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162. Jahrgang
Zweites Blatt
llr. 249
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
(-
(-
(-27.)
(-
220 (-
(+ 4)
Tir.
87-92
47-50
Tic
52-56
93-100
Kirche und Schule
42-00
88—00
88-89
69'/.-00
87-00
gewicht
Mannheim Straßburg
79—88
88—96
70—78
60—72
(- (-
38—42
30—36
88—89 87-88
110—115 99-107 91 — 97 80—88
(-H 3) (- 2) (- )
Mr.
94—101
93—100
66—68 59—64
54—58
48—53
175 1H0 180 184 206 195 202 202 205 205
205 210 200 205
202
) )
4) 7) 2) 4)
) 2) 1) 2) 2) 5)
198 206
207 20H
207 207
207
209 218
215
2) )
) )
Lebend- Schlachtgewicht
85—88
78-83
2) ) )
1)
3)
Markttage in
Königsberg Danzig Stettin Vosen Breslau Berlin Magdeburg Halte Veiptig Dresden Hamburg Düsseldorf
43—48
46—50
Getreide-Wochcnbcricht
der Preisbcrw 's"''lc des Deutschen Landwirtschaftsrats vom 15. bis 21. Oktober 1912.
Ter türkisch-italienische Friedensschluß hat die Befürchtungen bezüglich einer Behinderung des Dardanellen-Verkehrs zunächst wieder zurücktreten lassen. Damit siel die wichtigste Voraussetzung für die Aufwärtsbewegung der Getrcidepreise weg, und
Kleine SnnesthroniL
Bei einem schweren Gewitter wurden in der Nähe von Soest ein 30jähriger Landwirt, seine Frau und zwei Pferde vom Blitz getötet.
Infolge Versagens der Weiche fuhr ein Zug der R h ä - tischen Bahn gegen die Stirnwand des Abulatunnels. Die Lokomotive wurde zertrümmert. Tas Lokomotivperso- nal wurde schwer verletzt.
Schlachtwertes
Pollsleischige auSgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bt5 zu 7 Jahren ...
Wenig gut enliviclette Färsen
Weitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- toideüe jüngere Kühe.........
Mäßig genährte Kühe und Färsen ft ä l b ec.
Feinste Masrkälbec l’tuüere Wiaft- und hefte Saugkälber . . . Geringere OJiafl- und gute Saugkälber . . . Geringere oaugfalbec.........
(v ch a t».
Diasilämmer und 'Masthammel
Schweine
Toll fleischige Schweine von 80—100 kg Lebend-
Schafe 40, Schweine 274.
Markwerlau': ^Illgemein mittleres Geschäft, m Großvieh bleibt geringer Ueberstand. Preise für 100 Bfd.
Ochien.
51-53
47—50
mittags 51/» Ufjrt! lgtag, in iämtlic, Leib
52—56
51-55
Dienstag, 22. Moder M2
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schea UniversnälS - Buck» und Sieindruckerei.
9t Lange, Großen.
dürfte.
Das außerordentlich bedauernswerte Unglück der beiden Berliner Lustschiffer gibt keine Veranlassung, in der sportlichen oder wissensdMlichen Lustfahrt besondere Gesahrmomente zu erblicken. Die Faljrten des Gießener Lustsa hr er Vereins werden nur bei durchaus sicherer Wetterlage veranstaltet, nachdem die Wetternaäirichten der deutschen Seewarte in Hamburg und des König!. Aeronautischen Observatoriums in Lindenberg eingcholt sind. Tas Gleiche gilt für die begonnenen wissen- säxlftlichen Hochfahtten, die demnächst von Bitterfeld aus von Tr. Huchtey und mir fottgesetzt werden. Tr. A. P e p p l c r.
