Ausgabe 
21.6.1912 Erstes Blatt
 
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Emil Karn. Scbulstrastc.

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1 üriobnung von 1 3immcr unb fiabinett, 1

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,Jch war am Leibe mit einer

LjQllliül vH behaltet,wclrvemickdurch!

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Hach- unh Tiefbau.

; kunmer zur Verhandlung, wobei der Angeschuldigte srcigesprochen ,'mrde. Der Antragsteller und Nebenkläger Jmpertro legte Nevi

| jirn gegen das Urteil ein. Der Redakteur verteidigte sich damit, haft er zur Heil der Ausnahme deS Artikels in Urlaub gewesen k sei, sei aber im übrigen der festen Ueberzcugung, daß Jmpertro [ Lin Anrecht auf den Artikel habe. Wie er sich erinnere, habe Her Artikel in der Koblenzer Zeitung gestanden, und müsse wahr j f(frinlid) von Jmpertro umgearbeitet worden sein, Nach dem * C-rscheinen des Artikels sei Jmpertro gekommen und habe sich »ihn wie alle anderen Artikel bezahlen lassen. Jmpertro gab zu.

Wer Bedarf hat

voll unb streichen S' nacher alle« wieder au« bii auf Schweine­braten, fläf' und Butter, damit d' Stadtleut' sehn, was ma'

nS beut ,Aw"

Gleisanlagen zu Kauf u.Miete

egen unerlaubten Nachdrucks. Ferner beantragte er die Gin* rijung und Vernichtung von ZeitungSnummern und Platten,

Ceffent(irf)cr Impftermin

nächsten Mittwoch, nachmittags 56 ULr, im Schul*

in Langen erfolgte Sezierung bet Leiche der Anna Koch hat ergeben, das; eine Schioangerschaft nicht vvrlag Unmittelbar nach der Sektion fand ein Verhör bc* Mörders statt, in dem dieser aussagte, daß ihn lediglich Gewissens­bisse zu der Tat veranlaßt falten und nicht die Furcht vor etwaigen Folgen des sträflichen Verkehrs.

= Frankfurt, 20. Ium. Der Festzug deö Jubiläums-Bundes-SchtebenS om 14 3^ roirb cm großzügig angelegte« festliches Ereignis werden. Gr wird sich in Sachsenhausen an der Cbermatnbriide entwickeln und seinen Weg durch die Mittelstadt nach dem Feftplatz an der Hohenzollern.Allee nehmen. Die durch Frankfurts Ge- schichte erklärten und durch den Zweck desDeutschen Schützenbunds' gegebenen inneren Beziehungen nationaler Art zwischen Jestort und Cchützcnbund werden im Festzuge in glanzender Weise zum Ausdruck kommen, insofern sich die Grundidee der Veranstaltung .Verherrlichung deutscher Schützenkunst und deutscher Machtenlfaltung« wie ein goldener Foden durch die Gruppenkette zieht. Nach Entwürfen Frank, rader Künstler werden mehr als 30 Gruppen gebildet werden, die höchst malerische Wirkungen Hervorrufen. Tie einleiten­den Bilder werden die Art deS Festes, das Deutschtu.n, die -lemaligen Feststädte unb den JudiläumSort charakterisieren. Ler zweite Teil wird die von den ältesten Zeiten bis heute gebräuchlichen Feuerwaffen: Wurf, und Zielgeräte, Schleuder, maschln.n, Handfeuerwaffen und Geschütze in geschichtlicher [folge vor Augen führen. Der dritte Teil wird die Blicke ouf Franksuris Vergangenheit lenken. Zwei Abteilungen werden dem deutschen Schützenwesen und dem Iagdleben ge- widmet sein.

Tie für die Erweiterung deö Elektrizitätswerke- er- sorderlicbcn Weistbinbcr, Rabitz-, Glaser-, Schreiner« und Lchlosserarberten sollen

LWstsz, ötn.juni ö.j., oorwittG 1l> Uhr,

öffentlich vergeben werden.

