der elektrischen Bahn eint
an
Rheinhessen.
und
Hebereinftinrmung nut dem Reichskanzler durch starken Beifall kund, mit welchem sie die Rede des Kanzlers unter- stvichen haben.'
Strom getötet wurde
Becker von hier, als er
Arbeit zu verrichten hatte und dabei die elektrische Leitung
Kreid Wetzlar. .
x Vetzberg, 18. Mai Ter Schart ich ist hie so stark aufgetreten, daß unsere Schule g.eschlosse: werden mußte. Die Krankheit ist bisher normal ver» laufen. . 1
s. AuSdem So Ims bachtal, 17. Mai. An dem umer» Ausbau der Stationsgebäude der Solmsbamt a» bahn (Albshausen—Grävenwiesbach) wird rüstig gearbeitet. *- - neue Bahnlinie wird eine Gesamtlänge von 24,0 Kilometer au weisen, davon entfallen 15,4 Kilometer auf den Kreis Wesw- Im Solmsbachtal konnten bisher nur eine Drahtfabrli und t\ - Fabrik landwrrtschanl. Maschinen uno Gcr-itc in Obernooricrou^ und einige [Innere, dem örtlichen Bedürfnis dienende vandw n betriebe entstehen. Die vollendete Bahn wird voraussichu eine nicht unbtixnücnbc Industrie (von 111 Grubemelderu ’ bis letzt kaum 40 ausgebeutet worden Hervorrufen. kehrsgediet umfaßt etwa 220 Quadratkilometer mit rund Bewohnern.
Hclicn-N-nau.
Königsberg, 18. 2)toL Am Hiinmelfabmac- verunglückte beim Radfahren der Sohn des Wirtes öakt' von BlaSbach, der auf der Fahrt nach Bieber begriffeni und auf der jäh abfallenden Straße hinter unserem L» - Gewalt über seine Maschine verloren hatte. An der gl- ■) Stelle in der Kurve, wo schon so viel Radsahrunfälle d° _ gefallen sind, flog Faber mit dem Kops an einen 2?ouin u blieb besinnungslos liegen. Architekt Karl PH- Müller Gießen, der unmittelbar nach den» Vorfall mit semem ’ " mobil aus dem Biebertal kam, nahm sich des vet e5^‘ jungen Mannes an, legte ihm einen Notverband an ' brachte ihn noch HohenjolmS zum Arzt und dann nach
Ans Stadt und Land.
Gießen, 20. Mai 1912.
L U. Dem Prioatdozenten der Botanik an der Landes- unsversität, Dr. Werner Friedrich Bruck, ist die venia legendi auf das Fach der „Tropischen Landwirtschaft erweitert worden. _
** Der Vorsitzende der Abteilung für Steuerwescn im Finanzministerium, Geheimerat Dr. Becker, nahm während der letzten Wochen als stellvertretender Bundesratsbevollmächtigter Hessens an den Ber- > andlungen der Branntweinsteuerkommission des Reichstags in' Berlin teil. Nachdem der Ausschuß die zweite Lesung der Vorlage beendet hat, ist Geheimerat Dr. Becker wieder nach Darmstadt zurückgckchrt.
•• RuhestandSversetznno. Der Großherzog hat dem Forstwart der Kommunalforstmartei Gedern, Karl Junker zu Gedern, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand daS Band deS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen zu dem ihm bereits verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste' verliehen.
** Aus dem Militär-Wochenblatt. Mit Wahrnehmung einer offenen Assisten.z-Arztstelle beauftragt: Pröhl, Unterarzt beim Großh. Hessischen Artillerie-Korps, 1. Hessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 25; Gruner, Unterarzt beim Infanterie-Regiment Prinz Karl, 4. Hessisches Nr. 118.
