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w. Mainz, ftn Stettungsa ute trüb in Z l *Hnber konntet
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sich Herzog Wbrecht von Wvtttemderg, der von dem General- abyntantrn, General der Kavallerie Freiherr von Starkloff, begleitet sein wird, noch München begeben.
bindungen/imöstlichenPogelsberghatsich unter dem Vorsitze des Besitzers und Leiters der Dürerschule, Herrn Neuendorff zu .Hochwaldhausen, ein K.o m i t c e gebildet und in gemeinsamer Besprechung seine Verbess- rungsvorschläge in Gestalt einer Petition an die Königs. Elsenbahndirektion Frankfurt a. M. vereinbart. Es handelt sich in erster Linie um eine durchgehends schnellere Beförderung der Personenzüge o^tf der Strecke Ful- da — (b ezw. Gießen) Lauterbach — Stockheim — Vilbel—Frankfurt durch Wegfall unnötig großer Halte- und Wartezeiten, durch Herstellung besserer An- schlösse und eventl. Einlegung neuer Züge für den Touristenverkehr. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Petition recht zahlreiche Unterschriften fände. Interessenten wird sie vom Vorsitzender! gerne zur Einsicht und Unterschrift zugesandi.
Starkenburg und Rheinhessen.
bs. Darmstadt, 16. Dez. Das Polizeiamt hat btn hiesigen Gastwirten und Kaffeehausbesitzern folgende Bekanntmachung zu gestellt: „In der letzten Zeit haben sich m
Ausland.
DerAnschlaggegendenGrafenTiszavorGericht.
Vor dem Geschworenengericht in Ofenpeft begann die Verhandlung gegen den Abgeordneten Kovacs, der gegen den Präsi- oeuten des Abgeordnetenhauses, Grasen Tisza, den Anschlag verübt hatte. Die Anklage lautet auf vorsätzlichen Mordversuch.
Der 24stündige Ans st and in Frankreich, der als Kundgebung gegen den Krieg vom allgemeinen Arbeiterverband geführt worden war, veränderte das Pariser Leben und Treiben wenig. Die Bauarbeiter, Erdarbeiter und Chauffeure hellten teilweise die Arbeit ein. Auch in der Provinz blieb bie Bewegung ohne Bedeutung.
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Darin sdui'triellen, imSfoil >>n 8' miinder und
Der Streit im hessischen Landtag und die presie.
Die beschämenden Vorgänge in der Donnerstag-Sitzung der hessischen Zweiten Kammer geben auch dem „M a i n - zer Tage bl." in seiner Ausgabe vom gestrigen Montag Anlaß, gegen das unparlamenturische Verhalten der 6-.tr. Abgeordneten AU Felde zu ziehen, aber es mischt in seine Kritik einige ganz unberechtigte, nicht gerade von journalistischer Sachkenntnis zeugende Ausfälle gegen den „Gießener Anzeiger"':
„Aber noch eines wäre zu sagen: Der ganze Streit ist entstanden durch einen im „Gießener Anzeiger" veröffentlichten Brief.des H errn Grünewald, in dem Herr Winkler und andere Abgeordnete Beleidigungen erblickten. Der „Gießener Anzeiger" war also verpflichtet, selbst Stellung zu der Sache zu nehmen und zum mindesten war er verpflichtet, setzt nach dieser Zuschrift des Herrn Grünewald seinen Darmstädter Mitarbeiter in Schutz zu nehmen und mitzuteilen, daß er den schönen Zwischenruf des Herrn Grünewald aus dem Landtagsbericht heraus gestrichen hat: der „Gießener Anzeiger" erhält nämlich den gleichen Bericht, wie wir, und wir haben uns schon Freitag gewundert, daß die Drohung Grünewalds im „Gießener Anzeiger" fehlte; konnte man diesen „Strich" vielleicht mit einer wenn auch unangebrachten Rücksicht auf Herrn Grünewald begründen, konnte man sich sagen, daß das Gießener Blatt den Gießener .Abgeordneten nicht bloßstellen wollte dadurch, daß es seinen Zwischenruf veröffentlichte — jetzt aber, nachdem Grüneivald selbst sich mit seiner Heldentat noch brüstet, lag für den „Gießener Anzeiger" die unbedingte Verpflichtung vor, seinen Mitarbeiter in Schutz zu nehmen und sestzustellen, daß der Zwischenruf von dem BericAerstatter richtig gemeldet, von der Redaktion aber — aus Zartgefühl — gestrichen wurde.
