Ausgabe 
18.5.1912 Erstes Blatt
 
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'gewonnen, baß seine Ansictstcn von dem Botschafter Louis nicht in der gewünschten Werse nach Paris übermittelt wurden. Ta dieser Schritt des Botschafters einer verbündeten und befreundeten Macht wie Rußland ein wenig dem diplomatischen Brauch zuwiderlause, und Botschafter Louis stets hervorragende Dienste geleistet hat, habe der Mmiilerp^si- dent Herrn Louis verteioigl und erklärt, daß die ,rrage des Bot- schaftermcchsels in Petersburg im gegebenen Augenblick ms Auge gefaßt werden solle, daß ab-1 fein Grund vorliege, die Tinge übers Knie zu brechen, umsoweniger als er die Absicht habe, tm &mfe dieses Sommers nach Petcrsburi zu kommen, um mit <oasi'onow und Kokowzow über alle die beiden verbündeten Nationen inter­essierende Fragen zu sprechen. Iswolski habe jedoch auf seinen For­derungen beharrt und darauf hingewiesen, daß Botschafter Louis ganz zurückgezogen lebe, nie in Gesellschaft gehe und durchaus nicht im Einklang mit seiner Stellung als Bot­schafter Frankreichs lebe. Infolgedessen habe PoincarS die Ab­berufung Louis ins Auge gefaßt und Teschanel den Botschafter­posten in Petersburg angeboren, dieser habe jedoch abgelehnt. Uebrigens sei man der Ansicht, daß für den Fall eines Botichafter- wechsels in Petersburg auch die Stellung Iswolskis in Paris ziemlich schwierig werden würde.

Paris, 17. Mai. Von hiesiger amtlicher russischer Seite wird erklärt, die heutige Meldung desEcho de Paris" betr. die angeblich von der russischen Regierung geforderte Ab­berufung des französischen BolschajrcrS in Petersburg, Louis, sei in di eser Form unrichtig. Ta der Botschafter Louis wiederholt geäußert habe, daß weder er noch seine Familie das rauhe Petersburger Klima vertragen und oa demnächst in der ftanzösischen Diplomatie Veränderungen eintreten sollten, so war natürlich in den vertraulichen Besprechungen zwischen Poincarä und Iswolski von einem eventuellen Rücktritt des fran­zösischen Botschafters in Petersburg die Rede, doch habe Iswolski im Laufe dieser Unterredungen selbstverständlich nichts für die Person Louis Unangenehmes gesagt, welcher in den Petersburger Regierungs- und Gesellschaftskreisen die größte Wertschätzung ge­nieße. '

Das eigenartige Vorkommnis wird also im wesentlichen bestätigt!

Die Meldung desEcho de Paris" wird in den 2ll>end- blättern lebhaft erörtert. In anscheinend vom Quai d'Or­say stammenden Mitteilungen wird zugegeben, daß Louis in der Tat seinen Petersburger Posten verlassen werde. Louis, welcher nach Paris gekommen sei, um mit seiner Regierung Besprechungen über die äußere Politik Frankreichs zu pflegen, habe selbst aus Gesundheits­rücksichten seine Abberufung verlangt. Diese sei aber keineswegs so nahe. TieLibertö" beklagt anläßlich der Meldung desEcho de Paris" das Vorgehen und die italophile Politik Iswolskis und Ssassanows sehr scharf und behauptet, daß an den Vorstößen gegen Louis der Direktor der politischen Angelegenheiten im hiesigen Ministerium des Aeußern, Paleologue, beteiligt sei. Durch diese Jntriguen sei die Würde eine» Vertreters Frank­reichs im Auslande verletzt worden und man müsse ver­gangen, daß die Schuldtragenden zur Verantwortung ge­zogen werden. Auch derSiöcle" kritisiert das Ver­halten Iswolskis, meint jedoch, die französisch-russische Freundschaft beruhe aus zu tief wurzelnden Gründen, als daß sie von derartigen Zwischenfällen abhängen werde.

Der Kaifer in Homburg.

