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26.8.1912 Erstes Blatt
 
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Baron von Berger f-

93 i c n, 20. Aug. Baron Alfred von B e r g e r , der Tirektor des BnrgStheatcrs, ist heule früh int Aller von oO fahren gestorben. Ma um zweieinhalb Jahre in es Baron von Berger vergönnt gewesen. Leiter des Wiener Hofburgtheaters zu^ fern. TaS Burglhcaler war Baron BergcrSewige Xlicbc". ^lCjeni Urwiener bedeutete die Burg alles Hohe und Herrliche dramauicher Xuuft; er war ausgewachsen in jenen Glanzzeiten Laubes uiu Tingelstedls, da man den Namen dieses klaimchen Theaters nur mit ehrfürchtiger Scheu nannte und ein Wend tn der Burg eine stille Schönheitsfeier bedeutete. Und bann war er IclbU etne kurzc Zeit, wahrend des Provisoriums von 188d bis 188/ al» artistischer Sekretär an die spitze dcS JnNituls berufen worden, war dann lieber gegangen, als daß er nur als handlanger neben sonnenthal gcllandcn hätte, und seitdem war er der ewige Prätendent um den Burgthealertyron, der ewige Kandidat, dem immer wieder andere vorgezogen wurden, und der sich in brennen - Ücr Sehnsucht verzehrte. In dieser Zeit von 1888 bis Lbjy, da ihm Die praktische Bühncnardeit versagt war, hat er al-.- Aestethiker, als Xonscrenzicr Bedeutendes geleistet. 2 n,, taufen den von Borträgen" hat er, wie er ielbu bekennt, ju '..iillionen zesprochen und für seine dramaturgischen Ideen theorctuch gcwirti

In den zehn Jahren, da er das Hamburger staduheatcr geleitet, har er die Wien wie die Neueltcn gleich beruanchligl and Wunderwerke des szenischen Nachichassens, be,anders bei einen Lieblingen Grillparzer und Hebbel, geboten, ^.och von Der Elbe zog es ihn stets zur schönen blauen xonau. Aus Wien Holle er sich die Ära;t, um in Hamburg zu wirken, und als cs ihm bann enblich vergönnt war, in der Heimat an per lang erträumten stelle zu stehen, da schwanden ihm die Hraitc. -ils an müder und kranker Mann bat Baron Berger ictnc ewige Liebe heimgeiübrt, um sie bald zu verlassen.

Otto Schaag ,, ist von .jiaut/flJVLnbiion-.Si

Mbe. K. ME- .

ob sie dies morgen noch sein werden, denn die üabinelts- krisis ist tn der Pforte ebenso chronisch geworden wie die orientalische Frage, würden auch sicherlich zu einem Frie- dcnssckfluß unter halbwegs erträglichen Bedingungen bereit ein, aber der heikelste Punkt liegt darin, ob die Araber zu einem Verzicht auf Tripolis z u bewegen wären, ob die in Tripolis kämpfenden arabischen Truppen und die ihre Lperationen leitenden türkischen Offiziere einen etwaigen Frieoensschluß milmachen würden Aller Voraussicht nach wurde es den Italienern in diesem Falle o ergehen, wie den Franzosen in Marokko, die sich ja auch ihre Molonic erst erkämpfen müssen

Ader mag auch noch einige Zeit vergehen, bis die Vor­verhandlungen sich zu Friedenspräliminarien verdichten, o bars man doch wohl schon jetzt die Zuversicht hegen, daß cm weiteres Umsichgreifen deS Balkanbrandes unter allen Umständen verhindert werden wird, obwohl die maze­donische Agitation in Bulgarien zurzeit intensiv tätig ist und die Montenegriner ihren schnur, über den Fortfall des türkischen Balschiscku's und bie Mürzung der russischen sudsidien in Modilisierungsverjucl^en auszu- toben beflissen sind. Nachdem aber jetzt auch Frankreich alb letzte der signatarmachte der Anregung des Grasen Berchtold, einen Psoinungsaustauschüber bie türniche iFtag. herbeizufuhren, zugestimmt hat, darf man wohl von dieser Aktion der Großmächte, so tvenig positive Erfolge man sich auch davon in Bezug auf bic Lösung des vielleicht unlösbareii Balkanprodiems versprechen mag, wenigstens bas eine erwarten, daß dieser wenn auch nur theoretischen Einmütigkeit der Grogen gegenüber die kleinen Ballan­kläffer verstummen.

TeS lStafrn terdjlolbS Besuch in Rumänien.

