Ausgabe 
22.6.1912 Erstes Blatt
 
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einmal zu zeigen, tnb ihn 1 Wochen

Dr. Ploch von Noniag ab verreist

4377

lästige Haare an Armen eins. DI I B TI A litt üd). Tcotl .Vat-n'. 1.50. ihr* < UL"U

ICD. »\.UUU - < U V , 4

Parfümerie H. Plank Ww.

bei Emil Fischbach.

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Er wurde durch die RettungsHeselllckaft in da- ^dxuaDmit ge­bracht Die Leichen der Edeleute Fiicher werden nach Kcpruui gebracht Ter EHaussenr blieb unverl^^l.

(tefep heißt, der Eigentünrer des Tuches, nicht da sei oder nicht rrmittdt ist. Der Mann habe den Bcsav auch zur Verwendung für dienstliche Zwecke an sich genommen, er wollte seinen Dienst- rock bonrit bes,chen lassen, imb dies mache ihn nach der Recht- sfrechuttg des höheren nrilitärischcn Gerichts strasfrei. Der Brief sei eigentlich auch keine salsche Meldung des Angeklagten, er stelle vielmehr eine Urkundenfälschung dar. Leutnant Möller bot, wegen der Urlaubsnberschreitung auf eine geringe Strafe Ku erkennen. ES erging Urteil aus 2 Monate und 14 Tage Ge- jangniS.

'!? »- amtlicher Wetterbericht 1 r » Oeffentlicher Wetterdienst, Gießest.

WetteravlSftchten in Hessen sür Sonntag, den 23. lZuni 1912: Meist heiter, trocken, warm.

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* Ausrede.Tu bist mir ein schöner Bräutigam: gestern bist du auf der Straße an mir vorbeigelaufcn, ohne mich au sehen!''Na, da siehst du doch, die Liebe mad>t eben blind!"

* Her ausgeholscn. Richter: ,^Sie sollen dem Habcr- bauer bei der Rauferei das Ohr abgcrincn haben?" Ange­klagter:Tas ist nicht wahr, Herr Richter, das Ohr bat der Hubermichel in der Hand g'habt... ich f/ab* den Haberbauer nur losgerissen!"

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hervorragende Schönheit mit rein griechischem Profil, diente ihm alt Modell, (jräulein Vibtlme bat übrigens die strenge Schönheit threr klassischen Züge bii int hohe Alter behalten, und noch m den leijten fahren, als ihre Haare längst schneeweiß waren, war sie als die .Republik* zn erkennen, als die sie ans Münzen unsterblich ge­worden ist.

e Ter »rote Teufel* auf der Hlugmnschine. Ter bekannte amerrkamicke Jlieger Captain Thomas Baldwin ist von den Philippmen zurückgekehrl, wo er wochenlang mit einer Aug- maschme von Insel zu Insel geflogen ist und dabei auch den un- zivilisierten eingeborenen Stämmen zum ersten Male da-r Wunder einer modernen Ilugmaschme zeigte. In einer amerikanischen Zeit- schriit bertchtel er über seine Erlebnisse. .Für diese wilden Stämme war die Maschine eine unbeschreibliche Sensation. Nie hatten sie etwas Derartiger gehört ober gesehen. S,e konnten cs nicht glauben, sie dachten an eine Halluzination ober an einen direkten Abgesandten des Teulels »Ich stand bei einem der bekanntesten Häuptlinge bet Kalinga-StainmeS, beim .Roten Teusef, als L'entnan( Lahm vorn 10. Kavallerie-Regiment nut dem Apparat auf und zugeflogen kam. ,Ta kein Mann drin', sagte der .Role Teulef, als er von fern das Ilngzeug erblickte. sagte ich,

