Ausgabe 
21.3.1912 Zweites Blatt
 
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Irraelitische Neligionrgefellschast.

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Sotterdienst.

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Höchste Temperatur am 19. bis 20. März

mti er e n: Aug. Frer ^für Fuchswallache und

Ueberall zu haben!

1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg

Ueberall tauchen Nachahmungen davon auf. Die kluge Hausfrau achte beim Einkauf daher darauf, nur die echten Fabrikate zu erhalten mit dem Namen

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März

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dass alle guten Fabrikate recht bald in geringerer Qualität und in möglichst ähn­licher Packung nachgemacht werden. So ist es auch mit

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Tic ier bt» ülätä, bezug' ein- wollen t 411,

Niedrigste , Niederschlag: 1,1 mm.

Dr. Oetkers

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ichten stnsatz oggen a sich Wien, läßigc gl in« clichen : bald

Airchltche Nachrichten.

ZrraeUtijche ReligioiiLgemeinde.

Sotterdienst in -er Synagoge (Süd-Anlages SamStag, den 23. März 1912:

Vorab end: 6.30 Uhr.

Morgen«: 9.00 Uhr.

Nachmittags: 3.30 Uhr.

SabbalauSgang: 7.30 Uhr.

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{braune Stuten) 4. Preis.

Der vorgesehene 1. Preis konnte nicht vergeben werden.

5. Schwere Ar b e i ts s ch l ä g e, einzeln zu vra-

Dr. Oetker5 Backpulver bekannt, Dr. Oetker5 Puddingpulver

Märkte.

Limbnrg a. d. Lahn, 20. März, ^ruch 1 markt. Durch» schnittSpreiS vro Dialter. Roter Weizen (nafiouilcber) 17,60 Mk., meister Weizen (anqebautc fnembiortcn) 17,10 TiL, Korn 14,35 Aik., Gerste: , utiergersle 00,00 Alk., Braugerste 18,50 DU.. Hal« 10,15, Mk. orbien 0,00, Mk. Kartoffeln s,<)09, ü DU.

Zum Untergang derGceana".

Als Augenzeuge der furchtbaren Schiffskatastrophe im Kanal gibt der englische Leutnant Hutchinson, der während deS Anpralles deS deutschen Seglers.Pisagua' in seiner Kabine in der ,Cccana* schließ, ein erschütterndes Bild des Unglücks:

Durch die surchtbare Erschütterung wurden die Paffagiere auS ihren Betten geworken; alles stürzte hastig an Bord, daS Schiff lag schon um zwei bi5 drei Meter tiefer im Master und die Wellen schlugen über Teck. Die Aulregung und die Todesangst der in­dischen Matrosen war unbeschreiblich. Mit Mühe gelang es den Offizieren, Ordnung zu schaffen; man begann sofort die Rettungs­boote hinabzulasten. .Wir Männer hallen den Frauen in die Boote. Ich wartete, daß ich an die Reihe kommen würde, als jenes schreck­liche und unheimliche Unglück eintras. Tas erste Boot war herab- gelasten, wohl zwanzig Dlenschen mochten darin Platz ge'unden haben.- Und daS Fahrzeug erreichte auch glücklich das Master. Aber der Seegang war heilig TaS Seil riß nicht, aber man konnte die Klammern der Seile nicht schnell genug vom Boote losmachen, während es noch an den Tauen hing, wurde es von einer Woge gepackt, sortgeristen: eine Sekunde später kenterte es vor unseren 'Augen. Wir sahen bte unglücklichen Menschen im Master ver- schivmden und konnten doch nickt Helsen. An dem gekenterten Fahr­zeug sahen wir nock einen Mann und eine Frau klammern, sie hielten stch eng umlangen und schrieen verzweifelt um Hille- Im nächsten Augenblick packle sie eine mächtige Woge und riß sie da- doil ES war fürchterlich. Inzwischen ivurde unser Boot herab­gelosten, wir kamen glücklich ab, hörten aber einen Schrei, kehrten zurück und sahen an dem anderen Boote eine Frau hängen. Wir konnten nickt nahe genug herairkommen, um sie zu packen, sie mußte

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getroffene Steuermann der ,Ccconae sagt au«, daß die Rellung»- ooie ohne Befehl in wilder Hast loSgemackt wurden. Dabei dielt sich da« Scklffoch sieben Stunden über Master, so daß jene kopf­lose Hast ganz überstülsig war.