Homburg, 17. Mai. Tie Hoftrauer für den König von Dänemark ist vom 15. Mai ab auf drei Wochen festgesetzt worden. Der Kaiser hörte heute vor­mittag um 11 llhr den Vortrag des Staatsministers Dr. Delbrück über die Ergebnisse der neulichen Konferenz in Berlin betreffend die Verbesserung der Sicherheits­maßnahmen für Passagiere im internationalen Schiffsverkehr im Beisein der Chefs des Zivilkabinetts und des Marinekabinetts.

Homburg v. d. H., 17. Mai. Der Kaiser nahm heute im Schloß zu Homburg über den Untergang derTi­tanic" und die zu ergreifenden Maßnahmen die Vor­träge des Staatssekretärs Dr. Delbrück, des Präsi­denten der Seeberufsgenossenschaft Krogmann, des Direk­tors des Germanischen Lloyds Professor Pagel, der Werft­direktoren und des Vertreters der Hamburg-Amerila-Linie Kapitän Polis entgegen. Die Vorträge gaben kurz die durch die Presse schon bekanntgegebenen Ergebnisse per Konferenz vom 6. Mai wieder. Der Kaiser bekundete sein eingehendes Interesse für alle zur Erörterung gestellten Fragen und nahm dazu Stellung. Besonders betonte er wiederholt bei den zu ergreifenden Maßnahmen, daß das Hauptgewicht auf die Steigerung der Schwimmfähigkeit der Schiffe gelegt werden müsse und daß in zweiter Linie für die Verbesserung der Navigation und die Sicherung des anderen Dienstes besonders durch Vervollkommnung des funkentelegraphischen Dienstes bei Tag und bei Nacht Zorge getragen werden müsse. Daneben dürste selbstver­ständlich nicht außer acht gelassen werden, daß die Be­schaffung von Bootsraum in einem solchen Umfange ange­strebt werde, daß die Rettung von Passagieren und Mann­schaften bis auf den letzten Kopf möglich fei. Ebenso er­örterte der Kaiser eingehend die Ausdehnung der Boots­

teilungen durch meine Expedition nach dem fernen Norden nach­zuprüfen und vielleicht die Instrumente Andrees aufzusinden.

Zur Psychologie der Zeugenaussagen. Ein klassisches Beispiel zu der überaus ernsten Frage, inwieweit den Aussagen von Zeugen Glauben gefcfcntt werden darf, teilt Land- gerichtsdircktor Ungewitter in der ZeitschriftDaS Recht" mit. Die 21 jährige Dienstmagd Anna ging mit der 16 jährigen GastwirtStochler Josepha H. auf der Landsttaße nach Hause. Es tarn ihnen ein Wagen entgegen, auf dem vier Burschen saßen. Ein neben dem Wagen herlaufender Hund fiel die Anna S. an und beschädigte ihren Rock. In der Hauptoerhandlung gegen einen der Burschen machten die beiden Mädchen folgende Aus­sagen: Anna S.:Einige von den Burschen riefen:Jetzt schieß", woraus der Angeklagte einen Schuß abfeuerte. Ich kann nicht sagen, momit er geschallen hat; er hat euoas auf mich her- gehalten: ich meinte, eS sei ein Gewehr; ich horte es nur krachen. Das Feuer ist mir am Gesicht vorbei, auch ist der Pulverdamps auf mich her." JosephaAls S. vom Hunde angefallen wurde, lief ich davon: ich kann nicht sagen, ob geschossen wurde; ich börte nichts. AlS die S. mir aber nachkam, rauchte sie. Zuvor batten die Burschen gerufen:Jetzt erschießen wir euch!" Die Bursckjcn, die bei dem Vorfall auf dem Wagen saßen, gaben in übereinstimmender Weise an: Der Angeklagte habe gesagt: ,Letzt erschießen wir euch" und dabei seinen istock in der Richtung gegen Anna S. Inngehalten. Tie beiden Mädchen waren offen­bar durch den Angriff des Hundes und die Drohung mit Er- schießen in großen Schrecken versetzt worden und haben in diesem Zustand das Angcdrohte gesehen und gehört. Der Ängellagte wurde vom Bcruftmgsgericht fteigesprochen.

