Ausgabe 
25.1.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Serben

Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße |6

b;8 vormittags 9 Uhr.

Die heutige Nummer umfajzt 10 Seiten-

ie K aiseri n nahm

Volk hat für die Größe seiner Helden

6 qm Acker

Die Rede

1 qm Wiese

il qm Acker

?5 qm Wiese

11 qm Acker

II qm Ackn

169 qm Acker

188 qm Acker

63 qm Wiese

94 qm Wiese

106 qm

462 qm

469 qm

650 qm

im Ratskeller ein Kommers

275 qm

975 qm

512 qm

daß ich nichts ausrichten tonnte.

531 qm

daß an

756 qm

in ihrer

von der

169 qm

169 q®

231 q®

094 q®

[119 q®

825 q®

812 q®

Dcrfii)rotnöen Ser Saturnringe

806 q®

Astro

866 q»

125 q®

meutent können. Tagen,

:) igicrung we teil konnte.

- 1023 qm d v8 Gras- imühle

)6 qm Wiese

it. Hat doch eines Reiches

Anzetgenlelt: H. Beck.

Akademie, darunter der Ge

durchaus ein offenes Verständnis, das beweist aud) der

sandte Graf von Lerdieufeld, ein.

200. Geburtstag des großen Preußenkönigs.

ie der Kaiser am gestrigen Mittwoch in der Akademie der Wissenschaften gehalten hat, war glücklicher- tueife ganz unpolitisd) Leine Worte waren der Lage an- oemessen, gut gewählt und werden auf keinerlei Äider- jocuef) stoßen. Gerade die Sdzliditheit, mit der der Kaiser rqif große Lobeserhebungen seines Ahnherrn verzichtet hat,

Wissenschaften als die geistige Elft truync, die angeworben und auf ihren Chreuroften g s' der jugendliche König, nod) ehe Er der Mehrer .

an kriegerischen Erfolgen geworden ist, die Wis.enschast und Sich Selbst mit dem unvergeßlichen Worte geehrt, daß Er die Ge­winnung des Deutschen Philosophen, den Er zunächst für den Vorsitz in der Akademie in Aussicht genommen hatte, als eine Gcnquete im Lande der Wahrheit" betracht?n wolle. So gilt für die Akademie insbesondere das Zeugnis, das Mein in Gott ruhender Herr Großvater in Bezug auf Friedrich den Großen bei festlichem Anlaß abgelegt Hal:Alles, was wir Großes und Gutes in unserem Lande bewundern, ist auf den Fundamenten

digt, mit ihr gemeinsam zu begehen.

Mit Mir und Meinem Hauie feiert h'ute das ganze Vater­land den 24. Januar als einen Tag weihevollst-r Erinnerung. Einen besonderen Anlaß aber zu bau bare.u Geren c.t ha^en die­jenigen G..e. er unseres Gemeinwesens, deren Gejauchte mir dem Namen des Großen Königs unmittelbar verknüpft ist. Hat der Morgen des heutigen Tages der Feier des Heeres und vor allem derjenigen Truppen.eil.' gehört, die ihre Stiftung auf denKönig- Eonnclable" zurüdführen, so grüße Id) hier die Akademie der ~ricbrid) der Große

auswärtige Mitglieder

Der 200. SevurNtag Friedrich; öcs Grohen.

In Berlin und Potsdam war gestern ein großer Fest­tag, an dem freudig dos ganze Volk teilgenommen hat. Mit einem eigentümlichen Klang fällt die Erinnerung an den großen König in die gegenwärtigen Reichstags-Neuwahlen |J hinein. Was würde der aufgeklärte, freidenkende .Herrscher »wohl über die Wahlen und ihren AtlSgang gesagt habeit'? Herr v. Bethrnanu Hollweg würde vor seiner Meinung wohl ganz zusammenknicken müssen. Da der Werber für die Treibundstreue in Rom anscheinend kein rechtes Gehör fin­det, wird jetzt wieder in einer amtlichen Notiz die Schuld

dafür der bösen deutschen Presse zngeschoben. Als ob d i e für die schwankende, schwächliche Politik Deutschlands ver- imtmortlid) zu machen wäre! Friedrid) der Große würde über diesen Verantwortungsstandpunkt des heutigen Rcichs- führers Augen machen! Er würde lvegen der vielen roten Stimmzetteln aud; nicht das Volk benörgeln, sondern die unter der das liebel so weit fortschrei-

Militarifche Feiern.

