— Erne Prore,, ur für Vererbungslehre in Cambridge. Ter Vizekanzler der Universität Cambridge Hal von dem Viscounl Esher, dessen Name durch seine persönlichen Beziehungen zum deutschen Kaiser auch in Teutschland bekannt
zenlen zu entsenden und für sie besondere Borbereilungsinftitute einrichten zu lassen.
hinsichtlich der Verteilung der Ausländer auf die einzelnen Fächer des akademischen Studiums zeigt ich neuestens immer mehr die Bevorzugung des medizinischen Studiums, dem fast die gesamte Iahresstcigerung zufloß, und dem sich derzeit 1979 Ausländer widmen gegen 1774 ,m Vorjähr; Zahnärzte sind es 15 'gegen 29,, Philosophen, Philologen bezw. Historiker 984 v990z, Mathematiker und Naturwissenschaftler 611 (562). Kameraliiten und Lcuidwirte 616 573;, Juristen 512 (516), evangelische Theologen 164 163?, katholische Theologen 32 (31), Forstwirte 24 (20) und Pharmazeuten 15 (13).
Die Grundlage der Flottcnpolitik ist die Finanzwirlschast. Das sinaiiziclle Ausseten des Flottenvoranschlags ist nicht er- sreulia-. Alle Welt baut Flotten. Alles, was mit der dLotte in Verbindung steht, wächst beständig an Größe, Kompliziertheit und Kolken. Ich werde vielleicht im tlächsten Jahre den Wtcnetat dcni llnterl>ausc nicht für ein Jahr, sondern für eine Reihe von Fahren vorlegen können, aber für den Augenblick mnB tch mich im Rahmen gewisser allgemeiner Andeutungen halten. Hauptiächlich infolge der Arbctterausltändc sanden in diesem Fahre Verzögerungen in Schiffsbau- und anderen Ausgaben ltatt. Ta- durch ivird die nominelle Reduktion von 300000 Pfund zu einer wirklichen Reduktion von 600000 Pfund. Dabei ist natürlich irgendwelche Vermehrung des d c u l s a; c n F l o l t e n e t a t s nicht, berücksichtigt. Ich will dem Hause die Flottenfrage mit vollkommener Offenheit darlegcn, es wird dies n a m e n l l i ch i n b e z u g a u f c i n e Ak a ch t n o t w c n d i g s e i n. Durch eine indirekte Ausdruclsweise kann jetzt nichts gewonnen werden. Fm Gegenteil, die Deutschen sind etn Volk mit Derbem Vcr st and, deren starker und männlicher Sinn und Mut vor der offenen und ungeschminllen Feststellung der Tatsachen nicht zurückweichl und nicht verletzt wird, wenn sie höflich und ehrlich ausgesprochen werden. Die Zeit ist gekommen, wo beite Nationen ohne Verstellung und Verstimmung die Bedingungen verstehen sollten, unter denen der Wettbewerb zur See in den nächsten Fahren sich gestalten wird. U n s e r e d e u t s ch c n N a ch- ba.rn haben noch nicht angesangen. Die jährlich Wiederkehrenten Raiten sür die Erhaltung einer riesenhaften Flotte zu empfinden. Diese ülufroe nbungen wachsen langsam, aber unerbittlich. Da ter. lann un Lause ter Zeit Das rapide Änwachseil Der Neubauten durch den Hemmschuh der wachsenden Unterhaltungskosten aufgehoben werden.
