cteni- ösH
ßcn vor TcrTo? gefangene Bulgaren wurden mit voller Au-
Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten.
>ori
>tts Mit trän« eblich aber *, lprcb eiben, )bem teilte, cltruf ilsivn. i nur
Hvnak |ß
monatlich 76^1., otertel< iäbrhcb '5tt. 3.80. burd Abbott- il 3w«cifteflei monatlich 65 ’Uf.; burcX biei;ofi Dtt.2.—otertd- läbvl. auSlctiL Beuella» tfeilenvveiS: total 15tMw ausiväns 20 i'teimtq. (Sbefrebatieur: 21 Goey. VeraulworlUch füx den pohtildieii teil August QdoeR. tüt . AtiilUe* ton“. .PenngchleS' unb „(Äeiidii4taal*' $L 'Jleu- ratti, tut ,Stabt unb Vanb": tüt ben
'Miijeißentetl £> Beck
Konstantinopel, IC». Nov. Suleiman - Na - zif, ein einflußicichcs Mitglied des jungtürfischen 5komi tecs, ist verhaftet worden. Es verlautet, da st weitere Verhaftungen von Juugtürlen bevorstehen.
Die Polizei fahndet auf etwa 50 Mitglieder des jungtürkischen Komitees, unter denen sich einige frühere Minister befinden. Gerüchtweise verlautet, die Re gierung habe bereu Verhaftung airgeordnet, weil angeblich Beweise eines Komplottes entdeckt seien. Die Polizei nahm auf Grund von Aussagen zahlreicher Zeugen über Me Veranstalter des Meetings, das kurz vor Ausbruch des Krieges vor der Pforte zum Protest gegen die Durch- jührung ‘ des Artikels 23 des Berliner Vertrages statt gefunden hat, etwa 30 Verhaftungen vor. Unter den Verhafteten befinden sich der ehemalige Mali von Trapezunt, Suleiman Nazis, der Journalist Tr. Mdullah Dschevdet, der frühere Mgeordncte von Adrianopel, Jack, der frühere Abgeordnete von Kara Hissar, Riza Pascha, der Journalist Dschandschet, der Chefredatteur des Tanin", Minhidden, sein Bruder Suad, der ehemalige Direktor und ein Beamter des Prestbureaus. Aus die ehe maligen Minister Haladschian Ismael und Babanzade wird gefahndet.
Schlimme Zustände der Türlcn bei Tschatalüscha.
Bukarest, 17. Nov. Nach brieflich aus Konstantinopel eingclanfenen Meldungen erscheint, wie ausländische Offiziere, die Donnerstag und Freitag d.e Verteidi aungslinie von Tschataldscha besuchten, berichten, die L a g e aussichtslos. Die Schützengräben sind nur teiliuiiie ausgehoben: Berge von Schanzzeug und große Mengen
zu gefährden.
Line neue türkisch-bulgarische 5ch!acht.
Konstantinopel, 16. Nov. (5 Uhr nachmittags.) Heute morgen begann zwischen drei türkiichen Divisionen und den bulgarischen Streitkräs t e n bei den Positionen Machmud Pascha, bei Hadomroe) Tschildtepe sowie Herbie bei Bojuk-Tschekmedze eine Schlacht, die noch im Gange ist.
Konstantinopel, 17. Nov., 3.4O nachm. (Von unserem Privattorrespondeiiteu.i Da seit dem frühen Morgen heftiger .Kanonendonner von Tschataldscha her zu hören ist, wurde beschlos'en, nachmittags zum Schutze der nach Pera sührenden Zugangsstraßen Matrose n d e t a ch e m e n t S der Kriegsschiffe zu Ian» den. Vom italienischen Kreuzer „Coalit" sind um 3 Uhr nachmittags bereits Hängematten und Kleider für ein Landungskorps gelandet worden. Die „Loreley" fährt nach Haidar Pascha zum Schuhe der anatolischen Bahnhofsanlagen und der dortigen Kolonie. Die Stadt ist voll- tommen ruhig.
