1911
Dle heutige Nummer umfatzt 14 Seiten.
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Ministerpräsident Freiherr v -ertling erklärte 8» ift wiederholt die Behauptung auigrftelli worden, als .wischen der L o t t e r i e v o r l a g e und der Sullunflnahmc
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suchungen aui Dem Forum von Jicroa ju vcroollstanDigen wünsche.
£ic iialiuuid,< Regierung gib! jährlich 2—., M.tt.onen für Grabungen auv. Tie Grabungen in "Lampeii tosten alL.n 2iXJOOU Xlire da» Jahr. Tic iHcguruzig luub -ua, die c»;ond,mig M= Bodens von Heroulancuvi ui angdü nehuien, ab.r das m fein so cuiiüüA'b Uiuerncbmcn, wie die Freilegu.g voir Lampeji, übcf dem iiQ) Weinberge und Clioentauie ansbihnen. *iui de-ii Boden üüii Herculaneum ist Oie StaDt Rcsuia irbautunD die Enteignung des Landes ist Lier nia>- so iiniad, wie in Pornpeii. Ls besteht die ilbiidd, ein Gesek einjubringen, das da-- eigen« tum an den unter der Eide beiinolid^n archuuiogisa-en iQaycn oem Stacie zuertennl, und dann werden wir veiculantum ausgraben knuien mit ViUc van u n t c r i r o 11 g, c n v) a l c r i c n , ohne die lieblidx kleine SlaDl zu v. rmd.Mi, die so lächelnd darübcriledl. ^,nc Uanimiinon ist zu diesem Zwecke ernannt worden. iHu>ci jügte bin.u, i-aii zunaa.il die Beigung dec ^amxe von Lomp.n, die dura» Einiluiie der Witterung dir VmidEung cntgcq.ngeßen, eifrig betrieben iverden muhe und inan fid. Dann cru Den r-vreu« lancnsischen B-unoeril -uwenden könne, die geborgen und in der schüxenden Lava sicher ruhen.
— Tie Äuideckung eines antiken Theaters bei Avignon. In der Nahe von etjignan, bei der llcin.i: Etabt Bauon, ist vor lurzem das alle romnOA Äbeaicr aut gebe dl worden, baä in den Zeilen der vrroberung Galliens Dura)_Du Romer erbaut wurde und neben dem Amphitheater von Crange zu den bedeutendsten Bauwerken der rönlisch-gatlischen Evoa^ zao.: -tenn in Bai so n war Die Bautätigkeit der Romer beionders rege, hier bau’ten Die Eroberer prachtvolle MnnftHKrtc; stolz« Paläste, BäSer, Waucrlcitungcn und luumroi'dvc Gewölbe wurden angelegt. Bis vor lunem waren all diese T..«finaler Dfr’duittct, di. )triege des Mttrelakkers verwansclten das einft so b.ummde Vauon in eine tHuincniiätte. Nur hin und wieder wurden in den l epi en Jahrzehnten bei Bananen alirömische Lunsui^rkc 're,ge..gt. darunter aucn der berühmte T t a 0 u m c n o S, der seinerzeit vom Britischen Museum erworben wurde und dessen E?en heute au nahezu eme Viertel Million gciQ i&t wird, ^uint der Bemul ungen des bekannten ÄlteNumsiorich-rs dbae Senuei nt nun o\. stillt des alten Theaters seng. teilt und Die weiteren Ausgrabungen und anieriua ungen crnujhü en die genau: ,;.ei .cnung c.
enw ui xxc..re uUU oöll.g zerstörten «iltrou. - .n Bauwerkes -tu »grote .'.'^auer" der Bu. :te miEt 1 < ->... i >.'ohe, ihre 2-ngc byrugt Uu Meter, firei gio^t Lore inhrt^n 314 e em ^a^oejngum.
