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24.9.1912 Erstes Blatt
 
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2.

Scblat|i: Glut!

Sie » ligt, bleich.' fchuni die Wäfdie erhJBUdi abrik^l coblJü! 'di,"».

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Üährigen Q erfüllt, ^en di, tert.

mal die Grundlage icitzulegen I>it, auf der das Stüd eingebaut in. Jetzt beißt i? fcfmellen, in weld/e.n Tempo das Sind dem Publikum vorzuspielen in. Ibsen ist in Teutschland jahrelang

nicht nur für jedes Werk das iichlige (Mühl haben, d. h dem Werk innerlich näher kommen können, er muß auch verstehen, ihm das richtige äußere Gewand zu geben. Auch Mangel an fRefoeftf hallen iür eine wichtige Eigenschaft des Regisseurs freilich nur in Verbindung mit Bildung, denn daß einer sich an die Jniwnic* mng eine- Stüdes mach:, ohne eine Ahnung zu haben, was und warum etwas vor ihm gemacht rouroe, Halle ich für ebenso ausgeschlossen, wie seine Vorgänger, sktaoisch zu kopieren. Es gibt einen Ausspruch im 2ht2icrbcmcb, bet mich sofort in grbszie Wut bringen kann und dieser lautet: oas war immer fo. Ich sehe absolut nicht ein, daß Tinge, die immer so waren, des* halb auch richtig sein mun'en. Gustav Mahler hat einmal getagt: Tradition i ft § chIamperci Recht verstanden beocuift das nichts anderes, als daß Tradition eine beliebte Ausrede für Schlamperei ist. Uno nirgends lit die Schlamperei größer als bei der Inszenierung der Klassiker. ES sä/cint mir ein Beweis 'ur den EwigkeitLgehalt einer Tichtung, wenn es jederzeit ge­geben ist, sie anders und nep zu 'pieken und zu empfinden- -halcsp.arcs Iranuii werden iür jebes Jahrhundert neu geboten.

Iine Frage, die den modernen Regineur mit am meisten besch.i t.gt, ist die, m welchem Rahmen die Klassiker und besonders 2: 2?eit>nirc gespielt werden sollen. Zwei grunbycrid.icccnc Prin- t 7.'cuInszenierungen 2hakespeareschcr Trainen angewendet. Man versucht entweder geben, in baten? t;e Tramcn jp.elen Tas zweite Bühncnprinzlp, oas heute immer inehr und mehr Geltung gewinnt, beruht auf der Verein- 'achuilg des szeniichcn Apparates. Rur wenige, abe< äxtrakterntische Einrichtungsstücke deuten den Schauplatz an.

ES wirs notwendig fein, von Fall zu Fall zu Zeutschciden- ob die Stilbuhne trott das historisch getreu. Bild des Schauplatzes vorzuziehen in. Gan; sicher ist nur ein«: man kann in der historischen Treue zu weu gehen.

Tre Tatsache, daß e* iür Die Inszem rung der filaffife? feine Tradition gibt und geben dari, msäae ich^ noch an einem* Beispiel klar machen. .rinc unüberwindliche 2d wu-rigfeit für Den Regisseur hat bisher daS Gaß mahl in den Piccolo- m i n i geboten. Man sieh: in einen Saal, in dem ein Haufen, bettunfencr £ freiere rin .wildes Gelage abbält, währeiid dieser Ieit ibiclt iiD vorn eine wichtige Szene ab, der.n Text oem\ Buschaucr nid.: verloren gehen darf. Ich habe immer wieder, auch bei dcn besten neuen Inszenierungen dus widersinnige dieser' 2-.ne cmpunOen. Um die vordere Szene nicht zu Hären, mußte wilde Ssiiziersgelage im

Bild umgewandeli werden. 2ie Betrnnkenyen der Offiziere äußerte sich dann, daß einer oder der andere sein Glas t-rfjob und dem Lachbarn jutranl; besonders realistische Regisseure liebel

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Die Besprechung von Balmoral.

