Ausgabe 
16.12.1912 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Weitaus!

750-1400, 900-1300, 480-950, 240-840,

1

b den,

® worps1

** alle $

4

39

die Sunimc, die 130 Mk. Zinsen, auf diesen, Wege gemacht werden.

53 Mitglieder erhielten, 6546 Mk. in Es gibt hier viele Weihnachtskassen, so d erhebliche Beträge für Weihnachten flfifl

2 43

8

4

5

35

D«

Verkehren pflegt, zahlreich und recht lohnend. Auch die Spielwarenläden und die Geschäfte, die mit Lebkuchen, Christbaumschmuck und sonstigen Süßigkeiten Handel trei­ben, hatten gestern einen vollen Erfolg. Dagegen konnten die Geschäftsleute, die ihre Kundschaft aus der Stadt und aus den Landstädten der Provinz haben, gestern nicht ganz auf ihre Rechnung kommen. Die Geschäftswelt erwartet, daß die kommende Woche ihnen noch gute Einnahmen bringt und hofft, daß das Haupterfordernis dafür, nicht zu mildes Wetter, von den Wettermachern bestellt ist.

New 9)orf, Mrf)«amerifani[d

8.B0R5 Aul

ä«

Ztmmerzahl

leerstehende Wohnungen Preis Mk.

Zimmerzahl

Leerstehende Wohnungen

3

70

Aus Stadt und Land.

Gießen, 16. Dezember 1912.

Der silberne Sonntag.

Der gestrige vorletzte Sonntag vor Weihnachten zeigte rur den erwarteten Geschäftsverkehr ein trübes segnete bis IO1/. Uhr und ängstlich schauten Kaufleute und Gewerbetreibenden zuni Himmel, der ? auch wieder ein Einsehen hatte unb seine Schleusen P° . djc dw Laden für den Berkaus sich öffneten. Nach ^.^rttagei cn stellte fick, mtS der Umgebung die kauf' trafhgc Ku rw sch ast der Jndustncbevölkcrung ein und die Gelchastsabschlüsic luarcu da, wo die Landkundschast zu

Landkreis Gießen.

-- Wieseck, 16. Dez. Im Dorfeldschen Saale fand gestern abend ein Konzert statt, das von einigen Du- gliedern der Kapelle Mank unter Mitwirkung der C*- sangvereine Eintracht und gegcbfii

wurde und sehr gut besucht war. Einwandsfrei vorgk» tragens Konzertstücke und Soli wechselten in bunter Reid»- folge mit stimmungsvollen Chören ab. Störend trirte nur, daß eine Anzahl Besucher es nicht fertig bringen fein­ten, wenigstens während der Vorträge ihre überlaute Um terhaltung einzustellen.

Kreis Schotten.

Eichelsdorf, 15. Dez». Heute vormittag hielt ink neuernannter Seelsorger, Pfarrer Scriba aus Skumperlcni seine Antritts predigt. Dckanatsstellvertreler Psarrer von Ober-WiÄrersheim wies ihn in seine neue Stelle ein.. Tf Verwalter Böning ist von hier nach Griesheim versetzt wordm

Ober-Schmitten, 16. Dez. Die beiden hicki! Papierfabriken werden ihren Betrieb bedeutend vcrgrr Fabrikant Mousang hat oberhalb seiner Fabrik einen sehr gedehnten GÄändekomplex für 2 Mark, den Quadratmeter, worben, um noch weitere große Fabrikräume daraus zu erncb Für seine Beamten sind HWsche Wohngebäude im Rohbau voll Auch dieStaffelsche Fabrik erhält ein neues großes Kesse! und einen neuen Fabrikschornstein von 60 Meter Höhe.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 15. Dez. Heute abend sand in der, leuchteten Stadtkirche eine liturgische Adventsfeier statt I Gotteshaus war voll besetzt. Die Gesänge führte der evang. Ki gesangverein aus. Ein verbindender Text wechselte mit Lied« der Gemeinde und einer Ansprache des Geistlichen ab. KunistrL Orgelvorträge trugen zur Erhebung der Gemeinde bei. -c heutige Sonntag brachte viele Käufer Qis der Umgegend bi'" her. Die Geschäftsleute waren zufrieden. In den Warenhäuser drängte sich die Menge.

