Zoldatenverpfieguirg.
Die Einrichtung unserer Militärintendanturen ist ein Ergebnis der Befreiungskriege: vor dieser Zeit »var die Ver- pslegungstätigkeit für das Heer den Zivilbehördcn zugeteilt, .hieraus schon erklärt sich, daß die Organisation dieses Instituts dem Vorbilde bei Regierung angepaßt wurde: sie verblieb daher auch in der neuen Aufmachung in Horm und äußerer Gestalt in -beit lebten 100 fahren im wesentlichen eine Zivilbehörde. Für eine geregelte Friedenstätigkeit mag das vollkommen genügen: denn alles geht nach gewohntem Schema, und in diesem fühlt sich niemand wohler als St. Bureaukratius. Airders im Kriege! Ein gegenseitiges Einvernehmen zwifchen Heeresleitung und Lieserungs- behörde ist fcu dieser Zeit geradezu Bedingung. Ein wirkliches Zusammenarbeiten läßt sich aber wohl nur dann erzielen, wenn im Kriegsfälle Offiziere an leitende Stelle kommen, die in die strate- giscken Pläne der Heeresleitung eingewciht sind und die Bedürfnisse der Armee besser Lennen, als die Herren der Intendantur. Wenn man bisher an einer Reform vorübergegangen ist, so geschah dies im Hinblick auf mehrere glücklich geführte .ikriege, die die Mängel der Intendanz nictst so recht in den Vordergrund treten liehen. Ter Feldzug 1864 war durch die geringe Zahl der teilnehmenden Truppen für die Verwaltung eine Spielerei: der des Jahres 1866 begann im Sommer und endete nach 6 Wochen gerade zu einer Zeit, in der wir ernsten Verpflegungsschnricrigkeiten ent- gegcngingen. Ter Krieg 1870/71 wurde in einem reichen Lande geführt, dessen Hilfsmittel uns zugute kamen: die Intendantur clbst machte Fiasko, wenn auch nicht in dem Grade wie die franzö- ische. Man batte den Händlern und Lieferanten zu viel Freiheit gelassen: , diese bereicherten sich unmäßig, beachteten nicht die mit ihnen geschlossenen Verträge und drohten, ihre Lieferungen ganz einzustellen, wenn man ilinen nicht zu Willen war. An vielen Etappenorten verdarben hunderte von Zentnern Lebensmittel, die andenvärts notwendig gebraucht wurden. Auch bei den Expeditionen nach Ebina und Südwcst hat die Intendantur keine Lorbeeren gepflüclt! Wohl ging das Verladen im Jnlande schnell und tadellos: drüben aber war das alte Lied: es war nie etwas da, was gebraucht wurde, besonders ivar an Hafer und Kleidung ständiger Mangel. Nur der Tätigkeit der Reeder und Makler ist es zuzuschrciben, daß keine Katastrophen cintraten, und das trotz der grössten Tüchtigkeit und Dienstfreudigkeit der Beamten.