Der Berliner „Lokalanz." meldet aus Konstantinopel: Die Türten warfen den bulgarischen linken Flügel bei Derkos zurück. Auch an anderen Stellen sollen die Bulgaren, die in die Tsck.ataldschasortlinien einzudringen versuchten, zuruck- geschlagen worden sein. Die Türken s o l l e n neun Kanonen erbeutet und acht Bataillone gesungen genommen haben. 180 von den Freiwilli-
rüstnng hierher gebracht.
Konstantinopel, 18. Nov. (Amtlich.) Nazim Pascha richtete an den Großwesir ein Telegramm, daß infolge des Vorrückens der bulgarischen Infanterie die türkische Infanterie und Kavallerie gestern vormittag an der Tschataldsck)a-Linie in einen Kampf verwickelt »vor. den sei, der bis Sonnenuntergang angedauert habe. Drei bulgarische Batterien seien zerstört worden und die türkischeJnsantcriehabe die bulgarische zurückgetrieben.
Der Widerstand in Adrianopel.
Der „Malin" erhielt ein Telegramm aus Adrianopel ohne Datum, daß der Platzk^nmandant General der- Artillerie Schukri Pascha entschlossen sei,'bis zum lebten Mann Widerstand zu leisten. Wahrend des Kampfes am 8. November habe Schukrr Pascha inmitten des Kugelregens unerschütterlich a n s g e h a l t e n und die Soldaten mit den .Worten er* niutigt: Fürchtet nichts, meine Kinder, das ist nur Rauch und S>taub.
Die L olera
Konstantinopel, 17 Nov. Amtlich toerbert 2 3 Cholera fälle gemeldet: e in er davon ist tödlich verlaufen. Einige Botschafter haben die Pforte ersucht, Maßnahmen zu treffen, um eine weitere Ausdehnung der
dl!
q ^Ub Xi t, ?
prh ^rtinato
Gießener Aonzertverelu.
Gießen, 17. Nov.
Zweites Konzert. Erster OrchesterabcndimStadtthcater.
Der heutige Abend stand unter günstigen Zeichen: Hervorragende Künstler und ein Programm mit glücklicher Auswahl qdler, gehaltvoller und zugleich im besten Sinne volkstümlicher -VhniL ß« verdient unter diesen Umstanden besondere Anerkennung, daß der Zlonzertverein durch Ausgabe billiger Karten zur Hauptprobe auch Minderbemittelten diese Bildungsgelegenhett zugänglich machte. Wir hosten, daß der Erfolg dieses Versuches dazu ermutigt, kun,ng- Kn womöglich alle Hauptproben größerer Tonwerke rur breitere Volksschichten nntztar zu machen.
Die Zusammenstellung, Mozart, Beethoven, Wagner ist eine ganz harmonische. Sind auch Manche gewohnt, den großen Lpenv Reformator und Mitbegründer des neuen Mu, ik-S ty ls vor wiegend als Gegensatz zur älteren Tonkumr aufzufassen, so bricht nch doch die Erkenntnis Balm, wie sehr auch Wagner in seinen Vorgängern wurzelt. Mit begeisterter Verehrung hat er gerade zu Mozart und Beethoven ausgeblickt. Spuren Beethoven,c^r Einftupe und auch in der dritten Programm-Nummer (<yauit-CuDcriurc deutlich er fennbar; das Werk, schon 1840 inoch vor dem Fliegenden Holländers entstanden und 1855 umgearbeitet, segelt durch dustere Leidenschaft und einen herben al freseo-^schl, der von der wateren harmonischen und motivischen Kompliziertheit Wagners noch ziemlich entfernt ist. Eine Stelle erinnert übrigens direkt an ^ristan. Merkwürdig sviegelt sich die Verschi edenheu der funitleri,eben Individualitäten in der Besonderheit, wie )tc )irf) durch Goi.yes Faufwichtung imifikalisck» iniinneren liefen, mir brauchen neben Wagner nur an Berlw,, Liszt und Schumann zu erinnern
