Erste; Blatt
Donnerstag, 20. September 1912
162. Jahrgang.
bil vormittag- 9 Uhr.
Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschüstrftelle Bahnhofstraße 16a.
Sur Skifdjteuerung
Belgrad
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weiter Bolkskreise nad« allen
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der türkischen Behörden
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ftlaren darüber
befinden wird, was zur Steuerung der
L’eben-intttelnot getan werden muß, ivenn nun die von Preußen eingeleiteten Schritte an sie herankommen!
und Eatnof.
Tie Telegraphen
an Feindseligkeit grenzende Vorgehen wieder gutmachen.
Tie i'rhrbnng ans Kreta
— Irin neuer Beweis für Die Entdeckung me r - kas Dura? Die Wikinger. Im Journal de- sat>an'd'/
epi Tic serbische Regierung über-
Ter „Borwävt S" lädt zu vier Massenversammlungen ein, die am 29 d. Mts. in Berlin mit der Tages- ordnung „Ter ftanzler der Junker gegen Volk und Reich" statt iinden sollen. Es soll gegen die Aushungerungspolitik sowie gegen die Mißachtung, Die Der burcaukratlsche Absolotlsmus Dem Reichstage bezeigt, protestiert werden.
mittclte Der serbischen Rationaldank au- Dem staatlichen Barsckatz einen Vorschuß von 4>, Millionen Dinars zur Behebung der durch Dir allgemeine Beunruhigung hervorgerusenen Stockung im Geldvcrkehr. Ta Regierungsvrgan Drückt sein Br dauern Darüber aus. daß die für Serbien bestimmte M u n i- tion in Der Tflrfci angehaktcn worden ist Da- Blatt erwartet, die Pforte werde durch die Freigabe der Munition das
als alle aus Der Erde liegen unD Die Richtungen der einzelnen Tritte prüfen, kommt Silen zurück unD höhnt iic. Daß fic zu iamincngcballt liegen wie Die Igel. Mit entsetztem Hu hü fahren hc aus und prallen weit zurück, ein rätselhafter Ton ist ihnen allen vernehmbar geworden. Sic zappeln io, Dan iic Dein weiter zurückstchenDen Vater kaum Das unheimliche öteräuil) zu mclDcn wagen Ter Alte halt eine renommiiniche StraipreDigt, er kommt nut, um sich selbst zu überzeugen, unD alle ziehen wieDcr los. Eilen gibt mit Iägerpfisien Die Richtung. Mit Den unerhörten Interscluoncn: £*u j?ü, Ps Ps, A A, beginnen |tc eine Rede, bald als hätten sie ein WilD, bald daß cs ihnen ent- schlüpft. LS klingt weniger nach HunDegcbeU als nach Den Rusen von Treibern, Die einen Busch Durchsuchen. Plötzlich macht em lauter Ton Dem Gciang ein Ende: eine Leier. Tic Satorn wollen wieder auSrcißcn, aber der Lite Duldet es nicht und sangt an zu trampeln. Er steht ziemlich aus dem Punkt, wo der Ton au? Der Tiefe kam, und nun steigt ein göttlickxs Weib aus Dem ErDboDen, aus Der Höhle empor, vor dessen Anblick Der Lhor entsetzt auseinandersticbt. Es ist die Lrtsnvmphc ftyllene, Die von unten alles aiigchört hat unD sich nun erkundigt, was die Reden vom Rinderdicbstahl sollen.
Ter Lhor antwortet mit einem ganz artigen Liedd-en. und ftnllaie ist denn auch so freundlich, als die neugierige Gesellschaft vor allen Tmgen über den wunderbaren Ton autgcflari werden will, mit Dem großen Geheimnis herauszukommcn: sie hätte in Der vöhle einen Sohn Des Heus und Der Jlilantiöc Maia zu warten, Der iich Dies tö nenDc spiel zeug aus einem toten Tiere verfertigt hätte, das io schön iangc, weck cs tot wäre. Rach nicd licken Siedereien nennt ftc die Schildkröte und den Ramcn Des neuen Instrumentes, Lyra. Ter Ehor bewundert Die Erfindung, gesteht aber in dem'elbcn Atem, daß er den neugeborenen Gott iür den Rindcrdied halte In entlüfteter Deiic weist ftyllcnc den Verdacht als eines Gottes unwürdig zurück, wobei Sophokles !einen Spaß Daran bat. Daß diese Götterwürdc eitel Lind ist. In erregten 'Seren muis Dann der Chor irgendwie die Anwesen beit Der Rinder fcstgcstcllt haben. in einer erhaltenen Erläuterung kommt ihr Mut vor.