... Churchill erklärte es für falsch und verschwenderisch, ein Schiff für die britijete Flotte einen Tag eher zu bauen, als nötig fei, weil die Konstruktiv ns Pläne so schnell veralteten. Er fuhr fort: Ich bin nicht bereit, gegentvärtig dem Hause Die Annahme Des StanDards: Zwei Kiele gegen einen' nut Bezug a u s D e u t s chl a nd zu e m psc hl e n. Tie Zeit mag kommen, wo dies nolwenDig roirD. , Es ist jetzt nicht notwendig. Die Admiralität ist imstande, Tag für Tag die nächsten Fahre hindurch die <sid)crteit des Landes und des Reiches absolut zu garantieren. Wenn das Haus unsere Forderungen künftig bewilligt, kann diese Aussicht unendlich ausgedehnt iverden. Die Standards für die Flottcnstärke müssen zeitweise nach den Umständen variieren. Als Frankreich und Rußland die beiten nächst- Itärfftcn Seemächte waren und ihre Kombination möglid) erschien, war der Zwcimächtestandard ein zweckmäßiger Grundsatz. Das Emporsteigen Der Flotte einer einzelnen M acht zum ersten Rang auf dem Kontinent veränderte dies. Wir baten nicht mehr als die größtmöglicte Gefahr das Bündnis zweier etwa gleichstarker Seemächte zu betrachten, sondern die Entwicklung einer sehr starken homogenen Flotte, die einer einzelnen Regierung untersteht. Daher ist der Zweimächlestandard nicht mehr anitendbar. Ter tatsächliche Standard bei Neubauten, den
— Eine Zwer-Millionen-Stiftung für Die Londoner Universität Durch die großherzige Stiftung eines Londoner Bürgers, ter seinen Namen nicht genannt roih'er will, ist der Plan eines großen Neubaues für die Londoner Universität nun gesichert. Ter unbekannte Stifter hat dem Vor- li&enten Der Königlichen Universitätskommission, Viscount Hal- dane, eine Summe von 2 Millionen Mark jur Verfügung ge Itcllt zum Ankauf eines geeigneten GrunDstückes. Es hanDelt sich dabei um Das prächtige Besitztum des Herzogs von Bedford, ba* in unmittelbarer Nachbarschaft des Britischen Museums, und zwai nördlich von ihm, liegt.
Ick. Ter Fernsprecher ist keimfrei! Aus London kommt eine wissenschaftliche Meldung, die alle Benutzer des Fernsprechers mit Freude hören werben: ber Fernsprecher i ft keimfrei! Fm Auftrage des Generalpostmeisters hat nämlich ~r -suitta vom St. Georges-Hospital, ein Bakteriologe, Ver- mche mit Fernsprechern gemacht. Die hauptsächlich ber Nlöglid'- keft der Uebertragung von Tuberkeln durch das Mundstück galten Eine Reite,.vietbenutzter Fernsprechapparate aus großen Lon- doner Geschäftshäusern, die lange Zeit in Gebrauch gewesen und Nicht auf besondere Wei'e gereinigt worden sind, wurden bat teriologisch untersucht Tr. Sputa konnte an keinem ber Mund- lLücke Tiwerkeln Nachweisen. Außerdem wurden Fernsprecher bat teriologisch geprüft, bei denen das Auffinden von Tuberkeln viel wahrscheinlicher gewesen wäre, nämlich solche aus Heilstätten für Lungenkranke. Diese Fernsprecher wurden ebenfalls, nachdem sic lange. Zeil ungereinigt in Gebrauch gewesen waren, aufs sorgfältigste geprüft, jedoch Durchaus keimfrei befunden. Tr. Jpitta erklärt als Ergebnis seiner Untersuchungen, daß ihm Die lieber tragung der Tuberkulose durch das Mundstück Des Fernsprechers unmöglich erscheine unD schließt sich Damit dem Ergebnisse eines anderen Londoner Arztes an, Tr. Klein, bet vor einigen Fahren ähnliche Versuche gemacht hat.
Der Aurftand im Ruhrgebiet. Schlechte Aussichten sür die Au: ständigen.
, . Ess e n, 19. März. Die Zechen besitzet: zeigen keinerlei Neigung, Die geminderten Forderungen der Au> ständigen zu erfüllen. Fhr Bescheid dürste wie folgt lauten: Erstens: Allgemeine Lohnerhöhungen werdet! mit Rücksiclft aus die Ver,a>iedenartigkeit der Verhältnisse einzelner Re viere unmöglich. Zweitens: Ueberschichten sind bei steigender Konjunktur nicht entbehrlich. Drittens: Die Zechen weigern sich, die gesetzlich den Arbeitnehmern zur Last fallen- den erhöhten Anforderungen der ReichsvcrsicherungSord- nung zu tragen. Demnach erscheinen auch die abgeschwächten Forderungen unannehmbar.
