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162. Jahrgang
Zweites Blatt
Nr. 248
Erscheint tiglich mit Ausnahme des Sonntags.
Die Lietzener Za»ilienblStter" werden dem .Anzeiger' »lermal wöchentlich beigeleqt, daS „Mrtisllatl fit öen Kreis «iefjen" zweimal wöchentlich. Tie „Landkbirtfchaftlichen Seit- fragen“ erscheinen monatlich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheilen
Montag, 2l. Oktober 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brüdl'schea UnwersuälS • Buch- und Sreindruckerei.
R. Lange, (Biefeeiu
Redaktion, Spedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Vertag: fc*» 5L Redaktion: e^l12. TeU-Adr.:AiizeigerGießen.
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teiligt.
„Ter Verband Mitteldeutsckier Industrieller hat durch eine int Juni d. Js. veranstaltete Enquete festgestellt, daß auch in seinem Verbandsgebiet bei Lohnbewegungen es vielfach zu Ausschreitungen streikender Arbeiter gegen Arbeitswillige gekommen ist und der Nichtorganisierte Teil der Arbeiterickiaff unter einer Terrorisierung durch den organisierten zu leiden hat.
nrrciicn her oetoen iiorraitn i Ter Verband kann indessen in der Schaffung eines --pezial- Vermebrung der Stimmen Gesetzes für gewerbliche Arbeitsverhaltniffe nach Analogie der «^cnneiyrnng pet öiuiuiun i„ , &on . , in einem feierlichen
2Circbc und Schule.
5 e ErzbifchofSwahl in Köln.
Die die „Kölnische Volkszeitung" ineldet, ist die Erzbischofswahl in Köln auf den 29. Chobcr festgesetzt worden.
Ta* bv.jöhrige Priksterjubilaum de? Kardinal? Kovp.
Breslau, 21. Oft. Aus Anlaß des 50jShrigen PriesterjubilültmS, des 25jährigen Bisckiofsjubilüunis und der nach.räglichen Feier feines 75. (Geburtstages wurde Fürstbisttof 0. Kopp lycute abend ein imposanter Fackel- u g gebracht. Mehr als 8000 'Jkrfonen, Schüler der höheren Lehranstalten, Jugendvereine, BerainannSvereine au» Ober und Niederschlesien und sonstige latholisck)e Vereine ans der ganzen Diözese Breslau, darunter ein starkes M'ontingent aus Groß-Berlin, nahmen daran teil.
Der Gesamtvorsiand öes Verbandes Mitteldeutscher Industrieller
hielt am Donnerstag in Frankfurt eine Sitzung ab. Nach Entgegennahme des Geschäftsberichts und nach Aufnahme von 50 neuen Mitgliedern fand eine Aussprache über die Kohl e n - frage statt unter Berücksichtigung der durch Lösung dcS Ab kommens des Fiskus nut dem Koblensyndikat geschaffenen neuen Lage. Ter Vorstand beschäftigte sich weiter eingehend mit der Frage des Arbeitswilligenschutzes. Auf Grund des von dem Gesckiästsführer erstatteten Berichts wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen:
Ta- kann nur geschehen, wenn wir die allgemeine politische Gleich I bcrechtigung auch in die Tat um setzen, die Freiheit der Person -! lichkeit starken und den Gedanken sozialen Ausgleichs energisch zur Durckstührung bringen.“
hieraus wurden noch rolgeude Dvlitnche Anträge angenommen: 1 Ein Antrag Krefeld: „Ten Vereinen der nationalliberalen Jugend wird dringend empfohlen, bei ihrer politischen Tätigkeit bie Volkstümlichkeit an die ente Stelle zu rücken. Alle Kreise, b-esonder^ auch die Arbeitersckmft, sind durch geeignete Mittel zu praktischer Arbeit zu gewinnen." — 2. 'Eintrag v a n nover: r8ri den Landtagswahlen ist auf ein möglich,t geuftlimene-5 Vor- a ckien der beiden Parteien hinzuwirken." — 3. Antrag K oln
Tie Steigerung des Preises aller Lebensmittel, vor ttUcnt de'- Fleisches, hat eine große Erregung weiter Krem d-cs deutschen Volkes hervorgeruien. Es t,t freudig,t zu begrüßen, d-aß die 'Verwaltungen der Städte und Gemeinden und vor allem b tr großen Städte in allen Bundesstaaten planmäßig an die Arbeit g-tgangen sind, um ein Sinken der Fleischpreise herbeiz-ufuhren.
ebenso begrüßt der 9?crtretrrtag die politische Fiktion der national- liberalen Partei in dieser Richtung Es muß die dauernde Aul- gäbe bc* Reichstags und der :lb?id)#regierung sein, durch Maßnahmen, die nur durch die Rücksicht auf das Wohl der Getarnt bett bestimmt werden hürien, eine genügende Fleischversorgung des Volkes berbeizufühpen "
Hierauf wurden die weiteren Verhandlungen auf morgen vertagt.
