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* von Adolf Kommt J L Co., Hanau bestes blutbildendes, wohlschmeckendes Präparat
Nor echt mit Schatzmarke „M-Rlog".
Meteorologische Beobachtungen der Station Sictzen.
Juni
1912
NlOrtn* und Rl3tAnlAiHan , .e ' 'W®Ibs and anderen I %rr' w eM e n dT M ü tt erC u^id K i ndw^ in 'der ^jdcn’|blldet' x” e"*(“n- ! 8«^*l darch Vergleic^gder Analysen, wenn ErsaUqueUen emp- I
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Regen
48,9
47,6
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Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten, die haupisächlich Fachsragen berührten, erstattete Prof. Haupt (Hannover! Bericht über das Unterbietungsverfahren. Er bespricht dabei im einzelnen den Entwurf eines Gesetzes-Vorschlages über das Verdingungswe'en sür das Deutsch Reick, den der Haniabund ausgearbeitet hat, und mit dessen Grundzügen er sich etnoerstanden erklärt. Nachdem er dann auch seine Befriedigung über die Beschlüsse des preußischen Abgeordnetenhauses ausge- fprodvcn hat, schlägt er eine entsprechende Entschließung vor, in der der Delegiertentag u. a. fordert, daß kunstgewerbliche Arbeiten nur der beschränkten Unterbietung oder auch der frci- händigen Vergebung unterliegen, und daß der Zuschlag keines,vegs ausschließl. an den Mindestbicienden, sondern nur an solche erfolgt, die die Gewähr für eine preiswerte und gediegene Arbeit leisten.
Weiter sprach Prof. Lehnert (Braunschweig) über die Friedhofsfrage.
lieber Ehrengeschenke erstattete Hofrat Bruckmann (Heilbronn) Bericht, indem er über die bedauerlichen Geschmacklosigkeiten, die nicht selten von jenen bekundet wird, die (Sitten- aeschenke für Sieger, Jubilate usw. zu bestellen haben, sich des längeren verbreitet.
Zum Schluß hielt dann noch Stadtbauinspektor Labes (Görlid) einen Vortrag über „Tie Wiederbelebung und Fortentwicklung deutscher Eigenart in Baukunst und Kunstgewerde".
Als Ort der nächsten Tagung wurde Breslau gewählt.
Miiller'sche vaöeanstalt.
N as s e rw ärm e d e r L a hn a in 26. Juni: 17' k.
Handel.
— Der Verbrauch von Kakao nimmt in Deutschland von Jahr zu Jahr zu. Er beträgt jetzt ungefähr 0,80 kg pro Kops und Jahr, wahrend er vor zehn Jahren erst aus 0,30 kg sich bezifferte. Jn'olgedesseu wächst auch der Anteil Teutschlauds au der Ausfuhr der KataovroduktionSläuder. Tic wichtigsteu dieser Länder sind Portugiesisch-Westakrika, Britisch-Westafrika, Brasilien, Ecuador, die Dominikanische Republik, Veuezuela, Kamerun. Für die meisten ist Deutschland heute der Hauptabnehmer. So hat z B. Brasilien im vorigen Jahre rund 35 Mill. kg Kakao erporticrt im Werte von 24,7 Mill. Papier-Milreis. Davon sind nach Deutschland 9 925 000 kg gegangen im Werte von 7 Mill. Papier-Milreis. Deutschland hat demnach 28 bis ?9 Prozent der brasilianischen Ausfuhr erhalten. Nordamerika, England, Frankreich sind in ihren Bezügen aus Brasilien weit hinter Deutschland zurückgeblieben.
(ßeridjuioal.
Leipzig, 24. Juni. Das Reichsgericht verurteilte den Ingenieur Kaufmann Wilhelm Lichtenberger aus Mannheim wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse zu vier Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. ES ist eciviesen, daß der Angeklagte versuchte, sich von Soldaten em Schrapvnell neuester Konstruktion zu verschaffen, um sie einer fremden Macht zu verraten.
UttiversitäteNachrichten.
— Die Universität Al ü n st e r zahlt im lau'enden Semester 2149 Studierende gegen 2003 im Sommerjemelier 1911 und 2072 im Wintersemester 1911/12. Dazu kommen 103 Hospitanten.
— 2690 Studierende zählt im lausenden Semester die Schlesische Friedrich - Wilhelms - Universität B r e s l n u gegen . 540 im Sommerjemesier 1911 und 2641 im Wintersemester 1911/12. Dazu kommen 322 Hörer.
bk. Berlin, 25. Juni. Ter Dozent an der Berliner technischen Hochschule hessischer a. o. Professor a. D. Dr. phil. Ctto Warschauer (Nationalökonomie) wurde zum Honorarprofessor daselbst ernannt.
