Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten.
metl Rnb: 7
S
und Stift. \
'Ginge
Aber LSHars Gfrrgeit und Lehar- Zukmrftshofftttmgen gehen „orfj weiter: die Operette wird künftig soziale Probleme avs- lelTmen, soziale Fragen anfwerfen. kurz, akttv an ^Losung
s*-Xs^5
M'.° Ä*'-
3Bn°BB«°°a»nBa"
üben:
ich-Pasten
— Umbau des neuen Hamburger Thalia- tHeaters. Man schreibt uns aus Hamburg: Wie jetzt, nach zahllosen Beschwerden des Publikums, die Direktion des mit grossem Kostenaufwand errichteten und erst vor zehn Wochen eröffneten neuen Hamburger Thaliatheater offiziell zugibt, haben sich auf der Bühne und besonders im Zuschauerraum des Theaters nach und nach so schwere Mängel hcrausgcstellt, daß man sich zu umfangreichen und kostspieligen Aenderungcn entschließen mutz. Tie Klagen über schlechte Plätze, von denen aus man die Bühne nur zum kleinen Teil sehen kann, häufen sich derart, daß das gesunde Fortbestehen der Bühne ernstlich gefährdet ist, wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird. Man hat den großen Fehler begangen, den Entwurf und den Bau des Theaters nicht einem bewährten Fachmann anzuverlrauen, sondern einer Hamburger Baufirma, die auf dem überaus schwierigen Gebiet des Theaterbaus so gut wie gar keine Erfahrungen besaß. In der Nat bat man sich jetzt an Professor Sittmann gewandt, dem Stuttgart sein neues, glänzend gelungenes Hoftheater verdankt. Nach den Plänen und Vorschlägen Prof. Litttnanns wird man nun versuchen, die schwersten Mängel der Anlagen und Einrichtungen so gut wies geht, zu beseitigen.
— Eine große Bücherverteilung an ländliche Volksbib lio theken nimmt, wie alljährlich, auch in diesem Jahre die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung vor. An 1800
Sofia, 20. Nov. Infolge Einleitung >ber 23 er- handlungen zum Abschluß des von i>en Türken erbetenen Waffenstillstandes haben die vor Tsch a ta ldscha operierenden bulgarischen Truppen Befehl erholten, die Feindseligkeiten ein zu stell en und sich innerhalb der eingenommenen Stellungen zu halten.
Die letzten Kämpfe bei Tschalaldfcha.
Konstantinope l, 20. Nov. Ein amtliches Telegramm des Generalissimus Nasim Pascha an den Großwesir meldet über den gestrigen Kampf: Es wurde den ganzen Tag über mit Erfolg gekämpft. Nach Sonnenuntergang machten die Truppen von per türkischen Redoute einen Ausfall, trieben den Feind mit großen Verlusten zurück und erbeuteten 200 Gewehre mit Munition.
Ein beim Großwesirat nach Mitternacht eingelauseneS Telegramm des türkischen Generalissimus besagt: Der Feind, der sich vor unserem linken Flügel befand, zog sich nachts gänzlich von den Höhen von Pa- par Burgas zurück. Unsere Aufklärungstruppen stellten fest, daß b er Feind, der die Höhen der Umgebung des Bahnhofs von Tschataldscha besetzt hielt, mehr als 500 Tote hatte. Nach den Aussagen der Ge- fangenen ist der Feind seit drei Tagen ohne Lebensmittel. Der Feind konnte auf seinem Rückzug die Verwundeten nicht alle mitnehmen. Der Geist der türkischen Truppen ist ausgezeichnet.
Ein vom Kommandanten des Panzerkreuzers „Tor g Hut Reis" früh um l Uhr aufgegebenes Tele-
17004 14 200 21 39 [SCO] » 01 74 1 49 7 0 823 |SOO| 88.
Waffenstillstand.
