Mittwoch, 25. September 1912
Erster Blatt
162. Jahrgang
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I 1er •»ebener Anzeiger cicftein! täglich, außer ronntagS. - 2'citaqen:
i rterinnl wöchentlich tfüfcenerfiomllitnblätttr;
t! ^eimalwöcheutl Ureir- oltfürden Kreis <Bteb«n
i ( Eten8tngiinb.rreita.il;
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1 Lemlprcch • tinfdjhme:
für die Sledaktioii 112, - — V
General-Anzeiger für Gberheffen
HofeHottfinie und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vnch. und SleindrnÄcrel N. fangt. NedaMan. SrpedMon und Drudertl; Sd>ul|tra6t 7
! bi« vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Hr. 2ö9 Heschäslsftelle Babnhofftrafie lbL.
Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten,
Oesterreichs auswärtige politif.
Ter Nachfolger bei «Grafen Aeßreutha! scheint wie dieser
-'s« Staatsuzaun von Marl unb Knochen zu sein Ter
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S echnuna zu stellen, bau bei bem Wegfall der äußeren M'ompli- h ;oii die Beilegung der inneren irrste in der Türkei rascher
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Tic Bcriaiicrin hält die
landidat
ichnet.
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um dem die
Naturen, die in Mehrer nicht be tüchtigsten Men
T r c n c r. Unter 1862 ist icpt an September 1862 im neueröisneten
be. Zu-
die unter dem reinen alles, was Ordnung maaien, ihren lieber in die rechten Bahnen
KibSburgifdjc Monarchie als unmittelbarer Nachbarstaat d)t und die Pflicht, wachsam zu sein. Taft Gras
Mittel, „starke lempcramcntDolk Naturen, Zwang leicht zu Äniührern werden gegen und Gesetz beißt, zu Gütern des Rechts u schuß an Mrait, ihren Drang nach Freiheit zu lenken. Es banbdt sich hier meistens der Schule über dte Strange schlagen, die quem sind, auS denen aber int Leben ost schon werden . . ."
— Zum 50. Geburtstage von M a x den fünfzigjährigen Schriststellern des Wahres
Seit ich zuletzt sie elfte hatte, von dieser stelle aüS zu sprechen, hatte ich, wie Sie wissen, Gelegenheit gehabt, mit Den maßgebenden Staatsmännern des d e u 11 d, c n Reiches in Berlin zu konferieren, und konnte hierbei die neuerliche Bestätigung für die Uebereinstimmung der letzten Ziele der beiden Ma bi nette finden. Ebenso Lat der anlaßlid) des Besuches Herrn v. Betbmaiin Hollweg in Buch, lau mit demtelben gepflogene ,"t uinngmü iau oie volle Mon gruenz der '.'inidutuungen, namentlich in Bezug aus die im naben Orient zur Richtlinie betöct Verbündeten oieiniiben lo.ineoatiben Prinzipien ergeben. Zm nächsten Monat toird mir u .le zenb.il geboten sein, mich Seiner Majestät dem M ö n i g B i ft o r E ni a nuet vorznstellen und mit dem Maltese 0 i sa n Giuliano Meinungsaustausd, zu pflegen, c entspricht Di.i. r .'In tritlsbesudi bei Den crlaudtcn BerbünDeten unteres alleigiubigflcu Herrn einem von meinen Vorgängern beobachteten Herkommen, Dem ich mich um so freudiger ansdnieße, als die ’a ziel ungen
Geld von über 1 Million Mark oertügt. Zn der Lüneburger Heide sind bis letzt bereits annähernd 11 <XJU Morgen Lano angc- lauft ivorDeti, die Erwerbung wen. rer großer lachen iit durch Vorverträge gesichert. Es wurde beschlossen, nm den Ankäufen fortzuial.ren und vor allem dafür zu sorgen, bau weitere Mittel ilümg gemacht werden. Tarauf lamen die Verl-.iltnisie beim Alpenpail zur Sprache, ferner wurde oer Zusammenschluß der öilcrteid iid en Mitglieder in einem besonderen österreichischen Zwcigvereine mit dem Sitze in Wien beschienen, sowie die Bildung von Ortsgruppen in allen Teilen Deutschlands Abends 'and dann di öil'entltd/C Hauptoertammlung tm Künstlcrv. rein statt, am Die ein mit giopem l.euaU ausgenouimmer Vortrag des Herrn Pastor Bode Egeston über die Lüneburger Heide tolg:e, nachdem Bürgermeii e.- S t a b 11 a n b c r, 9ie ; i'r : .oent H i n i i di Lüneburg u a. die Versammlung tvarni begtui t halt u .'lusituge in die Lüneburger Heide und eine Einladung des Bremer Senats in den Ratskeller schlossen sich an die Tagung an.