»da immer Mann drin und Mann laßt eS stiegen* Ader der .Rote leufel* und seine Genossen schüttelten den Kopf. Rach langer Panse sagte er dann: .Wenn Mann drin, will ich nie mehr kämpfen/ Später führte ich ihn zur Flugmaschme. Ich erklärte ihm, ich würde nun aussleigen, und fragte ihn, ob er mich begleiten würde, Er antwortete nur lakonisch: .Wenn Tu, auch id)/ schweigend nahm er seinen Sitz ein, und dann ging eS empor, empor bis zu 800 Meter Höhe. Ter .Rote Teufel zuckte mit keiner Wimper. Ich beschrieb eine Acht und glitt dann in Spiralen nieder. Wir landeten glücklich. Aber der kleine Philippine sah noch immer wie eine braune Statue auf seinem Platze, zeigte keine Spur von fiurebt ober Erregung und sagte feinen Ton. Aber die Leute des .Roten Teufels^ konnten nun nicht länger ziirückhalten. Tiit markerschütterndem Geheul stürmten sie auf uns zu und be­grüßten ihren Herrscher, von dem sie annnhmen, daß er nun im Himmel gewesen sei und als Wissender zu ihnen zurückkehrte Aber der .Rote Teufel' schüttelte nur langsam da- Haupt und schritt dann nachdenklich, von seinen Genossen begleitet, von bannen.

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i. Dr. Leun, der nahezu ls verlassen, iun eine in le zu übernehmen. 6ut ) bis jetzt noch nicht gv ., hielt Fng. Lehmann ir Post einen Vortrag k Wölfersheim. 6t age für Licht- und ffiaifr

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kt Das Ende der ,"H e p u b l i fe. Dieser Tage ist die dekaimteste Frau ganz Frankreichs zu Grabe getragen worden, von der aber trotzdem nur wenige Franzosen etwas ivuyten ES war feine berühmte Schriftstellerin oder Schansviclerin, keine Dame bet Welt, sondern es war die .Republik-, die in einem bescheidenen Wagen mit weiger Tecke zur leisten Ruhe bestattet wurde. Fräu­lein Adeline hat daS schöne Aller von 84 Jahren erreicht. Im Jahre 1848, als sie 20 Jahre zählte, wurde sie zur .Republik*. Tamals nämlich erhielt Cubite den Auftrag, an Stelle der Münzen mit dem Bildnisse Ludwig Philipp« neue mit einer »Republik*, einer weiblichen ifrauengestalt, zu entwerfen, imb Fräulein Adeline, eine

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Mcbrattdjömnfter, Waren­zeichen erwirkt verwertet schnell u.gut Conrad Köchllng, 3ng., Mitglied der Kammer beeidigt. Oferichts-».Handels­kammer - Tackvcritandiger. Bertret-rEbemikei 4l.Borat. Gießen, LstAnlage 14. «uS- fuhrt., lesenswerte Broschüre kostenfrei. Erfte Referenzen. lAEs

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

Ortsbebauungsplan in Rodbeim a. d. B.

Mit großem Interesse werben die in letzter Zeit von umertt Gcmetndevcrtretung norocnonimmai Vorarbeiten zur Aul- stellung tau» OrtSbcbauungSpiancs verfolgt. Ist eS doch nach defsen Ausstellung eher als seither möglich, einen Bauplatz z» rrbalten Wir setzen daS Vertrauen in imfcrr (^emeindeverrrehtng, ban sie etwas großes C-wnzeS m fchanen bestrebt fein ttnrb und erwarten, daft ohne Rücksicht au| Eintel int crefscn Iper vor gegangen wird Die am meisten in Fräste kommen, sollten rutschen, daß es ihre moralische Pflicht ist, keine 5onbcrinierrhen zu verfolgen. Run einige Wonc zu dein LrtsbedauungSplan selbst. Der Ein­sender ist der Ansicht. das; kein Bauplan gefebafim werden soll, ohne gleichzeitig tue Feldbereiniguii.i, bezw. Zusammenlegirng der (Mrunbüüdc mi sichern Bei der Zusammenlegung must aus allen Seiten deS Torfes daS (telätite so gelegt werden, daß es im rechten Winkel auf die neu anzulegenden Strasten stöstt. -setze daher voraus, hast der Lrtsbebauungsplan iedem (^eleflenhnl geben soll, dahin zu bauen, wo er will, felbswerstündlich im~ AnsÄust an bestehende (Mebäube Eine Ausdehnung nach einer Seite halte ich für verfehlt, ebenso ein zu weites Auseinanberzieden des Torfes. ES lieste sich and) die Frage aufroerfen, ob nicht eine neue Straste rarallel mit unserer Hauptstraste vorgesehen werden Brnite. Diese Straste mststte von dem jetzigen Eingang zur Wehnviese bi- zuin Bahnübergang an der sihmittcrgaffe laufen, die einzelnen Ber- bindungen zur Hauplstraste können ohne groste Schnnerigkeiteu hergcsteltt werden, z. B am Schlund und bei der Bost.

