Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
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Das deutsch-sranzösksche Kongoabtommen.
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auch ihr geringes Vorkommen schon erfiärtid). Aber selbst in i den bal-risäx'n Alpen, wo dieser Baum zahlreich mar, gibt cs heute nur noch wenige, vielleicht im ganzen 100 Exemplare, die aber auch nicht mehr schöne, vollkrästige Stämme, sondern bereits absterbcnd sind: bald ist die Krone kahl, bald Hebt der ganze Baum nackt und zerstört, lieber die Ursache ihres Aussterbens i|t man ich noch nicht vollständig klar. Cb der Mensch sie zuruckgedrangt hat oder ob sie im Konkurrcnzkanipfe mit der siegreichen <ytd)te unterlag, ist kaum zu unterscheiden. Wahrscheinlich haben beide Faktoren an ihrem Untergänge mitgeroirft. Eine weitere Pflanze, die dem Zahne der Zeit und dem Unverstand der Menschen zum Opfer siel, ist die Zwerg birke, die ihrer Kleinheit wegen eigentlich mehr zu den Sträuchern, als zu den Bäumen gercchn^ werden müßte. Aber and) andere Bäume, die uns heute noch nationale Bäume sind, sind im Laufe der Zett bedeutend reduziert worden, wie z. B. die Linde und die Eiche.
Früher kam der Lindenbaum zweifellos auch in größeren Bestanden vor. Zurzeit ist er iedoch in reinen Beständen über» lmupi wohl kaum iwch anzutreffen, und auch unsere althrstorlfchen Ton- und Alleelinden werden von Jahr zu Fahr weniger Auch die Eidie sd)wand mit dem historischen Emschrnmpien der Walder stark dahin Buche und Fichte verdrängen sie immer mehr. So fällt mancher herrliche Waldbaum dem Zahne der Zett und dem Unverstände der Menschen zum Lpfcr.
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Bern, 20. Juli. Die deutsch-französische Kongokommission unterzeichnete gestern das Schlußprotokoll, das den Wortlaut der den beiderseitigen Regierungen zu unterbreitenden Vereinbarungen enthält. Die Vereinbarungen umfassen drei Entwürfe, xer erste betrifft die Vorbereitung der Abgrenzungsarbeiten und hat rein technischen Eharatter. Er )cfrt fest, daß eine gemischte Kommission die Abgrenzung ausfuyren soll und regelt, wie auf die beste und schnellste Art und Weise der Zua der Grenze sestzustellen sei, gemäß der Definition in
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ks. Heliurnguellen. In der französischen Akademie der Wissenschasten haben Moureu und Lepape Mitteilungen über die Entdeckung von Quellen im Tepanement Eote^d^c gemacht, die gewaltige Mengen von gasförmigem Helium aushauchen. Ter Heliumgehalt der Quellengase ut außerordentlid) Hart, bis 10 v. eine der Quellen gibt im Jahr bis zu 18 Kubikmeter des Edelgases ab Wenn man annähmc, daß es sich um inid) erzeugtes öelium handele, müßten sich in der Gegend der Quellen ungefähr 90 Tonnen Radium vorfinden, was völlig ausgeschlonen ist Man muß daher zu einer anderen Erklärung für das reiche Vorkommen des yeliumd greifen: cs handelt sich um fossiles Helium, das viele Jahrtausende hindurch in Taschen des Geil eins vorhanden war und jetzt allmählid) frei wird. .Hierzu wären nur 300 000 Tonnen Granit Und 2 Tonnen Thonantt notig. Alle diese Hcliumguellen liegen auf einer beinahe geraden Linie, die von Südwest nach Nordost streicht und Tfton kreuzt.
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AlhnmCbt anza ßesand, Rku lm Bril' ßla« erbeten. *NM
Deutsche öäume, die ausfterben.
Tlls der Mensch vor Jahrtausenden von unserem deutschen Baterlande Besitz ergriff, 'da hatte er einen harten Kamps zu bestehen, um für seine Ader- und Wcidgründe Platz zu gewiimen. Im Wiittclalter aber arteten diese Waldrodungen fast zu einer Art ^Waldvcrnichtung" auS, und schon in der damaligen Zctt haben [jir LRildschoniiNgsgcsctze. Aber nicht allein die Rodungen sd)ma- l-rten unseren Waidbestand. Tas historische Einschrumpsen der Wälder bewirkte nod; andere Ursachen, so z. B. das starke Verlangen nad) manchen Holzarten, wie das der Eiche, der Eibe vnd dergleichen. ... ., ..