Rastenburg, 24. Jan. Das Grenadier-Regiment König Friedrid) der Große (Nr. 4) begeht durch Gottes­dienst und Parade und eine Reihe festlicher-Veranstaltungen für die Offiziere und Mannschaften die Feier des zwei- hundertsten Geburtstages Friedrichs des Großen. Zur Teil­nahme an der Feier ist im Auftrage des Kaisers Prinz Adal­bert von Preußen, der Hauptmann ä la suite des Regi­ments ist, eingetroffen. Bei allen Truppenteilen der Pro­vinz, die in der Regierungszeit Friedrichs des Großen ei« richtet worden sind oder unter ihm gekämpft haben, wird auf die Bedeutung des Tages durch besondere Regiments- und Bataillonsappelle hingewiesen.

Die Erinnerung an Reinsberg.

Rheinsberg, 24. Jan. Die Feier des 200. ^Geburts- tages Friedrichs des Großen wurde gestern abend durch einen Fackelzug eingeleitet. Heute vormittag veranstal­tete die Bürgerschaft einen Umzug durch die Straßen der Stadt zum Denkmal Friedrichs des Großen, wo eine An­zahl Kränze niedergelegt wurden. Daran schloß sich mittags

Grundstücke. iQnb X Blatt 5 qm Wiese

vor dem feierlichen Einzuge des Kaisers, der die Uniform der Garde du-EorpS trug, auf der »apellentribüne mit der Prinzessin Viktoria Luise und den übrigen Prinzejsinnen Platz. Hinter dem Kaiser schritten die Prinzen. Nad) einer einleitenden Ansprache des Professor W a l d e h e r hielt der Kaiser folgende Rede:

Ein? tituf'rrehe.

,,Wie einst König Friedrichs Majestät am Vorabend? Seines Geburtstages 1744 die erneuerte Akademie der Wissenschaften in düsem Schloß bei Sick) willkommen hieß, so habe Ich ihre Mitglieder hatte nm Md' versammln weilen, um an teilt zwei- bundertsten Iubeliage Meines Großen Ahnherrn die Feier, mit der die Akademie seit Alters aluährach Seine,n Gedächtnis hul-

berührt shmpathisch. Tie weihevolle Erinnerung an den fiten Fritz, der von Prunk und übertriebener Sclpvär- iierct garnichts wissen wollte und in der Einsamkeit seiner ? V ;ren Jahre aller Huldigungen entbehrte, wird nicht b.ird) pathetische Festreden gehoben.

Wir erhalten folgende Berichte:

Die Feier in Potsdam.

Potsdam, 24. Jan. Tie Feier des 2 0 0. Ge­burtstages Friedrichs des Großen begann mi einem Festgottesdienst in der Garnisonlirche, zu welchem die kaiserliche Familie, die anwesenden Fürstlichkeiten, der .Reichskanzler erschienen waren. Die Festpredigt hielt^Feld prob ft Wölfling. Sodann legte der K a i s e r am Sarge des großen Königs einen Kranz nieder Abordnungen von Regimentern legten ebenfalls Kränze mit Inschriften am Sarkophag nieder. Tann begann die Parade im Lustgarten, auf welcher der Kaiser folgende Ansprache an die Truppen

artigen Roman geben können. Ich erhielt von befreundeten Astro nomen an den Observatorien von Setft und Kiel Meldungen über neue EntwieÜungen in den Ringen, und ich hoffte, in Observatorium in Juvisy Photographien aufnehmen zu aber das Wetter war so ungünstig in den letzten acht

Erscheinung sagen. Bis nicht weitere Tatsachen ans Licht kommen, bin ich geneigt zu glauben, daß einfach der Winkel, unter dem wir den Planeten und seine Ringe sehen, merklich kleiner geworden ist so daß sich uns ein ganz neuer Anblick darbietet. Aber aud) wenn die Ringe sich auslösen ober auf den Planeten fallen sollten, so ist es nicht wahrscheinlich, daß dies auch nur die leiseste Wirkung aur andere Planeten haben würde."

