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27.6.1912 Erstes Blatt
 
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rUrchliche Nachrichten.

Israel. i ü)c tteUgion-.ierrüfchast.

Öottcsöicnft

Sabbatieier am 29. Juni 1912:

Freitag abend 8.00 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Samstag nachmiltaa 4.00 Uhr.

Sabbat-AuSgauq 9.40 Uhr.

Wocheugottesdieust: DlorgenS 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Fahrt bcfinblidyn Radfahrers ?ae Rad wurde Zerschmettert und der Radiahrer zu Boden geworfen. Er war beiumun^lod Mnb konnte erst durch ärztliche Hilfe wieder ins Leden zurückgerufen werden.

Aus der Chaussee von Weimar nach (Erfurt stick do4 'Mutomobil des Biehhändlers Kargut, in dem sich noch der Bäckermeister Schröder mit tyran und Tochter sowie die {vrau des Fleischer- meisterS Mischer betäuben, mit einem Bichwagen zusammen TaS '.luiomobil überschlug sich und vier von den Insassen wurden schwer verletzt.

Aeußerst wertvolle Holzschnitzereien »mb au» dem Dom zu Erfurt gestohlen worden. Der Verdacht stillt auf einen Baubeamten

In Stralsund ervlodierte am Dienstag morgen in der Chemischen Waschanstalt und Tampffärberei Wegner ein Ben­zinbehälter. Sechs Personen wurden schwer ver­letzt, darunter der Besitzer. Der seinen Vater begleitende zwölf- jähriae Sohn ist bald daraus gestorben.

Tic 34 jährige Prinzessa Marianna Brancia A p r i n e e n a in Torre del Greco vergiftete sich nach einer Eifer- suchtsszene mit ihrem Gatten mit Sublimat

JnMoSkan vergiftete sich die Aerztinvwet sch ko, nachdem sie ihr einjähriges Kind getötet hatte, aus Verzweiflung über den Tod ihres Mannes.

In Cord al e im Staate Georgia wurde eine Negerin gelyncht Sie hatte eine Krau, deren Köchin sie war, mit einem grossen Messer buchstäblich in Stücke zerschnitten Sie wurde von einer groben Menge maskierter Männer aus dem Gefängnis ge­rissen und an einem Baume erhängt.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Welterausstchten in Hessen tüt Kreitag, den 28. Juni 1912: Wolkig, bis aui Gewitterregen trocken, mäßig warm.

Universitäts-Nachrichten.

Hk. Marburg, 26. 3uni. Prof. Dr. mcb. Ernst Hertel, Ordinarius und Direktor der Augenklinik in Straßburg hat einen NiN an 'Die hiesige Universität als Nachfolger des verstorbenen Geh. Med.-Rats Prof. L. Bach erhalten.

Märkte.

le.Fraukfnrt a.M. Di e h h ol- M a rkt b e ri cht vom37. Juni. Auftrieb . 100 Rinder, darunter Ochsen 33, Nullen 1, Kühe und Karsen 70, Kälber 68d, Schafe 780, Schweine 1820.

Tendenz: Rinder bleibt Ueberstand, Schweine bleibt Ueber- stand. Preis für 100 Pfd.

Lebend- Schlacht-

eim an der Mosel schlug ui das Rad eines auf der

Kälber.

Keinste Mastkälber...........

Mittlere Plast- und beste Saugkälber ....

Geringere Plast- und gute Saugkälber . . .

Schafe.

Weidemastschafe:

Mastlammer.............

Etallmastfchafe:

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . .

Aeltere Mastammel, gut genährte junge Schafe

und geringere Mastlämmer.......

Mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz- schafe)...............

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Sport.

Laboe, 26. Juni. Heute vormittag begannen die zweiten internationalen Europa-Wettfahrten, veranstaltet vom Deutschen Seglerverbande, unter dem Protektorat des Kaisers auf der Kieler Bucht und der Kieler Föhrde. Es starteten über 100 Jachten.

f) Marburg, 26. Juni Auf ber Freilichtbühne bei der Ruine Frauenberg wird am nächsten Mittwoch Gerhard HauptmannsVersunkene Glocke" aufgeführt.

D.H G. KN» 280848

ganze Länge 45 cm a. Ertr.-Q.ua l. Stahl.

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Freistellung v.Zkulturen Ent­fernung o. Forstunkräuter«, zu Läuterungen, Ausputzen o.Jagbstiegen.Stck.Mk.r.70.

