Ausgabe 
24.4.1912 Erstes Blatt
 
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Weitere Aussagen.

Eßlust und besjereErnährung ist hier unbedingt am Platze. Nichts ist hierfür besser geeignet, als die seit Jahrzenten erprobte Scotts Emulsion. Längere Zeit hindurch regelmäßig genommen kräftigt sie Mädchen u. Knaben so erfreulich, daß ihnen die Schule und das Lernen bald wieder zur Freude wird.

Srott« (Swuffton wird von un» auSsLliehlich hn grvhrn errfauft, nnb »war nie (o<e nod> «eiotchk ober Man, fentern nur in eerfieflelicn Cr.flinoifla'dien m fiat ton mit unserer Libuymoike (Fischer mit dem £oi(d>) Ccoit k Sorone m. b. £>.. ftranffuit a. Dl

Sffienbtetle: ftemfier Mevijinal-Leberrran 1 »uXi, pnma OlDierin 60*. untc-pboleboTigfau-er »alt 4.3, untervheepboriqsaure« Natron 8X) bull Tragant 3,0. ftinfirr orab. äfumini pulv. 2X>, Wasser 12»X> eitebol I X). Hi<r»u aromatische (tmulflon mit Zimt-, MaaeeU unb Vaultheriaül |e 1 Tropfen.

dem £jbrrreqienmgSrQt Pfeffer v. Salomon, dem Geheimen 'ReqiminqSrat Dr. ftölfdjr, beide von der Regierung in Wies­baden. und Beamte deS MelioroiionSdauamteS vorgenommen, damit nunmehr baldigst diese- Werk prakliich in Angriff ge­nommen werde.

Für Schulkinder.

Daß viele Kinder in der Schule nicht recht mitkommen, unaufmerksam und matt sind, ist gar oft aus eine zarte Körperkonstitution zurück­zuführen. Anregung d. vielfach darniederliegenden

Tampferonfalle.

Darks, 22. April. An der Küste wurde bei Cherbourg der Leichnam >eincs SR anno? angetrieben, der als der bc3 Kapitän Darraud von dem DampferBelle l'isle" aus Nantes- ibentM Visiert wurde. Der Tampier verlieb mit einer Besatzung von 26 Mann Mitte Januar Cardiii und g in g bei einem schweren Unwetter mit Mann und Maus unter.

Ncuyork, 22. April. In der Nahe des Kap Dat ter as (Nord-Karolina) ist gestern ber TampierCretan" mit dem Ueberseedampier .Lroquis" zusammengcstoßen. Tie Cretan" wurde ziemlich schwer beschädigt und erbat Hilfe. Ter TampierCity" ist zu Hilfe geeilt, um die Passagiere an Bord zu nehmen.

Der B L.-A. berichtet über einen neuen Zusammenstotz mit einem Eisberg. In Neunork sollen gestern Gerüchte verbreitet gewesen sein, der DampferCorsica" der Allan-Line sei bei einem Zusammenstob mit einem Eisberg schwer bc» schädigt worden.

Sonn*

Dorrn, und von

Amtlicher weuerverichl.

Oeffentlicher Wetterdienst. Gießen.

MettermiSücbten indessen ftir Donnerstag, den 24. April 1912: Zunächst heiler, später Trübung und leichte Regen, etwas kühler.

Das nebenstehende (Stilett der ächten Apotheker

Richard Brandts

5hrr echt mit dieser Martedem Fi scher btm varaalte- »eich-n be« Scott- Ichea versabren L l

18 R. Eintragung deS ÄaUerL PatentatntZ in Berlin unter Dr. 10100 gesetzlich geschützt, und Dachahmungen desselben stnd von den -gl. Landgerichten Berlin, Altona uss. bestraft worden, ein Urteil wurde bereits vom Reichs­gericht bestätigt. Wir warnen deshalb vor LlLchahmung unseres geschützten Zeichens. Schasshausen (Schweiz).