werden In Preußen aber sei nach der letzten Losevermeb rung die Nachfrage gedeckt, und hie Folge werde deshalb sein, daß sich der preußische Ucberschuß infolge der an Luddeutschland zu zahlenden Entschädigung von 3 6110000 Mark «Bayern erhalt davon den Löwenanteil von 2 215 000 Mark, und infolge des Damit nicht schritlhalienden Lose- absatzes vermindern werde Geheimrat Strutz sprach damit in allerdings sehr pessimistischer Form nur die Auffassung des preußischen Finanzministeriums aus, dem er so lange Jahre angehört Hai. Tenn der Finanzminisler Tr. Lenpe erllarte im preußischen Abgeordnetenhaus am 12 Februar 1912 bei Beratmig des Lotlerieverlrags ausdrücklich: „Ein Gewinn wird durch den Vertrag für Preußen nicht erstrebt, eS genügt uns, wenn ein Ausfall nicht entsteht". Und, um die Abneigung des preußischen Finanzministeriums gegen einen Vertrag mit den süddeutschen Staaten zu überwinden, soll niemand anders als Der Reichskanzler, Herr v Bethmann hollweg, der freund Baron Hertltngs seinen Einfluß eingesetzt haben. So behaupten wenigstens die Eingeweihten.
Wie wird sich die Staatslotterie iit Bayern entwickeln? Schon werden Stimmen laut, Preußen, Das in Vcrwaltungs- fragen große Konzessionen an Bayern gemacht hat, werde vielleicht in seinen finanziellen Zugeständnissen mit der Zeit uSch weiter gehen. Man .verweist auf das Beispiel Elsaß-Lothringens, dem es seinerzeit gelang, die Rente um LOUOUü auf 550000 Mark jährlich zu erhöhen. Tic süddeutschen Staaten sind aber jcl;t schon im Lottcricvertrag viel besser gestellt als Elsaß-Lothringen. Einer noch gim- stigeren Stellung wurde der preußische Landtag heftigsten Widerstand leisten. Man lasse also dem „preußischen Spielteufel" zunächst cinma'. Zeit und sehe zu, wie er „sich raucht".
Die Verhandlung in der bayrijchen Kammer.
Tie bayerische Kammer der Äbgeoidnc.en beschäftigte sich am Tonnerstag zum drittenmal mit dem Lottcri> vcrirag mit Preußen, der seinerzeit vom Plenum abgelehnt worden war. Tie stammet der Reichsräte lat dem Lotterie- Vertrag aber die Zustimmung gegeben, und in seiner Sitzung vom 23. September hatte auch der Finanzausschuß der Ab« gcordnelentammer den vom Reichsrat vorgeiwmmenen Acndcrungen der Lottericvoriage zugestlinmt. Mit diesen Acnderungen sollte Der Hammer Der Abgeordneten die verfassungsmäßige Möglichkeit gegeben werdev., nochmals Den von ihr in dieser c^aijon abgciegnidn E/egensiand zu beraten Zm Ausschuß hatte der Berichterstatter Schmid Soz.i dieses Vorgehen als verfassungswidrig bczeichnei. Der Ausschuß stimmte aber diesen Aenderungen zu. Ein Antrag Schmid Soz.) ersuchte, von einer neuen Beratung des ganzen Stosses abzusehen, womit Der Vertrag abgelehnt wäre. Nachdem der Berictsterstatter Schmid Soz aus- suhrlich über Die Beraiungen im .msschuß berichtet hatte, wies der Abg. Tr. Pichler iZentr.» auf seine Erklärungen im Ausschuß hin, daß seine Partei dem Entwurf jetzt zusllmmen ivcrdc. Man stehe jetzt vor einer vohig neuen Tatsache und der vom Zentrum gewünschte Weg Der Einführung einer bayerischen Waffen» lotterte fei durch Die Haltung Der Staatsregierung und den Beschluß Der Reichsraisiammer jetzt verschlossen. Man stehe jetzt vor Der Wahl, auf ein. Lotterte voll- U a n d t g z u v e r z i ch t e n 0 d e r d i e Z u st i nt m u n g zum Anschluß an Die preußische tftaffeidonerie zu geben. Mit Du|vr Tatsache muffe auch feine Partei ,cpt rechneu Schon Der Abg. Speä habe früher gejagt, daß das Zentrum kein grundsätzliä-cr Gegner der Xiaifenloitene fei.
