49-55
87—98
42-00
86—00
74-76
WAK
DrlgTlasche 12 MK
Hö-118 108-115 98- 104 83—93
76—80
70-75
Ml.
58—56 52-55
74—76
73—75
46—4b 42—45
43—45 44-48
83-92
80—83
59-60V, 58-59'/,
58-59*/,
56*/,-57 5ö*/,-00
Ml.
95-100
93—1U0
66—76
64—70
43-51
43-45
72-73
71-00
36—41
82-85
79-83
85—92
wickelte jüngere Kühe
Mapig genährte Huije und ödrjen . .
Mu. u ec.
Lelnsie Liasttatv«........
MiUlere wiast- uiw beste eaugfülbec . kernigere iDia|i- und gute eaugtalbec geringere c-auglatoer......
WeiDemaiifchafe:
Liasllämmer uno wiaiuiainmel . . . .
S cy w e i ir i,
Loüsieifchige Schiveine von 80—100 kg Cebenb- ßeiuidjt.......... .
HoUjiei|ü)ige edjiveüte unter 80kg Lebendgewicht
BoUsieijchige Schweine von 100—l^u kg ^ebenb- gewicht
Pollfieifchige Schweine von 120—150 kg Xlebenb- geivicht ... .
Zeufchwelne über 150 kg Lebend gewicht . .
Tampferuufall.
Schanghai, 22. 2U>riL Ter Dampfer „Saikio Marn" der gestern von Talny nach Seyanghai hbgcgangen war, ist au der Soho des Schaut ungvorgebirges im Nebel aufgelaufen. Ter deutsche Dampfer „Sihang“ nahm die Postsendungen und Passagiere, die London am 6. April verließen und Tonnerstag in Schanghai erwartet wurden, an Bord. „Saikio ötoru" ist, nady bemctilou geworden war, nach Talny zurückgekchrt.
Haemafagen „H-Ring
aus der Fabrik AdolF Hommel eCc,Hanau. Zübeziehen durch die DM^erienu.KolDniabiarEngeschäffff.
Uttiversitäts-Nachrichten,
sj Mardurg, 22. April. Im Pharniacotogischen Uni» Versitäts-Jnstitut hielt heute Dr. med. et Phil. Martin Schenk seine Antrittsvorlesung über „Die ^Yn- thejen im Tierkörper". - In der philosophischen Fakultät habilitiert sich am nächsten Samstag Dr. Kurt Glaser -mit einer Antrittsvorlesung über „Tas subjektive Element in den Dramen Bittor Hugos". — Dem Privatdozenten Dr. med. Hübner hier wurde ein Lehraustrag für das Gebiet der Haut- und Geschlechtskrankheiten überwiesen. — Die studentischen Unterrichtslurse blicken in diesem Sommer aus 10 Semester zurück. Die Kurse, die jetzt wieder beginnen sollen, enthalten diesmal 12 verschiedene Unterrichts,acher.
Von dem hessischen Diakonissenhaus soll hier eine Krüppel h ei l a n st a t t eingerichtet werden, in der die Pro- sessoren der medizinischen Faiultät der hiesigen Universität die ärztliche Behandlung der Zöglinge übernehmen.
Cuft|d?in«brt.
Straßburg, 20. April. Für den zweiten deutschen Zn» d e r 1 ö f 11 g t e 11 d f l u g a m Oberrhein, Hal der enatljalter oon Elsaß »Lothringen, total Medel euie.i Tispositlonsionbs von öuOO AU. gefUÜeL Prinz Max von Baben gab einen Uljienpieü.
. 68—70
. 65-68
. 58-62
, 50—56
Märttk.
F.O. Wiesbade». V 's h h oi-M ar k tb e ti cf) t vom 22. April. Ai.lrieb; IHinöer (Cd)|en 62, Bullen 0, ttuhe 23), KäUter 49, Schate 70, Schweine 238. .............
'i)l a r 11 ü e r l a u <: Großvieh mittleres Gescha't, bleibt lieber- stand: Schweine und Kleinvieh ruhig, laitgfam geräumt.
Preis für 100 Psb.
Leoend- Schlachtgewicht
C dH c n.
VoNsiestchige, auSgemästete, HSchsten Schlachtwertes iin Alter von 4-7 Jahren . • .
Tie noch nicht gezoqeii haben tungejocht) • C'imQe, s eischige, majt auSgemäslete und ältere
OJiQutg genährte junge, gut genährte ältere . . Bun en.
