Ausgabe 
22.8.1912 Erstes Blatt
 
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deuten zur Hinrichtung veranlaßt hat. Tie wirtschaft­lichen Verhältnisse sind gut. Die Reisernte im ganzen Janatsetal ist reichlich und die übrigen Ernte­aussichten, abgesehen von denen für Baumwolle, ausge­zeichnet. General Li-Juanhung hält die Lrdnung aufrecht. Dasselbe gilt von dem Gouverneur der Provinz Hunan. In aanz China nimmt der Wohlstand zu. Tie Lohne sindaestiegen und der große Bedarf an Erntearbeitern vereinfacht die Absorbierung der großen Zahl der Arbeits­losen. Tie Offiziere bilden noch immer ein gefährliches Element, aber 79 Prozent der Bevölkerung verlangen Ruhe und Frieden.

Juanschikai hat die Forderung der Natio­nalversammlung abgelehnt, daß er und der Kriegsminister vor der Versammlung erscheinen und Bot­schaft über die Hinrichtung des Generals in Hankau geben sollen. Ter Präsident lud die Vorsitzenden der Provinz von Hup eh )u sich ein und setzte ihnen in freundschaft­licher Weise die Haltung der Regierung auseinander. Tie Besucher erboten sich freiwillig, den Versuch zu machen, die Nationalversammlung zu bewegen, von dem geplanten Tadelsoorum gegen die Regierung Abstand zu nehmen.

Ein Unterseeboot für Italien.

Siel, 21. August. In der Eckernfördcr Bucht fand gestern die erste Erprobung des Unterseebootes .AtropoS" statt, das die Germaniawerst im Auftrage der italienischen Regierung baute. Die Probefahrt ist sehr günstig verlaufen. Als Höchstgeschwindig­keit ergaben sich im Mittel von zwei aufeinander folgenden Durchläufen durch die gemessene Meile 14,7 Knoten. Der Vertrag bedingt nur 12 Knoten.AtropoS" ist das erste in Deutschland mit Dieselmotoren zur Erprobung gelangende Unterseeboot. Die Motoren, die gleichfalls von der Germaniawerft nach einem eigenen Zweitakttyp gebaut worden sind, bewährten sich während der Fahrt vorzüglich. Die Probefahrt fand in Gegenwart des italienischen Marine­attaches statt. Die Länge beträgt 44,5 Meter, die Breite 4,4 Meter, das Deplazement an der Oberfläche 235 Tonnen, im untergetauchten Zustande 320 Tonnen. Die Torpedoarmierung besteht aus zwei Rohren, wofür vier Torpedos mitgeführt werden.

Ausland.

Französische Kämpfe in Marokko.

Paris, 21. Aug. Aus Fez wird unter dem 19. d. M. gemeldet: Tie Kolonne Pein, die in Elajun lagerte, wurde am Samstag früh von feindlichen Abteilungen aus dem Norden angegriffen. Tie Kolonne brach ihr Lager zum Schein ab und lockte den Feind auf ein Ter­rain, das für die Anwendung von Geschützen günstig war. Durch einen heftigen Angriff trieb sie den Feind, der bedeutende Verluste hatte, bis jenseits von Mulay Buchta zurück. Auf feiten der Franzosen wurde ein Senegalschütze getötet, jzwei wurden verletzt. Am Abend be^og die Kolonne wieder ihr altes Laaer. Die Luge im Süden von Fez ist andauernd unruhig. Die Kolonne Rebillot rückt gegen Bahlil in der Nähe von Sefru vor, Um die Absichten der Berber zu durchkreuzen. Von dort wird sie sich nach ElJöajcb begeben, von wo femd- liche Bewegungen der Beni Mgild gemeldet werden.

TieAgence H<was" meldet aus Mazagan vom 19. August: Eine französische Truppenabteilung zerstörte drei Cashbas des Koids Triahi dreißig Kilometer von Mazagan entfernt. Die Eingeborenen hatten zahlreiche Tote, die Franzosen hatten keine Verluste.