Kurze Nachrichten aus Kun st und Wissen­schaft. In Leipzig starb der Kupferstecher Professor Ernst Mohn im 7b. Lebensjahre. Er war Ebrenmuglieb der >tgl. Kunstakademie zu Dresden - Die teutsck B u n i c n g c i e 11 schäft für angewandte physikalische kibemie Dcranltaltctc ,n H e i beiberg am Freitag vormittag eine F e st s i tz u n g , zu der auch der Großherzog erschienen war'ad' r.v Begrüßung?in,pr.,ch-n wurden wisselifchaftlid-c Vorträge gefallen.

rollen auf die Passagiere und eine gleichmäßige Berück­sichtigung der Zwischendeckspassagiere und derjenigen der übrigen Klassen. Auch müsse Vorsorge getroffen werden, daß bei der Verteilung der Passagiere auf die Boote Harten vermieden und auf einen Zusammenhalt zusammengehöriger Personen Bedacht genommen werden. Auch die Frage, ob die Scheinwerfer bei richtiger Verwendung geeignet seien, die Eisgefahr bei Nacht zu verringern, was in der Vorbesprechung vom 6. Mai überwiegend in negativem Sinne beantwortet worden war, wurde eingehend erörtert und soll auf Grund der Anregung des Kaisers bei den bevorstehenden kommissarischen Beratungen einer erneuten Prüfung unterworfen werden. Ausführlich besprochen wurde auch die Frage einer Vervollkommnung des Eisnach­richtendienstes durch "internationale Vereinbarungen und Veranstaltungen. Tie Konferenz schloß mit einer Dar­legung der für den neuesten DampferImperator" vorge­sehenen Sicherheitsmaßnahmen, die die Billigung des Kai­sers sanden.

Der Kaiser gedenkt sich zum Stapel lauf des Imperator", der auf den 23. Mai verlegt worden ist, von hier nach Hamburg zu begeben.

Die Beisetzung der Königs von Dänemark.

Kopenhagen, 17. Mai. Unter großer Beteiligung Der Bevölkerung fand die Ueberführung2>er Leiche des Königs n ad) b er Schloßkirche statt. Kurz vor 12 Uhr fuhr die KönigsjachtDanebrog", aber­mals mit Salut begrüßt, in den Hafen und machte am Landungsplatz fest. Der Minister, die Reichstagspräsidien, die Vertreter der Stadt und die Mitglieder des höchsten Gerichts gingen an Bord und defilierten vor dem auf schwarzbezogenem Katafalk stehenden Sarge. Zwölf hohe Offiziere trugen den Sara von Bord des Schisses zum Leichenwagen. In feierlicher Prozession bewegte sich der Zug durch die Hauptstraßen zur Schloßkirche. Voran schritt ein Bataillon Garde, dann folgte eine Abteilung Ma­trosen, eine Batterie Artillerie, eine Eskadron Garde- Husaren und darauf der Leichenwagen, der von zwölf hohen Offizieren und zwölf Leutnants flankiert wurde. Hinter dem Leichenwagen wurde des Leibroß des Entschlafenen geführt. Es folgten König Christian X. und die übrigen Mitglieder der Königsfamilie sowie die Gefolge. Bei der Anttmft in der Schloßkirche trugen zwölf hohe Offiziere den Sarg vom Wagen zum Katafalk. Tie Königs­familie wohnte einem kurzen Trauergottesdienste bei und verließ daraus die Kirche.

Fürstlichkeiten bei der Beisetzung.

