Ausgabe 
16.3.1912 Fünftes Blatt
 
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Nr. 65

ien Mittel,

Lohnbewegung vor ganzen Bezirk, die zugehen, Vertrage.

Redaktion. Expedition und Dnickeret: Scdul» stratze ?. Expedition und Verlag: fcs® 6L Redaktion:^« 112. Te1.-AdruAnzetgerGieben. .

.. , --------. . ia rden ,

- -^ringend zu machen, in edier Linie aus k!» b«Er Wohnungsfrage. Zur Förderung der

litionsjreiheit nicht antasten sGelächter links) nur wollen wir ------1- Dir wollen Schutz der Arbeit gegen den

---^reiher t und das Recht der Ar-

6 * 1 * .tooacn to,r auf allen Gebieten schützen. (Lebhafter Beifall

Die Ruhrffrelk-Snferpellaflon des Zentrums.

(Zweiter Tag.)

Erscheint tBglid) mtl Ausnahme des Sonntag».

DieGießener KamittendlStter- werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich be,gelegt, da« XretrdlaN für Öen Kreh Gießen" ,we,mal wöchentlich. Dieranöwlrtschaftltchen Stil» trafen" erscheinen monatlich jroeunoL

gralhon, daß diese Forderung berechtigt ist, da macht er aber schleunigst ein sehr zweifelhaftes Gesicht. (Heiterkeit.) Freilich ist oaö ein Eingriff in den Herrenstandpunkt, das H e r r i m H a u s e bleiben. Es scheint, dah die Kunst der Menschenbehandlung den Herren in der dortigen Gegend und gerade im Bergbau ganz besonders verloren ging. Bedauerlich ist, daß der Streik durch »ontraktbruch begann, aber eine derartige Kündigung für Öen Einzelnen ist außerordentlich schwer und es fehlt die Ver­tretung der Arbeiter, die in der Lage wäre, die gemeinsame Kün. digung auszusprecheu Wir haben 1905 eine entsprechende Reso- lution beschlossen; leider ist diese Bestimmung im Abgeordneten. houS nicht in die Berggesetz.Novelle hineingekommen.

^'"S^hcikc.n kann der ArbeiterauSschuß zweifellos besser terhandeln, aber für die großen allgemeinen Fragen ist dcr urveitgeververbano geeigneter. In anderen Gewerben werden ja die Verhandlungen über den Arbeitsvertrag von den Vertretern m ).rbC.1 Cr' unb bsS Arbeitgeberverbandes geführt nicht von der Werkslcitung mit den Werkarbeitern. Tas entspricht nun ein. m ober n en A r b e i t e r r e ch t. Auch im Hergbau ist öie Möglichkeit für die menten Arbeiter gegeben. Natürlich machen die Gedingeverhaltnisse Korrekturen notwendig, aber das ist mög. tich und deshalb ist bic Forderung des M i n i m a l l o h n e S gar nicht so wichtig. Merkwürdig, oaß gerade die Herren auf der Rechten darin etwas so Sozialistenstaatlutjes sehen; lit denn die Beseitigung oes § 100g anderes? Und in das Kali-Gesetz haben sie doch mit dem Zentrum den Muidcstlohn hineingebracht, derartige Forderungen werden sich mit der Zeit umsetzen, dazu müssen sie aber bei den Lohnbewegungen aufgestellt werden, und wo ein Wille zur Verständigung ist, ist auch ein Weg. Aber die Bergherren wollen eben nicht.