— Eine neue Römcrstraße in Bl ainz. Eine hoch- interejsante Sntbcdung ist bei Sirai-.cnarbciten im ?>estungsgc- lande hinter dem >tä|trid) gemacht worden. Tort Uietz man auf eine frühere und mehrfach erhöhte Romerstraße, die vom ehe-- maligen römischen Lager hinter dem Kättnch nach dem -iruius' Denlmal nihrt. Bersaueocue Altertum' .inde wurden bei Liner Gelegenheit gemad. und dem Museum ubenvi. en Leider muß Die Straße in den näd ücn Tagen bereiti aus Vcrkehesrückfichten
ItZerchtold in dieser Beziehung regsam gewesen ist, war ja ■ 'tauge bekannt Er Izot nun gestern der türkischen Regie- ■ jimfl noch recht offene Vorhaltungen gemacht und sic an E bre Ausgaben gewiesen. Der ganze Ton der Rede war vsilttgewöhnlich, und wir möchten nur wünschen, daß die Wldeutschcn Staatsmänner clivas davon lernten Denn auch IIin:* deutsche Publikum hat, wie auch der sozialdemokratische fHcrtritofl bilvico, in auswärtigen Fragen allmählich zu KI Senken gelernt und kann sich aus die Tauer nicht mehr nur I nit bloßen Beschwichtiaungen zufrieden geben.
Wien, 21. Sept Zm Ausschüsse f it r Auswär - IHgc Angelegenheiten der ungarischen Telc- kLa tion gab Gras B c r ch t o 1 d folgenden Ueberblick über
.Icberblick, den er gestern der ungarischen Delegation über tiie auswärtige Lage gab, macht einen ganz anderen Ein- bnxf, als die sonst aus solchen Anlassen üblichen diplomatischen Phrasen Man steht vor allem, daß es dem öfter- e chischen Minister ernst damit ist, seine Zuhörer zu über eiflcn. Gr verhehlt < -> nicht, daß trotz der günstigen Itfnahntc seine. Vorschläge'- an hie Mächte die Lage aus ocin Balkan ernst und brenzlich bleibt Jedenfalls hat die
Ibie Sage:
Tie Frühjahrstagung hat mir Gelegenheit gegeben, unsere ] 9' -ichungcn zu den einzelnen Machten zu kennzeichnen unb Die Hdftlinien sestzustellen, welche für unsere auswärtige Politik maß- |gft.nb sein sollen. Ta wir and) heute aus dem Boben her Da- 1141- formulierten Prinzipien stehen unb in unserem Verhalt- lit i i zu den verbündeten und befreundeten M ä ch - jitn keine -lenbernnll eingetreten i st , glaube tdi mich L-.U' die neuerliche Erörterung ber grundlegenden (Elemente unserer. Kneten Politik nicht einlasten zu müssen Es sei mir aber gc- fln 1.1, über die seitherigen, w i ch 11 g e r e n politischen Be- ।c L> c n b e i t e n am intcrnati.malem Gebiet unb unsere Stel ii n gnahme d a z u in Kürze Ausschluß zu erteilen Wenn m I) der italienisch türkische W a s s e n g a n g noch nicht .u: Austragung gelangt ist, io sind doch seit einiger Zeit Ver- io nbl ungen private» eharaltcro zwischen den llnterbänb- li,i beider Streitteile int Zuge, die der Friedenssadfe roefent» jqku Vorschub geleistet ,;i haben scheinen. Wir, die roir von An ■cig an um er warmes Interesse für jebe, dem Frieden bicnlidje tttton auogefprodwi haben, können diese Wendung nur freudigst iprüücn. Abgesehen von ber Genugtuung, welche die Beendigung b-. Kriegs jviidxit der alliierten und oer befreundeten Ma du an fid> bei uns wecken müßte, ist der Umstand besonders in