Die Unterlagen liegen auf dem städtischen Hochbau­amt wir Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin dorthin ein-

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Mit Gott für König und Vaterland." Ge- denkbuch an die Zeit der Befreiungskriege 18131815 von Theodor Rehtwisch Mit 42 Llbbitdungen nach zeitgenössi- fdien Vorlagen leiWff, Verlag von Qkorg Wigand. Das große dreibändige Werk des Vcrsaffers über die Freiheitskriege ist in über 10Ö0 Eremplaren dein Preußisckren Kultusminister für die Bibliotheken höherer Schulen zur Verfügung gestellt roor- den. Möge auch dieses treffliche Gedenkbuch feinen Weg in Zehn- tausende von Käufern finden und dort in seiner schichten, das Vaicrlandsgcsühl lebendig weckenden Weise seine Aufgabe erfüllen.

Griebcns Reiseführer Band 138: ,Die Bah- rische Nheinpfalz". 2. Auflage. Veriagsliuchhandlung Al- bert GoldsclMidt, Berlin W. 35. Die Rheinpfalz mit ihren frucht- baren Talern, stolzen Burgen und herzlichen Waldungen tft neben Schwarz- und Odenwald eines der .befWriten Sommers rischen- gebiete Süddeutschlands geworden. Das beweist hie Tatsache, / daß der rülnigc Verlag der Griebenschen Reiseführer sich ver- anlastt sah, bereits eine zweite Auflage des BandesBayrische, Rheinpfalz" heranszubringeu. Diese Ausgabe zeichnet sich nicht, mir durch größte tiauniigfeit und Sachlichkeit in der Bearbeitun-, aus, sondern vor allem auch durch den gegenüber der ersten Auslass um mehr als 60 Seiten verstör kl en Text. GroßeseGewicht rour»e auf die Ausgestaltung des ptaftiftfan Jeils, d. h. die Angaben üf/er Hotel- und Berkehrsverl)öltnisse, Wegmarkierungen usw. geh/ftt.

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2U liebem träte nn* I Mt, ein fcoteÄl A ^rkrast für tie I Deutung amh tn^ I

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^A"icht des Ersten en Verlaus der f I feit an den «etein « I ^ovherzogtum Hessen 5

Mtsachr: Tn Vnm I Ulrich,lein cis Pnchi I sräume im Acne von ihr-1 Wet Er hak ebenfalls atz I r Isrundskükke drainiert ufl I ustand gebracht. Tn ViM I in erster Linie durch bei betecbtißien. Die hohe Anschlus! an die C^meaitt- -oahre 1911 gebaut nmtlx, I igen Jahre mehrere Monu I Auch zur Erlangung I Wasserleitung dringend c I und insolgedch'en mit eines I wrben kaim. Trotzdem rai: I unb Uebetnahme der Sienen 1 ntümer gegen den seilherigal der SaiiiDrei» von 1150dl der sich nur durch die ioiinkl inte fonnneittx' Täligkeit bdl halt er jährlich zur Unttvl n. Im Wschusr nrarbt cxl ausgesprochen,idaß, wenn den nch Parzellierung des Suldl inc, vielleicht dasselbe fdg] -nto entwcii nxrör eilcrveräukerMtz iwaV M< n Kccusvnttag etwa«I» I [i Ersffauser zu gelte* I diese Bedenken nicht M °e-I erkauf des SosM

. -obnung von 2 Zimmern ohne Mücte, 5 möblierte Zimmer, ein Zluimer zum Aufbewobren von Möbeln. 2 Werkstätten, 3 Aben, 1 dreistöckiges Lagerhaus mit Pferdestall und

«Mu»*.,w mich durch das ewige Jucken Tagend Nacht peinigte In 14 ragen bat ZnckerN Pateni-ncdi- final-^cite das liebel be- feitigt. Dtefc Seite tft nicht Lr)0M-, sondern^M-wert. Serg.M.- ä St. □O'Vu.ir^ja' unb 1.50 M. (35%t(V stärkste s>orm '. Dazu

< reme <ä /> >k! u5lö

in der Univerntats 2lvo tbeke, Oiricki-Avotbeke, bet Bug. Noll, «arl ß«bcl, qu Miibmgcr, C. Smaat, (ymil Zorn, Crnft Noll und W. Schrader, Drogerien.