Auch ich habe hier ein Protokoll auS einer Sitzung der Berg. Herren 1909 im Palast-Hotel. 2a heißt eS: Drücken Sie dem Minister den Herren standpunkt ins Auge, daß wir dem Herrenhause sagen können, wir haben unfern Herren. Standpunkt vertreten; nun, Herrenhaus, zeige, daß du demen Namen verdienst und hilf! (Hört, hört! links.) Sie haben ia fetzt nachträglich mit den Arbciterauöschüffen verbandelt, aber da man weiß, wie diese Leute drangsaliert werden, wenn sie eine L'ppe riskieren wollen, in ihrem ArbeitSverhältnis, sind sie nicht die Organe des Vertrauens der Belegschaft. Und man hat n u r allgemeine Versprechungen gegeben; in einer so weit vorgerückten Situation genügen sie nicht, hier mußte eine klar für- muherte Kundgebung erfolgen. Der Staatssekretär meint, die Zeit sei nicht r. jf für eine Vermittelung. Im Ge. genteil, es iu vielleicht schon etwas zu spät. (Sehr wahr! bei den Soz.) Im Moment, wo die Forderungen aufgestellt, wo sie abne- lehnt waren, hatte er eingreifen sollen, die Vertreter beider Grup.

"rftänbigung von Organisation zu Organisation einladen.

Man hat bei uns in den regierenden Kreisen anscheinend kein rechtes Verständnis für die PsychoIogie des Volkes. (Sehr richtig! links.) Sei einer ----von Hunderttausendcn von Arbeitern, die den eezin, die ganze Bevölkerung hineinzieht, kann es nicht '0 wie unter vier Augen zwischen zwei Menschen, bei einem . . wo man warten kann. Da spielt eine Erregung, die sich steigert, mit, unb die Zeit soll man nicht verpassen. Hätte die Vermittlung früher eingesetzt, wäre es wahrscheinlich zum streik gar nicht gekommen. Hatte der Staatssekretär den nötigen -J!:0!?**' 10 toätt bcr Widerstand der Arbeitgeber wohl zu > Uberlmnom nptnpfrn s.;_ u~____ 0

Abg. Gothei» (Vp.)?

,cr ®c0tü^ungSrebe des Herrn Schiffer empfand der Interpellation anzuseben. toQ?r I,nI6^ '"^1 mit einem Wort hat er diese Inter- pellation seiner Freunde begründet. Auf ein hohes Niveau bat U H nicht Phöben, es wurde daraus wieder ein o^nh,^0 danZ' <^Ur handelt cs sich bei dieser großen de^ Ar^N^.ü^ VH- prinzipielle Frage ves Einflusses der Arbeiter durch die Arbeiterorgani,ation auf Vie Arbeitsbe- nlm- b?.rYm' 06 dieser oder jener Verband durch seine Tcdtik mehr Mitglieder bekommt. Es handelt sich um den ^<nupf um da 5 Milbestimmungsrecht der Arbeiter die Bedingungen des Arbeitsvertrages. Ob der jetzige Streik zweckmäßig oder verfehlt ist. ob er vorwärts führt oder ichckwärts, batKpftr'iir0^ ^ra0e- Ter Nachweis Schiffers für den Sym- L f war nicht überzeugend, der Staatssekretär hat sich vorjichtiger auSgcdruckt. Daneben soll der Streik ja ein Werk des Hasses gegen die Christlichen -ein, also ein Antipathie- Der Staatssekretär lagt, die Zeit für den Streik ist nicht gekommen Das ist schwer zu sagen; am besten ist es, wenn sie nie kommt, sondern man sich vorher verständigt über Dag, was wirklich zu erreichen ist unb mag einen Fortschritt be. beutet. Der Staatssekretär meint, es handele sich nicht um bie

t UJIt,,Cinn. b0R bcr Organisation befohlenen C ?!'xU-nrrCt beruft sich aur Protokolle der Arbeiter- ausschusse. Denen sollte er nicht allzu großen Wert bei.