In einem höchst lehrreichen Aufsatze der „Naturwifsenfdstlft- l-.d)cn Wochenschrift" beklagt Dr. Josef Reindl das ---chidsal ,o tiicler B<iume, die früher in Tcutsdstand, besonders m Ieiner engeren Heimat Bayern, zahlreich waren und nun entweder voll- fiänbig auf den Aussterbeetat gesetzt Jini) oder von denen doch pur wenig Hoffnung vorhanden ist, daß sie in größeren Bestanden ttiedcr angepflanzt werden. Zu diesen beute äußerst seltenen Räumen gehört an erster Stelle die Eibe (Taxus baccata), die zur Vomerzcit das dichte Unterholz unter twchragcndcn xanncii, Eidfen Mid Buchen bildete. Noch im Mittelalter gab es gröbere Bestände Eybener Wälder". Aber wegen seines feinen, uiwerwüstlichcu rund eia,nüben Holzes, das seine Verwendung zu Bogenwanen g-anz besonders geeignet machte, wurde der Baum namentlich im 16 und 17. Jahrhundert schonungslos ausgerottet. Von dieser 2lbschlachttiiig kann man sich einen Begriff machen, wenn man hort, daß auf der Freisingschen Herrschaft Waidhofen im Jahre lo88 «Ilcin ungesälir 10 000 Eiben abgeschlagen worden und. Noch öinge nach Erfindung des Schießpulvers waren Eibenbogen, ramentlid) in England und in den Niederlanden, als Wauen in Gebrauch. Ferner erhellt aus Urkunden, das; eure Nürnberger Handlung dauernd große Posten Eibcnbogen nach ^-rwiksurt a. M.. 1589 allein 12 000 Stack —, nach Köln usw. sandle, and bau Eud) andere Handelshäuser, besonders in Leipzig, Augsburg und ver Schweiz sich mir großen Posten an dem Handel mit aibenholz iracb England beteiligten. Heutzutage gibt es in ganz ^utsch- Ihni) nur noch sehr wenige Eiben^eren Zahl nut in$flqamt 1200 Llis 1500 vielleicht noch zu hoch Mrissen lein dürfte. Übrigens jürfte cs interessieren, daß der Ruhm, der älteste Baum -.cuisd)- Mnds zu sein, einer Eibe in Bauern gehört, die im Dlnkernciner Lale nahe der Poinhütte in einer .^ohnUagc von etwa12o0 Metern iiebt Ein anderer aussterbender Baum Deutschlands Ul die Zirbelkiefer, auch Zirbc oder Arve genannt (Pmus ceni.br a ‘?ie Zirbelkiefer ist fast ausschließlich ein Alpenbaum, und so ist
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n Historische Kommission für Hessen und Waldeck. Tem soeben crid)ienencn 15. Jahresbericht der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck Ht folgendes zu entnehmen: Tie 15. Jahresversammlung hat am 22. Juni im Lenatssaale der Universität zu Marburg in Anwesenheit von ctroa 30 Patronen, Mitgliedern und Mitarbeitern stattgesunden. Ter Vorsitzeiide, Prof. Frhr. v. dcr Ropp-Marburg teUte dabei u a mit, daß wieder eine Anzahl Patrone, barunter Ober- vräsideiit Hcngstendcrg Kasfel und Fürst Friedrich Wilhelm zu Bsenbur g-Büdingen in Wächtersbach der Kommis non beigetreten seien. Tic Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 4748,45 Mk. unb eine Ausgabe von 5223,23 Mk., Ka,,enbe,land 9914,23 Mk. unb 2000 Mk. zinstragende Anlage der Hälfte dcr Ltirter- beiträge. Zu Mitgliedern wurden in der Versammlung gewählt Pros Tr Heidrich in Frankfurt a. M., Oberbürgermeister 2^. Lcholz in Kassel und Assessor Tr. Varrentravv in Frankfurt a. M. Ter Jahresbericht enthalt ferner eingehende '.Viittedungen über Die wissenschaftlidxm Unternehmungen, sowie ein Namensverzeichnis Iber Stifter, Patrone und Mitglieder.