Wo lag nun dieses gelobte Land? In dem schon entdeckten Amerika wuchs wohl wilder Wein aber kein wild's Getreide. Bedenken wir, daß in der damaligen Vorstellung Grönland bis- nach Nordafrika reichte, so kommen wir an die kanarischen Inseln. Diese können es sehr wohl sein. Den aud) Homer verlegte die Hcsp?riden in diese Gegend.

Amerika war sicher zu icucr Zeit schon entdeckt. Ein reger Schis sverkehr ging von hier nach Grönlatid. Amerika mußte d.eses mit Bauholz versorgen. In Grönland finden wir auch ganz ähnliche Spiele wie unter den Indianern Nordamerikas, was darauf schließen läßt, daß es schon damals besucht wurde. Aber alle Be­richte aus jener Feit sind sagenhaft.

Ium Schlüsse brachte der Forscher Bilder von der eigenen Reise, baruni er eines seines treuen Gefährten in der Polarnad>t, Johannsen, inmitten des Nordlandeises, das von ro.item sehr eben und harmlos aussieht. Kommt man aber näher, so sieht man erst die Hänge und Risse, die dem Forscher den Weg ver­sperren, so daß man selbst mit den Stiern nur langsam vorwärts kommt. Aud> die bekannten Schlitten, auf denen die Hunde die Nahrung fortzichen, waren zu sehen. Ein Bild zeigte Meister Petz, der verwundert um die Ecke schaute, was die Eindringlinge da wohl vor haben, bis ihn eine schnelle Kugel nieder st reckte. Robben zu Wasser und zu Land wurden vorgeführt. Das in­teressanteste war wohl das Bild der kühnen Fram, wie ne im Polarwinter ganz von Eis bedeckt iit, daß^nur die höchsten Masten bcrcorfdjaucn und wie sie gegen das Frühjahr bin allmählich wieder loskommt. Eine präckstige Farbenphotographie zeigte das Nordlicht mit seinen Spiegelungen im Wasser.

Reicher Beifall wurde dem R bner zuteil, und man bedauerte, so schnell von den sterrlichen Bildern schaden zu müssen.

Die erste Pflicht am heutigen Tage für unsere hier versammelten Truppen, die unter den Augen des Großen Kötiigs und mit ibm gefoebtenunb geiiegt gaben, ist die, daß mir ihm hier vor der Garnisonlirch', unter öit seine sterblichen Ueberreste ruhen, die militärischen Ehren er- weisen. Ohne das Spiel zu rühren! Achtung! Präsentiert des Gewehr! So grüßt die Potsdamer W a ch t p a r a de ihren dahingegangenen glorreichen Führer. Id. »erwarte von ihr, daß sie sich im Ernstfälle geradeso sclstagen wird tote damals. Tas Gewehr übet!"

\i,-i folgte ein Frühstück im Regimentskasino des 1. Garde- Regitnents au Fuß.

Daßdte hier v crs a m ttre 11e n Truppen unter beit Augen des großen Königs gefochten" haben, ist eine falsche Ausdrucksweise, die vielleicht der verstünimelten Wiedergabe burd) £ne amtliche Berichterstattung zu vev danken ist.

Der Kaiser verlieh dem Regiment Garbe du-Corps in krinnerung an den heutigen Tag ein Brustschild mit dem Namenszug Friedrichs des Großen, das bei Paraden und Festlichkeiten zu tragen ist.

