Offen bach mit Bürgel
19 002, 20571,
22 924,
9952; Friedberg
Im Zeitraum von zwei Jahren wurden über 1900 Berlep-
6683, 6414, 6066, 2625,
65 372, 25 009, 12 245, 31153;
i
r
63 745,
24 596,
75 583;
29119,
17 003,
55 155, 21 700, Gießen 28 769,
5948, 6091, 5932, 2512,
7811, 6665, 6509, 2614,
schc Nisthöhlen bezogen und ausgehängt. Der Verein plant die Herausgabe cmcß .Anbausortiments der im Kreise Wetzlar bewährten Aepfel- und Birnsorten* in Plakat- und Buchform.
mit Fauerbach b. F. 4833, 5447, 5639, 8852, 9518; BenSheim 5079, 5966, 7249, 8269, 8904; Alzey 5240, 5655, 6893, 748ß, 8329; Bad-Nauheim 2878, 3398, 4501, 5053, 5694.
" Die Einwohnerzahl, der hessischen Städte nut Städtcordnung betrug nach den Zählungen voni 1. De- zembec der Jahre 1871, 1880, 1885, 1890, 1895, 1900, 1905 und 1910: Mainz mit Mombach und Kastel 60837, 70 364, 76061, 83 084, 88614, 97 627, 106 338, 110634; Darmstadt mit Bessungen 39594, 48769, 51302, 56399,
Hessen-Nassau.
iv. Frankfurt a. M., 20. Febr Zur Deckung Fehlbetrages von 750000 im Haushaltsplan beantragte
Nur Stadt und €anO.
Gießen, 21. Februar 1912.
** Tageskalender für Diittwoch, 21. Februar: Stadt» theater: „Julius Cäsar." (Schiilcrvorstellung.) Anfang 3% Uhr.
43 212,
16 696, 46819;
25491,
72381, 83123, 87 089; 31 283, 34 729, 38 169, WorinS mit Vororten
33175, 40 705, 43 841,
v et
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bem Kcwrtel angetauft wurde. Tic Schnitzereien zeigen einen reidjen figürlichen Schmuck, in dem auch Tiermottve und Blatt- orn&mcnte auftauchen.
— Neue Stiftungen für das a meri ka n i sche Natu r h r st o r r sFe Museum. Aus Neunork wird berichtet- Bei der jüngsten Atzung des Bcrwaltungsrates des amerikanischen Museums für Naturgeschichte wurde bekannt, daß Pierpönt Morgan und Ogden Mills dem Museum zwei neue bedeutsame Stiftungen zugewandt haben, die eine kostbare Bereicherung der Samm- langen mit sich bringen. MorganS Geschenk besteht in der eimig artigen Sammlung von Meteoriten und Mineralien, die der verstorbene Bailey hinterlassen hat und in der sich gegen 300 Me- teonteii befinden. Cgbcit Mills hat dem Museum die große S a m m l u n g v o n I n d i a n e r d a r st e l l u n g e n des verstorbenen Malers George Gathn geschenkt. Tie Stiftung umfaßt 350 üclgcmalOe, auf denen vorwiegend Häuptlinge der zwischen dem Mlsfülvvi und den Rocky Mountains lebenden Zndianerstömme dargestellt und; der Wert dieser Bildnisse beruht aber auf der diese Porträts und Malereien in den Jahren 1832—1840 nach der Natur geschaffen wurden und zwar zu einer oett, . in der die Indianer durck) die Zivilisation noch völlig unbeeinilußt waren. Die Sammlung hat dadurch einen besonderen historischen Wert, denn sie umfaßt die ersten authentischen Wieder- gaben der Kostüme, Zeremonien und Gewohnheiten der aus- stcrbenden roten Manner.