Tiefe kolonialen Erfahrungen haben nun doch an maßgebender Stelle gezeigt, daß das System erneuerungsbedürftig ist. Es ist bereits gestreift, daß sich die Maßnahmen der Verwaltung und
meinde, kommen wir zu den Propheten. Ta gibt es die großen Propheten und die kleinen Propheten . . . Zum ersten wollen wir von den großen Propheten sprechen." Und er spricht, spricht und spricht. „Und nachdem wir mit den großen Propheten zn Ende sind, konnnen wir zu den kleinen Propheten." Und er spricht, und spricht, und spricht. „Und da wir mit den großen und kleinen Propheten fertig sind, kommen wir zn Jeremias. Welchen Platz, so frage ich, soll Jeremias l-aben?" Da schallt eine Stimme aus dem Hintergrund: „Jeremias kann ruhig meinen Platz lwbi'n, ich gehe jetzt nach Hause." — Eine wirkliche Begeben- •h’ü und keine erfundene Geschichte ist das Telegramm, das ein englischer Aristokrat an einen berühmten Arzt geschickt hat. Es lautete- „Meine Schwiegermutter ist an der Pforte des Todes. Kommen Sie rasch und bringen Sie sie durch." — Ein sehr reicher Amerikaner kain nach London unb war hier der Gast eines Engländers, der ein großer Sammler von Altertümern und Kuriositäten war. Er zeigte dem Amerikaner neben anderen Dingen clnen Tisch und einen Stuhl, und darauf deutend, sagte er mit Bedeutung: „Tiefer Tisch und dieser Stuhl gehörten einst Milton." „Wirklich!" meinte der Amerikaner daraufhin bewundernd und er kniete nieder und küßte voller Verehrung Tisch und ötubL „Und," so fuhr der Engländer fort, „dieser Tisch nwr es, an dem das unsterbliche „Verlorene Paradies" geschrieben wurde." „Was wurde da geschrieben," fragte der Gast Das verlorene Paradies", war die Antwort. „Wer schrieb das?" fragte der Amerikaner weiter. ..Milton", entgegnete der Engländer. „Und wer, sagten Sie, hätte den Tisch früher besessen „Milton", lautete wiederum die Antwort. „Pah," rief nun der rliebe Amerikaner im Tone höchster Verachtung aus, „ich dachte Sic sagten: Lipton."
* T i e Hand als Verlobungsanzeige. Bisher, wenn eine Tamc ihrem Verehrer die Hand zum ewigen Bunde reichte, hielt man es niclu für nötig, diesem sumbol iicken Ausdruck nun auch eine wortwörtliche Präzisierung zu verleiten. Seil einiger Zeil aber hat man in der vornehin en Gesellschaft diesen zicmlich^landläufig gewordenen Ausdruck auf eine amüsante Weise in die Tat ningeietzt. ES gehört zum guten Ton. daß Verlobte sich gegenseitig eine Abformung ihrer rechten Hand zum Geschenk machen Za, man benutzt sogar dies originelle Sumbol anstelle von Vcrlobungsanzeigen. Elegante Damen senden ihren nächsten Bekannten iLvc Hand aus Bronze, die dann nn mebhdx’s Kunstwerk abgibl und sich auf einem Tisch oder Kamin so gut ausnlmmt wie eine Bronzestatuette. Es ist freilich eine ziem- lich laugioeilige und auch nicht ganz angenehme Prozedur, sich
zunächst einen Gipsabguß über der Hand nehmen zu lassen. Aber da eS die Mode verlangt, so unterziehen sich die Bräute dieser Nemen lviannehmlichteu recht gern Wer es sich nicht leisten kann, ichickt einen Gipsabguß der Hand, denn die bubicbcn Bronze gü)je fmd ziemlich teuer.
Mit dem Umbau M im kommenden Frühjcs
PreiSoerteilung durch H Festes konzertierten fri
Vorsitzenden statt. Während des ivillig zwei Musikkapellen.
w. Offenbach, 26. Ang. Offenbacher Bahnhofes soll nun
-springen, Turn- und Trockenschwimmübungen wurden l e vorgeführt. Um 6 Uhr fand die
nun nach Feierabend Dem meinen Hof beriteR, folgte ihm wieder einer der Streikposten auf der fterfe. Ich selbst fuhr den beiden in einiger Entfernung nach und sah, wie an derselben Stelle, wo am 16. August drei Streikende sich dem Begleiter anschlossen, nunmehr deren 7 aus dem Gebüsch hervorbrachen und den Streikbrecher etwa 100—120 m derart eskortierten, daß er gezwungen war, abzusteigen. (Vielleicht hatte ihn einer der Herren Begleiter „zufällig" gestreift.» Als Dem, von den Streikenden umringt, am Weiterkommen gehindert war, fuhr ich hinzu und forderte die Hüter der Streikordnung auf, den,Mann in Ruhe zu lassen. Ich wurde mit lautem Halloh empfangen, und es wurde mir entgegnet, daß man doch hier in einem zivili fierten Staat lebe und wohl noch spazieren fahren könne, wohin man wolle. Immerhin ließ man den Streik-Verbrecher wieder sein Rad besteigen, aber sogleich setzte sich auch die Eskorte in Bewegung und Dem war wieder völlig von den acht liebevollen Begleitern „umgeben". Das ging so weiter bis an die kurze steilere Stelle der Straße (unterhalb der Biegung vor dem Forst- garten). Dort stellten 2 Gendarmen die Begleiter zur Rede, lieber den Ton der Entgegnung will ich mich nicht verbreiten. Dern konnte dann eine kurze Strecke unbehelligt weiterfahren, wurde aber alsbald wieder eingeholt und von den 8 Herren bis nach Hausen in seinen Hof geleitet. Unter den acht befanden sich die Schreiner Kreiling (Heuchelheim), Stork und Schmidt.
