Ausgabe 
21.11.1912 Erstes Blatt
 
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Kugelfedem

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Nr 712 1 Groe M 2.50 1 Aniwihl » Pf

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(Kein Laden.)

Spealai- Anesc

Nov. Der faubftmnmcn

gefordert.

Kreis Büdingen.

5.

. November 1912.

Wieseck, 21

Zum Einhorn1

Müller, Ludw. Belte und

Häuser in der Nahe dcS

Revisionsbericht.

Bericht über den BerbandStag. Ersatzwahl für den AufsichtSrat. Erhöhung des Zinsfußes für ausgeliehene Kapüalie».

Verschiedenes.

e tl !ov. 1912:

nufcte. Die Bau tätigkeit Die Bauunternehmer Anton Kd. Lauder errichteten eine Anzahl "ohnhofeS.

---Großen-Buseck, 20

Zigarrenarbeitcrin Marie Becker von hier rontbc von der ?,irma Klingspor in Gießen eine Ehrenurkunde für 25jährige treue Arbeit nebst einer ansehnlichen Geldbelohnung überreicht.

r. Ettingshausen, 20. Nov. Im Saale dcS Gast­wirts Keil hielt der Parteisekretär Hesse von der deutschsozialen Partei einen Vortrag über ,Unser Volk in ernster Zeit". Noch dem Vortrag wurde auf Anregung deS Redners eine LrtSgruppe des .Deutschen V o! kS oer e i n 8' gegründet, ju der sich sofort 40 Mitglieder meldeten. Zum ersten Vor­sitzenden wurde Bürgermeister Keil und zum Stellvertreter Peigeordn. Opper gewählt. Unter den Schulkindern ist bet Scharlach auSgebrochen, er hat bis jetzt noch kein Opfer

Ter javanische ffraryerNifchin" hat Sri Dokosuka die Lenden von 20 Mann der Besatzung, die btt der Explosion eines KessttS desNischin" getötet wurden waren, gelandet Ate eS beißt, ,'oll die fcoioiion am Dienstag abend burdi Au,lausen des .tkreuzers ans der Höbe von Sbtmoda eittstanbeu sem.

Generalversammlung des Spar- und Vorschuh-Bereins e. iS. m. m. H. zu Wieseck:

Donnerstag, 28. November, abends 8l/t Uhr, bei Gastwirt Wilhelm Bierau.

vergeblich eine Vermehrung der Schalterbeamten für Hetzen beantragt, trotzdem eine solche Vermehrung zur glatten f Wicklung des Verkehrs unbedingt erforderlich ift.

Ueberanstrengung von Pferden. Der Ver- fjffer des Eingesandts über .Ueberanstrengung von Pferd en* schreibt uns nachträglich. Es handelt sich, anßei Baumaterialsuhren nicht um städtische Wagen, sondern um Abfuhren aus den städtischen Klärbecken durch private Unternehmet oder Käufer

Landkreis Gießen.

?Lang-GönS, 20 Nov. Der Landwirt Karl Müller führte eine Kuh zum Fasel; die Kuh scheute auf dem

Der beispiellose Erfolg des Forman hat wie üb­lich zu Nachahmung des Arttke'ls gereizt. Man verlange ausdrücklich Forman l c®/t.

Tagesordnung: 1.

2.

3.

4.

Amtlicher Wetterbericht.

D c f r e n 111 <T) c Ätl: ebienststellc Vieh, Vetteraussiclnen in Dessen Freitag, den 28. N Vorübergehend austtäicnd, später wieder Trübung. "Regen'ülle,

Freitag, den LS. November

Metzelfnppe

Morgens: Wellfteifch mit Kraut Abends: Großes Schlachtfest

wozu freundlichst einladet

7632 Bax Jankowsky.

von Münchener Hofbrkn.

^eimwege, schleifte M. eme große Strecke, wobei er schwere Verletzungen erlitt und bewußtlos zum Arzte getragen werden ist dieses Jahr hier stark.

»nglÄ.« Lirtsch. Boller, Bahnhofirr. Verkauf v Weißkraut, Rot kraut, Wirsing, Blumen- fobl un*> n o,-n*ihL

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Habe im Hause Wolkengasse 2L ein Reste-Lager errichtet und halte mich zum Bezüge von Kleider-, Schürzen- und Futter­stoffen, fertigen Schürzen etc.