r , — K u r z e Nachrichten auS Kunst und Wissen- ick) ast. Gehermer Regierungsrat Tr. phil. Karl Liebermann, etatsmäßiger Professor und Borsteher des organisch- c^misdren Laboratoriums an der Berliner Technischen Hoch- >chule, zugleich a. o. Professor an der Friedricch-Wil Helms-Universi- tat, begeht am 23. Februar seinen 70. Geburtstag — In Ber- l in ist der Landschaftsmaler Prof. Albert Horte! und Mit- gheö der Akademie der Künste, gestern abend gestorben. — Ter ^unstamtaltsbesitzer MaNin Brunner in Nürnberg stiftete anlai’hd. seines 50iährigen Geschästsiubiläums 50 000 Mk für Cie wl,,eu>chastllche Erforschung der Krebs kra n khe i t - Bei der Berueigerung der G e m ä l d e s a m m l u n g aus dem NadUaß des Zkvmuls Weber-Öamburg bei Lepke in Berlin erzielte das Andres Mantegm- „Maria mit dem .Kinde" 590 000 Mf., tar 'velchen Betrag das Bild m den Besitz des Parner >l-u,i>ll>indlers Kleinberger überging. Im Jahre 1906 brachte dos Bild 50 000 Mk. ein.
Jahrhunderten ist die Forderung einer Wiederherstellung des ur° spninglidieu Textes der Septuaginta erhobeir ivorden. Vor einigen Jahren bat die Königliche Gesellsd>aft der Wissenschaften in Göttingen ben Plan auigcnomincn unb eingehende Vorarbeiten veranlaßt. TaS bedeutsame Unternehmen, dessen nachdrückliche Förderung durch die dem Kartell der bcutfrfKn Akademien angehörenden wissensd-aftlichen Körversdwften zugesid)ert ist, wird einen Kostenaufwand von 450000 Mark erfordern und vor- aussidstlid, in etwa 30 Jahreii durdrgeführt werden können.
kf. C i n Mona-Lisa Rvman von d'Annunzio. Gabriele d'Annunzio bat sich durch das eifrige Singen von Kriegs- liederu nicht davon abhalten lassen, sich mit anderen Dingen zu beschönigen. Wenigstens teljauvtet der „Jniransigeant", der Dich- ter arbeitete an einem Romane, in dessen Mittelpunkte die Mona Lisa steht, die verschumndene Gioconda, der das Louvre und mit ihm alle Kunstfreunde seit Monaten nadnrauern. Der neue Roman Von d'Annunzio soll, wie daS belgische Blatt wissen will, den langen Titel tragen: „Der Mann, der die Gioocndfa geraubt hat."
— /Ausgrabungen in Deutsch - Ostafrika. In ^n Jahren 1909 -1911 sind im S?interlanbc von Lindi am -osrge 4 enbaguru in Deutsch-Ostafrika Ausgrabungen fossiler Riesenreptilien der ältesten Kreidezeit unternommen worden, deren Ergebnisse dem Geolvgisdi-Paläontologisdnm Institut und Museum der Universität Berlin zugeführt worden sind. Die Mittel hierzu mürben in der ungefähren Höhe von 175 000 Mk. durch Sammlungen aufgebracht. Ta» bisherige Ergebnis der Grabungeii ist überraschend reich. Abgeseben von dem wissenschaftlichen Wert, besitzen die Ausgrabungen auri> baburd) ein ganz besonderes Inter- esse, daß es fid) zum Teil um die größten Tiere banbclt, die bis her befannt gejoorben sind Zur Fortführung bet 'Slusgrabungen sowie *ur Bearbeitung des bereits gewonnenen P^t^ialS sollen weitere Mittel aufgebrodrt werden.