Aus Dortmund wird noch gemeldet: Die Z a h l d e r Arbeitswilligen wächst unaufhörlich und der Ausstand ist wohl verloren. Man rechnet allgemein damit, daß er mit dieser Woche sein Ende erreichen wird. Auck) das Militär, das hier gute Tage verlebt, rechnet mit dem baldigen Abmarsch in die Garnisonen. Das hier in Massen- quartieren untergebrachte Militär wird von morgen ab in Einzelquartiere verlegt, weil es mit der Verpflegung in den Massenquartieren gehapert hat.
Bochum, 19. März. Bei der hiesigen S t a a t s a n» walt s^ch a f t sind bisher 180 Strafanzeigen wegen Streikvergehens anhängig gemacht worden, ^amtliche Streitsachen werden von der am 25. März zu- sammentretenden Strafkammer abgeurteilt, die eigens für diesen Zweck gebildet ist.
Ter Ausstand in Sachsen.
Zwickau, 18. März. Aus dem Wilhelmsschacht sind unter -vage 5 5 P r o z e n t der Belegschaft in den A u s st a n b getreten, lieber Tage ist die Belegschaft fast vollzählich ein- gefahren. Vom erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienverein streiken 43 Prozent unter Tage, über Tage insgesamt 30 Pro- zent; ber der Bürgergewerkscl-ast streiken unter Tage 24 Pro- zent, wahrend über Tage alles angefahren ist. Beim Brücken- vergschacht sind unter Tage 54 Prozent, über Tage 39 Prozent ausständig; beim Morgenstern schacht streiken von den Grubenarbeitern 51 Prozent, über Tage 16 Prozent; beim Vereinsglück streiken insgesamt 37 Prozent, bei (£. &. Kaest- ner 60 Prozent; bei Florentin Kaestner und den Arnim- schächten in Planitz sind die Belegschaften vollzählig ein- gefahren.
Eine Ermittelung der Bergarbeiterlöhne für das Jahr 1911
febr Heine Armee unb können die Unabhängigkeit un? die ^^"?'"terenen eines großen kontinentalen Staates nicht bebroben unb konnten keine Invasion gegen einen kontinentalen Staat ausfuhren.
Nach anbert&albftünbigcr Rede Churchills erklärte L c c, die Rebe Churchills beweise, baß die Abmiralität entschlossen fei, tetige unb resolute Politik in bezug auf bic Scestreitkrästc Eng lanbö zu veriolgen. Churchill madjtc absolut klar, daß zukünftig cme gewaltige Erhöhung der Ausgaben Englands für bic Flotte ftattnnbcn müsse, .ue Voranschläge seien basiert auf bie Annahme, bafj keine Erhöhung in ben veröffentlichten Bauprogrammen Der auswärtigen Mächte eintrete. In biefem Fall wäre ein offene-? Wort das beste.
Var Ausländertum an den deutschen Universttäten im Winter 19U/12.