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Büdingen, 18. Nov. (Sch ö ff en fl c rt du. Ter Stein- ridittr £) K. von Orleshausen tmtrbc wegen fahrlässiger Körper­verletzung Mi 5 Mark ober 1 Tag Gefängnis verurteilt. Er hatte unbeabstchtigt abends auf her Ortsstraße zu Orleshausen den Friedrich Meininger von da umgesprungen, ivodnrch M.

~ ^ienstknecht ö. K. von Neu- zu 1 Tag Gefängnis ver-

erheblich verletzt wurde. Der Dienst knecht ö. von New ÄicdermuS wurde wegen Diebstahls zu 1 Tag Gefängnis ver­urteilt. Er hatte beim Säen dem Pädster D. t>om Rönne tzurger Hof 20 bis 30 Pfund Hafer entwendet. Der Handels- mann I. A. von Alt-WiedermuS wurde wegen Beleidigung des dortigen Bürgermeisters zu 30 Mark oder 5 Tage Gefängnis »mirteilt. In der Privatklage des I. M. von Aeinsteinlreim qqen R. B., Torlster des W. B. von Büdingen wegen Belei­digung durd' anonyme Briefe wurde weitere Bewetserl-ebung Mch Schriftsachverständige besckstossen. Tie Verhandlung gegen

Diev^'knecht B. W. von Bad Orb wegen Dicbstals einer xäschenulu wurde wegen Ausbleibens des Angeklagten ansge Icht. Die Privattiage des H. Sch. II. von Kefenrod gegen beit Schreiner Eh. M. daselbst wegen Beleidigung wurde durch

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 22. Nov. In Nr. 272 Iwt ein katholischer ..Leser' scheinbar den Eindruck von Graf Hoensbrveck>s Rede al^iicttvLchen ücn'udU. 3 a di l i d> hat ztrnrr der£rier" offenbar gegen HoenS- broechs Ausfülwungen, die ia bmurtfiiditd) auf Zitaten cms Schrnten von Jesuiten fußten, nichts ernzuwertden gehabt. Dem ,,£efer" genügt es nmuführeu. daß Hoensbroech rwr 21 Jahren die bentidie Gesimmng der Jesuiten verteidigt habe, die er ihn en letzt al'svridst. Mer damit ist doch für die ..gerechte Benrtellung/ her Jesuiten gar nidüs gewonnen und noch weniger si^ damit Hvcnsbroed's Ziutte aus Jesuitenschritten widerlegt. Als ganz befenber? ungeeignet rrfdicnrt e-3 aber, Bridrg Dr. Fantl«derS Ausspruch über Hoensbroech für die Jesuiten in- Feld zu fuhren. Der genannte Sifdx'T sagte:Kein vernürMtger Mensch be-' urteilt den Baurn nadi dem Fallobst und den Geist der deutichcn Armee nad) den Fahnenflüchtigen." Für den Nichtultramontanen stehen die Jesuiten um keinen Deut bester da, wenn man rinail Mann, der den Mut hat, ans dem Jefuiteiwrden «mszutreten, in grober Weise verunglimpft. Dr. A. Weber.

Dankbarkeit veranlaßt mich gern und -45crtrflllC)1vVO!l* roftcnloö allen Lungen- u. HalS - leidenden miuuteHen, wie ick mich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Raiurorodukt, D o r ä n - K r a f t - M a l a , von meinem langwierigen Leiden befreit habe H. Peukert, Kaufmann. Berlin SW. 47, Großbeereuiiraße 30.b1»/10

Märkte.

L Friedberg, 20. Nov. Ter heutige Diehmarkt war trotz der schlechten Witterung gut besucht. Neber 1300 kchweme waren amgetrieben. Ta der Markt ohne alle Beschränkung ob- gehalten wurde, waren audi die Händler erschienen. Dutd.gcbendS waren nur gute Tiere zn Tlarlte gebracht worden, namentlich von den größeren Landwirten der Wetterau. Der Handel war sehr rege und die Preise waren hoch. Ganz kleine Ferkel wurden da? Paar mit 35-40 Mk. bezahlt, größere kamen aus 40- 50 Akt. und Springer ans 60-70 Mk. zu stehen. Gegen Mittag waren saft alle Schweine verkauft. w

le. Frankfurt a. M., IS.Nov. Heu- und Strobmarkt. Angesahren waren 6 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh, bezahlt mürbe für reu 3/ u3,60 9)lf., Stroh (Kornlangftroh) 2.60 -0.00 Mk, Wfrrslroh 0,00-0,00 Mk. Alles sär 50 Kilo. Geschäft gedrückt Die Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreiselt Dteburg und l Hanau.