— Mittelalterliche Funde in Windsor. Bei einem Umbau in den altehrwürdigen Räumen des 5t. Georg-Kapitels in Wiiidsor bat man in diesen Tagen eine wertvolle Entdeckung gemacht. Ter Kapitclramn sollte umgestaltet werden, und tts man dabei die Pubdecke der oberen Wölbungen entfernte, stieß man aus ausgezeichnet erhaltene alte Gidxiuxinecle, die zum Teil ganz prachtvolle miticlnltcrlidic Holzschnitzereien auswiesen Wettere Nachforsdmn.wu ergaben, daß der Saal im 15 unb 16. Jahrkimdert als Bibliotlwk gedient hatte und daß die Eid>en .schnißrreien noch aus d e Zeit Eduard VI. und Heinrichs VII Vftammen. In den Bud/ccn sand man Arrfzeichnungeli, aus denen hervorgeht, daß Holz für die Arbeiten im Jahre 14Z3 von
Die Kritik lobend erwähnt, durch die vornehme Art seiner Tome Jung und fein ausgesprochenes Stilempfinden vor anderen hervor getan - So stehen in Bezug auf solistische Leistungen ganz außergewöhnliche Darbietungen m 2lusficht, die dem an sich höchst bedeutsamen Konzert einen weiteren Reiz geben.
** Gießener Karneval. Der letzte Tag der Fastnachtsfeier brachte eine schön verlaufene Kappen fahrt, die eine über alles Erwarten starke Beteiligung auszuweisen hatte. Etwa 30 z. T. sehr schön geschmückte Wagen, darunter die zwei herrlichen Viererzüge des Prinzen und der Ausschußvorsitzenden, hatten sich auf Oswaldsgarten eingefunden und bewegten sich von etwa 3 bis 6 Uhr nach mittags durck) die Straßen der Stadt. Bundespräsident H e i b c cf c r leitete auch die Kappenfahrt, zu der sich überall eine große Menge von Zuschauern eingefunden hatte. Während der Kappenfahrt machte der Prinz mit seinem Hofstaat einen Besuch bei dem Regimentskommandeur und folgte darnach einer privaten Einladung, an die sich späterhin noch ein Besuch im GeseUschaftöverein an» schloß. Im Stadttheater erfolgte abends 8.30 Uhr bei gut besuchtem Hause und vor beni versammelten Hofstaat unter der Leitung des Herrn Norden eine flotte Ausführung der lustigen Pension Schöller, die lebljaften Beifall sand Das für den Zwischenakt vorgesehene karnevalistische Spiel mußte dabei leider unterbleiben, weil einige Herren der Karnevalgesellschaft nach den anstrengenden letzten Tagen und den besonderen Anforderungen der Kappenfahrt so unpäßlich waren, daß ein Auftreten untunlich erschien. Um die Situation einigermaßen zu retten, erklärte sich Herr Norden, der den Prinzen mit einer lustigen Ansprache begrüßte, mit Erlaubnis des Herrn Direktor Stein- g o e 11 e r bereit, einen kleinen Scherz zu improvisieren, was ihm später von der Karneval-Gesellschaft durch Verleihung des Hausordens besonders gedankt wurde. Festzustellen ist noch, daß das Theater als solches nichts mit oem vom Bundespräsidenten Heidecker verfaßten Zwischenspiel zu tun hatte, sondern lediglich aus Entgegen- tommen für die Karneval-Gesellschaft die Einschiebung gestatten wollte und somit auch für den Ausfall nicht Der antwortlich ist. Die allgemeine Karnevalfeier wurde im Hotel Einhorn beendigt, wo sich der Prinz punkt 12 Uhr von seinen Getreuen verabschiedete. — Das Treiben in den Straßen, besonders am Seltersweg, war recht lebhaft und dauerte bis in die Nacht hinein.
** U n f n g. Ein offenbar in Karnevalstimmung befind licher junger Mann hatte es in der Nacht auf Dienstag auf die Buchstaben der Erkerscheiben der Mäusburg ab gesehen. Als er an der zweiten Scheibe „arbeitete", wurde er von einem Wächter des Meßen er Wach- und Schließ- Instituts überrascht. Seine Personalien wurden festgestellt, so daß sich die Geschädigten schadlos halten können.
