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Getreide-Wochenbericht
(—) gegenüber der Vorwoche
in
tolgt:
Haler
1
Dietz.
Müller.
lein Maltomcsius sprach sehr ausdrucksvoll einen Prolog Der erste Vorsitz nde, Haffner, gab eine kurze Uebersicht der Vcr- einsarbeit dcS Jahres 1911. In ein dreimaliges .Heil dem Dcutschnationalcn HandlungSgchiifcn-Verband klang seine Rede aus. Weiter wurde die 5cicr durch einige wieder für Bariton verschönert, gesungen von '?l. Haffner. Besonders wirkungsvoll waren ,,Die Könige", von P. Cornelius und„Die Ubr", von G. Löive, die mit warmer Ernpfindung gelungen wurden. Auch die Kofchalludri „Kärnter G'nrüat" und ,,D' Hamkehr" wurden mit großem Beifall ausgenommen, so daß sich der Säuger zu einer Zugabe verstehen mußte. Gin flotter Tanz hielt bie Er schieneneii noch lange zusammen.
Landkreis Gießen.
। Klein-Linden, 2. Jau. Der G e sa n g v er ein
letzten Markttag in Mark vro das Mehr ( + ) bezm. Weniger Klammern () beigeiügtjit, wie
Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg ■ Lalle Leipzig iNo'iod Hamburg Hannover Tüsseldori Köln Mannheim ! Straßburg Atünchen
Weltmark
Budapest April
(4- O.7O); Paris Januar 208.60 (0.00); Chicago Tlcii 152 70 (4- 0.40). Roggen: Berlin Akai 196.75 (+ 2.25). Haier: Berlin Mai 193.50 (4- 3 50). Futtergerste: eii Hamburg ichivnn. 146.75 (— 0.25 >, Jan. 146.00 (+ 2.25), Februor-ülläiz 146.00 (4- 2.75). Tlaid: Btircd Jan.-Mär^ 130.50 ( 4- 0.50), T onan März-April 12t>.öO (O.üuj, La Plata Mal-Juul 117.50 (- 4^0) Mk.
Felix vahn t.
(Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.) Breslau, 3. Jan. Felix IDahn ist im Alter von Jahren g e ft o r b e n.
Aus Stadt unb Land.
Hießen, 3. Januar 1912.
** Vortrags knrs für L a n d wirte. Die von der Hessischen. L a n d w i r t s ch a f t s k o m m e r in diesem Jahre hier veranstalteten laltdlvirtschaftlichen Kurse wurden in der Turnhalle gestern früh in Anwesenheit des Vertreters des Ministeriums, Regierungsrat Dr. Spamer, sowie des Beigeordneten der Stadt Hießen, Keller, durch den Vizepräsidenten der Kammer, Abg. Bähr, eröffnet. Er teilte bann mit, das; leider der Präsident der La)ldwirtschaftskammer Geheimrat Haas verhindert sei. den Shire- zu eröffnen, er läßt beste Grüße übermitteln. Es sind zahlreiche Landwirte aus allen drei Provinzen des Landes erschienen. Den ersten Vortrag hält der Vorsitzende der Hess. Landeshyvotheken- bank, Regierungsrat Bastian, über: „Geldmarkt und H v p o t h e k e n v e r k e h r", daran schloß sich ein Vortrag des Herrn Prof. - B e r g h v f - I s i n a - Darmstadt über: „Die neue weltw ir t s ch a f t l i ch e En t w i ck lu ng Deutschlands und ihre Rückwirkung insbesondere aus d,e Landwirtschaft." Die Vorträge sanden lebhaften Beifall und das lebhafte Interesse kam für die wichtigen Vortrags- geqenstände in der.nachmittags stattgefundencn Aussprache zum Ausdruck. Der Kurs dauert bis zum Freitag.