Als der Chor seiner Sache sicher ist, ruft er Apollon, der Denn auch erscheint: aber da bricht Der Papyrus ab. Höchsten- Die Hälfte des Tramas ist io zu übersehen. So viel laßt sich nach Wllamowiv aber doch ygen. Daß Die harmlose X!eid)iigteü crfrculidicr wirkt, als der Litz Des Euripides, Der sich am glück- Ha ich ironiiierenb gegen das gartzc Sviel unD seine Voraus Atzungen selbst wendet, weil dem Sicht er Die Unbefangenheit ’eijlt. Die dazu gehört und die ihm die meisten Athener sicherlich entgegcndrachtcn.
aas Stuck zählt zu den Tram en seiner Jugend, alter selbst als Die 'Antigone; vielleicht in er als Hermes ;clb)t aufgetreten.
firt jetzt endlich die Rcichsrcgierung das Dort gefunden, aber cs ist, heute wenigstens, noch nichts Bestimmtes, was über ihre Absichten verlc
m 0 n a t h * 75 ffl, üt erttt- labrltd) Dik. durch dibbele- u. Zweigstellen monatlich Go Pf.: durch
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jäbrL au»|±L BesleTq, Zeilenprei»: lokal ILPf^ au-ioäri- 10 irfenmg. Chefredakteur: 9L Goeiz. Vcraunrortlich für den politischen Teil: August
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ton,, ,'liennild)teie und
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rath; für .Stadt und Cond-: L.^ev: für den Anzeigenteil: $». Beck.
bjftehc nicht, deuiegen habe fick zwischen Bulgarien, Serbien, Griechenland und Montenegro eine Annäherung vollzogen, die tedoch nicht notwendigerweise eine feindliche Spitze gegen die Türkei haben muffe.
Verbindungen zwischen Sanio - und S m n r tt a find unterbrochen. Tie Pforte erhielt optische Telegramme vom Iürstcn von Samos, die sie bisher noch nicht offiziell bekannt gemacht hat Dem trotzdem bekannt geworden en Inl alt zufolge, haben gestern um 2> _• Uhr nachmittags die Iretischcn und samisckwu Rebellen die Vathy dominierenden Höhen angegrissen, die von türkischen Truppen verteidigt nmrbcn. Tas Jener dauerte bis jutn Abend. Auf Seiten der Türken wurde ein Sergeant getötet und ein Soldat verwundet. Tic Verluste der Verschwörer dursten aroß sein. Einige Samoiten von Ober- und von Unter- Bai Hy schossen aus den Hausern aus turkisck-e Soldaten, die das tfeuir erroiberten. Ein französischer Kreuzer ist gestern, ein englischer heute in Vathy eingetrosfen.
Ein zweites Telegramm besagt: Tie Verschwörer stiegen über die An hohen in die Taler hinab und griffen von neuem die Truppen an Auch im Innern der ctabt dauert das Ieuergefecht und der ftatnps sort.
Bejehuog von Eh o» durch die Italiener?
Wien, 26 Sept. Die italienische Flotte hat einen großen Teil der Truppen, die sich auf Rhodos befanden, eingeschifst und wird in den nächsten Tagen einen Vorstoßgegen Ehios machen. Die Besetzung von Ehios wird erwartet.