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daß wir uns bemühen, eS ihnen gleichmtun in der selbständigen Anpassung an die künstlerischen und praktischen Gebote unserer Zeit."

Schließlich sprach Pros. Dr. Fischer (Stuttgart über.,A u4- stellunge n". Er besprach zunächst fr.c Baverische Gewerbe- schau. Im allgcmrinen sollten gewerbliche Ausstellungen mchts anderes sein, als zeitlich beschränkte Märkte. Diese Ausstellungen Haden aber den Vorteil, daß sie auch erzieherisch wirken, gerade für die mittleren und minderbemittelten Kreise, die oft an Ge- schmacksnot leiden. 1

Der Vorsitzende Geheimrat M u t h e s i u s dankte den Vor­tragenden für ihre bemerkenswerten Ausführungen schloß mit dem Wunsche, daß die darin enthaltenen Anregungen reichlich Früchte tragen möchten.

Seine Arbeit tut Giotil beim Kochen der'che, in­dem die enorme Wasch- und Bleichkraft des Giotils die schmutzige Wäsche reinigt und bleicht, ohne daß wie früher ein An­seifen, Reiben u. Rasenbleiche nötig wäre, dlur mit Giotil 1: Stunde kochen, dann au6= foulen und die Wäsche nt schneeweiß. Per XU Batet VPsg. Fabrikanten Hanauer Scifenfabrif3.@iotb. G. m. b. H. Niederlage bei (Lbr.Ar­nold Nächst., Steobamtt. 42. Will». Wagner, Steinrtr.45.

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Handel.

Beuthen (Oberschlesien), 26. Juni. Tic Passiven ber in R o n t u r 8 geratenen Firma Dora n er & Foerster betragen laut Bilanz 1919000 Mk., die Aktiven 810 000 ML. die voraussichtliche Dividende nach Abzug der Kosten 15Proz. Sollten eine Reihe bevorstehender Prozesse gegen Hunden der Firma zu deren llngunften entschieden werden, so dürste sich die Dividende aus 4 Proz. vermindern. Falls die Prozesse zu Gunsten der Kon­kursmasse auslalleu und sich außerdem auS der Konkursmasse der Firma Albert Goldstein in KöuigShütte eine Dividende von 6 bis 8 Proz. ergeben sollte, so dürste sich die zur Verteilung kommende Dividende auf 19'/, Proz. erhöhen.

* Po st verkehr nach Tripoli-. Von jetzt ab sind im Verkehr mit dem italienischen Postamt in Tripo11 - (Afrika) telegraphische Postanweisungen bis 1000 Franken zu­lässig. lieber die näheren Bedingungen erteilen die Postanstalten Auskunft.

Deutscher Nunstgewerbetag.

3 München, 25. Juni

Der Verband der deutschen Kunstgewerbever- eine, der 45 deutsch Vereine umfaßt, trat, nachdem er seinen 22. Delegiertentag abgehalten hatte, zu einem allgemeinen K u n st g c w e r b e t a g zusammen. An der Tagung nahmen außer hervorragenden Füllern der Bewegung auch zahlreiche Vertreter von Regierungen teil. . , /£W , .

Zunächst sprach Prof. Friedrich v. T h l e r s ch (München) über ».Kunstgewerbliche E r z i e h u n g". Im .Kampfe gegen die Massenproduktion, die die Eigenart der Handarbeit |tnn» und verständnislos itachahmt, müsse immer mehr der Ruf nach Qualitätsari»eit ertönen. Die Kunstgenn-rbeschule könne nicht als eine Vorstufe für die Kunsthochschule betrachtet werden, vielmehr müßte sie entweder zur gewerblichen Fachschule werden ober sich zu einer Hochschule für angewandte Kunst entwickeln.

Sodann sprach Direktor Dr. Steg mann (München) über .Altes Kunstg ewerbe und sein M ißb r a u dta l i B o rbi ld ' Er führte aus, daß eine vielleicht mdit beabnd>tigtc Folge der zahlreichen Ausstellungen von kunstgewerblichen Gegen­ständen der sklavisch-enge Anschluß an b« Srilndjtungcn ver­gangener Zeiten Ivar. Die Anlehnung an emen guten alten künstlerischen Gedanken, an gute tcdmüdK Behandlung und ma- terialaemäße Ausführung ist stets gerechtfertigt. Dagegen mutz mit allen Mitteln gekämpft werden, baß das Alte nur deswegen geschätzt werde, weil es Mode ist und weil der Bentz von alten Sachen ein Zeichen von Wohlhabenheit und Kunstversmndlgknt sein soll. Das Altertümeln in solchen Dmgen ut etne Luge der Zeit, weil unsere ganze moderne Entwickelung eme ganz eigene Formensprache bat Das Programm der 2ubtlaumsausstellung des Baverisävn .stnnstgewerbeveretns tm Jahre 1876 soll auch hier maßgebend sein:Unserer Väter Werke wollen nur ebren, aber nickt, indem nnr sie sklavtsch komeren, wndern dadurch,

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Unterschlagung bei der Dresdener Bant.