Das Frankfurter Palmengarten-^rcheiter brachte die Ouvertüre aufs würdigste zur Gelmng. Eine nur scheinbar leichtere Ausgcwe - in Wirklichkeit ein PEtein Tür die .eine Schulung tfned Orchesters — ist die Ouvertüre zu Mozarts Zauber,lote, auch sie weist vielfach auf ältere Vorbilder (die logen. Mannheimer .^omponisten-Schnle hin, über die sie 'ndes weientlich hinauf wächst Sclwn Beethoven hat die Zauberrlote tur Mo,artt-^grotztev and deutschestes Werk erklärt, Sie bietet den -angern ein dankbares, teilweise ickwterigH, 6<ld zur -vcta ligung ihrer tonischen und kunstlen,chen L-ualitakn, speziell eines ebenmäßig ausgebildeten bei eanto. Herr ^- pern iänger Robert Hutt- Franksurt sand in der Bildn^-Ane Ta minos Gelegenheit zu reicher Entfaltung leinet^wirklich pbano menalcn Stimmittel; vielleicht batte er, "nbe,chadet der Lon schönheit und klassischen Ruhe noch etwas mehr Warme in leinen Vortrag legen rönnen. M glanzvoller gelang ihm d e Wieder gäbe der Heiden Gesänge „Am stillen Herd und ,, preislich)
’iOl 62 450 88 W
60 324 UOOO) ’^ L43138 65 lM
i61Ä”s* o «£ 809 98 S6Ä 839 lt°Ä 11 445 646 ^» 7 6,.
5 230 M *** 65 731
348 24onn 15B°r
r-sSbsi
oiK 498 655 649^
5?*
S48 85! J
I 316 494 6« „g *
S.r.-tz
iShffÜ'*
» 821 63 L
s°L
13 616 g y ep
aus den Meistersingern. Diese Oper bildet auch für Wann« einen gewissen Höhepunkt des Schassens und ist wohl sein echtes deutsches Werk; aus der umfangreichen Partitur eignen nch sur ben Konzertsaal — außer dem Vorspiel ganz beionbcrs die,e beiden Nummern; sie zeigen deutlich, wie sehr Wagner neben seinem eigensten Gebiet: dem Tprechgesang aus symphonischer Orchestcruiiierlage, auch die Erfindung der Melodien beherrschte, falls sie eben durch die jeweilige dramatische Situation gegeben mar. Solche echte, vollatmige Melodie, ganz aus dem Geiste der Situation heraus empsangen und geboren, geiühlswarm ohne Sentimentalität, wirkungsvoll ohne Banalität — wie selten begegnen wir solchen in der neueren Munk. Mochten bad) die auf den Schultern Wagners stehenden „Allerneusten" auch dieser Seite Wagners etwas mehr nc'bitrcbcn: aber freilich, dazu genügt auch die raffinierteste Technik nicht, das vermag bloß die Göttergabe ursprünglicher schöpterncher Be qabiing. Herr Hutt brachte die Vorzüge der Tondichtung sehr wirkungsvoll zur Geltung und begeisterte die aimergeroohmich zahlreiche Hörerschaft zu warmen Beifallsbezeugungen, für die Der Sänger durch Wiederholung des Preisliedes dankte.
Ter zweite Teil des Abends bescherte uns Beethovens herrliche A-Dur-Symphonie: sie steht gegenüber ihren bevorzugten Schwestern: Eroica, Fünfte und Neunte, oft noch etwas im Öinicrarunb, ist aber als eine der eigenartigsten und reitften Schöpfungen des Meisten zu werten. Tie Charakteruierung als Apotheose des Tanzes" wird dem schmerzlich grübelnden -Licninn des zweiten £a&cö nicht ganz gerecht. In Beethovens Lvm- phonien bewundern wir, rote Wagner lagt, dte ungeheuersten Anstrengungen des nach Menschroerdtmg ringenden Lrd)c,tcr= Mechanismus „alle seine Bestandteile in Blut und Nerven eines wirklich lebenden Organismus aufzulösen und durch ihn zur Aeußerung als Melodie und Rhvthmus zu gelangen." Beethoven ist in hervorragender Weise Rhythmiker mit ausgeprägter Vorliebe für dvnamiiche Gegensätze und Akzente, die das Gleichmaß der Bewegung energisch unterbrechen und Spannungen von Trüber nicht gekannter Intensität erzeugen Tie Bebcutung gerade des rhnthmischen Elementes in der A-Tur-Lymvbonie ist hervorstechend: der ergreiienb trauermarschartige Gang oe5 iroetten Satzes, der übermütig tanzmäßige 3 ,-Takt des 5 eher so, Jia- Tak- tylos-Metrum in dent bacchantisch überschäumenden <sd) urj.'B wie der geistvoll durchgesührte 6 . Rhythmus im ersten roatz, nir jener berühmten Stelle gegen Schluß, wo die „obstinaten Ba,'e sich in ihr Thema gleichsam verbeißen und es immer und immer weiter steigern bis zum jubclnben Fortissimo des ganzen ^rchcsters — eine Stelle, die der Auftassung früherer Zeiten so jem lag, baß selbst bedeutende Musiker sich darüber lustig machten. _ Wir empfinden heute anders und, wie wir glauben, reioluter, geiunber.
