Ausgabe 
21.3.1912 Erstes Blatt
 
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Mchaiiptuna

Kewers

Am 30. März

beendige ich meine ärztliche Tätigkeit

Professor Dr. Leutert

02371

Heuchelheim, den 20. März 1912.

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longue u. a. m.

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Johann, Gr. Pfandmeiffer.

und vou 3 bis 5 Übr, statt.

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K. 12/12

Gießen, 20. März 1912.

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Saatkartoffeln

ver 100 Pfund Mk. 6.

K. 99/11.

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Jena, 19. Marz 1912.

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Die Geburt eines kräftigen Mädchens zeigen hocherfreut an

Schlossermeister Karl Schmidt n. Fran Dina,

geb. Weis.

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nur die echte Scotts Emulsion

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letzte lltidiricbtcn«

Aus der Hessischen Zweiten Kammer.

§ Dassel, 19. März. Nack) ferfiStöqiqer Verhandlung wurde der Raubmordvrozeß wegen den Kellner Fritz Cron, der unter der Anklage stand, am 19. September v. Js. seine verheiratete Schwester ermordet und beraubt zu haben, beendet. Zn der Ver­handlung waren 150 Zeugen geladen. Der Staatsanwalt selbst plädierte aus Freisprechung. ' Demgemäß beschlossen die (Ge­schworenen, woraus Cron sreigesprochen und sofort aus der Hast entlassen wurde.

Magdeburg, 20. März. DaS Jugendgericht ver­urteilte beute den Schüler Koch, der im Cflober v. I. den Ober­lehrer des Realgymnasiums, I a in e r, durch Revoloerschüsse schwer verletzte und daraus Selbstmord zu verüben suchte, wegen versuchten Totschlags zu vier I a b r e n Gefängnis unter Anrechnung von 4 Monaten Untersuchungshaft.

W. Flensburg, 19. März. Wegen SittlichkeitsvergebenS verurteilte das 'Marineli iegsgericht einen Unteroffizier der Garnison Sonderburg zu sechs Wochen und einen Tag Gefängnis. Der Verurteilte zog loort einen Revolver hervor, gab zwei Schüsse in die Lust ab und tötete sich dann durch einen Schuß in die Schläle.

2imilid}tr lüeuerDüicbi.

Oeffcntlidier Wetterdienst, Gießen.

WetteranSsichteu in Hessen für Freitag, den 22. März 1912:

□leifl trüb, Regensälle, Temperatur ivcnig verändert, starke west- liehe Winde.

Wandern und Helfen*

Verkehr-buch vom Vogelsberg mit Karte vom Vogelsberg und läintlicheii Markierungen, l : 100 000. Verlag von wnüao Mandt, Lauterbach. Tas VerkebrSbuch ist für den Touristen und den Besucher deS Vogelsberg« benimmt. Tie Karte umfaßt da« ganze Gebirge und gibt übersichtlich und deutlich die Boden- beschafienheu an, die Verteilung von Wald und Feld, die Wasser­läufe, Eisenbahnen, Haupt- und Nebenstraßen und Wege, die Markierungen, und bleib, trotz der Fülle einfach und leicht lesbar. Vraltijch ist die Uebersicht und ein Verzeichn,- der wichtigsten One und Berge. Kurz, schlagwartmäßig iverden da Einwohner­zahlen, Bildungsstätten, VerkebiSanualten, SehenSivürdigkeiien, Hotel- und Wirtschaften auaemertl in alphabetischer Jleibcuiolge. Io daß d,e Karte glücklich und ausreichend ergänzt und der Tourist sofort hinreichend orientiert ist. Eine Neuerung ist die Vorrede: Ausführlich erzählt da Franz Como von der Schönheit der Voaelsverger Landschaft vou sagenhaften Vlätzeu, ivie vom Toten kuppel bei Meiches, vom Frühling und vom Herbst tm Gebirge, vom Oberwald und seiner Poesie, vom alten Vulkan, von Dörfern iuid Städtchen, der alten Zeit und neuen ,J,eu, vou Schlössern und Blirgen und der Kunst, die einst auch in dem Gebirge ihren Sitz hatte. Tie Schilderung in ihier Farbigkeit, ihrem Humor, in der Warme deS Ton« und der lyrischen Pracht der Sprache wird wohl manchen Toutisten in die Kunst des WanVeinS naher emweihen lind der Verlag hofft, daß er dem Besucher deS Vogelsbergs nicht allein ein piafnirbee VeikehrSbuch, sondern auch eine Freude mit auf lernen Weg geben kann.

Universitäts-Nachrichten*

0 Marburg, 20. März. Dem Tirettor des Zoologischen Institut«, Pro'essor Dr. Kor schelt, der kürzlich einen ehren­vollen Ruf ablehnte, wurde der Titel Geheimer Regierungsrat verliehen.

Nur kchl mit tiefer viarledemFischer bm »arcr.ht. tzcichrn bei Scott* !*« »ttlaljruUl

Danksagung.

Für die Beweise herzlichster Teilnahme an dem Hinscheiden unserer lieben

Frau Marie WMllll geb.Mllller

sagen innigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen.