Das ist nicht geschehen; der „Gießener Anzeiger" druckt vielmehr die „Berichtigung" des Herrn Grünewald ohne eigenen Zusatz ab und findet auch sonst keine Worte, die seine Stellungnahme zu dem ganzen unerhört skandalösen Zwischenfall ausdrücken.
Auch sonst 'hätte das Gießener Blatt gegründete Veranlassung pehabt, seinen Darmstädter Mitarbeiter gegen die vier oder fünf anderen „Berichtigungen" in Schutz zu nelimen, die Herr Grünewald gleichzeitig ablädt. Die „Berichtigungen" enthalten nichts, nras irgcnldivie der Feststellung wert iväre; wenn alles berichtet worden wäre, was Herr Grünewald zur Ergänzung mitteilt, dann hätte der Berichterstatter die Rede des Gießener Abgeordneten wörtlich nachschreiben müssen. Das geht selbstverständlich nicht. Und,auch deshalb wäre es journalistische Anstandspflicht des „Gießener Anzeigers" gewesen, Herrn Grünewald zu sagen, daß der Parlamentsberichterstatter "nichts versäumt, daß er vielmehr pflichtgemäß gehandelt hatte. Das hat das Blatt nicht für nötig gehalten, läßt vielmehr seinen Mitarbeiter durch den Ohrfeigen anbietenden, akademisch gebildeten Rechtsanwalt und Justizrat Grünewald ohne Widerspruch bloßstellen — ein Vorgehen, das im Journalismus Gott sei Dank sonst nicht üblich ist, und das zu Konsequenzen führen würde, die jedem anständigen Menschen unfern Beruf verleiden würden."
Wir haben am Samstag bereits den Vorfall besprochen und erklärt, daß der angeführte Bries des Abg. Grünewald nach unserer Meinung die Mitglieder des Wahlausschusses nicht beleidigen konnte. In der Sache selbst, der Entscheidung über die Wahl des Abg. Kredel, hat unseres Wissens auch das „Mainzer Tagebl." keine bestimmte Stellung genommen. Es meint aber, wir wären verpflichtet gewesen, unseren Landtagsberichterstatter entschiedener in Schutz zu nehmen, und da müssen wir, zumal das Blatt von „journalistischer Anstandspflicht" redet, schon etwas näher auf diese Angelegenheit eingehen. Es ist richtig, daß unser Darmstädter Mitarbeiter den „schönen Zwischenruf des Herrn Grünewald" in seinem Bericht erwähnt hatte. Da das Präsidium des Landtags aber nicht eingeschritten war, mußten wir über die Vorgänge uns weiter zu vergewissern suchen. Wir haben am Freitag vor- mrttab unseren Berichterstatter telephonisch angerufen, und er bestätigte uns, daß er den Zwischenruf mit eigenen Ohren gehört habe. Zugleich teilte er mit, daß auch dem Landtagsberichterstatter der „Frankfurter Zeitung" der Zwischenruf nicht entgangen sei. Wir haben daraufhin den schon vorliegenden Bericht dieses Blattes geprüft, den Abdruck des Grünewaldschen Zwischenrufes dann aber vermißt. Die „Frankfurter Zeitung" hat wohl aus denselben Erwägungen wie wir diese Streichung vorgenommen. Nachdem wir mit n o ch c i n e m L a n d - tags bericht er st attertelephonischRücksprache genommen hatten, der uns versicherte, er habe den erwähnten Ausspruch des Herrn Grünewald nicht gehört, entschlossen wir uns, den Vorfall vorläufig unerwähnt zu lassen, zumal auch in dem uns vormittags vorliegenden „Darmstädter Tageblatt" nichts von der Angelegenheit enthalten war. Aus „Zartgefühl" oder „unangebrachter Rücksichtnahme auf Herrn Grünewald" haben nrir die Stelle wahrlich nicht gestrichen. Es lag immerhin die Möglichkeit vor, daß ein in der Erregung, vielleicht nur halblaut gesprochenes Wort auf anderem Wege als dem der Oeffentlicksteit zurückgenom- men werden würde, und in diesem