m. Bad-Nauheim, 15. Dez. Der innere Umbau seres Amtsgerichtsgebäudes ist solveit vollendet, erhält einen großen Sitzungssaal, ein Anwaltszimmer und T Heizung. Auch die im obersten Stock gelegene Oberamtsritt' Wohnung wird neu hergerichtet und von Oberamtsrichter Dr. am 1. Januar bezogen werden. Der pensionierte Oberamtsi Geh. Justizrat Süffert, hat seinen Wohnsitz in Darmstadt ge men. Nach einem Beschluß der Stadtverordneteuversamii soll die umfangreiche Ortsbausatzung, die zum größten Teile Nachträgen besteht, zusammengefaßt und in einem Bande h gegeben werden. Die Kanalisationsarbeiten, durch die schlechte Witterung eingestellt werden mußten, sind )vi

7 6

5 12

fen dagegen Einwendungen erheben, die Führer der ein­zelnen Missionen abwechselnd den Vorsitz führen sollten. Bezüglich des Waffenstillstandes wurde festgestellt, daß, sobald der Waffenstillstand unterzeichnet war, man die Türken klar und deutlich darüber verständigte, daß Griechenland an der Konferenz teilnehmen werde, trotzdem es an dem Waffenstillstand nicht betei­ligt ist. Die Führer der vier Balkanmissionen formulier­ten die den Türken zu stellenden Friedensbedingungen Die Zusammenkunft endigte mit dem Austausch loyalster und freundschaftlichster Versicherungen über die Einigkeit der Balkanstaaten.

Wien, 15. Dez. Der österreichisch-pngarische Bot­schafter in London, Graf v. Mensdorf, ist heute mittag nach London abgereist.

London, 14. Dez. Die. Friedenskonferenz beginnt am Montag nachmittag.

Eine deutsche amtliche Aeußerung.

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochenrundschau:

Der abgelaufenen Woche darf man nachsagen, daß sie keine Verschärfung in die europäische Lage gebracht hat: von der am Montag beginnenden .Konferenz möchten wir wünschen, daß sie den Erwartungen gerecht wird, die sich cm die bevorstehende Einleitung der Friedensunterhandlungen und die Bot­schafterbesprechung in London knüpfen. Der Versuch, zwischen der Pforte und ben Balkan-Regierungen in unmittelbarer Verhand­lung einen vertragsmäßigen Ausgleich der durch den Krieg nicht entschiedenen Streitpunkte hcrbeizuführen, 'wird von allen Groß­mächten mit Sympathie begleitet. Für den Verlauf der Botschaster- besprechung kann es wohl als günstiger Umstand gelten, daß die Balkanpolitik Oesterreich-Ungarns jetzt in manchen Kreisen gegen früher ruhiger gewürdigt wird.

Oesterveich und Serbien.

Paris, 15. Dez. DieAgence Havas" meldet aus Belgrad: Die serb ische Regierung drückte angesichts des beständigen An wachsens der militärischen Maßnabmen O esterreich s gestern durch die Ver­mittlung des Gesandten in Belgrad der österreichischen Re­gierung ihr Bedauern über die gegen Serbien unternom­menen Demonstrationen aus, besonders gegenüber Belgrad. (Notiz desW. T.-B.": In Wien ist von einem solchen Stritt nichts bekannt.)

Die Agence Havas meldet aus Belgrad: Die U n - t erh andlun g en Serbiens und Oesterreich-Ungarns würden folgende Grundlagen haben können: Serbien werde erklären, daß es mit Oesterreich die freundschaftlichsten Beziehungen unterhalten will und daß dabei seine voll­kommene politische Unabhängigkeit bewahrt werde. Ser­bien werde der Autonomie Albaniens zustimmen, voraus­gesetzt, daß es einen Hafen am Adria tischen Meer erhält, zu welchem es freien Zugang haben muß; es werde sich ver­pflichten, diesen Hafen nicht in einen Kriegshafen umzu­wandeln. Oesterreich werde betreffend der Anleihen und öffentlichen Arbeiten das Vorzugsrecht erhalten und auch wirtschaftlich die Behandlung einer meistbegünstigten Na­tion genießen. Es werde schon jetzt den Vorteil haben von der zu seinen Gunsten vorgenommenen Tarifrevision Man versichert, daß Serbien auf dieser Grundlage bereit ist, Unterhändler nach Wien zu schicken.

Bulgarien und der Dreibund.

