bigun gen gegen Montenegro sind unbegründet, da sich Montenegro an die Großmächte wendete, damit sie sich mit der unerträglichen Lage befassen, die durch die fortwährenden von den türkischen Truppen hervorgerufc- neu Grenzzwischenfälle geschaffen worden ist. Monte negrowird geduldig den Erfolg des Schrittes abwarten und ist entschlossen, bis dahin alles zu vermeiden, was die schon genug ernste Lage noch verwickeln tonnte. Unsere Leute erhielten den strengen Befehl, nur dann zu schießen, wenn die Angreifer dre Grenze überschreiten.
Ter Kampf im Innern der Türkei.
Konstantinopel, 22. Aug. Authentische Nachrichten bestätigen, daß am 16. August ein Angriff auf Du- r a;jc versucht wurde Eine Abteilung von 200 katholischen Albanesen erschien vor der Stadt und verlangte vom Mutesarif die Erlaubnis zum Einmarsch. Tie Behörde wollte ihnen, in der Meinung, daß es sich um Leute des mohammedanischen Albanesenchefs JOptant handle, den Einmarsch gestatten. Als man den Irrtum erkannte, rückten eine halbe Kompagnie Infanterie, 60 Gendarmen und eine Anzahl Freiwilliger gegen die Albanesen. Auf Ersuchen des Cwuverneurs versuchte der katholisch? Erzbischof einem Konflikte vorzubeugen, doch vergeblich. Der Kampf dauerte fünf Stunden und endete mit dem Rückzüge der Albanesen. Tie Verluste sind unbekannt.
Von den Konsulaten eingelaufene Nachrichten bestätigen, daß alle Albanesen Uesküb verlassen haben.
Das jangtürkische Komitee
will sich einstweilen in das Geschehene fügen und der Regierung, die im Innern und nach außen gerade genug zu tun hat, in der nächsten Zeit keine Schwierigkeit machen. Der „Tanin" ist wieder erschienen und veröffentlicht ein Programm der Partei:
Konstantinopel, 22. Aug. Der seit heute wieder erscheinende „Tanin" bestätigt, daß angesichts der bedrohlichen Lage des Landes das jungtürkische Komitee a n alle Filialklubs ein Schreiben gerichtet hat, in dem erklärt wird, daß sich das Komitee unter der Bedingung, daß es die Regierung in späteren geeigneten Momenten zur Rechenschaft zieht, i n d a s G e s ch e y e n e fügt und daß die jungtürkische Partei als Oppositionspartei auf das Wohl des Landes hinarbeiten will.
Ausland.
Im französischen M i n i st e r r a t machte Ministerpräsident P o i n c a r e Mitteilung über die Lage inMa- rokko. Nach Prüfung der von der nationalen Vereinigung der Lehrersyndikate auf dem letzten Kongreß angenommenen antipatriotischen Tagesordnuna n ermächtigte der Ministerrat den Unterrichtsminister, diese Syndikate zu zwingen, sich a u f z u l ö s e n. Kriegsminister Millerand wurde ermächtigt, die Grundsätze für die Ausübung des Verein srechtes in der Armee den Aktiven wie den Reserveoffizieren ins Gedächtnis zurückzurufen.
Der Kaiser von Rußland empfing, wie das Wolffsche Bureau meldet, am Donnerstag den deutschen Botschafter Graf Pourtales in längerer besonderer Audienz.
Der türkische Thronfolger Jussuf Jzzediu ist am Donnerstag vormittag 11 Uhr inkognito in Wien cingetroffen. Er wurde von den Herren der Botschaft empfangen. Der Botschafter fuhr ihm bis Preßburg ent- gegen.
Nachrichten aus chinesischer Quelle zufolge fielen 2000 Mongolen in die Mandschurei ein. Eine mit Maschinengewehren ausgerüstete chinesische Truppe aus Mukden griff die Mongolen am 20. August an. Der Kampf, dessen Ausgang unbekannt ist, dauerte bis zum 21. August.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 23. August 1912.
Die Maul- und Klauenseuche in Hessen.