5. Am 22. August von mittags 12 Uhr an standen wiederum 2 Streikposten mit Rädern vor meinem Hofeingang in der Löber straße bis Feierabend. Mit Rücksicht auf das früher Borge falle ne hatte ein Gendarm an meinem Hottor Aufstellung genommen und ein zweiter an der Wieseckbrücke (Bismarckstraße). Ms Dem sich auf den Heimweg begab, folgten ihm die beiden Streikposten (bereit einer ein Stummer aus einem preußischen Nachbar orte war» auf dem Fuße. Ter Streik-Verbrecher wurde von den beiden derart angenehm unterhalten — der Stumme soll sich ihm auch recht gut verständlich gemacht haben — daß dieSicker - heitsorgane im Schiffenberger Weg in der Nähe der Ober mann'schen Sandgrube ein schreit en muhten.
Dazu sei noch bemerkt, daß bereits ganz im Anfang des Streiks eine Kommission der Streikenden, unter Führung des Herrn Ommert, den Streikbrecher Dern in seiner Wohnung besucht hat, um ihn (zur Niederlegung der Arbeit zu bestimmen.
Gegen den Streik an sich wird billigerweise niemand etwas einwenden: aber ebenso selbstverständlich erscheint es, daß Auswüchsen, wie sie hier zutage getreten sind, mit aller Energie entgegen getreten wird. Tie .Handhabe dazst bietet m. E. der § 153 der Gew.Ordg.
Bei diesem Hergang der Sache fällt beim doch auf das Verhalten der Streikenden ein ^eigentümliches Licht.
begonnen werden. Zunächst soll der neue Güterbahnhof baut werden, der im Osten der Stadt erstehen soll. Sie ft- samte Bahnanlage, die wesentlich höher zu legen ist, '■ fordert einen Kostenaufwand von über 7 Millionen Mal Der Zuschuß der Stadt Offenbach beträgt 300 000 Mk., In der hessischen Regierung 543 000 Mk.
(0 Mainz, 26. Aug. Ter hiesige Verein für Flu» wesen eröffnet am 1. Oktober ds. Js. auf dem Flugpl I (Großer Sand) eine Fliegerschule, deren Leitung Gradeflieger Stoephasons (Berlin) übertragen nnrb ~ Turrf) den Kaiserlichen Automobil-Klub sind mrnmehr c, allen Biegungen und sonstigen gefährlichen Stellen bi Straßen und Landstraßen Warnungstafeln erricht worden, die in verschiedenen Zeichen auf die Art der zu <-•
ausgraben 5. Tu soMt von Bäumen ober Sträuchern kep. Zweige abreißen oder abbrechen. 6. Du sollst die Rinde t» Stämme und Felsen nidtt als Stammbuch benutzen. 7. Tu folt von Blumen nur lobtet ,ur Erinnerung nntnehmen, als fT ziemt. 8. Tu sollst feine Sammlung von Pflanzen, Insekten u; anderen Raturkörpern anlegen, wenn du dich nicht ernstlich baii beschäftigen willst. Vogeler er darfst du überhaupt nicht nehm - 9. Tu sollst keine Eidechsen, Molche, Frösche und andere £\- cuälen ober töten. 10. Tu sollst üinber und unverständige tt wachsene zur Schonung der Natur anhatten.
Landkreis Gießen.
h Garbenteich, 25. August. Am 5. Oktober trc:» die hessischen Bergwerks-Betriebsleiter hier zu einer Konsero zusammen.