Der türkische Thronfolger Prinz Jnssuf Jzzedin ist am Dienstag in Begleitung des Senators Azarian von Konstantinopel nach der Schweiz abgereist. Wie es heißt, wird sich der Prinz inkognito drei Tage in Wien aufhalten. Die Reise soll keine politische Bedeutung haben.

Der in Marienbad weilende englische Schatz­kanzler Llotid George wurde, wie dasPilsener Tage­blatt" meldet, auf einem Spaziergange von zwei Anhänge­rinnen des Frauenstimmrechts mit Rusen:Votes for women!" sWahlrecht für die Frauen!) belästigt, so daß er einen Wagen nehmen und davon fahren mußte.

den Bewegung, zeigt Monet die Stärke seines impressionisti­schen Könnens. Hier ist wirklich mit breitem, raschem Pinsel- strich der Eindruck der Momentanität erreicht. Das Bild wirkt auch durch die Gegensätzlichkeiten; es ist aus keiner Schablone entstanden, foubern aus liebevoller Beobachtung. Ein anderes Gentälde Monets zeigt ein paar Fischerboote im Hafen. Auch hier zeigt er Farbenfreude, und wie bei seiner Mühle in Zaandam" Sorgfalt und bis zu einem gewissen Grade ausgearbeitete Einzelheiten. Tenn davor wird sich die moderne >kunst hüten müssen, bei der neuen Methode zu sehr ins Flüchtige und Skizzenhafte zu geraten. Auch Ma- n e t kannte weise Mäßigung, und ein köstlichesPfirsich- Stilleben" von ihm zeigt, datz er die Natur liebend umfassen, nicht in kalte Distanz von sich stoßen wollte. Von Manet sind noch zwei große Gemälde: das Bollbild­nis seiner Gattin, mit leuchtenden Farben ein inter­essantes Stück der Freilichtkunst, und die merk­würdigeBar aux Folies Bergöres". Hier will uns die Ausstellung sagen, daß die Künstler der neuen Richtung auch das Leben in den Straßen, auf den Plätzen und in den EafSS besuchten und studierten. Der Sinn des Ma­lerischen mußte freilich hinter dem Problemtrieb zurück­stehen. Hier ist Degas zu nennen, von dem neben an- derem diePlace de la Concorde" zu sehen ist, eine Kompo­sition, die alle Regeln über den Hansen geworfen hat, denn man sieht im Vordergründe einen nur bis zur Hälfte gemalten Mann, der über den Platz geht. Wie Degas intime Szenen beobachtete, zeigt er bei noch einigen kleine­ren Bildern:Tie Tänzerin",Jrn Bade" (eine nackte Frau in der Badewanne stehend),Vorbereitung" undTer rote Schal".

Pissarro und S i s l e h, die sehr gut vertreten sind, sind in der Hauptsache Landschafter, die dieselben Wege wandeln wie Mauel und Monet. Die Sislcyschen Bilder haben etwas Duftiges, Träumerisches, wie wenn er von Corot gelernt hätte. Renoir, von dem nicht weniger als neun Gemälde ausgestellt sind, hat, wie z. B auf dem großen Bilde .der beiden KinderAm Klavier", in der Farbe oft etwas Süßliches und, was die Haltung feiner Personen anlangt, auch etwas Gemachtes.

Wie sich die Modernen teilweise ergänzen, wie man die Fehler des einen ost erst beim Blick auf die anderen abschätzcn kann, das zeigt diese Frankfurter Ausstellung, die noch bis Lude September geöffnet bleiben soll, -z

Aus Stadt und Land.

Gießen, 22. August 1912.

Landwirtschaftliche Kreisschau zu Gießen.

Nachdem die Meldungen für die Tierzuchtabteilung ziemlich vollständig eingegangen sind, läßt sich in großen Zügen über den Teil der Veranstaltung einiges berichten, der bei landw. Ausstellungen im SSorbergrunb des Inter­esses zu stehen pflegt. Ein ganz besonderes Gepräge er- hält die Tierzuchtabteilung dadurch, daß die erste all­gemeine Rotviehausstellung des Verbandes mitteldeutscher Notviehzüchter mit der Kreisschau verbunden ist und den gegenwärtigen Stand der Zuchtbestrebungen zur Verbesse- rung der in ganz Mitteldeutschland verbreiteten Rotvieh- schläge vor Augen führt.