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Besten gefetzte sterbet'

-m ^e^ngni« zu Rochefort, über bett wir gestern schon beridttcten, brach aus, als der Ober-

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c $ dns Nicht bo- -Ehrung mach-n'^ und besser. &Lv

w der nahe t-.

Stadl nid» > TA ®* «S c ltaben, w, ? wltt beWn >- MOr Anlegung ,. Hk, um den M- l«merzunmöglicher, - daß ein derartig, f, . enbersammlung entio-. Avrechend btt

1 Erhalten gegenübe- abtt mht auch ünm- fatm. .Der dann « n. "uilatz zu weiteren.

l fm das Jahr 1913 m >en ^rlmiteruugcn naä> 185,01 Mk. in Sinn» ter: Autoliefch' ch gestern abend Autoliebchen wird Ml 'n Trompetern überv ic Mädchen so germ- iiif§ angenehmste roh \\\ sagen - denn da:. rcheinander, da fw in, chaß man gar fr: sich an den nrllfn l;"

ien intifio? erfrort T tattnng aufu^e, iv ic EinriMn^, W «t: > mzend > nennen F ürmifdiehi Äeifal i elnen Leistunaett r - ister Linie Frl. II-.-

grosser als M- chnet waren. Einr >, feurig und fcd. r i Somossy ganz YMleit Frl.Sii ls Rely zeigten s«b esst fein war Herr : nur wenig Mi IR fast tvie ein Mitteln 'noch die Herren ^r-' Mönnekantp und Lffteh lBehüde j Die nlufikatische Lsttv ten Posse nstt ihren w M Ädam.

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ferner die Derrink von Mrrinz, Gießen, Dcrrmstctdt imb I Gorms, zu einem Verband zusammengeschlossen Dos Pro teftorat hat der Groß Herzog übernommen und auch gr stattet, daß bte Bereinigung m ihrem Bereinsabpichen Wappen und Krone des Lande^sitrsten führt Sitz der neuen Vereinigung ist Darmstadt Die Vorsitzenden der! bereits bestehenden Vereine sind Borstandsmitgsteder der! neuen Bereinigung. Tie Geschäftsführung soll alle Jahre I in neue .Hände übergehen Für das erste Geschüftsfahr I ist sie dem Vorstände des Mainzer Vereins übertragen lovroen, der der größte der bestehenden Vereine ist, und türk das näclstte Jahr dent Darmstädter Verein, tfammerhm Frhr. von Detinger Darmstadt, Oberleutnant von Sela-1 sinskn und Fabritant Tuckerhofs^Mainz, Professor Dr I

nig-Gießen und Cberft von Behr Worms wurden gestern vom Großherzog empfangen. Tie Herren sprachen ben Dank für Uebernahme des Protektorats aus und über* I reichten dem Großherzdg das Verbandsabzeichen. Man kam überein, daß all? her neuen Vereinigung anaeschlosse- neu Vereine in kurzer Zeit ihre 9?timen einheitlich ändern.

Hessen-Nassau.

ll Marburg, 20. '.Udo. Hier ist eine Bewegung für Errichtung cihcr Dli 11elschule im Gange. Eine Eingabe dafür, die zahlreiche Unterschriften trägt, wurde gestern den I städtischen Behörden überreicht. Eine Versammlung hie -1 nger !fauste»ite und Gewerbetreibenden beschloß, angesichts der in letzter Zeit feftgeftellten Auswüchse des AußverkaufS- wesenS die Regierung zu ersuchen, die im Gesetz gegen ben I unlauteren Wettbewerb festgelegten ErganzungSbeslimm-i ungen hier emzm'ühren.

ok. Ziegenhain, 20. Nov. Ein Fußgendarm wollte gestern abend einen Gefangenen mit der Bahn in das hieftge Zud»tlnms abliefern. Ms der Zug hielt, gab der Verbrecher bem Gendarm einen heftigen Stoß, daß dieser aus der geörrneten .n'oupeetür hinausstürzle, während der Gefangene ans der anderen! Seile ans dem Zug sprang. Sein Transporteur muhte i^n nodi 2 Schüsse nach. In der Dunkelheit traf er jedoch mdü, so daß der Gefangene entn»eichen konnte. Ter Beamte nahm nd) die Flucht des Gefangenen so zu Herzen, daß er. sich kurz daraus in,.seiner ^üduung Iiftl dem Tienstrevolver erschvß.