Der bulgarische Sobrcrnje-Präsident Dr. Danew er­klärte dem LondonerTemps"-Korrespondenten bezüglich der Meldung desFigaro" über den angeblichen Beitritt Bulgariens zum Dreibund:Die französische Presse scheint etwas nervös zu sein. Sie wissen, daß es zu den Tradi­tionen Bulgariens gehört, herzliche Beziehungen zu allen Mächten zu unterhalten. Noch vor kurzem haben uns unsere ausgezeichneten Beziehungen zu Oester­reich gestattet, in nützlicher Weise in die Beziehungen der Doppelmonarchie zu den Balkan-Verbündeten einzugreifen. Warum sollten wir diese nützliche Rolle auf geben? Wenn wir einer Mächtegruppe beitreten sollten was wir keines­wegs beabsichtigen, so wäre der Augenblick wahrlich recht schlecht gewählt.

Die bulgarische Thronrede.

Sofia, 15. Dez. Der Ministerpräsident eröffnete die Sobrauje mit der Verlesung einer Thronrede, in der zunächst an die von der Volksvertretung der außer­ordentlichen Session gegebene Zustimmung der Kriegs­erklärung erinnert wird. Es heißt dann weiter:

Es gefiel Gott, unsere Waffen zu segnen. Ich bin glücklich, ihnen zu den glorreichen Siegen Glück z u wünschen, den tapferen Offizieren und Soldaten zu danken und mich zu verbeugen vor den Gräbern der Helden, die für das- bulgarische Volk fielen. Die Armee erfüllte ilyre Pflicht und machte dem Vaterlande Ehre. Das Gedächtnis der Tapferen, die den Tod verachteten, wird unsterblich sein. Nach unseren Siegen und um dennichtwenigerruhmvollenSiegenunsererVer- bündeten wurde der Feind gezwungen, um die E i n- stellung der militärischen Operationen zu bitten. Die Fnedensverhandlungen beginnen bereits in der Hauptstadt Iroßbritanmens. Hoffen wir, daß die Verhandlungen mit dem Abschluß des Vertrages enden, den hohen Opfern der Verbündeten gerecht und daß es nicht notwendig wird, daß unsere Truppen dem KanM von neuem aufnehmen. Wir stellen mit großer Be­friedigung fest, daß das Beginnen Bulgariens und feiner Ver­bündeten für die Freiheit und Gereck-tigkeit mit Sympathie aus­genommen wurde, und daß von allen Seiten Hilfe für die Ver- wimdcten und die durch Entbehrungen mitgenommenen Soldaten auf bcnt Balkan taut. Für diese kostbaren Beweise der Sympathie und hochherzige Hilfeleistung sprechen Bulgarien und ich unseren Dank aus.

Die Regierung bringt einen Gesetzentwurf betreffend bie Votierung des Budgetprovisoriums für das erste Quartal 1913 ein und einen Gesetzentwurf betreffend die Eröffnung emes außerordentlichen Kredites von 50 Mil­lionen für Hecresbedürfnisse, der durch Emission von Schatzbons gedeckt wird. Der Ministerrat beschloß, olle Kaufs- und Verkaufsoperationen, die während des Krieges in den eroberten Gebieten über Grund­stücke abgeschloffen wurden, zu anullieren, um Miß­bräuchen mit öffentlichen und privaten Grundstücken in bcn ehemals türkischen Provinzen zu begegnen.

Preis Mk. 288-950, 250-425, 180-330

An 25-Zimmer-Wohnungen ist demnach kein Mangel, während fast keine größeren Wohnungen leerstehen.

** Lan des-Universität. Der Personalbestand für das Winter-Semester 1912/13 ist erschienen und für 50 Pfg. zu haben.

** Stadttheater. Nochmals sei auf die morgige Erstaufführung des neuen SchwankesSo'n Windhund" von Kraatz und Hoffmann hingewiesen. Am Mittwoch wird die PosseAutoliebchen" int Abonnement ge­geben; eine Wiederholung dieser Vorstellung im Abonne­ment findet nicht statt, worauf die Inhaber von Gut­scheinen der anderen Abvnnementstage besonders aufmerk­sam gemacht werden. Diese Mittwochvorstellung ist über­haupt die letzte Abomiementsvorstelluna vor den Feier­tagen, da am 20. und 24. Dezember nicht gespielt wird.