** Regimentsj ubiläum. Aus allen Teilen des Hesicn- landes und aus Frankfurt, Siegen, Wetzlar und Marburg hatten sich gestern Abgesandte ehemaliger Angehörigen des Kaiser-Wilhclrn- RegimentS eingesunden. Als Vertreter der „Hassia" war Hauptmann Waldecker-Tarmstadt erschienen. Im Cafe Amend begrüßte der Vorsitzende des Vereins ehemaliger 116er, Rechtsanwalt K aut- mann- Gießen, die Kameraden und aanz besonders den Obersten des Regiments, von Trotta, den Major von Bibra und die übrigen Offiziere des Regiments. Rechtsanwalt Kaufmann erstattete Bericht über die bisherigen Besprechungen. Es wird mit einer Teilnehmerzahl von 10—12 000 Kameraden gerechnet, tchon letzt haben sich über 5000 Regimentsangehörige organisiert. Oberst von Trotta bat, von einer Festipcnde an das Regiment ab- sehen zu wollen. Die Frankjurter und Marburger Vertreter wrachen dafür, andere Redner dagegen. Die Stiftung wird mit Mehrheit abgelehnt. Die Regimcntsgeschichte wird von Generalleutnant Klingelhöser-Gießen versaßt und wird aus etwa 50 Psg. aas Stück kommen. Kullmaun-Vilbci wünscht, daß die Knegs- Dcteranen die Geschichte kostenlos erhalten. .Tic Vereine und losen Vereinigungen sollen bis 1. Oktober die Zahl der gewünschten Exemplare angeben, die Verteilung erfolgt dann durch die Ortsobmänner. Ter Regimentsvertreter erklärt, daß es dem Regiment unmöglich sei, die 10—12 000 Kameraden auf seine Kosten zu bewirten, es sei deshalb ein kleiner Festbeitrag notwendig. Die Leute sollen in Bürger- und Massenquartieren ^in Gießen und den umliegenden Orten untergebracht werden. Tie in der weiteren Umgebung Wohnenden sollen durch Sonderzüge noch nachts in die Heimat gebracht werden. Ueber die Speisung der Leute soll mit dem Gastwirteverein verhandelt werden. Es wird dann unter dem Namen „Jubiläumsvereinigung ehemaliger 116er" ein loser Verband gegründet. Kullmann-Vilbel und Daab-Lollar beantragen die Gründung eines geichästsführenden Ausschusses. Dies geschieht und es sollen die Vorsitzenden der Vereine und der tosen Vereinigungen dem Ausschuß angehören. Dieser.bestimmt einen engeren Ausschuß. Bei der Vorjtandswq.hl wurden gewählt: Rechtsanwalt Kauimann als 1. Vorsitzender, Blank-Gießen als Schriftführer und Borger-Gießen als Rechner. Der Oberst I-ebt ausdrücklich hervor, daß alle ehemaligen 116er der Feier beiwohnen tonnen und sollen, einerlei ob sie der „Hassia" angehören oder nicht. Eine ledhaste Aussprache entspann sich über den Festbeitrag und die Ausgaben für Verköstigung und Uebernachtuitg. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, die Sache wird dem Ausschuß überlassen. Mit einem Hoch auf den Regimentsinhaber, den Kaiser, schloß der Vorsitzende die Versammlung.
*♦ Tas Museum des Oberstess. Geschichtsvereins und die Wilhelrn-Gailsarnrnlung haben wieder eine ganze Reihe Neuerwerbungen zu verzeichnen. Hervor- zuheben sind außer Waffen, Münzen, Porzellan und Steingut. Eine Zeichnung von I. G. Wille mit eigenhändiger Widmung 1786. Wille wurde 1715 auf der Obermühle bei Rod- Heim a. d. Bieber geboren. Tas Museum besitzt eine größere Anzahl von ausgezeichneten Kupferstichen von Wille. Beachtenswert ist eine Reliefdarstellung des neolithischen Wohnhauses von E b e r st a d t, Kr. Gießen, aufgedruckt 1911, Geschenk des Römisch-Germanischen Zentralmuseums zu Mainz. Eine sauber und lehrreiche Nachbildung einer Pfahlbauhütte wurde durch Oberprimaner W. Schmidt gestiftet. Tie Kasse des Obcrhesi. Geschichts-Vereins wurde durch Uebersendung von 500 M k.hocherfreut, und wir statten dem ungenannten Gönner an dieser Stelle unseren herzlichsten Tank ab.
