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Dcutfcbcs Reich.
Der Keifer in Hamburg und Wilhelmshaven.
Hamburg, 19. CiL Tie Feier der Einweihung der wiedererstandenen großen Michaeliskirche begann heute vormittag um 10 Uhr in Gegenwart des Kaisers. Ter Kaiser empfing auf der preußischen Gesandtschaft die
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r. AlSstld nett sich beult übt: nach ßtu|tl ! niotfle btt auigti aufenben von allen Seiten Marburg, beianb und suchte durch ^Stn zu bteir utten. Töjurc. brach die Bahns '•eilen gebracht, 'o^nzug, trohdc boS Unglück vc, Vorderteil d ^"rklicherweise l Agiere, die
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hatte einen Sonntag mehr als der gleiche Monat des Vorjahres.
Heber die Verkehrseinnahmen der deutschen Eisenbahnen berichtet der „Reichsanzeiger": Im September 1912 betrugen nach der im Reichseisenbahnamt aufgestellten Ueberficht: 1. für alle Bahnen im-Personen- verkehr 79 741 285 Mk. gegen das Vorjahr mehr'2872955 Mark, im Güterverkehr 174 730135 Mk. gegen das Vorjahr mehr 6 760 076 Mk. 2. für die Bahnen mit dem Rechnungsjahr April—März vom 1. April bis Ende September 1912 im Personenverkehr 435 550516 Mk. gegen das Vorjahr mehr 22 797 041 Mk., im Güterverkehr 888000 424 Mark gegen das Vorjahr mehr 58652 340 Mk. 3. für die Bahnen mit dem Rechnungsjahr von Januar bis'Dezember vom 1. Januar bis Ende September 1912: im Personen« verkehr 87 907 583 Mk. gegen das Vorjahr mehr 3081 139 Mark, im Güterverkehr 157 649 604 Mk. gegen das Vorjahr mehr 7134146 Mk. Die Gesamtlänge der Bahnen war 53527 Kilometer gegen das Vorjahr mehr 716 Kilometer.
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Die Lnlhüllung eines Standbildes des Srohherzog; Friedrich I. von Baden.
Badenweiler, 20. Oft Bei der Enthüllung des Standbildes des Großherzogs Friedrich I dielt der Großherzog nach der Festrede des Oberamtmanns Mepting eine Ansprache, in der er sagte:
„Wahrhaftig, so wie hier das Tenkmal vor uns steht, so steht er vor uns in unserem Herzen imb so wird er, so t^ott null vielen Generationen noch als Vorbild dastehen in Erinnerung an sein festes Gottvertrauen, an seine glühende Vaterlandsliebe und an feine nie rastende Arbeitsfreude, an seine Beispiel gebende Rastlosigkeit: ja, beispielgebend für uns und kommende Geschlechter: so steht er mitten unter uns Daß wir ilm so unter uns stehen haben, in Einfachheit und in dieser sprechenden Ähnlichkeit, das ist mir eine besondere Herzensfreude Meinen Tank fasse ich zusammen, indem ich Sie bitte mit mir enlzustimmen in den Ruf: Tie Gemeinde Badenweiler und mit ihr unser liebes badisches Vaterland, sie lebe hoch, bock) hoch'
Die Erzstatue, von dem Karlsruher Bildhauer Prof. Moest gcschafien, hat annähernd eineinlwlbsakix' Lebensgröße Tic Höbe der' ganzen Teuknials beträgt etwas über fünf Meter
auS ihren sehr starken Stellungen vor El as so na und nahm die Stadt ein. Ter Kronprinz führte persönlich das Kommando. Sein Sohn empfing die Feuertaufe. Tie griechischen Verluste sind unbedeutend.
Kretische Truppen sind hier eingetroffen. Sie wurden begeistert empfangen.
Athen, 20. Oft In der Kathedrale fand heute zum Dank für den Sieg des Heeres eine feierliche Messe in Gegenwart des Königs, der Vertreter Bulgw riens, Serbiens und Italiens statt. Die Truppen besetzten die Höhen in der Umgegend von Elessona. Die Türken zogen sich in der Richtung auf Serfidje zurück.