'urch die per* i Leitern der »cht e an M I a r« n n c ii fön n e n. können, daß unser
.je» Iiabitionen
Mar Treuer die Reihe gekommen: am 2 > wurde er in Rostock geboren. Sdion tat man Berliner Kvmodienhausc mit ircuitblij .» Beifall teilt füngitc-. Werk, den lädvtnben Mitabcn, al» eine Art «'»eburUtag-.-iner gespielt. Aud- darin ist Treuer bei befcaglid e . ’ic.1lenburgn geblieben, den die Erzahlerdegatzung seines Stammes, die breit unb lang auefpinnenbe, elxr au- bas epti" Feld gei t fen baue, als er icton in jungen Zahrcu mit ieinen i>ramanm<n Grit■ luigen sich einen Plap auf unserer Bühne gewann. Em Lehrers sohn, batte er in Roitock u.ib Leipzig er t Rheologie v.i ituDieieit begonnen, bann sich ber Philologie, in. fonbeu der Germantsttk unb der Gefchid'te, zugewandt Mit 22 Zal ren bestand er das Toftorcjanun, unb 1685 begann er ein. lurze Lebrtättgkeu, erst am Realgvmnaiium in l’ialdjn, dann an dec Liebig ..al faule m Vockenhcim bei jranhurt Was er hier al. Prooe landidat und als wtn'enfchaitlicher Hil'slehrer crubi- und mit I eilen Augen sah, verbau 'einem molgre d .r/n -i. de, cxm „Probekanbibatcn von 1 ■*'«'.», zur Wirkung ^nrn.ichen hatte ftd) Trrt-r langst ganz ber Literatur c. j ben A dem a in feiner Tohorarben noch ben T^a .1 in der i •• tueratur hes Mittelalters herbei zitiert hatte, entialicte er feit bem B ginn ber neunziger Fabre feine eigenen kernigen. .tigen Humore. Mit den „Tret" von 1892, dem „Wtitterfchla. ton 18.' » er oberte er jich die Bühne, am der dann m tap’erer ..Prob.'- dauernd Posto faßte. Tic pr.iL.mgc om die vom
wieder zugefchüttet werden.
Tas Ende ber Stuttgarter tierärztlichen Hochschule. Ter „Staatsaniei-icr" vom 21 September verkündet in lakonischer stürze das Ende der tierarzilichen voch- fchule. Su wird einschließlich ber Kl unten am i. Oktober 0 Z. gCs chloffCn werden. Tami: i't das amtliche Lieg I aui emtn Befchtur, gcbcudt, der für Die Mehrheit c.. Landtages unb für Lic Regierung, die nicht die nötige Energy zur Rettung diefer it u emcha'tlichcn Anstalt von Rrn gehabt rat, gleicher, maßen beck^mend i't. Der Untergang in vo.litandig Auch Cie Slimlen sink) Dem Untergang gerne ihr unb damit orohi Den Tier- bciitzcm, besonders der LanDwirtichait. auch eine direkte materielle Schädigung aus ber Vernichtung ber Hochschule.
— EinMi11cl gegcnMiuvcri ।«. m.u n j' ius Stockholm wirb gemeldet: Gegen Kinderlähmung rranote der Regimentsarzt Tr. Bergmann Urotropin an — und zwar m ta.jiid-' n Tosen von 6 Gramm. Sir ti> heiß:, soll er glänzende Erfolge erzielt haben . ,,
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wtffen- s chatt. Du „B^r!. N. N." erfahren, >oll su oer am 25. Sep- tember in Lron itatUindenden Aussch. , uang Des Znlernatio- nalen tur^rztlichen Kongresses über Die Errichtung eines ständigen Sclretariats für die tierärztlichen Kongresse im Haag beschlossen werden. 13 Staat i haben sich bisher für Die Sekrctanatserrichrung ausgeiprochen.