Abg. Tr. U a f | c l m a n 11 liu ; ertlänc, feine politischen Freunoe standen heute noch auf Dem Standpuirtt wie von Anfang an.
bancrnd’cn Rcinerung zum Jesnitenerlaß ein Zusammenhang btüünbr 3rt) erkläre mit aller Bestimmtheit: cm Zusammenhang unlieben beiden Tnigen bestand zu keiner Zeit. Zu keiner Zeit unternahm die baomidrc Regierung, direkt oder indirekt, amlhd) oder außeramNnb, öfftntlid) ober Dfitrau- hd). Dir bciDcn Fragen in Zusammenhang zu bnibtcn.^ 3d) balle sogar Den cedanken, daß em solcher ^dinii von S<uen der
Die Ausgrabung von Herculaneum.
: Bor kurzem ging Die MunDc durch Die Welt, daß Pier Pont £tfit.uc 1 bedeutende Summen zur Benugmig Hellen werde, um 1111 a tieien ErDenschon id-lununernoen Sd<.pc oc» alien i?crcu- Ettim dem Viel t unserer Tage wiederzugewinnen. eit langem 1 •;; diese Sd westersiadt Pompeiis, Die mit Ihr das <sd)idi_ai d ^kcgrabenwerDens bei Dem Ausbruch des Vesuvs 1111 Zähre <0 1 .[öi teilte, die Sehnsucht und Die große Hoffnung aller Alter- t ULcti'dbcr und FreuuDe Der alten Mliltur.
terculaneuni nt nicht langsam wie Pompeji von Lava unD • Ätxegen versd/Uttet ivorDen, souDeru es nurDc vloiUid), M UBBicn Stunden, von Der gl übenden Lavamas e gle.u am oer- s und id'hift iiuii ui Der Tiefe den Tvrnrosd enschlai, ,0 wie cS*:tnr. Untergang überrascht würbe. T ie ersten Grabungen von l A nnd später geid.aiien nur ganz oberilaü^idi; zu Der eigem- I Üi ctaDt iit man nie ovrabgiürungen. a.tc i?errlid;feuen, D 1 (irr ruhen. Dürften also noa viel bedeutenD.r uuo veiier c 1. n sein, als die Der Schwelt erst aDt. Für Die Hebung bieics bli»ia rtigen Uulturschaxes hatte ui Den lebten Zähren b. anders
cmerilaniide '.’Uajaologe Eharles Waldmin gemadu. Er v n^te, Die leitenden streue Der itaiieniich-en Regierung und eine i: nfctcaionale Grupve von Maceneu Danir $u nuereiiieren, und a 1 ne Veranlassung, miibeuimmt DutiL Die schonen Grabungen i-; ~cniDart unseres Kaisers auf Morru. Denen er in Dickin Eiet leigewohnt hatte, sollte Piocpont Morgan Den EntidnuB tt ■ : haben.
1 ;u: Beteiligung Morgan.- wird nun an maßgebender nahe' n ‘it: Stelle r 11 r ausgcs d? lass e n erklärt Einem ’..a: ai:jr.-a Des 'X'eio York XKialD gegenüber a 11 Berte » ocneral- bUatjc Der italienisd en jtuiiKiammlungen E 0 r r a D o :h 1 c c 1, u M|7»n j?änDe Die Vorbereitung und Leitung Des gewaltigen Uimnüchmens gelegt ist. Daß Die italienudw Regierung Dice * Mirdebung nie unD nimmer aus Der i?anD geben werde. ,/4vcna
Regierungen Den Wunsch aus,pred.en wlltcn, zur ver- bu<t:irDigung ilfrer Studien an beitunmten Steilen zu graven, fe ; .Den wir uns beeilen, Die Arden idbu und am nnierc Jt rii zu leisten und Die ausgegrabenkit Funde _jur ^-.nugung d :b >51 stellen. Die sie zu studieren wünschen. Eas haben wir füÄX. für Dac Großherzogtum Baden getan. Das zu it ifcnDünidge, was unter Dem Voden des alten Loona in kiowna ir t:.'ch-GnechenlanD vervvigen ivarc. '-tx-ir gao.n 500 ' ^irc a UU :i Diesen-. Wunsch zu genügen, xav g. . taten .. ir iik DlBl.rJüiüjc archaologtiche .Schule in Rom, Die veionDere Uiuer-