= Lan gsdors, 25. Aug. DasJahresfest des Obc hessischen Vereins für Baseler Mission faiJ heute nachmittag in unserer von Gemeindegliedern uv.| Gästen dichtbesetzten Kirche statt. Auch die Fürstin von V . hatte sich eingefundcn. Bereits am Vormittage hatten Mi sions-Gottesdienste in Lich, Gießen, Langsdorf und Bettu. Haufen stattgefunden Nach herzlicher Begrüßung der Fes, Versammlung durch den Ortsgeistlichen, Pfarrer Mahr, gab der Vorsitzende deS Vereins, Kirchcnrat D. Schlossers Gießen, den Jahresbericht, in dem er den Zweck und yJ Aufgabe des noch jungen Vereins auseinandersetzte nn zugleich eine interessante Uebcrsicht über das Arbeitsgedn Oberhessens gab, in das die verschiedenen Mission, gesellschaften in historisch gewordener Weise sich gctcüH haben. 88 Gemeinden haben sich dem Verein bereits a. geschlossen und es ist anzunehmen, daß mit der Zeit netz andere abseits stehende folgen. Der Rechner des Verein». Pfarrer G u ß m a n n - Kirchberg, erstattete sodann kurz V richt über die Verntögenslage, die als günstig anzufeb, ist. Den ersten Vortrag hielt Missionsinspektvr Tipper«! Basel: „Ziele und Aufgaben der Missionsarbeit in bu Gemeinden Westafrikas." — Der Vortrag zeigte, wie t>:t, Missionsgemeinden Basels auf der Goldküste (seit 1828) mb in Kamerun (seit 1884) zur Selbsterhaltung, Selbslverwc.. tung, Sclbsterbauung und Selbstausbreitung allmählich c> zogen werden, und das Ziel eine selbständige Volks kitt» bilden muß. Wenn 23 000 Christen auf der Goldküste jabr. lich 75 000 Mk. Kirchensteuer und 40 000 Mk. freiwillig Gaben aufbringen, dann darf man nicht sagen, daß die Mission diese Christen verwöhnt, sondern ihnen Opfer mutet. Es folgte der zweite Vortrag von Missionar Eh« m el über die „gegenwärtige Lage der Baseler Mission -i China". Er schilderte die weltgeschichtliche Stunde und btt; Riesenaufgaben, die im Osten für jeden, der sehen will. « plötzlich durch die Unttvälzung aller Verhältnisse entsta*! den sind und warb um Verständnis und Mitarbeit. T:?i Gemeinde folgte sichtbar mit großem Interesse den mex immer leichten Ausführungen und bewies ihren Tank bur j eine Kollekte von 148 Mk., abgesehen vom Sd)riftenDe--; kauf. Der Posaunenchor Södel hatte in danken.-- werter Weise zur Belebung des Jahresfestes »be: « rageir
i. Lollar, 26. Aug Gemeinderatssitzung Ä-. wesend: Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach, bt Gemeinderäte Erdmann, Ringleb, Forbach, Back, Scluw.. Schmitt, Römer und Hofmann. Zur Quarzitvergebun(l tti nur eine Offerte eingegangen und zwar von Tiefbauuntc--! nehmer Ruhl, der für 10000 Kilogramm Quarzit 13>4 Mark an die Gemeinde abgeben will, unter emzelmm '.l* ünderungen in dem von der Gemeinde formulierten StJ trag. Die Gemeinde gibt dem auch statt, bis auf zw« Punkte, den Geleistransport und dann die Kaution, tJ auf 4000 Mk. festgesetzt wird. Ruhl hatte 2000 Mk flcbclel die Gemeinde in dem Vertrag 6000 Mk. vorgesehen — >1 ortsübliche Tagesverdienst der land- und forstwirtschtMl lichen Arbeiter wird folgendermaßen festgesetzt: MännltLI von 14—16 Jahren 1.80 Mk., von 16—21 Jahren 2.50 M l über 21 Jahre 3 Mk. Weibliche von 14—16 Jahren li l Mark, von 16—21 Jahren 1.80 Mk, über 21 Jahre 2.00 A > — Die Anschaffung von zwei Ziegenböcken wird genelnn f und mit dem Ankauf die Landwirtschaftskomrnission b< auftragt. — Außer der Tagesordnung wird auf Anregriii j des Gemeinderats Hofmann beschlossen, einen Teil vo- Gemeindegelände nach der Heuernte dem Ziegenzuchlver i zu dem seither gelösten Durchschnittspreis als Ziegenwed zur Verfügung zu stellen.
