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2.
Predigt.
Meteorologische veobachtungen der Station Sichen.
Mai
Welter
ISIS
Höchste Temperatur am 13. bifl 19.
Mai
Niedrigste
Jede echte Osram-Lampe muss die Inschrift „OSRAM“ tragen, — Überall erhältlich. Auer gesell schäft Berlin 0. D
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Nachmittag» : 4 Uhr. Uhr.
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Tag: Vorabend: 7.45 Uhr.
Morgen» : 8.30 Uhr.
Nachmittag»: 4 Uhr.
Tag: Vorabend: 9 Uhr.
Morgen» : 8.30 Uhr.
Kestesaudgang: 9.10
Differenzen der Regierung Auskunft geben zu können.
Der Vorsitzende bittet wegen einiger Fehler, die er ling gemacht hat, um Entschuldigung. Er werde sich in Zukunft es besser zu machen.
Damit schließt die Sitzung, die von 9 Uhr bis mit nur einer halbstündigen Pause gedauert hat.
kirchliche Nachrichten,
jsraßiiiiiaie Uuigtonsgemcinöc.
Gottezbienil in öer Synagoge (Litd-Anlages- Mittwoch, den 22. und Donnerstag, den 23. Mai 19(2: Wocheufeft.
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haben, antwortet er mit 9fcin. — Der Angeklagte Zug'u7> r Bähr wird beschuldigt, durch Mangel an Aufmerksamkeit rci- äumt zu haben, an Stelle des unfähigen Lokomotivführers bie Bremse zu ziehen. Tie Frage des Vorsitzenden, ob er das ;ugebe, beantwortet er ebenfalls mit Rein, denn er habe unmittelbar vor dem Einfahrtssignal in Müllheim gebremst. Auf die weitere Frage des Vorsitzenden, wie es komme, daß sich trotzdem die Ge- äwindigkeit des Zuges nickt verlangsamt habe, antwortet her Angeklagte, die Schuld liege bei dem Bremsventil des Lokouwtii" führers, daß seine Bremsung unwirksam machen könne. — Tew Angeklagten Reserveheizer Mann le wird das gleiche zur £Vt gelegt, wie dem Zugführer Bähr. Er erklärt, sofort zugegrissen zu haben, als er bemerkte, daß der Lokomotivführer nicht sunk tioniertc: er habe im letzten Moment bremsen wollen, das sei ibm wegen der eingetretenen Entgleisung nicht möglich gewesen. Aus die Frage des Vorsitzenden, warum er nicht schon vorher eingegriffen habe, antwortete der Angeklagte, er sei beschiingt gewesen. Als der Vorsitzende erwidert, es werde aber behaupte:. >aß er von Auggen ab nickt beschäftigt gewesen sei, antwortet Männle, er habe die Entgleisung nickt mitversckuldet.
Ter Vorsitzende erläutert sodann an der feanb zahlreckxi Pläne die Anlage der Station Müllheim. ES war angcorbnet daß über die gerade im Bau begriffene Strecke nur mit einer Geschwindigkeit von 20 Shlomctern gefahren werden dürfe und zur Turcküührung dieser Anordnung war 450 Meter vorder cm Signal „Langsame Fahrt" aufgestellt Auf die Frage des Vor- itzenden an Platten, ob er dieses Signal gesehen habe, antwortet der Angeklagte mit Za. Weiter macht der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß das Einfahrtssignal, das 7 Meter südlich der Weiche gelegen war, aus „Halt" gestanden hat. Bäbr und Männle geben dies auch zu, während Platten darüber nickt» sagen kann.
