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19/03/1912 Drittes Blatt
 
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Nr 67

längeren Vortrag über die neue Gemeindesteuergesetz, gebung hielt und die wichtigsten Abweichungen gegenüber dem alten Gemeindesteuergesetz erläuterte. Hierauf sprach Kreisamlmann Herberg über die ReichSoersicherungS- ordnung. Ec erklärte die neuen Bestimmungen über In­validen« und Hinterbliebenenfürsorge und erläuterte an Hand der zur Verteilung gekommenen Formulare über die oer-

bcioerb, den die in Berlin erscheinende französische Zeitung .Journalü'Allemagnc^ mit dem.Komitee für internationalen Lchüleraustausch^ alljährlich veranstaltet und bei denr die 50 besten ,Arbeiten mit einer kostenlosen Reise nach Paris belohnt werden. Es waren über 2000 Arbeiten eingegangen.

von der Gießener Oberrealschule mit |inec Reise nach Paris prämiiert worden. Es handelt sich um den Wett-

schiedenen Rentenansprüche, die von den Bürgermeistern zu beachtenden Vorschriften. Weiter berichtete Kreisrat o. B e cht ol d über die wichtigsten Punkte der in Kraft tretenden neuen

385 090 Lachsforellen und aus 25 000 Regenbogenforellen- eiecn 21 900 Regenbogenforellen erbrütet. Die Lachse wurden in die Fulda, Edder und Haiin, bezw. deren Nebenflüsse und Bäche ausgesetzt. Von den Bachforellen wurden 303 690 an die VereinSmitglieder abgegeben und 81400 in verschiedenen kurhessischen Gewässern ausgesetzt.

Redaktion, Expedition und Druckerei: bckml» siraße 7. Expedition und Verlag: e^Obl. Redaktion:«^ 112. Tel.-Ad^ AnztigerDießen.

Abgangs st ation für die Frachtenberechnung in Mül. hausen; ein Antrag Röser (vp. Els.) will die Station in Straßburg haben.

Die Aussprache hierüber dauert bis 8 Uhr und wird morgen fortgesetzt.

Dienstag, (9. März 19(2

Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schen UniversilälS Buch- und Eieindruckerei.

R. Lange, Dießen.

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag*.

D'eettfoener LamUiendlätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das llrelrblaN für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Dielandwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal.

** Lilabh olu na und Or?Ss ch n e l l d ie n st l-Lchon längere Zeit hat die Telegraphenverwaltung Verbesse­rungen int Eilbotcndienst eingerichtet, die verdienen, dem Publikum zur Benutzung empfohlen zu werden. Das hiesige Telcgraphenamt übernimmt eS nicht nur, im sogenannten lOrtSschnelldienst Bri fsendunaen durch einen Eilboten abholcn und unmittelbar anschließend an die Abholung dilrch den nämlichen Boten an einen Empfänger int Lxt bestellen zu lassen, sondern cs befaßt sich auch mit der sogenannten lEilabholung, indem es gewöhnliche Briejscndungen im einen Eilboten Obyolen und zur Postbeförde­rung aufliefern läßt. Derartige Istleistungen können I sowohl durch Anrufen der hiesigen Te.egrammab crtigungs- stclle (Anschluß Nr. 0) bestellt, al'- auch mündlich an den tern odt r schri tlich b im - i

bet werden. Auch ist g.-slatlet, Be|tcllichrciben lostensret in die Brieffasten zu legen oder den bestellenden Boten mitzu- geben. Tie gewöhnliche Gebühr für einen Auftrag im £rt8- Ichnetldienst ist auf 50 Psg., für dieCiladholnng" auf I - Psg- festgesetzt. Bei gleichzeitig, r Aussühruna mehrerer Auftrage ermäßigen sich die Gebühren. Auskünfte in dieser

i graphenamt (Anschluß Nr. 0 nh ii noch auf folgendes aufmer gemacht. Zur Beschleunigung des Lrisschnclldi nsics ist es zulässig, daß sich die Austraggeber, welche einen Fernsprech- anschlug besitzen, die etwa erwartete Antwort vom Boten von unterwegs aus znsprcchen lassen können. Eine (Hc* bührcnerhöhung tritt hierbei nicht ein.

