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Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten.
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der Gewerbeordnung gefüllt, der dahin äh-Il die Ausnahmebestimmungen der Gewerbeordnung über 5onntag_<mibc aus unbedingt notnxmdigc Arbeiten in ^Gärtnereien an <sonittagaf auszudehNLN.
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■bitte im Inten« aug rechtzeitig-
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- n-liesertvroZK-W Bolkspartei und dessen Stellvertreter die National
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iö M liitfll Prof. Dr. Kw !rIiiuternd.An in aiphabet. La icvene 91utnmtti: munq i den Bekannt Tezember 1911. unbe» Mk. 1.30. K für Angej : 1911. (455/4591 lunbcn Mk. 1.30. itsgeseß 41 Preis 20 Gesellschaften »aftnnq hing ber Bekannt luslage von 1912. iinben Mk. 1.30.
Die Berufsstande im Reichstag.
Der neue Reichstag ist in Bezug aus seine Berufsstände wesentlich anders gegliedert als die früheren Reichstage. Mehr als die Hälfte seiner Mitglieder sind Juristen, Landwirte und Journalisten. Es beträgt die Zahl der Landwirte (-8 (25 Konservative, 17 Zentrumsangchörige, 7 Ra- tionalliberale, 6 Reichsparteller, 5 freisinnige, 2 Polen. G fraktionslose), die Zahl der Juristen und Journalisten beläuft sich auf je 66, von den Juristen gehören an 22 dem Zentrum, 14 den freisinnigen, 11 den 'Ikationallibcralen, 9 den Sozialdemokraten, 1 den konservativen, 3 den Polen. 2 der Rcichspartei, 1 Jurist ist fraktionslos. Die Zahl der Journalisten verteilt sich wie folgt: 48 auf die Sozialdemokratie, 's auf das Zentrum, 3 auf die Konservativen, 2 ans die Nationalliberalen, 2 auf die freisinnigen, 2 aus die Polen, 2 sind fraktionslos.
Die Vertreter von Handel und Industrie sind diesmal sehr zusammengeschmolzen, es sind im ganzen nur 33, die sich wie folgt auf die Fraktionen verteilen ^Sozialdemokraten 10, Zentrum 8, Nationalliberale und Freisinn je 6, Konservative, Polen und fraktionslose je 1.
Bemerkenswert ist die große Zahl der Partei- und Gc Werkschaftssekretäre unter den Mbgeorbnctcn. Bon den 37 Arbeitcrsckretären gehören allem 30 der Sozialdemokratie an, während drei dem Zentrum, und je einer den Konservativen, den Polen und den beiden tibi> ralen Fraktionen angchören. Stärker als sonst ist auch die Zahl der Theologen im neuen Reichstag. Von den 26 Tl)eologen gehören dem Zentrum und den Polen allein 19 an, die übrigen verteilen sich mit vier auf die Parteien der Rechten, mit zwei auf die Parteien der Linken. Ferner zählt der neue Reichstag unter seinen Mitgliedern 18 Pädagogen und sieben Aerzte. Die übrigen 75 Mitglieder verteilen sich auf andere Berufskreise.
Die Zahl der Adligen ist im Reichstage erheblich gegen früher zurückgegangen, es sind diesmal nur 57. Hiervon gehören an den Konservativen 22, dem Zentrum 10, den Polen 9, der Reichspartei 4, den Rational- liberalen 3, den Freisinnigen 3, den Fraktionslosen 5, den Sozialdemokraten einer.
Tie Wehrvorlagen.
