Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten.
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.Besonders Ludwig Grimm war," so schrieb
Künstleriahrt an sich.
Bettina an Goethe noch von der Reise aus, in freier Natur, baß man bei ihm bald -um wird, das um nichts lacht."
düng voraussichtlich am 1 3. März sich abspielen wird, die Konsequenzen ziehen werden, -lbg. Tr. Schiffer hat denn auch gestern schon in aller Form bölont, das; „diese Klärung" die Enlscheibungen in der Zukunft erleichtern werden So hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, mit der tl)r Führer Bebel vielleicht besondere Auseinander- seyungen gehabt hat, sich auf ihr altes besseres Selbst besonnen, lind es ist vorläufig noch nichts damit, daß der „Revisionismus" in der Umsturzpartei die Oberhand bekommt.
vadis" als Oper, hat die Kurfürsten-
— Berliner Musikbrief: „Quo
Man schreibt uns aus Berlin: Am Samstag
„so lustig und mitt Kind in der Vi.ge L. tr
Dom italienijch-türlischen Kriegsschauplatz.
Ein erfolgreicher Angriff der Türken bei Terna.
Konstantinopel, 20. Febr. Einer im Kriegsministerium eingclaufenen Depesche zufolge griff en bie tür- kischen Truppen am 13. Februar Derna an unb drangen nach dreistündigem Kampfe in zwei Forts westlich Ejebelel Akabahein, die sie teilweise zerstörten. Die Italiener, die während des Kampfes vom Feuer ihrer Schiffe unterstützt wurden, hatten beträchtliche Verluste.
Oper zum ersten Male die Oper „Quo vadis“? von Henri (Sain mit der Musik von Jean.Nouguäs zur Darstellung gebracht. Das Lpernüuch ist nach dem. brfaniUeii Roman von Sienkiewic; zusammengefügt, — lose Szenen aus dem Inhalt des Werkes, gan- willkürlich aus dem Gefüge herausgerissen, auf den.äufferen Effekt zugespitzt, in der offen sichtlichen Absicht, durch dos Theatralische zu wirken. Dem ungeschickten Textdichter hat sich ein ihm.nmrdiger Komponist zugesellt. Er schrieb erne die im besten Falle als Begleitung zu Zirkuspantomimcn gelten kann. Tas Ganze ist demnach auch nichts anderes als eine Spekulation aut die Schaulust des Publikums, dem in dem Stücke „Der Brand von Rom" und eine spektakulöse Zirkusszene gezeigt werden. Dieses klägliche Werk nun hat man dazu noch in einer sehr schwachen Aufführung über die Bretter gehen lassen. Im Publikum herr'ckue eine gefährliche Stimmung. Während eines etwas allzu lang geratenen Zwischenaktes wurde taktmäßig geklatscht, gerufen, dazu ein wenig gezischt. Für die viele Arbeü, die Direktor Moria sich und seinen Künstlern auierlegt hatte, erntete er einen un- zroeffelhasten Mißerfolg.
Hk. Septuaginta-Unternehmen der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften- Schon seil
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Ter Abg. N1 )ir halten uni btir.' :hoch auiiubtinp-.j beraten, wie, wir >en wir erklärt: eit, alle ftaall'S übernehmen, w.:'\ fordern, hätten-st einverstanden, lt-: ,ahn erklärt, datz■ itunflcn unlii' ifische Berpfl'chtiwx lionivorsihende, PI nserer Stellung- i arte ich, datz va e i stelle alio.tcit« am Intentionen ■ iet dem ilbg.
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2111» Reffen.
1 ir nnlionaBiberalc Parteileitung des .lteichstagsmahlkr^fes Gießen beabsichtigt, wie man uns schreibt, demnächst, wahrscheinlich Sonntag, 3. März, eine Versammlung der Vertrauensmänner und sonstigen Mitglieder der Partei einzuberufen, um die Stellung der Partei im Reich und in Hessen zu besprechen. Einladungen zu der Versammlung werden nur durch bie Zeitungen ergehen.
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Ausland.
Wie die„Neue Freie Presse" meldet, wird der neuernannte Minister des Aeußern, Graf Berchtold, demnächst nach Berlin fahren, um sich dem Kaiser vorzustellen und mit dem Reichskanzler von Bethmann-Hollweg und dem Staatssekretär von Kiderlen-Waechter persönlich in Fühlung zu treten. Sodann wird er nach R o m reisen, um den König und den Minister des Aeußern zu besuchen.