•• Stenograp hic. Der Bezirk Gießen Gabels- bergerscher Stenographen im Hessisch-Nassauischen (Mam.Nheingau) Verband eröffnet am Sonntag, den 7. Januar (Cais Ebel) einen Kursus für Unterrichtdleiter innerhalb seines Bezirksgebietes. Die Einrichtung, die dazu dienen soll, evtl. Mangel an geeigneten Lehrkräften vorzubeugen, ist für Mitglieder kostenlos. Der systematisch geordnete Lehrgang )vird an drei Sonntagen behandelt und umsaßt der Stundenplan in der Hauptsache folgende Punkte: 1. Geschichte der Kurzschrift: 2. der Nutzen der Kurzschrift; 3. Gegenüberstellung der Systeme Gabelsberger und Stolze-Schrey; 4. Einführung in das System; 5. allgemeine Methodik; 6. Theorie und Praxis der Redeschrift.
a. Der Hessische Fechtverein „Waisenschutz", Zweigverein Gießen, feierte sein Weibnachtsfesl im Saale des Einhorn bei außergewöhnlich gutem Besuch. Dieses Jahr war ec imstande, 17 Halblvcusen Gießens eine Weihnachtsfreude zu machen. Auch der pekuniäre Erfolg deS Abends war sehr zufriedenstellend, so daß der Verein in seiner segensreichen Tätigkeit auch dieses Jahr weiter wirken kann.
"Deutsch nativ n alerHandlungsgehilfenver- b a n b Am SamSlag hielt bie Ortsgruppe Gießen des „T e u t s ch n a t i o n a l c n H a n d l u n g i g e b i 11 e n - ® er- band es" ihre Weihnachtsfeier int Kolosseum ab. Frciu-
züge dürfen unter keinen Umständen auiaegeben werden: während die Formulierung des Abkommens selbst dem Takte und der Gewissenhaftigkeit unserer Wahlkreisvorsitzenden überlassen bleiben muß. 3um Schluß wird die Erwartung ausgesprochen, baß unverzüglich nach dem Ausfall der Hauptwahl mit der Partei eine geeignete Verbindung ausgenommen werden wird.
Tie amtliche Wahlparole des Reichskanzlers.
3nr Reichstagswahl schreibt die „Norddeutsche Alb- gemeine Zritrrng": .
Wer unbefangen die.Entwickelung Deutschlands in den letzten vier Jahrzehnten überschaut, wird finden, daß das Gesamtergebnis zu pessimistischen Betrachtungen feinen Anlaß gibt Sie in oer Verfassung vorgesehenen Institutionen haben |id) zu leiltungs- fähigeii Organen entwickelt und fast auf allen dec versauungs- mäßigen Eimvirkung des Reichs zugänglichen Gebceten crsolgreich gewirkt. Die Einheit des Rechts und die Einheitlichkeit des Gerichtsverfahrens sind die Politik des Schutzes der nationalen Arbeit, und sie hat die Landwirtschaft, den Handel und die Industrie zu hoher Blüte entwickeln helfen und die in der Nation schlummernden Kräfte zu machtvoller Betätigung geweckt. Tie sozialen Verschiebungen, die dem schnellen wirtschaftlichen Aufschwung folgen mußten, haben sich ohne Erschütterungen vollzogen dank der weitgehenden gesetzlichen Fürsorge für die arbeitenden Klassen und die wirtschaftlich Schwachen überhaupt. Trotz der erheblichen Aul- Wendungen, welche die sozialpolitische Gesetzgebung dem Reiche und dem Volke auferlegte, ist für die Schlagfertigkeit, des Heeres ständig gesorgt und eine leistungsfähige Flotte geschaffen worden. Wenn die Finanzpolitik des Reichs nicht immer, den Anforderungen genügt, die bie sachgemäße Erfüllung aller dieser Aufgaben stellte, so fönnen wir heute sagen, daß auch die Finanzen des^Recchs auf einer festen Grundlage stehen, die uns ohne ernstere morgen den kommenden Aufgaben entgegensehen läfst. Alles ist erreicht worden, weil der staatsrechtlich Aufbau des Reicks gesund und die innere .straft des Volks durch den Kampf der Parteien wohl ab- gelcnft ist, aber, nicht zerstört werden tonnte.