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baverischcii 'Jkgicrung unternommen werden könnte, für beleidigend sowohl für Die baoeiische Regierung, ime die übrigen Bundesregierungen Wie liegt Die Sache? Radidem der baverlsche dilafe* grobe Erregung heivorgerufcn hat, riesen wir Die EnisaxnDung Des BuuDesrats an und lorbenen ihn zu einer authenlischen Zntervtetation aus. Es handelt hd? also um eine Frag, des R e d? t s und der Gerechtigkeit, und ich weise es >veu von ’ nur, daß ich den zu crwartenDen Richtersprud, DaDmu in meinem Sinne zu beeinflussen vermöchte, daß idi Freundlid,keilen oder Geiülligketten an Die Richter verteile Bravo im Zentrum.) Meine Erklärungen in Der Mammrr Der ReicbsrLte am 4. September Lauen mit Der Zesuitemrage fdücdM er Dinge nidUS zu tun. Sie waren aussdtließlidi' bedingt Durch die Eindrücke, die idi aniangS Des Zahres, schon lange bevor von Der Zesuitenirage Die Rede war unD Die die Gemüter weit über Die Bedeutung Der Frage hinaus erregte, gewonnen hatte, als ich in Berlin mit unserem erfahrenen Vertreter über Die Votterie’rage gesprochen hatte. Tie Gedanken, Die ich am 4. September ausgesprochen habe, bewegen hd) in Den Rahmen dessen, was id) mit unserem Vertreter beiprod en habe Was speziell Die Frage betont, w e r Den größten Vorteil hat, Preußen pDvr Bayern, io geh« id) daraus nicht ein. Ein iiad-traglicher Rücktritt wäre für Bayern Darum so fa tu irrig geworden, weil von Bayern die Anregung zu Den VerhanDliingen ausging. Mit dieser Zionstauerung imd alle Beiürd Hingen Liniällig, Die man über uinreunDlid-e '.'lbsidüen Preußens haben konnie. Zch bitte Das vaus. Die Vorlage mit möglidm großer Mehrheit anzunehmen.
Hieraus wurde der Loitericverlrag, wie bereits gemeldet, angenommen. TaS prcußifch-süddenrfchc Abkommen erstreckt sich gleichzeitig aus Baden und Württemberg.
Der .»reichliche Spielteufel" in Sayern.
Man schreibt uns von gut unterrichteter Seite:
Tie bayerische Abgeordnetenkammer hat nun endlich Fi JottericDertrag mit Preußen angenommen, und damit tstrukt sich die pceußiscl-e Lotterie auf fast ganz Teutfch- feit-. Daß die bayerische Abstimmung bei dem Buchstaben T »S mir dem Abgeordneten Teufel begann, war ein h.ibscher 11 des Zufalls in dem historischen Augenblick, in dem das Königreich Bayerii sich dem „preußischen Spirl- v li|<£" ergab. Richt weniger humorvoll war aber auch ^-Erklärung des Zentrumsvertreters Pichler, seine Partei irntr deshalb un,gefallen, weil sie das Bessere, das sic ill», nämlich die igcnc bayerische Lotterie, nicht habe tchßeyen können. Tie Wahrheit ist, daß eine innere ri t s drohte, wenn der „preußische Spielteufel" nicht tttigelasken wurde Tie sehr uiilicbenswürdige Begrün- ltz mit der der Finanzausschuß der bayerischen Abg.ord- Srtanimer *am 11. Juni d. Z. den Lottcrievertrag ab- p, hatte nämlich zu einer bedenklichen Verstimm.lng püoen oem Ministerpräsidenten Frciherrn v. Hertltng fei ter ihm ,jedenfalls früher) so nahe stehenden Zciitrums- pycr geführt, und Freiherr v. x>€itling ließ es auf die j-Mjcprobc ankommen, britßtc es darauf ankommen lassen, iri - - und dies ist wieder ein guter Witz unserer politischen »-.tgkschichte — in Wahrheit gor nicht der große Bruder U I-Hi es war, der den süddeutschen Bundesbrüdern die -feie:ic aufdrangtc, sondern weil die Initiative zu dem 4t 11 Ftfd)-fübbeuifd)e 11 Vertrag vom 29. Zuli 1911 von b.n SfcjiiTungeit Bayerns, Württ .mbergs uno Bab.n ausg ng, **? 11b bic preußifche Lottcrieverwa^ung von eituang ‘ bic sübbeutschen Staaten wegen ihrer überroiegenb tlein- crlichcu und bäuerlichen Bevölkerung als kein fiokal.sch ges Loitcriegebict ansah. Am alleruugünstigsten aber .- gerade Bayern' beurteilt. Tort verfprach man sich r großen Losabsatz, weU man annahm, baß in großen idlrn unb Industriezentren bic Spiellust jetzt schon vvl> ntuy besriebigt wirb burch preußische und sächsische Lose, clso ber Losabsatz Durch Einbeziehung Bayerns in Di; Mj.te::ngemeinschaft sich in diesen tricn laiini sehr steigern -HiSx-. Ja, der Vater der früheren Lotterievcrträge