Die Blockade der Meerenge von Prevcsa.
Paris, 19. Okt. (Agence Havas. - Tie griechische Regierung hat den Mächten notifiziert, daß von heute ab die Effektivblockade über die Küste des ottomani- schen Reiches nach 29 Grad 22 Minuten und 38 Grad 56 Minuten nördlicher Breite und 20 Grad 50 Minuten und 20 Grad 47 Minuten östlicher Länge'verhängt ist. sTas fragliche Küstengebiet bildet den Eingang zur Bucht 'von Prevesa.)
Dom montenegrinischen Kriegsschauplatz.
Konstantinopel, 19. Okt. Der „Jkdam" erfährt: Die Montenegriner griffen die Türken bei Zetrije° bec an und wurden dreimal mit großen Verlusten zurückgewiesen. Ein montenegrinischer Offizier und 80 Soldaten tour den aefangen genommen.
„Sabah" erfährt: Tie Türken überschritten die bulgarische Grenze bei L rtakoei, wobei sich ein h e f -
Im Spion aaeprozeßDanchelin und Genossen vor dem Reichsgericht wurde am Samstag abend das Urteil verkündet. B a n ch e l i n und T h i b e a u t wurden auf Grund des § 1 des Spionageaesetzes zu acht bezw. sechs Jahren Zuchthaus, Berger nach § 3 des- selben Gesetzes zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Außerdem mürbe für sämtliche Angeklagte auf zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erfannt. Mildernde Umstände wurden ausgeschlossen. Tie beiden Angeklagten Banchelin und Tbibeaul hatten seit Jahren mit den Agenten des französischen Nachrichtenbureaus in Verbindung gestanden und ihnen allerlei Nachrichten über die Befestigung von Metz zugestellt. Berger hatte sich heimlich eine Anzahl Pläne verschafft und dieselben versteckt, um sie gelegentlich nach Frankreich zu bringen. Hierzu hat er verschiedene Helfer anzuwerben versucht, die aber auf seine Wünsche nicht eingingen. Bei Berger ist also die Tat nicht zur Ausführung gekommen.
Bon der türkischen Flotte.
. Konstant in opel, 20. Okt. Nach einer amtlichen Meldung stieß die türkische Flotte auf der Höhe von Warna im Schwarten jDleer auf bulgarische Torpedoboote und z w an n 1 i e, s i ch i n den Hafen z u r ü ck z u z i e h e n.
Die türfifcbc Flotte etablierte die B l o ck a d e der bulgarischen Küste bei Warna und Burgas.
, , ®,c am"jch bekannt gibt, sind sechs grie-
w > ä) c: K r i e g s sch if) e vor T en e dos erschienen
Nach einer amtlichen Meldung erschien die türkische Flotte vor Warna und b e, ch o ß d i e S t a d t.
Die Kämpfe an der serbischen und bulgarischen Grenze dauern fort: belonders heftig wird nördlich von Vrischtina gekämpft.
Eme tausend Mann starke bulgarlsche Truppen ab- te,lnng versuchte die Grenze in der Richtung auf Makto chlor nördlich von Kirkkilisse zu überschreiten. Türkische Truppen verhinderten das Vorgehen der Bul- ""d. belebten die den Weg beherrschenden Punkte
Wie verlautet, denkt die Pforte für den Augenblick nicht daran, die in der Türkei lebenden Griechen, etwa 200 000 (i » 5 j u n» e He n. Diese Maßregel würde für den Fall vor-
»Sä' griechische Flotte einen Angriff gegen die Fn- sein des Archipels unternimmt. Weiter heißt es, daß die Pforte Mi? au«s^d^?sA'stanbes jetzt auch den griechischen Dampfern Tlt. al?Ienr?1 Loring die Ausreise nicht mehr gestaltet Die Hafenpräsektur hat bereits griechische Segler beschlagnahmt.