Dcnrn folgt eine .Vrlagc über die sozialdemokratische Gefahr, und znm Schluß heißt es: ,
Wir brauchen einen Reichstag, der bereit ist, unsere bisherige Wirtschaftspolitik, die Politik der Handelsver- ttäge und des Schutzes her nationalen Arbeit ,'veiterzusühren. Wir brauchen einen )Leichstag, der bereit ist, unsere Sozial- polil'i, die Bürgschaft der friedlichen Entwicklung im Innern, rutng und besonnen fortzusetzcii. Mr brauchen erneu Reichstag, der bereit ist, Heer und Flotte dauernd im Zustand höchster Leistungsfähigkeit zu halten und die Lucken unsrer Rüstung zu sckstießeu. Bei der Lösnrrg aller dieser Aufgaben pflegt die Sozialdemokratie ihre Mitarbeit zu versagen. Darum ist die endliche tteberwindung dieser Par ter,,deren Be- steheti leine Gefahr bedeutet für die nationale Geschlossenheit iin- seres Volkes wie für die Erhaltung des politischen, geistigen und sittlichen Erbes unserer Väter eine Lebensfrage für unser Vaterland. Wer sich das alles vor Augen hält, wird sich klar darüber sein, daß fein pflichtbewußter deutscher Mann am 12. Januar an der Wahlurne fehlen darf. Er kann auch nicht im Zweifel darüber sein, gegen Iven er die Front zu nehmen hat.
DaS alles sind'allgemein gei altene Grundsätze, bie ihre Richtigkeit haben. Aber bei der bevorstehenden Wahl kommen nicht nur allgemeine Grundsätze in Frage, sondern die Folgerungen aus der Politik des letzten Reichstages, dkatur-
lich ist der Mampf gegen die Sozialdemokratie uns deshalb eine Notwendigkeit. Darüber hinaus aber heißt es auch: hie liberal, hie"konservativ ober ultramontan. Der Reichskanzler bat keinen lückenlosen Wahltarif herausgegeben. Es fehlt darin die Erwähnung einer neuen Richtschnur in ber Steuergesetzgebung und es fehlt auch der Widerstand gegen neue ultramontaue Vorstöße.
kbarnionie" feiert am 4. Februar im Saale zur „Deut jdycu (Siebe ' ,eiu »Winterfe st bei Theater und Tanz, »usterdeu, hat ber Verein beschlossen, mi-5 Anlaß seines S>jä origen Stiftungsfestes m 30. Juni und
UniversstQts-r^acL-richten.
— Am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg wird vom 22. Februar bis 30. April 191 - ent Kursus zur Einführung in das Studium der Schiffs- und Tropen krankheiten abgehalten werden. — In München ist der berühmte Gynäkologe Geh. Rat Prof. Dr. Franz Ritter von Winkel im Alter von 71 Jahren gestio rb en.
Mattle.
ic. Frankfurt a. M., 3. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. <i(m/) ^lrntlictie Notierimgen der heutigen ,vruch t marf tr>rct le. Weizen (feiefiqer. '2)1121.50—00.00, Kurhessischer Mk. 21.50—00.00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00 'Jiogqen (hiesiger) Ä 19.25—OO.uO, •-e.crfIe (Wetterauer) Rtt. 22. 0 dis Mk. 22.75, Gerste, .franken, Piätzer, Ried Alk. 21.75—22.75, Hafer Mk. 19.2a—OO.dO, i'iatS '11 if. 18.00—18.25, Weizenmehl 0 Alk. 30.50—80.75, Weizeiimehl I Mk. 28.50—28.75, Weizenmehl III Mk. 25.50-25.75, Roggen- inehl v Mk. 26.50—27.0 ■, Roggen mehl 0 I Mk. 25.50—26.00, Roggenwelst I 'Mk. 23.25-23.75, Weizenkleie Mk. 1^.75-13.00, Weizenichalen Mk. 13 30-1 Lio, Roggenkleie Mk. 13.O0-13.3a, lüalzlei'ue Alk. 13.0J—13.50, Biertreber 14.00—14.50, Raps 31.00 bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeime GO.OO—O), Biertreber 14—14.25. Alles per 100 Hg. ab hier.
fc Frankfurt a. M., 3. Jan. (Orig.-Le.egr. des .Gieß. Anzeigers V) K a rt o if e l m a rk l. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 7.25—8.50, im Kleinhandel Mk. 9.00—9.50 für je 100 kg. n
Ic. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 3. Jan. Au'gcliieben iuaren 495 Schweine. Sie mußten ivegen Aus- bruchs der Maul- unb Klauenseuche sofort abgeschlachtct werden. 2 er Viehhof ist gesperrt.