Während am 31. Juli die Maul- und Klauenseuche im Reg.-Bez. Kassel nur noch in 34 Gehöften, welche sich atis 10 Gemeinden in 4 Kreisen verteilen, festgesetzt wurde, zeigt die Statistik vom 15. August, daß die Seuche in 106 Ge- Höften, welche sich aber nur auf 7 Gemeinden in 3 Kreisen verteilten, herrschte. — Im Reg.-Bez. Wiesbaden stellte sich dagegen eine erhebliche Abnahme dieser Seuche heraus. Am 31. Juli zählte man hier noch 25 befallene Gehöfte, welche chch auf 7 Gemeinden in 4 Kreisen verteilen und am 15. Aug. auarcn c8 nur noch 4 Gehöfte in je 3 Gemeinden und Kreisen. — Auch im Großherzogtum Hessen scheint die Seuche im Abnehmen begriffen zu sein. Während am 31. Juli 42 befallene Gehöfte, welche sich auf 11 Gemeinden in 8 Kreisen »erteilen, gezählt wurden, waren eS am 15. Aug. nur noch 18 Ge- chöfte, welche sich auf je 6 Gemeinden und Kreise verteilen. — WaS die Schmeineseuche anbelangt, so scheint diese im Reg.» Bez. Kastel im Zunehmen und im Neg.-Bez. Wiesbaden im lAbnehmen begriffen zu sein. Am 31. Juli herrschte sie im Reg.-Bez. Kastel in 12 Gehöften, welche sich auf 11 Gemein- den in 6 Kreisen verteilen, und am 15. Aug. in 23 Ge- Höften, die sich auf 18 Gemeinden in 11 Kreisen verteilen. — Im Ncg.-Bez. Wiesbaden waren am 31. Juli 21 Gehöfte, welche sich auf 17 Gemeinden in 7 Kreisen verteilen, und am 15. Aug. 24 Gehöfte, in 23 Gemeinden, bezw. 8 Kreisen. — Im Großherzogtum Hessen herrschte die Schweineseuche am 31. Juli in 19 Gehöften, die sich auf 6 Gemeinden ui 5 Kreisen verteilen, und am 15. Ang. in 17 Gehöften, die sich auf 6 Gemeinden in 4 Kreisen verteilen.
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♦* Aus dem Militärwochenblatt. Zum Leut- d. Res. befördert der Vizewachtmeister Müller (I Tcrrm^ stadt), des Großherzogl. Art -Korps, 1. Großherzogl. Hess. Feldart.-RegtS. Nr. 25.
** Das Verordnungsblatt für die evangelisch e L a n d e s k i r ch e des Großherzogtums Hessen Nr. 7 enthält kirchliche Nachrichten vom Jahre 1911 Wir entnehmen daraus, daß die erhobenen Kirchenkollekten ertrugen: 137 792 Mf. 1. Für kirchliche Armen pflege 93 732 Mark (ausschließlich der nicht für diesen Zweck bestimmten Kirchenopfer^, 2. für die Heidenmission 6912 Mk, 3. für die Innere Mission 4090 M, 1 für das hessische Krüppel- heim 5069 Mk., 5. für hilfsbedürftige Gemeinden des Inlandes 4859 Mk., 6. für die ausländische Diaspora 4422 Mk., 7. für die Förderung der evangelischen Kirche in Oesterreich 4369 Mk., 8. für die Gustav-Adols-Stiftung 4856 Mk, 9 für die Luther-Stiftung 4075 Mk 10 für Gadernheim 3908 Mk, 11. für verschiedene Zwecke 1.500 Mk An freiwilligen Bei- trügen zur Prälat ®r. Köhler-Schmitt-Habrcht Walz-Stif
tung gingen ein 824 Mk. 40 Pfg Ter Evangelische Verein der Gustav-Adolf-Stistung verwandte auf das Inland 55876,44 Mk.