«.. kenn. Apotheker Aichard Brandt.

Kleine Lagerchronik.

Durch Fahrlässigkeit entstand im nördlichen Teil des iscs Grossen bet Neumül)! ein großer W aldbrand. ierförltei '

(1906) folgte.; .

cm. Juni in Breitenbach zu Tetern und den nachstiahngen peuermebrtag in Roth abzuhalten. Die Hebung unserer Fabnk- Nuerwehr fand Beifall. v . ri

w Gelnhausen, 23. April. Für das Ka'serstift,

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Uiiiöcrfitäts-llacbridifen.

Prof. Kuebler t. Im Alter von 77 Jahren ist nach längerem Leiden gestern der Staats- und Kirchenrcchtslehrer Geheimer Rat Kuebler, Professor an der Berliner Universität, gestorben. In den siebziger Jahren gehörte Kuebler als Vor­tragender Rat dem Kultusministerium an. Nachdem er als Be­vollmächtigter der Regierung die in Kissingen begonnenen Ver­handlungen mit Jacovini geführt hatte, trat er in den achtziger Jahren wieder in die akademische Laufbahn ein.

Kreises Grossen bei Neumühl ein großer Waldbrand. Tas Ferner breitete sich bis zu der Revierförsterei KLttel au», die in großer G fahr schwebte, jedoch durch das.Eingreifen der Feuerwehr gehalten werden kannte. 1200 Morgen Sch.niung und Stangen- l,olz, Fürstlich Hoh-.-nzollcrschcs Eigentum, sind vernichtet worden.

Aus Bukarest wird gemeldet: Gestern ist der Vorsitzende deS Automobilklubs Prinz Robert Catargi auf einer Fahrt in der Nahe von Kronstadt tätlich Dcrunglüdt. DaS Auto wurde in einen Straßengraben geschleudert und fiel auf den Prinzen, der von der Last zu Tode gedrückt wurde.

In Nikolajew, im Gouv.'rnement Cherson, wurden bei einer Revision in der Kreditgesellschaff Fehlbeträge von über vierMillionenMark festgestellt. Auch sonstige tBetrüpercten wurden entdeckt Verschiedene VerwaltungSmitgltedert

Washington, 22. April. Mr. Franklin sagte vor der Senatskonrmission ferner aus, daß zur Zett deS Unglücks die Geschwindigkeit derTitanic" vier Meilen geringer mar, als die derMauretania" und derLusitania". Er leugnete, daß irgend einem Kapitän der Gesellschaft zu verstehen gegeben worden sei, daß man von ihm einen neuen Rekord erwarte.

Washington, 23. April. Der 4. Offizier derTi­tanic" erklärte, daß sich ein nicht festgestelltes Fahrzeug in S i ch t - weite derTitanic" befunden habe, von dem man aber auf Notsignale keine Antwort habe erhalten können. Dieses Sckiiff, dessen Lichter der 4. Offizier gesehen hat, ist vielleicht der dänische DampferHelliZ Olav^ gewesen, welcher am 17. April in Neuvork eingetroffen ist und meldete, daß er in der Nähe der Unglücksstelle einen Eisberg angetroffen habe.

Halifax, 22. April. Das KabelschiffM i n i a" geht heute ab, um das KabelschiffMackay öonnett" abzulösen Es nahm 150 Särge unb 60 Tonnen Eis mit sich Die nicht zu identi­fizierenden Leichen werden im Meere bestattet. TerMackay Bonnett" hat Befehl erhalten, mit den 50 geborgenen Leichen, die zu identifizieren waren, nach Halifax zurückzukehren.