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Verluste erlitten haben. Die italienisckxni Nachrichten be
....... q(ice xianbet des Vereins nur rund 9,5 Millionen Franks, 7\ip Jrtnäniüuriü ÖCS WcltpOftportOS. und zwar verteilt sich diese Summe auf 136 Poslverwal- VIC ‘trmaßiguny r IF . tun gen derart, daß die einen zuzahlen, die anderen er»
T<r im Frühjahr 1913 in Madrid ^ufammentretendc ^nen Für Deutschland stellte sich die Bilanz so, dan 5leltpostkongreß, auf dem die 183 dem Weltpostverein an»I , ^^^000 Franks zu zahlen und 1423000 Franks zu p örenden Staaten vertreten sein werden, soll. "i Ordern hatte, waS also eine Zuzahlung von 83009 Franks erittcr Reihe mit der schon auf dem letzten, 130b in Jtom I bct)cutct Dieser Verlust an Transitgebühren, der Dtel- ab,gehalten en Postkongreß lebhaft erörterten Frage einer . burch die schon wiederholt angeregte Herabsetzung Ermäßigung des Weltpostportos beschäftigen. Tamal., fccr Dransitgebühren noch verringert werden könnte, wurde ^ermüt^rÄtog* ab. ^«<5 S«-i--n.ng M »«'
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: dlng etiva an eine 4.a$c von lo .Mennig d n Mark ans dem Briesverkehr ergab. Tie Verkehrsgeschichte
Tie «.tatistik lehrt uns, da,, Ichon ictzi ^hrt uns eben, daß jede Ermäßigung der Tarife, da sie
; aCe Länder etwa 40 Prozent der Ausländsbriefe nicht I Berbesjerung und Erleichterung der Verkehrsbediil- bu-it 20 Pfennig» bezw. 2., Elm.-Porto, sondern dem ^n» darstellt, den Verkehr hebt und damit zugleich die
1 k.bsiwrto von 10 Pfennig oder 1 Pemch (8,o Psg ) oder » Entwickelung fördert. Damit ist zugleich zum
I Elm. (8,1 Pfg.) oder 2 Cents (8,4 Pfg ) unterliegen. qcbrad.lz daß die Tarispolitik der Post nicht allein
r-nn es befiehl eine Menge von nonderpostberetnen, inner IcinJ fiskalischen Liandpuntt aus bemessen werden
HAb deren das Inlandsporto gilt. So haben wir m bcnu lüCnn irflCnb etwas, so muß doch wohl eine
1 ukschland das jehnMenniöpoUb nutstehen - im Zeichen des Verkehrs!
nut Luxemburg, mit Ehiua und mit Marokko. Ganz Nord -1 y --
amcrilä (die Union, Zianada und Mexiko-, ganz Australien, qciiA Südafrila bilden Peniiyportogebiete fnr sich. Tern glichen Jaris unterliegt der Briesverkehr zwischen Grog-
6 Britannien und den Bereinigten Staaten von Amerika, und $ in beschränktem Maße gilt dies auch für den Verkehr ui-ischen Deutschland und der Nordamerilanischen Union, öciut die Taxe beträgt 10 Pfennig für je 20 Gramm und ütn dort nach Deutschland 2 Eents für jede Unze, aber ivrilid) nur, soweit die Briefe auf dem direkten See» 1Defle im Verkehr zwischen Bremen oder Hamburg und Km, Bork befördert werden. Zurzeit bestehen bereits elf I xtoniaipoftBercme, 2ö Mchba.postvcreine und 16 über- w w -----------------------------
j-ische Poswereine, so daß wir uns tatsächlich dem er» I Artikel 1 des Vertrages vom 4. November 1'311 und
rwßigten Wettpvstporto mit Riesenschritten nähern. Es! nE Artikel 4 dieses Vertrages, der empfiehlt, der Geist! also nicht rcd)t ein^usehen, weshalb der Weltpostkon- Altung des Terrains und den lokalen Umstäilden Rechnung grcß nicht enbtid) ganze Arbeit machen und statt der an- ' traqen Der Entwurf über die Ucbergabe der aus- g. blich geplanten Ermäßigung auf 15 Eents Nick)t gleich ^tauschten Gebiete fetzt die Zeitpunkte fest, wann die ver- u dem Inlandsporto übergehen sollte, was freilich', wie .^denen Gebiete in Bruchstücken und nach und nach über- c 0N betont, für Deutschland wohl aus dasselbe hmaus- "ben morden sollen unb zwar in einer Weise, die der üme. gemischten Grenzkommisfion ihre Tätigkeit möglichst er-
Jm übrigen ist es bekannt, daß die Reichspostverwal- Richtern, Zwischenfälle vermeiden und das Prestige der unfl dieser Ermäßigung des Weltpostportos jetzt sympa- europäischen Nationen in den Ailgen der Eingeborenen wah- k.ischer gegeniibersteht als früher. Hat doch der Staats- rcn )olL Tann folgt der Entwurf betreffend bie Konzes- dretär les Reichspostamts, Krätke, am 27. Marz im fionsgesellschaften. Tie drei Entwürfe werden erst defi- )ieichstage, der sich wiederholt für das ermäßigte Welt- wemi sie die Zustimmung der beiden vertragschlteßen- ^stporto ausgesprochen hat, erklärt, daß die Reichspost- ^^n Regierungen erhalten haben.
