wohnek 8 irr Tannftabt nab je 1 i|n Cffenbttd), Mainz und
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von Ortenberg sagte man dcrn Haas gute Nacht und bog in
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imf bot Dort nachgeiviesen, daß der Ber-
angeblick zur Station zu kommen.
Gedenket der hungernden Vögel!
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Meteorologische Beobachtungen der Station Sieb«.
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Er hat aber soäter Früh', der Morgen mit Haas, d"r nach Beinahe am Ende
Höchste Temperatur am Qliebrtqfte „ ,
Rieberschlag: 2,0 mm.
1. bis
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Ter Großherzogliche Felbbercinigungskornmissär: Schnittspahn, Großh. Krcisamtmsnn.
er bei dem letzten Flugversuch ergriffen werden sollte, gab <- aus entern Revolver, den er unter einem roten Tuch oerftem gehalten hatte, einen scharfen Schuß aus Riegel ab, der diese* in den Unterleib traf. Zwei loeitere Schüsse gingen fehl. Nieq. sank schwer verletzt vom Pferde und Ebenper ging Züchtig. Q^* konnte erst am 27. Juli 1912, also ein Jahr später, in tz'ianderi- heim feftgenommen werden. Ter Gendarmeriewachtmeister muß:? sich mehreren Cixrottynen unterziehen und ist heute noch nicht dienstfähig.
Der AngeklagÄ? Ebender wurde dem Schwurgericht bum zlwei Gefangenenaufseher stark gefesselt vorgeführt. Er gibt u, auf den Wachtmeister geschossen zu haben, er hätte ihn aber nicht töten, sondern nur abs cken und von der weiteren Perfolgun; abhalten wollen. Dagegen wurde ihm vorgehalten, daß er naiv dem ersten Schuß, der Den Gendarmen vom Pferde warf, nt>6 zwei Schüsse abgegeben habe Der Angeklagte bleibt bei ieiner Aussage.
Zu der Derhandlung sind sechs Zeugen geladen, und zwr Sachverständige. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Bechtold die Verteidigung Rechtsanwalt Schwörcr.
Obgleich sich das Stadtbild Gteßcns, so hob besonders Regierungs- rot Lang ermann hervor, in den letzten Jahren überaus enradid) zu feinem Vorteil verändert habe, tonne doch immer bezüglich der Instandhaltung roit Gärten und Vorgärten noch manches geschehen, wozu die in vielen Straßen durchgeführte offene Bauweise reichlich Gelegenheit gebe. Manche Vorgärten könnten noch sehr zu ihrem und der Stadt Vorteil mit geringen Mitteln um gestaltet iuti> verschönert werden, wenn nur der Sinn für ihre Schönheit geweckt und der gute Wille vorhanden sei.
Der zweite Vorsitzende des Verkehrsvereins, Helm, gab seiner Freude über die Umwandlung in einem „Obst- undGatten- bauoerein" Ausdruck, teilte seine Erfahrungen als Vorsteher des Bureaus des Verkehrsvereins mit und wünschte der neuen Vereinigung tatkräftige Männer, die Kur Erreichung des vorgestechten Zieles die erste Vorbedingung seien.
Nachdem die Mitglieder einstimmig der Umwandlung der Ortsgruppe zugestimmt hatten, schritt man zur Bildung des Vorstandes, der folgende Zusammensetzirng ergab: 1. Vorsitzender Stadtv. Simon, 2. Vorsitzender Lehrer Leib, Schriftführer und Rechner Kaufmann Löwer, Beisitzer Tapezier A. Roll, Gärtner Ehr. Pfeiffer, Weißbindermeister I. Ächäfer und Gärtner F. Schmitz.
