Ausgabe 
26.6.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfafct 10 Seiten-

Amtliches

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öiiie Ansprache.

Bei der Ueberreichung des Eumberlandpokals hielt gestern der Kommodore Theodor P i in vom Royal Thames- "Aachttlub an den Kaiser eine Änspract>e, die von diesem mir folgender Ansprache erwidert, wurde:

fccn Momoborc! Nehmen Sic meinen aufrichtigen Tank an für den schonen Pokal mit seiner so mtercnanten Geschichte,

ChaufFeurschule ®,nKena.R|t «aatsaufsicht. Pro^f^

die Leser dieses Blattes interessieren dürste, so sei hier in großen Zügen ein Bild der Reise entworfen.

Am Donnerstag in früher Morgenstunde trafen sich die Teil­nehmer, ausgerüstet nm reichem Kartenwerk und mehreren Meß- inh rum enteil zur Cricntierung in der Ebene, am Bahnhose Gießen und fuhren südwärts durch die Setterau, über Hanau oie Main­ebene durchquerend am Lstabhang des lieblichen üdenwaldes hinauf ins WcdarUl, durch die wechseloolle Tnaslanoschast Schwabens am Neckar aufwärts bis Stuttgart, wo mir um die Mittagszeit ankamen. Ter Himmel zeigte bis dahin ein wenig crfreuhdn» Bild Es schien, als wollte sich auf das Gewitter der Miilwochnackit reicher Regen einücllcn. Er unterblieb, wahr- icvcinlich wollte Jupiter Pluvius den frohgelaunten jungen Geo­graphen die Laune nicht verderben. 3n Stuttgart wurde der turje Aufenthalt dazu benutzt, um einen Blick ins Völkerrnmeum ;u werien. Bon kundiger tzand geführt Prof. Tr. .Krämer gewannen wir in großen Zügen ein Bild von der Reichhaltigkeit dieses Museums, das dem wrichenden Äuge ungeahnte Ergeb Nlfie barbietet; jedem Leser sei dieses reichausgestattete Mu'c.irn warm empfohlen. Toch zu unserem Ziel. Ter Zug durcheilte nunmehr die keuperiandschait oberhalb Stuttgarts. Ein gesegneter Pandur,ch.' Grüne Reogelände, biduc Lbftanlcgen, uvpige

Wiesen und fruchtbare Felder breiten sich ju beiocn Seiten des Neckars ans, dazwifchen leuchten freundluhe Städtchen und Törser, Schlöiier und Ruinen hervor. Es ist der dichtbevölkertste Gau Schwabens! Bis Metzingen blieben wir im Neckartale, bann wandten wir uns, in das Errnstal cinbiegcnb, dem Jura zu. Bon der Kleinbahn aus tonnten roir bie auistrebenden weißen Felsen betrachten. Bei Urach betraten wir zum ersten Male bas Ziel unserer Wanderung. Tas Ermstal verengert sich hinter beni altertümlichen Städtchen aunallend. Tas blendend weiße Gestein, die grüne Wiescnlanbschaft, die aufragenden Felsvartien und der üvvige Laubwald vereinigen sich zu einem anmutigen Bilde. Vorbei an einem Wafserpumpwerk der Alp, stiegen wir von Stufe zu ^tuic empor, Schichte um Schichte, Bank um Bank bewältigend, bie sich deutlich voneinander, durch Struktur unb Leitsossil ausgezeichnet, ab heben. Tadel ließen sich drei Quell- Horizonte fcnitcilen. Nach mühsamer Wanderung war der Eisen- rüttel ö70 Meter hoch, erreicht. Er in ein Fremdkörper in dieser ruhigen Gegend: der scpwarze Störensrieb: einer von den 125 Vulkanembryonen, bie durch den Furakack empordrangen. Wahrend bisher der Äufflieg im Laubwald erfolgte, bot sich oben auf hoher