Sina ja, 24. Aug Der österreichische Minister des Aeußern, Graf Berchtold und Gemahlin, in Be- gleitung des Legatiousrates Graf tzohos sind heute früh hier eingetrossen. Sie wurden am Bahnhoie vom Mini­sterpräsidenten, einem Hofmarschall und dem öfter- reichifchen Gesandten mit dem Gesandtichaftspersonal emp­fangen. Gras Berchtold wurde um 11 Uhr vormittags vom König in zweistündiger Audienz empfangen. Lodann fand Familienfrühstuck statt, welchem ein Waldaus- flug mit dem ganzen Hose folgte. Abends sand Galadiner statt, an dem auch die rumänischen Minister und hohen Würdenträger teilnal-men. König Carol verlieh dem Grasen Berchtold das Großtreuz der Krone von Rumänien, dem Grafen Hoyos das konturkreuz des Sterns von '.Rumänien.

Tie Blätter begrüßen einmütig den Grasen Berchtold und sagen, der Besuch befestige noch mehr die enge Freund- schäft, welche die beiden Souveräne und Völker verbindet.

unb so sein Ruhm ins Unermevliche fliege. Tann griff man -u einem etwas mehr materiellen Mittel, indem man bie verlockendsten Gel-alter in Aussicht, steltte Drittens zeigte man ihnen, daß der Phonograph ihre Stimme so getreu roiebergcbe, baß von einer Ent­weihung keine Rede sein könnte. Und viertens legte man ihnen nabe, baß es doch ein Verbrechen an den Mitmenschen fei, wenn ic ihre summe nicht für eine möglichst große Anzahl erschallen ließen.

Der Mann mit dem halben Gehirn. Bor einigen Tagen wurde berichtet, daß ein amerikanischer Chirurg eine wunderbare Operation ausgeführt habe: er habe die Brust­aorta eines Mannes, der schwer herzkrank und dem Tode nahe ivar, durch eine An Panzer von Golddraht gestärkt und der Arterie die schwindende Lebenskraft wiedergegeben. Die schwedischen Aerzw haben aber zeigen wollen, daß sie auf chirurgischem Gebiete noch größere Wunder tun können, und der ,r3niramigeant" erzählt, daß man gegenwärtig in Schweden einen Mann herumzeige, bet es fertig bringe, mit einem halben Ge Hirn zu leben. Dieser, ein gewisser Blomquist, genügte seiner Militärpilicht, als ihm cs war im vorigen Jahre bei den großen Manooern eine Don einem ungeschickten Soldaten abgefeuerte Kugel durch den schädel ging. Und da das Leben nicht entflohen war, beschlossen die Chirurgen, den von dem Geschoß zerfetzten Teil des Gehirn- l-erauszunehmen Die Lperalwn gelang vollständig: fünf Wochen 1 pater stand Blomquist wieder fest auf den Beinen, und man glaubte, daß er den vollständigen Gebrauch feiner gelingen tfäbig- leiten wiedererlangen würde. Man madjie iedoch bald die Ent­deckung, daß er die Kenntnis der Buchitaben und der Zahlen vollständig verloren hatte: er konnte nicht mehr lesen und schrei­ben und rechnen Die Aerzte des Hv'puals gingen nun an bic schwierige Aufgabe, die Lücke auszufüllen, und ihre mühevolle Arbeit, der sie sich mit eiserner Geduld Hingaben, war von Erfolg gekrönt: in weniger als fünf Monaten hatte der Mann mit Dem amputierten Gehirn die Kenntnis des Alphabets unb der Arithmetik von neuem erlangt. Jetzt arbeitet er bei seinen Eltern, braven Bauersleuten m der Nähe von Stockholm, unb wer den geschickten Arbeiter, der sich ieines Lebens freut, schaffen und wirken steht, wurde es nicht für möglich halten, daß ihm die Hälfte der Gehirnmasse fehlt. Er erhalt seine Jnvalidenpension, und eine wisienicha'tliche Gesellschaft hat ihm außerdem noch an 1000 Mark im Jahr ;uge,'lchert für den Fall, daß er bereit ist, sich von Zett zu Zeu zu Experimenten herzugeben.

Heilungen beibchalien, und bie Preise nicht wesentlich herab- sctzen, ist aus eine Besserung bet Bcrl)altmise nicht zu rechnen.