Ter zweite Vortragende Tr. Stillich sBerlin' behandelte das Thema: „Liberalismus und Sozialismu s“. xic Versammlung beschloß sodann die Absendung eines Begru- ßungst'elegrammS a n b e n A b g. B a s s e r mann, worauf die Tagung durch den Vorsitzenden Tr. Kauffmann mit deut Tank an die Frankfurter Freunde und einem Hoch aus die Partei geschlossen wurde.
** Der Hauptverein des Evang Bundes in Hessen begeht am Sonntag, 27., und Montag, 28. Oktober, seine Landesversammlung zu Darmstadt und damit zugleich die Feier seines 25jährigen Betehen S. Der Verein hat sich zu einem der stärksten Landesvereine in Deutschland, mit 25 000 Mitgliedern, entwickelt. Diese Tatsache wird bei der Jubelfeier in den verschiedenen Veranstaltungen dankbaren Ausdruck finden. „Dankbar wollen wir bei dieser Gelegenheit," sagt die Einladung, „als deutsche Protestanten der reichen Segnungen und gemeinsamen Glaubensgüter gedenken, die auch das Hessenland dem großen Werke der Reformation und der unermüdlichen Arbeit des Evangelischen Bundes, des Bannerträgers evangelischen Glaubens, protestantischer Ehre und deutscher Freiheit im Kampfe gegen ihre Widersacher, zu verdanken hat. Von neuem wollen wir uns zu dem heiligen Dienste stärken, den wir im Geiste unserer Väter, treu dem eigenen Bekenntnis und duldsam gegen fremde Uebcr- zcugung, unserem Volke und Vaterland schuldig sind." Zur Jubelfeier laden ein: die Vorstände des HauptvereinS, des Hilfsausschusses zur Förderung der evangelischen Kirche in Oesterreich und des Zweigvereins Darmstadt, sowie der Ehrenausschuß zur Aufführung des Devrientschen Lutther- spiels (während und nach der Tagung) und ein Festausschuß, dem gegen 500 Herren aus Stadt und Land angehören. Die 25. Landesversammlung und Jubelfeier des Hessischen Hauptvereins wird eine besonders glänzende werden und in hervorragendem Maße geeignet sein, „die Freude am evangelischen Wesen und die Treue zum deutschen Protestantismus neu zu stärken". Es ergeht darrmri in der Einladung die Aufforderung an alle Evangelischen des Landes, zur Teilnahme an der Judiltiumsversammlnngi sich die Tage frei zu machen und frei zu halten, um1 25 Jahre fröhlicher und fruchtbarer Arbeit des Evangelischen Bundes nritjufeiern. -
Tagung öcs HcidisDcrbanöcs der nationalliberalcn 3ugcnö.
~ Frankfurt a. M., 19 Okt.
Unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung von Triegierten allen Teilen des Reiches begannen l-eut.- im Matmwutnndxm SreÄi«ite KnMungm to 14. ortoülitto «ntreter- regro der nationalliberalen Jugend. Dornk-ende xr. Kau,,
Kreisaderbau= und Obftausftellung Schotten.
n. Schotten, 20. Oktober.
Gestern wurde die hier abgehaltene Ackerbau- und Obst- Ausstellung, die letzte der diesjährigen Veranstaltungen, eröffnet. Durch Fleiß und Geschick ist es gelungen, den Kreis Schotten? aus dem Gebiete des Acker- und Obstbaues in schönstem Lichte zu zeigen. Man möchte sagen, daß die hiesige Ausstellung alle übrigen übertrifft. Die Ausstellung in der Turnhalle zeigt, daß der höhere Vogelsberg in Ackerbau und Obstbau auch etwas leisten kann, und daß auf beiden Gebieten in den letzten Jahren ein kolossaler Aufschwung zu verzeichnen ist.