brauch de- veders in der Industrie, 5. B. Autouiobil-Jabrikation, der 'l?oiteicuille-Ivnbrifntion usw., eine derartige Zunahme erfahren hat, daß die Mehrkchlachtnnaen in gar feinem Verhältnis dazu flclien. Es herrscht nitolge dessen eine große Knapobeit der Rod- häute, die auch wegen des ficb immer fieigerubcn Verbrauches h’tr die Zuklmst nicht ^behoben werben kann. Also ist auch m der nächsten .-’.cireiii Linken der L'ebervreiie nid t zu erwarten. Tax dti das alte Spridnvort ELandwerk hat goldenen Boden" tue der Schuhmacherineister feine Gültigkeit mehr hat, ist natürlich. Arbeiten doch unter diesen Umstanden eine ganze Reihe Schuhmacher jetzt tast mit Verlust, und da§ in einer Zeit, die wirtschaftlich schon wesentlich erhöhte Anforderungen stellt In einer Reihe von Städten und Orten sind deshalb die Handwerker an das Publikum mit einer kleinen Erhöhung berangetrelen. Hoffentlich tvird daj einsichtige Publikum, den Umständen Rechnung tragend, diese Preis- erhöhung anerkennen und durch Unterstützung des soliden Hand- werte dem Schuhmacher über diese ernste Zeit Hinweghelten.
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•* G r h ö h u n n der Lederpreise. Man schreibt uni Schon öfters ist in der letzten Zeit aus die geradezu mißliche Laac des Schuhmacherliandwerks hiitgeiriesen ivorben. Durch die fort 'fahrende Hrti/.e teigerung der Rohhäntevretse ist jetzt eine Höh der Ledervreise erreicht, wie sie noch nie eristiert hat. Die Ursachen 1 ieser erbebt üben Steigerung, die bei einzelnen Ledersorten 60 bi: 7t) ’bio cut erreicht bat, sind k>i> ,li t> in einer großen Schuhmacher- Versamn lung tu Jranf'u> t gri-.u-ttid) beleuchtet worden Der Land-
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Vüchertisch.
— S chweiz. Die hübsch ansgestattete, geschmackvoll tduftriertt Broschüre „W intet in der Schweiz" gibt erschöpfende An haltspuukte über die wichtigsten schweizerischen Winterkurorte, deren Zahl sich auf 56 — 60 beläuft, und kann durch die Amtliche Aus kunstsstelle der Schweizerischen Bundesbahnen im Internationalen öffentlichen VerkehrSbnreau, Berlin W 8, Unter den Linden 14, kostenlos bezogen werden.
— »L u st i g e Z 0 0 l 0 g i e" (Zoologin comies). DaS ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Bucke vorfommenben lebendigen Tiere der Welt mit fast 100 naturgetreuen Abbildungen von W i l beim $h* f ^i- Herausgegeben von Rudolt Will. Verlag von Walther ixiebler, Leipzig. — Die ,2uftige Zoologie* ist unzweifel- hast eins der sonstigsten Bücher, die es gibt. Wie natürlich ist schon das wiffenschastliche Prinziv bet Einteilung der Tiere, nämlich ,n solche, ivelche andere steffen, und in solche, welche von anderer gefrefien werden, wie Lotveu und gebackene Hühner! Und ivie unübertrefflich sind die eingeftreuten zoologischen Rkerkverse, z. B. der Zweizeiler:
„Die Reinlichkeit erhält die Zähne, Ein scheußlich Tier ist die Späne*.
Unsagbar komisch sind auch die Bilder: man kann noch immer nichts Besseres lagen, als lauter echte Busch, unwiderstehlich unb trefflich. Daß Deutschlands größter Humorist, Wilhelm Busch, die Terte zu dieser »Lustigen Zoologie* vervollständigt unb bie Zeich- nuiigen dazu gemacht hat, haben bte beüen Buschkennet ntchi gewußt.
empfiehlt in gro ROBI Neustadt 21, == RA
vom 22. November L I.
Einsicht der Beteiligten offen.
Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschluistr innerhalb vbenängegebener Ofsenlegungssrift bei Großh. Bürger meifteret Heuchelheim schriftlich einjurcicben und zu begründen -
Friedberg, den 24. November 1912.
Landwirtschaft.
Gießen, 2. Dez.
Die Ortsgrnpp e Gießen des O b er he s si s ch e n Obstbau Vereins hielt am Samstag im Casö Ebel eine Hauptversammlung ab, in der der stellv. Vorsitzende, Lehrer Leib, einleitend des am 16. September b. Z. verstorbenen seitherigen 1. Vorsitzenden, des Freiherrn Röder von Diersburg, Major a. D., gebart, tv. Sodarni hielt Dr. Hoffmann aus Friedberg eilten Vortrag über den Garten hoben, seine Zusammen - setzung, seine Beartz.il> ng und Verbesserung. Der Vortragende verbreitete sich zuerst übe-.- die verschiedenen Arten von Garten vöden je nach ihrer Entstehung und bezeichnete sie als 1. gc^ wachsene Böden, 2. Schtreinntboden und 3. Humusböden, woran er die Mahnung inüi’de, daß sich jeder, der einen Acker od.w
machtet sich bi' Angcklag'c itrftcE wollte, ' '
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als 12. Mitglied wurde für Gießen Frl. Luise Flick gewählt.