Mit lebhaftem, leicht verständlichem Interesse hat man Ij rllenthalben den Besucy Sasonows in London und im Ij fchottifchen KönigsschloOc Bal inoral verfolgt, denn es I liegt auf der Hand und ist schon in den gegenwärtigen, I aenz besonders beivegien und entscheidungsschweren Zen. I kiuneii bedingt, daß den Konferenzen zwischen dem rujfi» I jrjen Minister des Auswärtigen, den englischen Staats- | numneni und König Georg eine politische Bedeutung zu- | ummt, die unleugbar ist, wenn auch über ihre Tragweite I ..werlich fo bald etwas Genaueres festgeftellt werden wird. I nc amtliche oder auch nur offiziöse Veröffentlichung über I wse Unterredungen oder Abmachungen ist nicht zu er- | tunen, und was bisher an privaten lUlelbungen aus Lon- I »n zu uns gelangt ist, leidet an so starten Widersprüchen, r :ß man sich daraus schwer einen Vers machen kann.

Als feststelsend kann jedenfalls angesehen werden, daß ? by Aufrechterhaltung oder Ausgestaltung der Triple- II in teilte nicht in F^age gekommen ist, aus dem einfachen p. ötunbe, weil der '.'Ipparat dieser Entente bisher allem l stufchcin nach zur Zufriedenheit der Beteiligten funftio» ! I giert hat. Die von Paris aus verbreiteten Meldungen, i biß England in die französisch-russische Martnekonvennon tu'bezogen werden solle, verdient keinen Glauben, einmal fccil sich ja die britische Regierung nut der französischen, Ilie die Verschiebungen im Mittel in eer zeigen, über die ^'praktische Seite dieser Frage im wesentlichen vcrstänoigt h:und zweitens) weil die englischen Staatsmänner zu nnlpolitifd) veranlagt sind, um ein Flottcnabkommcn mit I einer Macht ab^nschließen, deren Flotte, wie die russische, tzakunftsmusik ist.

Daß bei den .Konferenzen in London und Balrnoral über I |at italienisch-türkischen Krieg, über die angeblich günstige

Vezn qSvreis: monatlirt' 75 Ist.. oiertel« '.itnlid) Mk. 2.20; durch ilbbole- u. Zweigstellen «nc Mlhdi 65 P'.; Durch die Voftlu.S.. ienek- läi-iL ausjchl. Besteüä. ZeitenpreiS; lokal 15 i>1w ausw.iN« 20 Pfennig. 6 hekredakteur: A. Goen. Veraiiiivortlich für den politischen Teil: August tüt »FeniUe- teil*, .BeninschieS* und ,®enrfu6iaal": R. 91 eu-

L'anb*: $-.(S-i>; für den Anzeigenteil: $>. Vect.

Moderne Lhcateriunjt.

Ucbcr moderne Theaterkunst sprach, icie wir gestern schon kurz »r-geführt haben, am vergangenen Freitag der neue Gener.il bächor der Darmstaoler Hofbuhne. Tr. Eger entroiadte hier feine künsUerisdjen Leitgedanken, die das Darmstädter Vonbeatcr, r.-nn erst nut dem allen Sdtfcitbnan aufgeräumt ist, wohl wieder 6uf feine einstige wöbe bringen werden Schon ui den wenigen i L-.gcii seines Wirkens in Darmstadt hat es Tr. eger ver,landen, längst erlahmte Interesse am Tarmstädter Ho'thealcr wieder «r. zufachen weil ec eben ein moderner Regiekumtler in. vri Keibt nicht in der oben, falsch verstandenen Mernrngerei lieden, ine mir baS so häufig erleben müssen, ihm ist die Bühne reut I kluSstellungSplav iür den reid-en Tl-eatersundus sondern einzig X'T Boden, wo sich mit möglid st unaiifbruigncben Mitteln das imne Kunstwerk entfalten kann. Er steht damit an der <seuc