(ßcricbtsfanL

Bielefeld, 23. April. Tas hiesige Schwurgericht ver- urteilte nach zweitägiger Verhandlung die Borkener Räuber und zwar den 25iährigen Schneider Stadtkowitz, dessen Bruder, den 23jährigen Arbeiter Stadtkowitz und den 24jährigen Gelegen­heitsarbeiter Willich wegen gemeinsamen Mordes zum Tode. Tie Angeklagten waren beschuldigt, am 7. November 1911 in Herze­brock den Polizeisergeanten Ellemann, der die drei wegen Ruhe­störung verfolgte, ermordet zu haben.

Rom, 23. April. In Reggio di Calabria wurde der Priester N a s o, der einen Vorgesetzten dadurch aus dem Wege räumte, daß er Gift in den Meßkelch schüttete, zu 30 Jahren Zuchthaus verurteilt.

M als Erholungsheim für geistige Arbeiter deutscher Nation bestimmt ist, wird nach einem Beschluss bwr Stadtverordneten die Stadt ein Baugelände in schönster Lage im Umfange von zirka 25 Morgen unent- gzeltlich zur Verfügung stellen.

(X) Hanau, 23. April. Die Braunkohlenzeche Gewerkschaft ..Gustav^ bei Dettingen a. M. errichtet eine elektrische lieberlandzentrale und hat sich erboten, auch die Ge­meinden des Landkreises Hanau mit elektrischem Strom zu Be- l.mchtungs- unb Krafttwecken zu versehen. Verhandlungen sind cringeleiter. Tas Projekt für den Hanauer Mainhafen, teer auch als Sicherheitshafen ausgebwut werden soll, hat die ministerielle Genehmigung gefunden. Zunächst wird nur ein Teil tteS Hafens ausgebaul.

fc. Höchst a. M., 23. April. Eine Bestchtigung deS fölufelaufeS der Nidda behufs Regulierung ihres Flußbettes von der KrciSgrenze bis zur Mündung wurde Mestern durch den Geheimen OberregierungSrat Praetorius mom Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten,

Letzte 21 cicbrichten«

Ter Aufstand in Marokko.

Paris, 24. April. (Priv.-Tel.) Privattiachrichten aus Fez bestätigen, daß der Aufstand in Marokko im Zu­nehmen ist. Sämtliche Kabylenstämme in der Um gegenb von Fez haben sich dem Aufstand ange­schlossen. Man bat Grund zu der Annahme, daß schcriftsche Beamten und wahrscheinlich.der Sultan selbst sich tm Einverständ­nis mit den Aufftändifchen befinden.

Paris, 24. April. Der Ministerrat wird am nächsten Sams­tag über die Absendung vonVerstärkungennachMarokkv beschließen. Grundsätzlich herrscht im Ministerium Einmütigkett darüber, daß die ftanzösischen Truppen in 9)tarotto verstärkt wer­den müssen. *

Neuyork, 24. April Ter Makro sv, der den Ausguck­dienst auf derTitanic" vor der Katastrophe leitete, sagte aus, sie hätten keine Ferngläser gehabt und auf Befragen habe der Kapitän ihm erklärt, daß keine an Bord seien. Wenn sie Ferngläser gehabt hätten, wäre der Eisberg so frühzeitig entdeckt worden, daß die Katastrophe vermieden worden wäre.

Der Unteraang der (Titanic.

In recht trauriger Gemütsstimmung Haven die Ueberlebenden von der Mannschaft derTitanic" am Sonntag auf deni Dampfer Lapland" die Heimreise angetreten. Trotz aller Bemühungen der White-Star-Linc, die unter jeden Umständen eine Berührung der geretteten Mannschaft mit dem Publikum oder anderen See­leuten verhindern wollte, haben doch einige der Geretteten, die von der Gesellschaft verhängte Sperre gebrochen und dem Neu- Yorker Seemannsheim einen Besuch abgestattet. Die Gesamtheit der Geretteten wurde unter Bewachung sofort von derCar pathia" an Bord derLapland" geführt und erhielt strengen Befehl, daS Land nicht zu betreten, sowie keine Besuche zu emp­fangen.