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Dr. Oetkers Vanillin-Zucker etc. etc.

Handel.

Frankfurt a. Dl., 20. März. In der beutiaen Haupt- uedammlunq ber Mitteldeutschen Kreditbank wurden sämlltcke Anträge der Belwaltung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 6*, Proz. beschlossen. Die auSschelden- den Dlilglieder deS AufficklsralS wiirden luicDcr gewählt.

Mannheim, 20. März. Nachdem die aul den 27 Februar emberu'ene außeroldenilicke z? a u p l v e r s a >n m l >i n g d e r Z eil­st o i i - F a b r i f Walddol, in der über die Erhöhung deS 9lfiien- kapiials um 7 Dlillioiien Dtark Beschluß gelaßt lueibcn sollte, wegen ungenügender Beteiligung beschlußun älug war, wurde beute vor­mittag eine neue au» «»ordentliche Hauptveriammlung abgehatteu, in der die Kapilalse»hohimg von 25 am 32 B illionen Dtark durch Ausgabe vo» 7000 Stück neuer Aktien, sowie die dadurch bedingte Slalulenänderung einstimmig und ohne Erörterung genehmigt wurde. Tie neuen Aktien sind auf 1. Juli 1912 dividendenberecktigl und im übrigen den atten Aktien gleichberechtigt. Die Aktien werden von einem Kousorlium übernommen und den alten Aktionären zum Kurse von 200 Proz. angeboren, lieber den (ÄeschänSg.mg wurde vom Vorsitzenden des AntsichlSraiS mugeieilt, da» das Ergebnis des abgelauleneii EeschäflSjahres erheblich bester sc» als im Vor- ,ahre, wenngleich die Preise <ür Holz und Rohmaterialien gestiegen seien, und die Verkaufspreise so niedrig gewesen seien wie kaum je zuvor.

J. Un. Dann- Hand- , jiau. cz, die

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PrviS, S. Michel-Gießen (braune ©tute) 6. Preis, I "arlane, die einzige Ueberlcbenbe ailS jenem UiigludlbeoL Ihre ^ufmann-Nieder-Weisel (bunteibraune ©tute) 6. Preis | Eltern und Geschwister sind umgekommcn.

und ^mr eine jueitcre^braunc (Stute) 7. Preis. , Das Traurigste ist, daß diese Kalastrovbe nur durch die Kool

losigkeit der Besanung verursacht wurde. Ter jetzt in l'onbon ein-

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< L anzenbain, 19. März. Bei den Arbeiten zur Kulti- bierunp von Oedland stießen die Arbeiter auf Altertümer. Man sand unter einer länglichen Erderhöhung einen Brandvlatz, in der Nähe Tarnen altertümliche graue Topfscherben, Knochen flnd ein durchlochtes spitzes Eisen zum Vorschein. Tas Jnter- esiantefte aber ist ein großes, aus einseitig glatten Basaltsteil.'.. von ungleicher Form und Größe bergestelltes Pflaster, das etwa 3050 Zentimeter tief unter Erde und Rasen angctrofsen wurde. Das Pflaster, dessen Steine sehr abgetreten sind, nahm die Fläche eines Rechtecks von etwa 10 zu 12 Meter im Geviert ein. Leider muß man sagen:nahm ein"; denn die Unwissenheit und Gleichgültigkeit der Leute in solchen Dingen ist trotz aller Denkmalschutzgesetze immer noch so groß, daß man das ganze Pflaster, vielleicht bis auf einige Ecken und Ränder, umgebrochen -hat. Zum Glück sitzen wenigstens noch die Steine beisammen. Auch ein größerer lagerhafter Stein fand sich in der Erde auf