Roch eine Proklamation des Sultans. «..n^???"nopel-, 19. Okt. Eine an die Land--und> t^Ti^befnnr ^cr,*tctc Proklamation des Su l-
211t» ßefjen.
bs- Darmstadt, 21. Okt. (Priv.-Tel.) In Anwesenheit von etwa 200 Personen wurde hier unter dem Vorsitz des Grnnchs Mootz nach einem Vortrag des Generals Keim eine Cria gruppe des ,T rutschen Wehrvereins gegrfinbn die»/ n>crbcn$f°onrt ** Übn9en in öeff<n bestehendem Lnsgruppm
Bürgermeister Tr. Schweder und T-r. Predoehl und trat in ihrer Begleitung die Fahrt zur Kirche an, welck^er die .Herren des Gefolges und der Gesandtschaft sich anschlossen. I Trotz des Regenwetters hatte sich ein zahlreiches Publikum aufgestellt, welches den Kaiser und die Bürgermeister lebhaft begrüßte. Die Stabt ist beflaggt. Um 9i2 Uhr begann das Geläut des neuen Gotteshauses zu ertönen, mit dem sich die Klänge der Glocken aller anderen Kirchen Hamburgs vereinigten. Vor der Kirche stand eine Ehrenkompagnie des Regiments Hamburg mit Fahne und Musik. Der Kaiser schritt die Front ab und betrat unter Orgelttang mit den Bürgermeistern das Innere der Kirche unter Borantritt der Geistlichen der St. Michaeliskirche, gefolgt von den Herren der Umgebung. In der Kirche hatten sich bereits vorher versammelt der Senat, die Bürgerschaft, die gi samte Geistlichkeit Hamburgs, das Konsularkorps, die Stad, beamten, die Offiziere der Garnison, Vertreter der Nachbarstädte, die Vorstände der kaufmännischen und gewerblichen Korporationen und die Mitglieder der Gemeinde. Der Kaiser nahm mit den gesamten Herren im Altarraum Platz. Nach einem Choral ergriff der präsidierende Bürgermeister Dr. Schroeder das Wort und dankte dem Kaiser, der heute in dem aus der Asche neu erstandenen Gotteshause mit der nach Tausenden zählenden Menge dem Dank- und Festgottesdienst in den neuen und doch allen so vertrauten Räumen beiwohne und so von neuem huldvolles Interesse für Hamburg bekunde. Der Redner gedachte jenes sonnendurchglühten Julinachmittags int Jahre 1906, wo blutigrote Flammen ein Wahrzeichen von Hamburg zerstörten.
Draußen nahm der Kaiser den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie entgegen und besichtigte dann das Lutherstandbild des Professors Lessing, das an der Kirche errichtet tst. Unter Hochrufen des Publikums fuhr der Kaiser nach dem Kolonialinstitut.
Auf der Fahrt nach dem Kolonialinstitut stattete der Kaiser der verwitweten Frau Bürgermeister Burchard einen Besuch ab. Im Hauptvorlesungssaale des Kolonialinstituts hielt Professor Meinhoj einen Vortrag über die Bedeutung der experimentellen Phonetik für die Erforschung der afrikanischen Sprachen. Der Vortragende I ließ durch Eingeborene verschiedene Worte vorsprechen, um, I daran anknüpfend, die Aufgaben zu erläutern, die der modernen Phonetik zufallen. Nach dem Vortrag besichtigte der Kaiser noch die Haupträume des Kolonialinstituts. Sodann fuhr der Monarch mit Bürgermeister Schroeder nach dem Dammtorbahnhof. Um 12 Uhr trat der Kaiser im Sonderzug die Reise nach Wilhelmshaven an.
Wilhelmshaven, 19. Okt. Der Kaiser traf kurz nach 4 Uhr bei dem Colignydenkmal vor dem Gebäude der Nordseestation ein, begrüßt von Staatssekretär v. Tirpitz und dem Stationsches Admiral v. Baudissin.
Podgoritza, 20. Okt. Heute vormittag soll Ku- sinie von den Montenegrinern genommen woroen fein. Einzelheiten fehlen noch.
Die „Jeni Gazetta" rneloet aus authentischer Quelle, daß bei Mojkevatz ein heftiger Kampf mit den Montenegrinern stattgefltnden habe, daß diese große Verluste erlitten batten und in Unordnung zu fliehen begaiinen. Die Albanesen unter Suleiman Betusche sind In montenegrinisches Gebiet eingedrungen. Sie sollen bis Rjeke vorgerückt und die Rückzugslinie der Montenegriner besetzt haben.