1 iiene, Der ehemalige Vortragende Rat im preußischen I c r zntiiiisterium uni' jetzige Senalspräsident beim £bcr- vcoic -kungsgericht, Tr. S t rutz, lehnte zuerst den ge- y:rtrn Vertrag mit Sübbeutschland rundweg ab. Er hielt Ä iair ausgeschlossen, daß bic neuen bOOUü Lose, bic cr- h:b‘: Lid) waren, IN Bayern, Württemberg unb Baden Ku,gebracht werben tbnntcn, selbst wenn bic preußische Arterie tm Laufe bei Zeit bei bei bortigcn Bevölkerung tü größere Syinpathie erringen sollte, als sie uorkiuiig aiH) Dort besitzt. Die besten Absatzgebiete sinb, so rcdjnetc «Ztn(, bic großen Städte, tue Zudustrie- unb Hanbeks- jC.iit, bic sd)led)testcn 'Jlbjai gebiete jinb bie O)egcnbcii mit i »Lcrlicher Bevöllerung. Wo aber in SuDbeutjchlanD bie Zjckcl satzverl-ältnisse noch verhälliiismäyig gunuig liegen, nciuh in ben wenigen Großstädten, in reiten bei Rhein- ):|f:.;, Frankens sowie bes badischen unb wurttembcrgijchen IltcAandeS, Da habe bic p reu ursche Lotterie schon letzt, 1 uti.-.-itlid) seit Dem Aufhören Der hessisd)-ihuringischen Still', eine große Zahl von Spielern, die al jo als Spieler- gILceC.ie nicht in Betracht tauten; von München, ber dlltSieit süDbcutsd)cii Großstadt, habe ber „preußische Spiel- tntl am allcrwenigsteu zu erwarten. Ein Teil Der f Mxntschen Bevölkerung spiele sicherlich in Der sächsischen IKuic unb werde ihr aud) naa) Einführung Der preußi- s trotz Der Strafbestimmungeil nicht vollstanDig untreu
!lr- 228 1 Erstes Blatt 162. Jahrgang Zreitag, 27. September 1912
LGietzenerAnzeiger
ZLLZ? General-Anzeiger sür Oderhessen LSE dw Notationr-rud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und Zteindruckerei R. Lange. Redattion, Erpedikion und vruderei: Schulsttahe 7. v tut dS vormittags ü Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschüstsftelle Bahnhofstraße 16a. Äiizeiaemol: \x Beck.
Zur Zleischttuerung.
Tie „Bossischc Zcioiug" melbcr aus Berlin: Tie sämtlichen zurzeit m Berlin iveilenbeti B c v o l l m ä ch t t den zu ui Bundesrat traten am Tonnerstag nachmittag auf Einladung bes Reichskanzlers zu einer ausschließlich ber Fleischleuer ung geroibmcten Bc^a- tuna zusammen.
Tie gestern aud) von unS veröffentlichte Roriz der „Nordd. Allg Ztg." ist von der gesamten Presse nut Befriedigung darüber ausgenommen worden, daß endlich das Schweigen der Regierung gebrochen sei. Ten vom „Vorwärts" angekündigten soziald^ mokratifd-en Proteftveriamm- lungeii über den Hochinnt des die Tcuerungstiagen des Voltes todfchwcigendcn Kanzlers wird nun bod> etwas Winb aus Den Legern genommen; besonbers, wenn bie Veröffent- Rchung über Einzelheiten nicht mehr fo flange auf sich warten läßt. Znzwischen ergeht fid) bas soziaibemokratischc Blatt in maßloser Auspeitschung der Massett, indem cs von „vielen deutschen" berichtet, „die fich jetzt den Genuß von ab- gclricbcncn Pferden, Hunden und .matzen vergönnen". Mit bei Ueberjdjrift: „Tie Hungernben reißen ,ich nach Pferdclabavern" berichtet bas Blatt solgenbe Geschichte:
Zn Märzdorf im Äreise Zauer - Schlesien- suhr ein SocDiteur 5um Bahnho,. Unterwegs stürzte sein Roß zufarnmen und Der* enoeic. Tas Tier wurde aui ein WiesengrunDstuct gebracht, ab» geledert und sollte Dort Dmdwxt werden. Tic Leute Des Spediteurs kamen aber gar nicht dazu, weil Tupende von Arbeitern über den MaDaucr hernelen und alles, was Fleisd) war, von den Nnochen eittftntten. Ehe bic Behörde einschrciten konnte, war das abgetriebene Roß ausgeteili. .