♦* Copyright b y. Dieser Vermerk, der unter dem gegenwärtigen Roman in unseren Familienblättern zu lesen ist, hat bei Dielen unserer Leser Befremden erregt, weil wir im allgemeinen kein Frembwort für das gebrauchen, was deutsch gut ausgedrückt werden kann. Einige unserer Leser haben uns sogar Verdeutschungen vorgeschlagen. Leider aber können wir diesen Vermerk nicht in deutscher Sprache anbringen, weil schriftstellerische Werke nur dann in Amerika gegen Nachdruck gesichert sind, wenn sie mit der besonders zu erwerbenden Gesetzesformel C o p y - r i g t b y und dem Namen des Verlegers versehen sind.
"Tie Universität Frankfurt. Tie Dr. Senden» bergische Naturforschende Gesellschaft nimmt in ihrem neuen Jahresbericht in bezug auf ihre Beteiligung an der Frankfurter Universität folgende Stellung ein: „Tie Senden» bergische Stiftung wird sich an der Universitätsgründung durch die Erbauung und Erhaltung einer normalen Anatomie und durch den Ausbau des botanüchcn Instituts beteiligen, während das bisher von der Stiftung unterhaltene pathologisch-anatomische Institut von der Stadt Frankfurt käuflich übernommen und für Zwecke der Universität weiter betrieben wird. Tie Organisation der Universität als Lehranstalt wird die gleiche sein wie bie der anderen preußischen Universitäten. Tie gesamte Verwaltung und Betriebsführung der Anatomie verbleibt der Stiftung, die im Einvernehmen mit dem zu bildenden Universitatskuratorium die Einnahmen und Ausgaben sestsctzt. Tic Stiftung verpflichtet sich, den vom Minister zu ernennenden Anatomen, falls sie nicht seiner Berufung widersprochen hat, zum Seiter ihres Instituts zu ernennen. Mit dieser Ernennung wird für den Anatomen die Verpflichtung begründet, abwechselnd mit dem pathologischen Anatomen in näher zu vereinbarender Weise unentgeltliche Vorlesungen für Aerzte und Künstler zu halten und den auf der Anatomie arbeitenden Aerzten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
•• Der Verband reisender Kaufleute Deutschlands, der mit mehr als 100 Sektionen über ganz Deutsch- land verbreitet ist, und als Mitglieder eine große Anzahl erster Firmen, Handelskammern und Reisende verzeichnet, feiert am Samstag daS 15. Stiftungsfest der Gießener Sektion mit einem Vortragsabend in Steins Saalbau. Auf dem Gebiete der Wohlfahrtseinrichtungen hat der Verband mufier» gültiges geleistet und durch sein Vermögen ist er in der Lage, seinen Mitgliedern wesentliche Vorteile zu bieten, wie er denn auch auf dem Gebiete des Verkehrswesens hervorragend gewirkt hat.
•• DerV ogelsberger HüHeuklub unternahm vom 18.—20. August eine dreitägige Wanderung, die über Betzdorf nach Attendorn mit seiner prächtigen Tropfsteinhöhle und dann in daS Sauerland führte und den Teilnehmern reiche Genüsse bot.
•• Radklub „Germania". Der von dem Nadklub .Germania" Gießen bei dem am Sonntag, den 18. August in Wetzlar abgehaltenen 100 - Km. - Mannschaftsrennen errungene 1. Preis (silberner Pokal) ist von heute an in dem Schaufenster der Zigarrenhandlung Jakob FrieSleben, Bahnhofstraße 50, ausgestellt.
** Radrennen an der Hardt. Zu den großen Radrennen am Sonntag hat der Berufs-Weltmeister von 1911 Otto Meyer, der schwerste Rennfahrer, seine Meldung abgegeben.
** Neue Fernsprechanschlüsse. Die Güterabfertigungen in Großen-Äuseck und Reiskirchen sind an das Fernsprechnetz angeschlossen worden.