Verwaltung bestrebt sei, dem Wunsch nach einem billigeren -----.---- .. —-------------=
Jiorto mit den 'Nachbarländern Rechnung zu tragen Wir T)or UUf ÖU DakdONelleN.
innileii aber hofien, daß diese Geneigtheit sich nicht nur I . . c ar
uif die Nachbarländer erstreckt, denn die bisher immer Während die Italiener ansanglich überhaupt den An- iwiebcr ins Feld geführte Behauptung, daß die Frage der griff auf die Dardanellen ableugneten, haben fie inzwischen L railsitgebühren ein Hindernis für die Einführung des s zwar den Kampf zugegeben^aber^sie^wollen^dabei^
I Messingbad üngekah Stücken und Säcke: brüder DiÄi» Frllzlar. £
2 alofl u .Expedition 51
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lephon 48. le
agen in der Hauptsache: . . , ..
Rom, 2<>. Juli Tie Agenzia Stesam bestätigt, daß die italienischen Torpedoboote gestern nacht unbemerkt 20 Kilometer in die Dardanellen eilige fahren, trotz des Kreuzfeuers der Forts die türkisch? Verteidigungsstelliiiig aufgeklärt haben und in voller Crt- nung und ohne Verlust in das Aegäische Meer zurück" gekehrt sind. . , .,. ,
Die Agenzia Stefani veröffentlicht folgende a in t l i nie Rote: Infolge dringender wiederholter Informationen, die dem Qberlommando der italienischen ©teft reit traf te zugingen und die besagten, daß die türkische Flotte beabsichtige, einen lleberfall aus unsere Schisse im Aegaikchen Meere zu versuchen, wurde in den letzten Tagen angeordnet, die Kreuzfahrten unserer Torpedobootszerstörer öfter unb weiter nach Norden stattfinden zu lassen Tie Torpedo- bootsslotille fuhr, vielleicht während sie sriedliche Torpedoboote verfolgte, mit bewundernswerter Kühnheit und in vollkommener Qrdnung unbemerkt in die Dardanellen ein.
Rom, 21. Juli. Vizeadmiral Viale meldet mittels Funlenspruch von Bord des Linienschiffes „Regina Elena'' vom 20. Juli: In der Mitternacht vom 18. auf 1'3. Jüli nelang es einem Geschwader, das aus den Hochseetorpedobooten „Spica", „Eentauro", „Astore", „Elimene" und „Perseo" gebildet war, durck) ß i ft in die D a r d a n e l le n - Mündung hineinzufahr en. Das Torpedoboot „Astore", das am Ende des Gesdiwaders dampfte, ivurbv bald entdeckt. Sofort eröffneten die Batterien der beiden Küstenufer das Feuer auf das Schiff. Tie Wachen, die am Ufer zahlreich in geringer Entsernung ausgestellt waren, gaben das Alarmsignal weiter. Eie Evr- pedobootsflotiile, stets von ungefähr einem Tugend Scheinwerfer beleuchtet, verfolgte luh.' in enger Formation nut einer Geschwindigkeit von 21 Knoten ihren Weg nnd hielt sich sehr dicht an der europäischen Käste. Als ungefähr Kilidbahr erreicht war, wurde das Feuer lebhafter. Tas Torpedoboot „Spiea", die Spitze der Flotille bildend, raun gegen eine Stahltrosse. Nacktem es losgetommen n>ar, dampfte es weiter und stieß wiederum mit einer Trosse zu ammen, von der es ebenfalls loSkarn, indem eS Volldampf etzte. J-enfeitS Kilidbahr und Tschanak war die Wasserfläche durch Scheimverfer von der Küste und den türtifchen Kriegsschiffen her vollständig hell beleuchtet. Vom Lande und von den Schiffen aus wurden sie durch heftiges Ar- tillerieseuer bestrichen. Die sich kreuzenden zahlreick-cn Lichtkegel unb Scheinwerfer machten es unmöglich, die türkischen Kriegsschiffe zu erkennen oder auch nur eine annähernde Feststellung ihrer Lage vorzuneh- mcn. Daher hielt es der Kommandant M.illo für unnütz, einen Angriff zu unternehmen, der den Verlust der meisten Torpedoboote zur Folge gehabt tjätte. Da er fick) weiter sagte, daß die Ertundungsfahrt im übrigen vollständig geglückt sei, gab er den Befehl zur Rückfahrt, die in Ruhe und Ordnung vorgenommen mürbe. Obgleich das Feuer der türkischen Batterien an Stärke zunahm, haben die italienischen Torpedoboote nur geringe Beschädigung erlitten.