In ganz Frankreich wird eifrigst für die Schenkung von Flugzeugen an Die Kriegsverwaltung agitiert. So wurde unter allen französischen Amateurphotographenvereinigungen eine Sammlung.eingeleitet, um der Armee ein Flugsastss zu stiften, das den Namen „Daguerre" führen soll. In V e s o u l beschlos; die Demokratische Vereinigung die Geldmittel für ein Militärflugzeug aufzubringen.
Im englischen Unterhause fragte der Unionist Hunt, ob bie Regierung mit Rücksicht auf die Beschaffenheit der Zeugenaussage in dem letzten Spionageprozcß eines britischen Untertanen vor dem Reichsgericht in freundlicher, nicht in formeller Weise sondieren wolle, um eine neue Verhandlung oder eine Revision des Verfahrens von der deutschen Regierung zu erlangen. Der Minister des Aeußern, Sir Edward Gr eh, erwiderte: Es würde für die britische Regierung ganz zweck- l o s sein, den Versuch zu machen, in dieser Sache amtliche Schritte zu tun.
Aus Teheran wird gemeldet: Die am Montag überreichte englisch-russische Note bietet Persien einen Vorschuß von 4 Millionen Mark zu 7 Pwz. an. Dafür erwarten die beiden Mächte, daß Persien erstens sofort die Prinzipien des englisch-russischen Abkommens annehmen wird, zweitens die Fidais und andere irriguläre Truppen entlassen werde, sobald der Exschah und sein Bruder Persien verlassen haben, britteis eine kleine Effektivarmee organisiere und viertens sich mit Muhamed Ali aut Grund der mündlichen englisch-russischen Vorschläge vom 6. Juli verständige.
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Ter Aeltestenrat de8 ReiebStaqS
trat am Dienstag vor der Plenarsitzung zufarnrnen, um über die Geschästsbehnndlung für die nächste Zeit zu beraten. Cs wurde beschlossen, nach Abschluß der ersten Lesung des Haushalts und llebenveisnng der Geschäftsordnungsanträge an den Ausschuß zunächst die Anfragen der Volks- Partei unb ber Sozia lbernokraten wegen ber Teuerung zu besprechen. Diese Beratung wirb wahrscheinlich zw< i Lage in Anspruch nehmen. Am Freitag würbe bann bt r Gesetzentwurf über den M äbche n h anbei, bas Hanbelsvertragsprovisorium mit ber Türkei, das Reicks- angel',örigleitsgesetz unb bas Schutztruppcngesetz auf bie Tagesordnung gestellt werben. Diese Vorlagen hofjt man noch im Lause bes Februar zu erlebigen, wobei ber 2 4. unb 2(5. Februar nach bem bereits früher geiaßten Beschluß sitzungsfrei bleiben. Am 1. M ärz soll bann mit ber 3 iv e i t c ii Lesung bes Haushalts begonnen werben. Unb zwar will, man mit bem Etat bes Reichsamts bes Innern beginnen, bann soll ber Iustizetat, ber Etat ber Reiche is.nvahnen uub ber Postetat folgen. Diese Beratungen werden wohl ben Monat März in Anspimch nehmen, in bem, wie ebenfalls bereits beschlossen, ber 9. unb 11. sowie der 2 5. als katholischer Feiertag sitzungsfrei bleiben. Am 2 8. März sollen bie Osterferien beginnen, bie voraussichtlich bis zum 16. April bauern werben.