" Der Buren-Zirkus eröffnete am Samstag abend auf dem Juxplatz an der Lahn fein hiesiges Gastspiel mit einem sehenswerten Programm^ das sehr viä Beifall fand. Außer den gewohnten Zirkuskünsten ist auch manches neue und eigenartige zu sehen und manches, was man seither wohl kaum schon einmal in dieser Vollendung gesehen hat. Ta sind zunächst die Pferde- dressuren des Direktors Leysek, der seine schönen Tiere u. a. in ?incr sehr schwierigen Hebung ohne jedes andere Hilfsmittel als seine Kommandos leitet, ist das rechnende Pferd, das in sehr iiinerhaltender Weise seine Künste zeigt und vieles andere mehr. Sehr interessant ist das Zlvergzebu, das von Herrn Jackson vor- gcfuhrl wird, das dressierte Wildschwein, das Herr Fred den Beiuchcrn vorstelll u. v. a. Vorzüglich berittene Neger treten als Jockei) aus, Messer- und Tomahawkwerfer verblüffen durch ihre außerordentliche Sickterheit und als Kunstschütze findet der 2iret- tor mit recht großem Beisall. Hervorragende Vertreter der Akrobatik sind die Mpolous, die sehr schwierige Vorsührungen boten. Zu erwähnen ist vor allem noch die von Herrn Fernando gerittene hohe Schule und dann die Paiitomime: Der Ueberiall, in der vor allen Dingen die ausgezeichneten Lassowerser zu erwähnen sind. Mehrere schwarze und weiße Spaßmacher sorgen für lustige Abwechselung. _
* Zirkus Map. Man schreibt uns: Zu den Psingst- Feiertagen, an welchen die Bürger sich von den Lasten und Mühen des Tages mit Unterhaltung zu zerstreuen pflegen, kommt ein Gast in unsere Stadt, der, nach dem guten Ruf, der ihm voraus gebt, sich auch bei uns viele, viele Freunde erwerben wird. Mit einem gcroaltigen Transport — 2 Sonderzügen — wird er Gießen erreichen mit Löwen, Tigern, Eisbären, braunen und Kragenbären, Panthern, Leoparden, Zebras, Zebus, Kamelen, Gua- naeos, Hirschen usw. zieht er in Giepert ein. „Zirkus May" nennt sich unser Gast. Erfreuen will er Handwerker und Arbeitsmann und Aristokrat mit den Leistungen der Manege. Spiel und Sport in glänzendem Rahmen! Zirzensische und artistische Künste in hödntcr Vollendung. Tazu im weiten Rund des Zentralkäsigs, hinter den jchü freu Den Stäben des Probierzwingers „Raubtierdressuren '. Für ieden Besucher bietet der Zirkus etwas intet* ks,autes. Keiner wird und soll zu kurz kommen. Allen wird Freude und Zerst ung geboten. Eine ganz besondere Attraktion rührt der Zirkus May mit sich, von keinem anderen ZtrkuS ge- zeigt. Ein lebender £)rang-Hlang ist es, ein Menschenaffe, Io- lanntt genannt. Johanna lebt ihr Affenmädchen-Leben frei in i uniit zimmer. Mein Käsig zwinge ne zu unnatürlir. .m Hin und .»er hinter eisernen .Stäben. Tas eben war der Feister, non zoologischen Garten begangen, und das stets mir dem Eingehen einei derart empfindlichen Tieres, wie es ein Menrchenarre ut, b'i'can wird £ III Drang lebt ieu in Europa, und dieser einzig: Orang bennbet sich im Zirkus.May. In kem« andern Lukus- Sflritelluna taiyi öä Orang yn Mnicheu-LchvltchkLst gezeigt
werden, nur an Zirkus Rcap. Tesyalo hat ,>o>^...ia cua och immensen Wert von hunderttausend Mark. Teshalb bietet auch der Zirkus Busch-Berlin eine Monatsgage von 12000 Mk. So kommt Zirkus Man, gerüstet zu sröblickcm Sinei nach Gießen. Und in den Pfingstfeiertagen wird jeder, der Unterhaltung und Zerstreuung sucht, wissen, wohin er seine Schritte zu lenken bat.
** DiezweiteUcbung der Jugendwehr sand für die Gruppen 3—6 am Samstag nachm. statt. Sie exerzierten zunächst etwa eine Stunde, während von jeder Gruppe fünf Jungens im Signalisieren mit Winkerflaggen nach dem Morsealphabet unterrichtet wurden^ _ Hierauf wurde ein Pfadfinder spiel in dem Waldstück östlich des Eulenkopfs, dem folgender Gedanke zugrunde lag, durchgespielt: „Eine Anzahl roter Versprengter, von denen einer das Tuch einer Fahne versteckt trägt, verbergen sich im Walde. Blaue Feinde dringen von allen Seiten ein. Es kam daraus an, daß Rot das Fahnentuch durch Blau hindurch, ohne daß der Träger des Tuches abgeschlagen wurde, auf den Eulenkopf rettete." Die Gruppen 1, 2 und sieben versammelten sich Sonntag morgen 7.00 Uhr an der Germania und unternahmen einen Marsch von 12 Kilometer, bei dem gleichzeitig folgende Hebung erledigt wurde: „Eine rote Abteilung soll innerhalb IV2 Stunden über den Hohen-Wart-Berg den Schiffenberg erreichen. Blau, dem das Marschziel von Rot unbekannt war, soll verfolgen. Während Rot zur Verschleierung seines Marsches Patrouillen zurückläßt, schiebt Blau solche vor, um die Verbindung aufrecht zu erhalten. Für Rot kam es daraus an, Blau irre zu führen; wenn ihm dies gelungen, wenn es den Schifsenberg erreichte, so hatte Rot gesiegt." Gelegentlich der Uebung wurde über Zurechtsinden im Gelände unterwiesen. Der an diesem Tage beteiligten jungen Kauf- leute wegen mußte die Uebung um 10.30 vormittags beendet sein.