" Diebstahl. Vor einigen Tagen wurden aus einer hiesigen Fellhandlung 21 Juchsfelle unb 15 Ebelmarber- felle im Werte von über 1000 Mk. gestohlen.
•• LogiSschwindker. Bei einer Frau mietete sich vor etwa acht Tagen ein Unbekannter ein. Er ließ sich unter dem altbekannten Trick, seinen Koffer an der Bahn auslösen zu wollen, 3 Mk. geben, um bann zu verschwinben.
" Einbruch. Heute nacht wurde in die Wirtschaft zum Felbschlößchen in derRobheimer Straße eingebrochen unb außer Eßwaren eine Partie Zigarren gestohlen.
" Jugendlicher Taschenbirb. Ein 13jähriger Bursche entwendete gestern nachmittag einem Fräulein im Gedränge am SelterSweg baS Portemonnaie mit Inhalt aus der Tasche.
** Von den vier Tauben, die vor einigen Tagen aus dem Bahnhof aus einer Postsendung entflogen, sind zwei in- rivischen cingcfangen worben. Nach Anaabe des Besitzers der Tierchen müssen fid) die beiden noch fehlenden Tauben, die ein rötliches Gefieder besitzen, noch in der Nähe des Bahnhofes auf- halten, da sie nicht nxit fliegen. Auf die Ablieferung der wertvollen Tiere ist eine Belohnung ausgesetzt worden und es wird gebeten, sie gegebenenfalls an das Postamt abzuliefern.
Landkreis Gießen.
O Garbenteich, 20. Febr. Am Samstag abend feierte der Gesangverein Frohsinn sein 2 5jähriges Stiftungsfest. Sck>on vor Begimi der Feier war der Wehrumsche Saal bis auf den letzten Platz besetzt. Lehrer Wersel schilderte den Werdegang des Vereins. Das durch den Dirigenten Sarnes aus Holzham und Präsidenten ©immer zusammengestellte Programm, bestehend aus Ge- sangsvorträgen, Theaterstücken und Musikstücken der Kapelle Sarnes, die sämtlich eine ausgezeichnete Schulung verrieten, ließen den guten Geschmack erkennen, den der Dirigent dem Verein beigebracht Hot. Tie Mitglieder £ub- urig Wehrum und Karl Heller II., die dem Verein 25 Jahre
i als attive Sänger angehören, wurden, zu Eyrenmi,gliedern ernannt.
--- Taubringen, 20. Febr Auch hier herrschte arr : Montag und Dienstag ein buntes K a r n e d a I » I c b c n nicht nur schöne MaSken, sondern auch Umzüge brachten Ap. Wechslung." Der Saal des Herrn Emil Schäfer war ber artig über füllt, daß man im Freien einen Tanzboden leget mußte.
Kreis Büdingen.
§ Blofe l b, 19. Febr. Gestern abend veranstaltete dc Gesangverein ,Lieberkranz* im Nohl'schen Saale em Aden bunt er Haltung. Auf dem Programm standen El o lieber, humoristische Duette, Terzette unb Couplets, die burr weg gut gegeben würben. Mit einem flotten Tänzchen jar, bas Wintcroergnügen seinen Abschluß.
— Aus ber nörblichen Wetterau, 20. Febr. Z: ben schönsten Hoffnungen berechtigen in biefem Jahre die m:: Uorn unb Weizen bestellten Felber, bie soweit gut über, wintert Haden. Der Frlichtansatz ber Bäume ist sehr qiu.
§ ftefenrob, 20. Febr. Hier wirb der Veteran Heinrich Schlegel, ber bie Felbzüge 1848 unb 1866 nut. gefochten hat, nächsten Freitag 9 1 Jahre alt.