$oit ben 57 514 Studierenden, die diesen Winter die deutschen Universitäten besuchten, sind 52 562 Deutsche unb 4952 Aus- i hinter, b. s. 8,6 Prozent gegenüber 4672 = 8,5 Prozent im 1 ^orjahr unb erst 1850 — 7 Prozent vor zwanzig Fahren, ter Anteil Der Auslänber am deutschen Universitälsstudium ist ’ demnach feit Fahren absolut wie relativ ansteigend. Tie Zunahme binnen ber letzten 3 Fahre um 875 ist fast zur Hälfte
den Zuzug weiblicher Ausländer zurückzuführen, denen erst ftt Herbst 1908 die Möglichkeit des Studiums an den deutschen Universitäten offen steht. Ihre Gesamtzahl mag sich derzeit aur ttwa 400 belaufen, sie ist leibet nicht genau festzustellen, ba bis Rßt nur bie Personalübersichten ber preußischen Universitäten und bte Universitäten Tübingen unb Gießen über bic Nationalität ^rer Stubentinnen Aufschluß geben. An den preußischen Um- terfüäten sind neben 2425 Männern 237 weibliche Ausländer k kmgeschrieben, von denen 111 Philologie, 85 Medizin, 34 Naturwissenschaften, 4 Staatswissenschaften, 2 Rechtswissenchaft unb ■ 1, Zahnheitkunbe studieren. Davon sind 94 in Rußland beheimatet, 69 stammen aus Amerika, 25 aus Lesterreidi-Ungarn, 13 auS England, 8 aus Rumänien, 7 aus Serbien, je 4 aus wr Schweiz und aus den Niederlanden, je 3 aus Frankreich ttnb Asien, 2 aus Bulgarien und je 1 aus Italien, Schweden, Norwegen unb Belgien. An ben 3 bayerischen Universitäten fabieren 838 Auslänber, 359 an ben 2 bübischen unb 1093 jn ben übrigen 6 einzelstaatlichen Universitäten. Die Anziehungs- «aft ber einzelnen Hochschulen auf bie ausländische Stubten- ^lt ist naturgemäß eine verschiedene. Die Großstabtuniversitäten verlin, München und Leipzig haben in biefem Winter allein W,3 Prozent ber Auslänber angezogen, unb zwar Berlin 1536 neunter 185 Frauen), München 752 unb Leipzig 697. Ten ®roB|t_äbtcn am nächsten steht in biefem Winter Halle mit 320, ■ km n Folg en Heibelberg mit 215, fobann Königsberg, dessen auS- Mlsche Besucher fast ausschl. Russen sind, mit 192, Göttingen mit l Breslau mit 160, Freiburg mit 144, Bonn und Straßpf 9 mit je 139, Jena mit 134, Marburg mit 76, Gießen mit 65, Erlangen mit 53, Tübingen, Würzburg unb Greisswalb mit je 33, •oitod mit 25, Kiel mit 19 unb Münster mit 15. Relativ, d. h. F1 Verhältnis zu seiner Gesamtstubentenzahl hat Berlin berzcit
meiften Ausländer, nämlich 15,6 Prozent, bann folgen Leipzig E* Prozent, Königsberg mit 12,6 Prozent, fobann Halle : IIll,l, München mit 11,0, Heibelberg mit 9,6, Göttingen mit '
.3ch will indessen klarmachen, daß bei einer et- waigen Verzögerung oder Verminderung der deutschen Bauten, sobald dies deutlich wird, wir in ge- wisfen Grenzen mit entsprechenden Reduktionen f ol- gen werben. Jebe Verringerung bes Tempos Teutschlanbs wird natürlich in großem Maßstabe von uns nachgeahmt werben, 'kcuich in gewissen Grenzen, weil wir in gewissem Grate oie beiben anderen Mächte in Betracht zu ziehen haben. In Betreff ber kleineren Fahrzeuge fordert bic Ab» miralität zwanzig Zerstörer, Die möglichst halb vollenbet sein sollen, unb 700 000 Pfunb Sterling für Unterseeboote, bereu Zahl nicht angegeben werten kann, weil sie ben Typ genau erkennen ließe. Die kleinen Kreuzer bilden einen Charakterzug des Programms. Es wirb beabsichtigt, SU kleineren Typs zurückzukehren unb acht Schiffe ber neuen Klane zu bauen anstatt wie bisher vier Chatams unb eine „Blonde". Der neue Typ ist zu bezeichnen als leichter Panzerkreuzer. Diese Schisse sind bestimmt zur Begleitung ber Kriegsflotte und stark unb schnell genug, um bie Zerstörer ein- suholen unb zu vernichten. Die wachsenbe Vermehrung bes Mann- jchaftsbestanbes ber fremden Flotten macht es notwendig, unseren Mannschastsbestand zu