?.6 rSieSbadeu. V ie b h oi-M a r k tb e ri ch t vom 2 Jan. Auftrieb: Rinder 55 (Ochsen 43, Kühe 12, Bullen 0), Kälber 29, Scheie 18, Schweme 282.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig.
Ueberstand; iHmber Ucbcrftanb, Kälber, Schaie und Schweine geräumt. greife für 100 V>nnd
Lebendgew. Schlachtgew O ch s e ii:
Volllleiscbige. anegemaftete, höchsten
Schlackstivertes höchstens 6 Jahre alt ?unqc, fleischige, nicht auSgemäftete und ältere miSgemäitete Nläßig genährte junge und gut genährte ältere Ungejochte Bullen.
Vollsleischige, außgew., höchsten Schlachtw.
Vollfleischige, jüngere
Tür, en. Kühr.
Pollfleischige ausgemastete Färsen höchsten Schlachtwertes
■’ oUstetschige ausgemästete Kühe höchsten SchlachliverteS bis zu 7 Jahren . . .
'Jlltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwicleUe jüngere Kühe und yärjeii . Ihägig genaljrte Kühe und Färsen . . . Gering genabtic Kühe und Färsen . . .
K äl b ec.
(scinfte Aiastkäldec . .
yjlitticre Ulan- und beste Saugkälber . . ivcrtngere Atast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Schafs.
Weidemastschafe ..... . . .
Schweine.
Pollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht oUfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht l oUfleischige Schweine über 21/, Beniner Lebendgeivicht . .......
fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- geiui cht ...........
ber PrciSbc '■ des Deutschen Lanbwirtschastsrats vom 19. Dezemder 1911 bis 2. Januar 1912.
Wie stets zwischen Weihnachten und Reujahr hielt sich das Getreidegeschäft in ber abgelaufenen Berichtsperiode in mäßigen Grenzen, aber die Stimmung war nichtsdestoweniger recht test, denn'die Rackwichten ans Argentinien lauten meist wemg Ber- trauen erweckend. Richt minder trug zu der Festigkeit, die sich zu Beginn des neuen Jahres auf dem Berliner Markte bemerkbar machte, die .^rappheit des inländischen Angebots sowie die andauernd lebhafte Nachfrage für sämtliche Getreidearten zu Exportzwecken bei. Im Lieserungsgeschäft zeigte sich für Weizen tote für Roggen noch melfrsach Deckungsbegehr, dessen fBemcbigiing bie Preise um 2—3 Mark anziehen liefe. Demgegenüber stellte sich Mai-Weizen zeitweise niedriger, da Importeure gegen Erwerbungen von kanadischem Weizen als Abgeber für Frühiahrslie- lieferung auftraten. Angesichts der festeren Haltung des Auslandes und ungenügenden inländischen Angebots bet starker hervortretendem Exportbegehr konnte indes auch bietet Termin sein vor 14 Tagen innegelfabtes Preisniveau um Mark 1.— über» schrecken Bei Roggen bewirkte die durch die erwähnten Verhältnisse hervorgerufene Kauflust für Frühjahrslieferung einen Preisfortschrilt von Mark 2V<- Noch fester als für Brotgetreide war die Stimmung auf dem Hafermarkte. Die Händler, bie wegen unlohnender Konsumpreise in den letzten Wochen nut wenig gekauft hatten, sahen sich gezwungen, stärker einzugreifen, finden aber nur knappes und teures Angebot vor. Rutzland stellt hohe Forderungen, auch Argentinien erhöhte seine Preise und 'uckste schivere Gewichte zurückznkaufen. Braugerste hatte stilles Geschäft- die Vorräte von guten Qualitäten sind nur noch gering, unb da hier und dort noch mancher Bedarf zu decken ist, so halten die Besitzer von guter Ware fest auf Preise. 3in Futter- gerstegeschäft hat sich die Situation eher noch befestigt. Tie rege Naä)frage für nahe Ware blieb bestehen, und für spätere Abladung zeigen sich russische Firmen fehr zurückhaltend. Mais wird von der Donau hochgehalten, während per Frühjahr in Amerika und Argentinien etivas leichter einzukaufen war. —