Dollfletschige, ausgeiv, höchsten Cchlachtw. . .
BoUfieijchige, jüngere..........
u Q ti en. Hüt)*.
L-oststeijchlge auSgemästete Färsen HSchsten
Lchlachtlvertes...........
LoUsieiichige auSgemäslete Lühe HSchsten
SchlachtlverteS bis zu i Jahren
Wemg gut eubuiaelie Färsen keltere ousgemasiete Hu he unb luenlg gut eni-
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eine geringere Wirkung auf die Schwimmlage des Schiffes ausüben kann, als wenn bei einem kleinen Schiff nur ein einziger Raum sich mit Wasser füllt. Also auch nach dieser Richtilng bietet der größere Dampfer eine bessere Sicherheit als der kleinere.
Schließlich ist noch die Zahl der Maschinen oder Schrauben ein Sicherheitsfaktor von hoher Bedeutung. Einschraubenschiffe ind bei einer Maschinenhavarie, einem Wellenbruch ober beim Verlust der Schraube hilflos. Bei Toppelschrauben ist diese Ge- ahr schon nahezu aufgehoben. Tie neuen Riesendampfer aber haben 3 und 4 Schrauben und können nach menschlichem Ev- messen nicht mehr durch eine Maschinenhavarie irgend welcher Art und auch nicht durch den Verlust des Ruders in Gefahr kommen.
In Schiffahrtskreisen wird mit Spannung dem Ergebnis der eeamtlichen Untersuchungen entgegengesehen, um aus dem Un- flucksjall zu lernen, durch welche Mittel die Sicherheit unserer Passagierdampfer noch weiter gesteigert werden kann. (!)
Welchen Einfluß aber auch die Katastrophe der „Titanic" auf die künftige Gestaltung der Pajsagierdampser haben mag, die eine Erkenntnis wird bestehen bleiben, daß das größere Schiff die größere Sicherheit gegen die Gefahren der See bietet.
Hierzu ist vor allem zu bemerken, daß die Mittel, durch die die Sicherheit unserer Passagierdampfer noch weiter gesteigert werden kann, indem man anstelle eines unsinnigen Luxus, wie Gürten, Schwimmbäder, Tennisplätze usw., für eine ausreichende Zahl von Rettungsbooten sorgt, die allenfalls mit Motoren ausgerüstet werden müßten. Solange die Schiffahrtsgesellschaften Luxus und Schneidigkeit über Sicherheit stellen, ist man gewiß nicht vor schweren Katastrophen geschützt, wenn man auch zugeben muß, daß eine ganze Reihe von widrigen Zufällen das schwere Schicksal der „Titanic" verschuldet haben.
WL
meiflerei, um den Todesfall anzuzeigen. Da der Mtrgmnetster durch die Anstalt feine Anzeige erhalten hatte, zog er in Do,heim telephonisch Erkundigungen ein. E- stellte iich nunmehr 6ermr§, daß der Totgesagte noch lebt und ,ich einer vorMgli.chen,Gejund- heit erfreut. Die Frau war einem Schwindler in die Hande gefallen, der sich in der Richtung nach Lammersplcl schleunigst aus dem Staube gemacht Hali d.ui '^auncr r >..t jclc ^vur.
Der Untergang der Titanic.
Die Unter uiiung vor der Sevellökommsifion.
Tie Senatskommission, die die Untersuchung über den Untergang der „Titanic" führt, setzte am gestrigen Montag das Verhör fori. Fraumn, Der Vizepraiioem der Whue- Star-Line wurde hauptsächlich wegen der beruhigenden Nachrichten befragt, welche die Linie am 15. April veröffentlichte. Franklin gab zu, daß sie nur auf Berichten und Gerüchten beruhten, die einige Zeitungen aus Eap Race gemacht hätten. Es habe feine authentische Nachricht bis zu dem Abend gegeben, an dem er ifofort die Presse von dem Sinken der „Titanic" in Kenntnis aesetzt habe. Franklin bestritt entschieden, daß er in irgend einer Weise versucht habe, über die drahtlosen Nachrichten der „Carpathia" eine Zensur auszuüben, unb legte weiter dar, wie er sich bemüht habe, genaue Nachrichten zu erhalten. Er habe keine Nachrichten unterdrückt und bestritt, daß die „Titanic" einen neuen Rekord oufslellen sollte. Niemandsei für dieKatastroPhever- antwortlich. Die Ausrüstung übertraf das vom Gesetz geforderte Maß. Man hielt das Sinken für unmöglich. Er bat die Associated Preß die erste Nachricht zurückzuhalten, bis die ©adje untersucht sei, um eine unnötige Beunruhigung zu vermeiden. Es bestand nicht die Absicht, die Beamten und die Mannschaft nach England zurückzuschicken, um sie dem Verhör zu entziehen. Er habe Cedric trotz Jsmays Depeschen nicht zurück-
Gictzencr Strafkammer.