KrciS Büdingen.

eg- Echzell, 17. März. Ter aus dem LuciuS'schen Knabcnmintut entsprungene Schüler I. v. Plltkammer wurde m Bamberg ermittelt. Man hatte schon den Georgen- lcich, zu dem Spuren führten, abgelasicn. Gestern abend sand die Hauptversammlung der Spar- und Dar- lchnskasse bei Gastwirt Mögt statt. Zum Direktor wurde anstelle des verstorbenen Bürgermeisters der jetzige, Molkerei- dircktoc Friedr. Schmidt, gewählt. Aus dem Vorstände schieden auL: Georg Heller IX. und Heinrich Stoll III. Der letztere wurde wledergewählt, für den ersteren trat Heinr. Scheuermann II. em. Die autzscheidenden Anfsichtsräte Hch, Wagner und Hch. Friedr. Schultheiß wurden wiedergewählt.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 17. 'März. Unter dem Vorsitz des KreiSratS v. Bechtold fand gestern im Saalbau zum Johannes­berg hier eine B ürgc c m e t stervrr fa m m l un g -statt, zu dec sich sämtliche Bürgermeister des Kreises, bezw. deren Stellvertreter eingefunden hatten. In Anbetracht dec Wichtig­keit der Tagesordnung: Gemeindesteuergesetzgebung, Reichs- versicherungSordnung und Landgemeindeordnung, waren auch Einladungen an den hiesigen Handels- und den OrtSgewerbe- verein ergangen und cs hatte von beiden Vereinen eine An­zahl Mitglieder der Einladung Folge geleistet. Die Ver­sammlung wurde durch Kreisrat o. Bechtold mit einer Be­grüßung eröffnet, worauf Finanzamtmann R e i m h e r r hier einen

Dbg. Dr. Müller-Meiningen (Dp.)

bkllet um Erfüllung _ zweier Forderungen der deutschen r n e 1.1 <na f t: Prüfung im Turnen beim Einjährig.Frei­willigen Examen und Berücksichtigung hervorragender turnerischer Leistungen. DaS ist von weittragender Bedeutung für die Jugendpflege. In England nehmen die Turnstunden ge- rade den neunfache,- Roum ein als in Deutschland (Hört! Hört!); v b«r cn^ nur 30 bis 40 Prozent der qum Einjährigen-

dienst Berechtigten tatsächlich tauglich sind. Die körperliche Er- Äifbung muß m den Mittelschulen gevflegt werden im Interesse des Heeres und im Interesse der Volksgesundheit.

Abg. Bruckhofs (Dp.):

Auch wir halten eS für unmöglich, die Leitung des Schulwesens den Einzel,.aalen zu nehmen: wir wollen die Zusammenwirkung der verschiedenen siulturwerte. Ein Reick-Saint für Schule und Bildungswesen wurde zu g e i st l o s e r Gleichmacherei nihren, zu einer Z u r ü ck r e v i d i c r u n g fortgeschrittener Schulverwaltungen. Wir wollen den Kasernenton in der Schul­verwaltung, wo er besteht, beseitigen, aber nicht allgemein mackien. solange das Emjabrigen-Privileg besteht, begrüßen wir jede Er- Weiterung und insbesondere auch auf ßanbiucrf und Gewerbe.