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. In verschiedenen Blättern unserer Pro­vinz Oberhessen ist kürzlich ein Bericht erschienen über die Hauptversammluny der Bereinigung ehemaliger Angehörigen des Hessischen Jnsanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm, die in N i e d e r-W ö l l ft a d t am 10. März statt- gefunben hat. Dem Berichterftatter ist ein allerdings sehr wesentlicher Irrtum unterlaufen, indem er vergaß hinzuzusetzen, daß es sich nur um die Vereinigung ehemaliger 116erin der Wetterau" gebandelt hat. Um Irrtümer zu vermeiden, sehen wir uns verpflichtet, dieses richtig zu stellen und weiter darauf hinzuweisen, daß in Obe^hessen zurzeit vier Vereine ehemaliaer 116er bestehen, nämlich die Vereine Wetterau, Friedberg, Gießen und Schotten. In der am 7. Januar in Gießen abgehaltenen Versammlung sämtlicher Vereine ehemaliaer 116er wurde be­schlossen, daß dem Verein Schotten als Wirkungskreis der Ver­waltungsbezirk Schotten zugewiesen und in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach noch besondere Vereinigungen von Gießen auS gegründet werden sollen. Da der Vogelsberg auch geographisch nicht zur Wetterau gehört, richten wir an alle Kameraden die Bitte, sich den ihnen näher stehenden lokalen Vereinigungen ihres Bezirks anzugliedem, um dadurch dem Regiment und dem Ve» band ehemaliger 116er die Arbeit zu erleichtern. Versammlungen zur Gründung solcher losen Vereinigungen finden für die Amts- gerichtsbezirke Laubach und Grünberg am Sonntag, 24. März, in Grünberg und für den Amtsgerichtsbezirk Alsfeld am zweiten Osterseiertag zu Alsfeld statt. In Homberg, Lauterbach und Schlitz sollen demnächst noch ähnliche Versammlungen stattfinden.

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8rül)iaf)rs=Pferöemarft zu Gietzen.

th. Gießen, 21. März.

Der gestrige Frühjahrs-PferdemarTt hatte Leben in fast alle Geschäftsstraßen unserer Stadt gebracht. ?luf dem Markt waren 300 Pferde und 15 Fohlen gegen 250 Pferde und 16 Fohlen beim vorjährigen Frühjahrsmarkt aufgetricben, ein Auftrieb, den man in Anbetracht der Beschränkung, Die durch eine Verschleppung der Seuchengefahr für den Markt gegeben war, nicht erwartet hatte. Besonders zahlreich waren die zur Prämiierung vorgeführ­ten Pferde von Landwirten und Züchtern vertteten, darunter wundervolle Tiere, die eine äußerst günstige Beurteilung durch den am Markt anwesenden Direktor des Kgl. Gestüts Dillenburg erfuhren. Der Herr erklärte, er sei erstaunt, daß man in Ober- Hessen über so zahlreiches erstklassiges Material verfüge. Unter den von Händlern vorgeführten Pferden ist auffällig, daß auf unfern Märkten die früher an Zahl und Qualität dominierende belgische Rasse (schwere Arbeitspferde) nach beiden Richtungen immer mehr zurückgeht, dagegen deutsche Rassen, besonders Olden­burger, ihr das Feld streitig machen. Als Grund dafür wird angegeben, daß die Belgier wegen der sehr starken Nachfrage in ihrem Geburtslande im Einkauf von Jahr zu Jahr hochpreisiger feroorben sind, hierzu kommen noch die Transportspesen und der ehr hohe Eingangszoll und so seien die Tiere für den gewöhn­lichen Gebrauch zu teuer und wer nicht unbedingt ganz schwere Pferde haben muß, wendet sich mehr der Oldenburger Rasse zu.

Am Vorführungsplatz, wo die Prämiierungskommission ar­beitete, war der Hauptandrang der schaulusttgen Menge, während am Markt selbst das Treiben der Händler und das Feilschen der Käufer ein recht interessantes Bild abgab, das durch die zahl-