** Der deutsch-österreichische Alpenver- eln, Sefti»n Rieften hielt am Donnerstag abend im , Hotel Kohler, feine gut besuchte Hauptversammlung

ab. Nack dem vom Vorsitzenden Prof. Hedd er ich erstatteten Jahresbericht bewegte sich das Vcreinsleben in den herkömmlichen Bahnen. Der Mitgliederbestand beträgt 125. Tie Hanpttätig- keit des Vorstandes galt dem Hüttenbau in den Kärntner Alpen der wegen der ungünstigen Witterung nur langsam vor sich ging' aber trotzdem rni Rohbau vollendet werden konnte. Die Kosten des Hüttenbanes, etwa 25 000 Mark, sind dank der reichen Zu­wendung bei; Mitglieder und der Subvention des Hauptvereins letzt sawn falt vollständig gedeckt. Von Herrn Fr Kühn ist das erste Hüttenbuch gestiftet worden. Die Vereinskasse -batte 1561,45 Mark Einnahme und 1110,11 Mark Ausgabe so daß 451,54 Mark Kassebestand vorhanden ist. Einige von Fabrikant Meyer aufgenommene Ansichten aus dem Hüttengcbict erregten allgemeine Bewunderung. Der Vorstand mürbe burch Quruf nnebergewählt. Er besteht aus bcn Herren Prof. Ö ebb er ich 1. Vorsitzender, Kommerzienrat Schaff staebt, 2. Vorsitzender Kaufmann Sauer, Schriftführer, Fabrikant Meyer, Rechner' Bros. Schaumann, Bibliothekar, Kaufmann Schulze, Touren­wart, Fabrikant H. Eichenauer und Kaufmann Walb- ld) m i b t - Wetzlar, Beisitzer Für das Jahr 1912 würbe folgcnbcr ^ourmiplan mnyciteat: o. Jmruar: Gleiberg-Fellingshausen- ?nn£bo9r"^1^cr-;®lÄcn (Veremslokal.) 5U Stunden. Abm 9 Uhr Lahnbruckc. 9. Februar: WetzlarStoppelbergBolperts- l>ansenCleebergButzbach. 6 Stunden Absahrt 10 Uhr trorm 16. März: AßlarBechlmgenAbl er horstAltcnstäbtcnH^en' solmsBieber. 51/2 Stunden. Abfahrt 10 Uhr vvrm 13 April - ColbeSckonstadtBrachtRvsentl-alHerrenbänke Lanbgra- fenborn-MellnauWetter. 61/2 Stunden. Abf. 8,18 Uhr irorm ^onntagskarte Marburg. 25. Mai: WetzlarWil Helmsdorf LberlaukenNeuweilnau-FinsterntalSckmiiten Landplacken Homburg. 6 Stunden. Abf. 4,59 norm. 14/15 Juni BirkenbringhaufenRenn er ts hausenMlcndorf an der Eder Bromskircken HallenbergZüchenKahler -- AstenbergNeu - Altenberg (übernachten). 7 Stunbcn. GirkhausenBerlebura- RaumlandStünzelWittgensteinLaaspbc 6»,2 St Abf 8 18 nach Birkenbringhausen. 6. Juli: NiederscheldOben ckeldTri n- gcnitcm - WiftelmssieinWallenfels-Dernbach Wommelskwu- lenfcuttc. b'A Stunden Ab- 6,47 Uhr vvrm. 3. August AnnerobAlbachMünlterLanbach. 5y2 Stunden. Abmarsch

8 Uhr alter Fnedhos. 21. September: KrofdorfGleibachtÄ-» ForsthausSchmelzFronhaufen. 5 Stunden. -?lbmarsch 9 L| Lahnbrücke. 19. Oktober: BüdingenBonhaufenRonnebu x - MittelgründanGelnhausen (Kaiserpfalz). 6 Stunden. Abf 5 | Uhr, Sonntags karte Nidda. 16. November: SchottenGeil­stemHohervbskopfBreungeshainSchotten. 4',» Stunden. > fahrt 8,18 Uhr vvrm.,Sonntagskarte Sckwtten. 7. Dezen-p, BraunfelsHirsch,HausenDrommershausenWeilburg. 4> .> * Abfahrt 10,12 Uhr vorm., Sonntagsiarte Braunfels. Außeid» mürben zwei Wandernngen mit Damen in die nähere Umgela« beschloffen, am 18. Mai nach denr Dünsbevg unb im Juli n bem EnbvunktGießener Hütte".