Deutsche Kolonien«

Ter neue Gouverneur von Samoa Tr. Schultz

geboren am 8. März 1870, bestand im Mai 1897 die große lurutiidx Staatsprüfung. Ende April 1898 wurde er in den Dienst her Kolonialverwaltung übernommen unb nach erfolgter Vorbildung in der vormaligen Kolonialabteilung des Auswärtigen Amis Anfangs Januar 1899 dem Gouvernement Teutsch Lsiairika

Verstelgeru"?' Mittwoch'.1L-

d. I., 'ttave^Kloticr^ > Piaii'nE i SefTT-t

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Alp dem Ange ein überraschendes Bild dar. Ta lag vor uns bie rauhe Alp, wie sie uns im Bild so oft begegnet. Eine wellige Hochebene: kummerlidzer Feldbau: kleine, arme Siedelungen, auf weiter Flur der Hirt mit seiner Serbe, die das winzige Gras der Gehänge benagt. Alvstimmung! Aus dem Marsch an Totlingen vorbei nach Münzingen zu Heilten wir -irodentalcr feft und prüften die Theorie Binders nad), der hier ein altes Firnfeld annimmt. Der Habitus der Landschaft zwang uns, der Annahme beizutrelen. Unterwegs konnten wir die oberitc Schiebt des Jura, den Plaltenkalk, der bei Nusplingen einen seltenen Reichtum von Beriteinerungen ausweiü, feststellen. Bei anbrechender Dunkelheit kamen wir am Rastort Münimgcn GbO Meter hoch, an und sanden gute Ausnahme in dem GaUhosc zur Post Tie Münsinger hallen als gute Schwaben am guten Alten in Treue fest. Das sollten auch wir recht angenehm empfinden. Ein Poiaunenchor bläst während der Sommermonate jeden Morgen vom Turm herab einen liberal. Weithin schallen die ernsten Akkorde über die Hochebene! Zn so gehobener Stim­mung trat bie Exkursion ihre Weiterreise an. Leute sollte die Alp sübwärts durchwandert und ihre Formen bis hinab zum Tonautal ocriolgt werden. Neue Probleme stellten sich uns ent­gegen. Bekanntlich ist der Jurakalk wegen feiner leichten Turch- jamgkit sehr geeignet, bie Oberwasser versickern zu lassen, ^o entstehen cinericit» Trockenialcr und unterirdische Söhlen und Klüfte, anderseits treten plötzlich aus einem Felsloch mächtige Wasserläufe zutage. Der zweite Tag zeigte uns auf unserem Abstieg derartige Erscheinung-.n Neben der Bettelmannshöhle und der Tropisteinhöble von Zwie-altendori, sei besonders die Söhle Ehrenfels bei Zwiefalten erwähnt Unter einem grauen Felsloch bringt hier em klarer, wasserreicher Bach plötzlich zutage. Auf einem Kahn fährt die Expedition hinab in die Unterwelt. Bald wölbt sich das Gestein hoch, balo senkt cs sich tief herab Weithin erstreckt sich ber geheimnisvolle Bergsee, in dem der Nachen lautlos dahin gleitet. Man gibt sich uill dem Zauber dieser Erscheinung hin und neidet Nixen und Elfen um diesen geheimnisvollen Crt mit seiner erbaulichen Ruhe und seinen uberraichenden Lichtreflcxen. Nach kurzer Rast wurde bas Tal von Zwiefalten durchwandert. Tic Struktur der Landschaft verriet, daß wir es hier mit einem alten Setbecken zu tun ! Bon Zwiefalten bis Sigmaringen, dem südlichsten Punkt der Reife, durchfuhren wir eine ganz item:artige Sanofi--:. Am »üb» abhang des Jura zieht sich die Moränenlandschast des ehe-

Das Ausbeben der Note qräben, sowie das Verlegt? der VasserleilungSrobrt'L bie SSnilerftation ouf M1 (joflöraiibobembox^ ber^fr bauit rette Albohausen-ssw oenwieöbaö) soll twfrr werden.

Tie Arbeiten umfahr tr Ausbeben von nmb >- Robrnraben, sowie da^-c: leqen vonrundMmMll' verschiedener Vithtmcite.