Kreis Lauterbach.
^Lauterbach, 25. Aug. Auf dem Spielplätze tal hiesigen höheren Bürgerschule werden zurzeit bei den Funt2 > mentarbeiten einer EinsriedigungSmalier zahlreiche mens hl liche Skelette ouSgegraben. Das Gelände, auf dein h I Schule f. Zt. errichtet wurde, war früher eine Begräbnisstätte I wovon noch einige gut erhaltene Grabdenkmäler vorhantt I sind. Die jetzt zutage geförderten Gebeine werden flefamirii l und auf dem Friedhöfe in einem gemeinsamen Grabc H gesetzt. Bei früheren Kanalarbeiten wurden auf demselttrl Gelände schon Skelette vorgefunden.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 26. Aug. Die städt. Technische An demie hat mit der vergangenen Wock>e ihr Sommersemesi' | geschlossen, lieber 200 Techniker waren hier anwefert I Das Wintersemesder beginnt anfangs Oktober.
Starkenburg und Rheinhessen.
n. Offenbach, 25. Aug. Tav erste öffentliche Turr- Sport- und Spielfest der hiesigen Ortsgruppe Dir Jung-Deutschland nahm den besten Verlauf. Währn die Veranstaltungen deS Vormittags, Stafettenmarsch, Strecker fahrt des Bicycle-Klubs, die athletischen Kämpfe auf da Exerzierplatz, das Wettschwimmen und Wettrudern, noch f<K unter der Unbill der Witterung zu leiden hatten, war te Besuch bei den Vorführungen am Nachmittag außerordentlck I zahlreich. Fechten, Fuß» und Fauslboll, Wettlaufen u,t |
2 mit de' ?^itheater, .
- Vad-ALuhe tx ganzen 91ad)t geret iBoe Turnier am' . TcHben lönnlt Die t>orti außerordentlit Hafte soweit abqetro i ’tt teil fonnte. Es ir ’tf'entHfi durch fRe« lumierteiluebmer ist vx ziiniierlelhinfl be legentagc wieder eil »«wendigste verkürzt I "tie Art und Weise
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der takttschen Führung gegenseitig beeinflussen. Die Aufgabe ber Intendantur im Felde kann daher nur ein Offizier lösen, der die gegebenen Mittel im Inet reffe der Truppe aus^uTrutzen weiß. Einern Offizier als Chef der Intendantur, nickt einem Beamten, können die Kolonnen des Trams, das Bekleidungswescn, die Etappen usw unterstellt werden, damit ihre Verwendung nach ■’inem einheitlichen Plane erfolgen kann. Tie Befugnisse der Intendanten im Felde müssen sttzt mit Rücksicht auf ihre Beamten i gen schatt so begrenzt und eigenartig gestaltet werden, daß eine ersprießlicke Tätigkeit in kritiichcn Zeiten sehr in Frage gestellt ist. Die Forderung, Offiziere an der Spitze der Intendantur und an allen leitenden Stellm zu sehen, ergibt sich aus den heutigen Verhältnissen ohne weiteres. Ein Beamter ist dort ein Unding.
Ter bisherige Mangel an Offizieren war auch die Ursache, daß unsere Verpflegung mir auf den Frieden zugeschnitten war und fast jeglicher Vorbereitung auf den Krieg entbehrte. Ja man kann noch weiter gehen und den Grundsatz auntclkn: Tie Verpflegungs- Pläne müssen auf Grund der ausgestellten Mobilmachungspläne für alle Eventualfälle fertig ausgearbeitet vorliegen. Es nützt nichts, wenn auf Grund einer ausgegebenen Mobilmackungsorder nun erst der Verpflcgungsapparat aufgebaut und jener Order am gepaßt wird! Dafür sind die Massen benötigten Materials heute zu groß und die verfügbaren Bahnlinien zu sehr in Anspruck genommen.