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Zti «lefjeiur Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag-. - Beilagen: viermal wöchentlich »lchenerZamllienbiatter jocimnl roixf)cntLKiei$> olaNfürdenXrelrSiehen Ticn-tag und Freitag-, meimnl monatl. Land- virischastliche Seltfraa«, iernsprech - Anschlüsse: ür die Redaktion 112, 1'erlaq u. Expedition 51 llbrefie tot Depeschen:
Auf Veranlassung und unter Leitung deS Reich»- kanzlerS sind in den letzten Wochen dieMi11el zur Minderung btt gegenwärtigen Fleischteucrung und der dadurch herbeilesührten sckweren Belastung i “ " ' Si ichtungen g e . . .. .....„ _____
'8 te s i ch das preußische Staatsmini st eri um die Hauptpunkte der sofort einzuleitenden R e
(ierungsaktion. Die Einzelheiten werden heute noch durch _ von den beteiligten Ressorts zusammengesetzte Momminton gc- irt. Daraus wird Preußen sofort mit den anderen B u n - ^Srcaierungen in Verbindung treten Tic Ber- ? öientlichung der geplanten Schritte steht in den nächsten Tagen
lenkt Henri Eordier die Ammertsamkeit auf cuiat bisher nicht beachteten Beivcis für die Entdeckung Amerikas im 11. Jahr- l.unDcn. In Der Lage von Erich Dem Roten wird erzähl!, daß Thorfin ftarlfefne, als er von „Markland" oder NcufundlanD im Jahre 100d zurückkehne, zwei 5hnDer von dem nördlichen Lande Der Lkraclings mit sich brachte, und in Der Sage sind oicr Worte ihrer Svrack-c aufbewahrt Tiefe Worte wurden für die 'Jlamen Der Eltern Der Minder oder der Häuptlinge gehalten; Eordicr aber weist nun nach, daß sie sehr nahe VerwanDisckxrft mit Der heutigen Eskimosprache zeigen und zwei Der Worte die Bedeutung haben von „warte einen Augenblick" und „die nörb- licken Inseln". Bringt man diese Iestitellung mit der von dem St. Petersburger Professor Iochelsen ausgesprochenen Behauptung in Verbindung, daß ein Zusammenhang der Sprache von ftam* schalka mit einigen indianischen Dialekten von Nordamerika beucht, so konnte man annehmen. daß Die 1005 mitgebrachien MuiDer indianischer Herkunft waren. Gestützt wird Diese Theorie noch durch die kürzlich gemachte Entdeckung von Stämmen weißer Lsiimos, Die Spuren von nordischem Ursprung zeigen und auf cme Verbindung von Norwegen mit Amerika in dieser Zeit Hinweisen.
— Tie Auswanderung der Kunstwerke. Welchen Umfang Die Auswanderung wertvoller europäischer Kunstwerke nach Amerika annimmt, zeigt wiederum die Ernte, die der New Porter Kunsthändler Loiys :!i a l st o n setzt mit der Mauretania über Den Lzcan führt. Im Laufe seines kurzen europäischen Aufenthaltes tonnte er in England einen besonders schönen Raebu rn lauien, ein Portrat der Äuabeth Dundas von Gainsborough und das Bildnis Des Earl von Rochester, ebenfalls von GainS- borougb. In Italien kaufte er ein Porträt M ichelangelos von Bugiardino, in Brüssel zwei schöne Guardis, ui Hollano einen RuhsDael. z<in interessantesten ist eine Erwerbung, Die in Oesterreich gelang: hier kaufte er in einer alten Kirche einen Sebastian von Greco und einen heiligen Petrus von Ribera Vom Grafen Ravcncl wurde ein prachwoller Lar- gilherc, ein Bildnis der Tochter Ludwigs XIV. erworben, mit dem alten holzgefchnitzten Lnginalrahmen.
— Tie ältesten ägyptischen liiumicn. Ter soeben erschienene Bericht Der brinidkn Momminton zur Erforschung Der physischen Merkmale der alten Aegypler bringt die inicr- cfsante Minellung, daß man letzt bereit- Versuche der Mumi- fizicrung aus der .jät oer zweiten Dynastie iestgestclll hat, während Die frühcnen bis dahin gefundenen Mumien erst aus Der Zeit der fünften Dynastie stammten Die mensAichen lieber» reftf. Die in Gräbern der zweiten und dritten Tpnafte ootr Cuibell zu Saklarah gesunden wurden, zeigen viel Rassenächt- lichkcit nut denen des Pyramidenzeitaltcrs und lassen cs als fast völlig sicher erscheinen, daß ircmf>: Rasseneuiflüsse schon auf Die irübcitc ägyptisch. Rasse gewirkt haben. Es wurde auch ein genauer Vergleich Der Salmarah-Schädel nut Schädeln der vor- dynastischen Zeit angestellt.