kennt das Rezept, wonach sie eingerichtet sind, im tnsentlrchcn nur als Kulissen. Mag sein, daß in der einen oder anderen Zeche die Lohnverbältnisse befriedigend sind; nun 0011 m c§ eben bei diesen um einen Solidaritätsstreik Nach den eigenen Zahlen des Staatssekretärs war der Lohn der Hauer im Jahre 1911 niedriger als im Jahre 1908, obwohl in5mifd)cn bie Lebensmittel ganz erheblich teurer geworden sind. g J" .°H° verständlich, wenn die Bergarbeiter über die Kon- ismUr,tci0erun0 binaus ihre Löbne erhöhen wollen. Wenn sie 15,Prozent Lohnerhöhung fordern, so ist doch nicht ausgeschlossen, dag sie c u ch mit etwas weniger zufrieden gewesen wären, ^^rhandeln heißt eben handeln. Mit zehn Prozent waren sie zufrieden gewesen. Das wäre doch eine einfache, schöne Rechnung gewesen. Die Forderung einer Einschränkung ^ei m^er. und Nebenschichter ist durchaus berechtigt, ^ter Mensch ist doch Gott sei Dank noch feine Maschine. Auch wlr fordern eine einmonatliche Kündigung, damit die Berg- arbeiter mit Weib und Kindern nicht ohne weiteres auf die «trage geworren werden können, Beseitigung des Kostgänger- wejens. und dann den Ersah der einseitigen Arbeit- ? C r 'ia to c * c d"rch pariräkische ober durch ö f f e n t = k* C fommunale Nachweise. Damit würden die schwarzen Listen, das moderne Sklaventum beseitigt werden. Es wäre Sache der Regierung, im Ruhrrevier unb an anberen Stellen die Gemeinden zu einem gemeinsamen öffent-

Arbeitsnachweise zusammenzuschließen.

Die Rechte ist in diesem Augenblick hier ja nicht stark ver­treten. Es sitzt auf den Bänken der Konservativen nur der Ab- ' geordnete Dr. OerteT. Er zeigt entrüstet auf den Umfang ; ferner Weste. Heiterkeit.) Vielleicht erklärt Herr Oertel für seine j

3n fotzen unnormalen Zeiten wie dieser verlangen wir, daß afl-f8 um jeden zu schützen, einerlei, ob

arbeitet od.r -lreikt oder Sozialdemokrat ist. Die Gesundheit die Ehre aller Arbeiter steht uns genau ebenso hoch, wie bi.

[®eifan rechts.) Ich komme zum Schluß: D i t 'es ich aus diesen Gründen eines auch weil das nur Verzögerung

Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.):

A _,Äuf bie gestrige R ü ck z u g s ka n o n a d e der Sozial- 1 K4 "Otürlich jetzt nicht ein. Meine Bitte

gebt an die Leitung der neuen Anstalt, die gewaltig.

i/}lrrlr®er^"5un9 stehen werden, 2,3 Mill .volkSwirtichaftlich fruchtbri 1

^.^^^ngSfrage. Zur Förderung de"r K «iA8 kEmnwohnunaSweiens, bcr Gartenstadtbewegung sum Äen^ HpJ ? geschehen ganz unrnittelba?

schon zwei Millionen Privatbeamten. Ich z "verwen^n° J1-8^1*^' fonbcrn volkswirtschaftlich

i c? fruchtbringend wird, wenn der Liampf von und heute bereits vergessen ist. Und ito bitte, diesen meinen Worten nicht nachgutragcn, daß sie so kurz sind. (Beifall.)

Der Nachtragsetat wird verabschiedet.

warum man die OrdnungSmänner nicht anerkennen will, auch die OrdnungSmänner der Arbeitswilligen, wie eS in anderen Ländern und z. B bei uns in Nürnberg geschehen ist. Man hälfe sich damit ben 2.anf der Bevölkerung verdient, die jetzt glaubt, daß die Re- gierung von vornherein gegen sie Partei nimmt. Die Regierung m"v auszugleichen juche.,, zuma: die Forderungen der Organisa- aonen nicht maßlos sind unb äußerst große Interessen auf dem Spiele stehen. Die Regierung hat hmzuwirken auf eine Entwick- lung ber sozialen Verhältnisse, daß bcr H e r r e n st o n d p u n k t berfchwinde. Jenseits der augenblicklichen Streitigkeiten und öuiirercien der einzelnen Organisationen steht das Ziel, und dieses heißt: Gleickiberechtigung im Arbeitsverhältnis, ein zufriedenes unb freies Volk, und dazu müssen alle Mitarbeiten, auch die Re­gierung. (Lebhafter Beifall links.)

