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Frankfurt a. M., 18. April. Das Luftschiff „Viktoria Luise" ist um 4,25 Uhr glatt vor der Halle gelandet. Das Luftschiff hatte die Route über den W e st erwald genommen.
Letzte Nachrichten»
Ein amtlicher türkischer Bericht über d e Beschießung der Dardanellen.
______________ . Hinter dem Turbinenraum waren in einer besonderen wasserdichten Abteilung vier Dynamos untergebracht. Drei davon waren in See Nets in Betrieb, um die nötige Energie für die Beleuchtung, für Personenaufzüae für die Kombüsen usw. zu erzeugen, wozu es einer Kraft von 2000 rb bedurfte. Die Maschinen bildeten ein Aggregat von zusammen 1600 Kilowatt. — Das Ruder wog 110 Tons, jeder der beiden Buganker 15,5 Tons (ä 1000 Kilogramm), jeder Schäkel der Ankerkelten 135 Kilogramm. Ter Herstellungspreis des Schiffes betrug 32,5 Millionen Mark.
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Konstantinopel, 19. April. Das Kriegsmini st e- r i u m teilt offiziell mit, daß 2 4 i t a l i e n i sch e Kr i eg s s ch i ffe gestern auf der Höhe von L e m m o s gesichtet wurden. Ein Kreuzer und ein Torpedoboot erschienen vor dem Hafen von Samos und beschossen die Kaserne; ein anderer Kreuzer und ein Torpedoboot erschienen vor Rhodos und beschlagnahmten eine dem Khedive gehörige Yacht. Acht Kriegsschiffe eröffneten um 11»/« Uhr das Bombardement aufdieDardanellenforts. Kein Geschoß traf und kein am Kampfe beteiligter Soldat wurde getötet oder verwundet Dagegen wurde durch ein in einen Schlafsaal fallendes Geschoß ein Soldat getötet und mehrere verwundet. Die türkischen Forts erwiderten das Feuer. Ein italienisches Kriegsschiff wurde getroffen und zog sich zurück. Die Bevölkerung ist ruhig.
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sternhellem Himmel und unruhiger See bet Zusa m m en ft o 6 mit dem Eisberg, den die Ausgucker zu spät gern er ft batten. Rach Feststellung der Beschädigungen wurde Befehl gegeben, die R e 11 u n g s g ü r t e 1 a n z u l c g en und die Rettungsboote klar zu machen. U m 2.20 Uhr sank das Schiff. Tie abgegebenen Rotiignale wurden um Mitternacht von der „Carpathia" gehört, die um 4 Uhr auf der Unglucksftelle eintraf und sofort die in den Rettungsbooten der „Titanic" befindlichen Schiffbrüchigen aumabm und Die Un- glücksftelle mit 16 Booten gdsuckste Tie Zahl der Pasiagiere betrug in der 1. Kajüte 350, in der 2. Kajüte 3aO nnb int Zwischendeck 750, die der Mannschaften 940 Köpfe. Gerettet wurden 210 Passagiere der 1. und 125 der 2. Kajüte, 250 Zwilchen»» deckspassagiere, 39 Seeleute, 96 Stewards, 71 Hetzer und vtev Offiziere.
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— Internationaler Trachompreis. Der ungarische Minister des Innern schreibt einen Preis von 1000 Kronen für das beste Werk über die Aetiologie des Trachoms uus. Als Bedingung wird gefordert, daß die selbständige Arbeit einen wertvollen Fortschritt enthält. Als Einsendungstermin ist der 31. Dezember 1912 bestimmt. (Adresse: Budapest I, Vßr, Belügy- Ministerium). Es können auch im Drucke bereits erschienene Arbeiten eingcsendet werden, wenn sie nicht vor dem Jahre 1909. veröffentlicht wurden. Die Verfasser können sich der ungarischen, deutschen, französischen oder englischen Sprache bedienen.
Kleine Tageschronik.
Am Dienstag früh fand auf dem Exerzierplatz von Halbert st a d t ein Duell zwischen dem Oberleutnant von P u 11 - Kammer, kommandiert als Adjutant zum Bezirkskommando Aschersleben, und dem Leutnant v. $) Geringen vom Infanterieregiment Nr. 27 in Halberstadt, statt, v. Heering en erhielt einen Schuß in den Unterleib, an dem er gestorben ist. Eine Kugel hatte die Därme zweimal zerrissen.