Falle wäre es doch wohl keine Pflicht der Presse gewesen, die Sache weiter aufznbauschcn Der Berichterstatter, dessen Zuverlässigkeit wir nicht angezweifelt hatten, brauchte sich dadurch nicht gekränkt zu sichlen. Aber das „Mainzer Tagebl." schießt in seiner Eile auch in den übrigen Vorhaltungen weit , über das Ziel hinaus. Es war nicht das Amt der Redaktion, zu der Berichtigung des Abgeordneten Grünewald Stellung zu nehmen, das mußten wir vielmehr dem angegriffenen Herrn in Darmstadt selbst überlassen. Einige Punkte der Grünewaldschen Zuschrift waren keineswegs unwesentlich, und da wir den Lanwagsverhandlungen nicht selbst beigetvvhnt haben, konnten wir schwerlich etwa-'' dazu sagen. Unser Berichterstatter hatte über Sonittag Zeit genug, eine, vielleicht nötige, Erwiderung abzufassen wir würden sie gern veröffentlicht haben. Das Verfahren bas uns das „Mainzer Tagebl." empfiehlt, ist uns denn doch zu oberflächlich und schnodderig. Dem Blatte fehlt offenbar iede Befähigung, andere über journalistische Anstands- pfiichten zu unterweisen.
Aus Stadt itnb Land.
Gießen, 17. Dezember 1912.
** Tageskalender für Dienstag, 17. Dez. Stadt- theater: ,6 o ’ n Windhund". Anfang 8 Uhr.
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L. U. Landesuniversität. Dr. Phil. Kurt Vogel von Falken st ein, der sich für das Fach der geologischen Bodenkunde an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch, 18. D z.'mber, 12 Uhr in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Humusbildung und Zers etzung im Bode n.
” Vom hessischen Hof. Der Großherzog hat den Fretherrn Ludwig von Heyl zu Herrnsheim zum Hofjunker ernannt.
** In Audienzempfangen wurden vom Groß- Herzog am .Mittwoch n. a. Lehrer Kurz von Altenburg, Medizinalrat Professor Dr. med. Walther von Gießen und Aktuar Fischer von Bad-Rauheim.
** 91 n den Beisetzungsfeierlichkeilen in München am nächsten Donnerstag nimmt auch der Großherzog von Hessen teil.
** Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen, Dr. Aug. Förster, auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen.
•• Ordensverleihung. Der Gro ßherzog von Baden verlieh dem ordentlichen Professor des öffentlichen Rechts an der Uiüoerfität Gießen D r. van Calker das Ritterkreuz 1. ftlaffe des Ordens vom Zähringer Löwen.
** Für di e Sitzung der Stadtverordneteu- Verfammlung Donnerstag, 19. Dezember, nachmittags ■i Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des L. Wehrum für die Credner- straße. 3. Neubau einer Isolierbaracke. 4. Verwendung von Lavatinsteinen. 5. Anpflanzung von Bogelschutzgehölz in der Lahnstraße. 6. Rechnung der Plockschen Stistling für 1911 und Voranschlag für 1913. 7. Gesuch des Theo Nauheimer um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Hause Seltersweg 31.
*' Eine Sitzung des Provinzialausschusses sindet am Samstag, 21. Dezember, vormittags 10 Uhr in dem Sitzungssaal des Regierungsgebändes zu Gießen mit folgender Tagesordnung statt: Verschiedenes.
** Zur Hinterlandb ahn-Frage. Die Handelskammer Wetzlar hat sich in ihrer letzten Sitzung mit dem Hinterland-Bahnprojekt beschäftigt. Es wurde einstimmig feftgestellt, daß nur die von dem Eisenbahn- Komitee vorgefchlagene Linienführung über Königsberg- Hohensolms, nicht aber die n uerdings von der Eisen- bahiwerwaltung selbst in die Erörterung hinein gezogene Führung durch das Lemptal den Interessen des bbre^ses Wetzlar dienen könne.