Die ost lästigen Milchkuren für Schwächliche und Blutarme werden durch Beigabe von „Kuseke" erleichtert und angenehmer gemacht. „Kuseke" mit seinem an Malz erinnernden Geschmack i)t eine leicht verdauliche und gleichzeitig fräftiflCTibe Nahrung, die selbst von verwöhnten Patienten gern genommen wird. fhv,e/e
muß, damit der Platz vollständig geräumt sei, da punkt 5 Uhr bad Scharfschießen der Artillerie beginnt. Als nun die Brigade diese Wocke früh 8 Uhr 45 Mm. nach dein etwa % Stunde entfernten Lager abrückte, ertönte plötzlich tHrtiQerieleuer und ei» scharfer Schuß schlug ca. 300 Meter hinter den Truoven ein. Ein Offizier hatte die Geistesgegenwart, sofort .Marsch! Marsch!- zu kommandieren und die Truppen mußten im Laufschritt der gefahrvollen Feuerzoue der Artillerie enteilen. Eine nähere Untersuchung über diesen Vorfall ist im Gange.
Kleine Tageschronik.
In Dresden sah ein aus Böhmen stammender Schlosser in den Anlagen die zweijährige Tochter seiner früheren Geliebten mit anderen Kindern spielen, lockte das Mädchen, das ibn kannte, an sich und jagte ihm eine Kugel in den Hinterkopf. Als das Kind zusammenbrach, seltene er vier Schüsse gegen sich selbst ab, die ihn lebensgefährlich verletzten.
In einncr Anwandlung von Geistesstörung schoß der Haupt- mann Gasarow in W a r s ch a u auf den Regimentskommandeur Baron v. Brinken und verletzte ibn schwer, jedoch nicht lebensgefährlich. Alsdann brachte er sich selbst eine tätliche Kopfwunde bei.
Aus Warschau wird gemeldet: Ter Tenorist Steinman n zog in der Wohnung seines Schwiegervaters, als die ganze Familie bei Tisch saß, einen Revolver, feuerte zuerst auf seine junge Frau einen Schuß ab und erschoß sich bann selbst. Tie Frau ist schwer verletzt.
Aus Landsberg a. d. Warthc wird gemeldet: 3n 9Zcu- zelle wurde der Präparant L i n d m a n n mit verstopftem Munde ermordet ausgefunden.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 25. Juni. Heu- und Strohmarkt. Angefahren waren 10 Wagen Heu und 0 Wageu Stroh. Man notierte: Heu 8.80—4.00 Mk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 9NL Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Geschäft flau. Die Zufuhren waren aus der Wetterau und den Kreisen Hanau und Dieburg.
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Höchste Temperatur am 24. bis 25. Juni
Dliebrigfte „ , 24. , 25.
Niederschlag: 2,7 mm.
Prozeß Schapiro-hirsch.
Darmstadt, 25. Juni.
Heute wurden eine Reihe von Mädchm als Zeugen vernommen, die seinerzeit von der Polizciasfistentin vorgeladen wurden, da sie teils mit verdächtigen Mädchen verkehrten, teils mit jungen Burschen nachts in den Anlagen und Straßen der Stadt Mainz getroffen wurden. Aus der großen Reihe der anderen Zeugen ist die Aussage des Stadtverordneten Professor Hebel hervorzuheben. Er vekundet, daß in dem Heim, das die Polizeiassistcntin errichtet hatte, und das aus vier Zimmern bestand, neben Prosti- tuierten einmal ein zwölfjähriges Mädchen von der Polizei- assistentin untergebradtf war, und das; es, trotzdem über dieses Mädchen Zwangserziehung ausgesprochen war, die Polizeiassistcnsin in ihrem Heim behielt. Das Mädd)en habe bann die schlechten Redensarten der Prostituierten anhören müssen, was natürlich gerade nicht von Vorteil für die Erziehung des jungen Mädchens war. Der Vorsitzende meint, daß hier doch kein Verschulden der Frau Sdmpiro vorliegen könne; denn, das Mädchen könne doch auch zufällig und gegen die Anordnung der Polizeiassisteniin fick; in dem Zimmer aufgehalten haben, in dem fid) die Prostituierten be fanden. Der Staatsanwalt meint, daß dies gar keine Prostituierte waren, woraus der Zeuge sich dahin korrigiert, daß es wielleicht zweideutige Mädcl>en waren; jedenfalls sei gegen das Zusammensein eines zwölfjährigen Mädd)ens mit solchen Damen entschieden Protest einzulegen. Weiter werden bann noch eine Anzalff von Mainzer Bürgern und Schutzleuten, zum Teil unter Ausschluß der Oessentlichkcit, vernommen.