Die Kriegsgefahr auf dem Baifan.
Graf Bcrchiold hat die Zcill-cn richiia ged.ulet; heute kommt aus Sofia die Meldung, wonach bereits ein Bund der Balkanstaaten mit einer versteckten Spitze gegen die Türkei entstanden ist:
Die „stöbt. Zig." meldet aus Sofia vom 25. d. M. : Die sehr b e n n r u y i g e u d e n G e v u ch t e, die feit einigen Tagen in Der europäischen Presse über die Vage auf dem Balkan und insbesondere über die Absichten Bulgariens verbreitet werden, haben maßgebende ft reise zu der Erklärung veranlaßt, daß die bulgarische Regierung zwar den Ernst des Augenblicks durchaus erkenne, aber noch nicht jede Hoffnung au f g e 6 e, daß die jetzige Krise eine friedliche Lösung erfahren werde Man fugt aber hinzu, Die unumgängliche Vorbedingung für die Erhaltung des Friedens fei die Einführung winsamer Reformen m Mazedonien, welche der Bevöllerung unter Aufsicht der Mächte gesicherte Lebensverhaltnif'e verbürgten. Die von der Pforte versprochenen Reformen werden als gänzlich unzureichend angesehen Ein Bündnis Der kleinen Paltanstaaten zu einem Angriff aui die Türkei
Au» Bef)en.
Parlamentarisches.
bs. D ar m stad 1,25. Sept Der Finanzausschuß Der Zweiten ftammer wird am Dienstag, dem 1. Oktober, eine Sitzung abhahen, zu der folgende Tagesordnung festgesetzt wurde: 1. Regierut^svorlage, Rachweisungett über die Staatseinnahmen und Ausgaben 1907, Berichterstall^u: Abg. Dr. Lfann: 2. Regierungsvorlage, Ueberficht Der Einnahmen unD Ausgaben der Groß!). Landeskreditkafse für 1908, Berichterstatter Abg. Dr. Heyden re ich; 3. Regierungsvorlage über Den Bau einer Nebenbahn nach Rüdeshetm unD ^armsheim, Berichterstatter Aba. Molrhan; 4. Siegte* rungsvorlage über Gesetzentwurf die Verwertung der Zorst- nutzungen aus Staatswawungen, Berichterstatter Abg. Brauer; ö. Vorstellung der Allgemeinen Radfahrer-Union Straßburg, Taris 60, Urlundenstempcl, Berichterstatter Abg. Brauer; 6. Vorstellung der seminaristisch gebildeten Lehrer an Den höheren Bürgerschulen, Gleichstellung mit Den Leh- rem an Den höheren Lehranstalten, Berichterstatter Abg. Molthan; 7. Antrag Molthan, Ersatz der itommunalfteucr
Zur fleischsteuerfrage wurde seitens des VettretcrS des Finanz rninineriums daraus bmgeroinen. Daß nach der wiederholt aus aesprock'nen Meinung des Landtais an cnie Aufhebung der sOOOOO Mark nnbniinmDfn fleischst euer nickt grdadit werden lönne, so lange ein Ersatz hierfür nickt geschaffen sei, daß ober eine gnaDeiiwetie Ermäßigung Der Uebcrgangsstcuer für emgesäbr les Fleisch auf Den Betrag der Inlandstcuer von ?fall |U Hall erroegen werde Zur IVragc der Tarisermäßigung führte der rtreter der Eiienbahnverwaltung aus. daß bei Den deutsd en Eiscnbabnverwaltungcn kaum Neiguno bestehen werde, die an iid) schon sehr billige Fracht für lebendes Vieh zu ermäßigen Ein einseitiges Vorgehen Badens sei nicht möglich Aui Geirierslcisch könne der seit 1907 bestehende günstige Staffeltarif wohl an gewendet werden
Unsere hessische Regierung, Die bekanntlich schon vor etiva 14 Tagen eine „tunlichst bald" e tu zudem sende ftouserenz angemeldet hatte, ist etwas ins Hintertreffen geraten. Wir erfahren heute, daß Die Konferenz, an der bekanntlich Vertreter der verschiedenen Interessenten kreise teilnehmen werden, nach sten Montag ihre erfte Sitzung abhalten wird Durch Die Presse geht eine Rotiz — auch unser Darmstädter Mitarbeiter verzeichnet sie — die Bürgermeister der hessischen Städte hatten schon am gestrigen Mittwoch unter dem Vorsitz des Darmstädter Bürgermeisters Müller über jne Ileischteueruntz beraten. Aus eine Anfrage wurde und jedoch der Bescheid, daß diese Bürgermeisterkonserenz sich nicht um die Teuerungsfrage gedreht habe, sondern daß eine vertraulich zu haltende Atigelegenhcit berat.n worden sei.