Es sind folgende Zuchtverbände in der Ausstellung vertreten: Ter Vtammherdenverband für schlesisches Rot- Vieh in Breslau mit 20 Tieren, der Vogtländer Herdbuch­verein zu Auerbach mit 10 Tieren, der Verband westfälischer Rotviehzüchter zu Arnsberg mit 30 Tieren, die Herdbuch­gesellschaft zu Frankenberg mit 10 Tieren, die Herdbuch­gesellschaft des Kreises Biedenkopf mit 22 Tieren, die- leniae des Kreises Wetzlar mit 10 Tieren, die Herdbuch­gesellschaft der Kreise Marburg und Kirchhain mit 20 Tieren, die Herdbuchaesellschaft für Ldenwälder Rotvieh in Darm­stadt mit 20 Tieren und die Oberhessische Herdbuch­gesellschaft für Vogelsberger zu Gießen mit 30 Tie­ren. Insgesamt werden 170 Vertreter der einzelnen Land­schläge in Einzelklassen und in Sammlungen miteinander in Wettbewerb treten und mit großer Spannung wird man den Wettkampf verfolgen. Dieser Wettstreit soll jedoch kein bloßes Schauspiel sein, sondern man will durch Vergleich der einzelnen Rotviehschläge diejenigen Zuchten ermitteln, welche infolge ihrer hohen Entwickelung dazu berufen find, zur Verbesserung weniger vorgeschrittener Schläge verwen­det zu werden. Durch die Klärung der Zuchtziele werden dem neu gegründeten großen Zuchtvcrband die Aufgaben klar vorgezeichnet, die er sich für die Folgezeit zur Erhaltung und Verbesserung stark bedrängter aber anerkanntermaßen für viele Verhältnisse unseres Vaterlandes unentbehrlicher Rotviehschläge zu stellen hat.

Ergänzt wird die Rotviehausstellung noch durch etwa 60 Vogelsberger aus dem Kreise Gießen, die jedoch nur unter sich auf der bkreisschau konkurrieren.

Recht stattlich ist auch die aus dem Kreise ausgestellte Zahl der Simmentaler mit 130 Stück. Die Tiere ent­stammen vorzuasweise den Zuchtbezirken Ober-Hörgern, Lich-Hungen uno Grünberg. Von ihnen bewerben sich fast alle in Einzelklassen, außerdem werden sich 13 Familien-, 2 kleine Züchtersammlungen und 3 große Sammlungen von Zuchtbezirken gegenseitig messen.

Mit etwa 30 ist die Abteilung der Pferde verhältnis­mäßig gering beschickt, was seinen Grund in der geringen Ausübung der Pferdezucht im Kreise hat.

Die Beschickung mit Schweinen ist beeinträchtigt durch den vorsichtshalber ausgeschlossenen Schweinezuchtverein Lang-Göns, und erreicht ebenfalls nur die Zahl von 40 Tieren. Die geringe Zahl wird jedoch durch die Güte des Materials ausgeglichen werden, was schon durch die Beteiligung der Hochzuchten von Hoffmann-Hof-Güll, Clemm-Winnerod und des Schweinezuchtvereins Ober-Hör­gern gewährleistet ist.

Die umfangreichste Gruppe ist die der Ziegen mit über 300 Tieren. Ter Kreisziegenzuchtverein, der seither in der Oeffentlichkeit noch wenig hervorgetreten ist, will offenbar den Beweis liefern, daß in den letzten Jahren fleißig und planmäßig gearbeitet worden ist und die Früchte dieser Tätigkeit nun gereift sind.

Die Schafe, denen in den letzten Jahrzehnten gar kein Plätzchen mehr auf den Hessischen Ausstellungen gegönnt war, sind mit 50 Exemplaren vertreten, um darzutun, daß sie inzwischen in der landw. Tierzucht wieder eine hervor­ragende Bedeutung erlangt haben.