Gießen, 20. April.
Die Jagd aus den Verbrecher. „
Der vielfach vorbestrafte Arbeiter M. B. von Hoffenheim war im November vorigen Jahres aus dem Zuchthaus entlasten worden. Da es ihm angeblich unmöglich war, Arbeit zu be- kommen, trieb er sich bettelnd herum. Im Januar dieses Jahres kam er nach Friedberg, vier führte er eine Reihe von Diebstählen aus. Tann brach er nachts in bett Laden der Firma S L St ein und bemächtigte sich hier der verschiedenstem Gegenstände. Ta er die aus seinen Diebszügen erbeuteten Gegenstände an den Mann zu bringen .suchte, kam ihm die Polizei alsbald auf die Spur. Von oem Scyutzinann parth m einer Wirtschaft feftgenommen, fügte er sich anfangs in seine -Verhärtung. Als er aber zur Feststellung eines Diebstahls in ein Hans ge- ttibrt wurde, gab er dem Schutzmann einen Stoß unb ergriff hie Flucht. Bei seiner Verfolgung drehte er sich mehrmals um unb feuerte auf seine Verfolger. Leute, die sich ihm entgegen- stellen wollten, schreckte er durch Vorl>allen seines Revolvers zurück. Auch am den inzwischen lierbeigecilteii Schutzmann Zu la ist leuctie er. Als er schließlich etschöpst luai, toari er lernen Revolver zu Boden und ließ sich lesiuehmeu. Wegen Einbruchs- und yuidmllt- diebslahls in mehreren Fällen unb wegen Widerstandes gegen Die Staatsgewalt wurde der geineingc<äl)ilid)e Mensch zu 4 Jahren und 4 Monaten Zuchthaus bestreut.
Einen Wutanfall im Gerichtssaal bekam der wegen Bettelns a.igeklagte, häufig uorbestraste Gärtner A Sch. von Rückliiigen, als ihm der aut Ucberweuuug an die Landespolizeibehöide lautende Richteispruch belannt gegeben wurde. Er schlug zweimal mit Der Faust in die Fensterscheiben des Litzmigs- faales und wollte eine Wasserflasche ergreüen, als er von dem hmzusvruigenden Beamten geiaht werden konnte. Als er abgeüiljrt weröen sollte, wehrte er sich heilig und klammerte sich an die Anklagebank an. Erst alS er au Händen und Fügen gepackt war, gelang es, den laut Schreienden unb Tobenden hinauszutragen.
Sittlichkeitsoerbrechen.
Ter minderjährige Bergmann H. G. von Inheiden hatte sich an einem vierfährigen Mädchen vergangen unb muB lerne Tat nut 6 'Dlonaten GeiängniS büßen.
gewußt. w
Neuyork, 22. April. Nach einer Mitteilung der White- Star-Gesellschaft hat der Dampfer „Nehm" dem zur Bergung der Leichen ausgesanbten Kabelsch.ff „Makay Bennett mitgeteüt, baß er an der Unglücksstelle schwimmend Leichen gesehen habe. Der „Makay Bennett" ist gestern borl angekommen und Hal heute früh mit der Bergungsarbeit begonnen.
Neuyork, 22. April. Ter Kabeldampfer „Makay Bennet" berichtet, baß er in der Nähe der Untergangsstelle der „Titanic" 64 Leichen geborgen habe, die vermutlich noch beftimnwar ftnb, einige andere Leichen, Deren Rekognoszierung nicht mehr möglich ist, wurden in die See versenkt. „.
Washington, 22. April. Im Senat protestierte C u m - berg gegen die gestrige Rede des Senators Rayner gegen Brufe Jsmay. Senator Ledge schloß sich diesem Protest an.