J.d.N.: Georg Sidmauu.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der schweren Krankheit und der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters

Wilhelm Hofmann I.

sagen wir allen Teilnehmenden herzlichsten Dank.

Tic trauernden Hinterbliebenen.

Lnftschisiahrt.

Frankfurt a. M., 20. März. Dem Deutschen Fliegerbund ist durch Erlaß deS Ministeriums des Innern eine Lotteriebe­willigt worden. Die Ziehung findet am 24. und 25 Mai in Frankfurt a. M. statt. Es kommen Gewinne int Gesamtwert non 60 000 Mark zur Ausspielung. Das Präsidium des Deut­schen Fliegerbundes hat die Absicht, den ^Reinertrag der Lotterie zur Ausschreibung für eine Wasserflugmaschine zu ver­wenden. Ferner hat der Deutsche Fliegerbund die Absicht, unter dem übrigens häßlichen Namen Aeroplan-Turnier einen Wett­bewerb zu veranstalten, durch den die Brauchbarkeit der Flug- Maschinen als Karnpfwaffe erprobt werden soll.

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Berlin, 21. März. Im Budgetausschuß des Abgeord­netenhauses teilte Minister Breidenbach mit, daß die Vorlage über die Elektrizierung der Berliner Stadtbahn dem Abgeordnetenhaus bald zugehen werde Die Elektrizierung der Stadtbahn wird srülfestens 1916 durchgcsührt sein.

Brüssel, 21. März. Die Prinzessin Luise hat Berufung gegen das Urteil wegen des Testamentes des Königs Leopold eingelegt.

Daris, 21. März. Nach Meldungen aus Adschda fand am 18. März d. I. ein heftiges Gefecht zwischen einer französischen Kolonne und dem Aled el Hadji^tamm am rechten Ufer M Muluja statt. Tie Marokkaner hatten bettachtli,l>e Verluste: die Franzosen verloren 10 Tote

Kuldscha, 21. Marz. Hier entstand eine Revolte, ht deren Verlauf die Chinesen eine selbständige R c b u b I i f Z | i gründeten. Zwischen Chinesen und Mandschus berrfdxn fort, gesetzt Kämpfe.

gelS von Juwelen im Werte von 20000 Dollars verhaftet wer- ^n sollte, im Hotel erbangt ausgefunden. Sie hinterließ einen Vries, worin sie sich al» schuldig bekennt

Aus Tunmero in Pennsolvanien wird gemeldet, daß dorr ein Haus durch eine Dynamitbombe in Die Lust gesprengt wurde. A ch t Bewohner sind getötet worden Ein in dem daus anwesendes Mädchen wurde gegen einen Baum geschleudert.

Vermischte».

Ein Kampf mit Räubern. In Lodz überfielen bewaffnete Räuber einen Kassierer der Aktiengesellschaft Louis Geier, der eine zur Lohnzahlung an die Arbeiter bestimmte Summe von 20 000 Rubel bei sich trug. Während sich die 9täuber bemühten, die Geldkassette zu öffnen, wurden sie von Arbeitern überrascht und -ergriffen die Flucht, wobei sie Revolver­schüsse abgaben. Ein elfjähriger Knabe wurde verwundet. Einet der Räuber wurde bei der Verfolgung durch die Polizei gelotet. Er war im Besitze von drei Schußwaffen und vielen Patronen.

* 86 Bergleute Vers chü ttet. Aus Fort Smith (Arkan­sas) wird unterm 20. Mär- gemeldet: In einem Kohlenberg­werk in Mc. Curtin in O klahena hat eine Explosion statt- gefunden, durch welche 8 5 Bergleute von der Außenwelt abgeschnitten worden sind. Eine Leiche ist bisher geborgen worden. Feuer und Rauch hindern das Rettungswerr

Kleine Laqeschronil.

Der Inhaber der Berlitz-School in Stettin wurde ver­haftet, weil er junge Mädchen, die er durch Heiratsannoncen an sich gezogen hatte, unter dem Vorwand einer Heirat nach Süd­amerika gelockt und dort in öffentliche Häuser verschleppt hatte.

Bei Helsingfors wurden 300 Fischer auf einer Eis­scholle ins Meer hinausgetrieben.

Auf der Strecke Mobile-Ohio wurde ein Perfonenzua durch vier Räuber zum Halten gewungen. Die Räuber erbrachen den Geldschrank des Zuges und erbeuteten 60 000 Dollars. Sic enttarnen.

Eine reiche Witwe aus Kalifornien namens Balah Lar­sen, die nach dem Abschluß einer Weltreise von Paris in Neu Dort eingetroffen war, wurde, als sie gestern wegen S ch m u g

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ordentliche Pro'effor der Hygiene und Direktor des bygie- nifchen Instituts an der Unioerfitäk Freiburg i. Br. Geh. Holrat Dr. Max S ch o 11 e l» u s ist md sein Anluchen wegen leibender Geninbheit auf 1. April 1912 in den Ruhestand verletzt worden; a>,S diesem Anlaß erhielt er das Koniinandeurkreuz zweiter Klasse des Ordens vom Zahrmger Löwen.