Die Geflügelausstellung wird durch die Ungunst der Zeit auf etwa 150 Stämme herabgemindert, denn Alt geflügel hat noch nicht fein schönstes Ausstellungskleid an- gezogen und Junggeflügel ist vielfach noch nicht ausstel- lungsreif.

Mmmt man an, daß die noch etwas schwach beschickten Abteilungen durch Nachmeldungen, die noch bis zum 25. d. Mts. berücksichtigt werden können, noch eine kleine Ver­größerung erfahren, so kann die Tierzuchtabteilung An­spruch auf volle Beachtung und Würdigung weiter Kreise erheben.

Noch nicht abgeschlossen sind die Anmeldungen für die Gruppen: Erzeugnisse.des Ackerbaues, Obstbau, Obstverwer­tung und Bienenzucht, landw. Maschinen, Geräte und Hilss- ftoffe, milchwirtschaftliche Erzeugnisse und wissenschastlicl)e Arbeiten, für die der Meldeschluß erst am 25. August ist.

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Lehrerpersonalien. Uebcrtragen wurde der Schulamtsaspirantin Christine Trautmein aus Lonsheim eine Lehrerinstelle an der höheren Bürgerschule zu Ober- Ingelheim. Erledigt ist eine mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß- Steinheim. Mit der Stelle ist Ocganistendienst ver­bunden.

* Zum LudwigStag. Die Schulbehörden machen bekannt, daß am nächsten SamStag, den 24. August d. der Schulunterricht nicht ausfällt, wie irrtümlicher­weise vielfach geglaubt wird, weil der LudwigStag auf einen Sonntag fällt.

* * Aus dem Militärwochenblatt. Der Gou­verneur von Mainz, General der Kavallerie Graf v. S ch l i e f f e n, ist ß la suite des Kürassier-Regiments Nr 2 gestellt worden.

Ein Nachtzug von Gießen nach Dillen­burg. Tie städtische Berkehrskornrnission in Dillenburg hat vor einigen Monaten bei der Eisenbahndirektion die Einlegung eines Zuges beantragt, der Wetzlar um 12 28 Uhr verläßt (Gießen 12.10) und gegen 1.20 Uhr in Tillen, bürg eintrifft. Darauf hat die Eisenbahndirektion, der Ztg. f. Tillt. zufolge, geantwortet, daß im Sommer dieser Nachtzug probeweise an Sonntagen eingelegt werden soll

Eine neue meteorologische BeobachtungS- 'teile in Oberhessen soll anfangs Oktober der Dürer- schule in Hochmaidhausen angegliedert werden. Es ivird eine Station zweiter Ordnung und ist die dritte ihrer Art in Oberhetzen. Tie beiden anderen befinden sich in Lauterbach und Schotten.

- Der Verband der Detaillist en-Vereine im Grobherzogtum Hessen (Sitz Darmstadt) hält seine dies- läbrige Haupt versa mmlu ng am Sonntag, 16. Septdr., in Bad-Nauheim ob. Der Verband, der als die maß­gebende Organisation des Detaillistenstandes tn Hetzen an-

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gesehen werden darf, hat sich auch un letzten Jahre wieder weiterentwickelt und zählt jetzt etioa 1100 Mitglieder. __

AuS der Tagesordnung sei erwähnt: »Stellungnahme zur Errichtung von Einigungsämtern in Sachen des unlauteren Wettbewerbes*, sowie etn Vortrag über die neugegrünbete .llonsumvereinS-ArbeitSzentrale für Handel und Gewerbe m Hamburg*.

* Versand von Drucksachen und Warenproben in größeren M engen. Bon den kaiserlichen Postbehördeu wird ersucht, erneut darauf hinzuwirken, daß größere Mengen von Drucksachen, Warenproben usw. nicht durch die Brief- kästen, sondern unmittelbar bei den Postämtern eingeliefert werden. Es wird dringend gebeten, dieser Auf­forderung der Postverwaltung nachzukommen, da cS an anderen Plätzen wiederholt vorgekommen ist, daß Bries, sendungen ouS überfüllten Briefkasten entwendet worden sind.