Amtliche Bekanntmachungen der Ttadt Gictzen.

Unter Be»uanabme auf die im Kretsblatt Nr. 25 <vom 211 Marz 1912> abgedruckte Verordnung, betr. den Arbciter- idiuu unb die UnraUuerbütung bei Hoch unb Tief bauten, vom 15. Tvebruar 1912 wird daraus aufmerksam gemacht, bah nach ( 12 die Unterncbmer den Taa, an dem mit der Sauouc-üibrung ober der Ausstellung eines größeren Gerüfteo begonnen werden fall, spätestens drei 4.ane zuvor «christlich ober zu Protokoll dem stäbnkchen Hochbauamt anzuzetgen haben unb verpflichtet sind, auch von weiteren Bauabschnitten Anzeige zu erstatten, «oweil dies von uns angeorbnet roirb. Bei geringfügigen Bauausführungen, roie kleineren Schuooen. Buden, Anlage von kleineren Abort-und Sammelgruben. Grenz- maueni, Einfriedigungen. Zäunen und dergleichen bedarf es einer Anzeige vor Baubeginn nicht. Tie in Gesetzen und Polizetverordnungen unb Bau bescheiden vorge­schriebene Senehmigungs- ober An.zeigevütchi roirb hier­durch nicht auogeschloüen. Der Untemebmer hat dafür zu sorgen, das? mindestens ein Abdruck dieser Perordnung au« jeder Baustelle auc-ßebangt ist und bay icber neu etntTCtenbe Arbeiter auf diesen Aushang besonders hin- gewiesen roirb. Bn/S

ü f fi a Zigarrrnreisender: » Darf ich FlMen denn etne Mille von dieser Marke notieren?" Derr '.Um Gotleswille» nicht: eS kommen so viele Zigarrenrcisenbe zu nur, baii ich schon genug zu tun habe, wenn »ch nur die Proben aur rauchen will."

i verschiedene angeblich von ifyni verfaßte Artikel Wissenschaft . Ich en und belehrenden Inhalts enthielten. Hauptsächlich bandelte ' sich um einen Artikel mit der UebersckriftWeinhandel der | alten Zeit". Die Sackie stand schon einmal vor der ersten Straf

Amtlicher wettrrdericht. /

Oeffentlicher Wetterdienst, Gietzen. '

WetterauSstchten in Hessen für SamStag, den 22. Fünf 1912: Wolkig, doch trocken, warm.

vermischte».

(Fine unbekannte Cvifode a u 5 der Schlecht von Waterloo Eine fesselnde Erimieruttg an die Scdlacht von Waterloo veröffentlicht T r W H. P i t cl, e t t in der erschienenen Nummer des Eornbill Magazine. Auf Grund einet Reihe von Briefen, die der bervorragende englische Arzt Si' Charles Bell Dom Schlachtfelde aus geschrieben bat, wird nach gewiesen, wo Napoleon sich während des Kampfes aufgehalten bat Der Zufall fügte es, das, sich auf dem .Kamvfgelande ein seht hobeS Brettergerüst befand, das wenige Monate vorder von dem holländischen Landvermessungsdienst errichtet worden war. Da» Gerüst bestand nur aus wenigen Dalken, die zu der stattlichen Höhe von nahezu 25 Meter emporgeführl waren Sie trugen oben nur ein einfaches Querbrett, eine Art Plattform. Nur ein unerschrockener und völlig schwindelfreier Menich konnte sich in so groster Höbe auf diesem kleinen Brettchen aufhalten: hier oben nahm Napoleon während des Kampfes Stellung. Wie er hinaufgekommen ist, ist in den Einzelheiten nicht bekannt, eine Leiter mag ihßn ein Stück weit empor geholfen haben, aber bann war die kleine Plattform nur durch eine schwierige unb gefährliche Kletlerpartic zu erreichen. Sir Charles Bell, der seiner Zeit bei der Pflege der Verwundeten bet Waterloo auf bem Schlacht selbe sich große Verbienste erwarb, bat wenige Tage nach dem Kampfe diese Stelle besucht unb schilbert sie in einem Briefe: Ich versuchte, an einem der Balken emporzuklettern, als gälte cd, Vogelnester auszuheben, aber ich kam nickst weit. Aus einem benachbarten Gehöft holten wir bann eine Leiter, die ziemlich weit binaufretmte Ich kletterte und kletterte, keiner der Änderen wollte das Wagnis unternehmen, und ich komme mir daher recht jugendlich vor. Ich kam aber nicht ganz hinauf. Es ist eine gewaltige Höhe. Tte Aussicht ist prachtvoll. Dort oben aber stand Bonaparte und verfolgte den Gang der Schlacht." Tas Gerüst war beweglich und konnte mit Vorsicht über die Strasten fortgerollt werden, denn Bell berichtet:Die Maschine stand an der Seite der Straste, unb Napoleon befahl, sic vorwärts zu rollen. Dieser Befehl, das schwanke Gerüst fortzubewegen, während er sich darauf befand^ ist ein Zeugnis von der Entschlossenheit, dem Mute und bem Selbstvertrauen bieses Mannes. Ich konnte nicht anders, ich mustte den Menschen bewundern, der in solcher Holst auf einem kleinen Brette stand und sein Schicksal lenkte." Tas Gerüst bat übrigens auch Str Walter Scott noch gesehen, als er im August 1815 das Schlachtfeld besuchte.