Kreis Alsfeld.
f. Alsfeld, 20. Febr. Gestern abend fand im unterit Saale des „Deutschen Hauses" für die an den Renovi. , rungsarbeiten des Rathauses beteiligten Hand• werter ein Richtfest statt. Erschienen ruar dazu ber Stadtvorstanb sowie der Leiter ber Wiederherstellung - . arbeiten. Von der städtischen Behörde und den Handwcrlci wurden einige Ansprachen gehalten.
= ’2( 16 f e I b, 20. Febr. Der hiesige Stadtvorstand bcabüdx'. mit dem am 29. Juli hier staltfinbenben Prämien- und P se rbe markt eine Verlosung von Vieh unb lanbto. Ck. raten zu verbinben. Tas Ministerium des Innern Hai bie laubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter ber Beding erteilt, baß bis zu 20000 Lose zu 50 Psg. bas Stück au eg eg werben dürfen und mindestens 50 Prozent bes Bruttoerl aus bem Verkaufe der Lose zum Ankauf von Gewinngegenstö zu verwenben sinb. Lugleick) wurde her Vertrieb ber Lo'e i» Hessen gestattet. ,
Kreis Lauterbach.
_ + Schlitz, 20. Febr. Kurz nach bem großen Krieg 1870/71 war hier ein Veteranen-Berern mit über 80 Mitgliedern gegründet worden. Da aber nur ehemalige Kriegsteilnehmer aufgenommen wurden, ist die Mitglieder- zahl des Vereins jetzt auf 23 gesunken. Infolgedessen hat nunmehr das arg zusammengeschmolzene Häuflein der Veteranen beschlossen, bem hiesigen fast 200 Mitglieder zahlenden Militärverein beizutreten, was in dessen letzter Hauptversammlung genehmigt wurde. — Am 5onniL* hatten wir Gelegenheit, einen Judenmifsionar in Pfarrer Wagner aus Köln fenueii zu lernen Er predigte im stark besuchten Vormittagsgottesbienst unb hielt am Abend in der Turnhalle einen fesselnden Vortrag über die Notwendigkeit unb die Arbeit der Jttdenmissioil.
Kreis Schotten.
i. Lardenbach, 20. Febr. In der Dielscheti Wirt schäft tagten gestern die Gemeindevorstände von Klein-Eichen, Lardenbach und Freienseen im Beisein des .Kreisrates Dr. .Kranzbühler^sckiotten und ein? Vertreters der .^llturinspektioii Gießen. Es handelte fi^ um Abgabe von Wasser aus heni G r u p p e n w a s s er werk Lardenbach — Klein°<Eichen an die (Wemcinbf Freienseen. Die Schärfungen nach Quellen in der Gemai- kung Freienseen waren bis jetzt erfolglos. Tie Quelle Wohnfeld(Fritzgesbrunrwn) liefert täglich über 200 Kubik Meter Wasser, davon brauchen beide Gemeinden nur 50, so daß rund 150 .\hubihneter täglich fortfließen. Di Ortsvorstände von Lardenbach und Klein Etcheu erklärt sich dazu bereit, an Freienseen Wasser abzugeben, (^emeinberot von Freienseen erbat sich vier Wochen denkzeit. — Darnach fand eine Besichtigung des Gelän statt, daS durch den neuen Eisensteinbergbatr bei unser Crtc an die Gewerkschaft „Luse" veräußert werden soll. Die Gesellsck>aft will den Leuten für den Quadratmeter mir 40 Pfennig bezahlen, die Landwirte fordern jedoch in Anbetracht des guten Bodens und der itahen Lage direkt am Torf 60, 80 bis 100 Pfennig Kommt eiste Eringung mcdi zustande, so wird das Enteignungsverfahren die Sache schlichten müssen.
Kreis Friedberg.