Es wird daraus in die Zeugenvernehmung emgetreten, bet welcher die Frage der Geschwindigkeit des Zuges eingehend erörtert wird. Im weiteren Verlaus der Sitzung wurde auck die Frage der Ausrüstung und Zusammensetzung des Unglückszuges erörtert Ebenso äußern sich die Sachverständigen und Zeugen über die Frage, ob die Ueberführung und die Weiche selbst richttg ausgeführt war. Sachverständiger Geheimer Baurat Fleck bemerkt hierzu, daß bei der Konstruktion und der Erbauung der Brücke kein Fehler gemacht worden sei, auch die Weiche sei durch- aus in Ordnung gewesen.
eine Abstimmung vornehm en. Mitglied Bähr I. widerspricht. Die Aussprache nimmt einen schärferen Ton an, da man in dem Verhalten des Mitglieds Bähr I. nur Opposition sieht.
Bei dem Kapitel „Arbeiternachweisdienst" kommt es M einer Aussprache feier werden für die Tätigkeit dieses Dienstzweiges, die sich nur auf die Beschaffung von ausländischen Arbeitern be- chränkt, 11OO Mk. angesordert. Das Kapitel wird einsttmmig angenommen. , . • _
Eine ausgedehnte Aussprache entsvnrnt sich bei dem Kapitel: Förderung der Tierzucht. Tic einzelnen Redner machen detaillierte Ausführungen über ihre speziellen Wünsche, die nicht von allgemeinem Interesse sind. Wieder kommt es zu einer Geschäftsordnungsaussprache bei einem Antrag auf en bloc-Annahme des Voranschlages; crnch diesem Anträge widerspricht das Mttglied Bähr I. Es herrscht wieder Unklarheit über den Gang der Geschäfte. Das Mitglied BÄr greift fortwährend in die Aussprache ein, zum Teil unter Widerspruch des feauses. Der Antrag am en bloc-Annahme wird zurückgezogen.
Ministerialrat feölzinger beanstandet einige Punkte ui dem Voranschläge. „
Der Antrag auf en bloc-Annahme wird vom Mitglied Korell- Angenrod erneuert, der dann auch angenommen wird.
Ein Antrag, für :Üheinhessen 2000 Mk. mehr einzusteilen, wird angenommen; ein anderer Antrag, der 18 020 Mk. für Starkenburg fordert, ebenfalls.
Es liegen noch einige Anträge vor. lieber die Einreichung der Anträge kommt es zu einer erneuten ausgedehnten GeschäftS- ordnungsausspräche, ebenso über die Verhandlung der Anträge.
Mitgl. Walter- Lengfeld bemerkt daß Mitglied Bähr nur bestrebt sei, eine feindliche Stimmung zu säen.
Mitgl. K o r e l l - Angenrod weist energisch den Vorwurf zurück, als ob Oberhessen feindlich sei.
Es wird nochmals über die Anträge abgestimmt, das Resultat ist das gleiche wie oben.
Der Punki 23, Entwurf der Satzung zur Versicherung der Weide-, Ausstellungs-, Import und Fasettieren, fallt aus. Die Beratung wird hinausgeschoben.
Au Punkt 24, Ankauf von Gelände zur Anlage eines Schnitt - und Musterweinberges in Selzen, sprechen ein Regierungsvertreter und Schätzet. Der Anttag wird angenommen.
Damit ist die Tagesordnung erledigt Es folgt eine Reihe von Bemerkungen.
Der Vorsitzende bittet um die Ermächtigung, bei kleinen
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Mirgt. Bähr bemerkt, daß über diesen 2tntrag geschästs- , ncdnungsmäßig nickt debattiert werden dürie.
Es entspinnt sich bann eine Debatte darüber, ob die Besprechung zulässig seu Lex Anttag wird daher nicht weiter verhandelt- Nacksträglicke Kreditgenehmigung zur Rechnung für 1910 wird angenommen nach einer kurzen Erklärung des
feauptvoranschlag her Landwirtschaftskammer 1912.
Ministerialrat feölzinger bittet um stets rechtzettige ; Vorlegung des Anschlages und bittet, bei der Generaldebatte über diesen Punkt sick irrens an den Voranschlag zu halten und nicht alle mögt ick) en Gebiete zu berühren.