verstärken. Wir als Nation befinden uns in der Defensive. Es ist undenkbar, baß wir auf Teutschland oder Frankreich oder eine andere europäische Macht einen unvermuteten Angriff machen. Abgesehen von ter moralischen Seite, was würde es nutzen? Wir hüben feine Mittel, einen solchen Angriff, selbst wenn er erfolgreich wäre, zu verfolgen und den Krieg zu einem schnellen Abschluß zu bringen. Wir sind aus die Defensive angewiesen. Tie Folgen einer Niederlage zur See wären für uns viel größer als für Teutschland und Frankreich. Unsere Position ist in hohem Grade künstlich. Wir beziehen unsere Nahrungsmittel über See, wir haben eine
bic Abmiralität in ben letzten Fahren verfolgte, war die lieber» legenbcit Don 60 Prozent bei Schlachtschiffen unb Schlachtkreuzern der Treadnought klasse, ver- glidjcn mit der deutschen Flotte gemäß dem geltenden Flottcngesetz. ttiidere, höhere Standards gelten für kleinere Schiffe. Wenn Dcutichland an ^em geltenden Flottcngesetz scsthielte, glauben wir, daß öieier Standard, abgesehen von unerwarteten Entwicklungen anderer Länder, ben geeigneten Maßstab für bic nächsten vftr bis fünf Fahre abgeben würde, soweit bie Trcadnoughtklaffe injöctradjt fommt. Weiter hinaus zu spekulieren ist müßig. Fiides will ich keineswegs jo oerftanben werben, daß bas Verhältnis von 16 zu 10 als ausreichende Ucberlegcnhcit über die nächststärkste Ven.Qcf,t betrachtet werden dürfe, soweit die britische Seemacht als Ganics in Betracht kommt. Selbst wenn wir eine Armee belaßen, die zweidrittel so stark wäre, als die Armee der stärksten Armecmacht,. so können wir damit nicht zufrieden fein. Meine Erklärung ist in viel größerer Beschränkung aufzufassen. Wir können gegenwärtig an einem so mäßigen Standard scsthalten msolge unserer großen Ueberlegcnheit an Kriegs- I dunen und Panzerkreuzern ber Vor-Dread- " ou 6 btperiode, nämlich von der King-Edwards-Klassc und mindestens ad)t Panzerkreuzern, die von anderen Schissen ber flauten Bauzeit gänzlich unerreicht sind. Da biesc Schisse all- mählid) an Gefechtswert verlieren, wirb unser Verhältnis in ben Neubauten über den Sechzigprozent-Standard steigen müssen.
-aete Vermehrung, bic Deutschland in der Zahl neuer schifte Dornunmi, muß Die Vlunani.c hco Gescchtswcrtes unserer älteren Typen bei'djlcunigcn. Tas erfordert daher be- wnderc Matznahmcn unsererfeits. Wenn wir also diesen Stan- Darb aut das geltende deutsche Flvttcngei.tz anwenoen, zwei Sdnsfe pro Fahr, wenn wir uns sorgfältig gegen unvorhergesehene Entwickelungen anderer Länder sichern, so erscheint es notwendig, abwechselnd vier und drei Schisse der Trcadnoughts-Klasse in den nächsten sechs Jahren hinaus zu bauen. Tas ist das mindeste, was den 60-Prozent-Standard erhalten wirb. Das halten wir bei der Ausstellung bes jetzigen Etats im Auge. Wenn wir uns ;efct, wie es den Anschein hat, der Vermehrung Der beut» 'Heu Neubauten um zwei Schiffe in biesen sechs Jahren gegenübersehen, so würben wir vorschlagen, jener Vermehrung burd) ein höheres Veruattnis ber Ucterltgenbeit zu begegnen, intern wir vier weitere Schisse während der gleichen Periode bauen und fte über sechs Jahre verteilen.
ist m amtlichem Auftrage erfolgt. Nach diesen Ermitte- lungen betrug im Lberbergamtsbezirk Dortmund derSchicht- lohn der Gesamtbelegschaft im Fahre 1911 durchschnittlich 4,70 Mk. gegen 4,54 Mk. im Jahre 1910 und 4,49 Mk. im Fahre 1909. Ter Gesamtverdienst eines Arbeiters betrug für die Gesamtbelegschaft im Jahre 1911 1446 Mk gegen 1382 Mk. im Jahre 1910 unb 1350 Mk. im Jahre 1909 Für die Hauer betrug der Schichtlohn 1911: 5,55 Mk., 1910: 5/37 Mk., 1909 : 5,33 Mk. Der Gesamtverdienst eines
Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten.