Berlin, 24. Jan. Das Denkmal Friedrichs des Große n Unter den Linden ist mit grünem und

stücke soeben in patriotischem Sinne als Geschenk für Mein Staatsarchiv bargeboten hat.

Nicht nur her Wiederhersteller und Schutzherr der Akademie, aud) ihr ständiger Mitarbeiter ist König Friedrid) ge­wesen. Id) erinnere die Akademie daran, das; in einer ihrer Sitzungen die Abhandlung zur Verlesung gelangt ist, in welcher der erlauchte Verfasser gegen eine materialistisch g c richtete Geschichtsbetrachtung der Auffassung Ausdruck gegeben hat, daß Reichtum und materielle Güter ein toter -Stoff feien, der erst durch die Intelligenz und die Geschicklichkeit Leben und Bewegung erhalte. Und. diese Abhandlung birgt zugleich das erkeuntnisreiche Wort, daß die Starke der Staaten auf den g r o ß en Männern beruht, welche dte Natur ihnen zur rediten Stunde geboren werden läßt. Ein Wort, das wir dankerfüllt heute auf Ihn Selbst anwenden und das unserer Feier den Grundton gibt.

Uns aber ziemt cs, des Großen Königs Werk auszubauen und die Kräfte zu nutzen, die Gottes Weisheit und uuendltche Güte in ihm unferm Preußenvolk geschenkt bat. Dazu an Meinem Teile zu wirken, wird man Midi stets bereit finden. Und )o will Ich auch die Akademie der^Wissettschasien weiter in Meinen be sonderen laiideSväterlichen Schutz nehmen und ihr zur Erreichung ilrer Ziele ein Helfer sein. Des zum Zeichen habe Ich in Aus- siche genommen, ihr die ersehnte V e r ft ä r t u n g i h r c r M 11 g lieber jaM in der Phi l o s o p h i s ch - l) t ft o r t i ch e n K lasse vor allem für d i e historischen und staatswi) s e n i d) a f 11 i d) e n Fächer zuteil werden zu lassen und so dte alte Gleichheit in den Sitzen der beiden Klassen wtederherzustellen. Des weiteren werde Ich darauf bedacht sein, daß ihr die c r f el­terlichen Mittel zur Erfüllung der ihr Obliegenheit bedeut famen Aufgaben, namentlich auf dem Gebiete der Deutsche u 3 D r a d) f o r f d) u n g , in auskömmlichem Maße gewährt werden.

Tie Akademie aber wird, so vertraue Ich, den großen und freien Geist, in dem ihr zweiter Begründer in ihr und auf sie gewirkt hat, in ihrer Mitte stets lebendig halten zum Segen der Wissenschaft und zum Heile des Vaterlandes.

Festvoritellung im Opernhause.

Tie heutigen Feierlichkeiten wurden durch eine Fest- Vorstellung im Königlichen Opernhause abge- schlossen, die auf Allerhöchsten Befehl angefetzt war. Ge­geben wurde die dramatische Tichtung von I. Laufs >cr große Köni g", drei Bilder aus seinem Leben. Die Musik ist durchweg von dem großen Friedrich selber und von Professor Schlar-Wiesbaben für die Aufführung eingerichtet. Der Kaiser hatte sein Interesse für die In­szenierung durch wiederholten Besuck) der Proben kund- gegeben. Nach der Vorstellung hielten die Majestäten Eercle. Ter Kaiser verlieh I o s e s L a u f' d a S R i t terkreuz des Hausordens von Hohenzollent und Professor Schl ar den Roten Merorden dritter Klchsc mit Schleife.

begründet, die Er gelegt."