und den Mantel hattest Du damals an, sie heisen Grimm: Du magst schon anderwärts von ihnen haben rühmlich sprechen hören. Ludwig Grimm, der Zeichner, machte schon vor zwei Jahren da er noch gar wenig Hebung hatte, aber viel stillen ver- grabnen Sinn, ein Bildgen von mir, was für mich in Hinsicht des Aufsassens meiner Züge, sehr viel Bedeutung hat, da er aber nur das Geiühl hatte, die Wahrheit in mir auizuiassen, nicht aber das Geschick, die Lüge die ich beinah jedem entgegen trage, eben so gut zu copieren, so erkannten es wenige Menschen für treu, auch batte mich noch Niemand über der Biebel cingeschlasen gesehen was einem die Gesichtszüge auch verändern mag; weil sch Dir dock noch Abdrücke sende, so mag dieß Bildgen als Unter tage mitgehen. Du könntest es einrahmen und als Lichtschirm gebrauchen, es war das erste was er nach der Natur zeianete. Des jungen Künstlers Carakter ist übrigens so, daß das übrige Gute was Du für ihn sagst, sehr schwehr anwendbar ist, er ist so blöde, daß man sich wunderte, rote ich ihn nach und nach so zahm gemacht, daß er alle Tage in München zu mir kam, ich gewann ihn dadurch, daß ich mit Lust ebenso kindisch war, wie er, wir hatten eine Kaze, mit der roir um die Wette spielten, er gewöhnte sich, mit mir in einer unbewohnten Küche unser Nachtessen zu rochen, Sagosuppe und Euer, während alles benm Feuer stand unb lockte, setzte ich mich aut den Tepvig zum Lesen mit einem Schemel woraus ein Licht stand, rote es der Zufall wolle, war ich gekleidet, gelaagcrt, und drapiert, er in einer andern Ecke machte die Skize davon, meistens in höchstem Enthuiiasmuß über die Natur und litt nicht daß ich auch nur eine Falte änderte, so brachten wir eine kleine Sammlung von lauter Bettinen zusammen, wie sie gebt und steht, auch wickelte ich mich oft in einen großen wollnen Shwal, in diesem geriethen ihm seine Zeignungen ein paarmal reckt verdienstvoll: in die umliegende Gegenden wo meistens schöne anziehende Gesichter sind, jum Starrenberger See, vö bewegte uh ibn zu reißen, mit, weil eine Bewegung für seine tzu eifrige Natur nötig war, er brachte allemal einen Sckaz von fleinen Bildern mit, immer mit ängstlicher Treue nackgeahmt. Dieß id* ein sehr einfaches Evangelium was ich einem äuserlich so beengten Genaub predige, und angedeihen lasse, daß wohl diesen ui keinen Irrtum führt, jedoch will ich mich nach dem was Du mir nock tagen wirst rügen: das einzige meinige Verdienst ist ein Gedull, die mir nickt ;uzutrauen ist, er schaut nämlich unver- i_idt 4tcl Stunden nad> einem hin, und dann macht er einen einzigen strich, er jagt aber, wenn ich nur einen andern Gedanken
Neue Briefe Bettincns an Goethe.
In ihrem Buch „Goethes Briefwechsel mit einem Kinde" Iht Bettina Brentano geschildert, wie sie sich aufs angelegentlichste ■ ter Goethe für einen jungen Künstler verwandte, ber, damals E rod) gam unbekannt, von dem Kreis ber Brentano, Arnim und iSavignn in liebevoller Weise protegiert rourbe^ Dies war Ludwig Mmil Grimm, ber jüngere Bruder von Jakob und Wilhelm, Rem eine gelungene Radierung Bettinens die frühe und nie mehr Kcilorenc Gunst Goethes verschaffte. Bettina leibst hat das »Porträt 1809 an Goethe geschickt unb zwar mit folgendem bisher I unveröffentlichtem Begleitt'chreiben: 1Rnq
Landshut, 18. Oktober loU9.
„ich habe jezt ohne dem gehäufte Correfpondenzen mit jungen I Tuffchoßlingen der Kunst: . . einen jungen Kupferstecher, der iei Heß lernt; beiliegendes radiertes Blättgen ist von ihni, es ist >er erste Abdruck mithin noch verwischt unb unzart, auch ist das fiUtze etwas düster und nach bem Urtheil anberer S" alt; kft mich and) nie so ernst gesehen, wirst es daher nicht ähnlich inben, indessen scheint mirs nicht ganz ohne Verdienst, befonber. ä er es ohne Zeignung grabe nach mir aufs Kupfer gearbeitet xit; wenn es Dir gefällt, so schicke id) Dir cm reines beffcrev, nit mehr Sorgfalt gepackt, das Du zu meinem Jnbciuen an bie Lrnd steckst." ... _ , Q;.
Reinhold Steig, der diesen Brief im 1. Marzheft des „literarischen Echos" mitteilt, das dieser ^age erfcbemcn wird, oer jfimtiid)t dort auch einige andere Briefe Bettinens an ihren )reunt> in Weimar. Goethe hatte ihr freundlich für das Lud jebanFt, den Künstler gut beurteilt unb das übermäßig groß geratene Buck, das Bettina im Schoß hält, neckenb um feine stelle beneidet. Sie antwortete erfreut unb idiilberte, wie ne den jungen, etwas linkischen Maler sich allmählich erzogen hat.