** Bei der Mainzer Truppenschau verlieh der Kaiser eine Reihe von Auszeichnungen. Es erhielten den Roten Adlerordcn 2. Klasse mit Eichenlaub Generalmajor Dreßler, Kommandeur der 21. Feldartillerie- Brigade, den Kronenorden 2. Klasse Oberst v. Ho sacke r, Chef des Generalstabes des 18. Armeekorps, denselben Orden Oberst Herhudt v. Rohden, Kommandeur des Jnsan- terie-Leibregiments Großherzogin Nr. 117, den Roten Adler- Orden 3. Klasse mit der Schleife Oberst v. Gabain, Kommandeur des 1. Nass. Jnf.-Regts. Nr. 87, Oberst v. Dra- bich-Waechter, Kommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 81, Oberst v. Trotta gen. Trey den, Kommandeur des Jnf.-Regts. Nr. 116, den Kronenorden 3. Klasse die Oberstleutnants v. Diringshofen vom Jnf.-Regt. Nr 87 und Tellenbach vom Inf-Leidregt. Großherzogin Nr. 117, den Roten Adler-Orden 4. Kl. die .Hauptleute Sold an, Haehling von Lanzenauer vom Inf-Regt. Nr. 116, K e t t n e r, v. Loßberg vom Jnf.-Regt. Nr 80, Frhr. von Wedekind vom Jnf.-Regt. Nr. 81 und Rittmeister von Har nie r vom Garde-Drag.-Regt. Nr. 23.
** Ein gutes Wildjahr. Dieses Jahr wird, wie von Derfcfliebencn Seiten versichert wird, eine sehr ergiebige Jagd bringen. Trotzdem dürften die Preise sich höher stellen als in anderen Jahren. So keilt ft a. ein bekannter Berliner Wildbratenhändler folgendes mit: „Wir werden Heuer ein sehr gutes Wildjahr haben. Die Rebhühner haben sich sebr gut entwickelt. Allerdings kann noch fein abschließendes Urteil abgegeben werden, da in einigen Gegenden, so in Ostpreußen und ui Posen, die Jagd erst aufgegangen ist. Immerhin ist bereits jetzt die Zufuhr reichlich. Die Hühner sind sehr gut entwickelt und ziemlich groß. Ebenso dürfte es viel Hasen geben. Tas Rehwild — vorläufig dürfen allerdings auch nur Böcke geschossen werden — sand in diesem Jahre sehr gute Aesung, und so hat man allgemein auf sehr gut genährte Stücke zu rechnen. Aehnlich günstig sind die Aussichten für .Hirsche. Mit Rücksicht auf die hohen Fleischvreise aber ist zu befürchten, daß nach Wild starke Nachfrage herrschen und dadurch auch dieses teurer werden wird." — Ter Oberförster eines der größten Waldkomplexe in der Umgebung Berlins äußerte sich folgendermaßen: „Tiefed Jahr war für den Wildbestand sehr günstig. Tie Witterungsverhältnisse im Frühjahre waren dem Nachwuchs sehr vorteilhaft. Ter heiße Juli hat allerdings vorübergehend eine Dürre gebracht, die aber durch die jetzige Regenperiode wieder aufgehoben worden ist. Deshalb ist auf einen ergiebigen Ertrag zu rechnen. Namentlich an Hafen dürfte es nicht fehlen. Bei den Rebhühnern ist der Stand strichweise verschieden, im großen ganzen aber kann der Jäger mehr als zufrieden fejn."