H. Friedberg, 20. Febr. Einen Akt unglaublicher Roheit begingen am Montag abend gegen 10 Uhr einige sich hier zu ihrer Ausbildung aufhaltende jungt Leute. Ein zu Besuch hier bei seinen Eltern weilender Student von Gießen wurde von ihnen überfallen und, nadk >em sie ihn mit einem Revolver bedroht hatten, mit einem »icken Gebirgsstock derartig am Kopfe verwundet, daß er die Besinnung verlor. Anzeige ist erstattet.
Starkenburg und Rhkinhtsftn.
Bensheim, 20. Febr. Wegen des Bahnbaues Bcn-" tz^eim —Lindens els sand n. d. Darms, Ztg. am letzten Samstag eine Besprechung im Finanzministeruirn statt, an der außer Vertretern der Eontinentalen Eisenbahnbau- und £• triebs-Gesellschäft auch ber Kreisrat bes Kreises Bensheim unb ber Bürgermeister von Bensheim tcilnabmat. Tic Reai''rui'l erklärte sich damit einverstanden, daß bic Bahn durch das 2 ct> o" berg er Tal gebaut wird. Eurer Führung ber Linie but£ bas Zeller Tal Über Gronau) stehen nad) ben Untersuchung--" ber Continental en Eisenbahn-Bau und Belriebs-Gesellschan mb- nische, insbesondere betriebstechnische Schwierigkeiten entgegen, während die von den Qkmeinben zu tragenben Gelöndcerwerbs kosten im Schönberger Tal erheblid) höher sein werben, als Zeller Tal. Mit Rücksubt aus die große Belastung fr-r ük I m et oben will bie Unternehmersirmo nochmals prüfen, ob nicvl burd) ba& Zeller Tal eure nid)t schlechtere unb teuerere gebaut werben kann als burd) bas Sck)önberger Tal. Sollte auf Grund dieser Prüfung barum nachgesucht werden, die Schon beiger Linie durch eine günstigere Linie über Zell—Gronau zu ersetzen, so ipirb bad Ministerium biefem Wunsch entivredjen Im übrigen ist über die Konzessionsbebingungen im wesentlichen ein Einverstänbnis erzielt worben.
Kreis Wetzlar.
— Wehlar, 20. Febr. Der Kreis-Obst- unb Gartenbau verein zählt jetzt 523 Mitglieber. Fall» eine gute Obsternte in Aussicht steht, sinb Ausstellung (in Ulm)
.. 20.
** (9 r a f Waldemar Oriolasche Gedächtniskapelle. Laut Regierungsblatt hat ber Großherzog ber ben Namen „Graf Walbemar Lriolafche Gebächkniskapelle" führenben Stiftung in Bübesheim bie erforberliche Genehmigung erteilt.
"EhelichesGüt.errecht unbSchulbenhaftung. Man schreibt un5: Es ist eine bekannte Erfahrung, baß in ben Kreisen ber Frauen im allgemeinen eine bebauerliche Unkenntnis über bie Rechtsfolgen herrscht, bie ber Eheabschluß für bas Vermögen ber Frau hat. Tie wenigsten Frauen tvissen, tvelche Rechte ber Mann an ihr Vermögen erlangt hat, ivelche Rechte der Fratc bleiben unb ob, nnb für welche Schulben auch bic Frau mithaftet. Dec allgemeine beutsche Frauenvcrein erstrebt bie Aufklärung ber Frau auch auf diesem Gebiet. Rechtsanwalt En gisch wirb baher im Frauenverein am Donnerstag bieseß Thema behnnbcln.