Die Wenigen, die sich ttotzdem eine Gelegenheit verschafften, ans Land zu gehen, erzählten nun, da sie sich von der Aufsicht ihrer Vorgesetzten frei wußten, sehr merkwürdige Tatsachen. Die Erbitterung der Mannschaft gegen die White-Star-Line ist außer­ordentlich groß. Wenn die Neuyorker Seemannsgenossenschast den Geretteten nicht umsonst Schuhe geliefert hätte, wären die Meisten barfuß nach England heimgekehrt. Die Whitt^Star-Line hat der geretteten Mannschaft erklärt, daß der Anspruch auf Löhnung mit dem Augenblick erloschen sei, in dem die ,,Titanic" unter­gegangen ist. Die Löhnung würde nur bis zu dieser Stunde aus- gezahl troerben; eine weitere Verpflichtung hat die White-Star Line abgclehnt. Einer der Geretteten erHärtc im Neuyorker See­mannsheim verbittert:Es tut mir fast leid, daß ich nicht mit untergegangen bin. Dann hätte die Gesellschaft wenigstens fär mein Kind und meine Frau aeforgt, jetzt aber erhalten sie gar nichts Ich fenrrne sozusagen stellenlos nach Hause und habe nur ein paar Schilling in der Tasche. Wie die meisten meiner Kame­raden habe ich meine Jacke den Frauen gegeben, die mit mir im Rettungsboot waren: nun muß ich mir eine neue Jacke kaufen und erhalle in England nur die paar Schilling Lohn bis zum Augenblick bet Katastrophe. Die Schiffahrtsgesellschaft macht sich keine Sorge darum, ob ich und meine Familie etwas anzuziehen

bald Schönhausen aufgeräumten Quellen als zu schwach In teuerer Zeit trägt man sich mit der Absicht, da- Dosier von LolkarlShain ober Ober-Seemen-Gedern herzuleiten, und wenn nicht unerwartete Hindernisse in den Weg treten, so wird das "ere Projekt zur Verwirklichung kommen. Bon der Kultur- nu Jtion Friedberg fanden bereits Messungen statt. Tie Quellen 'icaen oberhalb Gedern, nahe der Bahnstrecke Qber-Seemen Kteburg in einer Höhe von 440 bis 460 m. Da Wenings 343 m jod» liegt, so wäre natürliches Gefälle genug vorhanden, gleichseitig 'jnntc "aber auch das ;ur Gemeinde Gedern gehörige, 410 m ,jdi gelegene Lcbonhäusen mit versorgt werden, das gar keinen Mrunnen hat und in trockener Zeit sein Wasser in Fässern m -federn oder Wenings holen muß Auch ein Anschluß des Grafl. Jaubadi'lÄen Forst Hauses Wernings mitsamt der naben Provinzial -Jungviehweide wäre zu ermöglichen. Geradc ic letztere mußte im letzten Sommer den Wassermangel bitter mpiinben und das Wasser für die ganze Jungviehherbe wochenlang nil Wagen von Wenings und Seemen herbeischaffen. Die^Gräfl. ^-vierverwaltung zu Wernings versuchte zwar bereits für tm xm Hebel abzubelsen unb ließ den V* Stunde entfernten, über vnt Berg gelegenen Hühnerborn freilegen unb messen.^ Doch

!)einen sich Der Ausführung der Leitung nach Wernings Lchnne- 5'3feiten entgegen zu stellen, da zurzeit alle Arbeiten ruhen.

Miete- Äii<üuerq

- Butzbach, 23. April. In der Butzbacher Zei­tung wird ein Aufruf veröffentlicht, in dem zur Errich­tung eines Denkmals für Friedrich Ludwig W e i d i g leim Weidigsheim auf dem Schrenzer aufgefordert wird

Z. Nieder-Mörlen, 23. April. Unsere katholische Kirche ist zu klein geworden unb man beabsiMgt, sie zu erweitern. Bis pl sind 6000 Mark dafür gesammelt worben.