** Handwerkskammer. Es scheint in manchen HandwerksMeigen, denen seither durch lokale Vorschriften besondere Vergünstigungen bezüglich der Handhabung der Sonntagsruhe zugestanden waren, immer noch die Befürchtung zu bestehen, daß die bevorstehende Abänderung der Reichsgewerbeordnung eine Kürzung der seither gestatteten Verkaufszeiten usw. herbeiführen könne. Besonders kommen die sogenannten Bedürfnisgewerbe (Fleischer, Bäcker und dergl.) in Betracht. Es mag daher nochmals darauf hingewiesen werden, daß nach § 6 des Gesetzentwurfs die höhere Verwaltungsbehörde auch weiterhin befugt ist, für solche Gewerbezweige, deren vollständige oder teilweise Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesem Tage besonders hervor- tretenoer Bedürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, wie bisher so auch- ferner, Ausnahmen von den in vorhergehenden Paragraphen getroffenen Besttmmungen zuzulassen. Es liegt also kein Grund vor, anzunehmen, daß Aenderungen im bisherigen erprobten Verhältnis eintreten.
** Zum „Hallenser Klinikerstreik" faßte der Vorstand der Gießener Kliniker schäft folgenden Beschluß: „Die Gießener Klinikerschaft erklärt sich mit den Forderungen und dem Vorgehen der Hallenser Klinikerschaft einverstanden, und hat eine gleichlautende Eingabe bei der hiesigen medizinischen Fakultät eingereicht, da es sich nach ihrer Ansicht um eine prinzipielle Frage für die gesamte deutsche Klinikerschaft handelt. Sie beschloß zum Zeichen ihres Einverständnisses mit der Hallenser Klinikerschast, von Dienstag mittag an den Besuch der Vorlesungen vorläufig einzustellen."
** Stadtv. Urftabt und die FiliaIsteuer. Stadtv. Ur stad t stellt in einem Schreiben an uns fest, daß er den Artikel in der neuesten Nummer der Hess. lib. Wochenschrift weder geschrieben oder veranlaßt, noch vor dem Erfcheinen irgend welche Kenntnis davon gehabt habe. Die Autorschaft des ersten Artikels in der „H. l. W.", der die Veranlassung zu der Auseinandersetzung gab, bestreitet demnach Herr Urstadt nicht und die Annahme, ein anderer als Herr Urftabt könnte sich der Fortsetzung der Aussprache angenommen haben, schien uns vollständig ausgeschlossen zu sein.
** Der Verein verpflichteter Fleischbeschauer des Kreises Gießen hielt am Sonntag int Hau- bachschen Saale eine Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende besprach die neue Wieg- o rdnun-g, die auch bald in unserem Kreise eingeführt werden soll. Von verschiedenen Mitgliedern wurde der Antrag gestellt, daß die Gemeinden den Beschauern die Fachzcitung, „Die Rundschau auf dem Gebiete der gesamten Fleischbeschau und Trichinenschau" umsonst liefern, wie dies schon in anderen Kreisen Hessens geschehe. Gegen 21/2 Uhr besuchten Schlachthofdirektor Dr. Modde und Kreisveterinärassistent Dr. Schweikert die Versamm lung. An die Tierärzte wurden noch verschiedene Fragen gestellt über Notschlachtuirgen bei Hausschlachtungen, über Tuberkulose, ihre Verbreitung und Bekämpfung usw., über die die Herren Aufklärung und Rat erteilten.
** Warnung. Unter der Überschrift: „Schutz gegen D ar lehn s schwindel" erscheinen seit einiger Zeit in Zeitunaen Anzeigen, in welchen „Selbstgeber" oder „Danken" Darlehen in jeder Höhe gegen Verpfändung von Möbeln usw. anbieten. Da diese Anzeigen zum Teil von Darlehensschwindlem selbst ausgehen, die gar nicht in der Lage sind, Darlehen zu vermitteln und denen es nur um die im voraus zu entrichtenden Antrags- und svnsttgen hohen Gebühren zu tun ist, ist besondere Vorsicht geboten. Es enrpfiehlt sich, vor Einreichung von Darlehensanträgen oder vor Uebemahrne von Berttetungen in jedem Falle erst bei der Polizei anzufragen, ob man es mit einem zuverlässigen Geschäft zu tun hat ober nicht.