Mitgl. Weith-Rieder-Wollstadt spricht über die Prerdv- kultur. , t . r , ,
Ter Vorsitzende macht ihn daraus auMerksam, daß das nicht zur Generaldebatte gehört.
Mitgl. Brauer bespricht btf einzelnen Posten. Bleckt aber im einzelnen auf der Tribüne unverständlich. Man müsse vorsichtig sein mit der Anstellung solcher Beamten, die pcnsions- berechtigt seien. Wenn Rheinhessen immer glaubt, es käme zu kurz, so könne er dem nicht zustimmen. Es seien erhebliche Mittel zur Bekämpfung der Reblaus vorgesehen. (Zuruf: „Reicks- fcicfl
Mitgl. feensel - Dortelweil bespricht die Anstellungsverhältnisse der Beamten. Die Beamten, die seit 10 Jahren beschäftigt seien, haben ein Anrecht auf Anstellung. Im übrigen aber trete er der Ansicht des Mitgliedes Brauer bei, in Zukunft mit der Anstellung sehr vorsichtig zu sein. Ter Redner geht dann auf den Zuzug von Tieren bei Maul- und Klauenseuche ein. Dann macht er darauf aufmerksam, daß man nicht immer neue Forderungen erheben solle.
Mitgl. Bähr I. kommt wieder auf die von ihm gemachten Diäten zu sprechen. Es sei bedauerlich, wenn die Provinzen gegeneinander stehen. Er nehme es den Rheinhessen nicht übel, wenn sie gegen ihn gestimmt hätten. Er berühre die Frage seiner Diäten nur, um festzustellen^ mit welchen Mitteln hier gearbeitet wird. t.
Mitgl. Stauffer-Wochenheim verteidigt die Forderungen der Rheinhessen in bezug auf den Leinbau.
Mitgl. W alte r-Leng''Id : Tie Richtwiederwahl des Mtt- gliedes Ähr sei von uns nur i-olgt, weil wir mit der Geschäftsführung nicht zufrieden sind feerr Bähr hat gesagt, daß Starkenburger den Zeitungsartikel gegen ihn nicht fern stehen. Einen solchen Borwurf weise er en'.schieden zurück. Er sei nicht schuldig, daß es in der „Rlseinischeu Volksstimme" gestanden habe, daß Mitgliti» Bähr von den zur Verfügung stehenden etwa 7000 allein 4700 Mk. Tiäte» für sich verbraucht habe. Wir glauben durch die Nichtwiederwahl des Mitgliedes Bähr der Landwirtschaftskammer gedient zu haben.
Tauu kommt der Redner zum feauptvoranschlag. Er bespricht die einzelnen Kapitel. Bei dem Kapitel Miete wünscht der Redner die Errichtung eines eigenen feauses, um die Miete und die Um- zugskosten zu ersparen. , - , - « .
Mitgl. Eibach polemisiert gegen die Oberhessen, besonders gegen feerrn Bähr. Von der Errichtung eines eigenen feeims möge man absehen. ,
Ministerialrat feölzinger stellt fest, daß die Kosten von Umlagslisten laut gesetzlichen Vorschriften erhoben werden müssen. Ter Staat könne ferne wetteren Mittel bewilligen. Die Mittel belaufen sich auf etwa 1 Million. Die Reblausbekämpfung wird nach wie vor Aufgabe des Staates sein.
Mitgl. Fritsch- Dilshofen: Wenn e/3 aller Mitglieder feerrn feahn wählen, so beweist das nur, daß man in diesem den besten Vertreter für den Posten des 2. Vorsitzenden sehe. Als Redner das Mitglied Bähr wegen der feöhe der Diäten fragte, als er die Sache in einer Zeitung las, habe ihm Bähr geantwortet: ,LÜenn Sie das wissen wollen, dann stecken Sie Ihre Rase in die Bücher".