Dio „Wefjenet ZamMonblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fBi den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen 5cit« fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Weizen - (- - (-
Frankfurt a. M. 215
222^(-21/,)
*anb zu (Ihren heS Kardinals em Festessen im Großen Saal des Konzerthauses statt. Ten ersten Trinkspruck brachte der Jubilar aus Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef und den Papst aus. Dann sprach Kultusminister v. Drott zu Solz. Der Kardinal sei mit der Geschichte unseres deutschen Vaterlandes unlöslich verbunden. Der einmal seine Lebensgeschichte schreibe, werde der erfolgreichen Tätigkeit des Kirckenfürsten nur ehrend und rühmend gedenken können. Im Namen der öfter- reichischen Regierung sprach Gras v. Eoudenhove. Domvrobst Prälat König brachte die Gefühle des Klerus der Tiözese und der übrigen Diözesanen zum Ausdruck und schloß mit einem Hoch auf den obersten Hitten der Diözese.
e
♦ Aus dem Voranschlag des Kirchenvorstandes der Tiözese Mainz. In dem abgelaufenen Rechnungsjahre der Diözese verblieb ein R e i n ü b e r s ch u ß von 28 101 Mk, der aus das Rechnungsjahr 1913 übertragen wurde: für vieles Rechnungsjahr sind in Einnahme und Ausgabe 301 101 Mk gegen 289 303 Mk. im Vorjahre vorgesehen. Die Hauptetnnahme des Voranschlags beträgt 235 000 Mk, welcher Bettag durch die Kirchensteuer erhoben werden wird: 35000 Mk. beträgt der Beitrag des Staates zu den Bedürfnissen der katholiicken Kirche. Tie Hauptattsgabe des Dorcinschligs beträgt 2 2 0 0 0 0 M k zur Ausbesserung des Einkommens katholischer Geistlichen und außerdem sind 8000 Mk. zur Aufbesserung der Pensionen der Psarrer vorgesehen.
Hafer ( -)
)C, Panorama ° itiü Würstelbude la München erie-Negimeltls Nr aelmusik ' jeder 30 Pf?- 3
2er vorstar
2lits Hessen.
Gin AuöführungSgefeh über die landwirtschaftliche Unfall- Versicherung.
RB. Darmstadt, 21. Okt. Die Regierung hat der Zweiten Kammer eine neue Gesetzesvorlage zugehen lassen, di? die Ausführung des Reichsgesetzes über die landwirt- j ch a f t l i ch c U n 's a l l v e r s i ch e r u n g für Hessen betrifft. i Da das betr. Gesetz als drittes Buch der Reichsversichcrungs- ordnung bereits am 1. Januar 1913 in Kraft treten soll, so richtet die Regierung an die Volksvertretung das Ersuchen, die Beratung des Gesetzentwurfs beschleunigen zu sollen, damit auch die hessischen Ausführungsbestimmungcn u diesem Gesetz an dem bezeichneten Termin fertig gestellt sind und Gesetzeskraft erhalten können.
Aus der nat'onalliberalen Partei.
Die der Freien Vereinigung hessischer Nationallibc- raler angeschlossenen Wahlkreise und nationalliberalcn Vcr- cine haben Herrn Otto Linse, Dr. der Staatswissen- idKiftcn, als Geschäftsführer angestcllt. Herr Dr. Linse, L) lcher seine Tätigkeit im Dezember aufnehmen wird, ist in Aachen geboren und war in Reichenbach i. V. und j^efeld als nationalliberaler Parteisekretär tätig.
Märkte.
Gießen, 22. Okt. Marktbericht, ^uf heutigem Mochen- ntnrfte loftete: Butter las Pfund 1,10-1.20-1'1^ Viilmereiei-1 Ztucf 10-0'Hn., 2 Stück 00 Pfg., Euteueier 1 Stück 10—0 Pfg., Gausekler iet. 20 Pf., Käse das Stück 6—8 t fg., Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg., Dauben vr Pr. 0,80—1,00 Pik., Hühner vr. St. 1,00—1,60 J) L, Vnbnen vr. Stück 0,80—1,80 9)iL, Guten pr. St. 2,00—3,00 Mk^ Gänse das Pfd 76—80 Pfg. Ocbseufleisch vr. Pfd. 92—100 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 90—94 Pfg., Kuhfleisch 80 V'ä- «chwerne- fleisch vr. Pfund 90—110 Pfg^ Kalbfleisch pr. Pfd. 92—06 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfd. 70—90 Pfg., Kartoffeln pr. luO Kg. 4.50 bis 5.00 Pik., Weißkraut das Stück 5 bis 10 Pfg., Zwiebeln ver □ tr 4,00—5,00 Mk., Ptilch das i'iter 22 Pfg., bluffe 100 Stück 50—60 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Birnen das Pfund 10 ins 15 Pfg., Aepfel der Zentner 9 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bi» HrC. Wiesbaden. Viehh ok-Mark 1beri cht vom 21. Okt. Auftrieb: Rinder 95 (Ochsen 70, Bullen 1, Kühe 25), Kalber 29,
Das Pnestkrjubiläum des Kardinal- Kovp.