Cetin j e, 20. Okt. Der rechte Flügel der Truppen ; d-es Generals 'Martinipietsch besetzte die Höhen von .Dela-je und warf die türkischen Truppen zurück, die sich in Unordnung zurückzogen.
Die „Voss. Zeitung" meldet aus Serrajewo: Zwanzig montenegrinische Soldaten und zwei Offiziere, die sich im Nebel auf bosnisches Gebiet verirrt hatten, wurden sofort von österreichischen Gendarmen entwaffnet. Auch 36 türkische Soldaten, die iwr den Montenegrinern bei Jschelebitsch über die bosnische Firenze geflüchtet waren' wurden entwaffnet.
I Konstantinopeler Presseburean teilt über die Lage von Tvtzi nnt: Tuzi ist ein kleines Dorf, entblößt von allen Ver- «arSmstteln und unbefestigt. Es beherbergt nur eine Kompagnie I Die Montenegriner griffen die Kompagnie in großer Zahl a n. Eine zweite Kompagnie, die mit acht alten Kanonen herbei- g «ilt war, wurde in verräterisrl>er Weise von revoltierenden Ma- '.isforen angegriffen. Die beiden Majore, die die Kompagien ~ -------- ------
befehligten, und eme Anzahl türkischer Soldaten wurden ge- ^ach dem Abschrerten der Ehrenwache nahm der Kaiser vor tötet, die anderen zogen in Ordnung über Hilm zurück. Der — R'~'r---<L w-crL-~- - *
® or f al I, den di e Montenegriner als eine große Schlacht dar stellen, ist ein gewöhnliches Gefecht. Ter Umstand, daß die kleine Garnison fünf Tage lang die überlegenen montenegrinischen Streitkräfte in Schach hielt, bedeutet emen muttäriieben Erfolg der Türken. Die Montenegriner können nicht über Tuzi hinaus vorrücken.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 21. Oktober 1912.
** Aus dem Militär-Wochenblatt. Major Rehfeld beim Stabe des 5. .Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168, wurde als Bts^Kommandeur in das 9. Bad. Inj.-Regt. Nr. 170 versetzt. ! v- Schroeder, Oberlt. und Flügeladjutant des Großherzoas 'von Hessen wurde zum Rittm. befördert. Riedesel Frhr. zu Elsen bach (Ludwig), Oberlt. im Leib-Trag.-Regt. (2. Hess.) Vcr. 24, vom 1. November 1912 ab auf ein Jahr zur »Tienstleiftnng beim Großherzog von Hessen kommandiert. Grüner, Hallptm und Komp.-Chef im Ins.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, nnirbe m Genehmigung feines Absclnedsgesuches mit bei- gesetzlichen Pension und der Äusfickst auf Anstellung in der Gelidarmerie zur L-lsp. gestellt und zum Bezirksoffizier beim Landw -Bezirk III Berlin ernannt. Hauptmann Wehr heim beim Stabe des Inf.- Regts. Kaifer Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, wurde zum Koinp.» Chef ernannt. Oberleutnant v. Thümen (Joachim) tm Einhalt, ns.-Regt. Nr. 93, wurde unter Beförderung zum Hauptmann, vorlaiing ohne Patent, zum Stabe des Jnf.-Rcgts. Kaiser WUhelm (2. Hess.) Nr. 116. versetzt. Die Leutnants v. Wachter (Walther) mr Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Hess.) Nr. 115 und Moeller im Jnf.-Negt. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, wurden zu Ober- leutnants befördert.
tiaer Kampf entspann. Die Türken überschritten die bulgarische Grenze an zwei Stellen und behaupteten ihre Positionen.
Podgoritza, 19. Okt. Sahim Bey, der sich inPlaw« aufhielt, und mit 2000 Amanten nach Berana eilte, um es zurückzuerobern, fiel gestern in einen montenegrinischen Hinterhalt der nördlichen Kolonne. Die Truppen wurden nach einem verzweifelten Kampfe fast vollständig aufgerieben. Sahim und 280 Mann wurden gefangen und nach Podgoritza geschafft.