Ferner must Bedacht darauf gelegt werden, dast für unser Tori eimnal ein Billenviertel angelegt iDerben wird. Die ein­zige hierfür geeignete Lage wäre an einer Straste, die ihren Anfang am Wehr oberhalb der Qtohn nehm« und bis an die obere Ecke des Scfnniltergartens führen müstte. Ansterdem müstten die Berbindimgen der beiden Strasten verlängert werden.

Wi/ Iiingevn erhoffen noch einen Aufschwung in dieser Hinsicht und ich möchte in dieser Hinsicht auf Biedenkopf oer* - heutc schon jedes Jahr über 800 Sommern begrüsten kann Wer die i'diönen Mlcuunllen dort kennt, must sid) sagen, dies kann and) bei uns nidtf auvbleiben und da Rod­heim durch seine Lage hierfür geeignet ist, müssen unsere Angm hierum gerichtet sein.

Unser neuer Ortsbebauungsplan möge sich daher nicht auf eine Strafte beschränken, sondern auf lange Jahre hinaus die jetzt herrschende Not an Bauplätzen beseitigen. 1 B.

saal.

25. *

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Kleine Tageschronik.

Aus Kiel wird gemeldet: Als Prinz Joachim aus der Iduna" eine Kreuzfahrt unternahm, bemerkte er ein gekentertes Boot. Ter Prinz lprang mit einigen Matrosen in das Beiboot der3buna" und rettete die Schiffbrüchigen.

Ter vermistte Graf Welsburg traf wohlbehalten in einem Hotel außerhalb London- ein. Er ist infolge nervösen Zusammenbruchs eine Woche lang umhergewandert. Seine Ge­mahlin ging zu ihm und wird mit ihm nach London zuruckkehren.

Tie beiden deutschen Studenten Kerr und Scholle, die sich bei einer Bergbesteigung verirrten, wurden von Soldaten, die zur Rettung ausgezogen waren, lebend ausgefunden. Sie hatten zwei Tage und zwei Nack)te in einer Höhe von 1300 Meter nahrungslos verbrack>t und waren infolgedessen vollkommen er­schöpft.

Bei der Rückkehr von dem Ausflugsort Zürichshorn kenterte auf dem Züricher See ein Boot beim Platzwechseln. Die Insassen, zwei Tarnen und ein Herr, ertranken.

Durch einen Wolkenbruch ist auf der Bahnstrecke Be ßl a u Soj epzew s k der Wladiwaskabal)n das Bahnglcis auf 4 6 Werft Lange weg gespült worden Ter Bahnverkehr ist für längere Zeit eingestellt worden. Wie verlautet, sind 40 Personen ertrunken.

In Toulouse plünderte ein Schwindler in der Uni­form eines Landbriesträgers während der ganzen Wockie die Briefkasten eines Stadtviertels, wobei ihm viele Briefe mit Schecks und Bargeld in die Hände fielen. Als er gestern einen Scheck, auf dem die Unterschrift gefälscht war, einlösen wollte, wurde er verhaftet.

Ter Expresizug Manche st er-Loods ist heute nach­mittag bei Tod morden entgleist, wobei drei Wagen ineinander geschoben wurden. Vier Personen wur­den getötet und etwa zehn verletzt.