Herr Th. Eellarius, Schotten, Mitglied des Landwirt- schastskammer-Ausschusses, sprach bei der Eröffnung als Vertreter des Ausschusses, Herr Tr. Hoffmann, Friedberg als Vertreter des Oberh. Obstbauvercins, Krcisamtmann Schäfer, Schotten als Vertreter des Kreises bczw. Kreisamtcs und Bürgermeister Kromm-Schotten als Vertreter der Stadt.
Heute Mittag fand in der Stronc eine gutbesuchte öffentliche Versammlung statt, in der die Preisrichter über die Ausstellung eingehend berichteten. Als Preisrichter waren tätig in Gruppe Ackerbau: Oekonomierat Andrea -Büdingen und W. Fenchel in Ober-Hörgern und in Gruppe Obstbau: W. Bähr- Rohrberg und Kreisobstbauinspektor Metternich in Büdingen.
Das Prämiierungsergebnis ist folgendes:
A. Ackerbau: Klasse 1, beste Gesamtleistung! Th. Cellaruis-Schotten, 1. Ehrenpreis: Otto Müller-Henrietten- hof, 2. Ehrenpreis; Th. Fischer-Zwiefalten, 3. Ehrenpreis: Gemeinde Gonterskirchen Ehrendiplom.
Klasse 2, W i n t e r w e i z e n: Th. Fischer-Zwiefalten, 1. Preis: Th. Eellarius-Schotten und Krd. Högy III.-Rupperts- bnrg je einen 2. Preis; Gg. Burk-Laubach, Th. Müller-Rudingshain, Otto Müller-Henriettenhof, Karl Tietz-Stumperten- rod und Karl Schlörb-Ruppertsburg je einen 3. Preis.
Klasse 4, Winterroggen. Otto Müller-Henrietten-» bot, Ehrenpreis; Karl Dietz Stumpertenrod, 1. Preis, Marl Rühl- Obcr Seibertenrod, Karl Schlörb-Ruppertsburg und Aug. Damb- mann Rudingshain, je einen 2. Preis; Th. Müller Rudingshain, Hch. Schneider Eschenrod und Hch. Fischer-Rudingshain je einen 3. Preis: Th. Eellarius-Schotten und Th. Fischer-Zwiefalten je ein Ehrendiplom. „
K lasse 5, Gerste: Johs. Ludwig HI.-Ulfa, Karl Rühl- Ober-Seibertenrod und Karl Schlörb-Ruppertsburg je einen 2. Preis; H. K. Fischer-Rudingshain und K. Fischer II.-Rudings- hain je ein Tiplom und Fr. Schäfer I.-Michelbach eine Anerkennung.
Klasse 7, Hafer: Gg. Burk-Laubach 1. Preis; Karl Dietz Stumpertenrod 2. Preis: Krd. Högy III.-Ruppertsburg und Karl Schlörb III.-Ruppertsburg je einen 3. Preis; Th. Fischer- Zwiefalten und Th. Eellarius-Schotten je ein Ehrendiplom: Th. Müller-Rudingshain und Hch. Karl Lenz-Ulfa je ein Diplom.
Klasse 8,H ülsenfrüchte: Th. Fischer-Zwiefalten, 2. Pr. und Karl Rühl-Ober-Seibertenrod einen 3. Preis.
Klasse 9—11, Kartoffeln: Th. Fischer-Zwiefalten^ Ehrenpreis; Otto Müller-Henriettenhof, 1. Preis; Johannes Ludwig III.-Ulfa, Th. Müller-Rudingshain, Gg. Burk Laubach, Fr. Högy II.-Ruppertsburg, Ludw. Jakob-Ulfa, Krd. Högy-Rup- pertsburg und Karl Tietz-Stumpertenrod je einen 2. Preis; Karl Schlörb-Ruppertsburg, Wilh. Kunkel-Burhards, Karl Rühl- Obcr-Seibertenrod, Joh. Hch. Hartmann-Rudingshain, August Dambmann-Rudingshain, Karl Fischer II.-Rudingshain und H. Lotz IV.-Ulfa je einen 2 Preis. Außerdem erhielten Th. Eellarius- Schotten und Heinrich Schneider-Eschenrod je ein Diplom.