Zur Beisetzung des Königs kommen persönlich die K a i s e r i n- Witwe von Rußland, die Königin-Witwe von England, der König von Griechenland, der Herzog und die Herzogin von Cumberland. Kaiser Wilhelm ist durch den Kronprinzen und die Kronprinzessin vertreten, der Kaiser von Rußland durch den Großsürsten Michael Alexandro- witsch. Weiter werden persönlich erscheinen der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin, Prinz und Prinzessin Georg von Griechen­land, der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Friedrich Fürst zu Wied. Ter Großherzog von Mecklenburg-Sttelitz wird durch Erbgroßherzog Adolf Friedrich, Herzog Friedrich II. von Anhalt durch den Oberhofmarschall v. Auer, der Regent von Braunschweig durch Frhrn. v. Wangenheim vertreten sein. Fürst Adolf zu Schaumburg-Lippe wird gleichfalls einen Vertreter entsenden, auch wird Prinz Arthur von Connaught erwartet. Der König von England hat angeordnet, daß zwei Osfiziere des englischen Regi­ments, dessen Chef König Friedrich gewesen ist, das Regiment bei der Beisetzung vertreten.

Hamburg, 17. Mai. Dem Senat ging ein Tele­gramm des Königs Christian X. von Dänemark folgenden Jn- »alts zu: Namens meiner Mutter und in meinem eigenen Namen >anke ich dem Senat für die Teilnahme und Ehre, die sie meinem heißgeliebten Vater aus seiner letzten Reise bewiesen haben.

Der italienisch-türkische Krieg.

Konstantinopel, 17. Mai. Amtlich wird mit­geteilt, daß die Dardanellen morgen früh geöff­net werden.

Rom, 17. Mai. In der Kammer teilte Minister­präsident Giolitti unter größter Aufmerksamkeit des Hauses fünf Depeschen über das militärische Vorgehen der Italiener auf Rhodos mit, das durch den großen Erfolg der italienischen Waffen glücklich beendet sei. Ein großer, nicht endenwollender Beifall begrüßte die Depesche, in der gemeldet wird, daß sich die türkische Garnison mit .ihren Waffen unter militärischen Ehren ergab. Giolitti fügte namens der Regierung hinzu, er habe als Dolmetsch der Gefühle des Parlaments und des Landes General Am eg- tio einen Gruß gesandt. (Neuer begeisterter Beifall.)

Konstantinopel, 17. Mai. Die für die Durchfahrt neutraler Handelsschiffe bestimmte Fahrrinne .ist von ren Minen gesäubert. Sie wird vom Samstag früh 6 Uhr an für die Schiffahrt wieder geöffnet sein. Die Schiffe, die nach einer vorher festgesetzten Reihenfolge zu fahren haben, muhen sich allen Lotsen- und sonsttgen Vorschriften fügen, die zur Sicherung der Durchfahrt getroffen worden sind.

Deutsche» Reich.

In der Sitzung des B u n d e s r a t s am Freitag wurde ber Vorlage betreffend den Zusatzvertrag zu dem zwischen dem Deutschen Reiche und Luxemburg am 9. März 1876 abgeschlossenen Auslieferungsvertrage, der Vorlage betr. die zweite Ergänzung des Reichs­haushalts für das Rechnungsjahr 1912 und der Vor­lage betr. die Bestimmungen über die Beschäftigung von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbei­tern in den Walz- und Hammerwerken die Zusttmmung erteilt.

Ausland.

Der französische Minister für Arbeit und soziale Fürsorge, Bourgois, bereitet einen Gesetzent­wurf betreffend die Herstellung billiger Woh­nungen vor, der demnächst dem Parlament vorgelegl werden fall. DaS durch den Gesetzentwurf angeftrebte Ziel soll insbesondere erreicht werden: 1. durch die Förderung von Vereinen für billige Wohnungen und 2. durch die Schaffung von eigenen Gemeindeämtern, die mit dem Bau und der Verwaltung billiger Wohnungen betraut werden sollen.

Heer und Flotte.

Berlin, 17. Mai. Dem Vernehmen nach wird an­läßlich der N e u j o r m a t i o n das erste Bataillon des Regiments Nr. 144 von Metz nach Diedenhofen ver­legt. An jcinc Stelle komm! das neu zu errichtende dritte Bataillon des Regiments Nr. 173 nach Metz als <5tanhquartier, Wie weiterhin verlautet, werden die im

Jahre 1912 zu errichtenden 10 Schcinwerferzüge d: n J.o nierbatailIonen 1, 7, 8, 9, 10, 14,, 16, 17 und 21 zu. geteilt. _____________________________________________________________

Aus Stadt und Land.