* Der Löwe beim Zahnziehen. Ein donnerndes Löwengebrüll dröhnte vor einigen Tagen durch die Londoner Weiße Stadt", dem bekannten Vergnügungsplatz, in dem das Bostock-Inngle" die Herrlichkeiten und Wunder Indiens auf­baut. Die Besucher hoben erschreckt die Stopfe, aber wer beim Löwenzwinger anfragte, erhielt die beruhigende Antwort: der junge Brutus sei beim Zahnziehen. Brutus ist ein gewaltiger junger Löwe, der sich nrit Ausbietung aller seiner Kräfte sträubte, als man ihm Friste und Nacken mit Seilen band. Man wollte bei der Operation kein Betäubungsmittel verwenden; aber sein gewaltiges Rasen erschreckte doch selbst die Wärter so, dast sie bereuten, ihn nicht durch Lachgas unschädlich gemacht zu haben. Endlich war er bewältigt und lag nun fauchend und zitternd und furchtbar brüllend da. Nun öffnete sich die Tür des Zwingers und herein schritt Dr. Watt, ein bekannter Tierarzt des Westens, der eine Riesenzange mitgebracht hatte. Der Arzt kniete nieder, deut mächtigen Tiere wurden die Kinnbacken gewaltsam ausgerissen, rasch fuhr die Zange auf einen Zahn im unteren Kiefer los, ein gewaltiger Ruck, und das wochenlange Weh des armen Brutus war im Nu beendet. Der Arzt fprang zurück, ohne seinem Pa­tienten ein Glas warmes Wasser zum Mundausspülen zu offe­rieren. BrutuS wurde losgebunden und kroch vergnügt und friedlich in seinen Käsig zurück. Augenscheinlich waren ihm die Vor- bereitungen zur Operation viel unangenehmer gewesen, als die Nachwirkung.

* T i e schlaue Wirtin.Frau Wirtin, heut' kommen zu uns jedenfalls viel' Stadtleut' 'raus, weil 's Wetter so schön ist, und wir haben nix als Schweinsbratert. Käs' und Butter!" Tas mackst nix* schreiben S' nur die ganz Speis kart'n

dast der Artikel zuerst in einer anderen Zeitung gestanden unb Von rhmverarbeitet" undgeformt" worden wäre Er stehe aber auf bem Standpunkt, dast seine Arbeit trotzdem eine willen- irfwitlidK Ausarbeitung bete beenden Inhalts und gefetzftch ge schützt sei. Ten Antrag jur Bestrafung des Redakteurs Koepgen habe er gestellt, weil das Journal über etne abnltdx Gerichts Verhandlung berichtet und darin gegen ibn Stellung genommen habe Tas Gericht war der Ansicht, daß der Angefchuldmte nach dem Urheberrecht die Verantwortung nicktz zu tragen bade. Der angefla w Redakteur roärc bei Aufnahme des Artikels nicht an- weiend gewesen, scheide deshalb von der Berantwartung au- Eine (finuebung und Vernichtung der Zeitung unb Platten könne nicht ausgesprochen werden, da der NcbenNäger durch Annahme des Honorar- sein Reckn .:ui den B zahlenden habe überaeben lassen. Koepgen wurde sreigefprochen und der NedenNäger mit den Kosten belastet.