Angebolsmulier und.de diilkiungen liegen aushiei Bureau aus und können r. da für 50 W <nurA Weisung, bezogen wert. Plane können b ei- ,cr aus unserem Baubwc: Brandoberndor eiW werden, wose bnauchiw- üdic Auskunft ertdtW

Tie Eröffnung der nM iurechender Auischrnl * {ebenen Angebote erlols- l ^uli. vormittags 11'. u a/bies.ge.nB'.mUo

Brauniels.^r.^^

ten Erwägungen der Regierung zu einem positiven Er­gebnis führten. Wenn aber somit nad) dem Lorgang auf dem Gebiete des Strafrechts auch eine Teilrcform des Straf» Prozesses in bk Wege geleitet wird, so möchten wir hier­in it den dringenden Wunsch ausspredstii, daß man bei dieser einen Materie nicht stehen bleibe. Tas Verfahren gegen Jugendliche ist nicht das einzige strafprozessuale Gebiet, welches dringend einer Reform bedarf, sondern es gilt dies nicht minder für die Regelung der Ei des frage, in Bezug auf die zurzeit eine höchst unliebsame und sogar zu ernsten Bedenien Anlaß gebende Verschiedenheit un Zivilprozeß- und im Strasprozeßversahren vorhanden ist. Durch die Novelle zur Zivilprozeßordnung vom 6. Juni 19U9 ist für das ZivUprozeßoer,a.,reii an bie Stelle des Boreides der s)i a d) c i b gefetzt (eine Reform, die sich schon jetzt sehr bewährt hat!) unb das mechanische Nachfprechen der Eidesformel seitens des Schtvorenden durch eine Be­teuerung ber von dem Richter verlesenen Eibesformel ersetzt worben. Es muß nicht nur wogen ber oft bargclegien unb jetzt allgemein anertannten Vorzüge des Racheibes, sondern schon aus Rücksicht auf bie Gleid-orligkeit des Verjährens als eine bringende Forderung bezeichnet werden, daß das gleidje Beeidigungsverfahren aud) für den Strafprozeß ein- geführt wird, und deshalb folUe der Reichstag darauf Dringen, daß die anscheinend geplante unb hoffentlich zur Verwirklichung gelangende Teiireform der Slrasprozeßord- nung zumindest aud) auf diese, keinen Aufschub von sieben, ad)t" oder mehr Fahren vertragende Frage ausgedehnt wird.

Line Strafpiojebnovelle.

(hnc der erfreulichsten Errungenschaften des bis zum Herbst vertagten Reichstags war zweifellos die Annahme der Novelle zum Strafgesetzbuch, die unterdessen in Kraft getreten ist und eine Anzahl als dringend not- kvendig empfundener Milderungen und ans der anderen Seite aud) einige als berechtigt anerkannte Verfd-ärfungen unseres Strafrechts herbeigesührt hat. Wenn bie Bolls- Vertretung nal-ezu einstimmig biese einzelnen Teile der Strafrechtsreform herausgriff, so ist bas geschehen, weil die Vorarbeiten zu dem Entwurf für ein Straf, gesetzbuch, die zurzeit belanntlid) einen freien Ausschuß beschäftigen, schwerlich vor Ende des Jahres 1913 beendigt fein werden. Tann soll erst im Reichsjustizamt ein end- gültiger Entwurf für de» Bundesrat aufgestellt werden, der zunächst den Bundesregierungen zur Begutachtung zu- gehen mui; und bann toicbcr an ben Bundesrat zurückgeht, nter biefen Umständen bürste ber Entwurf eines Straf» zesetzbuches nebst Einfichrungsgefetz dem Reichstage vor- aussichtlich, so nimmt man an, erst im Fahre 1917 zugehen.