Die „Nordd. ANg. Ztg." schreibt: Aus den Verhandlungen des Reichstags ist es bekannt, daß die zu erwartenden Wchrvorlagen den Bundesrat noch nicht beschäftigt haben und daß bisher weder über die Höhe der Forderungen noch über die Art der Deckung Beschlüsse gefaßt worden sind. Die beteiligten Instanzen beschleunigen nach Möglichkeit die Arbeiten, und es kann erwartet werden, daß in kurzer Zeit über die Regierungsvorlagen Klarheit geschaffen wird. Die formulierten Vorschläge der Kriegsverwaltung, auf die der iveitaus größte Teil der Neuforderungen entfallen wird, gelangten am Mittwoch in die Hände des Reichskanzlers. Leider wird die Zeit der Vorbereitung dazu benutzt, um allerlei mehr oder weniger falsche Kombinationen teils über den Inhalt der Wehrvorlagen, teils über die Deckungsfrage zu verbreiten. Ins Gebiet der reinen Erfindungen gehört die Angabe, der Staatssekretär des R^ichsschatzamtes sei ein Gegner der Verstärkung unserer Wehrfähigkeit.
Der Abg. B e h r c n s hat mit Unterstützung der wirtschaftlichen Bereinigung des Reichstags einen Antrag auf Abänderung
Aus dem Reichstage.
Die Arbeit des Reichstags nahm auch am gestrigen Donnerstag mit der Besprechung der Teuerungs-Anfragen ihren Fortgang. Es wurden dabei attzuviele allgemein. Streitfragen, Die auf dem Schlachtfelde des Wahlkampfes noch als unbegrabene Leichen umherliegen, weiter aus «spönnen. An den Regierungserklärungen ist das eine bc- jonberv von Bebeutung, baß der Bundesrat besckstoffen Hal, jud Billigkeitsgründen die Einfuhr vorjähr. Kartoffeln in xc Zeit vom 1. Februar bis Ablauf des April zollfrei zuzu- iesien. für die völlige Aufhebung des Kartoffclzolles ist, so erklärte im Laufe der Aussprache auch der Abgeordnete Hefter- mann, auch der deutsche Bauernbund nicht zu haben, denn die deutsche Landwirtschaft könne das deutsche Volk mit deutschen Kartoffeln versorgen.
Im übrigen hat der Reichstag einen bedeutsamen Schritt vorwärts getan, indem der Aeltestenrat die Besetzung der Ausschüsse ordnete.
Die Bildung der Ausschüsse.
~ Berlin, 22. Febr.,
Der Aeltestenrat des Reichstags nahm heute vor Beginn der Plenarsitzung die Verteilung der Fraktionen in die Kommissionen nach ihrer Stärke vor. Zur Grundlage der Berechnung dient folgende Aufstellung:
Die Deutsch-Konservativen zählen 45 Mtglie der, denen 11 andere Abgeordnete zugezählt werden (Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung und der Reform- mrtei), also zusammen 56. Das Zentrum umfaßt 88 Mitglieder, wozu 11 Elsässer und Lothringer gerechnet werden, also im ganzen 99. Die Rationalliberalen haben 44 Mitglieder und 2 Wilde (Heftermann und Dr. Becker-Hessen), die V o l k s p a r t e i 42 Mitglieder, dazu der ÄLne Hansen, zusammen 43, die Sozialdemokraten 110 und die Polen 18, unberücksichtigt sind geblieben 13 Mitglieder der Rei chspart ei, bi? somit nicht alsFraktion anerkannt wirb unb baher auch keine Vertretung in ben Ausschüssen unb im Ael- test curat erhält; ferner bie 5 Welfen unb 7 Wilde, u. a. Wtaf Posadowsky, Graf Oppersdorf, Frhr. v. Hehl und
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gestiegen. Titurcls Leichenzug begegnet dem todwunden Amiortas : Parsisal heilt mit seinem Speere die Wunde des Königs, enthüllt den Gral und feiert als neuer König des Grales, mit den Rittern das Abendmahl. Auch ihm, dem Erlöser, wird Erlösung zuteil.
Diese von der Bühne herab mächtig erschütternden Vorgänge muß des Hörers Phantasie hinzuschasfcn. Unmittelbar gegeben i)t die Wirkung des Wortes und vor allem der Töne.