die Trennung von der Sckule von der Kirche betrifft, so ist zweifellos der Grundsatz richtig, daß die Kircke der Theologen, die Schule den Pädagogen gehört. Damit will ich aber nicht lagen, daß wir religionslose Schulen wünschen, oder den R c 11 g t o n6 u n t erricht auS der Schule verbannen wollen. (Hört, hörtl rechts und Zuruf: Tas jagt ein fort- f c* r} nV c 1 £ e 5 r c r 1' DaS Hot damit nichts zu tun ich tcdeinalls halte den ReliaionSunterricht in der Sckmle für nötig. . vor einer Fixierung des Lehrplans und d-r Lehrmethode durch em Reichsamt. womöglich gar unter Leitung eines Juristen be- wahre uns der Herrgott iit Gnaden. Stärken Sie dieLehrer- zm 1m f c *1 ' ^ann brauch-n wir keine weitere Regelung. (Beifall.) Bildungsfragen find Per/önlichkeitsfragen, man darf da nich.S verallgemeinern. Wir wünschen eine gute Schulstatistih, cm ReichSschulmuseum und ein wachsames Auge auf die Schulen im Ausland; und vielleicht könnte die ReichSschulkommission auch der Frage des Disz<plinarrechts der Lehrer näher- treten. Nicht das Zusaminenarbeiten von Schule und Staat ist die Hauptsache, sondern von Schule und Haus.' (Beifall.)

Abg. Schulz Erfurt (Soz.)

gibt der Genugtuung Ausdruck, daß sich endlich einmal eine aus­gedehnte Schuldebattc im Reichstag entwickelt. Eine Schabloni- sierung des Schulwesen- sei nicht in seiner Absicht, eS soll nur ein Minimum festgesetzt werden. Die Unentgeltlichkeit deS Mittel- schulweiens wäre eine bessere Kapitalsanlage als der Militäretat.

Abg. Mumm (Wirtschaft!. Vgg.):

Wir haben^ eS ohnedies schon schwer, den Etat mit einer wenigstens anständigen Verspätung fertig zu bringen: ein neues Reichsamt würde uns neue Aufgaben ausladen. Die Sozialdemo, lratcii wollen laut ihrem Erfurter Programm religionS- lo,e ecbulen. (Die Soz. rufen: Sie haben ja feine Ahnung vom Erfurter Programm!) Ich kenne es halb auswendig. (Zurufe der Soz.: Los, loSk Sagen Sie es Herl)

.Es wird abgestimmt. Die Resolution der Sozias, demokratie wird gegen die Antragsteller abgelehnt.

Beim Kapitel Bundesamt für d aS Leimatswesen begründet Abg. Dietz-Konstanz (Zentr) eine Resolution deS Zentrums, die um wirksame Maßnahmen gegen die durch das bandenmäßige Herumziehen der Zigeuner entstehenden Be- läftigungen der Landbevölkerung ersucht.

Staatssekretär Dr. Tekbrück:

Drittes Blatt * 162. Jahrgang

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Sderheffen

Mb. Deutscher Reichstag.

29. Sitzung, Montag, den 18. März.

Am Tische des BundeSratS: Delbrück, Richter.

Das Hau- ist fast leer.

Präsident Dr. Kämpf eröffnet die Sitzung um 2 Ufa 20 Min. Er Iaht daS Schreiben des Reichskanzlers zur Verlesung bringen, das dem Reichstag den Wechsel in der Leitung des ReichSschatz. omtS anzeigt.

Der Etat des Reldisamfs des Innern.

(Elfter Tag.)

Die AuSsprach- geht weiter beim TitelReichSschul. kom Mission", wozu Abg. Schulz (Soz.) den sozialdemo­kratischen Antrag auf Au bau der K mmission zu einem selbst, ständigen Reichen m t für das Schul- und B i l d u n g s - wesen begründet hat.