Diese Erwägungen waren ber Grund, weshalb man sich zu jener Teilreform zur Beseitigung der am schärfsten empfunbenen Mißstände entschloß; sie sollten aber ebenso der Grund fein, daß man and) -auf dem Gebiete des Straf- prozef fes dieselbe Taktik einfchlägk. Es kann sd)vn jetzt als feststehend betrachtet werden, daß der Strafrechtsreform die der Strafprozeßordiiung und bann bie bes Strafvoll­zugs folgen wird. Es liegt in ber Natur ber Sache, daß Die StrafprozeßorDnung sich nach dem Strafrecht einzu­richten hat, unb so werben wir also auf jene Reform noch einige Fahre länger zu warten Haden. Ist es aber auf beni Gebiete des Strafrechts gelungen, eine Teilreform burch- zufetzen, so sollte bas doch auf dem Gebiete bes Straf- prozesfes nicht minder möglich fein, unb es ist ja auch jetzt bekannt geworben, baß bie oerbünbeten Regierungen we­nigstens in Bezug auf einen Punkt einen Derartigen Plan erwägen.

Dieser Punkt ist die allgemein als ganz besonders bringlid) empfundene Reform des Strafverfahrens gegen Jugendliche. '-Pie biefer Tage mitgcteilt worben ist, fchwe- ben bei ber Reichsregierung Erwägungen, bem ^Keid)stage in feiner nächsten Tagung einen Gesetzentwurf über die Errichtung von Zugenbgericytshöfen vorzn- legen. Tie Richtung, in ber sich diese geplante Reform bewegen soll, ist ja bekannt. Es soll vor allem der -Staats­anwaltschaft bie 'Verpflichtung auferlegt werben, bei allen Straftaten eines Fugenblichen, ber noch in erziehungsfähi­gem Alter steht, bie Frage zu prüfen, ob nicht Erziehungs­und Besser ungsmaßregeln mehr am Platze sind als eine Strafe. Weiter soll das Strafverfahren gegen jugend­liche mit Häuteten umgeben werben, bie schädigenbe Ein­flüsse abschwächen. Sv soll bie Pollziehung ber Unter- suchungshaft möglichst unterbleiben, es soll bie Fern Hal- lung "Jugendlicher von erwachsenen Gefangenen burdp geführt uub bem Gericht bie Befugnis gegeben werben, bei allen Verhanblungen gegen Fugenbliche bie Oeffentlich- feit anszufchließen. Endlid) sollen besondere Fugendgenck-te bei ben Amtsgerichten errichtet,, unb bereu Zustänbigkeit für Straftaten Minberjähriger wefentlid) ausgebehnt werden.

Es handelt sich hierbei uni eine Reform, die nicht nur allgemein als dringlich anerkannt wirb, sondern über bereu Einzelheiten eine weitgehenbe Uebereinftimmung sowohl im Reichstage wie zwischen Dem Reid^stage unb ber Regie­rung besteht. Audi lassen diese Bestimmungen sich un­schwer aus ber Strafprozeßreform heraustrennen, unb es wäre deSlsttlb bringend wünschenswert, baß bie augefunbig

den Sic mir im Auftrage der Flaggoffiziere, bet Vorstandes und der Mugliebcr bes Roval Tdainc-.- BaebrNubS übcrretdil haben Fd) nehme diesen Bcdier an als ein Zeichen ber warmen Sum- paibic zwischen den brun'diai unb bcutidKii Seglern unb be­sonders jroiftben ihren SUubs, bem alten dumberlanb Fleet unb Mm Maiicniden Fachiklub Der Pokal, letzt mein persönliches Eigen­tum, soll wahrend der Regatia in Den Räumen dieses Kinds feinen Platz finden als ein Zeichen des freunblichen Interesses, das Sie an unserem Fudilaum nehmen. Ich hoffe, baß viele englische Segler, bie als willkommene Gaste unseres Klubs hier er|dienten, um an ben Wettfahrten teiijunebmcn, sich an bem Becher freuen werben. 3d) braudie nicht zu versichern, baß Sic alle sehr willkommen finb, aber uli möchte Ihnen auSsprechen, wie sehr wir erfreut sind durch die Gegenwart einer so großen ^ahl britischer Jachten und so vieler ausgezeichneter Segler und Legierfreunde mit ihren Damen. Wir bauten ihnen ben Erfolg der Ersten Internationalen, unserer Fubiläumswochc. Möge b i c s e r B e ch c r e i n n e u e s G l i e b i » d e r K e t t e persönlidicr unb sportlicher Freundschaft zwischen unseren beiden Klubs unb unseren Ländern sein! Möge der Eumberland Club hur lieben als ein sichtbares Pfand dieser Tür Englanb und Deutschland so natür­lichen unb ehrenvollen Freundschaft.

kiel, 25. Juni, deute abend sand im HotelBellevue" PreiSsverteilung und fcermiabcnb des Norddeutschen Regatta- Vereins statt. Im Kaiserlichen FadstNub gaben die Prinzen des Königlichen HauscS einen Ball. In der Marine Akademie war Tanzabend des Marineofsizierkorps der Lstseestation.