Tie Wiedergabe durch das Palmengarten-Orchefter war durch-
eiii (>■/?
Der Krieg und der schwarze Tod.
Während in Kvustantinopel und bei den Tschataldscho befestigungen die Cholera iljre zahlreichen Opfer fordert, soll in den letzten Tagen doch noch eine große Schlac! '. stattaestrnden haben Zwisckßnr Schilderungen über das (Harb der kranken Soldaten verbreit n die türkischen B t er auffällige Si e g e s b e ri cht e. Die türkischen Truppen sollen die Vulgaren besiegt und zurückgetrieb n haben; nach einer Meldung der „Franks. Ztg." sollen dabei sogar 830D Bulgaren in Gesangensck?aft geraten sein. Amtlich liege freilich noch keine Bestätigung vor. Es handelt sich ver mutlich wieder um -große Uebvrtreibungen, dmen vi ll.icht auch die Ausbreitung der gefährlichen Zßrankheit anheim- o es all en ist. In Konstantinopel hwrscht ferner augenblicklich wieder einmal eine JungtürkenlMe. Die unheilvol.e 'strfetzung der Parteien hat auch in den Zeiten der tiefsten 9tot bei den Türken noch nicht aufgehört. Wir erhalten folgende Meldungett:
Konstantinopel, 17. Nov. 6 Uhr 20 Min. nack'm (Don unserem Privatkorrespondenten Die B o t s ch a s e r- lonferenz zum Schutze der Europäer w hrl seit t Uhr nachmittags. Außer dem ttaHcnifdien Landungslorps ist auch eine Abteilung englischer Matrosen g-landet worden, ie das Wachtlßaus am Eingänge der Borst d Sch'schlt b - ktzte, um dort eine Mareonistation anzuleg.n. T:e M t- stieder der europäischen Kolonie wurden unterrich et, daß ie durch die Landung der Matrosen sich nicht beunruh g n assen sollten. Der Kanonendonner war bis Sonnenun er- gang hörbar.
Verhaftungen von Jnngtiirken.
Cholera zu verhüten. , .r,
Tie Cholera wird zu einer Eäetgel, dte schrecklicher tst, als der Krieg. Die Behörden sind machtlos, der Lage entgegenzutreten. 300 0 Kranke sind mit der Bahn nach San Stefano gebracht worden, wo sie 24 Stunden ohne Nahrung und ohne Wasser gelassen wurden. Dte r cr vorhandenen Aerzte erklärten, sie seien nicht m der Qacic, die 3000 Kranken zu pflegen unb taten garnichts. Der ^ug hätte zurückgebracht werden sollen, aber auf den Protest der Eisenbahnbeamten imb nach dem Einschreiten des österreichisch-ungarischen Botschafters sind die Kranken jetzt in den Quarantäne-Stationen untergebracht worden. Schreckliches wird über die Leiden der Manken in den Hospitälern erzählt, namentlich über die Gesichtlosigkeit und die Unfähigkeit der türkischen Aerzte und Pfleger.
Bclagcrungszustand in Saloniki.