Der Dichter Striudberg ist ernstlich erkrankt. Gestern wurde eine Bauchfellentzündung festgestellt. Es wurde sofort eine Operation vorgenommen, die glücklich verlief. Der Dichter fühlt sich sehr schwach und hat heftige Schmerzen.
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Ar das in 1 pw von der Stadt untatskolonne »erber Mk- und dem Lerein °ll gerichtliches lag, en Bewohnern Fries. Brunnen ungehin. n hat.
e nad)mitlag 3 Uhl ungSstelle in dem Tr. Ohnacker er. Etlicher aijllicher Rat >rung der Säuglinge fimder bestimmt unb . Ter Besuch von 18. April seslgesetzte , da seine Abhaltung en war.
Hessen.
e irrste Kammer er Plenarsitzung zu. nentritts wurde ge* Regierung das Lus- icfcg und das Gesetz und Slauenseuche gc- Kraft treten soll, zfiger Sammler et* en, Smail und Fili, jula des 11. Jahr. >r im Mainzer Mu- i besitzt. Diese ent* i in der Schuster- ganalatbeüen auf- bxe jetzt im 8ejt$ befindliche goldene
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Sport.
♦ Fußball. Der GießenerSportverein von 1900 spielte in den letzten Tagen mit feiner 1. und 2. Mannschaft auswärts, so in Darmstadt, Aschaffenburg und Butzbach. Für kommenden Sonntag hat er sich nun für seine 1. Mannschaft auf > dem Sportplätze an der Hardt die 1. Homburger Sport-Bereinr- gung verpflichtet. Die 2. Mannschaft spielt an diesem Tage m Ortenberg.
Neuvork, 17. April. Die „Titanic" hat wenige Minuten ... ihrem Zusammenstoß mit dem Eisberg eine Warnung von der drohenden Gefahr erhalten. Außerdem hat die „Tourratne" am 14 Avril die „Titanic" über die Lage der Eisberge durch an drahtloses Telegramm unterrichtet und die „Titanic" hat diese Warnung
beantwortet. „ , , . . _. ,
Neuyork, 18. April. Bis letzt sind noch keine Einzelheiten über die Katastrophe an die Mste gelangt, nur eine Liste der Zwischendeckpassagiere und einige Telegramme von Geretteten an Verwandten und Freunde, in denen mitgeteilt ftnrb, daß sie sich in Sicherheit befinden, sind bekannt. Tie „Carpathia gab noch keinen Bericht. Sie dampfte heute früh die Küste herab und wird heute abend hier erwartet. Erst dann wird über den Hergang der Einzelheiten berichtet werden können.
Neuyork, 18. April. Ter Kreuzer „Chester" meldet, die „Carpathia" habe seine drahtlosen Anfragen nicht beantwortet. Mehrere drahtlose Meldungen deuten an, daß viele der Ueberlebendeu infolge der Aufregung und der Leiden erkrankt sind. Aus anderen Telegrammen von Ueberlebendeu an Angehörige geht hervor, daß viele Frauen nicht wissen, daß ihre Männer der Katastrophe der „Titanic" zum Opfer gefallen sind.
Washington, 18. April. Tas Marinedepartement erhielt von dem Kreuzer „Salem" ein früh 8 Uhr aufgegebenes Funkentelegramm : Wir können k e i n e N a ch r i ch t von der „Carpathia" erhalten, obgleich sie sich im Bereich leichter funkentelegraphischer Verständigung befindet. Sie gibt zuweilen auf Anrufe zeigen, beantwortet aber die aufgegebenen Telegramme nicht. Wir können nicht glauben, daß die Mitteilungen, die wir gesandt haben, nicht verstanden wurden. Tas Schiff befindet sich innerhalb des Bereiches der Torpedostation New Port, daher wird der Kreuzer „Salem" am Nachmittag nach Bradfort unb der Narragansett-Bay weiterfahren. ,. „
Neuyork, 18. April. Von der „Carpathia" wird gemeldet, daß mindestens 250 bet Ueberlebenben schwer verletzt ober krank seien. Ein Passagier hat die Füße erfroren.
Neuyork, 18. April. Die Beerdigungsfirma Campbell teilt mit, daß die Cunard-Linie ersucht habe, 2 50 Särge bei Ankunft der „Carpathia" bereitzuhalten.