bem Pflaster liegend. Vor einigen Jahren soll man in nächster Nähe bei Anlegung des Hochbehälters der Wasserleitung schon einmal auf ähnliches Pflaster gestoßen fein Der Ortsgeistliche, der zufällig am Sonntag von den Funden Kenntnis erhielt, machte den Vorarbeiter auf die Bestimmungen des Denkmalschutzes und die Wichtigkeit der Sache aufmerksam und erstattete dem Kreis- amt Lauterbach Bericht, damit die Denkmalpflege veranlaßt wird, einen Sachverständigen den weiteren Arbeiten beuvohnen und alles, was sich noch seststellen läßt, feststellen zu lassen. Der Sage nach soll ehemals Lanzenhain an der Stelle gelegen haben. Auch Die Flurnamen der Fundstelle und ihrer nächsten Umgebung sind altertümlich und eventuell ein wichtiges Hilfsmittel zur Auf­klärung des Charakters der alten Siedlung. Das Pflaster macht den Eindruck, daß es der vielbettetene Fußboden eines für frühere Verhältnisse großen Versammlungsraumes gewesen sein könnte.

reichen Koppelknechte belebt wurde.

Außerdem sah man hier die Derlosungskommission wirken, die ihre Last hatte, die lebenden Gewinne preiswert zu erstehen.

Mit dem Markt war eine sehr gut beschickte Ausstellung von Wagen, Geschirren^ landwirtschaftlichen Geräten und Stall­utensilien verbunden, bet der folgende Firmen, einzelne mit schönem Arrangement und durch große Vielseitigkeit sich auszeichneten. Deutscl>c Baltie-Separator-Zerttrale Wilmersdorf, Gloria-Sepa- ralor-Gesellschaft Friedenau bei Berlin, Globe-Separator-Gesell- schaft Friedenau bei Berlin, Georg Schtvan-Gießen, Louis Faber- Gießen, Conr. Stephan-Großen-Buseck, Rich. Weber-Niederscheld, M. Rosenthal-Gießen, I. B- Häuser-Gießen, Gg. Schieferittin- Lich, Hch. Christ-Atzbach, Carl Buß-Wetzlar, I. Kreuzer-Eibels­hausen und Ludw. Simon-Nieder-Walaern.

Die Prämiierung hatte folgenden Verlauf:

1. Reitpferde unter dem Reiter gezeigt: Bürger- weister Rompf-Langgöns (braun. Wallach) 2. Preis.

2. Wagenschläge, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen (braun. Stuten) 1. Preis, Aug. Frensdorf- Gießen (dunkelbraune Wallache) 2. Preis, Ed. Kausmann-Nteder- Weisel (braune Wallache) 3. Preis.

3. Schwere A r b e i t s s ch l ä g e, paarweise zu prä­miieren: S. Michel-Gießen (Rotschimmel) 1. Preis, Ed. Kauf- mann-Nieder-Weisel ^Rotschimmel, Wallach und Stute) 2. Preis, Aug. Frensdors-Gießen (brauner Wallach und <5tute) 3 Preis And Ed. Kaufmann-Nieder-Weisel (braune Stuten) 4. Preis.

4. Leichte Arbe11sschl äge, paarwen e zu prä­miieren: Aug. Frensdors-Gießen (braune Stutm) 2 Dreis, (für Fuchswallache und Stute) 3. Preis und S. Michel-Gtetzen

Miieren: Simon Kaufmann-Niederweisel .Rotschimmel) ^Pr., loSlaffen, eine Welle wßle sie, aber zum Glück gelang es in diesem M Bina-Lich (Kohlfuchs) 2 Prei^, Ed. Kaufmann-Nieder-Weifel Augenblick einem Herrn und mir, bte Unglückliche am Arm zu (dunkelbraune Stute) 3." Preis, Aug. Frensdors-Gießen (braune | toffen. Wtr zogen sie tn unser Fahrzeug. ES war Miß Mac

.6 Leichte A r b ei t s s ch l ä g e, einzeln zu prä­miieren: Ed. Kausmann-Nieder-Weisel tbraune Stute) 1 Pr, Aug Frensdors-Gießen braune Stutei 2. Preis, S Hautmann Nieder-Weisel (braune Stute' 3. Preis, Ed. Kaufmann-Nieder- >vtlsel 'braune Stute' 4. Preis, Aug Frensdorf Gießen Gold- fuchs^Wallach) 5. Preis und für (RotfuchS-Stule 6. Preis

