Ausgabe 
20.11.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

der

Krofdorf,

Dio glöc JUNGEN

Wie lan-e noch?

. DieMorgenpostt^meldet aus Wien:TieReichs- Pos^, das Crgait des Thronfolgers, erklärt in einem sckiar- fenDie lange noch?" überschriebenen Artikel, der zügellose Geist t^r Belgrader Königsmoröer scheine fetzt die serbische Politik zu unerhörten Erzessen zu verleiten, über deren Unerträglichkeit kein zivilisiertes Volk der Well im unklaren sein könne.

Rach Belgrader Meldungen derReichspost" sind be­reits dort englische und französische Kriegsberichterstatter eingetroffen, um den Krieg gegen Oesterreich auf serbischer Seite mitzumachen.

Derrt-cdes Rer^.

. Ter Kaiser in Kiel.

-ter Sraifer speiste in Kiel am Dienstag ab"ud mit ®e- Tolgc un Komgl. Schloff bei dem Prinzen und der Prinzessin Lemrich un Heuten Kreise. Ter Kaiser ist um 10.45 Uhr nach Statwn Wildpark abgereift.

Tie Betriebseinnahmen der Preuß.-fressischen , , Staatseisenbahnen

^aben nn Monat Oktober gegenüber dem gleichet: Monat

Voriahres :m Personenverkehr zioei Millionten Mark gleich o,(>7 Prozent, im Güterverkehr 9,9 Millionen Mark gleich 7.12 Lrozent, insgesamt mit Einschluß der Mehreinnahmen aus sonsti­gen Quellen 13,7 Millionen Mark, gleich 6,71 Prozent Mehr­beträgen.

jsthe" eitles" KJ q^.

...qengu L-la ui

Kleine Tageschronik.

Bei der Versteigerung des Nachlasses der im Rhein ertrunkenen Panier Schauspielerin L a n t e l nt e erzielte dar berühmte Perlen­halsband der Künstlerin 75 300 Franks.

In Mexiko wurde ein heiliger, drei Minuten andauernder Er d st o b verspürt. Fünfzehn Personen kamen bei einem Maueremslurz um.

Amtlicher Wetterbericht.

O e s f c n t l i ch e W e t t e r d i c n st st e l l e G i e ß e u.

Wetteraussichten in freffr: Ktt TonnerStag, den SI. Nov. IStt: Lvechselno vewölkt, Regenschauer (im Gebirge Schnee>, kälter.

Kirdie und Schule.

Em Vortrag Pfarrer Zathos in Darmstadt.

c ,,,bs Darmstadt. 19. %>B. Aus Einladung des fressiscknrn Gvethebundes sprach heute abend Pfarrer Aatho aus Köln über denFall Traub und die Lehrfreiheit". Der große Saal der Turnhalle war ^verkauft. Jatlp, legte dar, wie denn eigentlich der Fall Traub" zustande gekommen sei. Weil Traub die Ver- tetdtgung Iatlws vor dem Berliner Spruchkolleaiuntüber­nommen 'hatte und die Art und Weise, wie er diese Ber> tcibiguiig füllte, gaben d.m Qberkirchenrat ^ranlassuna gegen Traub vorzugehe-n. Ter Redner suchte dann die gegen Traub er habet um Vorwürfe zu entkräften. Die große Anhängerschaft, die Traub heute noch habe, beweise ia dag sein Wirken in der Genreinde segensreich war Nicht die Synoden und nicht die Behörden erfüllten die Ge» muter mit Religion, sondern der Mann müsse das tun ocr auf öer Kanzel stehe. Diesem aber müsse man völlige Freiheit setnes Geivissens lasse?:. Gerade auf der Freiheit ,e: die evangeltsche Kirche aufgebaut, und dadurch unter- schcwe sie sich von der römischen, die im älUltus den vc:lbrmger sehe. Mit viel Pathos trat Iatho am Schlüsse seiner Rede für die evangelische Glaubensfreiheit ein und oasur zu kampsen sei die Pflicht aller geistig Strebenden.