Bochum, 21. Juni. Eine jung verheiratete Frau, die anstelle ihrer zu einer Woche Gefängnis verurteilten krän­kelnden Mutter die Strafe angetreten hatte, wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu 5 Mark Geldstra je oerurtedt.

Kleine Lagerchronik.

Der in den letzten Tagen am £ beerbe in einaetretene Wetter­sturz bat in den Weinbergen graste Verheerungen angcrirtuet. ,

In Elberfeld sind über sünfztgP enonen an Vermftungs- erschcinungrn nach dem Genust von Pferdefleisch erkrankt- Bet einzelnen ist Lebensgefahr nicht ausgeschlossen.

In Nürnberg wurden zwei langitriudue oaccharrnschmugg- ler aus Zürich sestgenommen. US sind dieselben Schnruggler, die bei U i m einen aurspnngenden S diujman n vom Automobil beruntergestosten hatten. ES wurden 600 thio Saccharin int Auto­mobil vorgeiunden. .

Einen eigenartigen Grund zum Selbstmord gibt ein Mann an, ber in der Iung'ernheide an einem Baume hängend alis Leiche aufgefunden wurde. Cn batte auf einen Zettel geirtirwben, er wolle unbekannt bleiben. Er nehme sich das LLben, well er 62 Mark Steuer bezahlen müßte und keine Arbeit Lade.

Aus r ifliS wird gemeldet: Infolge von Regengüssen haben mehrere Dörfer des Gunibbczirks (rroRcn Lciiaden gelitten. Tie Saaten sind zum Teil vernichtet. Ein angeschwol- lencr Bergbach hat 6 Frauen mit sich gerissen. Auch viel Vieh ist ertrunken. In einem Dorfe ut daS Dach einer Hütte eingestürzt unb bat vier Frauen erschlagen.

Tas an der Straße von Lausanne nach Martin» ün Lae de Mayen in 1800 Meter Höhe liegende Grand H.otel geriet in Brand. Wahrscheinlich ist es ganz verloren.

AuS Madrid roirb gemeldet: Infolge Versagens der B r e m f e auf einem steilen Abhänge entgleisten itoei Straßen batnroagen und fuhren in ein Schaufenster. Dabei wurden 2 Personen getötet und 9 schwer verletzt.

?Iuf dem DampferKönigin Elisabeth" der Ungarischen Flust- und Seeschisiabrts <vesellsck>aft entstand beiCernavodaFeuer. Tas Oberdeck brannte teilweise ab. Zwei SchiftsangeHellte tarnen um Außerdem fehlen etwa zwanzig Personal, die sich möglicherweise durch Schrvimmen retteten.

Ztvei junge 'JJtäbdjeii aus der englischen Ortschaft WedneS- burn hatten sich mehrere Tage auf dem Jahrmarkt Herumge­trieben. AIS sie von ihren Angehörigen aufgefmiben tmirbcn und mit ihnen nach Hause zurückkehrtcu, sprangen die Mädchen, als sie sich dem Kanal nähert en, nach einer Art Wettlauf in den Kanal und ertranken vor den Augen ihrer Verwandten.

(BeridyufaaL

Ein SVionageprozeß vor dem Reichsgericht.