Brüssel, 18. April. Ta die „Titanic" 3000 Meter tief liegt, erscheinen Taucherarbeiten unmöglich Somit gelten auch die 29 Sendungen von Diamanten, Perlen und Edelsteinen für verloren.
Neuyork, 18. April. Schatzamtssekretär M c V e a g h wies die Zollkutter an, das Senatskomitee, das die Ursachen der Katastrophe untersuchen soll, auf die „Carpathia" zu bringen, che diese den Hafen erreicht, oder sobald sie sich innerhalb der Jurisdiktion der Zollbehörden befindet.
London, 18. April. Unter der Mannschaft der „Titanic" sind sechs Deutsche: Der Heizer Laspe ober Lappe, bie Stewards Theisinger, Pfropper, Heinen, Müller und Tietz.
Wien, 18. April. Dem Abgeordnetenhaus ist ein Antrag L u k a v s k y , betr. die Schaffung eines Gesetzes zur Sicherung des mit Schiffen reisenden Publikums zugeganyen.
Portland (Maine), 18. April. (W. P.) Die Liste der geretteten Zwischendeckspassagiere der „Titanic" enthält etwa 100 Namen, die meistens auf Skandinavier, Russen und Polen schließen lassen.
Neuyork, 19. April. Von dem Komitee der Ueber- lebenden der Titanic ist folgender Bericht über bie Katastrophe verbreitet worden, um übertriebenen Schilderungen entgegenzutreten: Sonntag nacht 11.40 Uhr erfolgte bei Kälte,
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Die Br'espost der Titan c.
Auf der „Titanic" haben sich Bricfposten aus Teutschland für ganz Nord' und Mittelamerika sowie für Japan, Cuba, Curaeao, Haiti-San Domingo, Jamaica, Porto Nico, Ecuador, Peru und Bolivien (La Paz) befunden. Es handelt sich dabei im wesentlichen um die Sendungen, die zwischen den Postabgängen ab Köln am 6. April 10 45 abends (zum Dampfer „Georgs Washington" des Norddeutschen Lloyd — am 7. April aus Cherbourg) und ab Köln am 10. April 4.41 früh (zum Dampfer „Titanic") aufgekommen waren. Außerdem sind dem Dampfer „Titanic" zugegangen die Briefsendungen für Barbados, Columbien und Britisch - Guyana, die nach Postabgang ab Köln 6,13 nachmittags vom 9. April (zum Dampfer der Royal Mail ^team Packet Company, am 10. April von Southampton) Vorgelegen haben. Ob die Briefposten mit dem Dampfer „Titanic" untetz- gegangen sind, ist zurzeit noch nicht sicher, aber wahrscheinlich.
Mahnahmtn bet Vereinigten Staaten.
Neuyork, 17. April. Der Sena t hat ohne Widerspruch eine Bill angenommen, die eine ausgiebig e Unter s u chung des Unglücks der „Titanic" fordert. Die Senatskommiffion wird Darin ersucht, Zeugen vortzuladen und alle notwendigen schritte zu ergreifen, um ihr Erscheinen zu sichern.
Washington, 18. April. Das Marinedepartement, beschloß, um die Nachrichtenübermittelung von der „Carpathia" zu erleichtern, zeitweise alle drahtlosen Stationen nördlich von Norfolk in Virginien zu schließen mit Ausnahme weniger Stationen, die durch die Tätigkeit der Privatappamte nicht gestört werden können.
Letzte Nachrichten.
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mb "06 gingen durch Strandung verloren.
Das die geographische Verteilung dieser Unfälle । an'ieht, so gibt es Gegenden, die wahre „Friedhöfe des Meeres" genannt werden müssen. Solche Unglücksbezirke sind üie englischen Ufer des AermelkanaleS, die Umgebung der Scilly- ^nselli, die Küsten am Bristol- und St. Georgs-Kau al, die Ufer des Mersey und andere englische und schotttsche Hafeneinfahrten. Aus dac. allerschliinrnste verrufen aber sind gerade die Gegenden und Küsten um Kap Race auf Neu-Fundland, die den Zchauvlatz der „Ti-anic"-Katastrovhe gebildet haben, sowie auch bas oft, aber selten in gutem Sinne genannte Sable-Jsland südlich von Kap Brenton auf Neu-Schottland.