Breslau, 21. Okt. Kardinal Tr. Kopp leitete die Feier leine« 50jährigen Priesterjubiläums und des 25jährigen Tiözesau- ji cboi (subiläume- mit einem feierlichen Pontisikalamt ein. Nach ~ .111 u6 des Ponnfikalamtes, dem u. a. auch der preußische Kultus u nister beiwohnte, hielt Kardinal Kopp eine Ansprache, in nieldjcr er für die innige Anteilnahme gelegentlich seiner schweren Erkrankung allen ohne Unterschied der Konsession herzlichst dantte, !>ec Anteilnahme der Mitglieder des Königshauses an der heu- li«jcn Feier gedachte, sowie der Vertreter der hohen Staatsbehörden. Der Kardinal dankte sodann allen feinen Diözesanen für die ihebe, Treue und Verehrung, die sie ihm dargebracht hätten. Milch' dem Pontifikalamt sand im Fürstbi'chöflicheu Palms die ö»catulationskur statt. Der Kardinal errichtete eine größere Aw :cbl von wohltätigen Stiftungen. — Am Montag nachmittag
MS
***$?;>
Bollsteiscbige. auSgemästete. höchsten Schlacht- wertes int Alter von 4-7 Jahren ....
Tie noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . (Hinge, seischige, nicht auSgemästete und ältere auSgemästete............
Bull en.
Dollsteifcktge, ausgew^ höchsten Schlachtw. . .
Lollsleischige, jüngere..........
Fürs en. K n h:.
Vollsteischige ausgemästete Färsen höchsten
Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schul- sttaße 7. Expedition und Verlag: e^s>51.
Redaktion:112. Tel.-Adr.: Anzeigeripteßen.
cs trat ein Umschwung zu matter Haltung ein. xic Erklärung, baß Schisse, hie nickt für griechische Häsen bestimmt und, die Meerenge passieren können, hatte eine Ermäßigung der ungewöhnlich gesteigerteirAFrachten zur Folge, aber and) bieie Raten ind noch sehr doch, tmd auck der Umstand, daß gncmndic xamplcr vam DardaneUen Vtttkehr ausgeschlossen sind, bildet eine Erschwerung für den Export. Immerhin kommen russische L netten wieder mehr in Betracht, und umsomehr Beachtung |anb daher eine amtliche Schätzung der russischen Wintergetreideernte, deren Zahlen wesentlich höher lauten, als die von der Handels- und Industrie-Zeitung vor kurzem mitgeteilten Ergebniiie. Die amerikanischen Märkte verkehrten unter bem Druck starker Zumhren in matter Haltung, aber die Ermäßigung der Forderungen war nicht erheblich, da die Ozeanfrachten wieder angezogen haben. In den BerbrauchSgebicten kommt die beimtidic Landwirtlckatt allmählich mehr mit Ware lieraus, denn die Feldarbeiten^ nähern fid) ihrem Ende, und so bleibt jetzt schon mehr' Zeit zum Dreschen. Das gilt au di für Deutschland. Das Angebot ist zwar f,parlidi, aber die Aussicht auf eine baldige Zunahme halt die Kauflust unter Drud, obwohl die Versorgung allgemein schwach und ausländischer Weizen nur zu wesentlich höheren Preisen als Iretmisches Erzeugnis zu beschaffen ist. Im Lieferungsgeschast verlor Weizen seit vorigen SLKontag ca. 5 Mark, konnte zum >2d)luß aber i . bi>3 1 .Mark zurückgewinnen, da Nachrichten über Operationen her türkischen und griechischen Schisse neue Beunruhigung hervorriesen. Roggen mußte gleichfalls erbeblirb nachgeben, Zumal vermehrtes Provinzangebot Lieferungsabgaben veraulatzte. Allerdings war der Rückgang für Oktober weniger stark