* Das Verschieben von Briefen und Postkarten in Drucksache nsendungen bildet fortgesetzt die Urfad)c unliebsamer Briefverschlcppungen und Briefverluste. Ungeachtet wiederholter Mahnungen durch die Presse und trotz unmittelbarer Einwirkung der Postanstalten auf die Absender werden viele Drucksachensendun- gen leider immer noch in so mangelhafter Verpackung zur Post eingeliefert, daß sic leicht zu Fallen für kleine Sen-- düngen werden. Ms besonders gefährlich in dieser Beziehung erweisen sich, wie neue Feststellungen bestätigen, die häufig zur Versendung von Drucksachen benutzten offenen Brresumschläae, bei denen die Absender die am oberen Rand oder an der Seite vorhandene Klappe nach innen einschlagen. In den dadurch entstehenden Spall verschieben sich unbemerkt Briese, Postkarten usw. die dann in der Drucksache oft wette Irrfahrten macknrn Im eigensten Interesse des Publikums muß eindringlich davor gewarnt werden, die Klappe solcher Umschläge nach innen
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= Eine Anklageschrift von 2000 Seiten ist betn seit 2 Gabren in Untersuchungshaft sitzenden Bankier Otto Sattler in Berlin, dem Gründer der „Merkurbant", zugestelli worden. Die gegen Sattler erhobene Anklage ist ziemlich so stark wie das Berliner Adreßbuch und wiegt, knapp gemeßen, etwa zwölf Pfund. Für die Ausarbeitung dieser Anllage ist dem Dezernenten der Staatsanwaltschaft L Staatcanwaltschaft^rät Tr Schwickerath, ein Urlaub von 9 Monaten gewährt worden Der Hauptteil der Anklage wird vor der Strafkammer in einer Mitte November beginnenden Verhandlung zur Erledigung ton’ men, während ein kleinerer Teil da- Schwurgericht beschäftigen wird. Dem Angeklagten und den Rechtsanwälten Dr- Alsberg Dr Herbert Fuchs und Tr. Walter Jaffö, die al- Verteidiger auftreten, ist zur Erklärung auf die Anklageschrift eine Fnf | von 2 Monaten gewährt worden. Neben Sattler sind non « mehrere Angestellte der verkrachten „Merkurbank angeflogt Verhandlung wird, wie man in den beteiligten Kreisen annimmi wahrscheinlich über 3 Monate dauern.
= Caruso im Gerichtssaal. Der Mailänder Korn spondent des B. T schreibt: Das Publikum der lombardische' Metropole, das seinerzeit in dem altberühmten Skalatheater um im Teatro Lirico die ersten großen Erfolge Carusos durch feater Beifall bekräftigt hatte, erwartet für die nächsten Tage ein eigen artiges Debüt des großen Sängers, daS erste Auftreten des gön lichQi Enrico in dem prosaischen Raume eines «yerichrsnuues des Mailänder Strafgerichts. Caruso hat gegen die Sangenn Ada Giachetti, mit der er viele Jahre in gemeinsamem vaushall« zusammengelebt hatte, von der ihm zwei Söhne geboren wurden die Verleumdungsklage erhoben, und mit ihr werden ihr letzlgcr Geliebter, der Chauffeur Cesare Rornati, der Theateragent Gaetano Loria und dessen Freund Vincenzo Micalizzi-TurM die Anklagc, bank betreten. Es handelt sich um einen Racheakt der heißblütige»
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wurden. Die Spritzen und Geräte der Feuerwehr Bad Brückenaus waren in der Kurhausremise untergebracht und sind mitverbrannt. In der Garage befanden sich brei 2üüo- mobile, die Kurgästen gehörten, sowie zwei Privatautv- mobile, die ebenfalls mitverbrannten. In einem der verbrannten Automobile waren Schmucksachen im Werte von 35—40000 Mk verwahrt.
-h. Homburg v. d. H., 22. Aug. Die Sparkasse des Amtes Homburg hat au« ihren Ueberfchüffen vom Jahre 1911 105 Vereinen und gemeinnützigen Gesellschaften des ehemaligen Amtes Homburg Unterstützungen von zusammen 24 500 Mk. überwiesen.
einzuschlagen: viel bester t tt es, bie Klappe über die Rückseite lose Überhängen zu lassen. AI- recht zweckmäßig haben sich Umschläge bewährt, die an bet । Derschlußklappe einen zungenartig err Ansatz haben, der in einen äußeren Schlitz des Umschlags gesteckt wird. Sie sichern den Inhalt vor dem Sxrausfallen und verhindern das Einschieben anderer Sendungen, ihre möglichst ausgedehnte Verwendung ist im allgemeinen Interesse zu roun. schen Verbältnismätzig häuftg verschieben sich auch Briefe usw. in ZeiMngen, die uitter Streifband verschickt ivcrden. ES ist dringend zu raten, die Streifbänder so fest wie möglich um die Zerrungen zu legen, rrachdem diese um- schnürt worden sind.
•• Rechen meister. Bei der Vergebung von Abbruchs, arbeiten bei der Ldenwaldbahn gab die geringste Forderung j eine Mainzer Firma mit 47 136 Mk. ab, die höchste dagegen ein Frankfurter Geschäft mit — 170 040 Mk. DaS ist em Unterschied von rund 122 000 Mk.