„Daß Tu Theil nimft an meinen Zöglingen der Kunst, ni mir sehr viel wetth, der junge Mensch, von welchem mein Bild ifr. ist aus einer Familie deren jedes einzelne Mitglied (wie io ri de bessere), mit großer ^lufmerksamkeit an meinem Beginnen bäingt, und deren vorzüglicke Gemütsepochen auch groitenv ourm Dich hervorgebrackt sind; ich hörte den beiden älltern Brudern
t of t zu, wie sie Pläne machten. Dich nur einmal von weitem sehen, der eine hatte Dich aus dein Sdjaul'piel geben leben, in ei-ien großen Mantel gehüllt, er erzehlte es mir immer roieoer, wie mir das ein doppelter Genuß war! — Denn ick, war ia Dich.an einem RegenTag selbst mit Dir im Schauipiel geroejen,
ber Diplomaten unb bie anwesenben Botschafter ins Gespräch. ,
Inr preußischen A b g e o r b n c t e n h a n s wurde nach ber ersten Beratung bes W a s s e r g e se tz e s ber Entwurf einem Ausschuß von 28 Mitgliebern überwiesen.
Die Betriebseinnahmen ber preußisch- hessischen Staatseisen bah nen 'betrugen int Januar 1912 gegenüber bem Vorjahre im Personenverkehr 1,4 Millionen Mark, gleich 3,33 Prozent, im Güterverkehr 10,9 Millionen Mark, gleich 10,01 Prozent, insgesamt nach 9lbzug ber Minbereinnahme aus den sonstigen Quellen 11,9 Millionen, gleich 7,34 Prozent mehr Tie Zahl ber Sonn- unb Werktage war in beiben Jahren gleich.
Die „Tägliche Runbschau" teilt mit, baß zwischen ber preußischen uub dänischen Regierun g erwogen wird, bie Heimatlosenfraye in Schle s w i g - H o l - stein in einer alle Teile befnebigenben Weise zu lösen. Die Zahl ber Heimatlosen beträgt annähernd 1000 Personen.
Raven st eins Reichstags-Wahlkarte des Deutschen Reiches mit erstmaliger genauer Abgrenzung der Wahlkreise, bearbeitet von El. v. Stumpf- Brentano, ist in Ludwig Ravensteins Verlag, Frankfurt a. M., erschienen. Wie auch bei den seitherigen Reichs- lagswahltarten ist das Hauptgewicht aus klares, neun farbiges Kolorit ber siegreichen Parteien für bie einzelnen. Wahlkreise gelegt. In bie einzelnen Bezirke sind die Namen ber Abgeordneten mit rot eingetragen, mit Unter* scheibung der Haupt- unb Stichwahlergebnisse. Graphisch- statistische Darstellungen von Earl Stumme geben bie nötigen Aufschlüsse über: ben Reichstag betrejfenbe allgemeine Bestimmungen, seine Zusammensetzung seit 1871, abgegebene Stimmen ujm. Am interessantesten sinb bie Be- wegungslurven ber fünf Hauptgrüppen seit Bestehen bes ))reichStages.
Die „hosgängerei" und der Reichstag.
Am gestrigen Dienstag hat im Reichstag eine außerordentlich interessante Verhandlung stattgefunben, unb zwar würbe ber Vorhang gelüftet, hinter bem bie Vorbereitungen tur Präsibentenwahl getroffen worben waren. Bei einer •Beratung ber Parteivertreter sollte ber Abgeorbnete Bebel für seine Fraktton bie Erklärung abgegeben haben, daß ber zu wählenbe sozialbernokratische Vizepräsibent die stcatsrechtlich vorgeschriebenen Funktionen erfüllen wolle, daß er ferner aber auch sich nicht bagegen sträuben werde, im Falle der Verhinderung des ersten Präsidenten zu Hofe zu gebe., wenn diese Obliegenheit an ihn herautreten würde, unb auch bas Kaiserhock auszubringen. Man muß gc steifen, bas waren Zugestänbnisse, über bie man in Ber
Die politisch entscheibenbe Bebeutung aber bie)er ganzen Vorgänge liegt darin, baß bie Nationalliberalen bei der lonrmenben Präsidentenwahl, bie nach einer neuesten Mel-
| 8ort, um festzustellen, baß Bebel fid) irre ober „etwa | nergeffen haben müsse". Der Zentrumsabgeorbnete Gre I ber erklärte, nach seiner Erinnerung ftimnie bas, was Di. I Schiffer gesagt habe. Unb man kann nicht sagen, baß das [ Scntrum Anlaß habe, in dieser Sache etwa die 9tational- l liberalen „herauszuhauen". Dem Zentrum haben Bebels I „Sarantien" nickst genügt unb es hat, wie
vcrr Gröber feststellte, unbeschränkte und un