Abg. Dr. Preuß (Zentr.)':

Wir halten ein 9leichSamt nicht für nötig. WaS noch nottut, rann aur dem Wege der Vereinbarung erfolgen. Aber wir sind der Meinung, trotz aller gegenteiligen Aeußerungen, daß unser Schulwesen durchaus auf der Höhe der Zeit ist. Ter Redner be­tont das konfessionelle Moment in der Schule, ^err Schulz scheint schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Von e,ner Demoralisierung deS Oberlehrerstandes durch die (Einjährig* Freiwilligen-Berechtigung kann gar nicht die Rede sein. Ter Redner bestreitet auch sonst die Schädigungen der Schule durch die Berechtigung. Ich bin 26 Jabre Leiter höherer Schulen und habe noch nicht gemerkt, daß die schönsten Jahre deö Lebens auf der Schule verloren gehen. Es geht ein frischer, gesunder Zug durch unser Schulwesen. DaS Vorgehen der Sozialdemokraten auf dem Gebiete der Schule hat eine verdammt Aehnlichkeit mit der französische n Revolution. Wohin hat baß geführt? Man mußte sich schließlich die Umarmungen und Kusse von eman­zipierten Damen gefallen lassen.

Präs. Dr. Kaempf ersucht den Redner, von der ReichSschul- kommission nicht gar zu weit abzuschweifen.

Abg. Dr. Preuß:

- fuge mich der Anordnung. Von einem Joch in der Schul e zu sprechen, das ist daS Hineintragen der Politik in die vcrjen der unreifen Kinder. Schlecht ist der Vogel, der sein eigenes Retz beschmutzt. Ich habe von den Sozialdemokraten noch kein Wort der Anerkennung für das Vaterland gehört. Wir wollen die Mängel ruhig und sachlich beseitigen, und daS trennt uns von Ihnen. Treiben Sie cS nur weiter so, bann rufen Sie Machte herauf, die Sie selbst verschlingen werden,

Abg. Keinath (Natl).:

Der Abg. Schulz hot die Aufhebung des E i n s 5 h r i g Freiwilligen-DiensteS angeregt. Ich glaube nicht, daß bicS der geeignete Titel ist für eine so weitgehende Frage, und ich gehe deshalb auf die Einzelheiten dieser feiner Ausführungen Ttidjt ein. Wir geben gern zu, daß auch Mißstände auf diesem ©ebiet vorhanden sind, und einer davon ist der, daß neuerdings vielfach die Einjährigen sich nicht zur Offizieröwahl stellen, weil vielfach i n d u st r i e I l e K r e i s s den Leuten, die im Angestellten- derhältnis sind, Schwier i g f e i * e n machen in bezug auf bie Hebungen. Es wäre nobile officium dieser Kreise, dem angehenden Reserveofsizi-r die Erfüllung her vaterländischen Pflichten nicht zu verwehren. ES soll sogar Vorkommen, daß Ver- waltungsbchörben einiger Kleinstaaten ihren Beamten Schwierig­keiten machen. Das scheint mir nicht im Einklang zu stehen mit bem Geist und Sinn der Reichsverfassung. Gegen die Verbindung dcS Einjährig-Freiwilligen-Privilegö mit einem L-chulzeugniS wird aus den Kreisen der Schulmänner viel Widerspruch erhoben; aber ich glaube, der Andrang zu den höheren Schulen ist nicht bloß darauf zurückzuführen, sondern daß in steigendem Maße an die Angestellten das Erfordernis gestellt wirb, den Nachweis eines gewissen abgeschlossenen Bildungsganges an einer höheren Schule zu erbringen.