** HerrUrstadtunddieFilialsteuer. <Stabl Ut ft ab t schreibt in der neuesten stummer der Hess. 14.I1 Wochenschrift:

,^n einer von uns in der vorigen Nummer veröffentlittr Zuschrift ans Gießen war il a. über die ungenaue Berichterstättzr, desGießener Anzeigers" Beschwerde geführt. Das Blatt my nun, es müßte mehrere Seiten seines Blattes füllen, wenn den Anforderungen des Befck>iverbeführers gerecht werben w.kh - Das war aber gar mcht verlangt, denn wir wisfen ganz gut, -cj die Reden der Mgcordneten ober Stadtverorbneten nicht in tenfo gebracht werden können. Aber das Farm man doch hoj von einem objektiv fern wollenden Blatte verlangen, daß Berichterstattung mit dem wesentlid-en Inhalt der gebotmi, Reden übereinstimmt. Pnn. Urstadt ist bei der Debatte uia bie Warenhaus- unb 'Filialsteuer gegen die Umsatzsteuer unb f>- die Einführung eines Zuschlages zur Gewerbesteuer eingctrai Davon hat der Gießener Anzeiger aber nichts berichtet. hoffen, daß ihm luilerdessen die prinzipielle Wichtigkeit biefef -steuerlichen Unterschiedes anfgegangen ist."

Die Ueberschätzung seiner eigenen Tätigkeit veranlag Herrn Urstadt immer wieder von neuem zu vergebliche« Bemühungen. Er hat in der Stadtverordnetenversanm. lung lediglich die Frage aufgestellt, ob nicht durch Er­hebung von Zuschlägen zur Gewerbesteuer die Bank- filialen zur Steuer herangezogen werden könnten. Auch einer ablehnenden Erklärung des Oberbürgermeisters blieb Herr Urstadt bei der Abstimmung allein. Es bleibt ur« nur noch die Feststellung, daß die Öffentlichkeit nicht; verloren haben würde, wenn Herr Urstadt seine Lektion» überprinzipielle Wichtigkeit" für sich behalten hätte.

** Die Errichtung einer Ortseinne h m erri- in Schotten. Das Hauptsteueramt Gießen sendet un» merkwürdigerweise unter Berufung auf das Preßgesetz, fol­gende Ausführungen:

Zu der in Nr. 292 desGießener Anzeigers" beröffentiidita Mitteilung wegen Errichtung einer Ortseinnehmerci in Scholia haben wir zu bemerken, baß bl esc Behörbe, weil sie nur Br» unb Branntweinsteuer erhebt, zunädfft nur mit zwei Gewcck- treibenben zu tun hat, bie beibe selbstrebenb lange vorher itfie ji hinreichenb unterrid>tet waren. Die Erricktuna der Ortsci» ;s. nchmerei erfolgte zum 1. November 1912 durch Verfügung imh 31. Oktober I. Js. unb würbe in ber nächsten Nummer M Regierungsblattes veröffentlicht. Ein besonderes Regierungsbl-ot zu einem fniHeren Zeitpunkte allein wegen Errichtung ber Crti» einnchrnerci Schotten in Druck zu geben, verlangte sonad) tut Interesse ber Bevölkerung nicht, verbot vielmehr bie Rucksicß« nähme auf bcn steuerzahlenben Teil bes Publikums. Von einer ^Gemächlichkeit unfdrer Behörben" kann sonach nicht im ent» fernteften bic Rebe sein.

Im allgemeinen sollten behördliche Bekanntmackunq» immer vor dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens vrröfsen!» licht werden. Die Errichtung der Ortseinnehmerci ii Schotten ist am 1. November erfolgt, und die Bekannt­machung dazu ist vom 31. Oktober datiert. Das n ä ch stk, 6 Seiten umfassende Regierungsblatt Nr. 35 vom 2. vember enthielt anderrhaib unbedruckte Seiten. Bei d iefee Gelegenheit hätte .also auch die Veröffentlichung der Bc§ kanutmachung über die neue Ortseinnehmerei in Schot­ten erfolgen können, ohne daß einem verehr liehen Steuer­zahler sich darüber die Haare gesträubt hätten. Entgegen, oer Behauptung des Hauptsteueramts erschien aber tue Bekanntmachung erst in der übernächsten Nummer der Regierungsblattes.

Weihnachts-Sparkassen. Die Zeit der Aus­schüttung der Weihnachts-Sparkassen ist jetzt gekommen, ii- sind teilweise erhebliche Beträge, die zum Einkauf von Weih­nachtsgeschenken das Jahr hindurch gespart wurden. Besonder wirb biefe Sitte an zahlreichen Stammtischen gern geübt. der vergangenen Woche wurden im Easö Krämer 1200 A. Weihnachts-Spargelder ausgehändigt. Im Restaurant Felsiaz war der Betrag 3800 Mk. In der Wagners-Ruh betrat,

Ländliche Postwünsche.