Darmftadt, l. Dez. Ter Hessische Städte- beamtenvcrband hielt heute unter dem Vorsitz von Dr. G a r t h - Darmstadt eine Hauptversammlung ab, die aus allen Teilen des Landes gut besucht war. Die Versammlung faßt zur Stärkung ihrer Organisation einen weiteren Ausbau ihres 23er- Inndsorganes, der Helf. Beamtenzeitung, ins Auge und trat einstimmig dem kürzlich gebildeten Kartell hessischer Be - amtenoereine bei. Ferner wurde die Schaffung einer Krankenkasse für die Verbandsmitglieder und deren Angehörig? im Anschluß an die Krankenkasse des Zenttalverbandes der Gemeindebeamten Preußens beschlossen, sowie die Einrichtung von Fortbildungskursen und Bereitstellung von Mitteln zum Besuch von loldjen in Aussicht genommen. Wegen der am 1. Januar in Kraft tretenben A n g e st e l l t en v er s iche - rung wurde ein engerer Ausschuß gebildet, der die vorbereitenden Schritte zur Wahrung der Interessen der hiervon betroffenen Beamten und Angestellten unternehmen soll.
Hessen-Nassau.
[] ft ra n f en berg, 1. Dez. Der Erlös ans verkauftem Gemein deo bst stellt sich in diesem Jahre auf 12 613,40 Mk. gegen 12 098,55 Mk. im Jahre 1911. Am meisten erzielte diesmal die Stadt Gemünden, nämlich 1180,50 Mk. gegen 1319,80 Mk. im Vorjahr. Die Stadt ftranfenberg erzielte in diesem Jahr ans dem Genteindeobst nur 893.40 Mk. gegen 1934,15 Mk. in 1911.
— Kassel, 2. Dez. Die von der Stadt Kassel int September n. I. geplante Feier des tausendjährigen Bestehens <kl)?inl namentlich in den Kreisen der auswärts lebenden Kaiseler großes Interesse zu finden. Ans einen Aufruf des Oberbürgermeisters hin, sind zahlreiche Meldungen aus dem In- und Auslände eingelaufen, bc sonders aus Nordamerika, Südafrika und auch aus allen übrigen Erdteilen. Die vom Stadtverkehrsamt eingclcitck Adressenermittelung ergab, daß die Altgehörigen der ehe mals lurd'ssischen Landesteile in der preußischen Zivil und Militärvern altnng stark vertreten sind Geplant ist eine vont 1.5. Juli bis 1. September dauernde allgemeine deutsche Kunstausstellung in der Orangerie, sowie die im August stattfindende Einweihung des neuen hessischen Lan desmuseums im Han an park, das auch als Ausstellungs- Mittelpunkt für das moderne Kunstgewerbe dienen soll. Tie eigentlichen Festtage am 27., 28. und 29. September werden 11. a. die Eröffnung der Stadt- und Kongreßhalle, bie Aufführung eines Festspiels aus Kassels Vergangenheit und einen historischen Festzug bringen. In einem hessischen .Heimat- und Trachtenfest in der Karlsaue wird der dritte Festtag austtingeu.
Ausgabe schließt. Tic rechnerische Gesamt emnahme betrug 35 775 Mark, dic Gesamtausgabe 31261 Mark. Das Gesamtvermögen mit Hans und Grundstück stellt sich auf 187 500 Mark Ter Voranschlag für 1913 schließt mit 20 400 Mark ab. Aus dem von Fräulein Welsch erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß in dem Heim zurrst 11 ständige Insassinnen vorhanden sind und eine Anzahl Damen am Mittagstisch teilnimmt. Dem Verein gehören 349 außerordentliche und 171 ordentliche Mitgliedern an Eine Spende von 1000 Mark bekam der Verein von Geh. Kommerzienrat Heichelheim in Gießen aus Anlaß von dessen 70. Geburtstag. Die Rednerin dankte der Vorsteherin, Fräulein Bindewald, für die umsichtige Leitung des Lehrerrnnen- 7»eims. Erne vom Vorstand beantragte Abänderung der Vereins- fatzung, wonach die Zahl der Vorstandsmitglieder auf 12 erhöht wird, fand einstimmige Annahme. Bon den Vorstandsmitgliedern
Bekanntmachung.
Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Heuchelheim.
In der Zeit vom 28. November bis einschließlich 11. Te zember l. I. liegt auf dem Amtszimmer der Großh. Bürger meistcrci Heuchelheim
das Projekt über Ausführung von Drainagen in den Flure
10, 11 und 12 sowie der Beschluß der Vollzugslomniiisior
Schwurgericht.
th. Gießen, 3. Dez. Straßenraub.
Tas Schwurgericht für die Provinz Oberhessen, für das nur ein Fall zur Mutteilung vorgesehen war, wurde gestern vormittag vom Vorsitzenden Landgettchtsrat Wiener eröffnet. Unter den .zur Bildung der Geschworenenbank vorgeladenen Bürgern befand sich — ein Fall, der sich unseres Wissens in den letzten zwei Jahrzehnten noch niemals ereignet hat — kein einziger Gießener.
Verhandelt wurde die Anklage wegen Sttaßenraubes, die sich gegen den wegen unbedeutender Vergelten, vor längeren Jahren vorbest.-asten 23jährigen Dienstknecht Hakob Wagner, zuletzt in Ortenberg bedienstet, und den noch nicht bestraften 20jährigen Taglöhner Will). Hebbcl von Ortenberg, richtete.
Tie Anklage oertrar Oberstaatsanwalt Hofmann, die Verteidigung führten RechtsanUTalt Raab stir Wagner und Rechtsanwalt Dr. Leop. Katz für .Hebbel.
Beide Angestagten waren int allgemeinen geständig, am Sonntagabend den 30. Oktober, am ersten Tage des sogenannten Walten Marktes, den Tresckmiaschinenarbeiter Gustav Haas von Bleiclenback aur der Kreissttaße Ortenberg—Selters angepackt >md seiner Barschaft in Höhe von 5,17 Mark beraubt zu haben. Sie entfckmldigen die Tai mit starker Trunkenheit.
Tie Angeklagten hatten ihr Ovfer, einen schwächlichen, beschränkten jungen Mairn, gegen Abend auf bent Markt getroffen unb hatten sie.' ihm nngefmnibct. Sie besuch en die Nacht bin- durch mehrere Win schaden, wobei Haas veranlaßt wurde, mehrere
Runden Bier zu bezalleri.
Innen ai-ci 1 waren, sich des Geldes zu
eine Neben straf' ein, nm
Dezember — -4- 8,1 ’ C.
, - — 0,6*0.
An den interessanten, an praktischen Winken io reichen Vor- trag, sch!o» sich eine leobafte Besprechung au, tu der Erfahrungen ber Gartenfreunde mitgtteilt und Fragen beantwortet wurden.
Ter ztveite Gegenstand der Tagesordminq betraf die Umwandlung der Ortsgruppe in einen mehr selbständige,t „Obft unb Gartenbau Verei n". Dr. Hoffm a n n und Regierungsrat tanger man n l den bie Gtttndc für die beabsichtigte Um« nwndlnng bar, als ,>eren wickstichte die Belebung ber Verein-i. tetigfint durch Zufülmug neuer- Mitglieder uttd das Wirken iv:- Verein.- n,'. Id .'i'> r'mg nnferer Stadt bezeichnet wurde
bemächtigen, tvas er aber anfänglich abkhüe doch nachgegeben. Kurz vor 5 ll[.v in ber
ülärtte.