als für Dezember, ba die nabe Ware zunächst knapp bleibt und der geringe Berliner Lagerbestand eine Stutze für die laufende Tickt bildet. Nack einer leichten Erholung bleiben gegenüber letzter Woche immer nod) Rückgänge von 5-7 Mark bestehen. Daser war bei großer Zurückhaltung der Käufer gleichfalls stark im Preise gedruckt, Lieferung um 5—6 Mark ermäßigt. Für Futtergerste trat, da die Wcfäbr einer Tardanellensperre vorläufig ausgeichaltet ist, ein stärkerer Rückschlag ein, während Mais der allgemeinen Ab- roärtdbcrocgung nur mit verhältnismäßig kleinen Rückgängen Rech-
Siehenet Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhejjen
4 bis b ob*
Jede echte Osrani-Lampe muss die Inschrift „OSRAM“ tragen. — Überall erhältlich. Auer gesell schäft Berlin O. 17 0*1»
5um Absturz der Vallow „Reichrflugverein Berlin H“.
| Am Sonntag, den 20. Oktober, ist der in B i 11 e rfe l d, zu inner ersten Fahrt unter Führung des bekannten Luftickmers G ehr i ke aufgeftiegene Ballon „R eichsflugverei n" ans großer Höhe abgestürzt: die Insassen mären tot. Pse ersten Zeitungsnachrichten sprechen über die Ursachen der Katasttophe alle möglichen, wenig wahrscheinlichen Vermutungen aus, die geeignet waren, die dem Lustsport nahe stehendeii Kreise zu beunruhigen. Man glaubte zunächst an eine Entzündung des Ballons durch Blitzschlag. Die Wetterlage am Sonntag, die allerdings Böen für Norddeukscl-land bedingte, machte diele Annahme jedoch wenig wahrscl-einlich. Von den vielen taufenben Ballon ährten, die seit Bestehen des Freiballons unternommen wurden, crifticrt nur eine einzige, die verbürgt infolge Blitzschlags ein nn glück!ickies Ende nahm. Der Kapitän U s u e 11 i stürzte seinerzeU aus 100 Meter Höbe infolge Blitzentzündung ab. Damals handelte es sich aber um ein hesttges Gewitter, in das der Ballon «geriet, während am Sonntag von einer eigentlichen Gewitterlage feine Rede sein konnte. Auch die Annahme des Platzens des Ballons war kaum am Platze, da hierfür jede Erklärungsmöglichk-it fehlt. Nur bei geschloffenem Füllansatz platzt der Freiballon: eine derartige Katasttophe tritt bann aber sckx)n wenige hundert Meter über dem Boden ein und ist nur denkbar, wenn beim -start das £ offnen des Füllansatzes aus leichtt'innigern Versehen unterbleibt, was im vorliegenden Falle ausgeschlossen war. Tie wahre Unadje der Katasttophe war nach der Untersuckning des Ballons am Unglücksort eine andere. Gehrike beabsichtigte den von den Meteorologen Prof. G ü r i n g und Berson ausgestellten Höhenweltrekord'von 10 300 Meter zu breckxm. Dabei ist möglid)cr- weise einer der Insassen ohnmächtig geworden, so daß der andere saus Versehen oder mit Absicht) die Reißleine zog, um rasch in tiefere Schicksten zu gelangen. Dieser Punkt wird kaum jemals aufgeflärt werden. Jedenfalls war die Reißleine gezogen,_Jo daß der entleerte Ballon mit großer Gesclstvindigkeit fiel. Die wenigen Fälle, in denen seither in größerer Höhe die iReißleim: gezogen wurde, sind burdj-roeg ohne Schaden für die Insassen verlausen, da beim Fallen der Ballon Fallschirmwirkung ausübte. Tie von G ü r i n g erreichte Höhe von über 10 Kilometern stellt die äußerste Grenze bar, die der Lustfahrer im offenen Ballonkorb erreichen kann. Das wurde von den beiden Inhabern des Höhenrekords verschiedentlich betont. Gewiß ist die Erreichung noch größerer Höhen möglid), und im Interesse der Wissenschaft auch wünsd-enswert, aber nur durchführbar in einem luftdicht verschließbaren, etwa aus Aluminium bestehenden Korb, dessen Konstruktion der Ijeutigeu Tedpiik keine Schwierigkeiten bereiten