** Konzertverein. Bei ber Aufführung berParsifall' z c n e n wirb ein gewaltiger instrumentaler und vokaler '-lpparat zur Vcrwenbung kommen: 180 Sänger — etwa 120 Frauen- nnb 60 Männerstimmen — im Vereine mit einem Orchester von 65 Mann. Fiir bic Solopartien sinb brei 51ünstier gewonnen worben, bie sämtlid) in Gießen zum ersten Male fingen. Somit bürste epi kurzer Hinweis auf ihre Bedeutung unb ihren künstlerischen Werbegang gerechtfertigt sein. Der Tenorist, Opernsänger Robert Hutt aus Frankfurt a. M. studierte in Karlsruhe und begann seine Laufbahn als dramalisd)er Sänger an dem dortigen Hostl)cater, das ihn direkt vom Konservatorium als Vertreter kleiner Rollen übernahm. Nad) kurzer Tätigkeit wurde ec bereits für das lyrische Fad) von der Oper in Düsseldorf vcrpslidstet. In den drei Jalwen seiner Wirksamkeit in Düsseldorf entwidclte sich seine Stimme derart, daß ihm einige iugcnb(id)c Helbcnrollcn übertragen werben konnten. Seine hervorragenden Eigenschaften wurden bald weiten Kreisen offenbar und führten zu einem Gastspiele in Frankfurt. In der denk- unirdigen Aufführung des Troubadour, in der Frau Schumann „Heink als Aeueena" mitwirktc, zeigte er fid) als ein Tenor allerersten Ranges. Abgesehen von gelegentlichen Gastspielen berühmter Gäste hatte man im Frankfurter Opernhause noch niemals einen solchen Bejsallsjubel gehört als im letzten Winter, da Hutt aus fid) herausgehend den Troubadour mit der Fülle seiner außergewöhnlichen Gaben zur Geltung brachte. Kritik und Publikum waren voller Begeisterung und große Bühnen wie Dresden, Hamburg, Wien und Münden .bestürmten ihn mit Anträgen. Die Frankfurter beugten dem vor, indem sic den Künstler gegen ein Jahres-Honorar von 30000 Mark für eine längere Reihe von Jahren verpflichteten. Seine Tenorstimme gehört heute zu den schönsten, die wir in Deutsdstand haben. Herr Hutt singt hier die Partie des Parsifal. — Der Sänger des AmfortaS, der Baritomst Nicola G c i ße-W i n t cl, ein Sohn des Geh. Äanitätsratcs Geisse in .Ems, widmete fid) dem Studium des höheren Bergsadies in Marburg. Begabt mit einem vorzüglichen Organ von echt baritonaler Färbung, wandte er sich der Bühne zil und ist seit 1901 Mitglied des Wiesbadener Hoftheatcrs. Eine prachtvolle Stimme, kraftvoll und bodi weich, Wärme und höchste Ansdrudsfähigleit em Vvrttage und eine einwandfreie Textbehandlung stehen den, Sänger zur Verfügung. Seit 1908 zahlt er zu den Soloinitgliedern von Bayreuth unb ist bort all- lährlich ein gesehener Gast, dem bie Rollen des Kvthner, Heerrufer usw. übertragen wurden. — Julius S chü l l c r wurde von Willem Mcngelberg, dem Dirigenten der Muscumskonzcrle in Franksurt entdeckt. Sein weicher, tragfähigcr und wohlgeschultcr Bay eignet sich in ganz besonderer Weise für die Rollen des Tittirel und Gurnemanz, die ihm hier obliegen und die er crfolg- rcid) in Frankfurt wiederholt gesungen hat. And) bei den Monierten der Heidelberger Liszt Zentenarfeier vom 22.-25. 0^ tober 1911 war Schüller hmzu.gezogen worden unb hat sich wie
$ie neue mrhmtc Ei k-tn manche )’ "dlostn Vers «omien vnd iin
Bit einen ^öung zu vc r'wnt nur il ^kcherischer ü'brer ong Vnbüi dlußri । «5 bot ja
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unb Obslmarkt (in Wetzlar) geplant. Die JohreSrechnung ergab 1279,50 Akk. in Einnahmen unb Ausgaben, bafl Ml- | emSvermögen (368 Mk.) ist bei ber KreiSfparkaffe angelegt.
Bingen 5938, 7062, 7215, 7654, 8187, 9600, 9953,
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