Rom, 21. Juli. Tie „Tribuna" verössenllidst ein I nter- View mit dem Marineminister über die Fahrt der italienischen Torpedoboote in bic Dardanellen, xer Minister crtlartc die Lektüre des Berichtes des Mmirals Viale mache ihn glücklich. Tie Einzelheiten des Berichtes setzten die Kühnhctt von 15 Qsftzieren und 150 Matrosen, die ein Ruhmesblatt rn der Geschichte der italienischen Marine sei, m ein "oueS Licht. Ter Minister hob hervor, es habe sich um eine Probe des Widerstanden des Mutes und dcr Kaltblütigkeit der itahem|d)cn Marine und dem Flottillenchef Milli gehandelt. Er, der Minister, werde den Teilnehmern an der Fahrt Belohnungen gewahren. Er wies
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. ff Wie die Sonne die Erde bestrahlt. Eammille Flammarion, der bekannte Pariser Astronom, wirft in einem Pariser Blatte die gewiß zeitgemäße Frage auf, wie viel Warme die Erdoberfläche von der Sonne empfängt. Früher glaubte man, die Sonne sende glcid)mäßig strahlende Wärme aus, und aus ünfzigjähriger Beobachtung haben die Astronomen einen Nftttcl- wert von 1,8 bis 3,47 Kalorien als Sonnenkonstante gciunden. Diese Menge von Malonen empfängt 1 Quadratzentimeter der Erdobersläd-c innerhalb einer Minute, wobei die große Kalorie gemeint ist, also die Wärmemenge, die ein Kilogramm Wasser^n»^ i einen Eelsiusgrad erwärmt. Tie Sd)wankungen der Erionrn der Erdoberfläche führte man auf den Wechsel des Zustanocs.^, Atmosphäre zurück. Flammarion teilt nun mit, daß nach Oe». | neuesten Untersuchungen des amerikanischen Astroiwmen E. G. Abbot die Wärmeausstrahlung der Sowie ivirklid) unglcid)maßig ist Es wurden gleichzeitig genaue Messungen der -sonnen* bestrahlung in der Oberfläche des Meeres, m Washington, auf dem 4500 Meter hohen Mount Whimey und aus dem 4830 Meter hohen Mount Wilson gemacht, wobei als Meßwerkzeug das Lang-
’ leysche Bolometer benutzt wurde, mtt dem man Temperatur* ■ unterschiede von ein Zchnmülionstel Grad Celsius erkennen kann.
Tie Ergebnisse dieser Beobaclstungen sind, daß die alten Mepungen . durchaus richtig sind. Tie Sonnenkonstante liegt wirklich zwischen
1,8 und 3,47, icdoch ist es keine Konstante, sondern eine^Zahl, die zwischen diesen beiden Werten hin- und herschwankt, -rie Sonne strahlt ungleidsmäßig Wärme aus, während nicht die Atmosphäre das Schwanken der Konstante verschuldet.
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vJ l v li v 11V i uinviyvi MW politischen Teil: Auausl ä» General-Anzeiger für Oberhessen MM I^ahm^von^rt'njrigen Rotationsdrud und Verlag der vrühl'fchen Univ.'vuch- und Steindruckerei n. Lange. Redaktion, Erpedmon und vruckerei: Schttlftrahe c. Lven: lür den .7 die raqesnummer Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschastsftelle Bahnhofstraße 16a. Umeigemcii-
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ermäßigten Portos bilde, ist unhaltbar. Nach der lettten Statisti'l des Weltpostvereins betrugen die Tranfitgcbübr** aller Länder des Vereins nur rund 9,5 Millionen Frau