""viiilUUl

.. Unseren M ^"erliche

L SufemJet I 5|#»8 d-r 9"ch|tii3J ctNi9c I "Wnl zul

Diese Ausführungen sind sehr widerspruchsvoll und machen einen sehr ungünstigen Eindruck. Zuerst heißt es, die Albanesen hättendie Bevölkerung terrorisier:" (was ziemlich unverständlich ist), und dann heißt es wieder, die Bevölkerung sei den Serben fast überall entgegen- gclommen. In früheren serbischen Meldungen war auch immer vonEntgegenkommen" der Albanesen gesprochen worden. Und gar die Untaten der Frauen und Kinder! Sie sollen Häuser angezündet haben. In den serbischen ,"Ausführungen liegt das Geständnis, daß diestrengen Maß­regeln" auch gegen Frauen und Kinder angeordnet worden sind, und das genäßt Mit dem guten Ruf der serbischen Armee scheint es Nicht weit her zu fein.

Die Verletzung des Völkerrechts durch die Serben.

Rom, 19. Nov. DieTribuna" meldet aus Sem-

Ausschreitungen gegen die Fudcn in Saloniki

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Konstanti- nopel: Aus Saloniki erhielt das hiesige Rabbinat d:e Meldung, daß die Griechen schwere Ausschrei- tungen gegen die Juden Salonikis begingen, d:c.Synagogen geplündert und teilweise Zerstört, dia Männer mißhandelt und sich an vielen Frauen vergangen hätten.

Eine amtliche Bekanntmachung der Pforte

^0"stan tinopel, 19. Nov. Tie Pforte veröffent- ncyte eine amtliche Bekanntmachung über die Landung der fremden Truppen, welche besagt:

L.ie fremden Gesandten haben, um den Bitten ihrer Unter tanen, welcke die Lage im Lande nicht kennet: und von Furcht ergriffen sind, em Ende zu mach.n, um die Landung von Truppen gebeten. Tie Pforte hat, um sie zu beruhigen, die Landung genehmtgt. Indessen bat nicksts int Lande diese Maßregeln gegen jebc Eventualität notwendig gemacht. Es besteht Fein Grund c Bevölkerung, sich durch die von ben Fremden gefegten /fl5dtfun-9m beeinflussen zu lassen. Tie Armee von Tscüa- taidicha ist zu erfolgreicher Verteidigung fähig. Teshalb soll metnand aut d:e Gerüchte achten, die von llebelwollcnden per- breitet werden, um die Fremden einzuschüchtern. Jeder soll vertrauensvoll fernen Arbeiten nachgehen."

Zm englischen Unterhaus

i^9te in Beantwortung einer Anfrage Bonar Laws, der um Mitteilungen über die Lage im nahen Osten ersuchte, Premierminister Asquith, die einzige Erklärung, die er abgeben lönne, fei folgende: Der britische Botschafter in Konstantinopel berichtete, daß angesichts der G e f a h r des Rückzuges einer wahrscheinlich großen Trup- p e n m e na e auf Konstantinopel die Vertreter der fremden Mächte beschlossen hätten, von den ausländischen Kriegsschiffen Abteilungen in Pera zu landen. G ein ast einem vorher ausgestellten Plan wurden diese Mann- schastcn in den Botschaften und aitderen Gebäuden verteilt: Ne dürfen andere O u a r t i e r e der Stadt nicht durchziehen, ausgenommen im Falle dringender Notwendigkeit. Dreitausend Mann wurden gelan­det, von denen 500 Engländer sind. Tie türkischen Behör­den, die von der Maßnahme in aller Form in Kenntnis gejetzt worden sind, versprächet: ihre Mitwirkung.

u d e r F reibe nker-Vereinigung wird uns geschrieben: Arn Donnerstag abend spricht Herr Dr I. Schiller-Frankfurt a. M. über:Die geheimen Kräfte im Katholizismus". (Näheres siehe Inse­ratenteil.) Herr Dr. Schiller, der zurzeit freireligiöser Prediger in Frankfurt ist, war bis zum I<chre 1908 katholi« scher Pme,ter. Er dürste also eine zu obtgem Thema be­rufene Persönlichkeit fein.