Tie Sprache, gleichweit entfernt von der bisweilen allzu starken Altertümlichkeit des „Rings" wie den Härten des Tristan, zeigt eine archaische Herbheit, zum regiliösen Stoffe passend.
Und nun zum Musikalischen!
Die Fülle der Empftndungen, Eindrücke, zuströmenden Gedanken beim Anhören der Klänge ist schwer in kurze Worte zu bändigen. Bon jeher toben Wagners Musiwramen Bewunderung geheischt durch ihre Stileinheit unb Stileigenheü. Wenige Takte — unb wir sind ganz in der Stimmung des Werkes, und alle Emzel- mottve halten uns darin fest bis zu Ende unb stimmen mit ber Eigenart des ganzen überein. Und man versuchte es einmal lind bettfe sich, wie etwa in der älteren Oper, Teile eines Werkes in ein anderes eingelegt — unmöglich! Jeder ist zu individuell — geschlossen.
Wie in dem Stil der bildenden Künste gennne Et uzet g lieber sortwäbeend wiederkehrend den Stil durch das Werk hin fest- halten und bedingen, so bilden hier bei Wagner bestimmte kurze Toniolgen, „Leitmotive", die bei Wiederkehr gleicher Ereignisse, gleicher Namen, gleicher Svmbole, gleicher Stimmungen in Orchester unb Gesang auftaueben, ben konstruktiven Aufbau, die Ginbeit, bie strenge Geschlossenheit des Ganzen ^und ermöglichen dieses Unaussprechltche: die Eigenart des Stückes.
Gleich zu Beginn des grandios auf gebauten Vorspiels genügen wenige Takte — sie begegnen wieder in dem Gesang der Abendmahls-Szene: Nehmet hin meinen Leib — wenige Tafte des 3Dkl* von Violine und Holzbläsern rühren uns sofort in die feierlich religiöse Stimmung ein. Die Klänge der Geigen, unter- stützt von Flöten, verbreiten bald eine rnnftiftbe, weltentrückte Stimmung unb malen vorgreifend die geheimnisvolle Dämmerung, die beim Enthüllen des Grals in der Abendmahlsszene den Raum durchflutet Tann tritt, von ben Trompeten und Posaunen begonnen und den Holzbläsern sortgefühtt das feierliche Gralsmotiv auf, das uns wieder begegnen wird in ber Verwandlungs-Mufik, als Parsifal fick der Burg nähert. Sofort erschallt das Glauben-- mobil' — später in ben TexteÄovrten: „Der Glaube lebt, bie Taube schwelt" — von ben- Singstimmen nerfunbigt, jetzt von Trompeten, Hörnern und Posaunen mächtig und freudig ver- lündigt: es ist wohl kein Zufall, daß es so nahe an Mendelssohns Reformationsfvmphonie, die Verherrlichung deutschen Glaubens, anfiingt. Unb immer weben sich die Klänge und fluten durcheinander, lösen einander ab und treten in Wettbewerb. Wir
I Schröder.
Danach wählen die Fraktionen in einen Ausschuß von Mitgliedern: 8 HH-tfllicbcr vom Zentrum, 8 von den Lo-icÄdemotraten, je 4 Konservative und Rationalliberale, i 3 Bolksparteiler und eftnen Polen. Dementsprechend ist dann auch die Verteilung auf Ausschüsse von 21, 14 und 7 Mitgliedern. Der Vorsitz in den fünf ständigen , Ausschüssen wurde folgendermaßen verteilt: JmBud- q e tau s s ch u ß stellt den Vorsitzenden das Zentrum, den Lorsitzendcn-Stellvertreter die Sozialdemokraten, im Ge- schästsordnuugsausschuß den Vorsitzenden die Sozialdemokraten, dessen Stellvertreter die Kon- jervativeu, im Wa h lp r ü fu u gs au s s chu ß die Kon- frrvativen, dessen Stellvertreter die Volkspartei, im B i t t s ch r i f t e n a u S s ch u ß den Vorsitzenden die R a t i o - Ilnalliberalcn, dessen Stellvertreter das Zentrum und im Rechnungsausschuß den Vorsitzenden die
Reichrpoft und preußifdie Lisenbahnvcrwaltung.