Wagner und Meyerbeer. In Spa soll demnächst ein Meyerbeerdenkmal enthüllt werden. Aus diesem An­laß erinnert derGaulois" an eine nicht ganz unbekannte Aiiek- dote, bic den Komponisten betHugenotten" mit dem Kompomiten dcs , Tannhauser" in Verbindung bringt. Als Richard Wagner als ziemlich unbekannter junger Meister nach Pans kam, suchte et Anschluß an Komponisten, bie bamald in l>ohem Ansehen itanben; einer der ersten, bie er besuchte, war Meyerbeer, bet zu jener Zeit gemert wurde wie fein anderer Musiker. Wagner mdnen einige­mal bei dem Gewaltigen, in ber Hoffnung, von Meyerb.er irgend- eine Empfehlung an einen Verleger oder einen Theaterleiter zu erhalten Meyerbeer gab -war dem jungen Landsmann jedes- mal bie feierliche Versicherung, baß er ihn sckjätze und ihm wohl- wolle, konnte sich aber niemals entichließen, das gewünichte Emp- sehlungsbriescheu zu schreiben. Da Wagner aber immer onngenber txit, setzte sich ber große Beerenmeyer, wie ihn »eine nannte, cmes Tages bin und schrieb rasch ein Zettelchen, das Wagner bem Verleger Schlesinger geben sollte. Nichts Gutes ahnend, öffnete Wagner unterwegs den Briefumschlag und las folgciwes: .suchen Sie den Mann bald loszuwerden: er ist verrückt." l:s braucht wohl nicht erst gesagt zu werben, daß Wagner na schon hütete, das Bttefchen dem Adressaten zu übergeben. Ur micb von 3tunö an das Haus Meyerbcers, und man iveiy zur Genüge, wie er itd) später an dem Meister derGroßen Oper" gerächt hat

Was die Länger durch den Phonographen verdienen. Durch bie Gründung des Phonographen hat Ediwn den Sängern und Sängerinnen eine neue Einnahmeauellc ge­schossen. Nach einer Auntellung desMusical American" werben alljährlich für phonographlfche Aufnah men ungefähr fünf Millionen Mark ansgegcben, und bie jährliche Einnahme LineS Stars aus seiner Tängkcit für den Phonographen wirb jvohl nut 100 000 Mark nicht zu hoch emgeschätzt fein, xen Rekord hält hier selbstverständlich (Enrico Caruso, der im letzten Sabre 500 OÖO Mark aus seinerPhonographentatigkeit" de- roaen bat Heutzutage gibt es keinen großen Sänger, der seine Stimme Nicht m den Dienst des Phonographen stellt. Aniangs icdoch hatten die Phonographengeseltscharten mit sckKvierigkeit.:-. ju kämpfen: denn manch großer Geiangstar dielt es tüt unter iciner Würde, seine Stimme phonographiich autnehmen zu lauen. Vier sehr beweiskräftige Argumente, Die von den Geieliichanen ins Feld geführt wurden, Haven schlietzlich den «ünjtler'wl; über- 1 Zuerst wurde bem sich weigernden Länger klargelegt.

Gleichzeitig bat der Äüifer den König, bic Parade in Geit­hain selbst abzuhalten Ter Kronprinz unb die übrigen Fürstlichkeiten wohnen als Gäste des Königs den o^stlicy- teiten unb der Parade bei.

Der Matfec hat sich den MuskelrheumatiSmuS wahrenb der Truppenschau auf bem Großen Land bei Mainz zugezogen. Schon am 'Donnerstag ivar große Schonung erforderlich, um einem beginnenden Schnup­fenfieber vorzubii.gen Am Freitag abend befiel den ütaifer plötzlich große Müdigkeit, die sofortige Bettruhe notig erfcheineii ließ. Am Samstag vormittag arbeitete der Kaiser einige Zeit außerlwlb des Bettes. Am Nach­mittag mußte sich der üaifer auf Anordnung des Leibarztes Dr Zunkcr wieder zu Bett begeben, das er auch am Sonntag nicht verlassen durfte. Tas Schnupfeiificber war unter mäßigen Temperatursteigerungen ausgebrochen Ter staücr fühlte sich Sonntag früh sehr matt. Auch die Mai* f c r i n ist infolge der Erkrankung des Kaisers etwas an» ^^Der Berliner ,Lokalanzeiger" meldet noch aus Kassel: Die Erkältung und das Schnupfenjieber des Maisers haben im Laufe des Sonntags etwas nachgelassen.

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Der Kaifer ertrantt.