Leipzig, 20. Juni Vor bem Reichsgericht begann heute vormittag der Spionageprozeß gegen den Bild­hauer Anton Nieolaö aus Metz, der angeklagt ist, im Juli 1911 versucht zu haben, Schriften und Zeichnungen, die sich auf einen Teil ber Befestignngswerke Metz beziehen, sich zu verschaffen, um sie einer fremden Regierung auszultesern. Auf Antrag des Rechtsanwalts ist die Oeffentlichkeit für die ganze lauer der Verhandlung ausgeschlossen. Gegen 5 Uhr nach­mittags wurde daS Urteil verkündet Der Angeklagte wurde wegen versuckften Verbrechens nach 8 3 des SpionagegesetzeS zu 5 Jahren Zuchthaus und 1U Jahren Ehrverlust verurteilt. Sechs Monate der Untersuchungshaft wurden an- gerechnet. Nicolas mad)tc sich seit Jahren an Soldaten in Metz heran, um für Frankreich militärische Gelxnmnisse auszu kundschaften. Ein Soldat ging scheinbar auf das Ansinnen ein und verschaffte ihm einen Plan, der keinerlei Geheimnisse ent­hielt.

Letzte Uacbricbten»

Paris, 21. Juni. Die Ta ra ordnu ng, gegen di-e Deutsch­land, Oesterreich-Ungarn, die Schwei-, England usw. Vocstellunaen erhoben haben, ist so abgeändert worden, daß die V5llnsche des Einfuhrhandels jetzt zuftiedengestellt sein dürsten.

Grenoble, 21. Juni. Tie deutschen Studenten scholl und Kern sind von einem Aufstieg auf den .(Swft d q u c de Neren nicht -urückgekehrt.

Cherbourg, 21. Juni. In dem hiesigen Arsenal ist ein Schwimmdock untergegangen. Der dahurch entstan­dene Schaden beträgt 300 000 Mark.

Heuboden.

Zn mieten gesucht: 22 Wohnungen von 27 Zimmern.

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a. bei hiesigen Arbeitgebern:

1 Buchbinder, 1 Küfer, 2 Schreiner, 7 Schlosser, 2 Schuh­macher, 1 längerer Hauebursche, Zimmerleute.

Lehrlinge: 1 Installateur, 1 Stukkateur, 1 Friseur, 1 Schlosser, 1 Kaufmann.

b. bei auswärtigen Arbeitgebern:

1 jüngerer Bäcker, 6 Schreiner, 1 jüngerer Arihbinder, 3 Sven gier, 1 Zimmermann, 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 2 Pferdeknechte.

Gast unb Schankwirtfchastsverionnl: 1 jüngerer RestauralionSkellner.

ES suchen Arbeit:

1 : llaichinenschlosser, 1 Bäcker, 1 Sattler, 2 Anstreicher, 2 ' staichimsten 1 HilfSmonteur, 1 Bau schlaffer, etn Zigarrenkistenmacher, 1 Schreibgehilfe. landwirtschaft­liche Arbeiter, Taalöhner, Haus- und irahrburschen, Putz-, Wasch- und tiaufiiauen.

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Ein Antrag de? Sk der Stadt Friedberg rif§ mit deröcgrünbur.i t Regierung angegeben« ,ern§ für ihre Wohnung sächlichen Verhältnissen er:

Unter dem Vorsitz^ Nauheim M der $ edesKreisesisriu esammlung

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(m) Offenbach a. W., 19. Juni. Das Marty- ItHum eines Kiiab en spielte sich am Dienstaa vor dem [ Offenbacher Scl)üffengericht ab. Die aus Seligenstadt stam­mende Ehefrau Margarethe Nölle in Westhofen, die mit dem 45-jährigen Tagelöhner Jakob Rölle in zweiter Ehe lebt, hatte fortgesetzt ihren vierjäfai^en Stieffohn Jakob in grausamster Weise mißhandelt So kam es denn, daß der Kleine am gan^rrt Körper blutunterlaufene Stellen lwtte und außerdem zahlreiche Kratzwunden aufnnes. Dem lMartnrium des K^indc^s wurde erst ein Ende bereitet, als \ bei seinen Großeltern untergebracht war und sein 17- I jähriger Bruder die Mißhandlungen zur Anzeige gebracht I 1 atte. Das Gerickst vcrurteikte die Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis.

Mains, .19. Juni. Preßpro-. Der Journalist Mich Jmpertro in Laubenheim hatte gegen den Redakteur des lf-lainzer Journals, Franz zkoepgen von hier Klage erhoben