Marl »agemanns, des Tireklors des Hamburger ^d'aun'i.l- wIlses, der in seinem vorzüglichen Buche über Elegie benulben L.aiibpnnkt mit seltener Sdxrrfe vertritt Audi andere bebcutenbe r eatcvielter stehen auf diesem Boden, aber trotz ihrer jahrelangen ilibeu ist es ihnen noch nid;t gelungen, die kleineren Theater aus ;cr;i alten Sdstendrian herauszuziehen, der hier wie überall^ Dae- irrste Unheil anndnet. Richt 'Jloutimerarbcit, ivte Der jacb ; ix brud lautet, sondern itunir verlangen mir heut: ton der 8»hne, die tarnt uns aber zunächst nur der moderne Rcgiekunnlcr :cjen. Mlerdings sind die kleinen Theater selten in der r.agc, ich einen Regisseur halten zu können: baut was gewöhn.u.' sts Regisseur auf dem Zettel erscheint, das in ein älterer <sd»u piclcr, der neben seinen Rollen auch noch Regisieur ip.clt. B.-a» la bei herauskommt, kennt man zur Genüge ab.r Horen wir, vas Dr. Eger darüber jagt, bofen Ausnchrungen wir aus .niem nngehenden Bendl der St. .Veff. Volksbl. berau^.^ ,.n ra.cn:

Tie moderne Regiekunst bat dem modernen TDealer Du vyr ccgnonue gegeben. Ich glaube, daß bu meisten Heaterve«uch-r

.d) abiolul. Nicht klar darüber fino, was eigcntiid' em Regi icur pt. Selbstverständlich untersteht feinen Anordnungen lontobl der I lelioratioe Apparat wie die Anordnung Der Mas en. _ umi: ist aber seine 'Jlufgabe nicht annaiiernb erjchop-t , Jede Ltetlung, Sdiauspielets, das Lenipo lind die Tvnstärke b*.~iai.g?. ! ,\a Länge der Bausen, die ja so notwendig sind, um b:c nchiige önimmung hervorzurufen, unterstehen feinem Urteil eben o, wie " aa Regelung der Beleucl.iutig und die Auswahl der xouumc.

Iocöu gehört aber vor allem eine genaue Meniunis de ä:uul? .ivO auch der darstellenden Münftlcr c? ist nicht i? . «n : juieren Bau eines Sindes zu Dura d au. n ia> ipri natürlich 1 von Possen ober französischen Lustspielen, obwohl auch die uöthr Arbeit geben als man gewöhnlich glaubt sondern l.on omüden ernsteren Gehaltes.

Ich bin oft gefragt worden: ja, bari denn der Regiji.uc :<ri Schauspielern übe yauvi euvas sagen.' -sie nerden aus gut, was id) über die Inszenierung DerNora geragt habe.

tiussichtcn bietcubeii Friedensvermittelungsvcrsuche und Ib-er das Balkauproblem, ivelches zurzeit als weniger bc iirubiöcnb erscheint, gesprochen wird, darf als felvstver- jnblid) gelten, aber es kann nicht bezweifelt werden, daß i Mittelpunkt der Unterredungen und Verhandlungen lerne der hisher genannten, sondern vielmehr i irncr- a r i a t i f d) e Fragen standen. Und zivar in erster Reche iw der Lösung des außerordentliä) schivierigen und l-eikelen tc r fisch en Problems, dos seit der vor fünf Jahren tcholgten englisch-ruffisd-en Verständigung immer verwickel- t« geworden ist.

In dem Vertrage vom 31. August 1907, durch den Pürsien in eine nörblidje russische und eine südliche eng .i die Interesfenfphäre geteilt wurde, war bekanntlich die Erklärung enil)alten, dag die beiden Mächte sichgegenseitig i< rpflichten, die Unabl angigkeii uno Integrität dieses Lan- b( > zu achten, und daß sie aufndjrig die Aufrechterhaltung b< r Ruhe in diesem Lande und ebenso die dauernde (rin- fsthrung von Vorteilen für den Handel und die Industrie a'.ler übrigen Völker wünschen". Und desl-alb haben beide Staaten, Rußland wie Eligland, sich seitdem bemüht, die i Umabhängigkeil und Integrität Persiens nad) Straften zu ftrmdnen unb die dauernde Einführung von Nachteilen für deii Handel und bie Industrie aller übrigen Völker ju. befördern, wovon ganz besonders der deuifche Handel kin umfangreiches Klagelied zu singen weiß.