jetzt ab nu 6 r
gewicht '............. 68'/,-69'/,
Pollfleischige Schweine unter 80bg: Lebendgewicht 68-631/,
Pollsteischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 70'/,-71
Lollsleifchige Schweine von 120—150 kg Lebend-
nUI Es stellten fid) die Preise für inländ. Getreide am letzten Mark per 1000 kg wie folgt:
München 236 (4- 2) —- « • fian
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Okt. 210.75 (— 4.2o), Vest Okt. 185.40 (- 7.25), Paris Oktober 225.00 (-4-4o), Liverpool Dez 1-5.05 (— 6.60), Chicago Dez. 112.55 (— 4.25). Roggen: Berlin Okt 179.50 (— 5.60). i?afcr: Berlin Oktober 186.00 (— 5.00), Futtergerste: Sübruss. frei Hamburg nnoerzollt fchwi'ii. l44 (-7.00) Okt 139.50) (— 6.75). Mais La Plata schwim. 115.2a (— 3.00), I'iired Dez. Blärz 118.00 (— 1.50) Mark.
Staatsidretär vr. Delbrück fiter die veziehuntzen zwischen Regierung und prcsie. 1
Bei einer Jubiläumsfeier des Vereins „Berliner Presse" 1 .rach Staatssekretär Delbrück auch über die Beziehun- , jen zwischen Regierung und Presse. \
(fr rührte dabei aus, er furchte, dap man auch fjeutc noch , ! Empfindung habe, daß, wenn es vvifdvn bet Regierung unb ,r Presse nickst ftimmt, die bureaufratudje Engheizigkeit unirr er ; Mrbcn ui erster Linie daran fchuld sn. Pie Auffassung, nack !,-la>er bald nach der Verbreitung der Buchdruckerkunft die regle enden Gewalten in Staat und Kirche in der Presse ihren gefahr icksten Feind erkannten, habe fich bald gemitbert. Fwiedrid) der Hrofr habe gesagt, „die Gazetten sollten mckst gentert werden :mb Fürst Bismarck habe sich geäußert: „iede Monarchie und ilste -"Monarch bedürften der Kritik, an deren tackeln fie u halten könnten, wenn ihr Idealismus sie aus Abwege dränge"^ ■ Riffe M ittif könne nur geübt werden durch eine t r c i c $ r e f f c unb .ii Parlament in mobeniem Sinne Aber es liege bte G es a h r > i r, daß diese ftorreftiven burd. M i ßb r a u ch a b g e st u mpft Dirbeit Damit ergebe sich, daß naturgemäß zwilchen Regierung i ut) Presse ein steter K a m p f bestehe. Es sei die hödstte Weis- Ieit b r Regierungen, die Beziehungen zur Prefse unb zum Par
> zu regulieren, daß sie niemals das notwendige Maß von ’reibeit verlören aber niemals in die Lage kämen, diese Freiheit ii der Weise zu mischrauchen, die zu ihrem eigenen Untergang S itz reu würde Es ist eine bekannte Tatsadie, fuhr der staats ie'retär fort daß die Presse eine Weltmacht geworden ist, aber • e ist interessant, daß gerade Fürst Bismarck, deit die Presse als hi en grtnimigften Feind anzuselstN gewohnt war, die Bedeutting Presse als eines neben Regierung unb Parlament unentbehr I ii.cn Faktors im Leben eines modernen Staates betont unb so- i sagen sanktioniert hatte.