Aus Batavia wird gemeldet: Im Tistrikt Pedeglang st ü r z t e eine Notbrücke durch Ueberhäusung von Mekka pilgern ein 50 Wallfahrer fielen in eine Schlucht. 18 blieben tot, 22 sind verwundet.

In Puerta de Tierra auf Puerto Rico sind zwölf Neger an Beulenpest gestorben. Ein amerikanischer Arzt hat den Auftrag erhalten, sich nach Puerto Rico zu begeben.

Aus dem Monte Maggiore bei Trieft, 500 Meter vom Schutz Haus entfernt, ist der Wagen Nr. 5 der Automobil- Alpenfahrt, in dem das Ehepaar Fischer-Berlin und ein Rittmeister saften, in den Abgrund gestürzt. Tas Ehepaar ist tot, der Rittmeister schwer verletzt.

Wegen Diebstahls, falscher Meldung und Ur« laubsüberschrcitnng rourhr gegen den Musketier L. M. verbandelt. Ter Angeklagte war für Samstag und Sonntag beurlaubt. Um noch für Montag Urlaub zu bekommen, schrieb er im Namen eines angeblich aus England heimgekehrten Ver­wandten an feinen Leutnant einen Brief, worin er eine ganze Geschichte zusammen log. Er erhielt auf den Brief bis Dienstag nun Wecken Urlaub, kehrte aber erst an diesem Tage mittags in he Kaserne zurück. Tiefer Umstand brachte den Stein gegen ben geständigen Angeklagten ins Rollen. Man fand bei M. nod) einen roten Befatz, den er sich beim Ausräumen ungeeignet haben will, und muhte sich dieserhalb noch wegen Diebstahls verantworten. Der Anklagevertreter bemerkte, M. sei ein Soldat, dem das Ehrgefühl mangele; er sei militärisch auch sonst bereits vorbestraft. Ter Streich mit dem Bries stelle eine salsche Meldung en einen Vorgesetzten bar. Es sei angebracht, dem Llngeklogten einmal zu zeigen, wie er fick als Soldat zu benehmen habe, Und ihn 1 Wochen in strengen Arrest zu fterfen. Leutnant Möller, ter die Verteidigung zu führen hatte, hielt die Aneignung des roten Besatzes für feinen Diebstahl, weil der Andere, wie es im

Letzte llacbricbtcn*

Ein Uebtrfall in Marokko.

Golomb Bschar, 20. Juni. Eine ffarTc 93 er« berabte ilung griff bei Bu anan einen 'französi­schen Militärtransport an. Mehrere algerische Schützen wurden getötet und verwundet. Dies Berber Wur­den von herbeieilenden Verstärkungen in die Flucht*ge * schlagen. -

Koburg, 22. Juni. Die HerzogiHi Adelheid von Sachsen-Koburg-Gotha wurde heute vormit­tag auf Schloß Äullenberg von einer Tochtjer entbun­den.

Rom, 21. Juni. Der Bericht des A6g. Stregari im Namen des .üammerausschusfes über den 0st.'setzentwurf, durch den der Konvention über den sJi ü rf f aiu f b e r 0> o 11 - hardbahn die Zustimmung erteilt werdert soll, gibt eine genaue Analyse der Konvention und ihrer Auslegung und faßt in vier Tagesordnungen die Wünsck-e des Ausschusses über die Ausführung der Zkonvention zufantmen. Der Be­richt schließt mit dem Ersuchen, der Monvantion zuzustim- men, obgleich sie nicht das Bestmögliche barftcllt, waS Italien aus einer endgültigen Regelung bcc Jruge der wott- bardbahn für sich erwarten konnte nnD die Italien die gleichen Summen kostete wie die der beihat anderen Staaten zusammen. Italien werde die KonventLmi in der Absicht annehmen, Deutschland und die Scdweäz in ihren Zielen ;U unterstützen Italien wünsche bei aller Rücksicht auf seine eigenen Interessen die B an dedecFreund schäft mit der Schweiz enger zu knüpfen.