"Brand. In einem Geschäftshaus am Marktplatz entstand gestern nachmittag gegen 4 Uhr cm kleines Schaden­feuer. Der HauSbursche hatte einen Gasherd angezündet, sich entfernt und die Flamme längere Zeit außer Licht gelassen, so daß die in der Nähe befindlichen Kleider vom Feuer er­griffen wurden.

KreiSauSschuß als ungültig erklärt worden. Die erste

A Ober-Seibertenrod, 21. Aug. Die zweites Bürgermeisterwahl, aus der mit knapper Mehrheit ber< Landwirt Rühl als Gewählter hervorging, ist wiederum votz f

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Kreis Büdingen.

D. Büdingen, 20. Aua. Zur Erledigung einiger dringen- I der Punkte sand heute abend H Ubr nochmals GemeinderatSntzung statt. Anwesend waren: Ter Bürgermeister, der Beicicordnete, achr I Gemeinderatsmitglieder und Kammerdirektor Tr. Weimer. Zur Be- | ratung über die Grenzregulicrung zwischen Gemarkung Büdingen 1 und Orleshausen hatten sich der Bereinigungs-Kommissar Kreis- 1 amtmann Dr. Goertz und FeldbereinigungS-Geometcr Maurer 1 (Büdingen) eingefunden. Ter Gemeinderat stimmte der vor- I geschlagenen Verlegung der Grenze von der Gemarkung Lorbach I is zur Parzelle Fl. XIV Nr. 7 in der Gemarkung Büdingen zu. I Die Verlegung des Teils von der Einmündung des Erlengrabent I bis zur Gemarkung Düdelsheim lehnte der Gemcinderat ab Seit­her lag der Seemenbach auf eine etwa 600 Meter lange Aky- strecke vollständig in der Gemarkung Orleshausen. Turch die vorgeschlagene Grenzregulicrung wurde die Mitte des Bache« die Grenze bilden, damit aber auch die Hülste der Ausräumung-- arbeiten der Gemeinde Büdingen zusallen, weshalb die Ablehnunq erfolgte. Karl Gläser wünscht die Konzession zum Betrieb einer Schankwirtschast. Der Gemcinderat bejaht die Bedürfnis- frage, weil von dem kürzlich verstorbenen Vater schon in dem Anwesen Wirtschaft betrieben wurde. In der Gemeinderat-- sitzung vom 30. Juli hatte der Gemeinderat beschloffen, fon einer Erhebung der Beiträge zu den Kosten der Fußsteig!', rstel- lungen abzuschcn. Tas Streidamt ist mit diesem Beschluß nicht einverstanden und glaubt, daß die Gemeinde nicht aus die Ein­nahme von 5000 Mk. verzichten könne. Ter Gemcinderat kann sich auch heute zu einer Erhebung der Beiträge nicht entschließe, und beauftraat die Bürgermeisterei, in Gemeinschaft mit bet Bauleitung Berechnungen aufzustellen, ob die nötige Summ- nicht aus dem Anlehen, das für Straßcnhcrstellung.vorgesehen ist, entnommen werden kann. Die Stadt Friedberg verlangt von der Stadt Büdingen Rückersatz der Kosten für die Pflege bt» Handarbeiters Peter Semmel. Die Stadt Büdingen hat abgelehnt und Friedberg droht mit Klage. Tie Bürgermeisterei legt dem Gemcinderat die Akten vor und ersucht um Beschluß, ob der Unter- I ftützungswohnsitz für Semmel anerkannt oder ob man es auf Klagt ankommen lassen soll. Tie Angelegenheit wird einem Ausschuß überwiesen, der aus Bürgermeister Fendt, Rechtsanwalt fteil und Kammcrdirektor Dr. Wermer besteht.

Kreis Schotten.