Deutscher Uunftgewerbetag.
O München, 25. Juni.
Der Verband deutscher Kunstgewerbe-Vereine hielt hier im Festsaale des Bayerischen Künstgewerbe-Vereins unter dem Vorsitz des Geheimrats Dr. Muthesius (Berlin) seine 22. Tagung ab. Für das Großherzoglich Hessische Staatsministerium nahm der Direktor der Kunstgewerbeschule in Mainz, Prof. Knebel teil.
Jean Jacques Rousseau, der vor zweihundert Jahren, am 28. Juni 1712, in der Genfer Grand'Rue das Licht der Welt erblickt hat. • , "N. diesen Gedenktag zu erinnern, bringen wir nach
stehendes Bild dieses Mannes, von dessen Schriften eine die Mensdcheit tief erregende und beute noch nachzitternde Wirkung ausgegangen ist. Mit Recht haben die Genfer das Denkmal ihres größten Bürgers auf jenem entzückenden Plätzchen erridstet. Hat doch Rousseau in seinem in Briefform verfaßten weltberühmten Roman „Julie, ou la Nouvelle Heloise“ (1761), diesem Hohen- liebe ber Leidenschaft, die französische Poesie aus der konventionellen Unnatur des Salons hinausgesührt jn die wirkliche Natur. Durch den beraufdjenben Zauber seiner Sprache, mit dem er den Genfer See und das Walliser Land schilderte, weckte und vertiefte er den Sinn für die Natur und ihre erhabenen Reize und machte ihn erst zum ©cmeingut der gebildeten Mensdcheit. Allein dieser Verherrlid>er friedlich Naturschönl-eit war and; bet Verfasser des „Contrat social“ (1762), ber bas Grunbbuch der sranzö- ,iscl)en Revolution geworden ist. Freilich,hat diese ökonomisd)e gefellschastliche und politische Ursachen gehabt, allein den Geist der Revolution beschwor doch zuerst Rousseau herauf in jenem Werke, m dem aus jeder Zeile uns die Worte Egalitö und Libertö entgegenhallen. Die Männer des Konvents, vor allem Robe- spierre und Saint-Just, haben es dann vergeblich versucht diese Grundsätze eines abstrakten Radikalismus in die Wirklichkeit zu übertragen.
- Diese Wirkung, die von Rousseaus Schriften ausging, hat Napoleon, ber geniale „Sohn ber Revolution", bei seinen höchst intcrcjiantni Neuerungen im Auge gehabt, die ber bekannte französische Historiker und Napoleonsorscher Paul Fremaur kürzlich tm „Mercure de France“ veröffentlicht hat. Wir lassen sie in "ner von der „Franks Ztg." gebrachten Uebersetzung hier folgen. Am 12 Januar 1803 notierte der Staatsrat Roederer in fein Tagebuch folgende Aeußerung des Ersten Konsuls:
*t V HK lese alles, was erscheint. Mein Sekretär legt e$ tmr leben Morgen mit einem kurzen Bericht vor. Was erscheint ist elend und ekelt einen an. Welcher llntersckied zwischen Vol- taire und allem, was heute gcidjricbcn wird. Je mehr ich Vol- il)n\ i» ein 'iicnfd,. ber immer vernünftig ist, fein (s Harla tan und kein Fanatiker ... Ich siebe sogar feine geschichtlichen Werke sehr, obgfeidj man sie kritisiert.
iE den Grundzügen der Verfassung des Reiches imb Hessens mehr unb mehr vertraut werden.