Mitgl. Bähr I.: Wenn man, wie gesagt wurde, mit seiner Geschäftsführung unzufrieden sei, dann hätte man ihn doch daraus aufmerksam machen sollen.
Nach einer Pause spricht zunächst das
Mitgl. Brauer. Es ist nicht recht, wenn es heißt, daß die Ober heften gegen alle Mittel stimmen, die für Rheinhessen bestimmt seien. Geht dann noch kurz auf die Beamtenfrage ein und warnt vor zu großen Ausgaben. Da die Beamten der Landwirts chaftskammer dieselben Rechte wie die Staatsbeamten haben, so müsse ilynen auch eine Teuerungszulage gewährt werden, wenn diese den Staatsbeamten zuteil werdeii sollte.
Mttglied Weith jun. fordert, daß auch die Beamten zur Feuerwehr herangezogen werden müßten.
Mitglied Schätzet vetteidigt die Forderungen der Rheinhessen in Bezug auf den Weinbau. Mittel zur Bekämpfung der Reblaus haben nicht nur wirtschaftlichen, sondern auch volkswirtschaftlichen Wert, indem die Steuerkraft erhöht wird.
Mitgl. Walter- Lengfeld spricht zur Beamtenfrage. Der Sachverständige für Pferdezuckst, Dr. Müller, müsse in den Beamtenstab eingenommen werden.
Zu der Anstellungsangelegenheit der Beamten spricht auch der 2. Vorsitzende feahn, der davor warnt, einen Anttag anzu- nehmen, der dahin geht, keine weiteren Anstellungen mehr vor- zuiiehmen. Ferner tritt er den Ausführungen des Mitglieds Brauer bei, der eine Zulage fordert, wenn sie den Staatsbeamten gewährt wird.
Zn dieser Frage sprechen noch die Mitglieder Keller-Spiesheim und M ogk-Gru n d-Schw albe im.
Es wird dann in die Spezialberatung eingetreten.
Eine kurze AiiSsprack)e entspinnt sich über die Buchführung bei der Landwirtscktaftskammer. Dluch die Frage der Beamtenanstellung ruft eine lebhafte Aussprache hervor, ohne aber neue GesiÄspunkte zu zelligen.
Mitgl. Brauer schlägt vor, die Frage der Beamten auf ein Jahr zurücHustellen, bis die Beamtenbesoldung im Staate erledigt sei. Mitgl. Keutzer schließt sich dem an.
Der Antrag Brauer auf Zurückstellung der Beamtenfrage auf em 3abr wird mit 24 Stimmen angenommen.
Besonders rege wird die Aussprache über die nach dem Voranschläge vorgesehene Anstellung eines Beamten mit 3300 Mk. Der Regierungsvertteter tritt dem entgegen und steht auf dem Standpunkt, daß die Beamten der ,Landwirtschaftskammer nicht besser gestellt werden können als im Staatsdienste. Ein Gehalt von 2800 Mk. sei ausreichend und dem Gesetz entsprechend. Die Kammer widersetzt sich insbesondere der Generalsekretär. Schließlich einigt man sich dahin, .dem Beamten ein Gehalt von 2800 Mk. zu gewahren und 500 Mk. Zuschuß.
Zu dem Kapitel feaushalttingsschulen in Langen und Lind- Heim spreck>en einige Mitglieder, die Anregungen für die Gestaltung der Sckucken bringen.
Mitgl. Bähr I. kritisiert die Geschäftsführung. Der Vorsitzende habe über einen Punkt ab stimmen lassen, und dennoch noch einmal eine Verhandlung darüber zugelassen. (Gemeint ist die Gehaltsfrage des einen Beamten.)
Der Regierungsvertteter weist darauf hin, daß die Regierung jederzeit das Recht habe, auf einen Punkt zurüazukommen, auch wenn abgestimmt sei. Seiner Ansicht nach sei aber nicht abgestimmt worden.