Der Verband Hessischer Bürgermeister hat an die Han­delskammern eine Eingabe gerichtet, worin um eine einheitliche Festsetzung der P0 ststunden auf dem platten Lande gebeten wird, bezw. die Vermittlung der Handelskammer angeruken wird. Als besonderer Miß­stand wird hervorgehoben, daß in manchen Gemeinden der P0stdienst zwischen 11 und 2 Uhr ruht. Ebenso sei durch die ungleiche Festsetzung der Telegraphenstunden es manchen Gemeinden unmöglich, telephonisch miteinander verkehren zu können. Ein werterer Wunsch geht dahin, die einzelnen Landgemeinden in den direkten Ortsbe- reich der Kreis st ädte zu bringen, weit sich der Haupt­verkehr mit dieser Stadt ab wickelt und Geschäftsleute und Bürgermeister das größte Interesse an einer solchen Rege­lung haben. Auf diese Weise wäre auch Gelegenheit zu wei­teren Anschllrssen geboten und habe die Postverwaltung dadurch ecken falls auch ihren Vorteil. Auch wurde das Fehlen der Telephonzellen getilgt und um Abhilfe gebeten.

** Vom hessischen Hof e. Generaldirektor Dr. Eger und der Dichter Hugo von Hofmannsthal nah­men am Freitag an der Frühstückstafel im Neuen Palais teil. Der Großherzog empfing am Samstag im Neuen Palais den Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Wirk­lichen Geheimeret von Kiderlen-Waechter. Nach der Audienz wurde der Staatssekretär zur Frühstückstasel zu­gezogen. Am Abend fand zu Ehren des Staatssekretärs v. Kiderlen-Waechter beim Preußischen Gesandten Frei­herrn v. Ienisch ein Diner ftatt, an dem die Mi­nister, der Divisionskommandeur Plüskow mit Gemahlin, Wirklicher Geheimer Rat Krug v. Nidda und Oberstall­meister Freiherr v. Riedesel teilnahmen. Um 6 Uhr ist der Staatssekretär wieder von hier abgereist.

**DieHess. Landes-Hypothekenbank schreibt uns: Mehrere auswärtige Blätter meldeten letzter Tage, daß wir bisher in liberalster Weise bei Hergabe erststelliger H hp 0 t h e kdarlehen wegen der Beleihungsgrenze ent­gegen gekommen und bis über 60 Proz. der Taxe be­ziehen hätten, daß wir aber bei dem derzeitigen Stand des Geldmarktes für die Folge dieses Entgegenkommen einschrän- keu müßten und unsere Beleihungsgrenze herabgesetzt hät­ten. Ein Anlaß für die Ermäßigung der Grenze für- hypothekarische Beleihungen hat sich nicht ergeben. Die von den betreffenden Notizen erwähnte Beleihungsgrenze mit über 60 Proz. der Taxe (bis 'zu 2/3 des Wertes) gilt aus­schließlich für landwirtschaftliche Grundstücke (Aocker und Wiesen) und wurde auch seither nur beim Vorlieaen be­sonders gün stiger Umstände erreicht. Bei städti­schen Objekten geht die Beleihung keinesfalls über 60 Proz. des auf Grund eingehender Vorschriften und amtlicher Unterlagen ermittelten Wertes hinaus.

W 0 hnungsstatistik. Eine amtliche Feststellung am 1. Dezember Hot ergeben, daß in Gießen .209 Wohnungen lcerstehen. Sie verteilen sich gleichmäßig auf alle Stadtteile. Interessant sind die Mieten, die für diese Wohnungen verlangt werden:

.ruh

' Md-r. T 5 unb Sufi ^belstier zur

8 K-rtainspektor ... Zn Ertrag

Obstbau

Anlegenr

> iirgtrmff1, 8(i6tl mit 'Mol, 8ff9 ;«6nfc ' $6n 541 Wohl

(2

Ü Mains, Darbeiters soll )ahnoperat: wnt Mann zu l diniert. Es m i j Lowformw dm an, nämlich i iiWtg eine i ai ber Nachbar 1 jrw Zraf tiMÄ du bie frau nt

Q Marbur -rneindeobl! i-rttag wie in der ? 794,05 Mark, Zoburg, 563,60 af das kleine K Im Vorjai xmai 17 495,35 tag 885 Mark, a 'ach 1713,80 Mai w. Fulda, tigen Wahl oernberg M w. Wiesb torium in Pr Mehrnignng ei iriedhof dem ^uerbeftattungi rnsprache, an 0 mb eine Besid -eher fünfhwüx