Lissabon, 22. Juni Gestern ajbend 11 Uhr ent­standen auf dem Domplatz Unruhen., Drei Bomben gelangten zur Explosion, ohne größeren Schaden cmzu, richten. Die Ruhestörer wurden durch >Mvallcrie zerstreut.

meinte, daß. ter Schlag wohl nickt absichtlich geführt war Ter f,rf> loszureiften, um sich geschlagen.

SeMer, ter als Sachverständiger nn Urteil abgebenflffi£ roar berAnsickt, daß L bis zu dem Zeitpunkt, wo er ttbcrlheg, um bann zuiammenrubrechen, zwar betrunken war, aber noch wußte, was er tat. Tie Wirkung des genossenen Allvhols löste aber bei tem Manne oas Bew^fttsem ans, als er yMsiL mu» hegen blieb, bi4 ihn ein Wachmann schnarchend Was L. innerhalb der Kaserne getan, baiür sei er ftratrcditud) mckt verantwortlich zu macken. Ter Angeklagte 5? m ? ''ch befand, wobl Furjc'liebte

yiomertte gehabt, er befand ,ich aber doch in einem Dämmerzustand . «rtretcr. der 2ht ll^ge plädierte für schuldig im Sinne d" ... . ®u!0<6hn des Sachverständigen mdn

gdtenunb bedauerte daß em so guter Soldat wie L. sich so habe hmreißen lassen. Es liege Urlaudsüterschreitung, Widerstand gegen bie Wache und stegm einen Unteroffizier vor, drei einzelne Straftaten, für die eine Gesamtstrafe von 7 Monaten Gefängnis angemetfen (den.

. b c!!' der den Angeklagten her-

teibigt, tutete au3, daß wohl leiten einmal ein ffaU so geartet ,n ^rb^r»^rh^nLbe; L sei ein tüchtiger Soldat und meide Snobnlid> »den Alkohol. Dazu komme das Urteil des Arztes eF" °^W!^'?udeS müsse ter '.'(ngcflagte sreigesmocken -J^r belaub-Überschreitung habe er sich schuldig gemacht, dafür Müsse er bestraft werten. Der Verteidiger bat, die verbüßte llntersiichuugshatt anznrecknen. Ter Gerichtshof entsprach in- sofern ten ^Anträgen ter Verteidigung, als auch er annahm, der In^cflagte fei ivegen ter Straftaten, die er innerhalb deS Ka- serttcngrunLitucks begangen habe, frei zusprechen. Wegen der Ur- laubsuberichreiMna wurde L. zu 14 Tagen Mittelarrest verurteilt, von benot zehn Tage durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wirrten.

<. Unterschlagung wurde gegen ten Musketier R. Der-

hantelt. Er m im Zivilleben wegen Betrugs mit einer Geld- traf« vorbestraft und geständig, daß er den Betrag, von 1,50 Mk. au« einem Paket, das ihm für einen im Arrest befindlichen Kameraden, anvertraut war, entnommen und für sich verausgabt hat In ter Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß der An- leklagtc von vielen Siameraten Ctelb geborgt hat, ohne die Beträge jurürfjugeben. Tabei wurde festgestellt, daß er eine zweite Unter- (Wägung um 90 Pfg. begangen hat. Kriegsgerichtsrat ftod) beantragte wegen der beiten Unterschlagungen zum Nachteil von ffameraten 4 Wochen strengen Arrest und Versetzung in die zweite Jtlaffc tes Soldatenstandes. Leutnant ter Reserve vaberkorn, öer bie Verteidigung führte, plädierte dafür, daß man den Mann öod) wegen ter kleinen Beträge nicht mit der harten Ehrenstrase belege. Der Gerichtshof erkannte auf 4 Wochen strengen Arrest, r-on ter Versetzung in die 2. Klasse tes Soldalenstantes habe man lAbstand genommen aus dem von der Verteidigung angeführten Grunde und weil der Vater, des Mngetlagten die Beträge, um die eS sich hier handelt, ersetzt hgt.

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