l bedingte Verpflichtung des Präsidenten für die notwen big en und üblichen Funktionen verlangt. Auch ber Ab-
l gearbnete Tr. Junk, ber gleichfalls zugegen gewesen war, | machte nochmals bie Feststellung im Sinne seines Partei- 4 genossen Tr. Schiffer. Nochmals erhob sich Bebel unb I beteuerte bas Gegenteil. Er könne boch nur nach ben Fest glcgungcn seiner Fraktton gehanbelt haben. Offenbar ver- »hält sich bie Sache so, baß, wie ja auch im Reicksttage hervor- I gehoben worben ist, in ber Angelegenheit mehrere Vor- Ibefpredjungen stattgefunben haben. Hierbei hat Bebel bei I einer Besprechung, bie vor ber in Frage stehenben bebeut- [ (amen Aussprache stattgefunben haben mag, vielleicht An {gaben gemacht, die er gestern als seine Aussage beteuerte »Ihm bewußte Unwahrhaftigkeit vorzuwerfen, baran bcnlt {natürlich kein Mensch. Unb es klang benn auch ein mensch I liches Bedauern durch die weitere Zeugenerklärung des boch I sicherlich in dieser Sache politisch unverdächtigen Tr. Müller- ■ Steiningen, als er bestätigte, bas was Tr. Schiffer gesagt «habe, sei richtig. Vielleicht hat Herr Bebel in biefer Sache Wiu viel biplomatisiert unb bann später geglaubt, er habe I [eine Sackfe gut gemacht unb sich nicht beutlich ausgesprochen. W kläre aber heute ber Wunsch ber Sozialbemokraten schon ■ erfüllt unb könnte ein Ausschuß „zur Untersuchung von ■ Tatsachen" für biefen Fall eingesetzt werben, so würbe Bebel ■ vohl in aller Form ins Unrecht gesetzt werben.
habe, so säbe er ihn an meiner Stirne au ffteig en und dieß verändert mein Gesjcht, ihm gerade in die Augen schauend kann er nichts aufnehmen, er sagt, der Blick überfülle das ganje Antlitz, ba man den Blick aber nickst sähe, sondern fühle, so könne er es aud) nicht mahlen--Ter Zeigner radiert fetzt Deinen Kopf nad) einem
kleinen Gyps, den ick habe." {Die Nachricht von dieser Zeichnung und Radierung Goethes nad) einem Gips ist ganz neu und bisher auch nicht andeutungsweise bekannt.-
Im darauffolgenden Sommer reifte Bettina mit den Savignys nach Böhmen. Einige Schüler des groben Rechtslehrers begleiteten sie, auch Ludwig Grimm war dabei. Ter ein ft „blöde" junge Mensch war durch Bettinens Schule gegangen, er brachte Leben in die Gesellschaft, unb die Reise hatte etivas ton einer
wunderung geraten konnte. Sie entsprachen keineswegs der bisherigen Haltung ber Sozialbemolratie, wenigstens ihrer maßgebenden Instanzen. Die Nationalliberalcn sinb bei ihren Beschlüssen zur Präsibentenwahl von biefen so- ualbemokratifchen Wanblungen allem Anschein nad) ent scheidend beeinflußt worden, so baß bie Wahl Scheibe manns zustanbe kam unb Bebel bie vielen Stimmen erhielt. Nachträglich aber wirb von ben Sozialbemokraten bestritten, baß biefc Aussprache in bem erwähnten Sinne iiattgefunben habe. So bot ber beutsche Reichstag gestern rin merkwürbrges Bilb. Der greife Bebel erhob gegen bie nationalliberalc Darstellung, bie ber Abgeordnete Dr. Schiffer machte, lebhaften Wibersprud). Aber Dr. Schiffer führte mehrere Zeugen für bie Wahrheit seiner Angaben efe Herren nahmen benn auch nadjeinanber das festzustellen, daß Bebel fid) irre ober „etwa
Nr. 44 Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 2b gebruar 1912
8 Gießener Anzeiger
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für d,e Redaktion 112, w politischen Teil: August
Seneral-Anzeiger für Gberhessen sss«
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bis vornnltaqs 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäfttftelle Bahnhofstraße 16a. Auze.gented: H. Beck.
Dentsches Reich.
Im Königlichen Schlosse zu Berlin fanb am Dienstag ber letzte biesjährige Hof ball, ber Fastnack) ts - ball, statt. Anwesend waren auch ber Reichskanzler und Staatssekretär v. zttberlen-Wächter. TWährenb bes Cercles zog ber Kaise r bie Fürsttnnen unb Fürsten, bie Damen I