sehen, daß der fKcgufcur den Sd^iuividern mdi nur etwas sagen I Regisseur, abgesehen oom Talent, haben muß, Bstbung unb einen darf, fonoern, baß er ihnen viel, ia bas numc sagen muß. I getviiien Mangct an Respekt. Um in Stunfttuerlc imrktich rin*

Wir haben also gesehen, daß der Regisseur vor allem ein-1 bringen zu können, Dan man nicht bloß ein Routinier sein, man' . ---t muß vielerlei unb möglichst viel gründlich wissen. Er mußk

Allem Anschein nadi will das Zarenreich jetzt ernstlich )QTan gehen, feinen Teil der persischen Artiscpocke zu ver

dessen Staatsmänner bisher immer noch starte Bedenken dagegen gehabt haben, diesen Pufferstaat Zwischen Indien und dem Zarenreiche verschwinden zu lassen In Ruß land hat man erkannt, da,; Persien nur mit Hilfe von Bahnkanten zu einer rujftidien Provinz gkniacht wer den kann, unb fo hat denn die Meldung bu* größte Vahr cheinlichkeit für sich, daß Sasonow nut dem Plan einer Turchgangsbahn , die von der russischen Bahn in rfielt bis an die indische Grenze

oll, nach Balmoral gekommen ist Tie englische Regierung hat fid) gegen diesen Plan bisher gesträubt, denn seine logische, unabwendbare Fortsetzung wäre bie Errichtung des russischen Prolettorats über Nordpersien und Damit die Teilung des Landes, die wiederum den Russen den er- ehnken Hasen int Persischen Golf verschaffen und zugleich eine gemeinsame Landgrenze zwischen Rügland und Eng land mit sich bringen würde. Mcht nur der merkwürdige

.. i der Ankunft Safonow- m London, wo em Mitglied des englisch-b.rsischcn Komiteesnieder mit Ruß land, hinaus aus Persien!" rief, sondern auch die scharf ablehnende Haltung der liberalen Presse gegen die Plane Rußlands zeigt, wie wenig populär eine solche Politik wäre.

Eben deshalb bleibt es abzuwarten, ob die englischen Staatsmänner sich lebiglid) um.Jbie Tripelentente noch fester zu kitten, zu dieser völligen Abkehr von ihrer bis herigen persisch-indischen Politit entschließen werden. Mit schmerzlicher Resignation aber folgt man diesen Verhand lungen, wie sie auch ausgehen mögen, in Deutschland, benn Die deutsche Politik hat fid) seit der Potsdamer Begegnung in Persien ebensodesintkressiert" Ivie in Marokko, aber mit den Gegenleistungen, ob sie nun von ruftifdjer oder von englischer Seite kommen, ist es allem Anschein nach recht schtvad) bestellt!

London, 23. Sept. Der Minister des Auswärtigen, Sir Edward Grep und ber russische Minister des Aeußcrn, Sa so now find heute nadjnuttag auf der Statioh Ballako emgetroffen unb Huben fid) im königlichen Automobil nach Balm oral begeben.

Fryr. Marschall v. Vieberstein t.

Bei der Anbahnung neuer internationaler Wege, die jetzt überall von den Großmächte/! versud)! wird, ^rifu uiiv doppctt schmerzlich Die 'plötzliche Rachricht vom Hmscheiden des Frhrn. Marschall v. Bteberstein, au, den unsere Regie­rung für die Anknüpfung vorteilhafter Beziel-ungen zu England so große Hosfnnngen gesetzt hatte:

Badenweiler, 24. Sept. Heute früh 4.15 Uhr ist im Hotel Römerbad, wo er seit einigen Wochen zur Stur weilte, der deutsche Botschafter in London Frhr. Marschall von Bieberstein geftorben.