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fichert er daß er nie mehr in feinem Veden spielen werde,«er- ff Fie mlchn,^ nach Vermutungen, sondern nach dem Gesetz Ich will Gerechtigkeu im Lande des großen Ffrieorick " Hierauf erhält Graf Wolff-Metternich dis Dort roürt>e üto- Jaupt nichts lagen aber ich bin verheiratet und muß an meine vrau-denken, damit die,e nicht glaubt, sie hätte einen Betrüger unö ,.,alschfp.tter geheiratet. Gras Metternich kommt dann auf seinen eriten Prozeß zurück und lagt, daß in dem ersten Prozeß dec Staatsanwalt seine Frau in der unobjektivsten Weise an- gegrincn habe Wie kommt der Staatsanwalt dazu, die Anklage gegen mich aufrecht zu erhalten, nachdem nicht der geringste Be- weis erbracht wer^n konnte. Ta müssen doch andere Motive Er sitze ichon feit 14 Monaten unschuldig in Untersuchungshaft. Ter Untersuchungsrichter habe ihm gesagt- Denn die Smelerafsare nicht gekommen wäre, so wäre wegen der Betrugsgeschichte überhaupt nichts geschehen Staatsanwalt: Ich werde den Untersuchungsrichter loden laffen. Gras Metternich bl"bt aber bei seiner Behauptung und sagt schließlich, er bittd nochlnatt bat Gericht, streng nach dem Gesetz zu urteilen und ich nicht becinftuifen zu lallen. Der Staatsanwalt verwahrt sich nochmals gegen den Vorwurf, daß er den Prozeß verschleppt toe: Angeklagte Buies sagt noch, er wolle leinen Sündenbock machen, well Stallmann und Newton nicht da seien er vertraue aus die Gerechtigkeit der Richter und bitte, ihn nicht am Vermutungen und Verleumdungen zu verurteilen Nach kurzen Erwiderungen des Grafen iWetternirf), während welcher der Vorsitzende wiederholt droht, ihm das Wort zu entziehen wenn er sich nicht mäßige, wird die Verhandlung unterbrochen' pnd dre Fortsetzung auf morgen nachmittag 1V3 Uhr vertagt.

ToS Urteil.

Berlin, 20. März. In dem großenxSpielerprozeß gegen den Grasen Wolff-Metternich unh den Rumänen Bujes wurde heute nachmittag gegen 3 Uhr folgendes Urteil verkündet- Der Angellagte Bujes wird wegen Betruges in mehreren Fällen »u zwe, Fahren sechs Monaten Gefängnis verurteilt von denen neun Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt wurden. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehren­rechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt.

Der Angeklagte Graf Wolfs Metternich wird wegen Be­truges m einem Falle (Oberkellner Ziehenberg) zueinerWoche Gefängnis verurteilt, welche als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt wurde. In den übrigen Fällen erfolgte Frei­sprechung. Graf Wolfs-Metternich weinte bei Verkündigung des Urteils sehr heftig.

Der Angellagte Bujes erklärt, die Strafe nicht annehmen zu wollen.

Graf Wolff-Metternich gibt vorläufig keine Erklärung ab. Er bittet den Präsidenten noch einmal um Entschuldigung, wenn er in der Verhandlung öfter sehr erregt gewesen sei und dankt dem Präsidenten für das Entgegenkommen, das er ihm be­zeigt habe.

Der Haftbefehl gegen den Grafen Wolff-Metternich in dieser Sache wird aufgehoben.

Tamll ist der große Spielerprozeß, der am 28. Februar be­gann, nach dreizehntägiger Verhandlung beendet.

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bs Darmstadt, 21. März. Die Zweite Kammer beendigte heute die Beratung des Staatsvoranschlags, namentlich die noch aussteheiioen Kapitel wurden erledigt. Beim Kapitel 13, Landltände, sprachen die Abgg. v. Brentano vScntr.), Stephan Matt >, Raab .So;. , Ulrich lSoz.l, Bähr (B. d. L.) und Dr. Osann Mail,) über die Freifahrt- farten und die Diäten der Llbgeordncten. Staatsminifler Dr

lc> 3al«»*ee err.H SeeyMak-gti. H. Timmann, Hannover tOE uxibe ru-xu: lup. 0, .11*. xn. H*eeo» WU»iinii« *** runta*u.

1 und Dr. Osann Mall,) über die Freifahrt- Diäten der Abgeordneten. Staatsminlstcr Tr. Ewald führte aus, btt Regierung habe wegen her Freikarten alles getan, um die berechtigten Wünsche der hessischen Abgeord­neten zu erfüllen. Aber man länne doch nid# mehr verlangen, als auch die preußischen Abgeordneten hätten.

2ic noch ausstehenden Kapitel wurden angenommen. Prä- lident Köhler stellte fest, daß die Voranschlagsberatung in diesem Fahre 22 Sitzungen statt im letzten Jahre 16 erfordert habe. Hierauf tritt eine Pause ein