Daß für die leitenden Stellen nur ältere Offiziere in Frage kommen, die im Generalstab, Kriegsministerium oder als Eisen bahnlinienkommissar sich die erforderlichen Kenntnisse angeeignet haben, ist selbstverständlich. Sic müssen befähigt sein, den gewaltigen Apparat großzügig zu überblicken und dürfen nicht am Einzelnen Neben. Für diese Einzelposten wiederum kommt die Kategorie unserer gewissenl-aften Beamten in Frage, die keineswegs ausgeschaltet werden sollen: sie sollen innerhalb der Ressorts die eigentlicben Fachleute sein und müssen eine dahingehende "?lus- bildung erfahren, so daß sie ihre Materie genau kennen unb als zuverlässige Berater wirken können. Ein Versetzen von einem Ressort ins andere, wie es heute geschieht, ist absolut zwecklos. Wir kämen auf die vorgeschlagene Weise zu einem Dezentrali- sationsshstem, das weit wirksamer wäre als die jetzig« Zentrali sicrung, die die Selbständigkeit cinengt, sich selbst die Hände bindet und ohne Kenntnisse der militärischen Verhälttnsse und Bedürfnisse arbeitet. In Osfizicrskreisen sind diese Mängel oft besprochen worden, und in jüngster Zeit hat es ja auch den Anschein, als ob die helfende Hand endlich angelegt werden soll.
Aus StaSt und Land.
Gießen, 27. August 1912.
** Der Hessische Diakonieverein darf auf eine gedeihliche Entwicklung schauen. Vor 6 Jahren aus bescheidenen Anfängen entstanden, hat er sich zu einem bedeutenden und geachteten Schwesterverband ausgebildet. Die Zahl der Schwestern nimmt stetig zu und beträgt jetzt gegen 80. Der Verein hat insbesondere jur Ausbildung für seine Lehrschwestern Krankenhäuser in Hamburg, Nordhausen, Hanau, Groß-Gerau besetzt. Das Diakonieseminar in Darmstadt bietet weitere Ausbildung für Gemeindepfleae. Einige Schwestern sind in Privatpflege gestellt. Die Gemeinde- schwesterstationen hckt der Verein besetzt in Mainz-Mombach (Krankenpflege und Kindergarten), Bischofsheim, Trebur, Rüsselsheim, Wörrstadt, Niederweisel. Andere Gemeindestationen harren der Besetzung. Besonderer Wert wird auf eine gediegene Bildung gelegt; sie wird je länger je mehr als em wichtiges Erfordernis für den Beruf der Gemeinde- sck)wester erkannt, die als Gemeindebeamtin angestellt wird. <2elbswerständlich ist der Verein auf die kräftigste Unterstützung allerseits angewiesen. Eine jährliche Haussammlung für das Land ist ihm gestattet: diese wird soeben in unserer Stadt (bis zum 15. September) vorgenommen und kann im Interesse ber guten Sache, der der Hessische Diakonieverein dient, auf das angelegentlichste empfohlen werden.