So weit hat es Die strafwürdige Wucherpoluik unserer Junker und ihrer handlanger in Der Regierung getrieben!
i.i oer Mitte Das sogenannte „kmgiid>e lot', zur Linken ein Tor iur Die Sklaven unD jur Rechten ein Tor für Das Publikum. In Dir Rahe oer mittleren Haupttreppe hat nun Scmtel wettere Auegrai-ungen vornehmen lassen, Die, wie Der Temps berichtet, übcrraid.enD erfreuliche Eriolge zeitigten Man fand zahllose Ctnamente uno schon in einer lieic von nur sechs Metern Jn- schrisicn unb Bruaytüde von Bildwerken. Zwei große Marmor- torsen erregen bcfonbere Aufmerksamkeit. Ter eine stellt eine Bestalin Dar, Der andere Die Gestalt eines mit voller Rüstung god müdten « aisers. Tas Ornament dieser Rüiwng ist ein Meisterwerk Der Bi IDhauer kunst und zeigt reichen figürlichen Swmuck. Tie uöpfc Der beiden Slawen find lewer noch nicht auigefunben; man sieht aber Deutlich, Daß bei bet itaiferftaiue ber uopi gewaltsam entfernt worben ist, unD es ist nidn aus- geschlon'cn, oaß >pätcre Geschlechter vielleicht aui Den Emfull tarnen. Den Hopr Der Statue Durch den Kops emes später regierenden lebmDm Malier3 zu ersepen. Tie Ausgrabungen rocrocn iortgesept: in Vaison wird ein Museum entstehen, ui dem bic Funde vereinigt werden sollen.
— Indische Märchen vom Großherzog Ern st Ludwig. Aus Tarmstadt wird uns geschrieben: Großherzog Ernst Xluöroig hai eine Anzahl md,scher Märchen gedichtet. Die Der tialer Hanns Pellar von Der Münstterlolvnie mu BUDern schmudcu roird. Tie Vorliebe für Die indische Märchenwelt ist in Dem Fürsten erroedt worden, als er vor Jahren seine Indien- rciic unternahm. Er hat reiche Scbar.e mit heim gebracht uno er bevorzugt ui seinen Sammlungen Die Erzeugnisse »Wischer unD onen- taltidxr »rann. In scmem Park im MpljSgartcn hat er eine Anzahl Buddhastatuen aufftellcn lassen.
— Es langt für Die Mosten. . EnDlich hat der Kläger, so erzählt cme englische Wochenschrift, ieinen Prozeß gewonnen, er ift selig und klopn seinem Amvalr dankbar auf die Sdmlur: „Also luOOO Mark hat Das '^ertdfi mir zugesprochen. Tas ist Dow prüdnig, tote? ' Und ebenso tronuch erroiDert der R.Ersanwalt: „Za, n iß Gott, ich bin ■ rnom. Sie ahnen ja gar nicht, wie sehr ich dieses Geld notig habe . . ."
— Kurze Nachrichten aus Kunst und V.isseu- schaft. Ter Ettinber Der Autotypie, ‘Deorg Meisen dach, ist un Alter von 72 Jahren auf feiner Bescvung Emmering bet München gestorben. — Bä ÄrofigrT stieß man aur eine vorzüglich erhaltene, fast 10 Meter hohe unbebenso langeh ö hl en» wo'hnung au5 vorgeschichtlicher Zeit. Im Innern sano man i-.ne riesig. Urne mit Srlberpläiichen, ieiner mepMuL/c Mp ttLktlSL Stelciu, J&$Wac yu> ..