Es ftelitcn sich die Preise für inländisches Getreide am 1000 kff je nach Qualität, wobei
1. Juli ein größeres SLngerfest zu begehen. — Der Kri^e- gerverein begaht den Geburtstag des Kaisers am Januar bei Theater, lebenden Bildern und Tanz. — Im velfter an der Labn verunglückte ein Fuhrwerk dadurch, daß das Pferd durchging und durch einen Graben jagte. ^Lie beiden Fuhrleute sielen herunter und dem einen ging das Rad über das Bein. . ,
L. Grün berg, 1. Jan. Als vor etwa zwei Wochen die yrachricht hierherkam, daß der im August erfolgten Wahl des neuen Bürgermeisters-vom Kreisamt und Kreisaus,chu8 des streif cs Greßen die Bestätigung erteilt iei, ging eine freudige Erregung durch «die Stadt. Das gleiche war der Fall, als es-am Samstag hieß, daß um 4i i Uhr der neue Bürgermeister auf dem^hiesigen Rothaiise durch das ^tefS- amt verpflichtet und-in sein Amt eingeführt werde. Einige Anhänger des Reugewählten hatten einen großen -rannen- baum besorgt und-zu Ehren des neuen Bürgermei!iers vor dem Rotläufe aufgestellt. Regierungsrat -tr. Mei^ck verpflichtete Herrn C. >R a n f t inmitten des zu diesem Zwecke eingeladenen und versammelten Gemeinderats und führte ihn sofort in sein Amt ein. — Das vierjährige Söhnchen des Ristkolaus Peters zündete heule mittag einen sogen. Frosch an und behielt ihn in der Hand. Als bie Explosion erfolgte, sprang der brennende Feuerwerkskörper dem Kinde ins Gt-sicht und verbrannte ihm beide Augen. Ter Kleine wurde sofort zum Arzte gebracht, der seine alsbaldige lieber» führung in die «Klinik zu Gießen anorbnctc. Hier wurde festgestellt, daß das Augenlicht auf dem einen Auge des un- alücklichen Kindes vottständig verloren ist.
" △ Queckb orn, 2. Jan. Der Gemeinderat hielt im
Beisein der Regierungsvertreter Ministerialrat Hötzinger, Lberbaurat Mangold, Regierungsrat Langermanu und des Kommissars der Feldbereinigung eine Sitzung ab. Es wurde bei Beratung der Feldbereinigung beschlossen, daß auf Kosten der Gemeinde für die Jugend ein Ladeplatz, eine Rodelbahn und eine Eisbahn angelegt wird
Kreis Fr7edlierg.
l. F a u e r b a ch v. d. H., 2. Jan. Beim Neujahrs- schießen ging die K u g e l e i n e s R e v o l v e r s durch daS Fenster eines Schlafzimmers. Ein alter Manu, der darin im Bett lag, spürte bie Glassplitter, die bis ins Bett flogen. Die Kugel fand man am andern Morgen auf dem Boden des Zimmers. Wie leicht hätte die Sache anders gehen lönnen! Eine gerichtliche Untersuchung wird wohl bald folgen und hoffentlich zur Entdeckung des leichtfinnigen Gesellen führen.
Starkenburg und Nheinhessen.
Frosch haiisen,' 2. Jan. Hier gerieten in der Silvesternacht beim Glockenlauten die 14jährigen Schüler Riefel und Gerfelder in Streit, der in ernste Tätlichkeiten ausartete. Nach Beendigung des Gottesdienstes lauerte Gerfelder feinem Schulkameraden auf der Straße auf und stach ihn mit einem Schusterkneip in den Rücken. Der Stich durchbohrte bie Lunge und Kiehl brach schwer verletzt zusammen.
Sport«
D ie Pforzheimerhüttte am Schlinigpaß ist für bcu Winter mit einem besonderen Eingang versehen mürben, der mit dem Alpeiioercinsschlüssel zu öffnen ist. Auf Brennbolz können Besucher jedoch nur dann rechnen, ivenn jie sich mit der Hütten^ irirtin, Frau Kiem in Mals, .'der mit dem Führer Math. Bernhardt, der mit der Winteraussicht der Hütte betraut ist, ins Be- neljmen setzen.