Abg. SosinSki (Pole):

$.er streik ist berechtigt, denn alle Lebensrnittel sind teurer geworden; die Lohne.r sind gesunken. In allen Län- d'e Bergarbeiter auf, weil ihre Lage uncr- 'inf I£^ * r rLU° bx! Christlichen wollten anfänglich milmachen. Aus einmal schnappten sie ab. Angeblich, weil bie Zechender- §Ä!unoen eine Lohnerhöhung in Aussicht gestellt hätten. Tie ,-jahl der Streikenben nimmt ständig zu. Sie wissen, daß sie nur auf bleiern Wege bessere Löhne erreichen können. A u S sch r e i - L" Sen der A r tbcrurtcilcn wir. Aber in vielen Fällen ist °rt c-rff 9nIah zu Ansammlungen gegeben, (©ort, hort!) Mit unnötigem Schneib ist sie oft vor- gegangen. Geschlossene Mitglieberversammlungen wurden aus- cinanbergejagt. (Hört hört!) Jetzt verbietet man unseren Ar- fhr!*n' h,ronrbnbc8 v-clIß in bcn Versammlungen polnisch zu sprechen. Wie sollen sic sich da verständigen? DaS ist gegen daS Vereinsgcietz! Billigt der Staatssekretär dieses frivole

1 '3cil 3Kan ^al unsere StreikbureauS aufgehobcnl JZBie sollen wir da unsere Leute aufklären? Aber das will ja bie Regierung nicht. S t e w i l l, b a ß B l u t v e r - gossen wird. (Unruhe.)

nu v'zepräsident Dr. Paasche ruft den Redner zur Ord- Abg. Sosinski:

mprnTpwf?4 ^°" Dattenscheidt hat man zwei unschuldige SfxS. Wenn man den Scharfmacksern

nadjgibt, wird der Streik auch auf andere Reviere übergehen. Auch der Fiskus erhöht die Löhne nicht. Der ^"Er berweist auf die Verhältnisse in Oberschlesien. Der p"ußischc Handelsminister ist ja hier. Warum erfiärl er nicht G?pBr 'vtafua b,e^,C erhöht werden sollen?

Der Fiskus hat in Oberschlesien die besten Gewinne, er zahlt ober die niedrigsten Löhne. 0 M

1 duuian denkende Männer im Handelsmini- willigen l Bedauerlich waren die Ai'ariffe des 9enh-rm&.

bas sind flüchtige Erscheinungen, und der rKlers auf die gelben Ar bei terve r eVn ? Lu^ Derglxiuabtcilung. Hier sitzt ja der Herr l'nks.) Das sind keine Speichellecker! ÄiS sind 34 Oßö

S p r f 6r Vx- 2J^nn' der an der Spitze des Arbeiter in den Vaterländischen SkbeiterbereinenI Au S schrei tu n-

^n ^^s>.?^^cken erklärt hat, in feiner Verwaltung mürbe ?t"bec Streikenden sind vorgekommen. DaS geben die Arbeiter ein Sozialdemokrat nicht geduldet werden, und jeder fliege, wer iE muß den Mut der Arbeitswilligen

schlienl7ch^'^^bn herauskommt. Er muß ja auch ?er großen Gefahr bei der Arbeit verharren,

schließlich cnE Verlangen des Abgeordnetenhauses dafür forgen, Ctrnf Mirb zeigen, ob wir mit den vorhandenen Mitteln daß Preußische Bergwerke kaufmännisch betrieben werden, und uuskommen oder ob wir dem Staat neue Strafmittel ba wird es ihm schwer, dem Standpunkt der Arbeiter gerecht zu £ ^,e ^^d geben müssen. (Hört, hört! links; Unruhe bei den werden. y w ö I ^°J-) Wir sind nicht Freunde neuer Strafgesetze; aber wenn es