AuS der nördlichen Wetterau, 23. Llpril 3m herrlich st en Blütenschmucke stehen jetzt die neiften Kern- und Steinobstbäume. Die Apfelbäume sind roch etwas zurück, folgen aber, wenn die warme Witterung cnhält, bald nach und steht ein reicher Obstsegen in Aus­sicht Die Getreidefelder haben durchweg ein gutes Aus- fochen. Die Kleeäcker liefern, trotzdem sie durchs die Kälte cnsangS April etwas gelitten, oeim ersten Schnitt doch teichliche Erträge .

Starkenburg und Wlihnbnicn.

L. 8. Darmstadt, 22. 9lpril. Nach dem Beispiel anderer Städte wird auch Darmstadt mit der Annellnng einer .Hürforqebame* vorgehen, unb zwar hat die Stadl- rerordneten-Versammlung beschloffen, als solche ein Frl. «Inna Gradwohl vom 1. Mai ab anzusteUen. Die neue weibliche Htlfskraft für die Fursorgetäligkett soll nicht der itolizeivermaltung unterstellt werden, fonberu . ihre Tätigkeit ini Geschäftsbereich deS städtischen PflegomteS entfallen. Si. soll auch nicht zu polizeilichen Ueberwachnngen und Zwangs- funftionen oder zu StrasverfolgungSzivecken herangezogen werben; vielmehr wird nach der Eingabe der liäbt. Behörde ihre Aufgabe da beginnen, wo die polizeiliche TäUgkeit auf» jört oder für sie keine Veranlassung zum Einschreiten besteht. In erster Linie wird also Frl. Gradwohl dazu berufen sein, bie bisher von freuvilligen Helfern und Helferinnen auSqeüble Zürsorge in Fällen der ZivangSerziehung, der Lchutzaufstcht junger Ntädchen, der Waifenfurforge uff. zu unterstützen.

rm. Darmstadt, 22. April. Der Landesver­band Hessischer Privat- Ange st ellten-Ver- eine hielt am Sonntag hier seine Hauptversamm­lung ab, in der Herr H. Gabriel-Ofsenbach ÜberKauf­mann als Standcsbezeichnung" ssrrach. Hierzu wurde dann folgende Entschließung ernstimmig angenommen:Die am 21. April in Darmstadt tagende Hauptversammlung des Landesverbandes hessischer Privatangestellten-Vercine er- klärt, daß Kaufmann kein Titel, sondern eine Standesbe- zeichnung sei, die sowohl den selbständigen, wie den un- selbständigen Kaufleuten zusteht. Sie glaubt auch, daß bnc Kaufmannschaft wichtigere Aufgaben zu erfüllen hat, als sich darüber zu streiten, wer sichKaufmann" nennen darf. Bon der Großherzvglichen Regierung und den hessischen Handelskammern erwartet die Versammlung, daß sie die von der Dresdener Kaufmannschaft gewünschte Beschrän­kung der BezeichnungKaufmann" auf die selbstän - bißen Kaufleute nicht geben." Bei der Vorstandswahl wurde D a r m st a d t als Sitz des Landesverbandes gewählt.

Kreis Wetzlar.

X Holzhausen, 23. April. DaS zehnjährige Töchterchen der Familie Diehl kam den ans der Ofentür hcrauSschlagenden Flammen zu nahe, feine Kleider fingen Feuer und unter schrecklichen Schmerzen starb daS Kmd tagS darauf.

0 A l l e n b o r f, 24. April. Gestern wurde hier die 94-jähr. Wüwc Friedrich Krauß zu Grabe getragen. Tie Greisin er­beute sich an ihrem Lebensabend einer guten Gesundheit.

y Ahrdt, 24. April. Ahrdt hat die kleinste Schule deS Kreises Wetzlnr, sie zählt nur 9 Kinder. Es wurde diesmal Heber ein Kind Tonfirmiert noch ausgenommen.