Tie Nebel und die Eisberge sind in erster Linie die furchtbaren Gefahren der Gegend bei Kap Race. §)ehen wir nur wenige Jahre durch, so finden wir, daß 1890 vier Dampfer, 1899 zehn Dampfer durch Eisberge zum Untergange gebracht rxben sind 1907 wurde der deutsche Tamp'er „Kronprinz S1 ( ft e I m" durch Zusammenstoß mit einem Eisberge an seinen Flanken schwer beschädigt, 1909 wurden vier große Ozean- bampser durch Eisberge in höchst gefährlicher Weise -usammen- gebrüdt. Sable-Jsland ist die Flachkuppe eines unterirdischen (-'ebirge5, daS mit seinen höchsten Stellen 250 Kilometer östlich von Haliiax aus dem Ozean emporschaut. Der Umstand, daß die gefürchteten Nebel der Neufundlandbank die Inseln ost wochenlang verhüllen und daß bet Kurs ber zwischen Europa unb Neuyork, Boston usw. verkehrenden Schiffe nur 40 Seemeilen iüdlich von Sable-Jsland vorbeisührt, ist die Ursache zahlloser Zchissbrüche. Schon im Jahre 1756 ließ Thomas Hancock aus Boston auf Sable-Jsland Rinder, Pferde, Schafe, Schweine und Ziegen dort aussetzen, um für künftige Schiffbrüchige an dieser aesahrlichen Küste Sorge zu tragen, und dank dieser menschenfreundlichen Maßnahme konnten schon vier Jahre später siebzig Soldaten eines gestrandeten Transportschiffes ihr Leben bis zu ihrer Befreiung fristen. Obwohl am Ostende der Dünenkette schon feit vielen Jahren ein Leuchtturm steht, zählt doch bie keineswegs Dollftänbige Statistik im Laufe bes 19. Jahrhunderts 185 Fälle auf, in denen große Schiffe gänzlich verloren gingen.
Was bie beutsche Küste angeht, so ereigneten sich an ihr unb innerhalb einer bis 20 Seemeilen von ihr mö Meer binaus- r-ichendeu Zone in bem sechsjährigen Zeiträume von 1900 bis UJ05 nickt weniger als 3320 SLilssunfälle, von benen 364 mit bem gänzlichen Verluste ber Fahrzeuge ausgingen. Am gefahr- lüften sind bie Norbseestrecken, bie bas Gebiet der Elbmünbung und der Wesermündung umfassen.
Tie Einrichtung der Titanic.
Mit ber Kiellegung des Riesenbampfers .,Titanic" wurde (m Jahre 1909, gleichzeitig mit der des Schwefterschiffs „Olympic", auf der Werft von Harland und Wolff in Belfast begonnen. Ter Bau dieser Kolosse erforderte, wie bie „Kieler Zeitung" mitzuteilen weiß, gewaltige Auswenbungen für Hellinge, Maschinen usw., nämlich insgesamt sieben Millionen Mark. „Titanic" lief am 31. Mai 1911 vom Stapel, währenb bie „Olympic" ihre Fahrten über ben Ozean schon ausgenommen hatte. Jebes biefer Schiffe ist für bie höchste Klasse bes britischen Lloyd erbaut. Die Abmessungen ber „Titanic" waren folgenbc: Länge über alles 269,06 Meter, zwischen den Perpendikeln 259,08 Meter, äußerste Breite 28,04 Meter, vom Kiel bis Oberdeck 19,58 Meter und Gesamthöhe vom Kiel bis zur Navigationsbrücke 31,6 Meter. Der Brutto Raumgehalt betrug 46 328 Registertonnen, netto 20 900. Bei einem größten Tiefgang von 10,9 Meter betrug die Wasserverdrängung etwa 66 OOÖ Tons. Der „Titanic" über» traf damit das bis dahin größte Schiff, die „Mauretiana" der Cunarb Linie, um volle 21000 Tons. Ihr Stavellausgewicht betrug 24 600 Tons. Das Schiff besaß 16 wasserdichte Querschotten unb ein Längsschott im Maschinenraum, so batz 18 wasserbichle Abteilungen vorhanben waren, weiter 11 burch- laufenbe Decks. An Passagieren konnten 730 in erster, 560 in zweiter Klasse unb 1200 im Zwischenbeck ausgenommen werben; hierzu kam eine Besatzung von 856 Köpfen, .barunter 63 Schiffs- offiziere unb Seeleute, 322 Mann Maschinenpersonal unb 471 Stewards, Aufwärter usw. Die Deckpromenade der ersten Klasse war 167 Meter lang, der Speisesalon dieser Ka,üte 35 Meter lang und 28 Meter breit; er konnte 532 Personen aus einmal Platz bieten. Außer Damen-, Schreib-, Rauchsalon, Bibliothek, Gesellschastsraum, Turnhalle, war noch ein Schwimmbad von 10 x 10 Meter vorhanden, bas stets mit angewärmtem See-
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Wieder zwei Schiffbruche.