folge des türkisch-montenegrinischen Grenzkonflikts unb hei bul gariicten Erregung über b<>. bind' da» Bon.benoit nta: oerauldBlc iwrm- Hfl von lloticbana und die Zusammenstöße iwi'chen 6'1 fiten unb Albanesen, in Epirus Zustande eintraten, n eid).- das Serk der Versöhnung zu crfduvcicu, wo nicht unmöglich zu machen trobkn, wandten wir uns mit der Anregung zu einem G e
Ter Zwcd, ben nur dabei tm Auge hatten, la i oornet udi Darin, durch einmütiges Zuiammcndallen der^ Machte aus der Bali bei Erhaltung des Friedens und bes Status in.' am Balkan D.i Pforie Zeit, unb, wenn angemessen, freunbiduitlitc Ra.schlög» u geben zur Verwirklichuiig ber inaugurierten Politik und zur
Hcrncllung geordneter Zustande in ihrem europäischen B fitze.
der M a b i n e i t c von Wien und Rot f ö n 11 d;r n Ans sprachen ,iioi i d cn auswärtigen Politik ber beibe:> leit unb 8frtraucn nur nod i> Einer Einlabung Seiner Matcst.it d» M 'n. nad- Sinala folgend^ habe ich min überzei ; sudostl.der Rambarstaa:. mit ivelfl -n wie 'ickungen pflegen, unverrückt auf b.*n bc einer konscauenfen unb b.*n Wünschen aus Ei
Tal des Lebens" nuroc cb-.iiorvin Dura, n ■ bot c.-v
Erzähker hat er mandxn Efolg g.öabc, m: b:.n l... ü n, im 'aUc des Jrcbclanbtbatcn gcid r, oenen ..Lau . und LeifcS", mit dem vornan „Tie venvn xinber", und 1:1 dem Bude „Rah Hus" tteuxic er stinc irr. oje Muie in das kräftig Derbe .'tleib jciner plattdeutschen Heimat.
— R a t ur f chu tzpa r k t a g. Ain 21 _ mtcr fand in Bremen Die drifte Tagung des Vereins .\. utzpark, c. V., Stutigar; statt. Sic i.urDe eingc^iitec ungen Der
Tentfchlands unb Lciurreichs erfna.i: ten ... - u anitglieber nahmen ben Berich: bc: Bornanbes c ---- - cntg.;; n. aus bem hcroorgeht, daß der Verein letzt übet 14UÜ0 Mitglieder zahlt
Selbftrcgiment in einer Seulfchen MäSchenjchnle.
Selbstverwaltung in ber Schule ist besonbcrS in Amerika viel fc* burchgesuhrt worden und hat dort so gute SrütUte geiragcn, ,'ili man auch bei uns versuche in dieser Richtung angc,teilt Hai jEahtend es iid, nun in den Vereinigten Staaten immer um 'chulen handelt, die von Mnaben unb Mädchen gemeinsam beiadu »erden, war üie Sclburegicrung ui Tcutidilaiib junadnt nur m Knabengvmnasicn eiiigejührt worDen. Den e r ft e n Verlud,, jic Selbstverwaltung and, in Mäbdiensdfulen iu erproben, machte Ac Cbcrlchrcrm M. H cinz m a n n in einer L üb c d er ediulc, j ib sie berichtet über ihre Erfahrungen m der von Prof. Sucbgram irausgi'fc.iK.ii Zeilichrift „5raueiibi!bu,ilf xie balt bic «clblt aaicruua bei Maddicn falt für nod, notiger als bei Mnaben »,'iwchen finb nur zu geneigt, sich Icbtgltd, als Inbivibucn zu ühielt unD nicht als Glieder einer großen Kette, Gemein cwstsiinn, das Zuiainmengehörigkellsgesühl ist bei ihnen mdn c Hari cimviddt wie beim Knaben. Aber gerade ^shalb kommt k meiner Ansicht nach darau. an, in ihnen das Bewußtwin zu reden, daß sie nicht nur für ftd, auf der uJelt find, wndern i-igltcfi eines gro. n .mciin M den e'nzcln.n uiürhdi Red'te verleiht, aber auch P'lidften auferleg,