Berlin, 23. Aug. Der Maifct ist in Wilhelms- Höhe an einer Erkältung ertrantt, welche nut leichtem aber sehr schmerzhaftem M u s k e l r h e u m a t i s - mus verbunden ist. Er mußte infolgedessen auf ärztlichen Rat seine Reise nach Merseburg und Tresden aufgeben. Tie Parade des 4. Armeekorps bei Merseburg wurde abgesagt. ,,

T resden, 25. Aug. Wie das Lberhosmarfchallamt befanntgibt, verlieh der Kaiser in einem an den König gerichteten Telegramm seinem schmerzlichen Bedauern Ausdruck, den Festlichkeiten Sachsekvs und der schonen Haupt­stadt wegen Ertranlung fernzubleiben unb auf bas Wieder­sehen der braven sächsischen Truppen verzichten zu müssen und den Erfolg ber großartigen Vorbereitungen, bic zu seinem Empfange getroffen, nicht selbst sehen zu koiuieii.

Die diskrete Mission.

Ter am 29. September fällige Jahrestag des italienisch- türkischen Krieges dürfte beide Parteien in feiner sonderlich ubiläumsfreudigen Stimmung finden. Mühselig und er- eignisloS schleppte sich tiefer vperettenfrieg hin, ohne daß einer der beiden Kriegführenden bisher erhebliche Vorteile, dezw. ertistliche Nachteile zu verzeichnen hat. Zwar in Tripolis konnten bic Italiener in den letzten drei Monaten einige Fortschritte feststellen, und durch die Besetzung von Juara ist wenigstens die küstenlinie einigermaßen ge­sichert worden. Aber im Innern des vorzeitig einverleibten Landes sieht die Sachlage heute kaum anders aus als zu Beginn des Krieges, und die italienische Kriegsleitung, die sich wenigstens in einem leistungsfähig erwiesen Hal, nämlich im Telegraphieren, hat sogar darauf verzichtet, die früher so beliebten Meldungen über die glänzctiden Siege und die freiwillige Unterwerfung der Araber zu verbreiten, die bekanntlich nach den ursprünglichen italienischen Ge­rüchten die Italiener als Befreier begrüßt hatten Wenn das doch immerhin vergleichsweise siegreiche Italien keine Freude an diesem krieg hat, kann man das von der Türkei erst recht nicht verlangen. Zwar die Kriegführung in Tri­polis braucht der Pforte wenig Kopfschmerzen zu machen, denn diesen Teil der Geschäfte führen bic Araber im wesent­lichen selber, und diese Art Kleuitiieg kann sich zum Schluß jahrelang hinziehen, wobei am Ende den Italienern früher die finanzielle, als den vereinigten Arabern und Türken die militärische Puste ausgchen lönnte. Aber bedrohlicher als bie tripolitanische Gefahr sind die Wirren im Innern, einmal die noch immer nicht völlig gelöste albanische Ge­fahr, weiter das von Bulgarien aus geschürte mazedonische Problem, und Endlich die nicht mehr verhüllten Putsch­neigungen Montenegros, da-.' sein Töpfchen gern an bicjem Ballanbrande wärmen möchte.

Unter diesen Umständen ist es wohl begreiflich, wenn sowohl in Italien, wo man das natürlich nicht zugibt, wie in der Türkei, wo man in bieicr Beziehung offenherziger ist, eine einigermaßen starke Friedensehnsuchk herrscht, unb Kenn nach Mitteln und Wegen gesucht wird, die Grund­lage für einen FriedenSschluß zu schaffen. Und solche versuche werden zurzeit gemacht, trotz aller Ableugnungen, für die vielleicht auch das eine Zeitlang geflügelt gewordene ' Wort gilt: Die Sache wird dementiert, fie ist also richtig! I In der Türkei gibt man sich denn auch keine Muhe mehr, ! bas Geheimnis zu wahren. Von Konstantinopel aus ist be­richtet worden, daß der Senator Azarian, der den türkisch en Thronfolger auf seiner Reife begleitet, mit einer diskreten Mission betraut ist, bie ihn voraussichtlich in Lausanne mit italienischen Delegierten zusammenführen werde, wobei vielleicht die Vermutung ge­rechtfertigt ist, daß nicht bloß der Begleiter des Thron- solgers, sondern auch dieser selbst etwas von der diskreten Mifsion weiß. Von Rom aus ist zwar diese ganze Mel­dung rundweg dementiert worden, ivoraus aber vielleicht nur hervorgeht, daß es sich eben um eine diskrete Mission handelt. . , ,

ES ist freilich nicht zu übersehen, daß diese nicht mehr zu leugnende diskrete Mission auf außerordentliche Schwie­rigkeiten stößt, denn auf italienifcher Seite hat man keinen Zweifel darüber gelassen, daß man von der einmal dekre­tierten Einverleibung dos umstrittenen Besitzes kein Iota ablassen wolle und könne, während man zu gewissen Zu­geständnissen, so den Verzicht auf die offizielle turkifche Anerkennung der italienischen Oberhoheit über Tripolis, und vor allem eine Geldentjchädigung, bereit sei. Tte tür­kischen Staatsmänner, die freilich heute noch nicht ivissen,

Srantrcirf) und der neue Sultan von lllatoHo.