Hessen-Nassau.

[] Marburg. 23. April. Bei dem nahen Dorse Schoenstadt wurde der Knecht Christoph Merlau infolge Scheuens seiner Pferde gegen einen Baum geschleudert und

Hieb sofort tot.

X Wächtersbach, 23. April. Bei einem soaen. KriegS- fpiel, das bei Aufenau veranstaltet wurde, entlud sich auS einem Flobertgewehr ein scharfer Schuß, durch den eine oorüber- gchende Frau Teubert in den Unterleib getroffen und schlver t crleßt wurde. Tie Schwerverletzte ist g e ft o r b e n.

0 Ludwigshütte, 23. April. Arn Sonntag tagte hier bie Dezirksversarnrnlung der Fre iw. F.e u e r w e h- re n des Kreises Biedenkopf. ES wurde festgestellt, daß das Feuer­löschwesen im hiesigen Kreise nur langsam Tortl(breitet denn bei 90 Kreisgemeinden bestehen bis jetzt nur 9 freiro. Wehren. Den Anfang machte Bottenhorn (1896), dem Rodheim a. d. Siebet (1906) folgte. Es wurde beschlossen, das Bezirksfeuerwehrsest

Sünfier Deutscher vott-hochschultag.

-K- Frankfurt a. M., 23. April.

Der 5. Deutsche Volks Hochschultag führte seine Ver­handlungen unter dem Vorsitz des Geheimen MedizmalratS Prvtz Dr. Waldeyer (Berlins zu Ende. Am letzten Tage sprach noch Dr. Czwiklitzcr i'Sicn) überEinrichtungen und Betrieb des naturwissensckwftlickxn Unterrichts an den Wiener Volköbildunas Instituten". Hierauf hielt Landtogsabgeokdneter «tadtrat Dr. Flesch (Franffurt a. M.) einen Vortrag über den Frantfurter IluSsckmß für Volksvorlesungen, der zur Zeit des Sozialisten^ gesetzes begründet wurde. Der Redner bezeichnet es als bedauere lid), wenn sich über die Universitäten noch ein.Aufsatz, eine For- dxunnduniDcrfität, aufbauen würde. Volkshochschulen und Dolks- vorleiungen sollen allen Gliedern des Volkes ohne Ansehung des wirtsdiafflichen und sozialen Standpunktes zugängig aemachi werden, wobei auch der leiseste Zwang vermieden werden soll. Nur o können die trennenden Klassenunteridffede durch das gemein ame kulturfördernde Band der Bildung und des WissenL über- brückt werden. In der fid) anschließenden Aussprache, in der lid) u. a. Dr. Hoffmann (Wien), Dr. Rclnn ((-stratzburg) be­teiligten, erfuhren die Ausführungen zumtcll lebhaften Wider spruch. _

Als letzter Redner sprach Dr. Hartmann sFranffurt a. M über die ..Grenzen der Volksbildung". In der sehr lebhaften AuSfpradie vertrat Pros Dr. Sittig (Frankfurt a. M.) die Ansickff, daß durch die 6rrid)tung der neuen Universität in Frank- urt die Geldmittel der Stadt so stark angesvann, v ü r d e n, daß möglidicrweise für die übrigen Bolksbildungs- trebungen die Mittel knapp fein werden.

9?ad) einem Schlußwort des Vorsitzenden erreichten die Ver­handlungen ihr Ende.

wurden v e rhoftet.