*♦ Ballon-Unsall. Am Samstag abend zwischen 8 und 9 Uhr fand auf dem Sportplatz des „Vereins für Bewegungsspiele" an der Marburger Straße die Füllung des Riesen-Luftballons (System Montgol- fiöre) zu einem Probeaufstieg statt. Kurz nach 9 Uhr stieg der Ballon mit Herrn Baumgart auf dem Trapez in die Höhe. Als das Luftschiff die Höhe von schätzungsweise 70 bis 80 Meter erreicht hatte, legte es sich aus die Seite und durch einen Riß in der Hülle entströmte die heiße Lust; der Ballon schlug um und sank. Von einer Höhe von etwa GO Metern sauste der Ballon mit Herrn Baumgart mit riesiger Geschwindigkeit injne Tiefe. Der sofort gerufene Arzt konnte an Ort und Stelle keine ernsteren Verletzungen des Herrn Baumgart feststcllen. Auch die nähere Untersuchung des Verunglückten ergab, daß keine Lebensgefahr besteht. — Von einem Beteiligten wird uns folgende Darstellung des Unfalles gegeben: Als der Luftschifser schon auf dem Trapez stand und der Ballon die Erde verlassen hatte, verfing sich ein Haken in dem Tuch des Ballons. Der Ballon stieg ungefähr 300 Meter hoch und der Stofs riß schnell weiter. Der Ballon drehte sich zwei bis dreimal in der Runde und stürzte daraufhin ab. Durch die Geistesgegenwart des Herrn Baumgart ist der Sturz noch glücklich ausgegangen. Der Luftschiffer kam stehend wieder zur Erde und hat sich nur Verrenkungen zugezogen. Die Wiederherstellung des Ballons wird ungefähr 10 Tage in Anspruch nehmen.
" Ein aufregender Vorfall, der beinahe ein Menschenleben gekostet hätte, trug sich heute vormittag nach 10 Uhr an der Ecke des Kirchenplatzes nach dem Marktplätze zu. Eine Schulklasse vom Lande wollte die Fahrstraße überschreiten, als vom Marktplatz her in rascher Fahrt ein Radfahrer sich näherte. Er läutete, aber die Kinder konnten in der Verwirrung nicht rasch genug ausweichen, so daß ein Mädchen angefahren wurde und zu Boden fiel. In demselben Augenblick kam ein Bicrfuhrwerk um die Ecke, die Pferde gingen über das Kind hinweg und alle Zuschauer erwarteten, daß das Mädchen entweder tot oder doch schwer verletzt herauSgezogen werden würde. Statt dessen stellte es sich glücklicherweise heraus, daß das Kind nur einige leichte Hautabschürfungen an der Hand davongetragen hatte, im übrigen aber völlig unverletzt geblieben war.
♦* Gestohlen wurde am Samstag, 18. ds. Mts., abend ein großer Teppich, der auf einem Grundstück in der Gutenbergstraße aufgelegt war. Vor Ankauf luirix gewarnt.
** Unglücks fall. Gestern abend i/<9 Uhr wurde im hiesigen Rangierbahnhof der Rangierer Friedrich Volk von Dutenhofen, als er sich eine Laterne holen wollte, von einer Rangiermaschine erfaßt und ihm der rechte Fuß abgefahren. Volk kam in. die Klinik.