Im preußischen Landtage war bei den letzten Haushaltsberatungen der Wunsch geäußert worden, bie von der Post zu zahlenden Vergütungen für die Leistungen der Eisenbahn- Verwaltungen zu erhöhen, da diese Vergütungen nicht mehr dem Grundsätze von Leistung und Gegenleistung entsprechen. Dieser Vorschlag ist von der Regierung abgelehnt worden, weil damit eine eventuelle Erhöhung der Postgebühren verbunden gewesen wäre und eine solche Erhöhung nicht im .Interesse von Gewerbe und Industrie sind in ber Stimmung, bas Abendmahls-Wunder auf un^ wirken zu lassen.
In ber Verwandlungs-Musik in ber Mitte des 1. Aktes nähert sich bie Gralsburg. Charakteristisch für biefe Partie ist ber Glockenklaitg von ber Höhe ber Burg: wenige eindrucksvoll tiefe Glocken übertönen den mächtigen Klang des oft noch verstärkten Orchesters.
Mit frischen reisigen Klängen, fast im Marschtempo, setzen, von ben Glocken weiter umsungcn, die Stimmen der Ritter bei ber Abenbmahlsszene ein: „Zum letzten Liebesmahle gerüstet Tag für Tag". Dazwischen tönen Helle Stimmen von ber Höhe ber Burg: „Den fünbigen Welten, wie einst sein Blut geflossen. . . Unb bald ertönen in höherem Chore Stimmen nach ben vom Vorspiel bekannten Klängen: „Ter Glaube lebt".
Tie Bitte des Titurel, den Gral zu enthüllen, versetzt Am- fortas in die höchste Verzweiflung, doch versöhnend schallt die Verlreißung: „Durch Mitleid wissend ber reine Tor, harre sein, ben ich erkor", — ohne Instrumentalbegleitung von Frauenstimmen gelungen. Ter Gral wirb enthüllt, während Stimmen von der Höhe verkündigen, getreu den ersten Takten des Vorspieles: „Nehmet hin meinen Leib, nehmet hin mein fölut". — Ein Vergleich mit der Matthäuspassion Bachs läßt die Eigenart Wagners noch besser erkennen. — Und nun senkt »ich die Dämmerung Mystisch über ben Raum, getragen von gedämpften, Streichinstrumenten und Holzbläsern. Mit dem Gesang aus der Höhe: „Selig im Glauben" — verrauscht der erste Akt.
Im dritten Akt grüßt uns der Charsreitagszauber^ Man glaubt in der Musik noch bas Entstehen unter dem sonnen- ht-llen Licht des südlichen Himmels zu ahnen, dessen Zauber an gleicher Stelle Goethe in die Worte kleidete: Ein weiger Glanz ruht über Land unb Meer, unb duftend schwebt der Metber ohne Wolken Streicher und Holzbläser leiten die Worte Parfifals ein: „Wie dünkt mich doch bie ?lue heute so schön!" Tie Oboe führt bie gedämpften Instrumente: zart, echoartig, antwortet die Flöte bei ben Worten: „Doch sah ich nie so mild unb zart die Halme. — Das ist Charfreitagszauder!" Und nun verkündet das Cello jenes so bekannte Abendmahls-) Motiv vom Eingang des Vorspiels. An bie Lehren ber großen Mystiker knüpft Wagner an mit ber Verherrlichung der Tertesworte: „Nun freut sich alle Kreatur auf des Erlösers holde Spur."