London, 22. April. Für den U n t e r st ü tz u n g s s v n b s zugunsten ber Hinterbliebenen bet Opfer ber „Titanic" finb bis jetzt über 2 Millionen Mark gesammelt worden, etwa 1,9 Mill, davon sind in London zusammengekoinmcn.
Tie Sicherheit nuferer Secdampfer.
Zum Untergang ber „Titanic" äußert sich ber technische Direktor des Germanischen Lloyd Professor Pagel wie folgt:
Vielfach begegnet man ber Ansicht, daß die beispiellose Grütze ber „Titanic" ihren Untergang mitverschulbet habe, unb daß im Gegensatz zu den Skiffen von 20 30000 Tonnen, die
sich als zuverlässig erroieien hätten, die neuen Riesenbampfer von 45 000 Tonnen hinsichtlich ihrer Sicherheit nicht bas Vertrauen ber Öffentlichkeit verdienten.
Es wäre bedauerlich, wenn diese Ansicht sich Geltung verschaffte, denn sie entspricht nicht der Wahrheit. Tie Sicherheit der Schiffahrt wächst mit der Größe ber Schiffe und wenn 7- zumeist aus wirtschaftlichen Gründen — die Entwicklung im Schiffbau zu immer größeren Abmessungen ber Fahrzeuge führt, so kann das im Interesse der Sicherheit nur begrüßt werden.
Tie modernen Ricsendampfer können wegen der beschränkten Wassertiefe in den Häfen nicht so tief beloben werden, wie ihrer Höhe entspricht. Tas Oberdeck liegt also verhältnismäßig sehr hoch über Wasser. Daß hierdurch die hauptsächlichsten Teile des Tecks, die Luken, Oberlichter und Ventilatoren der Gewalt der See entrückt werden, ist ein Vorteil, der in die Augen springt. Auch die damit verbundene Erhöhung der Reserveschwimmkraft des Schiffes wird als Vorteil ber großen Höhe leicht erkannt werden. Weniger leicht verständlich ist es dem Laien, daß die große Höhe des Tecks über Wasser auch die Gefahr des Kenterns vermindern soll, weil er gefühlsmäßig mit der großen Höhe eines Schiffes die Vorstellung des Umfallens verbindet und sich auch bei eintretender Neigung des Schiffes durch die relativ großen Ausschläge der hochgelegenen Teile täuschen läßt. In Wirklichkeit wird durch einen hohen Freibord Die Stabilität eines beladenen Schiffes in günstigem Sinne außerordentlich beeinflußt, und man kann aussprechen, daß bei den neuen großen Passagierdampfern, leibst wenn sie nur geringe Anfangsstabilität haben, so lange sie unverletzt sind, die Gefahr des Kenterns nicht besteht.
Tas einzige wirksame Mittel, ein Schiff unsinkbar zu machen, ist die Unterleitung des Schiffraumes durch wasserdichte Querwände, sog. Schotte. In Deutschland wird seit dem Jahre 1896 von den Aufsichtsbehörden für Passagierdampfer eine bestimmte Anzahl wasserdichter Schotte vorgesckwieben, durch welche bet den größeren Tampfern die Schwimmfähigkeit noch erhalten bleiben soll, wenn durch ein Leck zwei benachbarte Abteilungen überflutet werden. Es hat sich ergeben, daß die Unsinkbarkeit um so leichter erreicht werden kann, je größer ein Schiff ist. Tie Länge der einzelnen Abteilungen wächst nicht im Verhältnis ber SchiffslänAe, weshalb bas Vollaufen von zwei Abteilungen eines großen Schiffes
MOZ
■Ä
An,ist nnd Wissenschaft.
— TasBefindenStrindbergS hat )iu) v er f d) l e dj - tert Tie Schmerzen sind m Der Zunahme begriffen. Morphium» euMpabungeit buben keine Wirkung mehr. Man glaubt. Da« in Den nachften Tagen eine neue Operation nötig wird.
— )t u 1 0 1 u u* h 11 11 au« m u 111. und Willen- schäft. In München ist Dr. med. Ällexander Adolf B ö hm . Peosekior für Histologie und Embryologie am anatomifdfen Um* versitätsinsiitut daselbst gestorben. — Der Aelteite der B 0 11 - ner juristischen Fakultät, Profesior für Kirchenrecht unb deut,ehe Rechtsgefchichte Geh. Justizrat Dr. Joh. Fnedr. v. Schulte vollendet am 23. Aprll das 85. Lebensjahr.