Ter Botschafter hatte, wie alliährlich, den größten Teil seines Urlaubs auf seinem Gute Reucrshauscn verbracht und sich »ur Nachkur in Badenweiler aufgehalten. Seit a ch t Tagen mußte er >m HotelRömerbad", wo er Quartier genommen hatte, das Bett hüten. Ucber bie An der Erkrankung war >nd)ts zu c ff obren. Im HotelRömcrbab" teilte man mit, daß die itranf heit auf Arbeitsüberlastung und auf eine gleichzeitige Erkaltung zurüdzuführen sei

Frhr. v. Marschall hatte den Rus, nicht nur einer der tüchtigsten Diplomaten, sondern aud) cm willenskräftiger

burd gefallen uno bie Schild Daran trug nichts anderes, als bas Tempo des Dialogs. Sid werden fid, vielleicht^nie Darüber klar geworden sein, wieviel die Behandlung des Dialogs ausmami und doch werden sie es unbewutzt empruubcn haben. Sine Szene stürmt dahin, Rede unb Eegenrebe folgen einander Schlag aui Sd lag, nur verlangsamt sich das Tempo, einzelne Satz., tic uns für fpäter in Erinnerung bleiben sollen, werden teroorgebobvii uliurltd) darf das nid?: wiltturlid, geschehen, londern raufe im Eharakler Der handelnoeu Personell begrünDci sein eine Pause tritt em, bas Publitum suhlt hier, sollte etwas ausge- ivrochen werben, was omdüvtegcn wird, uno nun kann ber Dialog m seinem alten Tempo wettergeyen. Ter Zuschauer wirb aumcrljani geworben unb aus bie spateren Vorgänge vorbereitet sein. Eine anoere Szene wirb halblaut gcimeli, nur 2 ober 3 rür bie weitere Entwidlung ber Hanblung bcotuu'arnc Säß^iciüagcn nie Helle Trompetentsne aus dem mezza voce heraus. Sic sehen also, wie außerorbcntlich wirf ng bie Au'gabc bes Regmeurs auch bei Der Bettöung bes gesprochenen Wortes ist. Tamrt ist aber Die JÄcgicauigabc noch lange nicht erschöpft Ter Rahmen, in dem em Stuck spielt, ist von oer allergrößten Bcbeutung. Nun kommt Die Frage der Beleuchtung.

Taß ber Regisseur noch aui tauicnb Ä1 einig feiten adncit muß, bie mit ber Snultur eigentlich nichts zu tun haben, will ich nur nebenbei erwähnen.

Zwei Männern, zwei Deutid,en, perbanlai wir das moderne Theaier: dem Herzog von Meiningen un? Richard Wagner. Ter Herzog war der erste, der in innen klassischen Neucinsiuott- rungei; Snicmblctvirfnngat c-iftreblc. Meiner wurde oorg^ogen, Eni snlgetreucs Bühnenbild, eine dis dahin unerhörte Belebung der Mafien nnb DaS große Veroienst der lkiningcr. Uno Rid)ard Öagncr. Daß er wöbe der genialste R.gis'Cur war, den es icmÄs gegeben hat, wissen alle, Die einmal m Bayreuth waren, sogar die. Die nur einmal cincS der Textbücher zu seinen Lpern aufmerksam gelesen haben.

Ich habe iruhcr erwatnt, daß die Meininger die einen waren, Die historisch treue Dekorationen am die Bunne brachten. Wir sind ja heute viel weiter, wir arbeiten tau aus schließlich mit plafüiaen Detorationen, ja hi'wrische Treue ois ins ÜPinuc Detail gilt uns als ielbitoenränöttce. Dtiir emp^indsn . n »tlnnfrcm r.nb Dav Detail, Di. das Won -a ubenruchern te;(i;;aen, beim y.lanuet mand.mai iaion als störend utw wir laoen uns die Lt.l.'Ui t'.e ... ua: tn, um dem Wort wi b.r mehr zu ianem .....

5u verhelfen. . ... .

Ich hatte für bie zwei roigjtigiten cigenid^Tten, bie ein

Kr. 225 Erster Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 24. September 19(2

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Siebener Anzeiger

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Ȋt die Redaktion 112, *

WM" General-Anzeiger für Gberheffen

ö,r'' di^r^esnumni^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vtlch- und Steindrnckerei R. Lange. RedaMon, «krpedition und vruäerri: Schulftrahe 7.