3m vorigen Zähre begann die «eriafferm ihren Vcriuch, Jcr: sie längere Zeit burdfiuüiic, nut einer dazu bcionbcrj aceigneten Uaffc. „3d, hatte außerordentlich temperamentvolle Mädchen voi -i- Die fist' durd, ihre auSgclaffcne Wildheit häufig ihr Z ugn>. vjDarbiii. Tadel und Sira en batten wenig gefruchtet. ^a per uchte idi co mit der Selbüwrmaltmtg - nur lag daran, den lc,er schuß an Kraft in die nchttgen Bahnen zu ltnLn iurfdilag wurde nut Begeiferung awgenommem Uo touröc gt m bestimmt, was die ver.cl'icdenen Beamtinnen zu tun hattuL 'm allgemeinen handelte es 'ich um Die üblichen Slcmter, Du inst vom Lehrer verteilt ivri.'cii a.ann wurde zur .o a h 1 g. dritten, und zu meinet U .errafwung wurden die Elemente :.-:7ählt, die als größte,Nnrnd»u'ter m der Klaffe bckanm warnr iwfpaffcrin vor der stunde wurde ein kleines .Räbchen, das reit lange fchlicf unb bann öfter zu fpat kam In den Taufen ritten zwei bic Au,ficht, bic bekannt waren wcgcn 'hr^Tobcns m) Laufend. Eine von ihnen war eine if enaeblieMm 7 utzrm teil» crdnungs-,eugn.s ..Ungcnügvitb" genabt hatte, "ch von ben genannten Mnsterfchülcrinncn wurden einige .invublt, um für Ccanung im Klaffenichrank zu sorgen.' ~ n
Dann wurden mit den Kindern gemein,am die^^ira'.n . irsngcsctzt, wobei die Schülerinnen durchweg Härtere -trafen vor Intgten als die Lehrerin ,
Tic Einrichtung Gewährte iid) öortrcnlidj; fdron df ersten 3camunnen sorgten für Cr?nun,i und ^"zwl,n und ^edie Äüdchcn, die früher im Anstlften von a.ummheucn^FuHr.nnnen :eivcfen waren, wurden cs nun m der i urd)tubrung t)ir iuuLn zafetzc. Alle vier Wocheit ist Neuwahl der Beamtinnen und freie .-Lüfprache.
infpjrirrhn Politik festbäu
Wie Sic aus den vorstehenden Tarlcgiiii.tcu erkennen werden, j st die auswärtige Lage trotz ber lieb r. imiimmung ber Matt nette der Großmädste in ihrem Bestreben, den .Trieben zu erhalten, keineswegs bc ruhigen bei atu» Vui kontinuierliches Wetterleuchten a in Balkan gibt von einer erhöhten cletlruchen Svannuii, der pol 110dien Anno- lobäre Zeugnis, ohne bas Tunkel nugelöstcr Probleme auihflkit m können Tie 2iploinatic halt Wad . um drohend' 'isu'iiklc ,u vetInnen unb bic Gefahren eine. Balkanbl .il. IM Ueime zu ersticken Air finb dank unserer gcograph.i.i'.n 'l'oitlion dem heißen Boden nahegerüdl, und große Interesfen der 'n*cn- flrdiic stehen aui dem Spick. N u r wenn wir zu Lande uno auf der See gerüstet find, k 0 n n e >» wir der Zukunft ruhigen Mutes e n t gegen f e ben
Tic Ausführungen des Ministers des VIcm ein, brr ftd) ber ungarifchini Sprache bediente, fnnben lebhaften Beifall. Hicrattf wurde bic Sitzuug gcfchlosfen Tu’ Aussprache über bic Rede Berchtolds beginnt morgen nachmittag.
Eine Ansprache des llaiserS Franz Zoses.
Bei dem feierlichen Empsaug der Telegationeu in der Hofburg beantwortete ber Malier die Hulbiguiigsansprdchett ber beiden Telegationspräsideuten mit einer Inrzcu 'Hebe, bie mit des Grafen Bcrchlolb Tcirlcguttgen übcrcinftimmt. Ter Kaiser sagte u. a.:
Turd, bic neue 11 Wehr vor la gen hat unsere Armee unb unserer Marine eine erfreuliche Stärkung ber Sri c - b c n 0 b c ft ä 11 b e erfahren, wobei für bic Mehrzahl ber Wehrpflichtigen namhafte Erleichterungen bei Erfüllung ihrer aktiven Wehrpflicht cingetretcn und -iic Diffhibrigen Aiuorderungen meiner Kliigsverwaltung werben bei Rücl'idstnahme auf bic fiuaii- udJc Lage ber beiben Staaten auf bas unbeduigt criorbcrlidh Maß beschrankt. Tic dank Zhrcr Cpfcrivilliglcit in Angriis aenoinntene Ausgestaltung unserer Kriegsmarine wird unsere «vloUc in die Lage setzen, ben ftcigcnbcii Bcbürsnisscn im Schutz unicrer irimdiaitlichen Zntelesseu in erhöhtem ’.'.'ios>e ui ciinpustieii.