Kreis Alsfeld.

n. Groß-Felda, 18. Nov. (Brand.) freute nwrqeit gegen o Uhr wurden die hiesigen Einwohner wieder durch Feuerlärm erschreckt: es brannte die Ho fr eite des Kaufmanns Adolf Rühl. Auffallend ist cd, daß der Brand um dieselbe Tageszeit ausbrach wie vor 6 Wochen der Brand bei Sattlermeister Böck, daß in beiden Fällen das tveuer in den äußersten Nevengebäichen seinen Anfang nahm und beide Brandstätten direkt nebeneinander liegen Ter Verdacht der Brandstiftung durch dritte frand ist darum sehr nahelieaend, wenn auch icber Anhaltspunkt vorerst fehlt. Den Bemühung eit der hiesigen Freinsilligen Feuer­wehr, dte später durch die Wehren der Nachbarorte unter­stützt wurde, gelang es, den vor wenigen Jahren errichteten neuen Anbau des Rühllschen Anwesens zu retten, während das alte Haus mit Scheuer und Nebengebäuden nieder­brannte.

Kreis Lauterbach.

--Lauterbach, 19. Nov. Der Reichstagsabaevrd- nete Werner-Gießen hielt gestern abend in einer vom Reichsverband der deutsch-sozialen Partei einbernsenen öffentlichen Versammlung einen Vortrag über:Was lernen wir aus dem Zusammenbruch der Türkei?" Tct Redner zog aus den Vorgängen am Balkan die ^Nutzanwen­dung für die deutsche Politik, besonders das Heerwesen unö äußerte sich im übrigen über die zurzeit unsere innere Polttik bcherrsckstmden Fragen, namentlich wurde die Schutz- zollpvlitik ausführlich behandelt. Er erklärte, für die Bestv- steuer und eine Erbanfallsteuer eintreten zu wollen.

-Lauterbach, 19. Nov. Em Unglücksfall ist gestern abend einem verheirateten Metzgergesellen anS Billerts­hausen in der Duchardtschen Wurstfabrik passiert. Bem, Ausbahnen von Knochen fuhr er mit dem Cchlachtrnesser auS und brachte sich einen tiefen und lebensgefährlichen Stich am Unterleibe bei, so daß anscheinend die Gedärme verletzt sind und daS Blut sich in die Bauchhöhle ergoß. Nach An- legung eines NotverbandeS wurde er in die Klinik nach Gießen verbracht. Auf ähnliche Weise verunglückte am gleichen Tage in demselben Betriebe ein anderer Metzger- bursche auS WerngeS. Doch ist dessen Verletzung nicht schwer, er fand im hiesigen Krankenhause Aufnahme.

Eisenbahnschaffner Pascher in Gießen, dem Bahnwärter Peusch in Atzdach Tic d-ovpelten goldenen Tienstaus. zeicbnui^sschnüre erhielten der Eisenbahngchüfe Ar ab in ni Katzenfurt, der Weick>ensteller Am end in Gießen bic Etsenbahnschafsner Her big in Gießen, die Bahnbos- '^l'fncr frofmanu II. :n Wetzlar, Löll :n Kaneniurt und Möller tn Stockheim Eritamtk wurden dte Loko­motivheizer Arnke in Friedberg, Wirths in Als-cld Petermann in 9hbba zu Lokomotivführern, der Sd-ifL ner Zoll e r in Heldenbergcn-Dindecken zum Zugführer

** National fl ug s pendc. Tic Sammlungen der Lrei» tomüees nt fressen für die Nationalflugspende haben mst ,-mrr Ge,amtctnnahmc von 41520,77 Mk. abgeschlossen. Tie ein. gegangenen Geldspenden verteilen sich auf die einzelnen Kreise wi«. folgt : Darm,ladt 9487,62 Mk., Cffenbacb 7555,44 Mk. @ i c fi e * 4596,17 Mk, Bensheim 2876,37 Mk., Hingen 2676,23 -">» Gr.-Gerau 259i, 19 ML, Worms 2432,38Mk., Maiiy 1795 27 Mk Oppenheim 1580,02 Mk , Erbach 875,75 Mf., L a u t c r b a 829,11 Mk., Büdingen 825,75 Mk, Alsfeld 824 35 M <yrtebberg 796,85 Mk., 5?eppenheim 698,77 Mk, Tieburn -^'25 Mk. und Al^ev 517,25 Mk Einen vollständigen Uebcr bUst, über die Lammeltätigkeit im Groüherzoatum gewährt diese Aufstellung insofern nicht, als hierin bei Postanstalten cingeganaenr Betrage nicht enthalten sind und zum Teil auch Geldbeträge dirCt an das Reichskomitee in Berlin gezahlt wurden.

o mV-ryllfo!lo1 3ugenövUeflc. Der Vortrag von ^r. W i l k e r - Jena (Mtttiooch im .Pole! Schütz') wendet sich Qn aue,^öie es nut der Jugend tvohl meinen. Er wird besonders für ote ,xrauen unb die Lehrerschaft von hervorragendem Interesse lein. Ulle angekündigten Vortrage sind nnentgeltlich.