Gießen, 3. Dez. D, a rkt beri cht. ^'uf heutigem Wocken- marfte lofiete: Butter das Pstmd 1,20—ILO Mk^ Hülmereier 1 Stück 10—^11 Vtg., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 0—0 Psg., Gänseciek 1 St. 00 Pf., Käse das Stück 6—8 1 sg., Käsematte 2 Stuck 5—6 tik, Tauben vr Br. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Ml, Halmen vr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten vr. St. 2,00—3,00 ML, Gänse das Psb. 70—80 Psg., Ocksensieisch pr. Pfd. 92—100 Pfq. Rindfleisch pr. Pstmd 90—94 Psg., Knbsieisch 80 Psg^ Schweinefleisch pr. Pstmd 90—110 Psg., Kalbfleisch vr. Psb. 92—96 Psg., Hammelfleisch vr. Md. 70—90 Psg., Kartoffeln pr. luO Kg. 4^ bis 5.00 Alk., Weißkraut das Stück 5 bis 10 Pfg^ Zwiebeln M Ztr. 4,00—5,00 Alk., Alilch das Liter 22 Psg^ Rüffe MO Stück 50—60 Psg^ per Ztr. 0—00 Dlk^ Birnen das Pfund 10 M 15 Mg., Aepfel der Zentner 9 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bll 2 Uhr.
Garten zu laufen beabsick igc, über bte Üntergruudverhältmsse desselben orienti.rm möge, bie für bas Gedeihen ber Garten- gewacl s? imd inübviirber: der Obstbäume von der allergrößten Wichtigkeit seien. Zu rc.i u icrcn Lagen ber Gießener Gemarkung habe man es fait au., (lies'ich mit Sch-vemmbobett zu nm, ber von ber Lahn abgesch.t sei unb deshalb alle notwendigen Bestandteile enthalte, kräftig und meist tiefgründig sei. In den höheren Lagen komme dagegen auch geringerer Boden mit schlechtem Unter- gründ vor. Zur Verbesserung schlechter Gartenböden empsieblt ber Vortragende vor allem bie Verwenbung von Kalk tu ber ausgiebigsten Weise. Tenn ber Kalk uerlyinbere bie Säure- bilbung im Beben ober er binbe vorhanbene Säure, er hebe bie ""irlung her in verschiedenen künstlichen Düngemitteln gistigen Stoffe wie Chlor und Schwefel- tziure auf, indem er jie ebenfalls binde, er fördere das für Öen Pslatt',emrticke so unumgänglich iwtweudige Bakierieitleben im Boden unb biene cnblid bireft als A ihrstoff für bie Pflanzen. Ob der Boden kalkarm fei, also Kalkdüngung nötig habe, lasse sich mit Hilfe von Salzsäure sehr leicht feftftcHcit.
B^.iiglick ber Bearbeitung bcs Gartenbodens tnüsse immer micber barauf dinge,vicsen werden, daß mau sich hterzu vor ollen, zweckernsprechender Gartcngeräte, namentlich eines langen, kräftigen Spatens zu bebtennt habe, wenn die Arbeit im Garten von Erfolg begteittt sein solle. Zur Verbesserung des Bodens reiche die Anwendung von Kalk unb künstlichen Dünge- mittcln allein nicht aus, es müsse auch dem Boden die nötige Menge von Humus gegeben lucrben. Tas erreiche man durch Zuführung von Stallmist. Ta dieser jedockt in den Städten seltener und FoftniciiTer werde, so müsse man sich nach einem Ersatz ttmsctzcn. Tiefen h.tbc man in vollem Maße in dem Torf, der als Torfmull in Ballett in den Handel gebracht und auch in Gießen sckon vielfach mit gutem Erfolg angewandt werde.
Aibeits- und üyetakfirbe, b< reizende
Weiden, ui (leider-, Haar-, Za liilmi lies in schönster 1 HO Korbnomm
Beste Bei
inkf. Str. 19 itoinflhraui
I r" uchtansi:
Machet—
Nachdem sie 15 Minuten gewartet l-atten. liefen bie Angeklagten hinter Haas her, ber, als, er Sch ritte hörte, wartete, weil er glaubte, Gesellickast ?ti beiommen. Hevbe, ber zuerst zur Steife war, packle nun das Opser von hinten am Kopf, hielt ihm Atigen und Mund zu unb rief bem herankomm enden Genoffen Wagner ?u: „N i nt m das Geld, er hats im rechten Hosen- sack!" Ohne sich zu wehren, ließ Haas sich leine Barschaft nehmen, doch als die beiden Spietzgesellen das Weite gesucht Latten, ging er nach Ortenberg zurück unb erhob Anzeige. Da man die beiden mit bem Opfer auf bem Markt zusammen beobachtet hatte, tonnte ihnen bie Tat sofort auf bett Kops zugesagl werden
Der Leumund des Wagner war nicket schlecht. .Hebbel hat früh seine Mutter verloren, sein Vater, mit dem er zusammen lebt, gilt als Trinker und hat sich um die Erziehung des jungen Menschen wenig gekümmert.