Derittifcbfc».

Großseuer. 3m Modell schuppen der Maschinenbau­anstalt Humboldt in Kalk brach nachts 1 Uhr Feuer aus, das alsbald einen gewaltigen Umfang annahm. Außer der Teutzer Wehr war auch der Hauptteil der Kölner Wehr mit Löschen be­t'dsäftigt, doch gelang es erst gegen 5,16 Uhr den Brand zu über­wältigen. Ein Viertel des Modellschuppens, was etwa einem Umfang von 4000 Quadratmeter entspricht, ist dem Brande zum Opfer gefallen. Ter Sdsaden wird auf 300 000 bis 400 000 Mark

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Ein gefährlicher Geisteskranker. Aus Loz Angelos, 20. Nov wird yemeldet: Karl Warr, ein Deutscher, verursachte gestern im Polizeihauptquartier eine eineinhalbstündige Panik. Er betrat das Gebäude mit einer Kiste auf dem Rücken, die mit Dynamit ge­füllt und mit einem komplizierten Entzündungsmechanis­mus ausgestattet war und ersuchte die Polizei, erneu hohen Eisenbahnbeamten Tjerbeüurufen, den er in die Luft sprengen wolle. Mehrere Poli^eibeamte beschäftigten Warr durch ein Gespräch, während andere die Arrestanten aus dem Olefängnis holten und sie in Sicherheit brachten. Die im Gebäude tagenden Gerichtshöfe schlossen eilig die Sitzung und die Richter, Geschworene und Zuhörer, Mrzten auf die Straße. Rach geraumer Zeit gelang es den Polizei­beamten, sich hinter Warr zu schleichen und ihn mit einem Knüppel niederzuschlagen, so daß er besinnungslos mürbe. Die Kiste enthielt 60 Stangen Dynamit von einer

Vergleich erledigt.

Kreis Friedberg.

Friedberg, 20. Nov. Am Totensonntag wird nach­mittags aus eine die Bedeutung des TageS gestimmte Geistliche Drusikaufführung in der erwärmten und für diesen Zweck ausreichend beleuchteten Stadtkirche ver­anstaltet werden. Außer der Chorschule und dem Manner­chor werden die Herren Hch. Reinhardt auS Darmstadt (Gesang) und Paul Hindemith auS Frankfurt (Violine) Mitwirken.

Starkenburg und Rheinheffen.

Darmstadt, 21. Nov Prinz Heinrich von Preußen ist heute nacht 1 Ubr im Automobil von Kiel liier eingetroffen. Prinzessin Heinrich kommt heute hier an.

R. B. Darmstadt, 21 .Nov Der Forstassessvr Her­mann Wilbrandt, der Sohn des Vorsitzenden per Ministerial-Forstabteilun-, ist gestern Sinern 'Schlag- anfall erlegen. Der TodesfaN erregt um so mehr Antrilnalttne, als der Verstorbene sich erst vor 6 Wochen mit der Tochter des Vbajors a. D. Schnittspahn verhei­ratet hüt. , L

Darmstadt, 21. Nov. Gestern nachmittag fand fine StubFit tenver f ammlitng int .Kaisersaal statt Ter Bor- (itrnbe des Ausschusses der Studierenden stellte ben Antrag, den Festkomiteers anläßlich deS Geburtstages des Grohhcrzogs .1 ii s f a l l e n zu lassen Mim Zeichen bf Trauer und tiefen lintrüstung der Studentenschaft über den Tob des Sttrdterenden Alfred Weiser Ter Antrag wurde ohne Debatte angenommen. 3odann faßte die Versanrntlung folgende Entschließung: ,,Tre ^cirmftäbter Studentenschaft gibt einmütig ihrer tiefen Entrüstung über die Vor.)änge Ausdruck, die zum Tode des Studierenden Alfred Weiser geführt haben. Sie erklärt aus das Enttch,ebenste, daß ein Mensch, der ans unstudentische Wei/e zur Waffe grett , den Namen Student nicht mehr verdient, -sie ist der An ficht, daß dos Verhalten aller an dem Vorfall Schuldtgen als durchaus unstudentisch auf das Schärfste zai verurteilen ist, Sie beauftragt ben Ausschuß der Studierenden, diese Entschlietzungen durch bte Tagesvresse ber Deffcrttlld)feit bekannt zu geben "

bs Darmstadt, 20. Nov Unter dem NamenGroß- herzoglich hessische Vereinigung für Luftfahrt" haben sich die in Hessen bestehenden Vereine für Luft­fahrt usw., darunter die Hessische Flugstudien-Gesellschaft,

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Freidenkervereinigung Gießen

Donnerstag, den 21. November 1912, abends S«/2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn öffentlicher Vortrag mit freier Aussprache

des Herrn Dr. I. Schiller, Frankfurt a. M., über Äe Athtimkn Kriiftk im Katlislizisrnss Eintritt 30 P!g. o», Tcr V-rftan».