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Staatsmann zu fein Als Graf Wvlsf-Melternid, von dem Londoner Poften zurndtrat, galt es für die dentschc Re attrung, für gro»-e Ausgaben einen bedeutenden Mann nach London zu senden. Am 11 Mai d. I erfolgte Die Er ncnnung des Freiherrn v. Marschall, der feit 1897 als Bot schafker »n äonstantitwrel wirkte, wo er, trotz migüiiftiger Verhältnisse, es verstanden ljalie, das deutsche Ansehen und deutschen Einfluß au-jfdjlaggebenb in den Vordergriiiib zu stellen. Wir Haven bei feiner Ernennung zum Botschafter ui Loudon ausführlich feine Laufbahn geschildert, d»e auch tnfofern bemerkenswert ist, als Frhr v. Marschall vor feiner im Jahre 1890 erfolgten Ernennung zum Staats­sekretär des Auswärtigen Staatsanwalt und dadifchee Ge­sandter gewesen war.

Frhr. v. Marschall, der am 12. Efu'ber 1842 zu äarls- ruhe geboren war, Hai somit ein Alter von 70 Jahren er­reicht. Man hatte bei »einer llebersiedelung itad) London angenommen, dasz er nod) rttstig genug fei, dies fdjtBcra unb verantworrungsrciche Amt auszufüllen. Tiefe 'Jbi- nahme war, wie )id) letzt herausstellt, doch wohl falsch. Es ist ja klar, daß in Den paar Monaten ein Einzelner Da» Rao der großen Politik nid-t plötzlid) luerbc ander- Drehen können, und mit der deutsch-engliichcn Veisiandi- gung wurde es nidits. Um leben P reis dürfen wir denn Dod) mit England lein Freundfd-aflsbiinDnis fd)ließcn. So Hai Denn Frhr v. Marfchall am Abend feines Lebens viel­leicht einige Enttäufchungen erlebt, die ihm aber feine großen Verdienste nicht zu schmälern vermögen Mochte lidj Die Deutsche Regierung jetzt Daran erinnern, Das; seit Jahren Die billige ForDerung erhoben ivirD, man möge unsere Ttplomaren nicht ausschließlich aus Den Ämieii des -Adels entnehmen. Begabung und Befähigung fallen i n ersterLinie enifchrioen, und im Biirgeriuin gibt es and) Leute, Die Diesen AnforDerungen genügen.______________

Deutsche Ncictz.

Kongreß für S t ä d t c w e s e n in Tufseido r f.

In Der Stadiiichen Tonhalle zu Tüsfeldorf landen iid) am Montag mittag bie Vertreter ber preußiichcn Miilistericn, des Rcid/spostarntes, des Staatsiekretärs des Innern, die Minister verschiedener Bundesstaaten, Ber . üftcrreid,iidKii Staats­regierung und zahlreiche ausländifche Gemeint

Oberbürgermeister L e h 1 e r - Tüijeldors wie- in Hier Bc- j .üfeungfirebc auf Die Beoeutung des Kongresses hin, der in weiten Kreisen, tue ein besonderes lachwifscnfchaitlldws Interene am Städtebau haben. Gelegen heil ,.i ..

aller Fragen geben soll. Ministerialdirektor Freund, ber Ver­treter ber Ministerien bcs Innern unb ber vifenllidjen Arbeiten bemerkte, baß bie Ministerien ben lebhaften Wunsch hegten, mit den Vertretern Der Stabte bei Der Behawblung ber wichtigen unb ernsten Ausgaben, bie auf städtebaulichem Gebiete zu lösen seien, die engste Fühlung zu halten.

Ter nationalliberale Landtagsabgeordnete AmtSgerichtSrat Tr. Lohmann-Weilburg wurde von den nationallibcralai Ver­trauensmännern des Lawdiagswahlkreifes Lbcrtaunus-Ui'ingcn als Manbibat jür bie kommenden Landtagswahlen ausgestellt. Tr. Loljinann hat diese Kandidatur angenommen, da er in seinem jetzigen Wahlkreis Tillenburg»Lberwencrwald nicht mehr kan Didurt. Ter Wahlkreis Obcrtaunus-Ui'ingen wird zurzeit von Dem konicrvativen Geheimen Regierungsrat Landrat Tr. Beck- mann-Uiingen Dcrireten.

Ter bayerische Finanzausschuß der .Hammer der Ab- geordnete», der >ici> mit ui an ihn zu