Beschleunigung des Banes russischer Kriegsschiffe.
Petersburg, 20. Okt. Zum Zwecke der Beschleunigung des Baues von Kriegsschiffen erhielten die Rigaer Firma Zife, die Putilowerke und die Revaler Schiffsbauwerke die Erlaubnis, die Schiffsmaschinen außer den Kesseln im Auslande zu bestellen. Ter Schichauwerft in Elbing wurde der Bau von zwei kleinen Kreuzern ftin 7 Millionen Rubel übertragen.
Ter russische Ministerrat beschloß, die über 30 Jahre alten Muselmanen Konstantinopels nicht zu den Waffen einzuberufen.
Die Betriebseinnahmen der pr eu ß isch-b,s«i. suchen Staatseisenbahnen ’ betrugen im -epiember 1912 gegenüber dem gleichen Mo- nat des Vorjahres 'm P e r s ° n e n ° e r k c h r 9,1 Millionen le.ch .,.24 Prozent, im Güterverkehr 6 Still Pr°»ent, msgeiam, einschließlich der Mehre n. nähme ans onstigen Quellen »,!, Millionen alcick, 4M Prozent mehr. Der -eptember des lausenden JahZ
dem Kaiserzelt Aufstellung. Nachdem Mänuerchöre das niederländische Daukgebet gesungen hatten, hielt der Kaiser eine Ansprache, in der er betonte, er habe der Marine das Standbild seines Ahnen Coligny geschenkt, der ein tapferer Zkriegsmann und Glaubensheld gewesen sei und in der Festigkeit des Glaubens an die Persönlichkeit Christi, in seiner Königstreue und Tapferkeit ein Vorbild für jeden Angehörigen der Marine sein solle. Hierauf fiel die Hülle, v. Baudissin übernahm das Denkmal im Namen der Marine und gab den Gefichlen des Dankes und der Versicherung nnverbrüchlick)er Treue Ausdruck. Seine Rede schloß mit drei Hurras, die Musik spielte die Nationalhymne. Der Kaiser besichtigte mit v. Tirpitz, v- Baudissin, dem Gefolge und dem Schöpfer des Denkmals, Professor Wolff, dem der Rote Adlerorden 3. Klasse mit der Schleife verliehen wurde, bas Standbild. Der! Kaiser nahm den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie entgegen und fuhr kurz vor 5 Uhr im Automobil nach der Werft. Mends um 10i/2 Uhr ist der Kaiser im Sondcrzug nach Potsdam abgereist.
Ter OrtSgewerbeverein beabsichtigt, am kommenden Mittwoch nachmittag die koloniale Au«, stell ung des MalerS E. Bollbehr zu besichtigen. Da. für die Mitglieder ein ermäßigtes Eintrittsgeld in Anrechnung kommt, ist eine zahlreiche Beteiligung für diese sehr interessante Ausstellung zu erhoffen. (S. Anzeige.)
" Stadttheater. Hermann BahrS neues Lustspiel „Das Prinzips das am SamStag an verschiedenen Bühnen zugleich zum ersten Male aufgeführt wurde, hat überall einen starken Erfolg errungen. Direktor Slcingoettcr, dec der Darmstädter Uraufführung auf Einladung des neuen Intendanten Dr. Eger beiwohnte, hat die Ntuheit sofort für die hiesige Bühne erworben.