•• D i e Weih nachts-Ausstellung der Damen Landmann war wlederum sehr gut besucht. 'AlleZweige härcL-
licher Arbeit sind darin vertreten, von der einfachsten Weißreuc» näherei bis zum künstlerisch ciusgesührleu Läufer aus Filetantik h Verbindung mit Klövpelarbeit und Weißstickerei, Richtlieu- un öedeboarbeiten, Nadelinalereien, Stickereien, Rnüpf- u.dnkelarbeiten Im zweiten Saale war viel Interessantes an Holzschnitzereien Tie^ brand, Tarso« und Einlegearbeit, sowie der gediegenen imoerqäna lichen Leder- und Metallplastik ausgestellt. Hübsch bemalt war da 'eine Porzellan, und die ntoderuen Plältarbcüen und Ausiutzruu^ - in Likiniond und Fustanelloinalcrci zeigen viele sehr schöne 'Arbeite, Tie Ausstellung wurde von 650 Perwnen besucht.
Landkreis Gießen.
— Lang-Göns, 16. Dez. Gestern abend hielt bc: Geflügel-, Vogel- und Kaninchenzucht - Verein 'eine 3. MonatZversammlung ab. Tas Mitglied Ludir. Gerhard-Kirchgöns bedauerte daS ungünstige Urteil bei Herrn Weil über die Kaninchenzüchter. Der Vorsitzende ga> bekannt, daß der Verein eine Lokal-Ausslelltmg un Anfan; Mörz abhalten werde, was von den Mitgliedern cinftimmi; gutgeheißeu wurde.
B. Treis a. Lda., 16. Dez. Der hiesige Zweigverein des Evang. Bundes hielt gestern abend in Benners Saal einen zahlreich besuchten Familienabens ab. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden, Lehrer Walter, in der er aus den gegenwärtigen Stand der Jesuiten- frage hinwies und mit einem Hoch auf den Kaiser schloß, hielt Psarrer Böch ner einen Vortrag über „2 5 Iah i e Evangelischer Bund" und Lehrer Hcdrich einen sol- cf) en über „Eva ng elis ch er Glaube vor 1 00 Iah. r en". Beide Redner ernteten den lauten Beifall der Versammlung. Tie Vorträge wurden mit passenden Dekla- mationen der Konfirmanden, gern .infam gelungenen Volksliedern und mehreren schönen Chören des hiesigen Kirchen gesangvereins umrahmt.
B. A11 endorf a. d. Lda., 15. Dez. Unsere nach dein großci Brande der Stadt vor beinahe 200 Jahren erbaute Kirche hcit im Lause dieses Sommers eine sehr nötige Reparatur ihre; Inneren evfnhre.i. Neben einem neuen Anstrich hat sie einen neuen Fußboden und neues Frauengestühl erhalten, auch die Männerbühne und die Orgel sind Ausbesserungen untenvotfeii worden. Infolge der Reparaturarbeitcn sind die Gottesdienste den Sommer über un neuen Schulhause abgehalten worden. Die Wieder ingebrauchnahme des recht geschmackvoll hergerichteten oltes- Hanfes sand heute nachmittag in seierllchein Gottesdienste statt. Tie Weiherede hielt Dekan G u ß m a n n - Lirchberg bei Lollar, der i n Anschluß au die Adventswo> te: „Alachet Die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe* der das Gotteshaus bis auf deu letzten Platz füllenden Gemeinde ir formvollendeter Rede beherziaenswerte Worte zuriei. Tie eindrucks volle Festpredigt hielt der Örtsgeistlirbe Pfarrer Mickel aus Gruut von Psalm 26, Vers 6—8. Der hiesige Mäunerge'angverein verschönerte unter Leitung von Lehrer SchmiDt-stesjelbach die Feier durch den Vortrag von zwei fein herausgearbeiteten und prachtvol vorgetragenen Chören,
X Ettingshausen, 15. Dez. Gestern abend hielt Lehrer i. P. Volk aus Gießen im Saale des Wirtes Phil. Keil III. vor sehr gut besuchter Versammlung einen 93 ort rag auS der Zeit Deutschlands vor hundert Jahren. Mit einen Hoch auf Kaiser und Vaterland schloß er seinen Vortrag, bei reichen Beifall fand. Darauf sangen die Anwesenden „Deutschland, Deutschland über alles."