Der Vorsitzende erklärt, daß abaestimmt sei.
ES herrscht Unklarheit. Der Präsident will noch einmal
Gießener Strafkammer.
Gießen, 17. Mai.
Ein Bild aus dem Armenhaus
in Grünberg entrollte die Verhandlung gegen den gerichtsbekannten Dachdecker und Bürstenmacher K. Chr. M. in Grünberg. Im Oktober v. I. hatte er mit der in demselben feause wohnenden Eheftau L. F. einen Streit, bei dem er der Frau mit einem Eisenstab auf Kopf und Schultern schlug, während der von seiner Frau losgebundene feund ihr die Kleider vorn Leibe riß. Während Frau M. sich bei der vom Schöffengericht ausgesprochenen Strafe beruhigte, hielt der Ehemann eine Gefängnisstrafe von zwei DL» naten für zu hoch und verfolgte Berufung. Diese wurde jedoch kostenfällig zurückgewiesen.
Wegen zweier Sittlichkeitsverbrechen, verübt an einem 11 jährigen und einem 9 jährigen Mädchen, hatte sich der noch jugendliche Taglöhner L. W. von Burkhardsfelden zu verantworten. Er ist in vollem Umfange geständig und wird unter Annahme mildernder Umstände zu sechs Monaten Gefängnis oerurteüt; zwei Monate Untersuchungshaft werden auf die Strafe angerechnet.
Rückfallsdieb stahl.
Der noch nicht vollstraftnündige, 17 Jahre alle Fabrikarbeiter fe. F. von Alsfeld soll im Dezember v. I. zu Alsfeld im feofe des Armenhauses das Geflecht einer feasenkiste aufgerissen und daraus einen Stallhasen gestohlen haben. Er gesteht die Tat zu, empfindet aber offenbar keine Reue. Da er bereits zweimal wegen Diebstahls vorbestraft ist, wird er wegen Rucksallsdieb- ftabB unter Zubilligung mildernder Umstände zu drei Wochen Gefängnis verurtellt.
Zum zweiten Mal freigesprochen von der Anklage des Diebstahls wurde der Bahuarbetter PH. Pf. in Staufenberg. Er soll am Abend des 23. Dezember v. I. auj dem Weg von Lollar nach ©taufenberg dem Invaliden K. G., als er ihn wegen seiner Trunkenheit heiinführte, ein Geldtäschchen mit etwa 84 Mark aus der Tasche genommen haben. Das Berufungsgericht kam daher gleichfalls zu einem Freispruch, weil jeder Beweis der Täterschaft fehlt, und übernahm außerdem du Dem Angeklagten durch feine Verteidigung und die Beiladung vor Zeugen entstandenen Kosten auf die Staatskasse.
Prinzipielle Bedeutung
kommt einer Emscheidung zu, die die Kammer in der Sttafsach gegen den feandelsmann R. von Ober-Gleen heute fällte. R.. der das Amt eines Schächters versieht, batte im Auftrage eines Metzgers ein Rind geschächtet, ohne daß vorher die vorgeschriebem Lebendbeschau stattgefunden hatte. Auf seinen Einspruch geger den Strafbefehl, der ihm dicserhalb zugegangen war, entschied das Schöftengericht feontberg, daß R. sich ftrafbar gemacht habe. Tu Strafkammer- hingegen hob auf die Berufung des Angellagter dieses Urteil jruf und sprach den Angellagten von Strafe uni Kosten frei. Sie nahm au, daß für das Richtzuziehen des Fleisch beschauers derjenige verantwortlich zu machen feu der die Dienste des Schächters in Anspruch nimmt und daß der Schächter lediglich als dessen Gehilfe tätig ist.