Paris, 24. Aug. General Liautey ließ dem Mini» fterpräfibenten Poincars folgendes Telegramm des W c s i r - Muley Jussufs übermitteln: m t

In bem Augenblick, in bem bas marokkaimche Volk in Spon­taner Weise bie Proklamation bes Sultan« voigcnonimcn unb bic Delegierten bem Sultan den Traditionen gemäß ihre Ehr- crbictung erweisen, hielt eS der sultan für feine Pflicht, bem Präsidenten der Republik ni 11 j u - teilen, daß er entschlossen sei, bie Entente ju vcrvoll- ft ä n b i g e n unb bas sreunbschattliche Zusammenarbeiten mix Frankreich im Werke des Friedens unb des Fortschritts de« fchernifchen Reiche« -u vollenden, das die beiden befreundeten Regierungen in Angriff genommen haben.

Pomcarä erwiderte: Er habe nicht verfehlt, bem Prä­sidenten der Republik da« Telegramm zu unterbreiten, ba« ber Wesir an Sie gerichtet hat. Der Präsident bittet sic, dem Sultan mitzuteilen, er hatte mit lebhaitester Genugtuung die ihm gegebene Versicherung feiner festen Absicht erhalten, die Entente der beiden Länder au vervollständigen und in freundschaftlicher Weise mit Frankreich iuiammcnjuarbeiten zur friedlichen Entwick­lung des scherifischen Reiche«. Wollen ote bem Sultan- teilen, er könne auf die vollständige Mithilfe der republikanischen Regierung rechnen, bie ben Glauben unb die Trabition ber musel­manischen Bevölkerung achten will unb glücklich sein wirb, bei? Sultan bic Vorteile der Zivilisation erringen zu helfen.

Die Kämpfe.

Paris, 25. Aug. Ein Telegramm des Generals Liauteh vom 24. Aug meldet: Am 22. August wurden ziemlich beträchtliche Truppenabteilungen El HibaS ge­meldet, die auf Mesra - ben»Abu marfchierten Der Kalif El Hibas ist 30 Kilometer nördlich von Marrakesch angenommen. Die Kolonne des Lbersten Mangin traf alle Vorbereitungen, um mit dem Feind in Fühlung zu fom- men und eine Vereinigung mit den Polizeiabteilungen, die von Suk-el-Tleta und Sidi-ben-Nur unterwegs sind, hcr- beizusühren. , z

Casablanca, 25. Aug. Cberft Mangin brach am 22. August aus dem Lager von Suk el Ärba aus und überraschte das Lager des Kalifen. Er griff den Feind an und zerstreute ihn, nahm ihm die Fahnen unb 70U0 Patronen ab. Am 23. August früh, nahm Cberft Mangin den Marsch wieder auf unb vereinigte sich mit dem Cbersten Joseph Mangin schlug einige Truppen­abteilungen de« Kalifen, welche die Kolonne umschwärmten. 2tc Franzofer» batten am 22. August einen Toten unb brei Verletzte, am 23 August zwei Tote und zweiundzwanug Verletzte. Neun

Frankfurter Theater-Sorgen, zas Geschäfts- fahr 1911 12 ber Frankfurter Theat c,r schließt nm_einem Fehlbetrag von 124 000 Mk. Tie Einnahmen des Lpern; und Sck-auspielhaufcs waren in ben letzten Monaten so gering, bau kaum die Kosten ber Beleuchtung davon gedeckt werden konnten. Tas Gesuch der Gesellschaft an bie Stabt, Dicie» xc-ijit zu beeten, wurde von der städtischen Theaterkommission abgetehnt, da die-, der ganzen Theaterverwaltung sehr kritisch gcgenubersteht und Dcm ,ia> nmgumxu uuiy«tsi,

KMS Ä" SÄeXÄ-1 *6 -ein «äne durch ben m °u° L". IW«».

nr. 200 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 26. August 1912

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WM General-Anzeiger für Gderheffen BtzML füreebi"l2ogeßnümmer ^otatlonr-nick und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch' und Steinöniderel H. tange. Rcbaftion, rrpedilio» und Dnidereh rchulstrahe 7. ^.y.'^,ür d«n

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