Auch der ©toatSfefrctär hat gestern noch die Eierschalen bon ÄLÄ , eben geschaffen werben,

seinem fricheren Amt als preußischer Handelsminister gezeigt, auch Ausschreitungen vorgekommen

diese Arbeitgeberseele W.r brauchen einen Mann, der ganz vo? L?'/- muß docherst ^fftellt werden, wer die Schuld daran urteil-frei von der höheren Warte sucht Vertrauen bei ben S?L Nch über die Schutzleute. Der-

Arbeitern zu erwecken, unb nicht das Mißtrauen, daß er alles m-nn er eines Lchutzmanns in dieser Situation,

Recht aus ,eiten der Arbeitgeber finbet. Wir brauchen ein Termarmp^hpn ur^. tagelang unter diesen

Reichsberggesetz: hätten wir es schon, bie SZvIrrigkeiten bSTSES? ^nn ^dcn Sie auch die Ge-

waren aus der Welt gebracht. In jenem Protokoll vom Palast- ^ menn r?Sehr merkwürdig nimmt b^tel hieß es ja auch: .Vielleicht wäre cS möglich, den Minister tr e t n 'mrner als bie Ver-

8STU5 -L!

Ä 'N Sjg&SSJ-,sr fe-S-ÄffM

hon Bethrnann Hollweg." (Heiterkeit.) Ich weiß nicht, oh dieses ----

Sob aus diesem Munde cm wirkliches Lob für den jetzigen Staats- die sekretar des Innern ist; wenn es zutrifft, dann verstehe ich den er -weiten Deil seiner gestrigen Rede besser. um

Auch wir wollen die Ordnung im Streikgebiet überall auf. ber

recht erhalten und ebenso den Schutz der Arbeitswilligen. Wo Regierung mo

Hundertlau,ende streiken, muß auch der notwendige Schutz ver- Eingriffs enttiUiien- aum mp.i Vin

Dienst wzweifellos sehr schweren Hervorrufen würde. s?,-.-.stimmuno rechts ) rcoacn bip^ocr

Dienst, und er wird ihnen noch erschwert durch die Nervosität litionsfreiheit nicht art-1"- ucne t0Q'

' h I. V orgefe^te n. Diese Nervosität wird noch gesteigert keinen Koalitionszwong. durch ^charfmachcrcien wie im Herrenhause, und noch gestern "hat Terrorismus. 2 i c "- Herr von Bieberstein als Vertreter des ungekrönten Äönios feie- Leit. " Sorisch cm schneidiges Vorgehen verlangt. Ich habe selbst als rechts.)

w'e die Husarennachrichten,selbst ruhige Leute Abg. Behrens (Wirtsch. Vgg):

iatenna^un.' W.r Ä ttSS, I K Me U er"

Mb. Deutscher Reichstag.

2 7. Sitzung, Freitag, den 18. März.

Am Tische des Bund-Srats: Dr. Delbrück, Sydow, ä elfen, Richter.

1R Präsident Dr. Kaempf eröffnet, die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. und teilt mit, daß vom Präsidenten vex italie­nischen Deputiertenkammer folgendes Antwort- Telegramm eingegangen ist:

.Ich mache mich zu dem getreuen Dolmetscher der Gedanken der italienischen ^eputiertcnkaminer, indem ich Ihnen hiermit - SS? f k!LC n 1,16 herzliche Kundgebung des Reichstags

anläßlich des fluchwürdigen Attentats ausspreche, eine Kund- gebung, bie bie gegenseitigen Gefühle der Sympathie zwischen ^5n. beiden Volkern von neuem kräftigt Marcora, Präsident der italienischen Deputiertenkammer."