^UnioerU rechnftlh

**SSÄ L 18 Oktober

Ä l'rogramr .. Liiuelheitcn L^dmebediogungen, Ze üfimi Lodoraloncn, ^äunbUebungen,^ btt Lehrnntt

0 «j.lr(i btt Grab 36 sauingenii

11 Ml'ungcn und Uet gewährten Sie Ausbildung für Bdnngm werdens fflithncmngcnicurc, V LÜrockmiker und -lpo Seinen Abteilung 2 teten, sowie Geometer. Mn. Infolge Verttag «d der U AeußiM ^gegenseitige Anerkenn ffijng für den Ltaatst KHinenbausach, sowohl tom Prüninqsamte ab i *lid) der an deren Ste >chung»vorschriilen abzul ; r jraforüfimgcn abgei tftr ist der Besuch der rniMi gleichgestellt; ai i «Mion zu Tarntztad ! um zur Erteilung für I neben worden. Die (et GrMerzvgtums Äe teniidx-ii Hochschule er kmianal- Md Aeal-l Naturwissenschaft b ftfrn Hochschule dem Ixn Halbjahren gleicher M eingerichteten Herbst (Hern oder im Herbst n

Wahl, au6 der Schmrermiind und Rühl mit Stimmengleichheit hervorgingen und das Los zu Gunsten deS Altbürgermeisterl Schmiermund entschied, wurde auf Reklamation der unter­legenen Partei aufgehoben. Die zweite Wahl wurde auf Grund der Einwendungen der nun besiegten Partei deS All- bütgermeifierS für ungültig erklärt.

A Unter-Seibertenrod, 21. Aug. Unsere Nachbar­gemeinden Ober-Ohmen und Ober-Seibertenrod werden dem­nächst mit uns ein Gruppen-Wasserwerk erhalten. $« Quellenführung soll von RebgeShain aus erfolgen.

RrciS Friedberg.

L. Fried berg, 21. Slug. Am 1. Sept, wird die neue Freilade st raße in Betrieb genommen. Sie ist rm Stadtteil Fauerbach und also der Anfang des neuen Bahn­hofes. Die alte Straße wird geschloffen.

Starkenburg und Rheinhessen.

** Darmstadt, 21. August. Um den Besuchern, die durch ihren Beruf verhindert sind, die Ausstellung Der Mensch" in Darmstadt am Tage eingehend zu besichtigen, Gelegenheit zu ungestörtem Besuch zu geben, ist eine elektrische Beleuchtnngsanlage eingerichtet worden, die auch am Abend ein gründliches Studium der einzelnen Objekte ermöglicht.

m. Offenbach a. M., 22. Aug. Die Lieferung de» elektrischen Stromes für die Gemeinde Neu-Isenburg ist nunmehr beschloffen, nachdem der Vertrag über die Stromabgabe mit Neu-Isenburg in den maßgebenden Aus­schüssen genehmigt wurde und nur noch der formellen Zu- ftimmung der Stadtverordnetenversammlung bedarf. Der Vertrag wird zunächst auf 15 Jahre abgeschloffen. In unserer Stadt werden zurzeit drei neue Kirchen errichtet, von denen eine katholisch ist. Dazu kommt ein Synagogen­neubau, der demnächst in Angriff genommen wird.

** Mainz, 21. August. AuS Oppenheim wird gemeldet, daß daS dortige Gerichtsgefängnis schon feit vier Wo>n ohne Gefangenen ist. DaS SrcignÜ, durch das dem Staat viel Geld erspart wird, ist gewiß eine große Seltenheit.

Heffen-Naffau.

[] Marburg, 21. Aug. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Konsumvereins für Marburg und Umgegend, e. G. m. b. H., der vor etwa zwei Jahren nach etwa zehnjährigem Bestehen sallierte, fand heute vor dem Amtsgericht Abnahme der Schlußrechnung statt. Die Gläubiger erhalten ohne Vorrecht 4050 Proz., die rund 600 Mit­glieder, die bei der Konkurserklärung vorhanden waren, er­halten von ihrem Geschäftsanteil und der Haftsumme, zu­sammen 60 Mk., nichts zurück.

[] Marburg, 21. Aug. In der Nähe von Kernbach, auf dem Wege nach den sog. Wichtelhäusern, wurde ein Hünengrab, in dem sich eine Urne befand, fceigelegt.

X Kirch Hain, 21. Aug. Der für den 27. d. MlS- vorgesehene Rindvlehmarkt findet nicht statt, dagegen wirb der Schweinemarkt am gleichen Tage abgehalten.

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