Landkreis Gießen.
— Lollar, 22. Aug. Arn SamStag, den 24. August findet abends 8 Uhr eine öffentliche Gemeinderats fitzun mit folgender Ta cSordnung statt: 1. Vergebung von Ouarzit. Erteilung deS Zuschlags. 2. Die Festsetzung deS durchschnut. lichen JahreSverdiensteS der land- und forstwirtschaftliche» Arbeiter. 3. Zlnkauf von zwei Ziegenböcken.
Kreis Lauterbach.
* Wallenrod, 21. Aua. Endlich wird ein lang- hegter Wunsch unserer Gemeinde in Erfüllung gehen: der Bau einer Wasserleitung steht nun außer Frage. Die Schur- fungsarbeiten in dem neuen Quellengebiet im sogenannten „Grund" sind erfolgreich gewesett. Verringert sich die Menge des Wassers nicht während der BewahrungsMl, so wird die Wasserleitung im Winter begonnen werden.
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 22. Aug. Nach einer Bekanntmachung des rireisamtS darf am nächsten Mittwoch wieder ein Viehmarkt abgchalten werden. Der Auftrieb der Tiere erfolgt von 7 Ubr morgens an. — Am Samstag, 24. Aug., wird das hiesige Lehrerseminar nach Darmstadt fahren, um die Ausstellung „Der Mensch" zu besichtigen.
Starkenburg und Rheinhessen.
s. D a r m st a d t, 22. Aug. Der Stadtverordnete Wilh Stephan ist gestern nach einem längeren Leiden im Alter von 58 Jahren verstorben. Der Verstorbene hat siär in seiner Eigensck>aft als Stadtverordneter besonders her Arbeiterschaft angenommen. Er war Kassierer der Be>
einigten Ortskrankenkasse Darmstadt.
ch. Nieder-Jngelheim, 23. Aug. Der ständige Regen hat jetzt nachgelassen, so daß nock> immer Hoffnung auf einen guten Herbst vorhanden ist. In den letzten Tagen stand jedoch der diesjährige Herbst apf des Messers Schneide. Die durch den äußerst Zünftigen Vprsommei in' ihrem Wachstum weit geförderten Trauben maren bet dem feucht kalten Wetter der vergangenen Woche vollständig der (Gewalt der Rebschädlinge ausgeliefert. Gibt es jetzt noch genügende Sonne, so ift die Lese gerettet.
ch. Bingen, 23. Aug. Dem Beispircke anberer Gemeinden folgend ipill Bingen auch einen Obslmarkt ein- richten. Die Ausführung übernimmt die Stadt Burgen.
sh. Bingen, 23. Aug. Der durch den Sauer wurm am Mittelrhein angerichtete Schaden ist bis jetzt un- bedeutend. Es ist auch wefterhin kein nennenswerter Schaden zu befürchten. Dagegen wurde die weitere Auß-l breitung der Peronospora und des Oidiums sehr durch be feuchte Wetter begünstigt. Nur mit Anspannung all« Kräfte ist eS den Winzern gelungen eine allgemeine Ver-' seuchung der Weinberge zu verhindern. Der Stand der Reben und der Trauben ist im allgemeinen gut. Die Vorräte in 1911er Weinen sind klein, die Preise hrerfur hoch.
Hessen-Naffau.
-h Königstein, 22. August. Im Dienste deS naffau» ischen Fürstenhauses beging gestern Frau PH. Georg ihr goldenes Jubiläum als Kaffeeköchin im hiesigen Schlonr.
X F u l d a, 22. Aug. In der heutigen frühen Morgen stunde wütete im nahen Bad Brückenau ein größerer Brand Auf noch unaufgeklärte Weife war in der neben dem Forst- Hause gelegenen Scheuer des Kgl. ZkurhauseS, an welche die Autogarage angebaut ist, Feuer ausgebrochen, welches so rasch um sich griff, daß die Remisen des Kurhauses und ein großer Teil der nebenan befindlichen Remisen des Barons v. Budberg alsbald ein Raub der Flammen