DaS Haus nahm diese Shmbge6ung mit lebhaftem Beifall auf. Born preußischen Kriegsminister v. Heeringen ist ein eingegangen, in dem er gegenüber einer Aeußerung yJ* e m )n her Bubgetkommifsion gclcgenl ber Etatkbeoatitng über baß Reicbsamt des Innern, daß die Anstellung eines Sohiies deS Präsidenten der Artiacrlc-PrüfungS- kommisswn bm der Firma Krupp in Essen ein sehr bedenkliches Symptom in Hinblick auf die nahen Beziehungen der Firma zur Heeresverwaltung sei, erklärt, daß der Präsident der 'Artillerie. Prufun^kommisfwn, General Siegel, nur einen Sohn habe bcr r/l£e-m Infanterieregiment ist. Auch der Vorgänger des Generals Siegel habe keinen Sohn bei bcr Firma Krupp.

Abg. Dr. Südcknm (Soz., zur Geschäftsordnung):

ES bedarf keiner Versicherung, daß ich sehr bedauern würde, der Artillerieprüfungskom- S°*rbr 8 Cp^cr bischer Informationen ober einer Personen.

öc»orben 3u fern. Sen Sachverhalt festzustellen, sich bis zur Beratung des Militäretats Gelegenheit bieten ^fommeri b<nU1 <dauben' ^uf die Angelegenheit zurück- _2>cr.^ntra9 auf . ®infteCung des gegen den Abg. Graf 6 1 8 L? x f f (SBilb) schwebenden Strafverfahrens wegen Be. Pi£irXS.rrb saTn^*Ten- ?er Antrag ist nicht, wie infolge ^ ^rCr8 wurde, von Ablaß u. Gen., also nicht

von der Bolffpaiici gestellt, sondern von Arnstadt u. Gen., Mit- gliedern der Konservativen und anderer Parteien.

^dritte Lesung dcö N a ch t r a g ö e 1 a t s f ü r d i e Reichsversicherungsan ft alt.

w 162. Jahrgang Samstag, 16. Mürz 1012

iw* ** «Otühonibrutf «n» Btrtati 6er etObH»«-

vJivnCiici ^niiCiücr

General-Anzeiger für Oberhessen

Abg, Mertin-Oels (Rp.):

Wir danken dem Staatssekretär für die Entschieden. heit und Energie seines Tones, zumal »uirin dieser Beziehung von ihm nicht verrvöhnt sind. (Lebhafte Zu- nStmUh.?[hrC<?AmH ®ar ?tIcm0fnrveIJ energische Politik und hier, bald Kompromisse dort. (Sehr richtig! rechts, Zuruf der Soz.: Junker!) Ich bin kein Ächcrj)"^ ""bk' 06 'ch c» einmal loerbe. ujuruf linkS: des Staatssekretärs war, daß er er-

S&ft" | Ä8Ä'ÄiWÄ

üe bltS, einfach nicht verhandeln wollen; e'n schwerer Eingriff in das ganze WirtschaftSl^n Herr Sackse

hnfeTV 1 ben! Oberberghauptmann höllisch übxlgenommen' sagte, es wäre eine dreiste UnLhrheit wenn man d^i k n Aumutete, unt sozialdemokratischen Vertretern die politische Gründe unterschiebt. Tw Sozialdemokraten finh bX,' 1,nÄ aber »ir t»r «II°M nicht ctw« di-H Ü « - - i e t SB a"'5 , j3^

be* Ä,«Iition»ted5t», Wer bet Soz.) Tin- Pnriei, bi- immer gleich L -'

Ml . ' 1 " "b-r nnch jetzt ist e-P etaateieftetät einen .Zechennnwntt- neA bie "ü;

man farni sich auf ben Standpunkt stellen, in kurzer der <^Ta'&°®,e'J,?'15?!"

8^ 3U Rber »ie u7,ufr,ebenheit3ift (Zurufder Saz.^ Wir L K°re stu^iM

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dJir haben ja sehr human denkende Manner im Handelsmini- ur i l l 1 g e n I r 1