Bei der Hauptkasse der Dresdener Bank in Berlin ließ der Kassenbote Brüning 260000Mark in Pap i e rgeld in einem unbeobachteten Augenbljck ver­schwinden und entfernte sich. Auf die Ergreifung des Kassenboten und die Wiederbeschaffung des gestohlenen Gel­des hat die Direktion der Dresdener Bank eine Belohnung von 10000 Marl ausgesetzt.

Die Dresdener Bank teilt über die Unterschlagung fol­gendes mit: In den Vormittagsstunden wurde wie gewöhn­lich von der Reichsbank Geld geholt, das für die nächsten Stunden zur Auszahlung dienen sollte. Es waren zwei Millionen Mark in Gold, Silber und Scheinen; der Betrag wurde von Zwölf Boten geholt. Da der Kassierer den Be­trag selbst nicht zählen kann, zählen die Kasfenboten den Betrag, den sie geholt haben, selbst durch und machen, bei­spielsweise aus einem Päckchen von Kassenscheinen, ihr Zeichen, das besagen soll, dasi sie den Betrag durchgezählt haben und dieser stimmt. Daraus übergeben sie ihn dem Kassierer. Als die zwei Millionen an den Kassierer abge­liefert wurden, fehlten 260 000 Mark. Es wurde sofort nachgesehen und festgestellt, daß ein Bote fehlte. Der Bote Brüning hatte sich während des Zählens des Geldes unbe­merkt davongeschltchen. Personalbesthreibung: Name: Brü» ning, im ter setzte Figur, schwerfällige Sprache mit hol­steinischem Dialekt, etwas X-Beine, aber kaum merklich.

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oie Erlaubnis zur Auf. vom Wenn deutsch«, sche Main.Rhtin. cher Stenographen ng, die gleiche Beran- mit der Jubiläumsfeier ^hen-VereinS verbunden nd) dort wird wie in allen Seiten das grötzk zeugt schon die Tatsache, iten beim Wettschreiben n, die einen Gesamtwert jetzt sind rund 1000 iteilungen von 100 bi? »en. Auch die Gießener Zahl von Wetljchreibern

ICuiift ttttö Wissenschaft.

Gregori amtsmüdc. Wie dieNeue Badische Landes^ leitunq" meldet, hat Intendant Gregori den Vertrag mit dem Mannheimer Hof- und Nationaltheater gekündigt und wird mit Ende der nächsten Spielzeit aus seiner hiesigen Stellung scheiden. Zum Nachfolger Gr. soll Alfred Schmieden ausersehen sein.

Studienreise des geographischen Semi­nars. Herr Prof SieverS bittet uns um Aufnahme der folgenden Zeilen: Fm Feuilleton des Blattes der Nr 148 dieser Zeitung hat em Teilnehmer an der Jura-Exkursion deS geographiichen Institttts der Landesuniversität eine poetisch ge­färbte Beschreibung derselben gegeben. Es wäre wohl angenehmer gewesen, daß der Bersasser lick vor Berösfenttichung jener Zeilen der Zustimmung des Leiters der Erkursion versichert hätte. Ta das leider nicht geschehen ist, so sehe ich mich genättgt zu erklären, daß die betreffende Veröffentlichung ohne mein Borwissen und gegen meinen 'Willen geschehen ist.

Kurze Nachrichten aus Kttnst und Wissen­schaft. Der erste internationale Kongreß für ver­gleichende Pathologie wird vom 17. bis 23. Oktober in den Räumen derPariser medizinischen Fakultät veranstaltet.

K. 47 1-2- .

Donnerstag, 11.3nli 1912 nachmittags 3 Ubr, werden in unterem Amtszimmer die den EottliebNaudeimerEbe- tenten in Gießen zuge- fdjriebcncn nachstehend ver­zeichneten Parzellen ver» 2(269^io - 642 qm Olraä' garten rechts bcrGbauücc auf die Herrschaftliche Wiese Ä .

2/270% = 617 am Hofrette dafelbstlVtarburg. str.22) 2/313 = 113 qm Graben das.