Saloniki, 16. Nov. Türkische Soldaten sprengten heute nacht eilt Munitionsdepot bei ben Artilleriekasernen in Schitimlik in die Lus t. Infolge der Explosion wurden Hunderte en tro a f f neue t e r türkischer Soldaten, die in der Umgebung des Munitionsdepots lagerten, getötet oder öermun- bet In der Stadt entstand eine Panik. Griechische Truppen mußten bei dem Wardartore die Waffe gebrauchen, da die Türken auf die Soldaten schossen. Uebcr Saloniki ist der Belagerungszustand verhängt worden. Tie Bevölkerung kann aber infolge der Anwesenheit der großen Truppenmassen sich nur schwer beruhigen. Das Fort Karaburnu ist bereits ben Griechen übergeben unb die Entwaffnung ber türkischen Truppen beendet worden.
Prinz Nikolaus wurde zum militärischen rromman- bauten von Saloniki ernannt. Der griechische Justizminister Raetivan, der Bevollmächtigte der griechischen Negierung in Saloniki, veröffentlichte eine Pr oklama-, t i o n, in der er seine Freude aus drückte, in ein Land
ß 98053 378 [50*1
5 688 92 814 [600] L 96 (500) 774 8M 3 69 813 28 98 953 '51 1500) 842 959 687 9 96 W 2S 108064 161 82 84
188 263 331« U 081G9 M VA
113 573 843 63 W 18 773 80 920 W 1001 826 [ 500)1 00\ 32 36 45 !> 6 309 614 614 15 14 693 683 891 W )] 64 68 1170« 5 1 3 67 118021 2?
4 647 747 63 87 S
66 877 917 121« ^2007 ( 3000) 30 211 00) 847 1 2 3280 372
209 324 43 6' f» 790 850 126022 « )0] 607 126024■ 141 4 79 ( 5000) 1271’ | 222 (3900) 87 SU I 74 314 448 77 641 905 131M9 126 « 1 132417 844 !8 70 667 811 67 W 625 80 135«’^
Stack^cldraht liegen besonders auf dem am meisten gefährdeten nördlichen Flügel unbenutzt umher. Tie Mannschaften sind infolge der Cholera meist außerstande^ zu arbeiten. In den Schützengräben wachen vereinzelte Soldaten, während zahllose Kranke auf den Feldern dahinter sich stöhnend in Krämpfen winden und sterben. Aus den Wegen, die strahlenförmig von den einzelnen Korps zur Zentrale, zum Bahnhof von Hadem ko es. führen, wanken unzählige ch o l e r a f r a n t e Soldaten in der Hoffnung, mit Hilfe der Bahn aus dem v.rs.itchten Gebiet entfliehen zu lönnen. Auf dem Bahnhof in s?ab in« koej ist in einem Salonwagen das Oberkommando Nastin Pascha, in dem Stationsgeb itde bas Komm-'ndo d ersten Korps Ali Nisa Pascha. Dieser war an Cholera hoffnungslos erkranit un sollte sterb nb nach Konstantinopel gebracht werden. Auf dem Gelände um den Bahnhof herum lagen tausende von erkaufen Soldaten. Die Bekämpfung ber S uche ist umn glich. Bei Derkos, wo die Wasserleitung für Konst?u in pel beginnt, steht ein Wachtkommando, von d m am T mnerstag nacht zwölf Mann starben und fnn z'hn sr.wer erkrankt n Ta dort die Latrinen fehlen, besteht die Gefahr, daß »die Mouftaiitiuobeler Wasserleitung vers ucht wird. Tret Aerzte, die sich in Derkos befinden, können nichts weiter iuu, als für die Bestattung der Leichen zu sorgen. Tie Offiziere, die weit von den tür ischeu L wen ritten, konnten au;;er einigen vorg.schob u n bulgarischen Ba terten leine !Bulgaren seststellen. Tagsüber wurde mehrfach von den , Batterien gehu rt. Auch türkische Kr i e g s sch i f fe, bie vor Derkos liegen, griffen mit Geschützfeuer ein. Nach Anschauung der Lji ziere ist rs unmöglich, bei Tscha.a.dsch.i noch zu kämpfen. A.lerdings ist es auch für die Bulgaren unmöglich, die Stellung zu bese en, p-ljuc bic gesamte Armee durch die Chocera