**DasLichtspiel-Haus hielt am Samstagabend ferne Eröffnungs-Vorstellung ab, die einen recht verherßungsvollen Perla»tf nahm. Tas neue .-iHncmato- graphentheater ist sehr geräumig und dabei hübsch und zwcckmüßib eingerichtet. Namentlich ist besonderer Wert auf ausrerchende Heizung und Lüftung gelegt, so daß der Aufenthalt in dem Hause recht angenehm ist. Für die Eröffnung und die ersten Taae ist ein recht abwechslungsreiches und durchaus einwandfreies Programm vorgesehen. Bei dem zunächst vorgeführten Drama „Höhere Sphären" interessiert die spannende Handlung und daneben erfreut sich das Auge an den prachtvollen kolorierten Bildern aus der Schweiz. Sehr hübsch sind auch die Aufnahmen einer Zeppelmfahrt von Frankfurt nach Mannheim und zurück, ,owie die lebensvollen Aufnahmen aus den französischen Manövern dieses Jahres. Andere Bilder zeigen die Bildung der Kristalle, während einige ernste und heitere Vorführungen, wie „Das Mädck)en von Arles" und „Moritz und Das Liebespulver" Jnteresfe und großen Beifall fiw den Auch die am Sonntag abend gebotene Einlage, die Bilder aus dem Leben des deutschen Kaiserhauses bot, war sehr sehenswert.
BakofS Kam me r-Lichtspie le gaben am Samstag abend nach Schluß der Vorführungen ein Gastspiel anläßlich cme5 Festes des Oberbessischen Automobilklubs im Saale des GesellfchaftSoereinS. Die oorgefuhrten FilmS, die sämtlich nur das Automobilwesen Bezug batten, zeigte» wunderbar scharfe flimmerfreie Bilder und erfreuten sich deS allgemeinen Beifalls.
Landkreis Gießen.
e. Klein-Linden, 20. Okt. Mehrere Einbruchs, pie buä()(e wurden in unserem Orte auSgeführt, wobei e« tue Diebe m erster Linie auf Wäsche abgesehen hatten. In drei Wohnungen wurden zahlreiche meist neue Wäschegegen- nanbe gestohlen. Der herbeigeholte Polizeihund verfolgte die -pur der Diebe durch baS Lahnfeld bis zu den Eisenbahner- Wohnungen bei Gießen. Hier qing ihm die Spur verloren.
Kreis Büdingen.
. li- Büdingen, 20. Okt. Ter fürstliche Diener Wilh. Ipardt feierte gestern mit seiner Gattin bnS goldene Dochzei 1Sfest. Dem Paare wurden viele Aufmerksamkeiten zuteil.
H. Büdingen, 18. Oft. (Gemeind erats-
-turd) Krankheit der Gemeinderäte Wittekind und -chön imb du^ch Verhinderung der Gemeinderäte Andrae und Kerl ist die Sitzung zu Anfang nicht beschluß- ttiyrg. -ie wird es erst später, nachdem Gemeiudcrat Phaser noch erscheint. Por etwa 2 Jahren war zwischen der ctabt und der Oberverwaltung der Präsenz ein Ver-
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Seit Jahrlmnderten bat es keinen so wichtiacn Moment für unser Vaterland acaeben wie ben ietziqen. Unsere Nachbarn mit denen wir m Fkieden leben wollen, haben über Gesetz und Ge- die Reckye mit Füßen tretend und
JÄLuk - U'cht achtend, uns provoziert um
Ersolq der Bemiilnm'.ien, bic wie z . ivuebcud cntfoltct haben, zu vereiteln Die aanze Nation bat und ^ibnläß^euv ^Afn^Sprache unserer Gegner vernommen
•« ^^0 Lrliält, zu antworten. Ihr müßt diese Sprache rächen, ihr mußt die Ehre und die Rechte meiner Re gierung verteidigen und der Welt beweisen, daß die alten er- erbten ottomainichen Tugenden unverändert geblieben sind und hie ">'berlieseruug eurer Vorfahren bochhaltet,
»Daen rnth nrnL no ‘Ä s5rf)“' von Anatolien nach Europa ber bie öel? h? ffrnnb . crobe£rn' einem Heldenmut, oer i m Cxrüauncn letzte. Eure zweite Vflicht ist Prh.. «lüf lu ^'igen imb nicht ohne Grund und grausam
£ Ctlj,e|’l'n- Preise, Frauen und Kinder gut behanbdn ilne ßSätS? b?r nick't benxxffneteu Lölkeru.^ und gegen euch kämpfen werben, nur "vell"sie dem *h°berbic MWM-UWMM WmT 9CW"n- Sorn’,Klf: ~®DU -üm SiA