Paris, 18. April. Der „Petit Parisien" meldet aus London, der kanadische Dampfer „Earl of Grey", der den Dienst zwischen Charlotteton und Pictou verfielst, habe, funkentelegraphisch um Hilfe gebeten, da er bei Cap Bohn gescheitert sei. An Bord des Schiffe- befinden sich 200 Passagiere.
St. Iohues (Neufundland), 18. April. Heute nacht ging das Gerücht, der kanadische Regierungsdampfer „Earl of Gr en" ei mit 200 Personen bei Kap Race gesunken. Die Teleunkenstation von Kap Race erklärt, keine Nachricht zu besitzen; ie hält das Gerücht für unglaubwürdig.
schiffe und außerdem noch 202 Segelschiffe. Für Deutschland einnahmen, im vordersten waren vier. Auf.ieder Seite her Heiz- 'h- das aedachte Jahr verhältnismäßig glücklich ab, indem es raumschotter lagen gewalttge Ouerbunker, in denen 6000 Tons nut ben Verlust von 29 Dampfern unb 23 Segelschiffen mit' Kohlen verstaut werden konnten, von denen der Dammer im Tag ,usammcn etwa 60 000 Tonnen zu beklagen hatte. Tie Ursache 820 TonS verbrauchte. - F--------------------
neftr Verluste war in 187 Fällen Strandung, in 43 Fällen *»"** '.usammenstoß, in 11 Fällen Feuersbrunst, in 29 Fällen Kentern, während 10 Schiffe von der Mannschaft verlassen werden mußten, 15 Schiffe verschollen blieben und 81 durch Spruch der Seebehörde .ils ,schwimmende Sarge" von weiterer Fahrt ausgeschlossen wur- cn ' Aehulick liegen die Zahlenverhältnisse bei den 725 ver
loren gegangenen Seglern. Von ihnen mußten nickt weniger (US 18b ms ungeeignet ausgeschieden werden, 47 wurden als erschollen gemeldet, 68 auf See verlassen, 49 gingen bei Zu- ammenstößeu zugrunde, 22 verbrannten, 45 kenterten ober sanken
Kirchliche Nachrichten.
Kathüii|d)c Gemeinde.
Samstag, den 20. April:
Nachmittags um ö Uhr und abends unt 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag, den 21. April, 2. Sonntag nach Ostern:
Vormittags von 61/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
„ um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
, um 11 Uhr Heil. Messe mit Predigt.
Militärgottesdienst.
Nachmittags um 2 Uhr: Chrtstenlehie; daraus sakramentalische Bruderschafts-Andacht.
Amtlicher wellerberichl.
WetterauSstchten in Heffen tüt Samstag, den 20. April 1912:
Zeitweise wolkig, trocken, warm.
wasser versorgt wurde.
Die Kesselanlage war in sechs wasserdichten Räumen untergebracht, sie umfaßte 29 Zylinderkessel, davon 24 Doppel- und 5 Einender. Sie hatten 4,8 Meter Durchmeffer und eine Länge von 6,1 bezw. 3,6 Meter. Erstere besaßen 6, letztere je 3 FenerbÜchsen, so daß 159Feuervorhandeni waren Die totale Nostsläche stellte sich auf 330 Quadratmeter, die Heizfläche 11400 Quadratmeter und der Arbeitsdruck auf 15 Kilogramm je Quadratzentimeter. Die Kessel gaben ihre Abaase an drei gewaltige ^dwrnfteinc ab Diese hatten elliptffchen Querichnitt von -747 X 5 8 Met^ unb eine Höhe über bem Rost von 48,8 Meter! Ein vierter gleicher Schlot biente ber Ventilation von Maschinen- unb Passagierräumen. In ben Herzräumen waren immer fünf Kessel nebeneinander gelagert, so day ne die volle schinsbrette
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