Gießen, den 29. Mai 1912.

Großh. Ortsgencht.

GroS.

Ist. Soweit Gelänge nicht von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wird, ist das fehlende Gelände mit einem Ausschlag von 15 Pfg. für den Cuabrahneter am Tage der Ueberweisung ;u ver­güten Von beiden Rednern wird die Beiürchnina gehegt, daß der Geländeerwerb zur Eisenbahn für die Stabt recht teuer kommen iverde in Anbetracht der von der Vollzugskommission festgesetzten ziemlich hohen Pachtentscltädiaung von 5,5 Prozent für deformierte Grundstücke und für EntsckiLdigung für erschwerte Bewirtschaftung ber in ine Bahnltnte fallenden Grundssiicke Nack eingehender Aussprache nmrbc ber Erklärung der Vollzugskommisston zu acitimmt Zufolge eines früher gefaßten Beschlusfes ist dem B ol ks kt n de rg arten der Schulhof des alten Volksschulge- bäudes zur V.-riiigung gestellt worden, um dort einen Neubau zu errichten und zwar so, daß die beiden alten angebauten Sdiul- scklc abgebrochen und im Hof für die Zwecke des Bolkskinder- 9artens wieder aufgebaut werden. Der Vorstand des Volkskinder. gartens bittet nun darum, ihm nach Fertigstellung der neuen Volksschule die beiden alten Schulsäle einstweilen zur Benutzung zu überlassen, da infolge Platzmangels viele 51 inber zurückgewiesen werden mußten. Es wurde befdjlonen, die beiden Schulsäle dem Dolkskindergarien zu überlassen, jedoch nur längstens bis 1. Juli 1913, da ertoariet wird, daß der Neubau der Kleinkinderschule bis dahin fertiggestellt ist. Der mit dem neu angeftelltdn Bullenwärter Peter Krug abgeschlossene Vertrag wird mit einer kleinen Abänderung genehmigt. Zu dem vom Kreisamt vor­gelegten neuen Vertragsentwurf mit den Gemeinde- Hebammen wird beschlossen, es bei dem seither bestandenen Vertrag zu belassen, da die vom Kreisamt angeregte Mindest­bezahlung bereits gewälirleistet sei und keine Veranlassung ge- Sebnt sei, den jetzigen Vertrag zu ändern. Zufolge Anregung et Gemeinderäte Bücking und Ramspeck war die Feldbcreinigung auf die Tagesordnung gesetzt morben, um Stellung zu nehmen zu der dadurch notwendigen Veränderung des Landschaftsbildes und nm die Wünsche der Stadt Alsfeld bei Ausgestaltung von An- tagen, Spaziergangswegen usw. zur Geltting zu bringen. Hierzu beschließt der Sladtvoritand, eine Sommuiion, bestehend ans Beig. Weitz, Ramspeck, Bücking, Enders, Wallach, zn bilden, die dem- nächtt die Wünsche der Stadt Alsfeld znr Vorlage bringen soll. Verschiedene Rechnungssachen wurden genehmigt.^ Gemeindetat Klingelhöffer führt Bcsdstverde darüber, daß die Turmuhr schon längere Zeit beständig 7 Minuten gegen die Bahnzeit vorgehe, was bodift mißständig sei Der Vorsitzende will Dafür sorgen, daß dem Mißstand abgeholfen werde.

Kreis Schotten.

n. Schotten, 26. Juni. Arn ersten Sonntag des Juli findet das Sommcrbcrgfeft des Vogelsberger Hohen klubs auf dem Hoherodskops statt. Die Fest­leitung hat der Zweigverein Offenbach. Außer Liedervor- tragen des neugebildetcn gemischten EhvrS und der Männer- gesangsabteilung gelangt durch Mitglieder des Zweig- vereinS ein von Telegrüphensekretär Peter Fuchs geschine- benes Theatcrsti'rckchenDroben im Holsen Vogelsberg" zur Aufführung. Das Volks/ttick spielt im freien vor der heimatlichen Wanderschenkc und ist zum Teil in Vogels­berger Mundart abgefaßt.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 26. Juni. Heute vormittag san­den im Isiesigen Gymnasium und der Realsckmle sowie des Nachmittags in dein Lehrerseminar von Akademikern aus Heidelberg Aufführungen eines Kasperle- Theaters statt, um den Zuhörern zu zeigen, aus welchen Anfängen das heutige Theater entftanben ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