Tie Akademie letzt ihre Ehre darein, ihre Dankesschuld gegen ihren Wiederhersteller abzntragen durch ihre B e t ä t i g u n g für d i e Aufhellung Seiner Geschichte ,Jür die Sammlung und Ersorsdiung der nrtunblidiai Zeugnisse Seiner Geistesarbeit und Seiner Taten. An die ihr durch König Friedrid) 55.1 beim I\. gestellte Aufgabe, die literarischen Schriften des Philosophen von Sanssouci in einer Gesamtausgabe zu vereinigen, sd;loß sid) der Auftrag Kaiser Wilhelms des Großen zur Herausgabe derPolitischen Korresvondenz" und derDenkmäler der preußisckeit Staatsverwaltung im 18. Jahrhundert". Es freut Mich, bdr Akademie für diese ihre umfassende Aufgabe an dem heutigen Tage neuen Stoff zur Verfügung stellen zu können, nämlidi die reiche Sammlung des amtlichen und per­sönlichen Schriftwechsels zwischen b cm großen Könige und einem seiner treue ft en Diener und G c f ä b r t e n , dem nachmaligen Gencralfeldmarschall von M o e l l c n d o r f f, dessen Erde Mir diese wertvollen Schrift-

Sriötiof Nansen in Zranksntt a. M.

Me schon kurz ermähnt, sprach am 23. b. Mts. der berühmte Polarforscher Fridiof Nansen im Saalbau inFrankfurt. Seiber rar er wegen des fremblänbifdjeii Akzentes der fid) besonders h der Aussprache der s-Laute störend bemerkbar inad)ic, mit Latex nur schwer zu verstehen. An der Hand sdiöner Lichtbilder, he zum Teil eigene Aufnahme waren und meist burd) ihre trächtigen Farbenwirkungen auffielen, sprach er in etiua l1 r ünbiger fließender Rede über die Entbeckung Amerikas erd) die Dänen und die Sager von Vinland.

Im frühen Mittelalter war der Norden und Westen der untätigen Erde für die Menschheit in tiefes Tunlel gehüllt, jpn den äußersten Grenzen b:r bctann.en Erde hatte man nur >ind) verschlagene Schiffer geringe Kenntnis. Tie Unwissenheit ieß Grönland im Norden mit Finnland zusammen hängen, nährend eine Südspiye in der Näh? der kanarischen Inseln gesucht mrrbc.

Von den Unbilden, denen die Wickingcr bei ihren Entdeckungs- filirten ausgesetzt waren, zeugen verschieden^ Bilder und die Lck)wte- tig teilen, die sie zu überwinden hatten, fanden natürlich in der rprbifdxn Sage ihren Widerhall. Zeichnungen von Kämpfen zwi- jben Wickmgern und Seeungehcuern beweisen dies. Trotz der ikHeriDärtigfcitcn fanden viel. Schiffer ihren Weg nad) einer jeu(eiligen Küste: aber wieviele ihre Heimat nidü wiedcrsahcn, e: nicht bekannt. Ten Rest eines Wickingerfahrzeugs, das^ in r.n<m 1000 Jahre alten Grabe gefunden wurde, zeigte der For- tter int Bilde. Auf diesen schwadten Fahrzeugen haben die u rbntäitner schon 500 Jahre vor Kolumbus den Norden Ameri- s errcidü. Im Jahre 999 fand die erst? verkürzte Turchqueriing te Attaittischen Ozeans von Norwegen nad) Amerika statt, in derselben Zeit ^wurde das sagenhafte Vinland entdeckt. Im i. Jahrhundert wird die Sage über diese Entdeckung zum ersten idc ausgeschrieben. Aus dem Jahr? 1070 stammt di^. älteste 'Schreibung von Vinland. Jenseits davon liegt t:_in bewohntes aitb mehr: Eis und Schnee versperren dem, Emdringenden em Weg. Der Name Vinland stammt daher, daß in dem Lande rlbraadjfenöer Wein zu finden war: weiter wuchs auf diesem pubten Lande ungesätes 05:treibe. Dieser Zug der Sag? er- ipmert sehr an Homer und Plinius. Taß die Bewohner Vinlands .str.mhafte Gestalten waren, kann nicht weder wundern.