Eine Versammlung der Deatschnattonalen in Wien.

Wien, 21. Nov. Gestern fand eine Versammlung der .Deutschnationalen statt, in der zur Balkankrisis eine über ben wir gestern schon berichteten, brach aus, als der Ober- Entschließung angenommen wurde, die Deutschen in Oesterreich ausseher den Gefangenen Essen brachte. Tie Gefangenen durch- ständen, wie immer m schpxwen Zeiten, auch jetzt nnebet auf fdynitten ihm die !kehle und entrissen iljm seinen Revolver. Seiner Seite der Regierung. Die Deuffchen wollten keinen üartb- irau, die herbei eilte, erging es ebenso. Ein Mattose. ber den t-riverb mit der Balkanhalbinsel, wohl aber die unbedingte Bv» Cberauffeber verteidigen wollte, wurde durch zwölf Messersttche rücksichtigung der nnrtschastlichen Interessen Oesterreith-UngarnL'. sdsoer verwundet. Beamte und Truppen, die herbeieüten, fanden __________________________

ben weiten Aufseßer in einer Zelle ernwrbct mit abqcfdxmttencm I . «

Kopfe auf. Gendarmen verfolgten d,e Meuterer in baö zwe-.i" .

Stockwerk Dabei erhielt ein Unteroffizier einen Axthieb: dem -- L7» " ? -

Komwifsar wurden die Kleider zersetzt. Zwei gefangene Mattosen ' ' ----------

verbarrikadietten sich in ihrer Zelle. Oenhanroen schlugen die

Tür ein, tcuerten und töteten die beiden. Zrn ganzen wurden

fünf Personen getötet und drei verwundet.

* Zudem Sturm auf Jamaika wird aus Kings­

ton gemeldet: Eine große Flu.tw^tte hat die Städte S a - vanna und Lueea auf Jamaika zerstört. Dampfer, die von Mngston kommen, berichten, daß 42 Personen infolge

de« Orkans in der Mjvntego-Bay umgekommen seien.

Die telegraphische Verbindung ist gestört. Der Gouverneur von Janiaika ließ einen Spezialzgtg mit 300 Zelten und Lebensmitteln abgehen. Der Sturm begann am 15. Nov. und nahm mehrere Tage lang wachsende Gewalt an. Er

erreichte eine Starke von 100 Meilen in der Stunde.

Kleine Tageschronik.

Aus Jokaterinoalaw wird gemeldet: Auf ber Kat ha- rinenbahn hielten nachts Räuber durch ein falsches Signal einen Od)ncUiug an und raubten 30 Passagieren Geld und Wertsachen. Ter Pabnwäckster und der Oberhrndukteiir wurden verwundet.

kühl, nordiveftlick;e Wnide.

Zchnc kricht des SchiNud, wiittersport Sietzen. Hoherosskopl 20 cm Neuschnee, 30 Kälte.

Letzt«? N tiebrieb teil.

Rußland als Vermittler.

/; Köln, 21. Nov. iPriv.-Tel.) Der ^onderbernyterstatter der Köln. Ztg. in Sofia mclbet, daß Rußland zwischen Bul garien und der Türkei nur den liebermittler der Ver­handlungen mache, da es in Konstantinopel die VeAetung der bulgarischen Jineressen übernommen habe. Dem Bericht, erftaiter wurde amtlich mitgeteilt, daß Rußland die Verhandlungen nicht beeinflussen werde.

Rumäniens Fordenmge«.

Bukarest, 21. Nov. iPriv.-Tel.) Rumänien hat seine Forderungen wegen der Grenzregulierung Bul­garien noch nicht mlitgeteilt, sie sind aber ber bul-« garischen Regierung befamtt. Bulgarien, nriinidit bte Regelung aller Fragen unmittelbar mit den beteiligten Mächte».

MAINZ

f.B *V , 'rC»jT, \ *7