< Arbeitsschlüße, einzeln zu prämiieren Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Landespferdezuch!verein ober einem landnnrtschast- heben Bczirksverein des Großherzogtums angeboren: Gg. Bill- Nieder-Weisel (braune ©tute) 1. Preis, Wild. Wagner Il.-Kirch- göns (braune Stute) 1. Preis, Wllh. Sstäscr III ^roßen-Buseck «braune Stute) 2. Preis, Carl Hoftnann-Wetterseld ^stothschimmel- ^hite) 3. Breis, Joh. Aug. Heinz-Nleder-Weisel .Schimmel) 4. Breis, Konr Häuser XX.-Nieder-Weisel (Rotschimmel-Stute 5. Preis, Jak. Klippel-Nieder-Weisel (dunkelbraune Stute) 6. Preis, Karl Heil»Butzbach (hellbraune Stute) 7. Preis. D. Wagner II.- .ikircl'göns «hellbraune Stute: 8. Preis, H Düruiger-Gamb.ich ^Schimmel-Stute) 9 Preis, C. I Düringer^der-Hörgern hellbr. Stute- 10. Preis, Chr. Häuser IV. Wittve-Nieder-Weisel (braune Stute- 11. Preis, und Hch. Görlach VIII.-Eberstadt (braune ötute) 12. Preis.

länDeertocrb ber Stadt zu in Zwecke ber Verwertung bei der Feldbereiniguna verhandelt.

x AuS dem Ohmtal, 20. März. DaS Brot ist tn unseren Tatorten a u f a e s ch l a g e n. Der vier- psündige Leib, ber seither 50 Pfennig gekostet hat, kostet nunmehr 53 Pfg.

x Dom vorher en Vogelsberg, 20. März. Marzenstaub, ber Gras und Laub bringen soll, hat es we­nig gegeben, dafür Niederschläge reichlich. Dennoch stehen Gras und Laub in trefflichem Ansatz. Die Wiesen- gründe sind schon grün geworden und in den Chaussee­gräben ist bas Gras bandhoch. Die Stachelbeersträucher belauben sich und ber Flieder sprengt seine Knospen, ein fehr zeitiges Wachstum, das den Landwirt mit den besten Hosfnungen erfüllt. Baldiges Grünfutter tut not. Die Futtervorräte waren im Herbste sehr klein. Der überaus gelinde Winter erforderte zwar keine starken Fütterungen, allein die wenigen Vorräte an Dürrfutter brauchen sich bald auf. Je eher deswegen Grünfutter vorhanden ist, desto besser. Der Stand der Wintersaaten ist ausgezeichnet. So üppig und dicht sieht man die Kornsaat feiten; ebenso vollkommen steht ber Weizen.

Kreis Lauterbach.

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Sabbatleier am 23. März 1912:

Freitag abend 6.15 Uhr.

Samstag vormittag 8.30 Uhr.

Samstag nachmittag 3.30 Uhr.

Sabbat-AuSgang 7.30 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Uhr, abends 6.00 Uhr.

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Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzea.

8. A rb c i t Ss chl äg e, paarweise zu prämiieren. Die Pferde muffen mindestens 6 Monate im Bc'itz von Land­wirten fein, die dem Landespferdezuchtvcrein oder einem land­wirtschaftlichen Bcrirksverein deS Großberzoarum-- angehören: Karl Heil Butzbach (Stuten) 1. Preis, Ph. Reitz-Weckesheim (braune Stuten, 1. Preis, Bürgermeister Romps-Lanagöns (braune Srutc und Wallach) 3 Preis, und Wilh. Klotz Vl.-Holzheim (braune Stuten) 4. Preis.

9. 3jährige Fohlen geb. 1909, Wagen schlage: t^. 23. Straßheim -Gncdel (braune Stute) 1. Preis, Ldw. Schmidt- SteinheiM (dunkelbraune Stute- 2. Preis, Fr. Fenchel-Griedel (Rappen-Wallach) 3. Preis, Jul. Brückel-Hochwcisel (braune Stute) 4. Preis, und Karl Leidich I.-Grüningen (dunkelbrauner Wallach) 5. Preis.