Märkte.

fc. Frankfurt a.M. nein ar Ftbe rieh t vom 24. April.

x?lufnetiieben waren 1801 Lchiveine. Vollfleifchige Celnveine von 85 bis 100 kq Vebeuhneividit 5 .00 - 58.00 4'1 t., Edilachtgeividit 72.00-7 .00 Alk., vollfleiidiigc Schweine unter 80 kg Vebenbgemicht 55.00 - 67.50 Mt., ed)ladUgeroidi( 70-72.' 0 Att.: oollsteischtge Zchweine von 100120 kg Lebendgewicht 56.0068.00. Alk., 3d)lncbtgen)id)t 7178.00 Alk.: vollfleischige Schweine von 120 « 150 kg Lebendgewicht 66.o0-58.00 'DIL, Schlachigeivtcht 71.00-71 iUf. bteldiäit ziemlid) rege.

fc. Frankfurt a. M., 28. Avni. Heu- unb Strobmarki. Angeiahren waren 5 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Veu 4.4U4.70 Uif., ctrob (ftornlanqftroli) O.< 00.00 ii-irrfiroh 0,000,00 DU. Alle-ür 60 Kilo, weschatt langsam. Tie Zuiuhren waren auS den Kreisen Friedberg, Dieburg und vanau.

ochentagen:

12 bi8 1 11

N0 vvil 10 «HK junwruna

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m öbi?b Ul erttberuf,, W '«ki I

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« öNNung Wis; ner <' 1 I 6klm Schritt I " biI Sellilfenfdjaft 7, !

2 I.ch abletner; ma.n Jld) damit getroi> -

blrt i ' no erwarten, bei II 0e noch m diesem Jabü I ;r der Arbeit-;-- ,' Mmgfeü der Meister i- 9n der Besprechana warbt |: uer, der um 6 Uhr schvi l -be Msch-n 8 und 9 Uh M °n war der Ansicht, bo= J vohnen würde, vor 8 Uh | mit diesem Zeitpunkt ge. ! \n9 einigte sich, daß mc lang versuchen wolle, bit ans 8 Uhr abends zu ii- 1 Kschäftsschluß ein, io M j Der Gehilfenveremigur' ! Meister durch Unterschr-t I zu verpflichten und £ | noch Kunden bedient, ljammliing. Am Sonn« findet in Darmstadt b;e! deS Vereins lffiiischtr it dafür folgende Taget« cht über die VereinStätioktit lechenschaitSdericht und 6nl« l des Ausschusses. 4 Ml j tveriommlung. 5. Zeitichim jeilichrislbeirat 6. dchrechung , emschl. der AmMnijse tuiU 8. BerichiedeneS.

bitte Seiten. $mt «««! >ling aus Mainz, in W ! 49 Jahre alt, in Wir; i it Nomha, NebraSka, Kair

Quincy, IN- aus SeeheiNi, 63 Jahre

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CtiitidMtfnbrt.

OSn abrück, 23. April. In der gestrigen Stadtver­ordnetenversammlung wurden 10 000 Mk. für den Nord - westdeutschen Rundflug bewilligt; 25 000 Mk. sollen dem Kaiser mit der Bitte überreicht werden, die Summe zur Beschaffung eines Flugzeuges zu verwenden, das den Namen Osnabrück" führt.___________________________

Schlägerei Im cichtipielcheater.

Aus Paris wird über eine folgenschwere Schlägerei in einem Lichtspieltheater gemeldet: Nach einem Privattelegramm aus D e b e r e brach in einem Kinemathographenthcater unter den Besuchern eine Schlägerei aus. Die Polizisten gebrauchten ihre Notsignale. ES entstand eine wilde Panik, da die Menge glaubte, es sei Feuer ausgebrochen. Biele Frauen und Kinder wurden niedergetreten, 1b Personen wurden schwer verletzt.

AufienMäHtf

zL Wil' -eheii ist oft gleichbedeutend mit sich erkälten. Darum pflegen voi- | sorgliche Frauen b< ^^nders bei rauh« m Wetter in der Handta-che n* *'n Portemonnaie und Schlüsse! f*neSchachtelU ynert-Tabletlen mitzunehmen, die jede Heiserkeit im Entstehen bannen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mark und die Wirkung ist unübertroffen. Niederlagen In Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. as/»