Wieder hören wir Gralsglocken, immer schwerer und ernster wird bie Musik uno leitet über zum Trauermarsch unb zur Totenklage um Titurel. Wieber werden wir Zeuge des Leidens des Amfortas. Aber schon naht Parfifal, er heilt ben König und enthüllt ben Gral. Unter ben Klängen der Harfen, bic erst von Blasinstrumenten, dann von Streichinstrumenten sanft begleitet werden, leuchtet der Gral auf.
Unb nun schließt sich der Ring ber Töne, mit ben ersten Takten schließt auch das ganze Derk, auf dem Abenbmahls Motio verklingt der hehre Gesang: „Erlösung dem Erlöser."
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Kicharö Wagners parsisal.
Dom Konzertverein wirb uns gescknieben:
Parsisal ist bic reifste Frucht von Wagners getosten, das . LKrk in bas er die Weltanschauung seines Alters unb seine itligion bineingelegt. Mit dem Stofs war, er schon srütor be- chästigt bic Arbeit an Tristan in den funßtger Jahren brachte ;bm bic mittelalr^Iiche Sagenwelt näher, unb mancherlei Berührungspunkte bestehen zwischen beiden stucken, auch musikalisch. Seitdem ließ ihn bic Gestalt des Parsisal unb da^ Mysterium ber Erlösung nicht mehr los. Eine <-kizze bes Werkes wurde bcni königlichen Freunde mitgeteilt, unb am Weihnachtsmorgen 1878 erklang bas Vorspiel zum ersten Male in 1 einem Bay- nutber Heim. Starf) schweren äußeren unb inneren Kämpfen id)lo6 er Ansang 1882 im Sonnenglanze der aalicmicton tanb- schäft in Palermo bas Werk ab, unb int Herbst bes,eiben Jahres I rklangen zum ersten Male bic Gralsglocken aut tarn Sanreuttor Frstspielhaufe. Seitdem ist das Werk BayrotthS E'gcn gcblieb^
Eine Darbietung im Konzertsaale muß ber nach, ck>anenden ^Phantasie des Hörers vieles überlasten, vor allem fehlt bic aSfa tinfatSeix und grofjen Zügc der mitt-l-ItcrUch-n S°,° .hat Wagner mit eigenen unb vertieften 2bucbaiiungen erfüllt. Ötrjcleibe erzieht ihren einzigen Sohn V.ari Nal fern der Seit im Walde, damit er nickst, »um Ritter erwachsen, ihr i» Kampfe früh verloren gehe. Mer die angeborene Abenteuer- (lüft treibt ben Knaben von der ^tter, der der Wsth^d das btrze bricht. Ohne Kunde hiervon streift Parnial in der Dumpf- bät seiner Sinne durch bic Welt, bis er zur G r a1Z b^u r g t
Montsalvat gelangt. Tort hüten Ritter .b«i twhfl« 'r a l cm köstliches Gefäß, in bem einst ber Sein btim .lb«.ndmahl Ilvß, in bem das Blut aus Christi Wunden anf.ctesangeti wurde^ Wunderbar ist des Grales Macht: Wer ihn an'ctout ber ka ni nicht sterben. -Jlbcr unter den bei::seien unb auscrwahltcn GralS tittern, über die einst der greife, noch lebende T11 u -r^ ^.rr ist ein sündiger, der König A ni s o r t a s. dSor fm^ger Liebe »ur Zauberin Kundoy verführt, hat er eine unheilbare —i enipsangem ,nm P^isal von Gutnemanz-einem
ber Gralsritter geleitet unb in ber gros.en Halle, wo chc Ritter ,u Mahle versammelt sind (einer ber Höhepunkte des Drama. , Batfifal bic Worte ber Einsetzung bes Abendmaliies, aber ifl er nickst reif für seine !>ohe Sendung: er unterlagt di b^nignisvolle Frage, die den leibenben König erlösen sott, toirb von ber Burg vertrieben. ...
Auch ihm droht Berftibrung, aber urplötzlich ergreif ilm Erinnerung an bas Leid des Amfortas, unb er wirb „durch jjc t - 1 tib wissend". . ., .