Gießen, 18. Mai 1912.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten.

Tie gestrige Sitzung unserer Stadtverordneten war eine rich- tige ArbeitSsitzung. Tie umsangreiche Tagesordnung wurde bis auf das Wappen der Stadt Gießen, dessen Beratung auf Wunich einiger Mitglieder zurückgestellt wurde, glatt erledigt. Erfreulich ist, daß wegen der Umgestaltung der D e st - A n l a g e endlich ein Beschluß gefaßt worden ist, der nach Lage der Verhältnisse zwar nicht alle Wunsche befriedigen kann, aber doch eine rorient« liche Verbesserung bedeutet. Tie neuen Bestimmungen über tue Bildung der Deputationen und Ausschüsse fanden, von kleinen Kenterungen abgesehen, rasche einstimmige Annahme. Sie be­deuten in mancher Beziehung eine Vereinfachung des Geschäfts- - gangeS. Auch die Arbeitsordnung für die städtischen Ar­beiter, die durchaus in arbcitersreundlichem Sinne gehalten ist, wurde einstimmig gutgeheißen. TaS wird bei den betelligten Ar­beitern ebensosehr Befriedigung Hervorrusen, wie die Mitteilung >eS Oberbürgermeisters, daß zurzeit Erhebungen wegen einer Lohnerhöhung angestellt werden. Zum Schluß gab es noch eine kleine politische Auseinandersetzung. Eine Eingabe der Jugend- wehr wegen finanzieller Unterstützung, die übrigens einstweilen zurückgestellt wurde, gab den Stadtv. VetterS und Krumm Veranlassung, ihrer Abneigung gegen diese Art der Jugendpflege Ausdruck zu geben. Mit bemerkenswerter Entschiedenheft traten owohl fortschrittliche wie nationalliberale Redner ihnen entgegen, wobei besonders betont wurde, daß die Jugendpslege der gesamten Jugend dienen solle und politische Gesichtspunkte dabei aus- zuscheiden hätten.

** TageSkalender Kinematograph: Täglich Vor- tellung.

Biograph: Täglich Vorstelluna.

GernäldeausstellungdesKunstvereinSim Turm- hm:s am Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von Samstag), von 111 Uhr, Sonntags von 118 Uhr.

Museum des oberhessischen GeschichtSvereinS. Geöffnet Sonntag vormittags 111 Uhr unentgeltlich.

Museum i ü r Völkerkunde: Geschloffen.

Buren-Zirkus: Täglich VorsteUung; SamStag abend Eröffnungs-Vorstellung.

A n l a g e in u s i k am Sonntag mittags 12 Uhr (nur bei gutem Welter) in der Süd-Anlage. Sptelplan: 1. Fantasie a. d. Oper »Stradella', von Fr. v. Flolow 2. Ouvertüre .Franz Schubert", von Fr. v. Supps. 3 Polnisches Lied, von A. Burow. 4. Berlin bleibt Berlin I Marsch von Fr. v. Blon.

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- Vom Großh. Hose. Die Rückkehr des Groß- jcrzogspaareS von Livadia wird voraussichtlich am nächsten Samstag, 25. Mai, erfolgen. Jedenfalls werden die Herrschaften dann im Jagdschloß WolfSgatten Wohnung nehmen.

Hoftrauer. Wegen des Ablebens des König- Friedrich VIIL von n entart wurde vom Gr 0 ß - ;erzog eine Hoftrauer vom 15. bis 28. Mai angeordnet.