. Die sozialdemokratische Fraktion beantragt bie Schaffung eines selb st äntigen ReichSamtes für das Schulwesen. Wir von der nationalliberalen Parten sind auch der Meinung, daß bas Reich sich mehr als bisher mit bem Schulwesen befassen muß. Die Zahl der AuSlanbsschulen, ber beutschen Kolonial- schulen nimmt immer mehr zu; baß Bebürfnis einer Schul- statistik wirb immer toicbcr aus ben Kreisen ber Lehrerschaft be­tont, bie Begründung eines ReichsschulmuseumS, und es wäre auch Sache des Reichs, den Lehrern bie Möglichkeit zu geben, auch die Schulvcrhältnisse im Auslanbe zu ftubieren. Alles weist bar» auf hin, baß bas Reich sich mehr a r 8 bisher mit bem Schulwesen befassen und baß bie Neichsschulden- kommission ausgebaut werden sollte. Man kann iberim Zweifel sein, ob die Schaffung eines besonderen Reichsschulamtes der geeignete Weg wäre, und geerabe die Ausführungen beS Abg. Schulz haben auch solche bedenklich gemacht, die vielleicht an sich dazu geneigt wären. Denn sie haben keinen Zweifel daran gelassen, baß er die Hebernahme das gesamten Schulwesens auf bas Reich wünscht. Dem können wir nickt zustimmen. Wir falten uns vielmehr auf bem Gebiete ber Volksbilbung eine Dezentralisation für vorteilhaft.

. Es ist gerabe für Deutschlanb außerordentlich wertvoll ge­wesen, daß cs nicht nur ein Kulturzentrum gehabt bat, wie Frank- reich, fonoern baß wir zahlreiche Kulturstätten be- >'tzen, baren wollen wir Festhalten. Wir halten also baren fest, dcrß es 'Sache der Bundesstaaten ist, die VolEbildung zu pflegen. 53ir würben es aber begrüßen, wenn ba, wo offenbar Rückstänbe torfanben sind, sie beseitigt werben; daS kann aber geschehen auch I ohne einheitliche Reichsderwaltungskompetenz. Die Fehler auf tiefem Gebiete zeigen sich leider erst nach Jahrzehnten, too ein verfehltes Experiment nicht wieder gut zu machen ist. Die Schul- I tsrtoaltung hat also weitere Pflichten, aber man halte sich f e r n I Mn Experimenten, bie sich noch nicht haben bewähren tonnen, ^Lebhafter Beifall.), '

Abg. Dr. Preuß:

Ich bin gleich fertig. Nehmen Sie einem bie Religion, ben Glauben an Gott, bann sinkt er immer tiefer. Wären die Sozial­demokraten konsequent, bann mußten sie bie ganze Schule erst vom sozialbemokratischen Siege an basieren, so wie bamald d i e neue Aera der Revolution. Es soll uns ein heiliger Krieg fein, denn cs gilt, bie heiligsten Güter, unsere Kinder vor dem Umsturz zu bewahren. Und lassen Sie doch ab von der Verelenbungstheorie in ber Schule, lassen Sie boch der Jugend die Freude an ber Gegenwart. Ich glaube nicht, baß bic Rede bes Herrn Schulz auf bie Gymnasiasten großen Einbruck machen wird. Von ber Stirne heiß rinnen muß ber Schweiß.

Präs. Dr. Kaempf mahnt ben 9lebner erneut zur Sache.

Kreis Friedberg.

-m Friedberg, 17. März. Heute fand im Hotel Trapp eine Zusammenkunft des deutschen Automobilklubs des Gaues 3 statt. Etwa 40 Automobile und ebenso viele Motorräder brachten die Teilnehmer hierher. Vertreten waren Kassel, Marburg, Gießen, Hanau, Frankfurt, Mainz, Tarmstadt, WormS, Bingen, Wiesbaden, Heidelberg, Mann- heim usw.

-m Nieder.Wöllstadt, 16. März. Ter hiesige Polizeidiener Bechtold feierte heute seinen 80. Geburts - tag. Er ist jetzt 55 Jahre im Dienste der Gemeinde und wird wohl der älteste Polizeidiener Hessens sein. Vom 1. April

x «ab tritt er in den Ruhestand. In Anbetracht seiner treuen,

LsUS srasr UNS lano« langjährigen Dienste hat der Gemeinderat beschlossen, ihm

G le izen, 19. März 1912. seinen seitherigen Gehalt lebenslänglich zu zahlen.