Klasse 12, Futterrüben: Otto Müller-Henriettenhof und Gg. Burk-Laubach je einen 1. Preis: Ludw. Jakob Ulfa, 2. Preis; Krd. Högy III. und Karl Schlörb-Ruppertsburg je einen 3. Preis, Th. Fischer-Zwiefalten ein Ehrendiplom.
;l o n n erstattete den ,
politischen Vorstandsberrcht.
Ti* nntinnfllltbcralc Pattei, zu der sich auch die Jnngliberalen r*"n ift ftÄbtr cittig, daß die Politik, die ihr erprobter ^.chrer Bassermann begonnen bat, w.nterge'uDrt und durckigefetzt ierben muiic trift als Bassermann das Heft m die L-and bekam, ri ein frischer Zug in die Partei gefonmten. xer Bericht wies >inn (T-.uf die allgemeinen politischen Verlwltmsse des Boriahres hin. Er betonte, daß drei politische Grumunt nebennnanber be- ,1-hen: der 1'chwarz-blaue Block dte v^nmgtrn Liberalen und die Sozialdemokratie Tie starke Mehrheit des schwarz-blauen Blocks ?ri zwar zerstört, die gemcinsckiaftltch erltttene schlappe habe aber die Frettndsck^st int särn'arzchlauen Block mckt 5111 trnbenl üemodit und die Part , nickt von chrer Bacht abgel^nkt. Noch rmmn seien hie Konservativen die Anhängsel dc^^mdes'Znw ^ndwntte In den letzten 2 Jahren habe das Zentrum sck.vere Kamp'e m feinen Rnheu hurMifüIrren gehabt: die Kämpte iwt,ck>en der Kölner und Berliner Richtung. Tivtz dieser inneren Kompte sei die Macht des Zentrum*- in TeittWanb immer noch ungebrodjen Man Iwibe Siebt, daß mein- ober weniger stark versucht worden nt gegen s Jesuitengesetz anzukantpfen. Redner ist der Anßckrt, daß, wnn es sich um reli.ffös gefärbte Wunsche bandelte, Ine nut ber Meinung der Mehrheit nicht überein stimmt en, die Minderet sich der Medrheit fügen müsse. Entgegett den Annchten der Mehr- h-it ber banerißcken Bevölkernng habe man 111 Bavern ein Ministerium Dettling gebilbet, bas mit aller Macht für btc'rnmiidien uigen ein trete. Tas Zu'amm.'n^rien der betben liberalen
IÄe von "1899"öto SlÄSta' einen? g ese8lich-n
Ä Berbot des Streikpostens,ehens kein geeignetes -Mittel erbl.den,
WZ-LLLMPMHUMMüß-LLLlÄL w"b ÖÄi* toM .mS bnn Äban? 7esbo.b,' baV £ )ur ÄL" des nrJahre nSr1 nn^nm., rm ttoollüen md nut kann man als 1909 veröffentlichten Borentwurss des neuen Strasgeietzbuchs em
ÄÄ ® WÄt nefeMe Kommission diese Aufgabe von sich gewiesen hat, und
hnimd en Ein erheblicher Unterschied zwischen beiden Parteien! erwartet von der zweiten iur wiederholten Durchberatung de.' befiehl nur hr der Frage des preußischen Wahlrechts und in der Entwurfs niedergesetztcn Kommission, daß |ic eine derartige Lo,ung Frage des Verhaltens zur Sozialdemokratie. Es hat aber niemand des Problems anstrebt.