Pros. Dr. Alles, Kreisschulinspektor, erstattete den Jahres- dericht über das Volksschulwesen im Schuljahr 1911. Der Kreis zählt 79 öffentliche Schulen sämtlich simultan), die Trennung der Geschlechter besteht nur in Gießen; 33 Schulen find ein-, 24 zwei-, 8 drei-, 4 vier-, 4 fünf-, 2 sechs- und 4 achtsidssig. Unter den 239 Lehrkräften sind 223 Lehrer und 16 Lehrerinnen, dazu kommen noch 87 Handarbeitslehrerinnen. Zwei Lehrerstellen wurden neu errichtet, so daß am Sckluß des Schuljahres 241 Klassen bestanden. Die Zahl der Schüler stieg von 13 325 auf 13573; davon waren 6824 Knaben und 6739 Mädchen, 13164 waren evangelisch, 298 katholisch, 103 israelitisch unb 8 anderer Konfession. Die Zahl ber Schüler stieg um 245. Es sind allerdings noch Schulklassen vorhanden, die überfüllt sind, so daß Neuerridstungen nötig sind. Die Zahl der Fortbildungsschulen beträgt 79, einschl. der kaufmännischen Schule Gießen; 69 sind einklassig, 6 zwei- und 4 dreiklassig. Die Zahl der Fortbildungsschüler betrug 2218, sie stieg gegen das Vorjahr um 126. Dem Kreis unterstehen noch 3 Privatschulen, darunter Arnsburg mit 33 evangelischen Schülerinnen. 19 Schulstellen wurden neu errichtet; 10 Lehrer erhielten anläßlich des Geburtstags des Großherzogs Auszeichnungen. Zu den Kursen für Betätigung in der inneren Mission zu Berlin erhalten Lehrer den erforderlichen Urlaub. Hierauf 'hielt Dr. Wolf einen sehr lehrreichen Vortrag über „Die heutigen Grundlagen der praktischen Wetter- Vorhersag e". Der Redner betonte, daß gerade der Lehrer berufen sei, auf dem Lande Aufklärung über Wetterkunde zu geben. Er spricht dann über Luftdruck, Temperatur, Winde, Feuch- sigkeitsgehalt. Rebel, Bewölkung, Niederschläge, und erklärt die Herstellung der Wetterkarte durch die Wetterdienststellen.
Lehrer H. Schmidt- Gießen hielt bann einen Vortrag über „Die staatsbürgerliche Erziehung". Das höchste Gut des Volkes sei ber Staat, Staatserhaltung und Volkswohlsahrt seien hohe Ziele. Der Jugend müsse das Gefühl ber Verantwortlichkeit eingepflanzl werden, bas Pflichtgefühl des mobemen Staatsbürgers müsse gefördert werben. Das georbnete Staatswesen solle jedem seine geistige und materielle Existenz garantieren. Vaterlandsliebe unb politiscl-e Bildung gehörten zusammen. Die Frage der staatsbürgerlichen Erziehung sei durch Kerschenstciner und andere in Fluß gekommen. Der Redner wies auf den staatsbürgerlichen Unterricht in Dänemark (durch die Volkshochschulen), in Holland unb ber Schweiz hin. Dänemark habe den ausge- fiärteften Bauernstand. Jn der Volksschule könne und soll eine staatsbürgerliche Erziehung ins Auge gefaßt werben, bcsonbers in Religion, Geographie und Geschichte. In der Fortbildungsschule müsse mehr staatsbürgerlicher Unterricht angeftrebt werben. Folgende sieben Leitsätze, bereit Gebauten zum Teil schon einge- fühLt sind, sinden die Zustimmung der Konferenz.
1. Die neuzeitliche, freiheitliche Entwicklung der führenden Staaten legt die Verantwortung für alles politische Geschehen mehr und wehr auf das Haupt jedes einzelnen Staatsbürgers.
2. Aus diesem Grunde ist der staatsbürgerlichen Erziehung des Nachwud)ses größte Aufmerksamkeit zu widmen.
Die staatsbürgerliche Erziehung bat die Ausgabe, sittliche Charaktere zu erziehen und staatsbürgerliche Kenmnisse zu vermitteln.
4. Jn der Volksschule ist ein besonderer staatsbürgerlicher Unterricht nicht zu erteilen. Die staatsbürgerliche Unterweisung erstreckt fid) hier auf alle Fächer und ist so zu gestalten, daß
5. der in der Fortbildungsschule als besonderes Fach cinzu- führende staatsbürgerliche Unterricht aufbauen kann.
6. Für die nachschulpslichtige Zeit ist vermehrte Bildungs- gelegenheit zur Erlangung staatsbürgerlicher Kenntnisse zu schaffen.
7. Beim Seminarabgangs- und Staatsexamen sind staatsbürgerliche Kenntnisse zum Prüfungsgegenstand zu machen.
Zu der Frage der Jung-Deutschlandbewegung sprachen noch Professor Dr. Alles, Da ab-Lollar unb Ba ch- Großen-Linden. Mit Dankeswortcn an die Referenten schloß Geheimerat Dr. Ufinger die Konferenz. Im Konferenzsaal waren von Gießener Firmen Lehrmittel und Katechismustafelu ausgestellt. Bei dem anschließenden Essen sprad) Professor Dr. Alles auf den Großherzog und Hauptlehrer Schneider - Heuchell>eim auf die Kreissdiulkommission. Die Lehrer der Bezirke GJrünbcrg und Großen-Buseck erfreuten durch Vorträge mehrerer vierstimmiger Volkslieder.