** Aus dem Ministerium des Innern. Ter -m Heldenbergen, 16. März. Ueberfahren rmd ^.roßherzog hat den Vortragenden Rat in der Abteilung getötet wurde ein Weißbinder, der noch in den bereits im sur onenthd>e <Se|unb6ett«pf[ege des Wtmfteriumg des An- E-mg- befindlichen Zug noch Vilb-I einsleigen w°Me uent, Geheimen LbermediZinalrat Tr. >barl Friedr. Neid- {fLL H 0 '

hart auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner n nnArc,rA 1- langjährigen rrerien und sehr ersprießlichen Dienste in benl - . U -UiQr,ur9» y- Marz. Am Donnerstag, 21. Marz, Ruhestand versetzt und ihm aus diesem Anlaß das Komtur-!^""" hier der erste Pf er de markt mit Prämiierung statt, kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des .Groß- D Münchhausen (ftr. Marburg), 16. März. In der mutigen verliehen. unterhalb beS EhristenbergeS gelegenen Fischbrutanstalt

"Preisgekrönt. In dem zweiten Wettbewerb für Thalhausen, der VeremSbrutanstalt des Kasseler Fischerei- französ. Cchüleraufsätze ist Oberprimaner^Ludwig Schmid; oereinS, wurden im vergangenen Jahre aus 350000 Lachs- ' eiern 338 000 Lachse, aus 425 000 Lachsforelleneiern

Wir sind in bet Sache trotz ber Schwierigkeiten etwas vorwärts gekommen. Wir haben uns mit Den Einzel­staaten über gemeinsame Anordnungen vcrstän- d i g t, und solche gemeinsamen Schritte sind bemnächst zu erwar­ten für die Behandlung bet Zigeuner an ber Reichsgrenz.', bie Anweisungen ter Polizei und Staatsanwaltschaft, polizeiliche Begleitung, Ausweispapiere und Kinbererzichung. Einzelne Bun- desstaaten haben baS Horden mäßige Umherziehen der Zigeuner polizeilich verboten und damit auch , Erfolge erzielt; für Preußen steht eine ähnliche Polizeiverordnung Landgemeindeordnung, die gegenüber der seitherigen wesent- bevor und auch die übrigen Staaten werden folgen. (Lebhafter liche Aenderungen erfahren hat. An der Aussprache be- @Ä7dju^nub U,7-ez °fl Wiehn M »ütBmnrilta kMfnk und J-st.B-mm.h,. Damit geschieht alles, was geschehen kann, hoffentlich mit Erfolg. 10Qin- Crlebigung der Tagesordnung sand ein all- (Sebbafter Beifall.) gemeines Mittagessen statt. Aus vielseitigen Wunsch wurde

Die Resolution wirk angenommen. Inoch beschlossen, m diesem Jahre wieder einen gemeinsamen

Es folgt das Kapitel Ausflug zu machen und zwar ist diesmal eine dreitägige

Su8f66rng bes ffsfigefeteS. an'.an9S 3"* soll °°rge,ehen. Als Zlel

m , . rf. _ . l t Köln Mit einer Lamp erfahrt nach Mainz in Aussicht

Die Budgetkommrssion beantragt eine Neso- nPnnmmrn 0 1

Tution auf Senberung b e 8 vorjährigen Kali- I gesetzes, u. a. Vorschriften über Bekanntgabe ber Durch- schnittslöhne, sofortige Anzeige aller Quotenübertragungen an die Bergbehörde und Aenderung ber Verteilung der Kaliabgabe dahin, daß einTeil der Abgabe derReichskasse ver­bleiben soll. Weiter fordert bie Kommission eine Denk - schriftüberDurchschnittSlöhne, Arbeitszeit und Tarifverträge im Kalibergbau. Tie Wirtschaft­liche Vereinigung beantragt solche Veröffentlichungen all­jährlich. Die Budgetkommission erfucht weiter um eine vierte