bad Recht, jemand den Namen eines nationalliberalen Mannes! Für eine Beschränkung der Koalitionsfreiheit der Ar- abzusprechen, der unter bestimmten Umständen einem Sozialdemo- bciterschaft tritt ber Verband nicht ein, vielmehr erwartet er traten seine' Stimme gibt, ebenso wie keinem der Liberalismus umgekehrt von einer Erweiterung derselben eme Be>- ühaesprochen werden darf, der unter bestimmten Voraussetzungen )Crung der Verhältnisse. Insbesondere hält er bie Beseitigung anbers handelt. Im Reichstag haben sich die Verstiltnisse sel)r ^er in Absatz 2 des 8 152 der Gewerbeordnung begründeten rasch konsolidiert. Man sei sich in allen Lagern darüber einig, Ausnahmestellung der gewerblichen Derufsvereme für dringend bcß Bethmanu Hollweg viel zu hoch eingesckrätzt worden sei , le bst ^^ten ^ind forbert bie Einführung einer Verpstidstung zum rechtsstehende Kreise hätten sich dieser Ansicht angelchlosseu Selbst Erwerb der Rechtsfähigkeit seitens der Berufsvereine und bie bc-1' parlamentarische System sei einem Zustand vorzuziehen, der Statuierung einer Haftung der Berufsvereine für die Tatigteit solche mittelmäßige Leute an die Spitze des Staates stelle. — k^r Beamten gemäß §31 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Dies Km den Aufgaben, bie in der nächsten Zeit den Reichstag de- um y0 wehr, als hierin allein auch erst eine befriedigende Losung lästigen werben, 'führte Dr. Kauffmann bie Reichsffnanzrcform Problems der Tarifverttäge, in denen vielfach em Mittel unh das Petrol^-ummonopol an. Zur äußeren Politik übergehend, Milderung und Eindämmung ber Arbeitskämpfe erblickt wird, behandelte der Redner die Lage auf dem Balkan und führte gefunden werden kann und lediglich hierdurch die bisher be- <md, baß bein bcutfdycn Volke Volkswirtschaftlick, für dre Zukunff stohenbe tatsächlich einseitige Bindung des Unternehmertums durch mir bann geholfen werben könne, wenn bad Reich sein Ziel bann bcn Tarifvertrag in eine tatsächliche Binbung ber beiben Kon- frfje, sich neue Gebiete, wenn and) nickt in Eroberungszügen, so trahenten umgewanbelt werben kann.
>odi burch einen engeren Anschluß an bie Balkanstaaten und dte Bis zum Erlaß eines neuen Strafgesetzbuchs, bas in ber Türkei sichere. Seine Ausfültrungen givielten barm, bau bas angegebenen Weise ben Bedürfnissen unseres Erwerbslebens nach deutsche Volk zum Imperialismus erzogen werden müsse, daß dies Schutz der Berussausübung Rechnung trägt, hält der Verband aber nur bann gci'dxhen könne, wenn die inneren Verhälniiffe! jeßige Gesetzgebung, wie sie burd) bie obenten Gericksts- a»s eine festere Basis gestellt würden xer Redner forderte zum interpretiert worden ist, für ausreichend, er erwartet aber,
Schlüsse in begeisterten Worten auf, den imperialistisd)en Gedanken die zur Anweiiduitg der Gesetze berufenen Instanzen bei
in alle Volkskreise zu tragen. rx.-ci»«-«, Ausschreitungen und Zusammenrottungen mit Nachdruck bie Ach-
Jn einer nichtöffentlichen Venammlung gab der grtckatt-.'ffch- Dor ^er Autorität bes Gesetzes und bes Staates auffeckst rtnde Voi'il ende Paul Engels Köln) den 01 ei chaftsber, ckt erhalten und mit Enffchiedenheit von den Machtmitteln Gebrauch d 's Vorstandes und den Kassenbericht bekannt, ^m wachen, die zur Aufrechterhaltung der Ordnung, der Ruhe und Aiisckstuß hieran entwickelte sich eine eingehende Anslprache, zu Sicherheit des Verkehrs und zum Schutz der persönlichen Inte wclckier Lasaulx (Frankfurt a. M? folgende grität des Einzelnen in dem Gesetz gegeben sind. Ten wirb
Entschließung samsten und ettolgreichften Schutz gegen ben von den Gewerk-
eingereicht hotte: „Ter Reicksverband erklärt, daß die Gründung schaffen geübten Terrorismus wird das Unternehmertum freilich hr-< alt nationalliberalen ReickiSverlmndes in dem auch durch ben mir in ber Selbsthilfe, in dem Zusammen,chlutz -u eurer Berliner Bertietertag der nationalliberalen Partei vom 12. Mai großen und leistungstahigen Organisation lortne in ber Srtreik- 1912 beschlossenen Organisationsstatut und der durch dieses seitens Versicherung finden können, ba m den Lohnbewegungen b^etts b.-Ä Verriet er lages an gestiebte Ausgleich in scharfem Widerspruch beute vielfach Machtfragen ausgetragen werden und tn Zukunft fttfien." mit dem Fortschreiten der Tarifvertragsbewegung noch mehr aus-
An bie Rede des Verbandsvorsitzenden Tr. Kauffmann zutragcn sind."
slbloß fick eine lebhafte Aussprache, an ber sich u. a. Regierungsrat _______________
PocnSaen Berlins Chefredakteur Junck Kölnl, Tr. Bank Frank- Notrtiloumnorkrancki
furt' beteiligten, deren Ausführungen ,'ick im wesentlichen im Geiste pCtrOlCUmDCrDruUu).