TaS Programm der SchweizerJietfe.

Bern,. Juni Nach dem bisher ausgearbeiteten Programm für den Empfang des i> c u i f d) c u Kai­sers ist folgendes in Aussicht genommen: Der Kaiser betritt in Basel den Boden der Sckstvciz und trifft in Zürich am 3. September gegen 6 Uhr ein. Hier ist ein eventueller Besuch des LaitdeSmuseums geplant Am 1. September nimmt der Kaiser au Den Manöver» teil, abends soll ein Nachtfe st am See veranstaltet werden. In Bern erfolgt Der offizielle Empfang. Ge­plant ist ferner eine Tour in das Bern er Oberland über die Kleine Sdjeibcgg mit Der Wengernalpbahn, unter Umständen ein Abstecher mit der Jungfrau bahm und dann eine Fahrt über den Brünigpai; nad> Luzern. Tort verabschiedet sich der Kaiser von der Schweizer Re- gierung.

Der Kampf gegen die Zigeuner.

Die Bekämpfung bei Zigeunerplage ist jetzt, wie die Neue Politische Eorrespondenz" mittcilt, aui Anordnung des Ministers des Innern für Preußen durch einheit­liche Polizeiverordntlngen der Oberpräfi- deuten erfolgt. Danach ist Zigeunern und nad) Zigeu- uer-Art umherziehendeu Persone>t das Z u f a m m e u - reifen in Horden auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen verboten. Als Horde gilt eine Bereini­gung mehrerer Familien oder eine Bereinigung einzelner Personen mit einer Familie, zu der sie nicht gehören, cs sei denn, daß es sick) um Personen handelt, Deren Mit­führung durch Vermerk in einem Wandergewerbeschein aus­drücklich erlaubt ist. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 60 Mark oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden.

Tie Regierungen der übrigen Bundes­staaten beabsichtigen, Verordnungen gleichen Inhalts zu erlassen. Damit wird ein einheitliches Vorgehen gegen das Zigeuuerunwefen für das ganze Reichsgebiet gefick)^.

Das Such des Kronprinjcn.

Soeben erscheint bei der Dcutsdicn Bcrlagsanstalt in -stutt gart und Berlin ein Buch:A u S m e i n e in F a g d t a g e b u ch' . »o nennt Der deutsche Kronprinz eine bunte Reihe von Schilderungen und Erlebnissen, bie er in schlichter und anmutiger Form erzählt. Der handliche Band in moosgrünem Gewände tragt auf dem Umschlag nur einW in Goldprestung und die Krone Darüber und unten den Titel: aus der criicn Bucht eite erscheinen in Fal>iiMe die SchristzügeWilhelm, Kronprinz": W' nächste Blatt enthält eine Widmung an die ^Herzogin Karl Theodor in Bayern. Ein Geleitwort, vierzehn ^agdbilder und eine Sdstußbetrachtung bilden den Inhalt, der burd) eine größere Zahl von Photographien, viele nad) Aufnahmen bes Versa,,ers selbst einige nach Aufnahmen bei Kronprinzessin, ^ntercjiant illustriert wird. Ter Kronprinz sührt uns in Die ^.,chungeln Inbien> unb ins schottische Hochlanb, in die Alpen, in icm idyllisches Jagdschloß Klein-Eilgut und nad) ^ohonmSberg in die schlesischen Walder: er id;ili)crt und -Lteibiagöcn aui den Tiger und den Steinbock, erzählt von dem eigenartigenSchweine 'lechen" in Indien und der schwierigen Jagd aui das Jdwtti'd.c Moorbuhn, von der Pirsch auf den virick und dem gciabrlidKii «achkletlern hinter bem Gemsbock. Wir erleben es mit, wie er mm erstenmal dein Elefanten gegenübertriu, wie er den cr|kn kuerbalm erlegt, wie ein stolzer Vierzehnender lerne Beute wirb atib wie gar einGespensterhirsch" ihn ithon manches ^ahr gt narrt und geneckt hat. Es sehU nicht an fpannenben «benteigrii, an Wagnissen, an luMgen Ueberraithungen und ärgcrhdxn Liu Täuschungen. Die Leidenschaft des.-Jagersab« vedbmdet sich für ihn mit einem uarken Gciuhl für Die ^Schönheit Dur Aatur, daS eine Fülle prächtiger LandsdraftsbüDcr hervorzuzaubern wel^