Oberstaatsmrwalt .H 0 f m a n n plädierte gegen beide Angeklagte auf gemeinsam begangenen Straßenraub. Der Tatbestand ergebe den denkbar beften Schulfall eines Raubes. Bei der Jugend aber und bei ber Geringfügigkeit bed verletzten Rechtsguts, bei ber Uübestraitheit bes Angeklagten Hebbel, währenb bei Wagner ber 11 mftanb mitsvreck-e, bar er nur Berführt worden fei, empfehl? es sich, den Angeklagten mildernde Umstände zuzusprechen: auch sei zu berücksichtigen, baß beide angetrunken gewesen seien.
Der Verteidiger des Wagner, Rechtsanwalt Naab, erörterte alle Punkte, welche gegen einen Raub sprechen. Von keinem der Angeklagten sei Gewalt angewendet worden. Haas habe sich das Geld ruhig nbnch’.nen lassen.
Ter Verteidiger des Hebbel, Tr. Leop. Katz, ist der Ansicht, daß sich Tein Mensch aus dem Volke unter einem Raub eine Tat vorstellt, wie die vorliegende. Was die jungen Leute getan hätten, sei ein Buben- und Sausstreich, den man immöglich so hart ansehen dürfe.
Nach ber Beratung verkündete der Obmann ber Geschworenen ben Wastrspriich, ber beibe Angeklagte für nicht schulbig bes Raubes, aber für schulbig bes gemeinsam begangenen Diebstahls erklärt.
Oberstaatsanwalt Hofmann beantragt gegen jeben ber Angeklagten ein Fahr Gefängnis.
Die Verteidiger plädieren hlr weit niedrigere Strafen.
Das Urteil lautete auf je 9 Monate Gefängnis, wovon ein Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt in Abrechnung kommt. Tie Angeklagten nahmen das Urteil sofort an.
Der Vorsitzende entließ die Geschworenen mit einem Dank.
Der Zigeuner Lrnft Ebender wegen Mordversuch; vor dein Schwurgericht.
Mainz, 3. Dez.
Der 23jährige Korbmacher Ernst Ebender aus Michelnau (Kreis Büdingen 1, vorbestraft, zurzeit in Fulda wegen Mordes in Untersuckimgshast, hatte am 22. Juli 1912 ht der Gemarkung Ebersheim den Entschluß gefaßt, den Gendarmette-Wachstmeister Niegel von Mainz vorsätzlich zu töten.
Die Familie Ebender ist eine gefährliche Gesellschaft. Ter Vater des Angeklagten wurde int Jahre 1905 gelegentlich eines Nam Handels, an dem nur Fam ilienangehöttge beteiligt waren, tödlich verletzt. Der Bruder Friedrich des Angeklagten würbe im Jahre 1909 in Hanau wegen Ermordung eines Gendarmen zum Tobe verurteilt und hingettchtet, sein zweiter Bruder Heinrich wurde von einem Förster in der Nähe von Frankenberg an^ Notwehr erschossen. Ter Angeklagte ist außer dem Morbversuch an bem Genbarmeriemachtmeiner Niegel am Morde eines Forsters bei Hanau mit einem anderen Bruder beteiligt. Dieser Bruder konnte bisher nock nicht seftgenommen werden.
Ter Genbarmerrewackttmeifter Niegel nahm am 22. Juli 1911 bei Hecktslwim mehrere Zigeunerweiber fest inib brachte sie in .Heckwsheim in Polizeigewalrrsani. Darnach folgte er den Männern und trat alsbalb ben Angeklagten unb belfen angeblichen Schwiegervater, ber fick als Valentin Maier auswies. Megel erklärte ben beiben Zigeunern die Festnahme unb forderte sie aus, ihm nach Heckstshelm zu folgen. Untenvegs mackste Efender allerlei Ausfliickte und versuchte auch mehrfach, burefoubrennen. Ms
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