Der Sprunghügel am fr o bcrodsko Pf, den bet w-tegencr Schtklub '^Schiklud Wintenport, Okcfint) einen bedeutenden Äbsdenaufstxuwe an dem Nordabhang des Berges errtclUet hat, icntrbc am Sonntag vormittag in (Gegenwart zahl, reitbcr Gaste eingeweiht. In seiner Wecherede gedachte der Vor Ntzende, x>en K ar l Neurath, der Schwierigkeiten, die der Errichtung emes Sprunghügels entgegengestanden hätten, bis der Olroi,Herzog elngegnffen und die Anlage ermöglicht habe. Denn auch die Kosten sehr hock: seren, so hätte man damit doch den einigen mirntcb braudjbaren Sprunghügel im ganzen Mittelrheingebiet geichasfen, iromit der Vogelsberg einen neuen, bedeuterwei: An ziehungSpunkt gewonnen habe. Der Borfitzende überreichte bann dem Klubwirt e t e i n als Verwalter und dem Drivatdozentvi xr. z em oll als Vorsitzenden der Rennleitung die Schlüssel, nüb. renb er selbst auch einen in Verwahrung nahm. 9iachdem das Tau von der Sprungschanze gefalle:: iuar, brachte er ein froch den Großherzog aus, das begeistert auf genommen wurde Wahrend des,anichließenden Mittagsmahles begrüßte der Bvp sitzende zunäckm die Gaste, insbesondere den 1. Vorsitzenden V.fr. E^ -Gesamtvereiit) frerrn Cberamtörirfner N ispel, fwwt exn:gc ^rankfutter und Gießener Herrn, und kvidmete bann dem Grokst-erzog als dem eifrigen Förderer des Wintersportes un Vogelsberg den berzl:chsten Tank des Vereins. Tanach sprack Herr vennaun^Schmidt als .stasfenwart auf die Spender, bic den Bau des Sprunghügels durch reichliche Gaben sehr geiörbcn batten, und gab die Namen der frerren und Vereilte bekannt die grotzere Beiträge gezeichnet haben. Alsdann sprach Herr Karl Schulz e als 2 Vorsitzender auf ben Vogelsberg. '?bn Jiadmitttag wurde der vügcl in Benutzung genommen, iutb z. I iel>r id'dtte Sprünge daran ansgesührt. Die Anlage ist Unterstützung der freuen Dr. Temoll und Zah>:arzt Füger ^^sn Architekt Eutft Schmidt entworseit mib von frerrn 2löant Wtrth :n Breungeshain außgeiübrt worden, und ist sowohl durch ,e:ne Lage als durch sein? Bauart der beste Sprunghügel :n unserem Gebiet, so daß sich in der Folge hier interessante 26ctt- Jamjiie absptelen werde,:, durch die der Vogelsberg zu einem be- '."Hten Wmtersportplatz werden dürfte. Wie sehr man in Dann. Itapt an btcier Entwickelimg teil nimmt, geht daraus hervor daß nch bereits mehrere hochstehende Persönlichkeiten zu dem nächsten 1 Kursus angemeldet Ijaben.

Mächte der schuldige Respekt entgegengebracht werde.

Die Pariser Blätter

beurteilen den gegenwärtigen Stand des österreichisch-ser­bischen Zwistes mit unverhohlener Beunrnchigung.Gau- ilois" schreibt über die Unterstützuirg des österreichischen Standpunktes durch den deutschen unb italienischen Ge­sandten in Belgrad:

Die Intervention Deutschlands war Zweifellos vorauszusehen, dte italienische ruft jedoch einige Ueberraschung hervor, da sie mit ben von ber italicnifd>cn Presse unzweideutig bekundeten Au- silhten in Widerspruch steht. Sie würde beweisen, daß die italic- nuebe megierung sich den von bi San Giuliano bei feinem Ber­liner Besuche übernommenen Verpflichtungen nicht entziehen konnte. T:e Lage wirb infolgedessen von neuem sehr heikel.