Das HinfchciSen des volfchaftcrs ZrHr. v. Marschall kam ganz unenvartet. Der Verblichene war mit feiner Ha« milic am 2. September zur Erholung im Hotel Römerbad zu Badenweiler, wie er alljährlich zu tun Pflegte, ab- gestiegen. Tic markante Gestalt war allen Eurgästcn von den täglichen Spaziergängen bet; gut bekannt. Seit einigen Tagen mußte bei Botschafter aus Anorbnung des Arztes , gc 11 einer llnpäßlichl it,
sürchtuugeu keinerlei Anlaß bot, das Zimmer hüten. Wie das Wölfische Bureau erfährt, litt der Verstorbene an einer Herzkrankheit. Ter Tod trat infolge Herzlähmung Stammsitz der ftamilie, Schloß Ncuershvufen bei greiburg im Breisgau, erfolgt voraussichtlich morgen
Zum Ableben des Zreiherrn von tziarschall schreibt die „R 0 r d d e u i s ch c Allgemeine Zeitung":
Diese erschütternde Trauerknnde kommt unerwarle.. Durch den Heimgang des hochbegabten r:!aal-.-iiianiics >i hi >icb die
1 iuTbciiuiübrni sein dürste. Tic Ereignisse, deren Bchanplatz feit i r iger Zeit der Balkan geworden ist, Haben unsere Ausmerk- [am leit al: u n mittel b a 1 e 9i adiba r n der Türkei erhöbt in Anspruch genommen. Wir ucrniodncn uns ben GeiaHren nicht H verichlleßen, welche auS dem Widerstreite zwilchen der Otto- B ciu,die 11 'Jicgicrung und den in ihren althergebrachten 5rci- iitcn iid, verkürzt fühlenden Albanesen für den uuieteii und i.ij;cren ?vlieben Der europäischen Türkei entstehen konnten. AIS bum ber Regierungswechsel in Konstantinopel erfolgte, bessen h'ainifeftaiioii dann bestand, den Albanesen Entgegenlommen zu »-..eigen, gkid)ii’iltg abee c.» inel'ieieil Pniiklen, iianuiulicii IN
Zu unserer lebhaften Bcsricdigung haben sämtliche M a b -.ii 11 e u n f r e x gcftintmt RamcnUid) ist bas ruiiische M a bj n c i t gleich sichern. E s hieße sich aber einer beben flirt cn T .1 u i d, u n g b i n g c b c n, n» c 11 n man bie Gefahren i e 111 g t o n i r b c n mürbe k
n der kuenben Pcrfönlid.knlcn bieickvcn abhaltcn wirb, 3 111 pul 1 c n 11 nperantwortlicher Eie» ber anbern Seite niödncn wir die Erwartung an sprechen, b a f. bie Türkei ben Ernst ber Situation nicht v c 1 te n n e n unb b<n L eg
bendbebingungeu ber Nationalitäten zu idyincu Wie ihnen bekannt, hatte Gras Ac 1, r e n t a 1 seinerzeit brr
Einheit unb svortschri
tCfPoie vom 30 April hatte id> mir ennubt, hervorzulnB. 11, bat.
nettes gehört: unser Interesse ist nid I an ti gebunden, sondern aui die Erhaltung der territorialen ^ntcgntai des Reiches und dessen innere Konsolidierung gcriduei xie legitimen Ansprüche der versdsteDenen, Das oielsprodfigc 9tum dien b^wolmenden Völker mit bin Exigentien bc? Ltto maiusdren Staatsiv.fcns zu versöhnen, darin erblicken wir bic Aufgabe ber türkischen Staatsmänner