In doppeltem Sinne ist ein Waffenstillstand eingetreten: ein diplomatischer, nachdem Serbien gnädigst gestattet hat, daß Oesterreich zur Untersuchung der Angelegenheit seines Konsuls in Prizrend einen Beamten entsendet (was die unmittelbare Kriegsgefahr beseitigt), und ferner ein militärischer, da Bulgarien heute wegen Beginns der Verhandlungen mit' dem türkischen Oberlommandierenden seinen Truppen die Einstellung der Feindseligkeiten geboten hat. Wie kleinlaut die bulgarischen Stürmer auf einmal geworden sind! Mit dem Befehl zur Einstellung der Feind-
«ÄH
) unb ihre Folgen m bafe
«rhälhingen noch eher
es, ihnen bei unifeS ■abkllen zu geben, die bitt W^obkiftn bei einhb e ko,len In allen Apolheba, 'n in ®ieben: Pelikans SS'.
Spaß auf." Jin weiteren Verlaufe des Gespräck^s erzählte Lshar dem Journalisten von dem fchönsten Augenblick seines Lebens. ,^ch verdanke London die kösUichste Erinnerung meiner Laufbalm: und das war der Augenblick, als König Georg mich vor zwei Jahren im Daly's-Theatre in seiner Loge empfing
ind gewöhnlich nicht so freundlich, Operettenkomponisten zu empfangen. Bisher erwiesen sie ihre Gunst nur den Opern- und Sinfoniekomponisten, doch nie einem Musiker unserer Art. König Georgs Einladung war eine Neuheit unb von jenem Abend ab schien mir, als ob die Kunst der Operette offiziell anerkannt iväre: und von dem mächtigsten Monarcheri des Weltalls. Ich bin im allgemeinen sehr ruhig, aber ich muß gestehen: in dem Augenblick, da ich die Loge des Königs betrat, war ich tief bewegt. Und noch mehr, als der König dann in seiner gewohnten Einfachheit und Güte zu mir sprach. Nein, niemals werde ich jene Minute vergessen!"
Der Fall probasfa.
Der Name Prohaska ist sckpm einmal zu internationaler Bedeutung gelangt, dadurch, daß der Fregattenleutnant Prohaska wahrend des Boxeraufstandes in China drei Monate lang von Chinesen gefangen gehalten tmirde. Der Sruber jenes Offiziers, der Konsul Prochaska, lebt seit icchs Jahren in der albanischen Stadt Prizrend pm Hvße des Schar-Dagh-Gebirges. Die Stadt Prizrend gehörte mit ihren GO 000 Einwohnern bis vor kurzem zum türkischen Vilajet Kvssowo, und bei ihrer Eroberung durch die Serben kam es zu der schiveren Verletzung des Völkerrechts, die jetzt in der österreichisckj-serbischen Auseinandersetzung in den Vordergrund gerückt ist.
Der Konsul Prohaska soll bei der Besetzung von Prizrend durch den Bajonettstich eines serbischen Soldaten schwer verwundet worden sein, als er sich dem Eindringen der Serben in das Amtszimmer seines iwnsulats widersetzte. Dabei wurde auch, wie es heißt, das Konsulatsarchiv geplündert unb das Gebäude ausgeraubt. In das österreichische Konsulatsg' b?iube hatten sich zahlreiche albanische Familien g flüchtet, unter denen bie Serben ein entsetzliches Blutbad angcrichtet
i 532 68» 6I3 702 £ l ,
81 56018 2 83 31« « jfjT 107 49 Ä 5« 649 1[» [10001 893 295 447 -11 °" 39 60 7i 657 f
,,.ni 226 452 621
8° *o°5°29 65 89Ä 529 ^
Wi*;-
68 76 [1°.UU436 [3«Cl,j
KK ft’05 äw yjk 6n 09^7^ 800 6L:/ °l ,c 256 37' 7 99 820 ? I... I 103j5=2 570 77' 739 8’4 1
3 7,4r0 503 [10°.° 66 . 94) | o
463 576 [6001 705 WOl T. 0 415 544 643 -- »0 102'.
,5 716 33 W 1M129 41 #1 I [500) 107 297395 661 IWllf | 611 130001 N 10 713 61 «67 I 702 800 20 906 ■
3 7 86 15001 Bll 9B9 161'
Ä*'i
«“SS [500) 417 63 665 729 823 ■j 533 663 973 94 117011 .