Kausfmaiins bewegten. Es gelangte solgetide von Tr. Poensgen WAche wirtschaftliche Bedeutung das geplante Petroleum- e ngekrackte _ Handelsmonopol hat, geht daraus hervor, daß der Verbrauch
Entschließung von Petroleum in Tentschland jährlich über eine Million Tonnen
zur Annahme: a 1000 Kilogramm) beträgt. Es scheint übrigens in den letzten
„Tie Organisationsänberungen ber nationalliberolen Partei I Jahren zum Stillstand ober gar zum Rückgang gekommen zu sein, beeinflußen nickst den bauernden Zweck des Reichsverbandes, die Für bas Jahrfünft 1891 95 wirb der Verbrauch, ohne Einrechnung lKrcrnwachsende Generation mit den Grundsätze^ der national- des in Teuffchlanb produzierteii Erdöls, om durchichnttttick ,5v liberalen Partei zu erfüllen. Diese nationalliberalen Grundsätze, Tonnen im Jahr berechnet, für das Jahrfünft 1896/1900 aut nur die Gegenwart angewenbet, verlangen die Stärkung der beut 926 148 Tonnen, für das Jahnüntt 1901 O.u am 1002 411 fdtfn Weltstellung. Wir sckwpfen ben hohen Mut, uns in diesem Tonnen, für das Jahrfünft 1906 1910 aber nur am 9l4 651 Okifte zu betätigen, aus dem starken nationaleii und freibeillickren Tonnen jährlich und für das Jahr 1911 aur 974 887 Tonnen.
>ug ber das Leben unserer Zeit durchweht Wir wollen, daß Tie Erdölgewinnung in Teutichland telmt, die, wie bemerkt, deut s cke Kultur u n d deutsche wirtschaftliche T a t vorstehend nicht mitgerechnet ist, hat betragen tm Jahre 1911 raft in der Welt dieStellung bekomme, dieihnen 142 992 Tonnen gegen 123608 Tonnen tahrlich im Jahnüntt r e b ü h r t. Dazu müssen wir unsere Rüstung s o ausge - 1906 10, 64 998 Tonnen im Jahrfünft 1901/05, -9 418 Tonnen t al ten daß wir auch die Möglichkeit habeit, unsere imperialisti- im Jahrfünft 1896 1900 und lo6-0 gönnen im ^ahr- tbcn Gedanken gegenüber allen Feinden durckzusetzen. Ebenso fünft 1891 95. Tie Einfuhr^ von geremigtem ^Petroleum piditia ist es unserem Volke das nationale Bewußtsein zu starken. — Brennpetroleum — bat irrt ^ahre 191b ^-499 sonnen int
von 55 Mill. Mark im Vonahr. Der Eingangszoll beträgt 60 Mk pro Tonne, so daß also für 1911 eine Zolleinnahme von rund 57 Mill. Mark fick ergibt. Am stärksten sind an der Einfuhr natürlich bie Vereinigten Staaten beteiligt, bie annähernb .sroei Drittel ber Weltprobuktion von Petroleum liefern. Von diesen zwei Dritteln wirb zweifellos der größte Teil durch die Standard Oil Co. kontrolliert. Als Produktionsländer folgen nach Amerika Rußland mit etwa 20 Proz. und Rumänien, Galizien und Niederländisch-Jiidien mit je 3 bis 3'/, Proz. der Weltvrodukiion. Auf die Produktion Teutschlands kommen nur ungefähr 0,3 Proz. Ter Anteil der Vereinigten Staaten an ber Gesamteinfuhr von gereinigtem Petroleum nach Deutschland im Jahre 1911 beziffert sich auf 78 Proz., die wohl fast ganz in Lieferungen her Standard Oil Co. bestehen. Oesterreich ist an der Einfuhr nach Deutschland mit 15 Proz., Rumänien mit etwas über 5 Proz. und Rußland mit nicht ganz 2 Proz. be-