rocg roohlgclungen: eine ideal vollkommene Aufführung vermag ja bic Wirklichkeit nie und nirgends zu bieten; genug, wenn verständnisvolles Streben sich dem Ideal mehr und mehr nähert. Am besten gefiel uns die Ausführung der beiden Ecksätze. Im bent tiefsinnigen -weilen Satz ließe sich manches noch seiner herausarbeiten bie Möglichkeit zahlreicher Proben vvrausge,etzt!) Tte Blechbläser waren nicht burchweg auf der Höhe, in dem so genial unb naturfrisch erfundenen Trio des Scherzo gelangen ihnen bic Fortissimo-Steilen nicht vollkommen tonrein; recht wacker hielten sich die Fagotte, denen hier einige besondere Aufgaben anvertraut inb. — Ten Tirigentenstab bei sämtlichen Darbietungen führte Herr Professor Trautmann mit gewohnter Umsicht und anfeuernder Hingabe. **•
— Zäzilienverein und Frankfurter Zeitung. Aus Frankfurt a. M, 17. Nov., schreibt unser dortiger Mitarbeiter: Tem eigenartigen, im Konzertleben vielleicht einzig dastehenden Vorgehen der hiesigen Museumsgesellsck^ift, ber „Frankfurter Zeitung" wegen einer scharfen aber sachlick>en Kritik die Referentenkarten zu entziehen, ist setzt auch derZäzilienverein gefolgt. In einer außerordentlichen Generalversammlung wurde mit 82 gegen 49 Stimmen ber regelrechte Boykott über bic Zeitung ausgesprock>en und beschlossen, ihr überhaupt keine Referentonlarten zuzustellen. Es sei hierbei erwähnt, daß Willem Mengelberg auch zugleich Tirigent des Zazilienvereins ist, daß also zwischen beiden Mufikgesellfck)aften eine geroufe Jnterenen- gemeinsck'.ast obwaltet. Ter Journalistenverein wird sich bereits Montag abend mit dem Fall beschäftigen und Stellung zu diesem unbegründeten Vorgehen des Zäzilienvereins nehmen. Wie verlautet, werden sich die übrigen führenden Blätter Frankfurts und Zugleich auch die Musikkritiker auswärtiger Blätter mit der Frankfurter Zeitung solidarisch erklären. Ucbttgens zeigen die Kon- icrte ber Museunisgesellfckaft neuerdings eine auf lallende A b n a hm e d es B e s u ch s. < .
— In der Festsitzung der Münchener Akademie der Wissenschaften wurden u. a. folgende Neuwahlen bekannt oegeben: Zu korrespondierenden Mitgliedern wurden ernannt: Dr Struve, Professor ber Astronomie in Berlin und Tirektor der Stemroarte, Tr. M i 11 a g - L o ef f l e r, Professor ber Mathematik in Stockholm, Tr. Schwarz, Pvofesior ber Mathematik •n Berlin, Tr. Walther Nernst, Professor der Physik und bet Chemie in Berlin, Tr. Exner, Professor der Physwlogie in Wien, Nathorst, Professor und Direktor des Paläo-Phy- ' alogisch en Museums in Stockholm, Bailey Willis, Professor ber Geologie in Chicago, Dr. Henri Pirenne, Professor der Geschichte in Gent, John P. Mahassy, Professor der Geschichte in Dublin, Aloys Schulte, Professor ber Geschichte in Bonn.
N, 272 Erste; Blatt 162. Jahrgang Montag, 18. November 1912
Der »letzter ta)etger JIW M VT
Siebener Anzeiger
Vernfprech - An! chl uster
SSSr General-Anzeiger für Gberheffen
Annahme von Anzeigen flototionsbnid und Verlag der vriihl'fchen Univ.-Vuch- und Steinönidcrei R. Lange. Heöaftion, ikrpedilton und vruderet: zchulftraße 7. bi üorm^mfl6nu9niib” vüdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnyosstraße 16a.