Bon all dem werden wir morgen in einem eing«.Hunden Auiiav trzählen. #

Ztudienreise des geographischen Seminars in den Schwäbischen )ura!

(ließen, Juni 191-

In der zweiten öälftc der vergangenen Woche unternahmen üe Teilnehmer des geographuchen cemmard^untcr oujruiig des Rrnf Tr W. Sievers eine mehrlagige ^iiiinenrniL in pm Schwäbisd)en Jura. Ta der .Verlaus der mterenanten und lür alle Teilnehmer gleich genuß und lehrreichen Wanderung auch

Der Kaiser in Kiel.

Äiel, 2d. Juni. Der Kaiser mackste heute vor­mittag einen Bejuck) auf Dein von Der Hamburg-Amerika- Linie angelauften dänischen MotorschiffFionia', Das zum Zwecke Der Besidstigung Durd) Den Kaiser auf eine Stunde in See ging. Der Kaiser besichtigte eingehend Die Ma- id)incnanlagcn und ließ sich verschiedene Masd)inenmanö- ver vorsühreu. Unterwegs wurden aud) Die geschmackvollen Raume Der ersten Kajüte einer eingcheuDen Besichtigung unterzogen. Ter Kaiser nahm im Speisesaal eine Er- frisckMng zu sid) und begab sich soDaun auf Die kommanDo- brückc, von wo aus er Das Einlaufen unD Die Ankermanö­ver deS Sck)iffes beobachtete. Ter Kaiser ließ sid) von ben Herren Der Hamburg-2lmerika-Linie und Den dänischen Herren die nötigen Erklärungen geben und verlieh bei dieser Gelcgeiiheit dem EtatSrat Andersen unb Dem Ad nriral 9iid)clieu seine Photographie, dem Direktor MnuD- jen Den Roten Adlerorden zweiter Klasse sowie dem rkapi- tän Hansen Den Roten Adleiorden vierter Klasse.

Später machte Der Kaiser einen Besuch a u f Dem Dampser Des 'N orDDeut scheu Lloyds,Bre' men". Zur Frühstückstafel an Bord DerHohenzollern" waren bet Dem Kaiser gclaDcn: Pierpont Morgan, Gene ralbirchor Ballin, LnDwig Delbrück, A. v. Gwinner, Monireabmiral v. Rebeur-Paschwitz, Kapitän z S. Ritter von Mann vom großen KreuzerMoltke"; ferner Ingenieur Hirth, Leutnant 5d)öllcr, Mr. EdwarD Green- filb, Mr. Francis Riggs. Bor Der Tafel empfing Der Kaiser Die Flieger Ingenieur Hirth iinD Leutnant Scyöller und unterhielt sich längere Zeit mit Hirth. Er überreichte Hirth und Sd)öllcr persönlid) Den Kronenorden vierter Klasse.

fJJ8 . Erstes Blatt 162. Fahrgang Mittwoch. 26. Funi 4912

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für die lagesnummer Ko1atfonrdnlck und Verlag der vrühl'fchen Univ.'Vuch. und Sttinöruderct R. Lange. NebaMon. Lrpeöilion und vruckerei: Schttlftrahe 7.2

bn vonnmags 9 Uhr.vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Seschüfttstelle vahnhofstrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck.

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