht. , o .
Abg Ulrich (Soz.) behauptet, baß es doch der Zweck einer Antwort am die Thronrede sei, die Stimmung roicberuigeben, die sie in ber Kammer ausgelöst habe. Mm, habe bic Sozialbemo [ratic vom Vorstanbe ausgeschlossen, und deshalb müsse man es sich auch gefallen lassen, wenn sich diese im Plenum der Adresse kritisch gcgciüiberftelle. Tas Recht ber Kritik müsse er sich unter allen Umständen wahren. Ein solcher Zusatz fülle eine Lücke in der Antivort aus.
Bei Abstimmung wirb ber Antrag Ulrich gegen bie Stimmen der Sozialbemokratie abgelehnt und die Adresse .im vorgeschlageneti Wortlaut angenommen.
Finanzminister Braun: Gleichzeitig mit_ dem Daupt-Vor anschlag der Staatseinnahmen und Msgaben für 1912 ist Ihnen bic übliche Denkschrift über ben Inhalt bes Voranschlags über geben worben. Bis zum Rechnungsjahre 1902/03 bildete der Abdruck des jeweiligen mündlichen Vorttags des Finanzmimsters bei Vorlage des Budgets den Inhalt einer solchen Tentschritt. Dermalen wird ein eigentlirfier Finanzvortrag überhaupt nicht mehr erstattet, sondern gewissermaßen nur schriftlich den standen ein orientierender Ueberbliif zum Budgetentwurf, zusammen mit biefem selbst, gedruckt übermittelt. Damit wird in Hessen anders verfahren als beim Reich und m. W. auch bei allpn anderen deutschen Staaten. Für die Zukunft beabsichtige ick, mich diesem anderen Vorgehen wieder anzuschließen. Im Jahre 1910 konnte von mir dementspreckiend noch nickt verfahren werden wegen meiner Krankheit. Sie wirkte dann in der mir auferlegten Schonung noch bis in bic neueste Zeit nach. Dazu Tarnen im letzten Herbst die Erörterungen wegen der neuen Schulbentilgungsvorlage und bie sehr mühsamen Vorarbeiten für bic demnächstigen Gesetzentwürfe über die Beamten gehalte und die weiteren, damit im Zusammenhang stehenden Entwürfe. Aus diesen mehr Perwn- lichen Gründen ist jetzt erst die Zeit gekommen, bic Sachbehanblung wegen der Etatsvorlage vom nächsten Jahre an wieder zu änbern.
Bei aller nach wie vor gebotenen Vorsicht im Urteil über bic Finanzlage dürfen wir von dem Ausblick auf eine erheblichere Besserung reden. Damit komme ich zugleich dazu, den Inhalt der einleitenden Denkschrift und des Ausschußbenchts noch in einigen Punkten und Zahlen des Voranschlags zn vervollständigen, auch wenn sie ihii nicht überall und unmittelbar beeinflußen. Wie in der gemeinsamen Sitzung der Finanzausschüsse beider Kammern, so kann ich auch heute und von dieser stelle aus nur dem beipflichten, was Ihr Finanzausschuß in der Einleitung seines Berichts S. 5 a. E- gesagt hat. Er geht von den Budget- zahlen über das Ansteigen ber Eßenbahuertragnme seit 1909 aus, in benen bie noch jetzt anhaltende Besserung der wirßchaft-
Die Schlafkur ber Cavalieri. Gerade jetzt ist es Zeit nach den vielen Theaterbesuchen und Festen des Winters seinen Körper einer „Schlaf- und Ruhkur" zu unterziehen, so sagt die schönheit«erfahrene Cavalieri in ihrer jüngsten Plauderei über ihre „Sckwnheilsgeheimniffe". Wie man diese Schlas- uud Ruhekur ausführt, beschreibt sie ganz ausmhrlich. Man soll nicht nur nachts schlafen, sondern einmal m zehn Tagen, oder wenn man sich« leisten kann, einmal in der Woche, einen -tag schlafend oder wenigstens ruhend zubnngen. Während die,es Schlaf- und Ruhetages wird die Ernährung geänbert, man nimmt nur ganz leichte Gerichte, womöglich nur Suppen und heiße Milch und trinkt nichts als Wasser. Die Hauvttegel aber 1 sagt bie Cavalieri > ist: schlafen, soviel schlafeii, wie man kann. Ter Haut bes Gesichtes kann man während dieies ^chlaies bei Tage seine besondere Sorgfalt zuwenden, indem man e« mit Tvläncll bedeckt, das mit Olivenöl getränkt ist. Das wichtigtte aber bei diesem Tagschlafe ist die Art zu liegen. Alle Muskeln sollen dabei gelockert werden. Hierfür (lagt die Cavalieri' fei das klassische Vorbild die Hauskatze. Wie bie Katze |ich hinlegt, wenn sie schlafeii will, muß man genau studieren und dann nachahmen: häufig streckt st- .fick^voll aus und Itrerft alle vier von sich. Tas ist das richtige Vorbild, denn in bieier Lage sind tatsächlich beinahe alle Muskeln spannungslos. Wer ttck nickt gleich in biei'e richtige Lage nach dem Vorbilde der Katze bringen kann, der hebe sagt bie Cavalieri', bevor er ttck enb- gültig hinlegt, bcibc Arme hoch aut, Ittecke ne in ben ^chutter- gclcnfcm und lasse sie bann aut« Bett lallen, als ob er idmxre Gewichte trüge, unO mit ben unteren QHiebmaßcn ist eben Io iu verfahren. Auch für bas Aufstehen nach der Beendigung dreies Ruhetages kennt die Cavalieri kein heileres Vorbild al» die Katze. Was tut sie, ehe sie sich erbebt? eie gähnt und tafelt ttch, und das (sagt die Cavalieri) ist das Wahre!