Landkreis Gießen.
z. Leihgestern, 19. Mai. Schwere Roheiten begingen aus der Rindsmühle gelegentlich einer Tanzbelustigung zwei junge Bahnarbeiter aus einem 4tachbar- ort. Der Kellner, der sie aufforderte, ihre Störungen zu unterlassen, wurde so zugerichtet, daß er blutüberströmt und bewußtlos in die Klinik gefahren werden mußte. Der Wirt erhielt Kopfwunden und mußte vom Arzt vernäht werden. Sein 20jähriger Sohn wurde ebenfalls mißhan- delt. Die Raufbolde schlugen alles entzwei: Stühle, Gläser, Flaschen usw., so daß die Gäste flüchteten. Erst als der Wirt einige blinde Schüsse abgab, entfernten sich die Raufbolde. Untersuchung ist eingeleitet.
—m. Hungen, 19. Mai. Am^ Freitag begingen Hotelbesitzer Gustav Kohlhet-er und Fran das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Der Gesangverein „Liederkranz" brachte abends dem Paar in Gestalt eines Ständchens seine Glückwünsche dar. Der Jubilar dankte für die ihm und seiner Frau erwiesene Ehre und lud die Sänger zu einer Nachfeier ein, die am Samstag abend bei Musik- unb Gesangsvorträgen einen sehr schönen Verlaus nahm.
Kreis Büdingen.
H. Büdingen, 17. Mai. Gemeinderatssitzung. Aiuvcsend: Bürgermeister Fendl, Beigeordneter Dotter und zehn Gemecnderatsmitglieder, als Vertreter des Fürpen Kammerdirettor Tr. Weimer und Kreisstraßenmeister Straub. Tas Gesuch einiger Bewohner des Großendorss um Anlage eines kleinen juß- wegs im Z i e g c 1 b e r g w e g wird, nachdem sich der Gemcrnde- rat durch Lrtsbesichtigung von der Notwendcgkert der Anlage, bic 50—60 Mk. beansprucht, überzeugt hat, genehmigt. — Zum Gesuch des Wilhelm Iöckel beschließt der Gemeinderat, auf der Unken Seite die Straße bi- zu den Anlagen des ^kr reg erben km als zu verbreitern, aus der anderen ^eitc gleufr- falls bic Fahrbahn um 1 Meter breiter zu gestalten und dann erst ein erhöhtes Trottoir mit Mosaikpilaster deritcllcn zu wpen. — Tie Anlage eines Vorgartens vor der Gewerbeschule wird genehmigt unter der Bedingung, daß die Anlage nach Angabe der Bauleitung ausgesühtt wirb. Auch die Benutzung des itäbtifdxn Geländes im Weg nach dem Junkern hör wird unter der Bedingung zugcstanben, daß ein Fevers ausgestellt und eine I kleine Anerkennunc,sget>uhr an die Stadtkasje S"ahtt wird. — $4C Saunanlay das ")toU*ün Mauser, bic gegen bic tbqtimmjing
m. Offenbach a. M., 19. Mai. In dem Elektro»' werk wollte der in dem Versandlager beschäftigte Ai? beiter Jos. Witz Holz nach dem Fahrstuhl sehen, als dicfc: von dem oberen i^ejchoß heruntertam. Der Unglückltch: wurde von dem Fahrstuhl ersaßt und am Kopfe schwer verletzt. Wihholz wurde tns städtifche Krankenhaus gf bracht, wo er in bedenklichem Zu st and darniederliegl Den Lehrern der hiesigen Volksschulen wurde der Urlaub zu der Teilnahme an der Allgemeinen Deu' schen Lehrerversammlung, die während brr Psings* woche in Berlin tagt, versagt. Da in anderen hess^ schen Orten der gleiche Urlaub ohne Bedenken gewapj- wurde, haben sich nunmehr die abgewiesenen Lehrer wegcr Urlaubserteilung an das Ministerium gewandt.
Kreis Schotten.
O Gedern, 18. Mai Der hiesige Steinbruchbesitzec Ober heim verunglückte heute in seinem Stein» bruch. Er war mit Steinbrechen beschäftigt und nicrtie, baß sich über ihm plötzlich Steine lösten. Er wollte rasch beiseite springen, glitt aber aus unb mürbe von ben herabstürzenden Steinen schiver am Kopf und den Armen g.« troffen. Förster Bauer entdeckte den Verunglückten um leistete ihm die erste Hilfe. Der Mann mußte mit einem Wagen nach Hause gefahren werden, wo er schwer ver» letzt barnieberlicgt.
Kreis Friedberg.