Echo de Paris" schreibt:

. r3»1 sranzösischen diplomatischen Kreisen hofft man, daß die fetbi^e Regierung die Weisheit haben werde, keine fraltuug an­zunehmen, welche den europäischen Frieden gefährden könnte, ohne den serblfchen Interessen irgendwelchen Nutzen zu bringen. Es bnfct, die fcrbt|d)c Negierung habe infolge des Ei,tslusses der Mili- tarpartei alle Anträge Oesterreich-Ungarns abgekbnt und ivolle ntajt einmal den ans Rußland kommenden Mahitiingeit zur Mäßi- tragen. x$n Paris hofft man, daß die österreichisch- werden ^rhatwlungen gleichwohl in günstiger Weise fortgesetzt LFigaro" schreibt unter frinweis auf das Expose ldes Grafen Berchtold:

. , Tie Serben würden durch eine unnachgiebige Haltung ben schwersten Fehler begehen und würden die ihiteit bisher cntgegengebrachte Sympathie verlieren. Sie hätten nichts zu gewinnen und nur alles zu verlieren, wenn sie die öffentliche Mnnung Oesterreichs durch allzuschrosfe Erklärungen und Pole- mtken reizen würden. Sie sollten sich hüten, Nadelstiche ju ber^ feöen, da dies einen Vorwand für diejenigen Oesterreicher bilden wnnte, welche Schwertstreiche austeilen mochten.

Eine italienische Gntgegung.

DieVita" schreibt zu dem Artikel desTcmps"-

c Tteser täusche sich, wenn er glaube, daß be-chglich der Lösung oes Balkanproblems ein Zwiespalt zwischen der ösfent- 'ÖJ?c»»-Meinung unb der Reg ie r u n g I t a li e ns herrsche.

6c8t?c(?c. im Grunde auch nur, einen Zwiespalt

$ k fallen und lernen Verbündeten lfervorzurusen, was ihm ^doch mcht gelingen werde. Italien werde auf alle tanL.^rcibunb festhalten. Mehrere Jahre lnn- durch habe die auswärtige Polittk Italiens wegen Tripolis nicht nmner fonfequent erscheinen können, jetzt werde sie die gerade Lipie verfolgen unb nicht mehr umkehren.

lin, unter den Vertretern der Großmächte in lden von den Serben okkupierten türkischen Städten herrsche große Unzufriedenheit, weil sdie serbischen Behörden ihnen nicht gestatte, mit ihren Regierungen zu korrespondieren. Die Tribuna" hofft, daß der Zustand sofort aufhöre unb die Balkanvölker darüber wachen, daß den Vertretern

Englische Mahnungen an die Sieger.

WnHprCA;','^Lm y" ,rrt^t/r welchem Zweck eine Fortsetzung des Blutvergießens dimen soll, da die Verbündeten das Ziel des Krieges erreicht haben? Tas Blatt warnt Bulgarien auch vor einer vorübergehenden Besitznahme von Konstanti­nopel, da dirie keinen Nutzen, vielleicht aber nicht wieder gut ,3« madjenbe Schäden bringen werde. Bulgarien dürste vielleicht »b\c ^tere Unterstützung Europas rechnen, wenn die Zs!in?l^eüen unnötig verlängert würden im Verfolg ehrgeiziger 'm? 5/,^'Oe Matz überschritten. In derselben Lage,

E.^k-b f°rt. bcfinbet sich Serbien. Wir fürchten

dlnerkennung feiner Siege diesmal von erheblichen Vor- chehalten begleitet sein wird. Das Gefühl herrscht vor nrcht ohne Grund, daß die Serben die 1LV&UL! k 9Lt,erAra9en- Wir wünschten, daß sie tue dein Geiste besweidenen Schweigens aufnehmen wie