In bi eien Ausführungen des Fürsten Bismarck hegt noch i«.- zweite für uns alle fel>r beherzigenswerte Lehre: Wir ver nssen hüben und drüben immer, baß der Kampf zwischen t gierung unb Presse notwendig, daß er unser I widerseitiges Leben selement ist. Diesen Kampf soll ,nli aber nicht tragif'd) nehmen, namentlid) solange nicht, als i den und brühen g es ödsten wird im Dewusm'ein der Erfüllung einer io! en uatcrlänbifdicn Pflicht, in Formen und mit Mitteln, die .* t »r beibcn'citigen Würde entspreclstm. Man soll aber auch, wenn k rmal in diesem Kampfe die Formen verletz! werden, aud) das nickst tragifd) nehmen. (Sehr richtig!) Solckie Entgleifungen liegen in der Unvollkommenlieit der menfdsticheii Natur und in ganz besonderen Berlßilkniffen begründet, unter denen die Presse arbeitet unb unter denen die Presse und die Regierung miteinander kämpfen. 9!tgierung, Parlanieitt und Presse sind die unentbehrlid>en Be p fianbtcile des modernen Staates! Tie Mitglieder unb Organe ihr Regierung, ebenso wie die Parlamente erl-alten ihr Mandat nad) bestimmten gefcfclidxm Regeln und die Diensworsd-risten und Gesdästsordnungen stehen unter steter Kontrolle gesetzter oder selbstgesetzter Oberen. Die Mitglieder der Presse aber arbeiten alt, Angehörige einer ab so l u t freien Gemei n s chaft, deren Cfrenkodex leine anderen Mittel der Vollftteckbarleit hat, als das tz ) r g c f ü b 1 ihrer Mitglieder unb die Mittel, welche der Prefie W sonst zur Verfügung stehen. Es sind auch von feiten der Presse ? nge vorgekommen und sie können vorkommen, die im Wider- fpvudi stel-en mit den Idealen unb Ausgaben der Presse. -Liefe k «linnänbe merben sd-wer zu beseitigen sein, aber sie werden in irren Wirkungen herabgemildert werden können burd) die freie Organisation der Presse. Hier setzt die Tätigkeit bi:cö
B i r c i n s ein. Alle Lfesttebungen der Preise, die darauf gerichtet x sm o, die w i r t s d> a s 11 i d) e n u n d s o z i a l e n V e r h ä 11 n i i f e W ihrer Angehörigen zu verbessern und ein gesundes ^tznidesbewußtsein zu erziehen, dienen nidst bloß der Presse, fji s. rn der Allgemeinheit. Zu den Erfolgen, die Jhr^Vrnem 111 oiefem Gebiete erreichte, namens des Reid>S- und der Staats- I rcfTiernug Sie zu beglückn>üiisd,.'n, ist mir eine gern geübte Pflicht :nib eine besondere Freude.
Diesen Ausführungen kann man nur lebhaft zufttm- Z -neu. Die Meinungsfreiheit weitheUzig zu dulden, stellt I cdem Mack)tl)aber ein gutes Zeugnis aus.
tMrticbifrabrt
Stuttgart, 19. Okt. Zu der nationalen Z i e l f a h r t am 24. Oktober haben 21 deutsche Ballons gemeldet; zur Gordo n- ennet - Fahrt am 27. Oktober aus neun Staaten 22 Ballons. Rußland hat feine Dleldunq zurückgezogen._______________________
Landwirtschaft.
’» Vortragskursus für praktische Landwirte in Mainz. Tie Landwirtschastskammer wirb auch in diesem Winter einen Vortragskursvs, wie fie solche seit einer Reihe von Jahren veranstaltet hat, unb zwar in der Zeit vorn 6.-9. Januar in Mainz abhalten. Es werden 8—10 Vocträge gehalten werden. Neben allgemeinen volkswirtschaftlichen unb laubwirtschastlich technischen Fragen werden auch ThemataS über Weinbau und Gesetz- qcbillig zur Behandlung kommen. Als Redner werben hervorragende Fachnianner ncivonnen werden.
Roggen
17h*/.
,(- 1)
177
(- 5)
175
(- 3)
170
(- 8)
176
(- 2)
177
(- 6)
175
(- )
178
(- 2)
178
(- 1)
178
(- 3)
182
(- 2)
195
(+ 2)
189
(-2*/,)
190
(— )
192‘/,( + 2'/,)
190
(+ 2)