X. Nieder-Esch bach, 19. Mai. Vom elektrtfche, in Dberurie l der Weißbindtt
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Meuter int Beitrag die Vererbtigung zug^prowen, bic EinsriM- i qung auf diese Weise heriustellen. Nach den heut-gen Verdäst nissen ist sie aber durchaus rnißftändig. zte Bürgermeister?, wird beauftragt, mit Meuser wegen Befcitigung zu verhandeln — Aus Ersrarnisrücksickten wird bic seitherige E n a"ung der Anlagen am Kriegerdenkmal aus Sandncinrandsteinc bcüsisen: die fehlenden Steine fallen durch neue ersetzt werden. — Zu bem wiederholt eingereichten Gesuche des Baurats Funk um kaui liche Uebernabme ber von ihm vor etwa 8 Sabren aur ferne »osten ausgeführlen Wafferleitung wird befcklossen, nockmals über den Preis zu verbandeln. Da der Weg, in dem die Leitung liegt, an manchen Stellen um 3—4 Meter ausgefüllt werden muß, wird bic Leitung in einigen Jahren wertlos. Hausanfcklüne iutb in biefet Tieie nickt mehr herzustellen. Um aber den ubngcn Be wohnern dieser Straße heute sckon den Bezug von Da'ier <ui? ber städtischen Rohrleitung zu ermöglichen, in ber Gemctndera- nicht abgeneigt, die Leitung gegen einen enttpredKnben Präs iU erwerben. — Die uneinbringlichen Ausstände der Pworschcn Rechnung aus 1911 werden zur Niederschlagung genehmigt. — Bei dem in diesem Herbst in Büdingen uatMndenden ivert der beutschen Gebirgs- und Wandervereine lott cutc 3us- teH ung fiattfinben. Tcr Festausschuß bittet um Ufbcrlanung ber städtischen Turnhalle und der unteren 9?aume un cchul- hause. Unter Vorbehalt der Genehmigung der Kreisickulkommi!. ton und des Schulvorstandes werden die Räume zur Vertügung gestellt. — Tie Rechnung des Bauunternehmers Kellermann, der bic Maurerarbeiten am Schulhausneubau aussührte, wird gc nchmigt. Tie Al'fstellung der Wirtschaftsrechnung soll alsbald erfolgen. — Ter Ankauf eines Stückchens Gelände vor dem >Dauic bes Friedrich Breidenbach in der Altstadt, der Quadratmeter zu 3,50 Mk, wird beschlossen. — Ter „Gasmeistervertrag' wird in nichtöffentlicher Sitzung genehmigt.
Kreis Lauterbach.
(:) Lauterbach, 18 Mar. In einer heute abge- halte neu Hauptversammlung des lanbtoitt- chaftlrch'en Bezirksvereins Lauterbach berichtete Landwirtschaftslehrer Schwarz-Gießen über eine vom Landwirtschaftskammerausschuß für Cberbeffcn geplante Errichtung einer Kälbervermittlungsstelle die Angebot und Nachfrage von zur Zucht geeigneten Jungtieren regeln soll. Bisher sind an Orten mit entwickelter Viehzucht derartige Tiere mangels geeigneten Ad- atzes vielfach geschlachtet worden, jpäbrenb anderorts Bedarf ist und gute Preise angelegt zu werden pflegen. — Ferner wurde eine Abänderung der Kör 0 rdn u n g bekannt gegeben, die die Vorführung aller Herdbuchtiere vor eine Kommission in dreijährigen Zwischenräumen Vorsicht. Man will hierdurch verhindern, daß zur Zucht ungeeignete Tiere fernerhin als Herdbuchtiere notier geführt werden. Im Kreise Lauterbach findet in diesem Jahre eine derartige Schau für das Schlitzerland statt. Ctnc Zuchtviehauktion für die Kreise Lauterbach und Alsfeld findet am 29. Mai in Alsfeld statt. Eine Anregung, diese bewährten Auktionen tünftig abwechselnd in Lauter- bach und Alsfeld abzuhalten, soll der maßgebenden Stelle zur Berücksichtigung empfohlen werden. — Für Vtehpra- mierungszwecke sind der S t a d t L a u t e r b a ch vom Land-1 wirtfchaftskammerausschuß 120 Mk. überwiesen worden. Herr Schwarz hielt noch einen Vortrag über „Aufgaben auf dem Gebiete der Stammbaumfor-i f di ung", welcher moderne Anschauungen inbezug auf Viehzucht im allgemeinen behandelte. Zum Schluß der Per- j sammluug fand gemeinschaftliches Elfen statt mit Ab- schieds feier für den nach Friedberg verhetzten Kreis- amtmann Herberg von hier.