** Hinterlandbahn. Die Eingabe der Stadt Gießen wegen des gleichzeitigen Baues der Gießener An- chlußbahn mit der Bahn WetzlarBiedenkopf, die von >er Stadtverordneten-Versammlung kürzlich beschlossen wurde, ist von Oberbürgermeister Mecum inzwischen aus- earbeitet worden und den in Frage kommenden Stellen diese Woche zugegangen. Sie und die angeschlossene Mit­teilung der Handelskammer Gießen enthalten ein reiche- Material dafür, daß Gießen mindestens zum Mitausgangs- juntt der Hinterlandbahn aus verkehrspolittschen und roirt- chaftlichen Gründen werden muß. Wir kommen noch näher auf die Eingabe zurück.

In der nicht öffentlichen Sitzung der Stadt- verordneten wurde die Rohbauausführung für die Oberrealschule wie folgt vergeben: Erd- und Maurer­arbeiten: An Georg Becker, Wehrum und Scheppelmann; Betonarbeiten: An die Hoch- und Tiefbau-Gesellschaft Winn & Co. Tie Werksteinlieferung wurde der Firma Bürrer in Maulbronn und die Heizanlage an Käuffer & Eo^ Mainz, übertragen.

* Nation al-Flugspende. Bei der GesHüftS- teile des Gießener Anzeigers gingen ferner ein: Schaff- laedt 50., Cberfefunba des Landgraf Ludwlg^jymna- iums 10, Cullmann 20, Untersekunda des Landgraf Ludwig-Gymnasiums 7.10, 3E. 3E. 20. Mk., zusammen: 107.10 Mk. Bereits quittiert 719.20 Mk. Insgesamt 826.30 Mark.

Eisenbahn-Personalnachrichten. Der König von Preußen hat dem RegierungSbaumeistec Zimmermauy in Frankfurt (Main) den Charakter als Baurat mit dem persönlichen Range der Rate vierter Klaffe, sowie dem Eisen­bahn-Obersekretär Mehne in Darmstadt und dem Ober- Bahnhofsvorsteher Rasche in Wetzlar auS Anlaß ihre- Ueberlrilts in den Ruhestand den Charakter al« Rechnung» rat verliehen. Ter Hilsgschaffner Wiegand in Helden- bergen-Windecken wurde zum Schaffner ernannt Versetzt wurden die Reservelokomotioführer Badergrll von Nlddo nach Friedberg und Preiß von Dillenburg nach Gönnern, der Lokomotivheizer HaaS IL von Hanau nach Hungen. Eine Belohnung hat erhalten der Eisenbahngehilfe Schäfer in Wetzlar für Entdeckung und Beseitigung einer Betrieb-- gefahr.

Tie gestrige Gewerdegericht-wahl ging bet ziemlich guter Beteiligung vor sich. Gewählt tourten von den Arbcttgebern von Liste 1 neun und von Lifte 2 (Getoerk,cdanen drei Beisitzer, von den Arbeitnehmern von Liste 1 Cnanoiuu gesinnte Arbeiter) einer zmd von Liste 2 (Gewerkschaften) eu Beisitzer.

* Der GesangvereinHarmonie" machte am rnelfahrtstage eine Sängerfahrt nach dem HoherodSkoPi, w* Taufstein. Leiter hatte man von dem Gipjcl wegen teS rauw- Wetters keine Fernsicht. Dagegen wuchs die ^timnwng un Hause durch einige Lieder, bi» der Heimweg über Ulrichürm xuw Mücke angetreten wurde.

Besitzwechsel. Ter Belitz'sche Rohbau in der straße wurde von der Spar- und Leihkaise Grotzen-Bmca (nicht vorn Spar- und Borschußverein) erworben.

** Männer-Turnverein. Am Himmelfahrtstagl veranstaltete der M.-T.-D. wie seit 27 Jahren seinen L 0 m- mer-Familien-Turnaang, an bem nerinnen und Turner beteiligten. Von Breber av ff1"» der Marsch durch den Hohensolmser und Erdaer Forfl 0«* dem ehemals hessischen Hinterlande Gladenbach, 0 nach vierstündigem Slarschc erreicht wurde. Dann gu« eL über die tzoSen Aus sich tspmiktL der rol-werßen Mar

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