11flnso 84 332 38 60 ■
>72 719 927
129 !500) 74 368 M|
i 126038 142 038 74 vM
ss --
»W-isi
,1 839 951 83 4^,47 11 -
Belgrad, 20. Nov. (Aus amtlicher serbischer Quelle.) Die Negierung beschloß die volle Respektierung der ben Konsuln nach internaiionalern Brauch zukommenden Gerecht)amc für bas gesamte von der serbischen Armee neu okkupierte Gebiet.
Belgrad, 20. Nov. Heule würbe folgende amtliche Veröffentlichung hcrausgcgeben: Auf das Mediationsanerbieten der Großmächte für den Abschluß des Friedens zwischen Serbien und der Türkei erwiderte die ferbifefe Regierung, daß keine Notwendigkeit für eine Mediation mehr besteht, da sich die Türket selbst an die verbündeten Balkanstaaten mit der Absicht wandte, mit ihnen über den Frieden direkt zu verhandeln. Serbien sprach btc Hoffnung aus, daß es in Zukunft, wenn es notwendig sei, aus die Unterstützung der Großmächte rechne. Ugron machte gestern bei dem Ministerpräsidenten im ernstesten Tone nachdrücklichste Vorstellungen wegen des seitens der serbtschen Militärbehörden gegenüber dem in dem besetzten Gebiet befindlichen österreichisch-ungarischen Konsul beobachteten Vorgebens. Ministerpräsident Pasitsch teilte mit, daß die serbischen Militärbehörden keine Hindernisse mehr der Entsendung von Abgeordneten des österreichisch-ungarischen Ministeriums zur Aufklärung der Affäre des Konsuls Prochaska nach Prizrend in den Weg legen werde.
seligkeiten geben sie natürlich ihre letzten Mißerfolge zu. Es muß in der Tat um den Zustaub beS bulgarischen Heere, sehr ungünstig bestellt sein. Man kann sich das ohne werteres ausmaten: bie furchtbare Draufgängern hat viele Verluste gekostet, bie damit verbundenen Strapazen und Eilmärsche durch unwegsames, vom Regen aus geweichtes Gelände haben bie Verluste noch gewaltig vermehrt. Die Nahrungs- und Munitiouszufuhr mangelt. Es wird heute berichtet, daß das Heer seit mehreren Tagen ohne Brvt sei. Dazu das Gespenst der Cholera!
Die Türken sind ungleich günstiger dran. Obgleich bet „schwarze Tot" sie schrecklich heimgesucht hat, haben sie frische Truppen, -die jetzt and) eine bessere Verpflegung genießen, da ber Weg von Konstantinopel her nicht mehr so weit ist. Außerdem haben sie nach Meldungen europäischer Berichterstatter gute schwere Geschütze aus den Befestigungswerkeu der Dardanellen auf den Platz der letzten Entscheidung gebracht. So wird nun anscheinend der Kampf abgebrochen zu einer Zeit, da die türkischen Truppen, wie der Oberkommandant heute wieder meldet, „in bester Stimmung" sind und die Angreifer zurückgeschlagen haben. Am gestriaen Mittwoch sollen bie Bulgaren wieder 400 Tote gehabt haben. Da es zur Einstellung der Feindseligkeiten des Einverständnisses beider Parteien bedarf, kann man wohl annehmen, daß Nazim Pascha, der über den Waffenstillstand gar nichts mehr meldet, gleichfalls das Schwert in die Scheide stecken wird. Sonst aber, wenn die letzte Formulierung der Bedingungen nicht seinen Wünschen entsprach, hätte er den Kampf fortsetzen können. Die Türken haben heute noch die Genugtuung, baß bie so pathetisch verkündete Nachricht von der Kapitulation Monastirs verfrüht ist. Die amtliche serbische Meldung hierüber läßt nicht gerade auf großes Wafsenglück der Leute des Königs Peter schließen.