Stattöcsamfsiia cfrricbtcn,
(Nachträglich eingegangen.)
Nlein-Linden.
Aufgebote: Juni 17. Der Bahnarbeiter Ludwig Adolph IV. in Klein-Linden mit Elisabetha Kriep in Nordeck. — 18. Ter Schriftsetzer Jakob Hofmann mit Karolme Harnisch, beide in Klein-Linden.
Geborene: Juni 8. Dem Taglöhner Karl Linz ein Sohn, Alwin. — 11. Dem Maschinisten Gustav Gelitzer eine Tochter, Frieda.
Sterbefälle: Juni 13. Alwin Emil Gelitzer, drei Jahre alt.
vermischtes.
* 3 m Feuer der G e s ch ü tz e. Vom Truppenübungsplatz des zweiten bai;erischen Anueekoi ps H a m m c l b u r g wird gemeldet : Die Angehörigen der 5. Jickauteriebrigade, bestehend aus den in der Pfalz garuisonierendeu Jufantericreguneiitern Nr. 22 und 23 und dein 2. Iägerbaiaillon, sind einer großen 63 e f a h r entgangen Am Montag früh begann um 6 Uhr das Exerzieren un Brigadeverbaud, das um 9 Uhr an jedem Tage beendet fein Die „Pucelle" taugt nicht für die Jugend, aber sie erheitert bie reiferen Leute. Bis zu meinem 16. Jahre hätte ich mid; für Jxouifcau gegen alle Freunde Voltaires geschlagen. Heute ist es umgekehrt. Jetzt kann ich Rousseau nicht mehr leiden, besonders seitdem ich den Orient kennen gelernt habe. Der Mensch im Naturzustand ist ein Hund . . . Die „Weue Heloise" ist in- desten ein mit großer Wärme geschriebenes Werk. Es wird ewig das Buch der jungen Leute bleiben. Ich habe diesen Roman mit neun Jahren gelesen, unb er hat mir ben Kopf verdreht . .
Einige Zeit bevor Napoleon sich in dieser Weise Roederer gegenüber geäußert hatte, war er in Ermenonville gewesen, wo Rousieau geftorben war. Stanislaus be Girardin berichtet über bicfcn Se)ud): Aus der Ile des Pcupliers angekommen, blieb der
- ninl vor der Grabstätte Jean-Jacgues' stehen und sagte: ^Es wäre für die Ruhe Frankreichs besser gewesen, wenn dieser Mann niemals gelebt hätte." „Weshalb. Ettoyeu Consul ?" fragte ich. f „Weil er es ist, der die französische Revolution vorbereitet hat. -/Ich., glaubte, Citohen Consul, daß es nicht an Jhnyi Ware, nck über die Revolution zu "beHagcn." „Nun, wohl," antwortete er, „die Zukunft wird lehren, ob es für die Ruljc der Welt nicht besser gewesen wäre, nxnn weder Rousseau noch id> jemals existiert hatten."
Wegen seines „Emil", ben Goethe das „Naturevangelium der Erziehung' genannt hat, überall geächtet und vertrieben, suchte Rousseau eine Zusludststatte auf der kleinen einsamen Peiersinsel im Bieler «ee. Wie Jean Jacques sich in seiner Behausung lässigen Besuchern .zu entziehen wußte, das lesen wir im neuesten Heft
-^.'^iteii. und Völker", Monatsheft für Geschichte, Kultur- geickichte, Länder- und Völkerkunde (Stuttgart, Franckhsche Ber- lagshandlinig); schon nad) einem Monat aber kam von der Berner Regierung der Befehl, bas Eiland zu verlassen Dann lolgte fein Besuch in England, nad) dem er am 1 Mai 1767 micber ui Frankreich landeie. 1770 erhielt er die Erlaubnis nach Pans zurückzukehren, wo er nun sein Meisterwerk, die' schon aus britiichem Boden begonnenen „Confessions“ beendete. Ge 1 i >5CQn Jacques, dessen Leben wir trotz aller Schwächen und Widersprüche, Ueberstürzungen und Maßlosigkeiten nickt ohne tiete Ergrissenheit versolgen, am 2. Juli 1776 ui Ermenonville (Deport. Eife).
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