Wir hoffen, daß die hessische Regierung sich schon im
Giehener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhesfen
ür Die Tagesnununer Holationsörud und Verlag der Brühl'fchen Univ.-Buch, und Zteindruckeret R. Lange Redattion, Erpedition und Prudcrei: 8chuiftrahe 7.
1l erwarten.
Da- ist immerhin etwa- Wiederum gibt die Regiei »l, daß es sich bei der Teuerung um eine „schwere Ve nftung weiter Vofkskreise" handele, was sie bekanntlich jfctt früheren Anlässen in ähnlichen Ausdrücken getan hatte. Bemerkenswert ist, daß diesmal die besondere persönliche ichskanzlers durch das amtliche Blatt in ist Vordergrund gerückt wird. Verwunderlich ist nur, daß bk beabsichtigten Maßnahmen, die so bestimmt in der . lr liegenden amtlichen Notiz angekündigt sind, nicht noch | chvas näher erklärt werdeit. Denn die noch zu beratenden f uzelheiten können doch hoffentlich an den guten Plänen ! iicht mehr viel ändern.
Auch die badische Regierung läßt über ihre Ab- II Atzten letzt näheres verlauten. Wir erhielten folgende ! Diel Dung:
Karlsruhe, 25. Sept. In Sachen der Zleischteue- ^Inmtg taate gestern im Ministerium des Innern bp:,alten hatten. Der Minister Freiherr v. ®obmann jußerte sich über den Standpunkt der badischen Regierung j.iliin, daß die Einfuhr von Vieh aus Schweden tt.d Dänemark in den Bereich der Möglichkeit gezogen I öerden könne, desgleichen eine Ermäßigung der Jieijd)- j > c r g a n g » ft c u e r Dagegen sprach sich der Minister ji gen die Einfuhr von holländischem und fron je | i f th c m Vieh aus. In Bezug auf Die Einfuhr argen- t im i f 0) e n Gefrierfleisches erklärte sich Der Minister breit, auf eine Actüderung des Z 12 des ^leischbeschau-> ches hinzuwkrken.
Dazu veröffentlicht die amtliche „Karlsruher Zeitung" fach folgende emgel-endere Notiz über die Besprechung im fänufterium:
Seitens Dcd Ministers des Innern, Freiherr» von Bodmann, u» Argentinien zur Einfuhr zuzulaisen. Hinsichtlich Der n: eine Erlcicktcrung durck Aciiderung Der Porfchristen des Paia- jphen 12 des ^Icischbefchaugcfctzcs einzutretcn. Als weitere i nnabmen zur Linderung Der I-lcischteuerung kämen in Bctrackt unafiigung der Fleischsteucr und Der Fracktiatze sür eingefuhrleS >1 ijch, Einrichtung von Schweinemästereien Durck) Die icmiinuiialpertvaltinigai ober lanDwittichaitlichcn Verbände, Rc- 11 ji Des Fleischhandel S und der Flcischpreis Statistik, Hebung Der Vieh- unD Schweinezucht.
Das neue Drama des Sophokles.