Wir erhalten folgende Meldungen:
recht unverletzlich. Zu den Würden des Konsuls gehörte auch das Recht, das Hoheitszeichen feines Staates, die Flagge und das Wappen zu führen. Auch die aus dem Konsulatsgebäude gehißte österreichisclie Fahne wurde von den Serben mißachtet Die rechtlich Grundlage der diplomatischen Stellung Prohaskas in Prizrend lag einerseits im Herkommen, anderseits in den besonderen Verträgen, welche zwischen Oestcireicl-Ungarn und der Türkei in Angelegenheiten der diplomatisch^ Vertretung bestehen Und esbst wenn Serbien darauf Hinweisen sollte, daß jene Verträge in dem Augenblick außer Kraft getreten sind, als albanisches Gebiet von der serbischen Militärmacht besetzt wurde, könnte die Wiener Regierung geltend machen, daß in Bulgarien, Serbien uno Rumänien nach den ausdrücklichen Bestimmungen des Berliner Vertrages vom 13. Juli 1878 die konsularische Jurisdiktion mit allen diplomatischen Vorrechten gilt, solange sie nicht durck) gemeinsames Einverständnis beseitigt wird. Ist also Prizrend als serbisches Gebiet zu betrachten, so muß der österreichische Konsul ebenso sehr die Rechte eines diplomatischen Vertreters beanspruchen, wie wenn er noch auf türkischem Boden wäre. Prohaska genoß also auch nach ber Einnahme von Prizrend 'durch die Serben die Exterritorialität eines Gesandten, und -lese erstreckte sich auch auf sein Geschäftspersonal; eine Wohnung halte als Asyl zu gelten; er tjatte bie aus- chließliche Po.izeigewalt über die Staatsangehörigen und ne Schutzgenossen, also insbesondere über die katholischen Albanier, Die seine Hilfe anriefen und bie von jeher unter dem ausdrücklichen diplomatischen Schutz Oesterreich-Ungarns standen. Oesterreich-Ungarn hat im Falle Prohaska in jeder Beziehung das volle Recht und damit die Unterstützung Europas zur Seite.
Serbien „gestattet" die Untersuchung.
Wien, 20. Nov. Den Wendblättern zufolge ist der Konsul Edl vom Minlsterium des Acußern mit der Untersuchung der Angelegen l)eit in Prizrend betraut worden unb dahin ab-
biben sollen. Die Einzelheiten des völkerrechtswidrigen Hergangs sind noch nicht genau fest geteilt. Sidjer ist jedenfalls, daß der Konsul gchindert wurde, sich mit den Behörden seiner Heimat in Verbindung zu setzen, Nachrichten abzusenden und Meldungen zu empfangen. Schier Nut ter, Frau Olga Prohaska in Brünn teilte ber Konsul mit, er könne nicht alles schreiben; je Der für ihn ankom- menbe ober von ihm ausgegebeno Brief werde von den Serben gelesen. Fest steht, daß dem österreichisch-ungarischen Kurier „aus militärischen Gründen" kein freier Weg zum Konsul nach Prizrend gestattet wurde.
Die Wiener Regierung hat durchblicken lassen, daß sie in ihren Verhandlungen mit Serbien scharf unterscheidet zwischen dem Fall Prohaska und der Angelegenheit des Ädriahösens. Ter Fall Prohaska erfordere zwar eine rasche unb 'unaufschiebbare Lösung. Er steche aber keineswegs ui Verbindung mit den Fragen, die durch den Dalkankneg ausgeworfen werden. Andererseits könne mit der Regelung der Affäre Prohaska nicht bis zum Abschluß des Lafsenstillstanbes ober Friedens ^L-toariet werden. Der z^ckl Prohaska wird also nicht etwa als Grund eines vcr chärften Konflikts ztvischen der Donaumonarchie und Serbien an gefeiten, wohl aber könnte die Angelegenheit den diplomatisä)en Anlaß zu den ersten militärischen Sdyrittcn Oesterreichs gegen Serbien abgeben. Der öster- reichisch-ungarisdyc Gesandte in Belgrad, Ugron, stellte dem serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch im Namen des Wiener Kabinetts die Forderung, daß die von den ferbi- sclnii Behörden verweigerte unmittelbare Verbindung mit i dem Konsul Prohaska und den anderen Konsuln in den von den Serben besetzten Gebieten zugelassen werde. Ugron stellte kein Ultimatum, er forderte auch nicht, wie von verschiedenen Seiten angekündigt, eine Genugtuung oder eine Entschädigung. Diese äußerst vorsichtige Behandlung
Falles hat allgemein Verwunderung erregt. Die Verletzung des Völkerrechts in Prizrend ist, auch wenn man »as Mindestmaß der festgestellten widerrechtlichen Handungen annimmt, unleugbar und unbestreitbar. Der Konsul umr ständiger Vertreter Oesterreich-Ungarns nicht nur tn dessen wirts ckmftlichen und handelspolitischen Beziehungen ul Albanien, sondern er war auch diplomatischer Vertreter. Er genoß persönliche Unantastbarkeit. Die Amtsräume des Konsulats und ganz besonders das Konsulatarchiv und die dort aufbewahrten amtlichen Papiere waren nach Völker-
lV
s!