Camille Flamarion, der bekannte französische nom, hat sich einem Mitarbeiter des Daily Telegraph gegenüber zu den auffallenden^ Beobachtungen, die in den letzten JSodicn von verschiedenen astronomischen Observatorien an den iaturn ringen gentadti wurden, geäußert.Saturn", so sagte er, ,,i|l immer ein kavriziöser Planet gewesen. Er ist der leichteste der Planeten und fortwährend Veränderungen unterworfen oder bringt uns andere Ueberraschungen. Tie Launen des Saturn, seitdem er der Astronomie bekannt ist, wurden den Stoff zu einem eigen-

goldenem Lorbeer umwunden und wird von Pylonen von goldenen Kvnigskronen überragt. Topfgewächse flankieren den hohen Unterbau. Girlanden verbinden die Pylonen. Bier Posten vom Regiment Alexander mit Blechmützen halten Wache. Tie öffentlichen Ge­bäude Berlins sowie staatlickie und städtisck)e Gebäude tra­gen Flaggenschmuck. Auf dem königlichen Schloß sind drei Standarten gehißt.

Die Iestsihunq in der Akademie der Wisiens haften.

Heute nachmittag sand im Weißen Saal des Känig- lidien Sckilosfcs anläßlich der Gedächtnisfeier für Fried­rid) den Großen eine F e st f i tz u n g der Königlichen Aka­demie der Wissenschaften statt. Zur Linken des Thrones stellte fid) der Reichskanzler und das Staats­ministerium auf. Neben den Mitgliedern der Akademie der Wissenschaften fanden sid) aud) die Ritter des Sch.varzen Adlerordens, die lommanbiercnb.cn Generäle der preußi­schen Armeekorps, mehrere Staatssekretäre, Vertreter der Universitäten und der Hockstchulen, Mitglieder der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und

Nach meiner Ansicht ist nichts Erstaunliches darin.

den Ringen des Saturn» Veränderungen vor sich gehen. Ter Planet ist immer in Bewegung. Die Ringe werden nickst direkt anzen Oberfläche gesehen, sondern wir bekommen )ic Erde immer nur schräg zu Gesicht und der Winkel, unter dem wir sie sehen, ist in den letzten Jahrhunderten immer Keiner geworden. Ich habe die astronomischen Berichte, Be­schreibungen, Beobachtungen und Zeickmungen in den letzten 250 Jahren und weiter zurück studiert and gesunden, baß der ^aturn in den Zähren 1657, 1799, 1815 und 1882 vier verschiedene Größen feiner Ringe darbot. Vielleicht kommen wir jetzt nur zu einer neuen Phase dieser Entwicklung Das Phänomen, das auf der Station von Serif beobachtet wurde, war eine^beträckst- liche Verdunkelung der östlichen Vorderseite der Ringe. Ter Bei- dunkelungsprozeß wurde um 11.15 Uhr nachts am 29. Dezember stärker, um Mitternacht war die Erscheinung nicht mehr fiditbai, aber bann wurde die westliche Seite des äußeren Ringes bunte!, und der innere 'Jing war kaum erkennbar., Am folgenden Tage war sein körniger Bau deutlich zu unterscheiden. Tann kam die Nachricht, daß das Observatorium von Greenwich am 12. Januar eine schillernde flockige Absonderung am äußeren Ende der großen Achse des hellen Ringes des Saturn beobad)tctc, und eine der Deutungen dafür war, daß dies die Vorbereitung für das völlige Verschwinden oder die Auslösung dieses Ringes, wenn nicht vielleickN auch aller Ringe, wäre

Gegenwärtig läßt iick) jedoch, bevor nicht vollständige gute cnc____Ci»>> 91hirhi nüctihpfi iibi'r hie itriu'

IL. 21 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 25. Januar 1912

1 Giehener Anzeiger pSESr General-Anzeiger für Oberhessen MM

Annahme von Anzeigen Hotütiotisbnicf und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. 2and-: E.Hern "I ten