* Ein Deutsch-Nordischer Tourist enverband ist am letzten Tage des vergangenen Jahres in Berlin ins Leben gerufen worden. Rach dem Muster deS D e u t s ch- Oe st erreicht scheu Alpenvereins stellt sich der neue Verband die Ausgabe, den tpuristtsästm Verkehr nach den Ländern des Nordens (Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland) zu fördern und seinen Mitgliedern Vergünstigungen bei den Eisenbahn- und Dampfschiffahrtsgesellschaften, Hotels, Pensionen usw, zu erwirken.
Blnterneucrnng:
Substanz,usiibruutt der sich beständig abnntscnden Nerven.
ES sind dieß die absolut notwendigen Forderungen der Neuzeti bei Ueberanstrengung durch mechanische sowie geistige Leistungen. Als Mittel zur Hebung des Ernälrrungsznstandcs im Vllgemei ncn, ,vir Entwicklung des HämoglobingebalteS im Blute und zur Slräftiguna der Nerveninbstanz, steht heute im Vordergrund Leciierrin, welches bei den Aerzten sowie im Allgemeinen reichen Anklang findet. ,
Mnmmerbcrr Freiherr von M. in B. äußert leine Eriahrung mit Vecifcrrin: „Von Leciferrtn habe ich jetzt 2'/, Flaschen eingenommen, schon nachdem ich die erste Flasche genommen batte, zeigte sich bei mir wesentliche Besserung nn Allgemeinbefinden: die grone Mm digkeit, die ich seit langer Zeit nachmittags und besonders abends fühlte, zeigte sich nicht mehr, und besonders ist der mich peinigende Schmerz in beiden Schläfen, der sich abends immer einstellte, ganz lich geschwunden. Ich kann nur sagen, daß ich mich durch Gebrauch dieses Mittels direkt veritingt inhlc.“ Um]
Leciferrtn lOvo-Leeithin-Eisem kostet Mk.3.—die Flasche. Beim Einkauf achte man genau auf das Wort „Leciferrtn.“
In Apotheken zu haben, ganz sicher von: Uiiiversitats'Ävotheke sowieHirsch Apotheke Gießen, u. Alte Universitäts-Apotheke Marburg.
AufienMarKf prehen ist oft gleichbedeutend mit si erkälten. Darum pflegen vorsorgliche Frauen besonders bei rauhem Wetter in der Handtasche neben Portemonnaie und Schlüssel eineSchachtcl Wyb e r t-Ta hielten mitzunehmen, die jede Heiserkeit
im Entstehen bannen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mark und die Wirkung ist unübertroffen. Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apotheke, hreuzplatz 2. ss*/»
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Bank für Handel und Industrie
Niederlassung Giessen
Die Direktion:
Mf.
Mk.
50—53
91—93
46-49
82-89
4° —44
49—52
74—81
90—92
42—46 38—41
68—71
63-67
44-48
79—86
40—42
74-78
38—42
34—38
27—82
73—81
63-71
53—62
62—64
55—6D
50—54
46—48
104—106
93-100
85-90
76—80
87—89
76—78
48—51
62—64
47—49
61—63
48—51
62-64
46-47
60-61
(—
)
170
( +
3
182 (—
)
203 (—1
/,)
180
(+
l1/.)
184 (-
)
203 (-
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(+
1
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2)
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2)
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3
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2)
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)
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( +
1
183 +
3-
207 ( +
2)
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( +
21/,
202 4-
4)
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180
(—
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1)
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4)
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5) 202 (—
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(-r
2
205 (4- 3)
210 (-
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190 (-
)
208 (-
)
192
(4-
2
190 (+ 3)
222‘/< (-
197-/,
(+
21/,) 200 (4-
2'/,)
2221 , (4-27.)
202' ,
(4-
2*/,) 205 (4-
2'/,)
232 (-f-
3)
212
( +
3
203 (+
3)
tp r e i| c:
Weizen: Berlin Mai 215.75 (4- l.'V);
198.70 (
—
0.55);
Liverpool März
166.10