TL ))) MananhiBEafdliSLhüfniraria
vermischte».
♦ Die Menzel ein Königreich vergaß, darüber blaubert in humorvoller Weise ein Aufsatz des neuesten J/.i Öeneä Der illustrierten Zeitschrift „Moderne StunU (Verlag von IBong Berlin W. 57). Es geschah, als die <7tadt Berlin Bismarck das Ehrenbürgerrecht verlieh, und Adolph von Menzel die Ur» funbe hierzu anfertigte. Bei späterer Gelegenheit erÜarte er bem Schreiber dieses Aufsatzes diesen Gbrcnburgeroncf, ber „manche geistreiche Anspielung enthielt. „Und die drei Reiber, dabei beutete er auf eine Gruppe von drei gekrönten ürraucngcftaltvn, Die ba über dem aus der Grotte lugenden Barbarona ltcl)€n, sind unsere drei Königreiche". Ter Mcifter schlug sich gegen den Kopf, als er darauf aufmerksam gemacht wurde, datz es m Wirktichieit vier sind; er hatte in Bismaras Ehrenburgerbnefv ScÄien vergessen. .
Kleine Tageschronik.
Dem „Excelsior" zufolge, wurde in Paris aus der Seine die L e 1 ch e eines Mannes ausgefifchi, dessen Genchtszuge eine groye Aehnlichteit mit denen des Äutobanditen Bennet auf» roei'^äie aus Reims gemeldet wird, soll die gegen die jüngfl verhafteten Museums- und Kirchendiebe cingclettctc UnterlUiljung Anhaltspunkte dafür bieten, daß sie auch an dem Diebstahl der Gioconda beteiligt seien. Bei einem von ihnen soll ein Brief gesunden rooroen fein, in dem es ba,;t: Wir nniBten wohl, Dau das lettene Porzellan auch Die Lillihader der Gio^nda verlocken wurden.
CiiigejanOt.
(Für Form unb Inhalt aller unter Dieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen Am verflossenen Sonntag wurde ich mit meiner Baniilic, bestehend aus 4 Personen, darunter 2 Tamcn, von der st-Anlage auS durch den W i e s e n w e g nach dem Philosophenwald von 2 großen Bulldoggen in der unangenehmsten Weise belästigt, indem diese Hunde fortgesetzt um uns herumsprangen und zähnefletschend uns Den Weg versperrten, so daß wir genötigt waren, flüchtig zu gehen.
Nicht 50, sondern 100 Mark Hundesteuer wären am Platze: ich glaube, es würde sich da mancher besinnen und der Hundeunfug in Gießen würde sicherlich abnehmen. K. S.
l)andel.
*" Postscheckverk-hr. Ter Verkehr der Postscheckämter Berlin, Breslau, Köln, Frankfurt Main), Hamburg und Leipzig mit den Abrechnungsstellen der Reichsbank hat sich im 1 Viertels.ahr 1912 rcuu guniiig gegattet. Hmijchen oen Poufiyec: - ämtern und den übrigen Milglieoern ber Abreckstiungsstellen wurden über 87 000 Schecks im Gesamtbeträge von 938 Mill. Mark ohne Bewegung von Barmitteln abgerechnet.
Ttt Falschmeldungen.
Dem „Tag" wird gemeldet : .... .
Es ist jetzt zweifelsfrei ermittelt, daß die von einem Neuyorker Bureau verbreitete Nachricht, die „Titanic" werde nach vallM geschleppt, von keinem einzigen Dampfer nach Neunork gescheckt wu?de Woraus die Nachricht basierte, ist noch mchl ergründet worben. T.r Offizier auf der K om rnanbobutcke Mur dock wutztc eine Viertelstunde vor der Kollision, dau ern Eisberg vor dem Schiff liege. Er änderte aber weder den Kurs noch bic Lchnelligknt Der „Titanic" unD erschoß sich, als bic Katastrophe bereinbrach. (£in Steward behauptet, cm ameritanischer Millwnar hatte fi-bm Heizer beftochen, ihn nebst Frau, Kind, Arzt unb zwei Kammerdienern zu retten. Ein Boot enthielt auch tatiachlich nur bieje Personen. Tie Heizer verrieten diese unfanbere Affäre, weil sie unzufrieden mit der Belohnung, 100 Akk. J'frje^11' waren Des Dampfers „Carpathia" Schweigen wird durch irarconi-^epeschen erklärt, von denen die erste lautet: „Haltet Euren Mund. Haltet Bericht zurück! Viel Geld für Euch!" Tas zweite Telegramm betagte: „Wenn Ihr klug seid, haltet Bericht zurück. Marcom- Gesellschaft wird für Euch sorgen!" Die dritte Drahtung empfahl. „Stopp! Sagt gar nichts, haltet Bericht zurückbekommt Bezahlung in vierstelliger Summe. Marcont einveritanben, werde Euch am Dock treffen!" Ties letzte Telegramm war g^eichnet vom Chefingenieur Sammis, der auch zugibt, die Depeschen ge- sandt zu haben, um sich den höchsten Preis für die Neuigkeiten sichern zu können. Die Gesellsd>aft oertaufte den Bericht dann an Die Neuyorker Presse. Marcom tagt, er habe nichts Davon
gehalten.