Am Karfreitag kommt er wieder zur Gralsburg und schrei , »ton Gurnemanz geleitet, zur Burg, wo das Leid auf»
Dom italkni|d)=türfifd)en Kritgsfdiauplaß.
Aus bet italienischen Kammer
Nun tot die italienische Volksvertretung sich mit der Eist« Verleihung von Tripolis beschäftigt unb aus diesem Aglaß große patriotische Miinbgrbungrn gezeigt:
Rom, 22. Febr. «Kam m er 1 Saal und Tribunen sind überfüllt. Viele Tarnen sind anwesend Ter Präsident der Kammer Marcora, Ministerpräsident Giolitti unb alle Minister betraten zufamincn den Saal, von andauernden stund gedungen empfangen. Alle Tamtierten erhoben sich. M ar eora brachte ber Armee unb der Marine seinen Grus; bar, was mit langantoltcnbem, stürmischen Beifall ausgenommen nmrbe. Ter Tonen ber Wammer Lacava schloß sich dem im Namcir der Kammer an. (Langer, herzlickier Beifall.« .striegsmintster S v i n g a r d i erklärte, die Armee schließe sich mit brüderlicher Liebe und berechtigtem Stolz den hohen Elirungcn an, die von o maßgebender Stelle unter so begeisterter Zustimmung ihren Brüdern von den Land- unb ScestreitTräften gezollt würden, bie so mutig in Lybien für italienische Tüchtigkeit Zeugnis ablegten unb durch ihr Leben bic neuen Geschicke des Vaterlandes heiligten unb sich opserteii, damit das Vaterlaird größer, glücklicher und mächtiger werde. . , r
Marineminister G a t o 11 i c o , begrüßt von Rufen „Es lebe die Armee!", dankt namens der Marine für diese Kundgebung. (Sehr lebhafter Beifall.) m v
Der Präsident verlas bie Tagesordnung Lacava, Bettelo unb Baccelli, durch die Heer und Flotte Gruß und Beis'all gespendet wirb. Alle Abgeordneten unb Tribüncnbeslicher erbeben sich unb äuf tten ihre begeisterte Zustimmung. 2.r Präsident crfl rtc bic Tagesorbnung burch Zuntf angenommen. Sodann erhob sich Giolitti, begrüßt von einer langanbaucrnbcn Mimbgcbung Er brachte einen Gesetzentwurf ein betr. bic Gültigkeitserklärung bes Dekrets, in dem (bic volle unb ganze Do wv c r ä n 11 ä t Italiens in Tripolis unb ber Cyreuaika proklamiert wird. Die Kammer erhob sich von neuem. Unendliche Beisallstnnb- gebungen begrüßten das Dekret. Als Kundgebung, die von seltener Begeisterung getragen sei, beantragte Giolitti, bic Kammer möge dem Präsidenten Vollmacht erteilen, einen Ausschuß von 21 Mitgliedern zu ernennen, der den Gesetzentwurf prüfen solle. Der Antrag wurde unter Beifall angenommen und bic Sitzung unterbrochen, um den Regierungsvertretern bic Möglichkeit zu geben, bem Beginn der Arbeiten im Senat beizuwohnen.
Rach Wiederaufnahme der Sitzung teilte ber Präsident mit, daß zur Prüfung ber Gültigkeitserklärung der Annexion.'betrete vom 5. November ein Ausschuß ernannt würbe, bem u. a. Baccelli, öuicciarbini, Luzzatti (.Sozialist), Eurico unb Ferri angebötett,
Rom, 22. ftebr. Die „Tribuna" meldet aus Tripolis: Ein Araber ist aus bem türkischen Felblager mit einem Briefe von Rachab Bey an General Cancva bei den italienischen Vorposten angekommen. Der Inhalt des Schreibens ist unbekannt.
ür. 46 Erstes Blatt (62. Jahrgang Sreitag, 25. Scbninr 19(2
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