Auf Papprusblättern aus Lrvrynchos in vor kurzem ein ramrdrama des Sophokles gefunDen worDcn, das den Titel ,I chneutai Satyroi" trägt. Zu dieser Entdeckung hat tjt Ulrich v. Wilamowitz-Moellcndo rif, der neben |::r.i Engländer Hunt an Der Herausgabe des kostbaren Fundes ct i war, in den „Neuen Jahrbüchern für das klassische Altertum" cs Wort ergriffen. Er betont. Daß man aus Dem Titel nicht :<r Gegenstand Des Stückes ahnen konnte. Tas ist Die Geburt :<s H e r m e s in der Höhle Der Wollene, Die Eriindnng der 3 tiilDkötcnlcicr, Der Diebstahl Der RmDer Des 'Jlpollon vom flülcmp. Der ftonihti unD Die Versöhnung Der göttlichen Brüder.
Wie es in Dem Homerischen Hymnus erzählt wird, bringt ldermes Die RinDer in feine eigene Höhle unD schlachtet etlicke, ji xi ihre Häute iür seine Leier zu benutzen. Tas Auftreten des ?1 i Tage allen GvtterklnDes zu bcgrünDcn, läßt Der Dichter l|*re Pflegerin von Dem wunderbaren Wachstum Des Kleinen Mizahleii, Der bereits cm ausgewachsener Knabe wäre. In Der M|<[.)jltenen ersten Hälfte des Stücks Dreht »ich alle»__um Die Ent jlilt.iung Der gestohlenen RinDer, unD Dazu hat Sophokles die S1 ^ijnrn. Die im BergwalDe ebenso felbstverstänDlich oorbanden fmD ■ttc Köhler, Jager unD Hirten, als SpurhunDe verwandt. Lic lyh.n unter einem Herrn, Der nicht näher bezeichnet wird: ihr fuhrt Der glatzköpflgc, zicgcnbärtige Silen. Ter vier- Ijiit.niae Gang ist ihnen natürlich, und sophokles läßt |ie sich I *d> richtige Hunde benehmen. . .
Der Aufbau Der HanDlung ist von größter Eimachheit Zu ' ilginn tritt Apollon auf und berichtet vom Rinderraul' und Kur in vergeblichen Suchen, Das ihn bis- hierher auf Mrllene I h: i.ort hat. Als fein eigener Ausrufer geht er Durch Die Lande I ..d« wiederholt überall feine Ankündigung. Sie hat 'ich auch I U ,)u- ^tcre des Waldes, Die NninpdcntinDer, gerichtet, und io’ort I :i Silen Da und bietet die Hilfe feiner Sohne an^ v.pollon H darauf ein und pcrfpricht ihnen Die Freiheit Damit rcr
L.i indet er. Ader als sie Den Tieb haben, rufen sie ihn, und er ii t: sofort zur Stelle. _
Ein kurzes Lied fingt nun der Latirchor, der klanglos mit I hu Vater herangekommen mar. Dieser ruft noch einmal, ob 1 : uind da wäre. Der um Den Dieb wüßte. Ta aber niemand || ;.:x gibt der Vater Die 'Jüupeuungcn für die Jagd und geht
Tie folgende Szene hat Dem Stück den Aam.n gegeben.
Satyrn sind hier Hunde Sie lassen ich durch Den ^.ruch ■ t.n der Nase führen, iic werfen Dabei Den ftopt icknutwernD r. Hie Höhe, sie geben sachte mit Der Nase im Gras vor. T'.cs B i-L-rnie Schauspiel hat die Athener eine Welle beluitigt, gerade B leu dabei nicht einmal Munk gemacht werden Dur-i Am
B teii Wege gehen die Hunde in Die Tiere Der Bahne, aus eine
U t isirirdische' Höhle zu. Ta ein Aufschrei: „Gott, i!>o:t, halt, I l li haben s wohl!" Man bat Tritte von Pilsen geiundcu '.Aa.i
y b jl)t, ob nicht Das Gebrumm Der ftülye zu Horen i|i. Aber
Ji! h Stapsen gehen vorwärts unD rückwärts. In Dem Augenblick,