Neuyork, 22. April. Vor ber Senatskommission erklärte der erste T e l e g r a p h 1 st Der „C a r p a t y i a", Daß Die unrichtige MelDung, Daß Die Passagiere Der „Titanic" alle gerettet seien unD die „Titanic" in Schlepptau genommen werDe, nicht von ihm gesanDt toorDen sei. Er habe Der „Baltic" gemeldet, etwa um 10 Uhr 30 Montag vormittag, Daß Die „Carpathia" auf dem Schauplatz des Unglücks gewesen fei, Die lieber lebenden an Bord genommen hätte unD nach Neuyork ginge. Er habe keinen einzigen Versuch gemacht, irgcnDroeldic Tatsachen vorzuenthalten. Der ziocfte Telegraphist der „Tilanic", BriDe, machte außer den bereits gestern gemeldeten Aussagen nod> folgende: Er habe am Sonntag nachmittag eine Meldung der „Carpathia" aufgefangen, die für bic „Baltic" bestimmt gewesen sei, daß sich in der Nähe des Schisses Drei große Eisberge befänden. Er habe diese Meldung dem Kapitän perfönlich gegeben. Bride sagt ferner aus, Kapitän Smith, der keinen Rettungsgurtcl angelegt hatte, habe bis zuletzt auf Der Kommandobrücke gestanden unb sei ins Wasser gesprungen, als eS die Kommandobrücke erreichte.
Die Senatskommission wird am Montag ihre Sitzungen in Washington wieder anfnehmen. Tie überlebenden Amerikaner haben bereits Vorladungen erhalten. Tie Reise Mr. Smiths, des Vorjitzenden der Senatskommission nach Neuyork wird dadurch erklärt, daß Jsmay an Fraiiktin telegraphiert hatte, bic Abfahrt der „Codsic" möckstc verschoben werben, damit sie die lieber- lebenden von ber Mannsck>aft der „Titanic" an Bord nehmen könne. Dieses Telegramm war von bem amerikanischen Regie- rungsapparat aufgefangen und nach Neuyork weitergegeben worben.
Washington, 22. April. Ter vierte Offizier der „Titanic", Bcxhall, sagte aus, er habe bis zuletzt Raketensignale gegeben, um die Aufmerksamkeit eines Schisses *u erwecken, das direkt vor ber, „Titanic" fuhr unb dessen Lichter man sehen konnte. DaS Schiff schien nicht weit entfernt zu jein.
flopitän L mith als Weiter.
London, 22. April Ter „Daily Telegraph" meldet aus Neuyork vom 21. April: Ein Heizer, der mit bein Kapitan Smith in dem Augenblick des Untergangs des Sck)isseS auf dem Brückendeck war, berichtet: AIS daö letzte Boot flott gemacht wurde, brach .das Wasser über bic Brücke. Der Kapitän, der schon bis an Die Knie im Wasser stand rief auS: „Jungens, i h r habt eure Pflicht getan. Jchv erlange nichts mehr oon euch, ich entlasse euch. Ihr kennt das Gesetz der See, fe Der mann steht für s i ch selbst. Gott segne euch!" Dann nahm er ein weinendes Kind, das auf ber Brücke neben ihm stand auf den Arm und sprang hinab. Ein geretteter Passagier bestätige bic Aussage des Heizers. Er sagte, er habe Den Kapitän mit einem K i n d u n t c r d c m A r m schwimmen sehen. Smith habe daS Kind m ein Boot gebracht, sich aber geweigert, selb st in das Boot zu gehen..
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