! Mainz, 26. Juni. Die Stadt 2)!ainz hat über 50, meist farbige Lichtbilder Herstellen lasten, die Ansichten des RheineS, der Alt- und Neustadt und der Ingelheimer Aue darstellen. Sie sind dazu bestimmt, aus der am 29. d. MtS. in Düsseldorf beginnenden Städte-AuSstellung vorgeführt

K. 12/12. . B**/,

Donnerstag, 11.Juli 1912 nachmittags 3 Ubr, rotrb in unserem Amtszimmer Die dem Samuel Elsoffer tn Gießen zugeschriebene nach siebend verzeichnete Parzelle oeriteiflcrt:

1/562 = 247 qm Hosreite tn der Judengaffe iMarkt- straße 27).

Der Zuschlag kann erteilt werden, wenn anberiveite rechtliche Bedenken nickt ent« gegensiehen. . NA1O

Gießen, den 15. Juni 1912. Großh. Ortsgericht Gießen.

Gros.

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1t. 1

Donnn^ag, 27. 3um, 1 cke GemeinderLt- I mm.statt: 1. W- I t Weg. 2. Die N* lf der Kirchstraße auf dir

Ä. 4. VerlehU-

1) des Franz W , noch einige Tage trenne I' t doS am SamStag m: I umS des ®eiangve«*i I

groei alte Tore, I .fenTagen an den Stell". I

mitber erriet rnorbr I

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Letzte Iladiricbtcii.

bs. Darmstadt, 27. Juni. Der Vorstand des national- liberalen Vereins in Darmstadt beschloß gestern eine Erllärung, daß er auf dem Slanbpunft stehe, die Einigkeit der P a r t ei fei unbedingt zu erhalten. Der Vorstand bedauert deshalb die Bildung von Sonderorganisationen in der Partei und bittet alle Freunde und Gesinnungsgenossen, sich davon fernzuhalten.

Mainz, 27. Zuni. Gestern abend 10 Uhr ist der Dom­kapitular und päpstliche Hauspralat Dr. Engelhardt cm 64. Lebensjahre infolge eines .Herzschlages gestorben.

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U eb erfchweinrn un ge n in Schlesien. In vielen Ortschaften Schlesiens wurde infolge Hochwassers großer Schaden angerichtet. Einige Orte wie Bobcrrörs- dorf und Lähn berichten, die durch die Wolkenbrüche an­gerichteten Verheerungen seien bedeutender als bei dem Hochwasser im Jahre "1907. Sehr schlimm sind die Nach­richten aus Schwerta bei Marttissa und besonders ans Probsthain und Pilgramsdorf. Das Wasser stand teil­weise bis an den Baumwipseln. Viel Vieh ist ertrun­ken. Die Bäume und Gärten wurden weggeschwemmt, die Feldsrüchtc größtenteils vernichtet. Die meisten Drücken wurden weg gerissen, so die Brücke bei Pilgramsdorf über die Schnelle der Deichsa, worauf der 14sährige Sohn eines Stellenbesißers stand. Er wurde von den Fluten fortgerissen und ertrank.

* Ein brauchbarer Fallschirm? Aus Peters­burg wird gemeldet: Die amtliche Prüfung des automatischen Fallschirms, System Kot einig kow, die am Mittwoch statt- iand, hatte glänzende Ergebnisse. Eine 76 Kilogramm wiegende Puppe wurde aus 150 und 60 Meter Höhe bei heißer, wind­stiller Witterung herabgeworfen. Der Fallschcrm entfaltete sich 12 Meter unterhalb der Absturzstelle. Die Schnelligkeit des Falles betrug 1,65 Meter pro Sekunde.

Kleine Lageschronik.

In einem Prozeß vor dem Schwurgericht des Landgerichts I Berlin sollte festgestellt werden, ob der Angellagte auch mit ber linken Hand schießen könnte. Ms nach der Probe vom Be­sitzer der Pistole, einem Kriminalschutzmann, der Patronenrahmen wieder eingifführt wurde, krachte plötzlich ein Schuß. Die Kugel ging nur einige Zentimeter an einem in der Nähe stehenden Ge­richtsdiener vorbei und blieb in der Wand des Saales stecken. Der Sd)uj rief große Aufregung hervor.

In der in der Holzmarktsiraße gelegenen Federn fabrik Israel in Berlin brach Feuer aus. Die Flammen griffen so schnell um sich, daß von 100 Ar­beitern etwa die Hälfte in Lebensgefahr geriet, da die Treppen in kurzer Zeit verqualmt waren, so daß die Be-