ch. Verbandstag der gemeinnützigen Bauvereine im Großherzogtum. Den am Samstag in Bingen fthttgefunbenen Verbandstag, zu dem zahlreiche Vertreter der Regierung und der Stadt erschienen waren, eröffnete der erste Berbandsvorsitzende G r e tz s ch e l - Darmstadt, der nach den Be flrüßungsansprachcn den Berickst für das abgelaufene Gcscl-affs- tahr ablegte. Daraus war zu ersehen, daß dem Verbände Ende 1911 2715 Mitglieder, darunter 255 Minderbemittelte, ange- lwrten. Tas Geschäftskapital der einzelnen Bauvereine stellte sich auf insgesamt 1 720 000 Mark, der Reservefonds auf 3 400 000 Mark. Die von den Vereinen erbauten 743 Häuser haben einen Gesamtwett von 7 860 000 Mark. Aus dem Kassenbericht mar zu ersehen, daß die Einnahmen des Verbandes sich aus 612,88 Mark und die Ausgaben auf 534,— Mark belaufen. Hierauf hielt Kreisobstbauinspekwr M a z e r i n - Worms einen Vottrag über den zweckmäßigen Kleingartenbau und Diplom-Ingenieur F r i tz - Darmstadt einen über die rationelle Heizung von Kleinwohnungen. An beide Vorträge schlossen sich ausführliche Aus- sprack)en an. Zum Verbandsvorstande mit einer dreijährigen Amtsdauer wurden G r e tz s ch e l - Darmstadt, Doering- Gießen und Bürgermeister Tr. F r e n a h - Bensheim einstimmig gewählt. Tie Bestimmung des Ortes des nächsten Verbandstages wurde dem Vorstande überlassen. In Aussicht genommen ist hierfür Vilbel. Anschließend an diese Verhandlungen folgte ein gemeinsames Mittagessen und eine Besichtigung der Burg Klopp, sowie ein Spaziergang nach dem Rochusberge. Mit dem Berbandstage verbunden war eine vom Direkwr Tölg-Bingen oeranftaltete ?lus- stellung von Plänen zur Förderung heimatlicher Bauweise und Gegenstücken.
♦* * Fünfter In ternationaler Ma thema- tiker-KongreßinCambridge. Der Kongreß wurde am 21. Auaust, abends, und am 22., vormittags, durch Ansprachen des Präsidenten Sir G. H. Darwin eröffnet. Tie Beteiliaung ist sehr rege, aus 27 verschiedenen Ländern sind 670 Teilnehmer angemeldet, darunter 70 aus dem deutschen Reich. Unsere Landesuniversität ist durch die Professoren Dr. Schlesinger und Dr. Graßmann vertreten. Prof. Schlesinger hält auch in ber Sektion für Analysis einen Vortrag.
Manöver-Postsendungen. In den nächsten Tagen beginnen die Herbttrnanöver, einige Truppenteile haben bereits ihre Standorte verlassen. Es erscheint deshalb angebracht, allen die mit den ausgerückten Soldaten schttftlichen Verkehr pflegen wollen, Winke an die Hand zu geben, damit die Bttes- und Postferidungen die Empfänger möglichst schnell unb sicher er reichen. Die Sendungen sind stets an die bekannten Mressen der alten Garnison zu ttchten, nie an einen bestimmten Manöverort. Die Manöverotte wechseln immer, und es ist nie vorherzusagen, ob die Truppenteile auch wirllick an dem vorgesehenen Tage an dem fraglichen Orte cintreffen. Die Militär- unb Postbehörde aber ivird von dem Anfenchatte dauernd unter richtet. Tie Postanstalten im Manövergelände haben einen besonderen Manöverpostdienst eingerichtet: und so ist die Gewähr geboten, daß die an die alten Garnisonorte gerichteten Sendungen schnellstens den Empfängern zugefühtt werden. In Paketen soll möglichst kein frisches Obst oder leicht verderbliche Ware gesandt am besten ist Bargeld durch Postanweisung, nicht etwa in Briefmarken in gewöhnlichen Briefen. Nach, oder jRfirf- f e w bu n g «a ebü br en kommen für gewöhnliche und eingeschtte- bene Bnefe lotote für Soldatenpakete bis drei .KÜogramm gegen bie ermäßigte Gebühr von 20 Pfg. nickt in Betracht- U
Zehn Gebote des Naturschutzes, die von jung “nbbefolgt norden sollten, hat die „Naturwissensctvftliche Rundschau veroffentttcht. Sie lauten: 1. Du sollst die Natm die dick durch ihre ethonbeit erfreut, nicht schädigen ° Du ’UY Nchurnickt durch wejigen-orfene Paniere, Glasscherben Blechdosen und sonstige Abfälle ,chänden 3. Tu sollst den Frieden der Natur nicht durch Lärmen und Johlen stören. 4. Tu sollst keine Pflanzen mit den Wurzeln oder .Knollen auSreißen obet