a a,l'9“n9 6
in tunet 2
4
Wirten ew
8ranz Lchar über bie Zutuns! 0er (Operette.
Dem Mitarbeiter eines Londoner Blattes hat Franz Lehar rine interessante Erklärung über seine Ansicht und Howmng von der Zukunft der Operettenknnst gegeben, die um w bemerkciw- I werter ist, als sie den wachsenden Ehrgeiz der modernen Operetten- lomposition deutlich umschreibt. Löhar äußerte sich über bie Wandlungen der letzten Fahre, von dem Dersck>wmden
jener altln'rgebrafbtcn „Cpercttcnfonigc
unb fährt dann fort: „Das wir ergeben und suchen, da» liegt in der M'sicht begründet, in unsere Arbeit ,o viel Realismus, io viel Wahrheit und so viel wirkliches Leben zu legen, ab nur r.iüqlidj ist. Ich bin überzeugt, bau die kunrttge Operette sich cuchchließlich aus der Beobachtung des Beben» entnncfcln wird, •re’ilid) aus einer leichten unb fröhlichen Beobachtung.
Volksbüchereien wirb eine Sammlung von je 37 Bänden, insgesamt also 66 600 Bände im Gesamtladenpreis von 93 690 Mk. verteilt. Ihrem schönen Brauche folgend, hat die Stiftung auch in diesem Jahre zwei Verswrbenen durch Verteilung eines ihrer Werke eine nachträgliche Ehrung zugedacht, indem sie Adolf Milbrand t s „Rothenburger" unb Tolstois hinterlassenen Roman „Chadschi Murat" verteilt. Da sich die Stiftung ferner zum besonderen Ziele gesetzt hat, hervorragende Talente der Gegenwart in der geschilderten Weise zu ehren, so ist in ber diesjährigen Bücherverteilung ^es rasch bekannt gewordenen Dichters Paul Schreckcnbachs Roman „Der böse Baron von Krosigk" enthalten, Jacob Schaffners „Erlhöfetin" und das lustige Buch „Schimannsgarn", des unter einem Decknamen schreibenden SophnS Bonde. Von anderen Dichtem, von denen Bücher in diesem Jahre verteilt werden, seien jiotf) genannt: Peter Rosegger, Theodor Fontane, Lulu von Strauß unb Torney, Emst Zahn, W'lhelm volzamer, Wilhelm Speck, Frederik van (Sehen, Clara V.ebig, Charlotte Niese usw. Bewerbungen von kleinen Volks- bibliotbeken um Zuwendung einer Sammlung sind an die Biblio- thesk-Abteilung der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Ham- burg-Großborftel, zu richten.