Kreis Alsfeld.
Ok. Alsfeld, 16. Dez. Auf Veraulaffung der national liberalen Pattei wird Reichstagsabg. Bass ermann Sonntag 22. Dez., hier einen öffentlichen Vortrag über die allgemeine politische Lage halten.— Gestern mittag fand im „Deutschen Hause" ein Vortrag des VerbandSsekretarä Mahr-Darmstadt über „das VerdingungSwesen" statt. Dem Redner wurde reicher Beifall zuteil. — Das Anwesen des,, verstorbenen Wagnermeisters Werner Geisel ging zum Preise von 15 700 Mk. inkl. Maschinen, Holzvorräten, Lagerhalle in den Besitz deS WagnerS Hch. Schäfer über.
Kreis Lauterbach.
z. Herbstein, 16. Dez. Infolge der starken Regenfälle der letzten Tage und der dadurch hervorgerufenen schnellen Schueeschmelze im Oberwalde führen unsere Gebirgsbäche gewaltige Wassermassen talwärts, die überall über die Ufer treten. Der ausgedehnte Wiesengrund zwischen Herbstein und Rixfeld bietet den Anblick eines romantischen Gebirgssees. Nur schabe, baß auch bie Hoffnungen, bie bie Freunbe des Rodel- und Schisports angesichts der Feiertage hegten, zu Wasser werden. Doch des einen Leid ist des andern Freude. Unsere Rodearbeiter hoffen auf dem schneefreien Gelände nun bald wieder mit den Meliorieruugsarbeiten auf den Hutweiden beginnen zu Formen. Die Gemeinden Herbstein und Lauzenhain, auch Ilbeshausen haben wieder große Weideflächen zur Meliorie- rung bestimmt.
B. Hochwald-Hausen, 15. DeF. Ter Wettersturz der vergangenen Woche brachte eine gewaltige Schneeschmelze; der hinKuckvetende Regensturm der letzten Nacht führte zu einer ungestümen, swßartigen Anschwellung der Wass er m a s s en , wie man sie seit Jahrzehnten hier nicht beobachtet hat. Kleine Rinnsäle wurden, zu Bächen, der Schwarzbach erweiterte sich auf das Dreifache unl> wo er, wie bei der oberen Brücke, eingeengt wurde, hat er fast Meter höhe. Mit der Geschwindigkeit eines Schnellzuges rasten die Wasser zu Tal, in mächngen Wellen sich zerschellend, wo Basaltfelsen fich entgegen» stellten. Besonders inLeressartt war dias Schauspiel im Ober- wall>, an der Brücke, die nach der lleinen Insel führt. Unter- i halb Ilbeshausen bildeten die Wassermassen einen mächtigxa See. — Es ist schade, daß das vom Kreisamt bearbeitete Projekt der Ausnutzung der am östlichen Rand des Voaet-!- I berge niedergehenden Wassermengen noch immer auf Ver- 1 wirklichung harrt. Welche Summe an Kraft allein geht bo I burch verloren, daß die Wasser ungenutzt vorüber fließen 1
= Hochwaldhausen, 16. Dez Zur V erb esse-I rung der noch sehr unzulänglichen Bahnver- '
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--- Sitten Lilie gestaltete fcuBtlehrer Cae ■ während di ■'n feierlichem Z I.'tschmiickten Heit Mceisbaumeister ■ Tarent) Snperi I i Pforte öffne: I Gesangvereins r ■ Tömten die Kin mbmen auf den ■Wellten Bänken U -