10. 3jährige Fohlen geb. 19 09, Arbeitss chläge: fLouis Ronthaler-Langd (Fuchsstute) 1. Preis, Joh. Wilh. Webcr- Langg(inS (Fuchsstute) 2. Preis, Wilh. Reichhardt-Nabertshausen (Fuchsimte- 3. Preis, Christoph Häuser IV. Witwc-Nieder-Weisel (Fuchsimte) 4 Preis.

11. 2jährige Fohlen geb. 1910: a) Wagen - chläge: Fritz Fenchcl^riedcl (hellbrauner Wallach) 2. Preis, )) Arbeitsschlage: fH. Wägner-Mlendors a. d. Lumda iZuchsstute) 1. Preis, Anton Volk III.-Pohlgöns (Fucksstute) 2. Preis, und Bürgermeister Reiming-Wallernhausen (Fucl/sstute) 3. Preis.

12. Zucht st uten mit Fohlen ober nachweislich gedeckt: a) Wagenschlaac: ^eorg Dietrich-Langd (6jäbr. braun 1. Pr is, 5 tt.'Gg Walth r Langd (5jähr Rappen l.Prc.s E. A. Wagner-Langgöns (8ici>r. Brauner) 3. Preis, PH. Reitz- Weckesheim (4jähr. Brauner- 4. Preis, Korn Weitz IV.-Dors- Güll (5jähr. braun) 5. Preis, Wilh. Wagner II.-Kirchgöns lBraun.) 6. Preis, und R. Esau-Gwßen Buseck (Brauner) 7. PreiS; b) Arbeitsschläge: rWenzel-Daffer-Nieder-Weisel (Fuck)ssrute) 1. Preis, L. Ronthaler-Lanad (Fucl>s 3 jähr.) 2. Preis, tJoh. Aug. Heintz-Nieder-Weisel (9jähr. Schimmel) 3. Preis, ftunr. Häuser XX.-Nieder-Weisel (Rotschimmel) 4. Preis, s-G. Bill I.- Nicdcr-Weisel (Brauner) 5. Preis, Karl Hoftnann-Wetterfeld (8jähr. Rotschimmel) 6. Preis, Karl Heil-Butzbach (7jähr. Hellbrauner) 7. Preis, Jak. Klippel-NiÄ>cr-Weisel (Dunkelbrauner- 8. Preis. Es erhielten ferner in dieser Klasse gleich hohe Preise: Friedr. Winter-Nieder-Wcisel (5jähr. Fuchs m. Bl.), Chr. Häuser IV. Witwe-Nieder-Weisel (7jähr. Brauner), Pl). Schäfer III. Großen- Buseck (Brauner Bl.), Wilh. Wagner Il.-Stirt^öne» (Hell­brauner 4iahr.), Jos. Petti-Tornasseni-eim (bjähr. Fuchs), H. Düringer^Sambach (4jähr. Schimmel), Wilh. Klotz IV.-Holzheim (9jähr. Brauner), C. I. Dürinaer-Ober-Hörgern (6jähr. Brauner), und Jak. Hch. Mohr-Gambach (4jähr. Fuchsstute).

In dieser Klasse war die stärkste Zkonkurrenz. Die Preise be­standen in barem Gelbe von 8010 Mark. Die mit einem t bemerkten Besitzer erhielten die von der hessischen Landwirtschafts- kammer zur Verfügung gestellten Preise.

Hierauf tarn die Vorführung des Glanzstückes des diesmaligen Marktes, Pferdeund Geschirre im Privatbesitz. Zahl­reiche Damen und Offiziere unserer Garnison hatten sich hierzu eingefunben. In gleichmäßigen Abständen rollte ein stolzer Vierer­zug und zwei Zweispänner, Schimmel und Rappen, gefolgt von einem Einspänner, in den Ring, sämtlich dem Hoflohnkutscher Huhn gehörig. Beim Biererzug (Schimmel) war Wagen, Geschirr, Livrs und Pferde, alles ausgeglichen imb zeigte in seiner Zu­sammenstellung einen feinen Geschmack. Dasselbe kann von den übrigen Gespannen gesagt werden. Ein Geschaftswagen von Jean Weisel bildete den Schluß dieser Abteilung, worauf noch eine Reihe edler Reitpferde, deren Eigentümer Offiziere und Private waren, unter dem Reiter in allen Gangarten gezeigt wurden.

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