Ä-9,?-^' ??nn da auf ihre natürlichen Eigenheiten "bhmen, aber die Geduld Europas ist nicht iu^rnriR^n^''cv ^b^erechtigkeitder ferbifdien Anspniche ist ÖiH(bt auch von lernen nächsten Nachbarn rcirf^ Horden. Diese Ansprüche iverben nicht gefördert, herausfordernder Weise und in einem ausgesprochen unge eignete n Moment vvraebracht Die enropälichen Nationen sind bereit, den serbischen Ansprüchen iede gerechtfertigte Berücksichtigung angedeihen zu lasten, w e n n der rechte Augenblick n c « VeOrSirfelnU bCr fs nicht willens, sich ht einen Krieg

nirfu rnrntm ft* namentlich unsere Regierung wird sich nicht wegen eines lokalen Streites, der bei Friedenssckluß fcidit betgetegt werden kann, in einen Konflikt hineinziehen lassen.

Auch Rumänien warnt.

Der Belgrader Korrespondent desTernps^ will aus eT brfahren^aben, auch ber rumänische G e- r I)sT,C don. Mrnisterpräsidenten Pafitsch verstän- daß bic rimiaNische Regierung sich vollständig den

Gesichtspunkten Oesterreich-Ungarns anschließe.

Ncbcrgriffe eines montenegrinischen («cneralö.

Reick^pvst" wirb aus Sku- ra r I g-emevxt, daß der montenegrinische General tiHomrtfct), 1her am Svmita^ in S an Giovanni bi M c du a ankani, die dort befinblicheu 6 st erreichif ch- Mn g arischen Postsache, .dirach sfe«ri marcu beschlagnahmen ließ. ?Me Waren die ich?il Bord des .n Sa.l Giovanni di Medua verankerten Magazin Ichi^sev des ostcrreichisck-en Llovd befanden, find weaq?nmn- ?°>"PserKarlsbad" wurde rii^ttttar von den 9Nvnteuogrmern burd>fudjt. nri

Die Montenegriner in bedrängter Lage.

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Triest- Aus ^utarr wirtz gemeldet, die Montenegriner die S ^warteten, feien von den Türken und Ar nickn Lu^.^'^'7"ve gedrängt und würden, wenn sie ©an t<n Srtai1 u"b

w. , DieHinnahme" von -lllessio.

dic Tr"P^"»Kn°7ar?^°" LNNLWMM *r8abc ÄÄ b'C

Znippen der verbündeten Staaten frenbi? uns WfrMe auf die Könige Nik-laus und Pct?r Äs. *

Jltis StaOt unS Land.

, Wiegen, 20. November 1912.

, r«. ^ageSf alenber für NUttwocb, 20. Nov. Stadt- lbeater: ./.'tuloliebchen- Anfang 7)L Uhr.

-pell. ®aunerbanb gegen den AlkoHolismus-

-d 3u8et

t, ** b" derfonalnachrichten. %

liefen wurde das Allgem. Ehrenzeichen in Silber dem

Ausland.

FranrösischeFlottenrüstung.

Ter fraitzösische Abgeordnete und ehemalige Marineminister La n e sann hat in der französischen Kammer eine Ent- Ichlietzung eingebracht, in welcher der Warineminftcr auf gefordert nj:^, möglichst bald ein Flotten Programm vorzulegen, wo- nach vordem a hr e 1920 acht Panzers chisse ge­baut werden wllen, die womöglich ben von den europäischen Seemächten gegenwärtig gebauten oder geplanten PanzerfEen überlegen fein sollen.

ym englischen Unterhaus

^rde am gestrigen Dienstag die neue Finanzentschließung ber fromerule-Bill^unter dem Beifall ber Ministeriellen mit d 7r< 9CQcn 20b 'Stimmen angenommen.

Dte Zollbehandlung deutscher Waren in Amerika.

... Der amerikanische Schatzsekretär verschob den Termin für die Erhebung von Zuschlagszöllen auf deutsche Spliß - Erbsen und R o g g e n m e h l bis zürn 20. De­zember, um Deutschland Gelegenheit zu geben, w-eitere Ein- ivände zu erheben.

Die Eröffnung des Panama-Kanals.

Cnn soeben veröffentlichter Bericht des Panama-Kanul- Ausschuues bejagt, daß der Kanal sicher bis zum 1. Juli 1913 fertig gestellt sein wird, wenn auch die förmliche Er- ossnung 6 bis 12 Monate später stattfinden sollte.