Das Zlottenprogramm der englischen Regierung.
Bei der Vorlage des englischen Flottenprogramms im Unterhause hat der Marineminister Churchill eine große Rede gehalten, die in mancherlei Beziehung interessant ist. Tie englische Regierung behält sich be,ondcre ed)ritte immer wieder vor. Aber die Grundsätze, nach denen sie bei der Flottcnverstärkung verfährt, werben nicht mehr mit so schinetternden Posaunentöncn verkündet: die alte Formel „zwei englische Schisse für ein deutsches" wird unterdrückt, und über den bekannten Zlveimächte-Standart äußerte sich Churchill auch etwas anders, als dies früher vom Premier- muttster Asquith widerholt gesck>ehen ist. Wir geben hier folgende ausführliche Meldung wieder:
London, 18. März. Bei der Einbringung des Flottenvoranschlags im Unter Hause rührte Churchill aus:
ist, ein Schreiben erbMten, in dem Esher im Auftrage eines ungenannten Philantropen Der Universität Cambridge eine Stiftung von 400000 Mark jur Errichtung eines Lehrstuhles für Vererbungslehre zur Verfügung stellt. Der neue Lehrstuhl soll ben Namen bie „Balfour-Professur für Vererbungslehre" erhalten Ter ungenannte Stifter hat sich bereit erklärt, ber Universität außer dieser Schenkung auch noch die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit dem neu zu ernennenden Professor Tür Vererbungslehre ein gut ausgerüstetes Laboratorium zur Verfügung gestellt werden kann.
6,8, Jena mit 7,1, Straßburg mit 6,5, Breslau mit 6,2, Frei-I bürg mit 5,8, Gießen mit 5,1 uff. bis zu 0,7 ProzeM (Münster).
Wenn wir die Nationalität der ausländischen Studenten, I die diesen Winter bie deutschen Universitäten besuchten, vergleichen, so finden wir 338 Amerikaner, gegen 398 im Vorfahr, 175 Asiaten gegen 203, 28 Afrikaner gegen 20, 5 Australier wie im Vorjahr unb 4406 Europäer gegen 4046. Von ben letzteren stammen aus Rußlanb 2199 (gegen 1998), aus Lester- reich-Ungarn 843 (760), aus ber Schweiz 341 ,353), aus Bulgarien 153 (159). England gehören an 159 (141), Rumänien 166 (137), Griechenlanb 99 (83), Serbien 94 (78,, Luxemburg 54 (61), ber Türkei 60 (57), ben Niederlanden 50 (42, Frankreich 38 (45), Italien 41 (43;, Schweden unb Norwegen 39 34,, Spanien 36 (22), Belgien 20 (16), Dänemark 7 »11 , Portugal 5 (4) unb Montenegro 2 (2). Interessant finb bie Kenterungen, bie sich innerhalb ber letzten 5 Fahre im Zufluß ber einzelnen Nationalitäten zu ben beutschen Bildungsstätten ergeben haben. Ter Zuitrom aus dem nahen und fernen Lsten, so insbesondere aus Rußland, Griechenland, der Türkei, Serbien, Bulgarien und Japan erhöht sich ganz beträchtlich, während der Amett ber übrigen Läuter, Spanien und Luxemburg, aus denen ter Zufluß wieg, allein ausgenommen, entweder gleich blieb oder wie bet Belgien, Frankreich, Italien, Schweben und Norwegen zurück- ging. Tie enorme Zunahme ter russischen Untertanen ist umsoweniger ausfallend, als ber Tiefstand ber russischen Hochschulen die Regierung selbst dazu veranlaßt, Staatsstipenbiaten an teutfäe Universitäten Berlin und Tübingen) zur Ausbildung als To-
Rl Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 19. März 1912
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