Das Müllheimer Lisenvahmmgliick vor Gerichl
0 Fre iburg i. Br., 17. Mai.
Unter großem Andrang des Publikums begann heute die Verhandlung gegen den Lokomotivführer Karl Platten aus Lauf, den Zugführer Leonhard Bähr aus Leimen und den Referveherzer Matthias Männle aus Urloffen, die unter der Anklage der fahrlässigen Tötung, Körperverletzung und Gesährdung eines Eiscn- bahittranspotts stehen. Ihnen wird zur Last gelegt, das furchtbare Eisenbahnunglück von Müllheim verschuldet zu haben, das sich bekannllich^am 17. Juli v. Js. »ulrüg und im ganzen 14 Tote, 12 Schwerverletzte und zahlreiche Leichwerletzte for- berte.
Ten Vorsitz in der Verhandlung führt Landgerichtsdirektor Plühling, ivährend die Anklage durch Staatsanwalt Bender vertreten wird. Es sind etwa 30 Zeugen und 7 Sachverständige geladen.
Rach Feststellung der Personalien wurde mit der Vernehmung der Angeklagten begonnen. Ter Angeklagte Platten, ein Mann mtt grauem feaar und Bart, 52 Jahre alt, befindet sich seit dem 21. Juli v. Js. in Untersuchungshaft und ist noch nicht vorbestraft. Er gibt an, daß er wegen der großen feitze, die am fraglichen Tage herrschte, müde und abgesoannt gewesen sei, so daß er von der Station Auggen ab eingeschlafen sei. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er zugebe, die Müdigkeit selbst verschuldet zu
Universitäts-Nachrichten.
hk. Marburg, 19. Mai. das Fach der Geologie und Paläontologie habilitierte sich Dr. , i Fritz fe e r r m a n n, Assistent am geologisch-paläontologischen Institut, mit einer cchrist „Ta» feercyn am Ostrande des rheinischen Schiesergebirges".
— Seine öOjährige Toktoijubelfeier begeht am 23. Mai der einer, o. Prozessor für innere Medizin an der Universität Straßburg L E l s. Dr. med. Bernhard Raunyn. Ter berühmte Internist ist am 2. September 1839 ju Berlin geboren.
.. .. - — _______ .. 1 —m !
wandern und Reisen, väder und Sommerscischen.
— Salzungen, 17. Mai. Bis zum heutigen Tage sind 346 Personen zur Kur hier emgetroffen.
* Tie deutsche Riviera wird nicht mit Unrecht wegen des milden, faft südländischen Klimas die an den mit Rebhügeln bekränzten westlichen Abhängen bei sagenreichen Cbcniualöc« liegenbe „Bergstraße" genannt. Vou T armstabt bis feeibelberg zieht sie sich hin, ein zusammenhängendes (Gartenland. Eckmucke Dörfer und Stabte beleben bas entzückende Bild. Tie beroa'.beien, mit Burgen und Ruinen gekrönten Höhenzüge gewähren prachtvolle Aus- und Jernsichten aus die fruchtbare Rheinebene und TaunutH Die Landschaft ist voll eigenartiger, reizvoller Schönheit und bai Volksleben noch vielfach ganz originell und unverfälscht.___________
Nachweisung über den Stand der Maul- und ttlaueu-
seuche in Hessen vom 11. bis 17. Mai 1912. D
Kreis:
Am 11. Mai waren verseucht
Boni 11. bis
17. Mai sind neu verseucht :
Boni 11. bi« 17. Mai ist die Seuche erloschen in:
Darmstadt .
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BenSheim .
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Dieburg ..
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Erbach . . .
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wroß-Gerau
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Offenbach .
Mainflingen, Offenbach- Bürgel, Tubenhosen
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Gießen
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Gr.-Buseck
—
Alsfeld . . .
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Bübingen. .
Bübingen, Hof Oppelshausen, Nieber-Alock- stabt
Friedberg .
Robheim, Stammheim, Ockstadt, Groß-Karben, Maibach
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Lauterbach.
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Alainz . . .
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Framersheim
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Bingen . . .
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Oppenheim.
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Bodenheim
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Unzerbrechlich