— Entdeckung von Fresken Benozzo Gozzo- l is. In dem Oertckien Legoli bei Peccioli, unweit Pifa, hat der Oberintendant der Kunstdenkmäler Pisas, Dr. Peleo B a c c i, eine interessante Entdeckung gemacht In einem Tabernakel eines kleinen Bethauses fand Bacci Fresken, die alle charakteristischen Merkmale der Kunst Benozzo Gozzolis aufweisen, der Mitte des Tabernakels ist die thronende Madonna mit vier Heiligen dargestellt. Drei Engel halten einen Vorhang hinter der Himmelskönigin. Rechts sieht man bie Kreuzigung unb die Beweinung Christi, und links den Pestheiligen Sebastian, ber den Martertod erleidet. Aus einer Urkunde des Pisaner Staatsarchivs geht hervor, daß der Künstler sich 1479 nach Legoli flüchtete, aus Furcht vor ber Post, die damals Pisa verheerte, jener Pest, der er 1497 in Pistoja zum Opfer fiel.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Königsberg i. Pr. ist ber enter a. o. Profssor für gerichtliche Medizin an der bärtigen Universität, Medizinalrat Dr. “Hieb. Karl Seybel, im 74. Lebensjahre gestorben.
'tragen % Taöri toriegm nicht? @enau io
vic andere Bühnen werke das getan haben. Uber wir werden mckck Sie üblichen dramatischen Mittel amvenben, um bieic prägen zu .ö en wir werden von der „anderen Seite" kommen wid die Gewaltsamkeit durch Grazie ersetzen, ^as ilt meiner Meinung rtcdj^bit 3ufimit^ bq.DmI>oni1-t äußerte sich bann auch über feine ?Crt des Schaffens. „Es gibt keine bei andere Methode Operetten zu komponieren, jeder mutz leinen eigenen ^been unb I Gewohnheiten folgen. JÄ für meine Person ftubicre 3uerft b>a^
Libretto genau durch unb borc mit dreiem ^tubium .ertt auf, wenn das musikalische Gerüst, oder sagen wir ^wiNermatzen das musikalische Antlitz ledes Charakters in imnnem Kopf feil- L Lann begnntt^das Leben mit Zur Reihe von neum Freunden: mit den Personen.meines Werkes. JÄ 'ehe dr^e Cesialten, ich höre sie unb meiitenS lauiche ich ihnen auch, imr o erleben zusammen reizende Stunben. .^ohm ich auch gehe, diese neuen Fronde begleiten mich, Unb rck artote uberafi tarn Spazierengehen, beim Esten, ja logar im Bett. Unaufhörlich iw-adx: ich mir Notizen unb ba§ ilt ber idwnfte xcij der Arbcm. Denn ich bann das nötige mmikallsche Material gqammelt habe, dann beginnt die Arbeit ber Orchestrierung. Unb dann hört ber
Rr. 275 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 21. November M2
Der •lefcener Wjetaet 4MRV M O monath*75^Dtertel-
fddxmi täglich, außer ▼ VW AA lährlikd Mk. S.20 k>urch
Gonniage. - Beilagen J △ A JwKjAk A A Ä AA 18k S VsA. Abhole- u. ZweigUella»
viermal mätbenihd ■ gy EB M WUMW ö A M M ▼ monnilt* Aö M.. durch
fubenerSamintnblätl« M r; Ä W 'S A & VW ES N 1 W N M iS D 3 JT ■ V ■ B H N diePosl Att.2-viertel-
z vennal wöchenkl.Uretr- W8 M WH 4 K M tAjF S 8Q ■ ■ W K H Bf B lährL auoicvt. Ve'leüg.
tlattsürdenXreiT-testen WM f® ■ M HF El fit « B B Bk B B| B B ^B B BL B B Zeitenpreis. totalloPf,
tTienslagundFreuaa), WJF M KB BL. _ Df . Ife P? V W US MC WbH auS'v.ins 20 i'ienmg.
> land' M ■ w Ibftrtbaheun A <A»eg.
wirtschaftliche 8ettfragen H ES *■ Ck iS AA Berannvortlich für den
s.emiprech - Anicvliisse: MM polinlcher, Lerl August
füt die Nedakuon 112, 2?^ - M e * w /Ut »oey. tüx .Feutlle-
Sä“ General-Anzeiger für Gderhefjen riimastme von »nzeigen Botatton$dni(! und Verlag der vrübl'fchen Univ.-Vuch-. und Stdnhruderet R. tanye. RedaMov. Srpedition und vruckerel: SchUistraye t. ennb-: E den, iur den L ÄnK Bübingen: S.rnfprcd,« Nr. 269 «r'ch-ftsst-llr B«6nt)Offtra6c 16^__u


